Wascht Euch die Hände!

Die mögliche Pandemie des Coronavirus aus China bestimmt die Nachrichten der letzten Tage. Dabei spüren wir niedergelassenen ÄrztInnen, dass eher die alljährliche Grippewelle aufschwappt, Tendenz-Peak in den Faschingsferien, Abklingzeit bis Anfang März. Business as usual. Klar ist das eine Tröpfcheninfektion via Schleimhäute, Rotz, Husten und sonstigem ekligem Auswurf, aber: Die Hauptvektoren sind immer noch unsere Hände. Beim Guten-Tag-Sagen, beim Angrabschen von Kinderbäckchen, beim Festhalten an der Bushaltestange. Liebe ErzieherInnen: Ja, auch beim Wickeln, Naseabputzen, Essenzubereiten, Hände-Klatsch-Utzi-Dutzi-Spielen. Die Asiaten machen es uns vor: Mundschutz und wenig Händekontakt. Nun ist das Kulturgut der europäischen Bevölkerung ein anderes, wir händeschütteln gerne, geben Küsschen, … Wascht Euch die Hände! weiterlesen

kinderdok kocht

Ich schnipple das Suppengrün nur grob, die Zwiebel wird halbiert und kurz mit der angeschnittenen Seite nach unten im Topf angebräunt. Dann zwei Liter Wasser dazu, hei, das zischt. Den Hahn hinein, das grobe Gemüse dazu, wenig Salz, ein wenig Pfeffer – so. Einmal aufkochen. Das darf knappe zwei Stunden köcheln. Temperatur dabei weit runter nehmen. Schnitt. Kurzer Test, das Fleisch fällt sanft. Also: Hahn raus, Grünzeug raus, Brühe durchsieben in einen zweiten Topf. Die Fettaugen vorsichtig abschöpfen – genug Kraft ist da sowieso drin, brauchts nicht auch noch igitt. Der Hahn wird mit scharfem Messer und Gabel zerteilt, die … kinderdok kocht weiterlesen

Der Fünf-Minuten-Grippeappell

Wir ertrinken in Patienten, in besorgten Eltern, in Husten, Schnupfen, Fieber, „so krank war er noch nie“, „wird denn das gar nicht besser“ und „wir machen uns Sorgen“. Das Personal ist am Limit, selbst dezimiert wegen eigener Rotzenasen oder eigener -kinder, die Kindergärten machen Kleingruppenunterricht oder schließen komplett, weil die Erzieherinnen fehlen. Die Schulen verlangen Krankenatteste wegen der Grippewelle, als merke man dasnichtauchso bei dem Hustengeräuschepegel im Unterricht. Geplante Termine wie Impfungen oder Vorsorgeuntersuchungen versuchen wir auf ruhigere Monate zu verschieben, wenn das geht (aber Säuglings-Us kannst Du eben nur jetzt machen), damit die Gesunden sich bei uns nichts holen, … Der Fünf-Minuten-Grippeappell weiterlesen

Versprechen an alle Eltern in der Erkältungszeit

Liebe leidgeprüfte Eltern, auch wenn Euer Kind das vierte Mal in zwei Wochen Fieber hat oder Ohrenweh oder einen bösen Husten, der Euch nicht schlafen lässt, auch wenn Ihr denkt, Ihr seid die einzigen, die so oft in der Praxis vorbeischauen, auch wenn der Große den Mittleren und dann die Kleine ansteckt und Ihr dazwischen im Kreuzfeuer der Viren bestehen müsst, auch wenn die Erzieherinnen oder die Omma oder die Nachbarn meinen, Ihr solltet mal abklären lassen, warum´s Bobele immer und ständig krank ist: Seid sicher: Ihr seid nicht alleine. Der Großseufzer der Grippewelle hallt durch alle Allgemein-, Internisten- und … Versprechen an alle Eltern in der Erkältungszeit weiterlesen

Sanfte Medizin

Vater: „Der hustet jetzt seit zwei Wochen.“ Ich: „Kenn ich. Mache ich auch grad durch.“ Vater: „Und, was machen Sie da?“ Ich: „Kamillentee, Lutschbonbons, viel an die frische Luft und früh ins Bett gehen.“ Vater: „Und damit wollen Sie meinen Sohn jetzt abspeisen?“ Ich: „Sie haben gefragt.“ Sonst wird immer gefragt: „Und, würden Sie Ihren Kinder diese Medikamente auch geben, wenn das jetzt Ihr Kind wäre?“ Ja, Mensch, Ja! Sanfte Medizin weiterlesen

Besinnung im alltäglichen Grippewust

Jedes Kind ist speziell, jeder Virus auch, jede Mutter, jeder Vater, jede Familie. Jeder Fieberverlauf nimmt seinen eigenen Gang, jeder Rotz, jeder Husten, jedes Zipperlein. Jede Minute, die Eltern am Bett ihres Kindes verbringen, spät in der Nacht, mit der kühlen Hand auf der heißen Stirn oder massierend über den wehen Bauch. Jede Ohrenweh sind eigen, jedes Halskratzen, jeder müde, flaue und schmerzende Kopf. Jede Stich der Impfung, jede Blutabnahme, jede Sorge, weil vierzig Grad Fieber, jedes Schreien in der Nacht, jede Blähung, jede Kolik, jedes rote Auge. Jeder Schreck am Morgen, wenn die Nase blutet oder das Kind weinend … Besinnung im alltäglichen Grippewust weiterlesen

Hilfe, mein Kind hustet I

Kleine Umfrage beim Twittern – für alle die fehlenden 1.700 Follower, die kein Twitter ihr eigen nennen… 😉 @kinderdok Ist hier noch nicht angekommen! Viel Rausgehen, gut schlafen. Bei Kratzen im Hals – heiße Zitrone mit Honig. — Tatjana Scheffler (@tschfflr) November 5, 2015 @kinderdok Ibuprofen und Paracetamol — maca macalina (@staublos) November 5, 2015 @staublos @kinderdok plus nasenspray (und für unvernünftiges erwachsenendoping pretuval c) — Frau Bruellen (@FrauBruellen) November 5, 2015 @kinderdok Hühnersuppe — 🇪🇺 Schienensatzverkehr 🌈 (@semireg) November 5, 2015 @kinderdok Tee,rausgehen,Hände waschen,viel Obst und Gemüse roh. — Andreea Tribel (@andreeatribel) November 5, 2015 @kinderdok vorbeugend Sauna. Raus … Hilfe, mein Kind hustet I weiterlesen

Impfstoffe werden knapp – nicht nur bei der Grippeimpfung. Der BVKJ schlägt Alarm.

„Kinder- und Jugendärzte fordern: Politik muss Versorgung mit Impfstoffen sicherstellen Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) ist in großer Sorge. Niedergelassene Kinder- und Jugendärzte überall in Deutschland melden, dass sie in den Gemeinschaftsunterkünften und in ihren Praxen zahlreiche unbegleitete minderjährige Flüchtlinge ohne Impfdokumente sehen, die unbedingt geimpft werden müssen. Viele von ihnen sind noch nicht in den ihnen zugewiesenen Kommunen und haben noch keinen Vormund. Ohne Vormund aber auch keine Impfung für Minderjährige. Auch bei den vielen Kindern, die mit ihren Eltern aus den Krisengebieten zu uns kommen, gibt es große Impflücken. „Viel schlimmer aber als der fehlende Vormund … Impfstoffe werden knapp – nicht nur bei der Grippeimpfung. Der BVKJ schlägt Alarm. weiterlesen

Fakten zum nasalen Grippeimpfstoff für Kinder – Update 2014

Zur Grippesaison 2014/2015 habe ich diesen Artikel nochmal hochgeholt, schließlich gibt es für Kinder einen deutlich besseren Grippeimpfstoff als die bisherigen: – Zugelassen ab 2 bis 18 Lebensjahre (18. Geburtstag!) – von der STIKO als Impfstoff der Wahl für 2- bis 6-jährige Risikopatienten (Asthmatiker usw.) empfohlen – Gut verträglich und gleichwertig dem klassischen Spritzen-Impfstoff, Update: Er ist besser, Studien zeigen eine bessere Antikörperentwicklung, vermutlich wegen der besseren Immunogenität via Schleimhäute und weil es sich um einen Lebendimpfstoff handelt und nicht um einen Totimpfstoff (wie die klassische Influenzaimpfung) – Schnellere Schutzwirkung (meist schon nach wenigen Tagen) – Nebenwirkungen u.a.: Naselaufen, Kopfweh, … Fakten zum nasalen Grippeimpfstoff für Kinder – Update 2014 weiterlesen

Fakten zum nasalen Grippeimpfstoff für Kinder

– Zugelassen ab 2 bis 18 Lebensjahre – von der STIKO als Impfstoff der Wahl für 2- bis 6-jährige Risikopatienten (Asthmatiker usw.) empfohlen – Gut verträglich und gleichwertig dem klassischen Spritzen-Impfstoff – Nebenwirkungen u.a.: Naselaufen, Kopfweh, Nasenbluten, ansonsten das Übliche bei Impfungen, also Fieber, Unwohlsein etc. – Eine Dosis pro Nasenloch – nennt sich Fl.u.enz – Kosten: 23€ (üblicher Grippeimpfstoff 20-30€) – Keine grundsätzliche Erstattung durch die Krankenkassen – Unterschiede auch der Erstattungsfähigkeit in einzelnen Bundesländern – bei manchen Kassen enorme bürokratische Hürden (Kostenerstattung nach Privatrechnung, Bestätigung der Zweckmäßigkeit usw) – Rabattverträge mit Impfstoffen (Bestimmte Krankenkassen bevorzugen bestimmte Impfstoffe in … Fakten zum nasalen Grippeimpfstoff für Kinder weiterlesen