Piraten III

wie es begann wie es weiterging „Die Idee ist wohl“, setzt er fort, „Asthmatiker sind tapfer, die müssen kämpfen, und da geht’s um Luft und … naja, da sind sie dann auf die Piraten gekommen.“ Er zieht eine der Augenklappen über den Kopf und lässt sie auf das linke Auge schnalzen. Dann zieht er die Oberlippe etwas hoch und lässt ein Grollen hören. „Hohoho, ich bin Jack Flöto“, sagt er mit tiefer Stimme und zwinkert mit dem freien Auge, dass es für den Moment aussieht, als habe er beide Augen zu. „Sehr gut, Herr Teufel, sehr gut“, sage ich, „so … Piraten III weiterlesen

Piraten II

wie es begann „Das ist doch gar kein Problem, nicht wahr?“, sagt er, „dann machen wir ganz schnell.“ Er erzählt mir etwas von dem neuesten Gerät, von Tröpfchengrössen und deren Assimilation mit Medikamenten. Das macht er immer. Er hat es einfach. Kaum einen Mitbewerber gibt es auf dem Inhalationsmarkt. Seine Firma ist etabliert, ihr Name ist ein Synonym für Geräte dieser Art, keine andere Firma hat es bisher geschafft, ein ähnliches Sortiment unter die Leute zu bringen. Schwierig war nur die Umstellung auf Trockeninhalationen, wie sie seit einigen Jahren empfohlen wird. Bis dahin waren die großen klobigen und lauten Geräte, … Piraten II weiterlesen

Piraten I

Heute war Herr Teufel da, einer der Pharmavertreter. Sie kommen wegen Impfstoffen und Antiallergika, wegen Hyposensibilisierungslösungen und Babynahrung, wegen Hustensäften und zweifelhaften Produkten, die wir als „Convenience“, als „Lifestyle“-Produkte bezeichnen würden: Nahrungsergänzungsmittel, Vitaminpräparate, Sälbchen und Öle. Das Zeug wird gerne bei Ärzten beworben, um ihm den Hauch des Medizinischen zu geben, damit der Arzt es mit seiner Aufmerksamkeit adelt und vielleicht an den Patienten weitergibt. Nur wegen Kügelchen war noch niemand bei mir. Ist das konsequente Firmenpolitik bei Globuli: Wenig Werbung erreicht mehr Wirkung? Da gibt es Pharmaleute, die rauschen in die Praxis, hinterlassen eine Spur aus Werbeartikeln und Arzneimustern, … Piraten I weiterlesen

Farmavertreta

Ich: „So hallo, guten Morgen, Kinderdok mein Name.“ Frau im grünen Hosenanzug: „Ja, guten Tag, Dr. Meiring-Dietel mein Name, ich komme von der Firma Maliterck.“ Ich: „Alles klar, und, was haben Sie zu berichten?“ Dr. Mering-Dietel: „Ja, also, ich habe Ihnen heute das neue Bla bla bla mitgebracht, das ist ganz neu auf dem Markt eingeführt, es hat bla bla bla, außerdem zeigt es sich, dass es vor allem bla bla bla, und bla bla bla, bla bla bla bla bla bla, bla bla bla bla, bla bla, bla bla bla, bla bla bla, bla bla blabla bla bla, bla … Farmavertreta weiterlesen

Tricks

Nein, liebe Frau Farmavertreta, so gehts wirklich nicht. Sie können sich nicht einfach an meiner Arzthelferin vorbeischleichen, wenn Sie mich aus dem Zimmer kommen sehen. Bei mir gibts immer Termine, basta. Für Eltern und ihre Kinder und für Pharmaleute ganz genauso. Das sorgt nämlich für einen smoothen work-flow, wie mein Englischlehrer immer sagte. Jede Minute, die ich mit Ihnen hier ratsche, wartet nämlich der Säugling aus der Fünf nackig unter der Wärmelampe. Das mag dem zwar gefallen, aber mir nicht. Da macht es übrigens auch keinen Unterschied, dass Sie, und das war Ihr dreister Eröffnungssatz, die Großmutter der Kinder Hoeffgen … Tricks weiterlesen