Kirschenpflücken oder Die Perspektiven eines Obstbaumes

„Die Sauerkirschen müssen noch gepflückt werden“, sagte die beste Ehefrau von allen, und Ihr Wunsch ist mir wie immer Befehl.

Inzwischen brauchen wir für unseren Kirschbaum eine Leiter, die Zeiten, als er hüfthoch vom Gärtner gekauft und von mir gepflanzt wurde, sind lange vorbei, jetzt ist er schon der Adoleszenz entwachsen und trägt er bereits von Jahr zu Jahr. Also Leiter. Aufstellen, ausrichten, wackeln tuts sowieso, ich bin entspannt und verdränge die Vision vom Absturz und vom Zappeln auf dem Rücken liegend vor dem Baum, der sich derweil scheckig lacht.

Ich überlege, wo beginnen. Erst die tiefen, die unteren, die leicht erreichbaren, das wäre zu einfach, da können die Kinder nachher pflücken. Andererseits: Oben beginnen, da fallen ständig welche runter, auf denen ich nachher beim Untenpflücken drauflatsche. Kirschreste an den Schuhen, Krise bei der Ehefrau angesichts des Küchenbodens. Keine guten Aussichten. Also gut, doch zuerst oben.

Ich platziere die Leiter möglichst stammnah, in der billigen Vorstellung, mich hie und da an einem Ast festhalten zu können, vor allem da die Vision des Absturzes wieder präsenter wird. Aber stelle mal eine Leiter stammnah in einem Kirschbaum – zuviele Äste. Also sammele ich vielleicht außen ganz viel weg, dann kann ich nachher die Äste zur Seite schieben oder binden, ich komme dann höher und näher ran. Guter Gedanke, nur nicht umgesetzt.

Trotz ausgefahrener Körpergröße und langem Arm erreiche ich nicht die Spitzenkirschen, also die im oberen Kronendrittel. Was soll´s, bekommen die Vögel und Insekten auch noch was ab. „Du musst alle absammeln, die schimmeln sonst und machen den Baum kaputt“, höre ich wieder die Ehefrauenstimme dem schlechten Gewissen zureden. Also strecke ich mich ein wenig mehr, die Leiter wackelt ein wenig mehr, aber sie bleibt stehen.

Das Problem Körbchen. Wir haben nur diese Erdbeersammeldinger, die ich entweder mit einer Hand halten muss (aber welche Hand hält dann mich an der Leiter?) oder die ich auf die schmale Plattform der Leiter stelle (was mich 30 Zentimeter Höhenreichweite kostet). Mit einem Schweinehaken in den Baum gehängt? Schöne Idee, aber der Korb wird schnell zu schwer und bekommt Schlagseite, da muß ich ihn doch wieder abstellen.

Ich mag ja gar keine Kirschen. Sie fallen bei mir in die Kategorie nervig, weil mit Kern, und unappetitlich, sobald matschig. Marmelade ist ok, der Geschmack ist brauchbar, das ist auch Ziel dieser Pflückübung heute: Wenigstens zwanzig Gläser für die kommende Frühstückwintersaison. Der Ehefrau gelingen dann auch stets interessante Kombinationen mit Erd-, Stachel- oder Himbeeren, über die man nie äußern darf, sie schmeckten alle ähnlich. Großer Fehler.

Die Kirschen selbst sind noch gut, auch wenn an manchen die Wespen waren, sie stehen im Saft, auch meine Hände inzwischen, ganz wenige haben Schimmel, den ich für mich liebevoll die Pockenpest nenne. Ich plocke die letzteren trotzdem ab und werfe sie zum Nachbarn rüber. lasse sie zu Boden fallen. Sie sollen ja alle runter vom Baum. Ob wohl eine verirrte Pockenpestkirsche die anvisierten Marmeladen für immer verseucht? Ich vertraue auf die Entkernerin im Haus, die bereits fleissige Kirschmatsche produziert.

Langsam arbeite ich mich den Baum herunter, auch da gibt es verschiedene Techniken: Ich könnte den Baum in imaginäre Streifen einteilen, die ich von oben nach unten abarbeite. Dann muss ich nicht so oft die Leiter verrücken. Oder ich mache das in Querschichten, also zunächst alle oben, dann die in der Mitte, dann alle unten. Stichwort: Herunterfallende Kirschen bzw. unten können die Kinder pflücken.

Ich entscheide mich für die Längseinteilung, dann bleibe ich mehr in Bewegung, die Arbeit wird abwechslungsreicher, weil ich an der Leiter schieben kann, und ich behalte vermeintlich besser den Überblick, wo ich schon gepflückt habe. Aber, ein neues Problem zeichnet sich ab: Der Kirschbaum hat verschiedene Perspektiven.

Sobald ich nämlich weiter unten stehe und den Blick wieder nach oben richte, sind da mit einem Mal auf wundersame Weise neue Kirschen nachgewachsen. Ja, noch schlimmer: Diese da ganz oben sind besonders dick und fett, sträflich, sie hängen zu lassen. Dabei war ich vor zwei Minuten noch genau auf dieser Höhe, sie müssen direkt vor meiner Nase gewesen sein, aber verdeckt durch die Blätter, die ich nun von unten nicht mehr sehe. Ich beende also die Schicht im unteren Drittel und klettere wieder ganz hoch.

Ich erwische die dicken fetten Kirschen, ich bin sehr zufrieden, sehe bei der Gelegenheit noch mehrere andere, die ich ebenfalls in dieser Höhe übersehen. Verflixt: Beim Blick von der Leiter nach unten schimmern dunkelrot zig gerade neu entstandene Kirschen im unteren Sektor. Dabei war ich doch da schon fertg! Also wieder zwei Etagen tiefer, auf dem Abstieg schnell noch fünfzig in der Mittelhöhe mitnehmen, die waren eben nicht da, hundertprozentig.

Und so geht es weiter. Meine schöne Systematik ist dahin, das Chaosprinzip überwiegt. Ich pflücke hier, ich pflücke da, ich steige hoch, ich steige ab, ich sehe hie und da neue Kirschen, sie variieren in der Größe, in der Farbe, und – verdammt – in der Position. Hebe ich einen Ast, verwandelt sich diese Stelle in ein Nest von roten Früchten, eine schöne als die andere. Ich kann sie nicht hängenlassen, darf ich auch gar nicht. Sagt die beste Ehefrau von allen.

Jetzt, da ich diesen Blogpost schreibe, eine Woche später, ich schwöre: Beim Blick auf den Kirschbaum im Garten, da, gleich hinter unserer Terrasse, es hängt alles voll mit Kirschen. Kirschen, Kirschen, so weit ich blicken kann. Meine Ehrfurcht vor der Natur weicht meinem praktischen Ich, meinem Destruktivismus. Kirschen, die nicht wachsen können, muss ich im nächsten Frühjahr nicht abernten. Ich muss gleich mal nach der Motorsäge schauen. Wenigstens für das obere Drittel.

Natürlich nicht. Blicke ändern das Erkennen, von der Leiter steigen die Aufsicht, die Durchsicht, die Einsicht. Ich kann mir Sachen konzipieren und planen, richten und vorstellen, im Prozess des Tuns ändert sich alles. Vielfalt und Veränderung, der grosse Kosmos im Kleinen, das pars pro toto. Rote Hände, schmerzender Rücken, Tapsen auf dem Küchenboden. Und im Winter jeden Morgen die Ernte geniessen und den feinen Hauch von Vanille aus der Marmelade herausschmecken.

Zucker gegen Blüten

Mariebelle kenne ich schon, seit sie ein Säugling war. Alle Vorsorge-Untersuchungen haben die Eltern bei uns wahrgenommen, alle Impftermine, wir haben Erkältungsinfekte durchlebt, Fütterprobleme, sogar die massive Trotzphase damals im Kindergarten. Die Eltern waren immer sehr an meiner Meinung interessiert, auch zu Erziehungsfragen, wir haben einen guten Draht.

Die letzten zwei Jahre waren geprägt von Heuschnupfen. Ich schaue mir, bevor ich das Untersuchungszimmer betrete, die Karteikarte durch. 2017 und 2018 kam Mariebelle stets im März oder April, je nach Saison, da liefen die Augen, da juckte die Nase, da juckten die Augen und lief die Nase. Das Kombipräparat aus Nasen- und Augentropfen „did the job“, die antiallergischen Tabletten habe ich nur einmal pro Saison verschrieben, scheinbar brauchte sie die nicht so sehr. Ein Intrakutantest war positiv auf Frühblüher wie Hasel und Erle, wir hatten schon über eine Hyposensibilierung gesprochen, vielleicht dieses Jahr.

Mariebelle sitzt auf der Untersuchungsliege mit rot unterlaufenen Augen, in der rechten Hand zerknüllt sie ein Taschentuch, alle paar Minuten schneuzt sie sich. „Der Heuschnupfen ist da“, denke ich und erinnere das schöne Wochenende zuvor.

„Diesmal hat der Heuschnupfen wieder ordentlich zugeschlagen“, sagt Mama. „Diesmal hilft gar nichts mehr.“

„Was haben Sie denn bisher gegeben?“, frage ich und wundere mich, denn diese Saison hatte ich noch kein Kombipräparat aufgeschrieben. Aber die Mittel sind ja alle frei verkäuflich.

„Dieses, das und jenes“, sagt die Mama und präsentiert Globuli, Schüsslersalze und Euphrasia-Augentropfen. „Nichts funktioniert. Schauen Sie mal, wie sie leidet.“

„Und die Medis der letzten Jahre? Damit kamst Du doch ganz gut zurecht?“, frage ich Mariebelle, die hilfesuchend nach Mama schaut.

„Das ging ja nicht so weiter jedes Jahr. Seit April letzten Jahres waren wir dann beim Heilpraktiker. Wir haben alles gemacht. Die Kügelchen, Eigenbluttherapie, Akupunktur. Mariebelle war ruckzuck beschwerdefrei, nicht wahr Mariebelle?“, die Tochter nickt. Ich denke, naja, die Saison war vermutlich rum, außerdem war der Sommer 2018 so trocken, davon haben viele Heuschnupfer profitiert.

„Und jetzt?“, frage ich.

„Jetzt hilft das alles gar nicht mehr“, Mama schiebt den Beutel mit den Globuli über den Tisch. „Der Heilpraktiker sagt, das liege an der Dysbalance im Darm, und wir sollen jetzt noch eine Darmsanierung durchführen. Außerdem hat er nochmal neue Globuli aufgeschrieben. Schließlich sei der Winter dieses Jahr anders verlaufen als der letzte, da müsse man ja dann andere Wirkstoffe einsetzen.“

Doch, das habe er wirklich gesagt.

„Soll ich Dir nochmal die Augen- und Nasentropfen aufschreiben, die immer so gut gewirkt haben?“, frage ich Mariebelle. Sie nickt bittend.

„Und das mit der Hyposensibilisierung, der Allergieimpfung, was wir letztes Jahr besprochen haben, wollen Sie sich das nochmal für die Herbstzeit überlegen?“ – Die Mama nickt.

Der Mensch möchte gesund werden. Wer Heuschnupfen hat, weiß, wie sehr Mariebelle jedes Jahr leidet. Die Akutbehandlung ist in aller Regel effektiv und problemlos durchführbar. Die neueren Präparate machen auch nicht mehr so müde wie früher. Die Dauerbehandlung mittels Hyposensibilisierung ist da schon etwas aufwändiger und braucht viel Geduld und Durchhaltevermögen, immerhin geht die Therapie über zwei bis drei Jahre.

Globuli, also Behandlung mit ohne Wirkstoff, funktionieren nicht. Das subjektive Verbessern mancher Symptome sind bei Heuschnupfen stets dem Klimawechsel geschuldet oder dem subjektiven Eindruck. Viele Atopiker berichten, dass ihre Beschwerden im Jahr XY völlig verschwunden waren. Bis ein üppiger Frühling zwei Jahre später die Symptomatik zurückbrachte.

Keine Frage: Auch eine Hyposensibilisierung ist nicht der Weisheit letzter Schluss, ob subcutan (als Spritze) oder sublingual (als Tablette). Aber Studien erweisen immerhin eine wissenschaftlich fundierte Chance einer Verbesserung, oder wenigstens Stagnation der Beschwerden. Das Verhindern des allergischen Marsches zum Asthma ist bereits ein Erfolg.

In Mariebelles Fall – wie bei vielen anderen – bedeutete die Schwurbelei eine Verzögerung des Heilungsprozesses, damit eine Verschlechterung der aktuellen Lebensqualität und zukünftig vermutlich auch eine Verschlechterung des gesamten Outcomes der Allergie.

(C) Bild bei Thorsten F/pixabay (lizenzfrei)

Unsere Kinder, unsere Politik – Trump, die AfD und Herbert Renz-Polster (eine Buchkritik)

Wie passend: Nachdem ich diese Woche via Mediathek den Film „Elternschule“ gesehen habe, beendete ich heute das neue Sachbuch von Herbert Renz-Polster, das ich jeder/m ans Herz legen möchte, der/die meint, Kinder weiterhin unter autoritären Gesichtspunkten erziehen zu müssen.

Wer hat geschrieben?

Herbert Renz-Polster (im weiteren HRP 😉 ist kinderärztlicher Kollege und Sachbuchautor und sein Leib- und Seelenthema ist die bindungsorientierte Erziehung. In vielen seiner Bücher schildert er das evolutionsgeprägte natürliche Verhalten von Kindern, und wie wir Eltern damit umgehen können. Alle seine Bücher sind durchdrungen von der Liebe zu unserem Nachwuchs.

Um was gehts denn?

Für HRP ist die politische Entwicklung in Deutschland keine Überraschung: Erziehungsstile, geboren aus Diktaturen und Obrigkeitshörigkeit, gebären ebensolche Kinder, unsicher, ungebunden, verführbar, vulnerabel für Oligarchen und Despoten.

Anfangs bemüht er sehr ausführlich die Historie der Vereinigten Staaten, die Donald Trump möglich gemacht haben. Von der wirtschaftlichen Krise über tradierte Denkweisen hin zu evangelikalem Gedankengut, Trump war eine logische Konsequenz, wenn auch eine überraschende. Es wird die autoritäre Innenwelt beleuchtet, das oben und unten, das hierarchische, das Abwertende und Ausgrenzende, ohne dass Trump gar nicht möglich wäre. Noch schlimmer: So erzogen, geben jetzige Generationen dieses Gedankengut an ihre Kinder weiter. Trumps eigene Biographie spricht Bände.

Dann der Blick in andere Länder. Skandinavien, Asien, Naher Osten, Deutschland und die AfD. Überall, wo Autorität erzogen wird, aus religiösen, gesellschaftlichen oder tradierten Gründen, entstehen Diktaturen. Überall existiert der „autoritäre Doppeldecker“, der aus denen unten besteht, „die sich an vorgegeben Normen und Konventionen orientieren und sich durch ihren Hang zu Konformität, Unterwürfigkeit und ihre Aggressionsbereitschaft“ auszeichnen. Dazu die da oben, „die autoritären Anführer mt Streben nach Dominanz und ihrem Willen zu Kontrolle und Überlegenheit“. Beide eint die „Abwertung und Vorurteile gegenüber denen, die nicht zur eigenen Hierarchie gehören“, vulgo, wer nicht dazugehört, ist dagegen, ist Feind, gehört ausgegrenzt.

Wie ist der Stil?

Schön sind die vielen kleinen Unterkapitel, die den Leser kurz binden und wieder loslassen, das Buch lässt sich so auch in kleinen Häppchen lesen. Mir war der rote Faden etwas zu sehr ausgefranst, der Strich von Trump zur AfD zu wagemutig. HRP versandelt sich in manchen Kapiteln, zuviele Themen werden bemüht, hier kurz noch einen Blick auf Religion, da auf die Bildungsmisere, auf Migration. Keine Frage: Das sind alles Aspekte des Problems, aber entweder hätte es mehr Kürzung bedurft oder (fatal:) ein noch dickeres Buch.

Das Ende beschliessen vierzig (!) Seiten Quellen- und Querverweise, beeindruckende Beweise für die aufwändige Recherche, die Lust machen, hier und da tiefer in die Materie zu gehen.

Summa Summarum

HRP wird erstmals in seinen Büchern so richtig politisch, man spürt den Drang des Autors, dieses Thema der Öffentlichkeit zu präsentieren. Sehr spät im Buch kehrt HRP zu seinem Leibthema, den Kindern, zurück, da hätte ich mir mehr Praktikabilität für Eltern gewünscht, schließlich sind Familien die erklärte Zielgruppe seiner Bücher. Aber vielleicht schürte das zuviel Redundanz aus den Vorgängerbüchern?

Und dies ist vielleicht das Problem: Für wen ist das Buch geschrieben? Für die HRP-Fans, die es auf jeden Fall lesen werden und verwundert sein werden ob der politischen Dimension. Oder für historisch und politisch Interessierte, die sich mit dem Spagat von Kindererziehung zur politischen Gesinnung schwertun könnten.

Die Botschaft ist klar, die Argumentation schlüssig. Leben wir mit unseren Kindern im Vertrauen, in Bindung, ohne Angst oder Autorität, mit einem wachen Blick auf die Welt und vor allem Respekt gegenüber allen anderen Menschen.

(4/5)

Herbert Renz- Polster: Erziehung prägt Gesinnung. Wie der weltweite Rechtsruck entstehen konnte – und wie wir ihn aufhalten können.
Kösel-Verlag – Hardcover mit Schutzumschlag, 320 Seiten, 13,5 x 21,5 cm, ISBN: 978-3-466-31116-3

[Das Buch wurde mir durch Random House als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Als HRP-Fan hätte ich es mir aber auch so besorgt.]

Kurzer Haut-Hinweis für zwischendurch

Liebe Eltern, wenn Ihr an Euren Kindern in den letzten Tag irgendeinen seltsamen Ausschlag seht, es dem Kind sehr gut geht und dieser

  • von alleine verschwindet
  • ohne Fieber abläuft
  • nur an manchen Körperstellen zu finden ist
  • bevorzugt am Bauch oder Rücken ist
  • nach kleinen Pickeln aussieht
  • und Ihr heute, gestern oder die letzten Tag in der Sonne, der Wärme, im Wald, auf Gras oder im Schwimmbad wart

dann sind es harmlose Hitzepickel.

Ihr dürft:

  • die Haut abspülen, abduschen, kühlen
  • Salben- und Sonnencremereste entfernen
  • lockere Kleidung anziehen
  • einfache Babylotion oder -milch auftragen
  • und einfach abwarten.

Wenn Punkt Eins von Liste Eins eintritt: Keine Neurodermitis, keine Masern, keine Krätze, keine Windpocken, keine Röteln, keine Hand-Fuß-Mund, keine nichts. Geht lieber ins Freibad, als bei uns im „luftigen“ Wartezimmer zu sitzen.

Gefunden

Stephen Colbert über den Start des Präsidentschaftswahlkampfes von Donald Trump. Für ihn begann der Wahlkampf am zweiten Tag der ersten Wahl zum Präsidenten.

Das Drehbuch für den Original-Starwars-Film, „Eine neue Hoffnung“, Episode IV, zum Download, als pdf. Zum Wiedererleben.

Über die Pop- und Rockkultur der Siebziger, und wie es war, zu dieser Zeit siebzehn zu sein. Von Studio Glumm.

Der Grimme Online Award 2019 wurde verliehen, hier sind die Preisträger. Der stille Star des Abends imho war Krieg und Freitag mit seinen Strichmännchen.

Metallicas „Enter Sandman“ in verschiedenen Stilen gesungen. Kann man machen.

Jan Böhmermann berichtet eine halbe Stunde über Homöopathie und singt dazu. Rezo kommt auch noch zu Wort.

Interview mit Neil Gaiman. Writing Class Hero. Und die neue Amazon-Prime-Serie „Good Omens“ nach dem Buch, das ich nie zu Ende gelesen habe (hier zusammengefasst von netzwelt.de)

„Romeo und Julia“ als Sketchnote, brilliant visualisiert von Eva-Lotta Lamm.

Üner einen Kinderarzt, der unentgeltlich Patienten ohne Krankenversicherung behandelt. Ein älterer Artikel der SZ.

Die schönsten Reisefotos 2019. Auf dass der Sommer beginne.

(c) Bild bei Pixnio, Debora Cartagena (CC0 Lizenz Public Domain)

Für alle, die das Hirte-Impfbuch so toll finden

.

Es ist immer einfach, einen Blogbeitrag zu schreiben, der auf einen anderen (externen) Blogbeitrag hinweist. Keine Sorge um den Inhalt, keine Sorge um Interpretationen, einfach nur: Lest dort.

In diesem Fall bleibt das besondere Anliegen.

Dr. med. Jan Oude-Aost, Kinder- und Jugendpsychiater, durfte ich unlängst auf der Skepkon kennenlernen, auf der er sehr differenziert das Buch für impfkritische Eltern zerpflückte: „Impfen Pro & Contra“ von Martin Hirte (Bitte folgen Sie nicht diesem Link). Bei Amazon ganz oben, bei allen „Empfehlungen“ der Impfgegner ganz oben, möchte das Buch einen differenzierten Blick auf die Impfempfehlungen werfen und ist letztendlich gegen Impfungen.

Oude-Aost nimmt sich ein Argument nach dem anderen vor, prüft die zugrundeliegenden Quellen, entlarvt sie als redundant, gefälscht, falsch zitiert, falsch interpretiert. Sehr detailliert, sehr verdient. Vielen Dank dafür.

Herr Hirte führt in München eine Privatpraxis für Kinderheilkunde, Fragen zu Impfungen stehen bei ihm hoch im Kurs, er ist weit über den Großraum Münchens bekannt, gilt als Papst der Impfkritik. Sicherlich verdient er mit dieser Koketterie auch sehr gut. Beratungen zu Impfungen werden ihm gut honoriert:

Wer nur berät und nicht impft, verdient richtig Geld

Wer gesetzlich versichert ist, bekommt die Impfberatung gratis zur Impfleistung dazu, ich habe das woanders schon einmal ausgeführt, in der Gesetzlichen Krankenversicherung erhält der Arzt zwischen 7,18€ und 21,53€ (regional unterschiedlich, dies z.B. sind die Gebühren der KV Hessen) und beinhaltet sämtliche Leistungen rund um die Impfungen. Berät ein Arzt nur über Impfungen bei offenem Entscheidungsausgang der Eltern, erhält er kein Honorar über die Gesetzliche Krankenversicherung.

Anders in der GOÄ, der Gebührenordnung zur Abrechnung von privaten Leistungen. Hier kann der Arzt nach Ziffer 3 abrechnen („Ausführliche Beratung“, Einfachsatz = 8,74€, Regelfaktor 2,3x = 20,10€), evtl. auch nach Ziffer 4 („Fremdanamnese, Unterweisung und Führung von Bezugspersonen“, Einfachsatz = 12,82€, Regelfaktor 2,3x = 29,48€), der Kreativität ist hier keine Grenze gesetzt. Bis zum Steigerungssatz 2,3x ist keine Sondervereinbarung notwendig, erklären sich Eltern vorher per Unterschrift einverstanden, kann sogar weiter gesteigert werden. Die einfache Impfziffer 375 (4,66€) beinhaltet keine Beratung, sondern ist die reine technische Impfleistung.

Dies kann Herr Hirte bei seinen „Privateltern“ abrechnen. Wohlgemerkt: Egal, wie die Impfentscheidung der Eltern nachher ausfällt. Impft er nachher doch, sind Impfleistung, Untersuchung und nochmalige Aufklärung wieder gesondert gerechtfertigt.

Zur Wiederholung: Ein impfbefürwortender Arzt erhält für eine Impfberatung bei gesetzlich versicherten Kindern kein Honorar. Ein impfkritischer Arzt, der nur Privatpatienten behandelt, macht richtig Kohle, er profitiert von der Beratung, nicht von der Impfung. Perfiderweise wird genau dies Argument von Impfkritikern herangezogen und ins Gegenteil verkehrt: Der Kassenarzt verdient nur an der Impfung, nicht an der Beratung. Deshalb werde er immer nicht beraten, sondern nur impfen.

Diese Überlegungen sollen aber nicht die Ausführungen von Dr. Jan Oude-Aost schmälern. Also noch einmal: Lest dort. Es lohnt sich.

(c) Bild bei Deutsche Fotothek (unter CC Lizenz BY-SA 3.0)

Neulich in Augsburg

[Irgendwie Werbung], aber eigentlich eine nette Geschichte.

Ich befinde mich gerade in Augsburg und habe an der diesjährigen SkepKon, der Konferenz der Gesellschaft für wissenschaftliche Untersuchung von Parawissenschaften GWUP e.V. teilgenommen. Wie stets: Spannende skeptische Vorträge, nette aufgeklärte Personen, schönes Wetter.

Passend dazu erwischte mich gestern der Heuschnupfen, pünktlich zum Juni, ich kann den Kalender danach stellen. Also zum Apotheker. Ich möchte gar nicht darüber berichten, dass ich mein Standardmedikament Azelastin als Nasen- und Augentropfen kaufen wollte, und der Herr Apotheker mir tatsächlich Livo.cab anbot (was das nicht beinhaltet), auch nicht, dass ich mal wieder eine Packung Taschentücher bekam (Danke für das Goodie, aber damit bin ich ausgerüstet als Pollinotiker).

Apotheker: „Man kann da ja auch sehr gut was mit Homöpathie machen.“

Ich: „Oh weh, ich glaube, da können Sie bei mir nicht landen. Ich bin aktuell zu Besuch in Augsburg zur Skeptikerkonferenz, hier hinten im Kongresszentrum. Da geht es genau um diese Dinge.“

Apotheker: „Ja, ok, dann ist das ja nichts für Sie. Aber viele schwören darauf.“

Ich: „Aber das dürfte wohl eher eine Koinzidenz sein als eine Kausalität.“

Apotheker: „Ja, gut, aber wenn es auch bei Kindern und Tieren wirkt.“

Ich: „Aber nachweislich nicht besser als Placebo. In dem Fall dann eben durch die gute Zuwendung durch die Eltern oder Herrchen und Frauchen. Ist auch gut untersucht, nennt sich dann Placebo-by-proxy.“

Apotheker: „Ach wirklich? Das wusste ich noch gar nicht. Interessant.“

Ich: „So ähnlich wie bei Osa.nit oder Oto.vo.wen. Das geben die Eltern ja nicht alleine, sondern umtütteln die Kinder, streicheln sie, beruhigen sie. Ohrenentzündungen sind doch meist viral bedingt und geben sich von alleine. Gibt die Mama während der Zeit Oto.vo.wen ist die Korrelation extrem gut.“

Apotheker: „Das ist ja sehr interessant. Da habe ich mich noch gar nicht so richtig beschäftigt. Kann man das auch nachlesen?“

Ich: „Aber sicher. Schauen Sie doch mal beim Informationsnetzwerk Homöopathie. Ganz leicht zu finden über Google.“

Apotheker: „Das mache ich. Danke. Wie war das, Netzwerk Homöopathie?“

Ich: „Ganz genau.“

Er bemühte dann noch die Klassiker „Wer heilt, hat Recht“ und „Wenigstens hat es keine Nebenwirkungen“, aber dann wäre ich wohl endgültig zu spät zum ersten Vortrag gekommen.

Infos, Jetzt mit Relaunch der Website: https://netzwerk-homoeopathie.info/

[Ende der Werbung]

So ein Schrott

Liebe Leser des Blogs, vermutlich sind nicht alle Bloginteressierte in gleicher Weise über Twitter verknüpft, daher möchte ich diesen Tweet hier teilen und zur Diskussion stellen.

Schließlich ist das ein Beispiel dafür, wie manche Eltern mit ihren Kindern umgehen, beileibe nicht alle, das ist klar. Ich habe ausnahmsweise nichts verfremdet, verstellt, erfunden – das hat genau so stattgefunden.

Was ist nur mit manchen Eltern los? Wir sehen Eltern, die sich sehr um die Entwicklung ihrer Kinder sorgen, die sie mitunter auch trimmen, damit die Vorsorgeuntersuchungen gut gelingen, da wird trainiert und geübt („das haben wir zuhause extra immer wieder gemacht“), als ob es etwas zu gewinnen gebe. Die Eltern stehen unter Druck, den sie sich selbst machen, den der Kindergarten macht, den die Umgebung (incl. Oma und Opa oder die freundliche Nachbarin) macht, oder der aus tradierten Meinungen entsteht (ein Kind müsse mit einem Jahr laufen oder mit fünf Jahren seinen Namen schreiben).

Wir sehen Eltern, denen die Entwicklung ihres Kindes völlig egal ist. An ihnen perlt jeder Hinweis der Erzieherinnen oder des Kinderarztes ab, sie sind auch nicht empfänglich für Tipps zur Förderung oder Forderung des Nachwuchses. Das ist alles legitim, bis die Schulhürde ansteht und dann die Kinder eben nicht das erfüllen, was die Einschulungsuntersuchung von ihnen verlangt. Dann ist der Ruf nach (medizinischer) Therapie laut.

Und: Es gibt zum Glück das Gros der Eltern, die alles ganz vernünftig angehen, informiert sind, was Kinder dann und wann können und lassen müssen, wie sie sie instinktiv richtig fördern, und wem sie vertrauen in der Expertise über ihr Kind. Die Vertrauen haben, dass sich Kinder individuell auf ihrem eigenen Weg entwickeln. Die vor allem einen ausreichenden Instinkt dafür besitzen, wann etwas nicht so gut läuft. Eltern, die die Stärken ihrer Kinder über ihre Schwächen stellen.

Aber das da oben: Das ist schwarze Erziehung. Das ist böse. Das ist respektlos und unmotivierend. Mit solchen Äußerungen schaffen Eltern nur Frust und Traurigkeit.

Niemand wird als Eltern geboren, niemand kann erwarten, dass sich Eltern pädagogisch immer einwandfrei verhalten und alle Eltern machen irgendwann auch diese oder jene Fehler in der Erziehung. Aber negativ wertende Aussagen über eine Leistung eines Kindes in Worten, die die Grenzen der Beleidigung erreichen überschreiten, sagen vor allem etwas über die Grundeinstellung im Umgang mit dem Kind aus. Dass solche Worte sogar im Beisein eines Arztes gesprochen werden, lassen für Situationen, in denen Eltern und Kind alleine sind, nichts Gutes ahnen.

Bei Twitter wurde ich gefragt, wie ich in einer solchen Situationen interveniere. Das ist nicht immer einfach. Offene Kritik an die Eltern stellt diese schnell bloß, der Reflex ist Rückzug, ein „Jaja“, ein „das macht dem nichts aus“ oder gar „das geht Sie gar nichts an“.

Am besten funktioniert, selbst Vorbild zu sein, ein Role Model. Also lasse ich den Jungen noch etwas malen, lobe ihn jetzt über den Klee, stelle die guten Aspekte des Bildes heraus oder frage gezielt die Eltern, in was ihr Kind denn wirklich gut ist. Das schärft den Blick auf die Stärken. Väter erzählen dann immer, wie toll schon Fussball gespielt wird, und Mütter, wie schön die Sprache sei. Oder das Fahrradfahren oder das An- und Ausziehen, oder der Umgang mit anderen Kindern oder die Selbständigkeit oder das Puzzlen und Legobauen. Wir sprechen nur noch über die „guten“ Dinge. Nur das kann zum Ziel führen.

Mein Vorteil als Hausarzt ist, dass ich die Kinder und ihre Eltern oft sehe und die Interaktion bei Vorsorgeuntersuchungen beobachten kann. Gibt es keine Dynamik zum „Positiven“, nehme ich Eltern beiseite und konfrontiere sie tatsächlich mit ihren Negativäußerungen, halte ihnen den Spiegel vor. Manchmal ist dann Einsicht da, oft leider nicht, da Eltern in der Regel gefangen sind in der eigenen Sozialisierungs- und Erziehungsspirale.

Wo ist das Vögelchen?

Wir befinden uns mitten in einer U4-Vorsorgeuntersuchung, der Babybub ist 4 Monate alt, anwesend sind Vater, Mutter, Baby und ich. Nach den üblichen Einstiegsworten, Begrüßungen, Beratungen und Erklärungen beginne ich, das Bobele zu untersuchen. Der Junge, nennen wir ihn Marko, ist ganz begeistert, lautiert und lacht, reagiert und schäkert, wir haben beide so richtig Spaß.

Der Vater kramt in seiner Tasche und holt eine ziemlich fette Spiegelreflexkamera heraus. Und beginnt zu knipsen. Von vorne, von der Seite, von oben, nur das Baby, nur mich, uns beide. Fehlt nur noch, dass er „Komm, Baby, zeig mir Deine besten Posen!“ ruft.

Ich: „Sie dürfen gerne fragen, ob Sie Fotos machen dürfen.“

Mutter: „Ja, genau, Datenschutz!“ Sie lacht. Und der Vater hält mit dem Fotografieren inne.

Ich: „Ganz recht. Sie dürfen gerne fotografieren. Aber fragen könnten Sie schon.“

Vater: „Ok, sorry, also darf ich denn ein paar Bilder machen?“ Er schaut bittend und sieht wohl schon eine große Lücke in seiner Dokumentation klaffen.

Mutter: „Du, ich glaube, der Doktor hat das mehr rhetorisch gemeint. Schließlich kann Dir der kleine Marko ja noch gar nicht antworten.“

(c) Bild bei Flickr/tenaciousme (unter CCBY 2.0 Lizenz)

Meine eigene Zahnimplantat-Geschichte

Kurze Überleitung: Heute ist Starwars-Tag, also der 4. Mai, weil, das kommt von „May the 4th“ wie in „may the force be with you“. Das nur am Rande. Bei Krieg der Sterne kommen ein paar Androiden vor, bei denen echt viel Metall verbaut wurde. Und damit komme ich zum Thema: Bei mir wurde erstmals Metall verbaut, nämlich ein so genanntes Zahnimplantat.

Kurz gesagt, ist ein Zahnimplantat eine Metallhülse, die in den Kieferknochen eingelassen wird, dahinein kommt ein Stift, auf dem dann eine künstliche Krone aufmodelliert wird. Zahntechniker lachen sich jetzt bestimmt kaputt über diese Umschreibung. Aus verschiedenen Gründen kam in meinem Fall kein anderer Zahnersatz in Frage, also nur ein Implantat. Ich ging zum Kieferchirurg, der sich darauf spezialisiert hatte, ließ mich beraten und das ganze Prozedere nahm seinen Lauf.

Was am Anfang recht unkompliziert und nach Routine klang, zog letztendlich einige Zahnarztvorstellungen nach sich. Das war mir gar nicht so bewußt: Wieviele Vorstellungen in der Praxis ein einzelnes Zahnimplantat bedeutet. Falls sich also irgendjemand da draußen dafür interessiert – hier die Zusammenfassung meiner Termine (zu technischen Fragen, zu Pros und Contras der Zahnimplantate bitte ich, das Netz zu bemühen).

Meine Termine:

  1. Termin beim Zahnarzt, der die Indikation stellt, mein Zahn sei nicht mehr zu retten, ein Zahnimplantat solle her. In gleicher Sitzung wurde der betroffene Zahn nochmals provisorisch aufgebaut, damit es hübscher aussieht.
  2. Einen Monat später: Termin beim Mund-Kiefer-Gesichts-Chirurg (MKG) zur Vorbesprechung, Beratung, was ein Implantat ist, welche Möglichkeiten es gibt, wie der Ablauf ist. Heute auch eine Orthopantomographie.
  3. Zwei Monate später: Termin beim MKG zur OP-Aufklärung und zum Anästhesiegespräch
  4. Termin beim Zahnarzt, Abdruck für ein so genanntes Provisorium (Ersatzzahn, der als Käppchen aufgesetzt wird, zwischen 1. OP, bei der der Ursprungszahn gezogen wird und dem endgültigen Zahnersatz)
  5. Termin beim Hausarzt für eine präoperative Untersuchung (bin ja auch nicht mehr der Jüngste). Ich spare mir einen Termin, weil eine meiner fMFA mir zuvor Blut abnimmt, und ich die Ergebnisse mitbringe.
  6. Der eigentliche OP-Termin beim MKG – Entfernen des kaputten Zahnes, Einsetzen der Implantathülse (künstliche Zahnwurzel)
  7. Eine Woche später: Fädenziehen beim MKG, nochmals OPG, ob das Implantat richtig sitzt. (danach Abwarten, das Implantat muss eine Osseointegration durchlaufen, also schlicht einknöchern)
  8. Termin beim Zahnarzt, Abdruck für eine Implantatschiene
  9. Ca. 4 Monate später: Termin beim MKG, Besprechung des weiteren Vorgehens, OP-Aufklärung, weil dann
  10. OP-Termin mit erneutem Öffnen des Zahnfleisches zur Freilegung der Implantathülse, Aufsetzen einer Metallkappe.
  11. Eine Woche später: Fädenziehen beim MKG.
  12. Termin beim Zahnarzt, endgültiger Abdruck mit Implantatschiene
  13. Termin beim Zahntechniker, damit die Farbe des Zahnes passt
  14. Termin beim Zahnarzt, um das nun angefertigte Zahnmodell mit dem Stift in die Hülse einzupassen.

Anzumerken sei, dass dieser Ablauf zum Glück für mich ohne Komplikationen ablief. Bei Schwierigkeiten (fehlende Knochensubstanz im Kiefer, eventuell Gewebeverpflanzung, Implantat knöchert nicht ein, ist zu locker, whatever) hätte es noch Zusatztermine gegeben.

Ich habe mich vorher informiert, wie sich das für einen mündigen Patienten in den Zeiten des Internets bedeutet, aber dass dabei soviele Einzeltermine zu planen waren, das hätte ich nicht gedacht. Das war entsprechend schlecht zu planen während meiner eigenen Praxistätigkeit, Abendtermine, der freie Nachmittag, naja. In der Summe vergeht übrigens ein halbes Jahr zwischen Indikationsstellung und fertigem neuen Zahn. Es gibt wohl auch schnellere Verfahren, die mich aber nicht überzeugt haben.

(c) Bild bei Max Pixel (CC0 Public Domain Lizenz)