Susannchen – jawoll, Werbung!

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Dass ich Glaubuli und andere homöopathische Behandlung in der Praxis aktiv ablehne, dürfte sich mittlerweise rumgesprochen haben. Vermutlich verliere ich heuer auch wieder ein paar Leser, wenn das Thema erneut auf die Agenda kommt („Immer das Gleiche, ich will mal was anderes lesen, was? Homöopathie finde ich toll, etc.“).

Dabei habe ich bisher versäumt, auf Susannchen explizit einzugehen, auch wenn sie hie und da schon in den Artikeln auftauchte. Susannchen ist die „Familienseite des Informationsnetzwerkes Homöopathie“, welches sich zur Aufgabe gestellt hat, sachlich und zunächst wertfrei über Homöopathie aufzuklären. Wer die Erläuterungen objektiv liest und an sich heranlässt, dem öffnen die Beiträge genug die Augen. Fakten werden illustriert, nicht Meinungen breitgetreten.

flyer-titelSusannchen nun wird aktiver: Für uns Kinderärzte gibt es den Spitzenflyer, mit dem jede/r aktiv in der eigenen Praxis aufklären kann. Wir sollten nicht einfach danebenstehen, die Schultern zucken und die Eltern und Apotheker machen lassen (ganz zu schweigen von den Heilpraktikanten). Aktiv Postion beziehen, denn wir Kinder- und Jugendärzte sind die Experten für die Behandlung der Kids. Wünsche ich mir mehr öffentliche Position seitens unseres Berufsverbandes? Ja.

Den Schwung Flyer, den ich mir bestellt hatte, ist jedenfalls weggegangen wie geschnitten Brot. Hat mich sicher auch ein paar Familien gekostet, aber was soll´s: Bei Jameda ist man dann eben der Kinderarzt der Umgebung mit einer „4“ in „Alternative Heilverfahren“, auch wenn ich mich explizit nur gegen Glaubuli ausspreche. Phyto-, Ordnungs- und Klimatherapie und dergleichen mehr vermittelt der verantwortungsvolle Arzt automatisch ohne grosses Esoterikstudium.
Leider musste Susannchen den restlichen Shop aufgeben, in dem auch Poster, „Visitenkärtchen“ und Aufkleber zu bekommen waren, der DSVGO sei dank. Downloads incl. Memes gibt es aber weiter.

Dann gibt es Artikel zu lesen:
Impfungen
Pseudomedizin
Tiere und Homöopathie
… und natürlich ausreichendes zur Homöopathie allgemein.

Jetzt schnell nochmals eine Runde Flyer bestellen, am Montag beginnt nach dem Urlaub wieder die Arbeit, und es sind noch soviele über Glaubuli aufzuklären.

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One more thing

hooikoorts / hayfever

Der junge Mann leidet. Die Augen jucken, die Nase läuft, rot sind die Hautstellen unter beidem (medizinisch: periorbital und nasolabial). Der Heuschnupfen hat zugeschlagen, dieses Jahr die dritte Saison in Folge, damit erfüllt er alle Kriterien der chronischen Erkrankung. Die letzten zwei Jahre habe sie sich wohl so durchgerettet, jetzt soll der Arzt Abhilfe schaffen.

Ich untersuche ihn, mache mir ein Bild, finde keine Lungenbeteiligung (Asthma im dritten Jahr wäre richtig Sch…), die Mutter berichtet von der familiären Belastung mit Allergien (es ist immer der Vater, immer der Vater). Ich hole aus, berate zu begleitenden Maßnahmen wie Fenstergeschlossenhalten in der Nacht, Auswaschen der Haare, Kleidung in die Wäsche und dergleichen und spreche über die Akuttherapie. Augentropfen, Nasentropfen, wahlweise -spray, zunächst ein einfaches Antiallergikum, man muss sich auch steigern können. Ich verweise auf die Regelmäßigkeit und Konsequenz der Behandlung, auf das vorbeugende Prinzip: Nicht warten, bis die Allergie je Tag explodiert, sondern morgens gleich Prophylaxe betreiben, wenn die Wetter-App Sonnenschein verkündet.

Rezepte werden verteilt, ein Pollenflugkalender, die Bitte, sich nach der Saison wieder zusammen zu setzen, um eine mögliche Behandlung, eine Hyposensibilisierung, eine „Allergieimpfung“ zu besprechen. Und sich ja zu melden, wenn der „Etagenwechsel“ einsetzt, mehr Husten, Atemnot, Kurzatmigkeit, die Lunge beteiligt ist.

Soweit, so gut.

Merke: Die Behandlung ist erst beendet, wenn der Patient die Praxis verlässt. In der Arztpraxis kommt die entscheidende Frage stets beim Verabschieden, wenn die Klinke schon in der Hand liegt, die berühmte Columbo-Frage: „One more thing. Eine Frage noch.“
Und so auch hier: Wir verabschieden uns schon, Hände werden geschüttelt, da bleibt die Mutter in der Tür stehen. „Eine letzte Frage noch, Herr kinderdok. Ich dachte“, sagt die Mama, „wir versuchen es doch erst einmal mit … Globuli. Ist das ok?“

Keine Ahnung, ob meine Stimmung heute nicht die passende war, ob meine Empathie beim Patienten davor aufgebraucht wurde, ob mir der Junge einfach nur leid tat, jedenfalls:
„Denken Sie wirklich, dass Sie Ihren Sohn in diesem Jahr wirklich mit Zucker behandeln möchten? Wenn Sie ihn jetzt ansehen, wie die Nase läuft, die Augen jucken? Sie haben erzählt, Sie mussten ihn letzte Woche zweimal aus der Schule abholen und beim Fussballturnier am Wochenende habe er auch das Spiel abgebrochen. Ganz ehrlich: Die Verschleppung einer Behandlung, die jede Leitlinie empfiehlt und in jedem seriösen Lehrbuch nachzulesen ist, wäre ein Kunstfehler und eine unnötige Gesundheitsgefährdung.
Nein, Frau Hansen, ich denke, Globuli sind nicht ok!“

 

(c) Bild bei flickr/Marko Raaphorst (CC Lizenz BY 2.0)

Siehe auch: Susannchen

Wenn mal wieder die Nase juckt…


… ist Heuschnupfenzeit.

Und wenn ich aus dem Fenster schaue, dann wird es nicht mehr lange dauern, bis die ersten Kinder in der Praxis aufschlagen, um sich ihre bitter nötigen Medikamente zur Linderung der Beschwerden abzuholen. Wir sprechen von Heuschnupfen, professioneller von „Pollinosis“, also der allergischen Reaktion auf Pflanzenpollen, insbesondere Gräser- und Baumpollen.

Betroffene Patienten haben ab Beginn des Frühlings jährlich wiederkehrende Beschwerden, dabei reagieren Nasen- und Augenschleimhäute allergisch auf die feinen Pollen in der Luft. Zu allem Übel kann es ganzjährig zu so genannten Kreuzallergien kommen, d.h. Pollenallergiker reagieren oft auch auf Nahrungsmittel.

Was tun?

Den Auslöser definieren:
– Also z.B. einen Allergiekalender führen, indem der Patient oder die Eltern die Beschwerdetage eintragen, diesen abgleichen mit Pollenflugkalendern im Internet oder oldfashioned zum Arzt mitbringen.
– Einen Allergietest druchführen lassen: z.B. einen Prick-Hauttest oder (bei kleineren Kindern) einen RAST-Test.

Das Allergen meiden: Leichter gesagt als getan, fliegen doch die Pflanzenpollen mitunter kilometerweit. Dennoch kann man bestimmte Dinge tun, um die Pollenbelastung zu minimieren:
– Urlaub in pollenarmen Regionen: Meeresklima oder Hochgebirgsklima, auch Städteurlaub kann Linderung versprechen.
– Am Abend die Fenster geschlossen lassen und nicht die ganze Zeit lüften.
– Kleider, die am Tage getragen wurden, außerhalb des Schlafzimmers lassen, oder gleich in die Wäsche geben.
– Haare täglich abends ausspülen.
– Die Pollenbelastung ist auf dem Land eher morgens am höchsten, in der Stadt abends. Entsprechend sollte man das Lüftungsverhalten in der Wohnung anpassen.

Medikamente geben:
– Lokaltherapeutika wie Nasen- und Augentropfen
– Antiallergika in Form von Säften, Tropfen oder Tabletten.
– Letztere nimmt man vor allem dann ein, wenn die Allergie bereits Symptome zeigt. Nasen und Augentropfen kann man und sollte man besser prophylaktisch einsetzen, zum Beispiel am Morgen, bevor man überhaupt das Haus verlässt.

Allergieimpfung:
Ein umgangssprachlicher Ausdruck, der die so genannte Hyposensibilisierung beschreibt. Ähnlich einer Impfung werden die auslösenden Substanzen (Pollen) in hoher Verdünnung über Spritzen oder Tabletten über einen längeren Zeitraum hin verabreicht, so dass sich der Körper an die Allergene gewöhnen kann. In der tatsächlichen Pollensaison ist dann die Reaktion deutlich geringer oder bleibt komplett aus. Insbesondere bei Kindern und Jugendlichen ist eine Hyposensibilisierung sehr erfolgsversprechend, diese kann, rechtzeitig begonnen, den so genannten Allergiemarsch in die Bronchien (Asthma) verhindern. (Dabei ist der „Allergiemarsch“ kein „Weiterwandern“, sondern eine Verschlimmerung der Allergie.)

Rund um Allergien kreisen viele Gerüchte und Anekdoten. So können viele Allergien über die Jahre spontan besser, aber auch schlechter werden, viele Allergiker berichten von Spontanheilungen in der Pubertät oder sonst im Laufe ihres Lebens. Gerade bei Pollenallergikern ist das Ausmaß Allergie vom Klima abhängig. Jedes Jahr kann man spätestens im Mai beurteilen, ob ein starkes Allergiejahr ist.

Daher zur Ergänzung: Spontane Besserungen und Jahresschwankungen machen Pollenallergien zu dankbaren Aufgaben für die Alternativmedizin und Heilpraktiker: Zuckerkügelchen lassen die Beschwerden verschwinden oder sie verstärken sich (Erstverschlimmerung!), am Ende des Sommers sei alles wieder gut. Und wenn’s nicht geholfen hat, nimmt der HP ein anderes Mittelchen in anderer Verdünnung, über die Jahre werde es dann schon besser. Bei Kindern und Jugendlichen keine gute Idee: Jedes Jahr, indem die Pollinose nicht „gescheit“ behandelt wird, lässt die Chance auf ein allergisches Asthma steigen, ganz zu schweigen von den alljährlichen Akutbeschwerden, die die Kinder in der Konzentration und im Sport in Schule und Verein und der Freizeit leiden lassen.

Susannchen braucht keine Globuli

Übersicht Heuschnupfenallergie BVKJ und des Deutschen Allergie- und Asthmabundes

Volkskrankheit Allergien (Posting von 2015)

(c) Bild Susannchen beim Informationsnetzwerk Homöopathie

Einmal tief durchatmen

Ich wollte noch von dem Vertretungskind erzählen, dass still japsend (Giemen und Brummen, die Insider wissen) auf meinem Untersuchungstisch lag, neunmonatig, ein wenig subfebril seit ein paar Tagen, trinke gut, esse Breichen und erbreche nicht. Die Nächte seien erträglich, aber der Husten, Herr Doktor, der Husten, hört und hört nicht auf.

Wenn ich die Kinder nicht kenne, kenne ich auch die Therapie nicht, jede/r Kollege/in hat da ein anderes Regime. Das Bobele hier kommt von jot-we-de, die Vertretung der Vertretung der Vertretung, also nun die Frage: „Was kriegt er denn an Medikamenten?“

„Da haben wir das.“ Die Mutter präsentiert mir ein Röhrchen Bryonia C5. Ich muss erst einmal mit Lesebrille lesen, so klein war das geschrieben.

„Ok, noch etwas?“ – „Ja, da ist dann noch dies.“ Noch ein Röhrchen, hier die Beschriftung „Bei zusätzlichem Erbrechen.“ Sanguinaria canadensis – diesmal in C200. „Die sollen wir aber nur geben, wenn´s gaanz schlimm ist. Und nur ein Kügelchen.“

Ich staune. „Haben Sie das denn gegeben?“, frage ich. Nein, haben sie nicht, so schlimm war es dann nicht. Aber besser wurde es genauso wenig, deshalb sind sie dann hier zu mir. „Haben Sie das direkt vom Kollegen bekommen?“ – „Ja, die hat er aus seinem Schrank mitgegeben. Aber von der Apotheke haben wir noch das hier gekriegt.“ Die Mutter reicht mir noch eine Schachtel …na klar, ohja, das beliebte viel umworbene Komplexpräparat der Firma He.el.

„Und das ist, was Sie Ihrem Sohn jetzt geben sollen?“, frage ich. Ist denn nichts wirklich Wirksames dabei?
„Achso,“ sagt die Mutter. „Doch, das hier noch.“ Sie holt aus dem Medikamentenbeutel ein Dosieraerosol hervor nebst einer Inhalationshilfe. „Das benutzen wir auch noch ein paar mal täglich, wenn´s gar nicht wird.“
„Da bin ich aber froh,“ rutscht es mir heraus.

Der kleine Held konnte schließlich besser durchatmen, nachdem wir ihn in der Praxis mit Salbutamol inhalieren liessen. Wir besprachen, die Inhalationen zu intensivieren, sich wieder zu melden, wenn Fieber auftritt und ihn in ein paar Tagen nochmals abzuhören.
„Dann sind Sie wohl nicht so begeistert von den Globuli, was?“, fragt mich die Mutter beim Verabschieden. Ob das so offensichtlich war? „Und was halten Sie davon? Das hat uns unser Hausarzt noch zu alledem dazu gegeben. Das löse den Schleim am besten, sagt er.“ Sie greift noch einmal in den Beutel und zieht eine Schachtel Ambro.x.ol hervor.

Himmel hilf. Das gute alte überflüssige Ambro.x.ol dürfte bei einem Kind mit Bronchitis eher zu einer Verschlimmerung des Befundes führen, schließlich kämpft der Organismus da schon genug mit Schleim in den engen Luftwegen. Ganz abgesehen davon finde ich jedoch das Riesenarsenal an Mittelchen höchst problematisch. Geht es nicht auch einfacher? Dass ich von der Nichtwirksamkeit von Glaubuli überzeugt bin, dürfte inzwischen bekannt sein, geschenkt.

Kollegenbashing ist verpönt. Das tut man nicht, ich auch nicht (außer hier). Ich habe daher auch lediglich bemerkt, dass ich das inhalieren für die sinnvollste Variante all dieser Medikamentenoptionen halte.

Zum Kugeln – das INH und der DZVhÄ

Über das Informationsnetzwerk Homöopathie hatte ich bereits berichtet – Kollegen, Wissenschaftler und grundsätzlich Interessierte hatten sich organisiert und bereits wiederholt getroffen, um mehr Transparenz und Öffentlichkeit in die Kritik an der homöopathischen Heilslehre in Deutschland zu bringen. Inzwischen sind Twitter, Facebook und Eigene Plattformen entstanden, die zum Beitreten und Schmökern animieren.

Der andere Big Player in der Diskussion, der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte DZVhÄ, hat dankbar auf die so genannte Freiburger Erklärung des Informationsnetzwerkes reagiert – mit wissenschaftlicher Unterfütterung durch die WissHom, der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Homöopathie –
sie veröffentlichten einen „Reader“, der so wohlfeile Aussagen trifft wie

„Eine zusammenfassende Betrachtung klinischer Forschungsdaten belegt hinreichend einen therapeutischen Nutzen der homöopathischen Behandlung. Die Ergebnisse zahlreicher placebokontrollierter Studien sowie Experimente aus der Grundlagenforschung sprechen darüber hinaus für eine spezifische Wirkung potenzierter Arzneimittel.“, um dennoch festzustellen „Während die konventionelle Entwicklung von Medikamenten auf Forschung beruht, die sich dann der medizinischen Praxis stellen muss, ist die Homöopathie in erster Linie eine erfolgreiche medizinische Praxis, die sich der wissenschaftlichen Forschung stellen muss.“

Aber die Replik des Informationsnetzwerkes lässt nicht lange auf sich warten – „Der Reader enthält prinzipiell überhaupt keine neuen Informationen. Es handelt sich um teils seit Jahren bekannte Studien, Erhebungen und Gedanken. Wir fragen uns, warum also eine neue und so groß beworbene Veröffentlichung nötig ist.“ – und weiter: „Der Forschungsstand wird für homöopathische Verhältnisse zwar recht treffend beschrieben, aber wieso dieser nun plötzlich ausreichend Beleg sein sollte für eine spezifische Wirkung der homöopathischen Arzneimittel, ist nicht nachvollziehbar.“, denn „Es gibt keine Grundlagenforschung zur Wirkung homöopathischer Arzneimittel, die nachvollziehbar wissenschaftliche Evidenz aufweist. Es bleibt bei den bekannten Ergebnissen, die entweder als wissenschaftliche Unredlichkeit oder als nicht reproduzierbare Pseudoergebnisse erwiesen sind bzw. als Inanspruchnahmen nicht- oder halbverstandener Forschungsergebnisse aus fachfremden Forschungsbereichen.“

Die Homöopathen reagieren säuerlich – Unredlichkeit lässt man sich ungern attestieren. Im weiteren wird der o.g. Reader nochmals zusammenfassend dargestellt und gehuldigt, man möchte die Versorgungsforschung dem Wirksamkeitsnachweis vorziehen – was dem wissenschaftlichen Denken zuwiderläuft. Es wird bemerkt: „Fakt ist, dass die Verschreibung von Arzneimitteln in der Homöopathie individualisiert erfolgt. Prinzipiell (und nur etwas vereinfacht) kommt also jedes Mittel für jede Indikation in Frage.“, und Studiennachweise zu Einzelpräparaten seien so kostspielig, dass sie nicht durchführbar seien. Aber das sei ja auch nicht nötig, denn „in diesem Kontext wird verständlicherweise für registrierte homöopathische Arzneimittel kein Wirksamkeitsnachweis gefordert. Durch die Registrierung als Arzneimittel sind Herstellungsqualität und Unbedenklichkeit gesichert.“ Was nichts anderes heißt als: Unsere Mittel benötigen keinen Nachweis der Wirksamkeit, der Gesetzgeber hat sie durchgewunken, also dürfen wir sie an Patienten ausprobieren.

Es folgt die Replik der Replik – jetzt wieder das INH: „Nun sind wir vom Informationsnetzwerk Homöopathie (INH) zwar nicht der Meinung, dass man neue Studien (RCTs) benötigt, um den Glaubenskrieg um die Homöopathie endlos weiterzuführen. Die Schlacht ist geschlagen, seit 200 Jahren, zuletzt noch einmal umfassend im Jahr 2015, als die australische Gesundheitsbehörde ihre mehrere Hundert Seiten starke, aber von der WissHom ignorierte Analyse der Nachweislage vorgelegt hat. Dort sind, ebenso wenig wie in irgendeiner anderen der von der WissHom angeführten Übersichtsarbeiten, keinerlei hinreichende Belege gefunden worden, die eine Anwendung der Homöopathie für irgendeine Indikation rechtfertigen würden.“ Unredlichkeit sei ein Urteil, dass jeder für sich selbst treffen muß – das Netzwerk möchte aufklären.


So ist der aktuelle Stand der Diskussion – wir dürfen beiden Seiten Gelassenheit attestieren – und ausreichend Aufmerksamkeit in der entsprechenden Anhängerschaft.

Der DZVhÄ bleibt seinem Standpunkt treu, dass die Füße der Patienten entscheiden und der vertrauensvoll-naive Glaube in die „Heiler“. Währenddessen setzt das Netzwerk Homöopathie auf Aufklärung, auf das nüchterne Betrachten wissenschaftlicher Fakten – und auf eine Neubewertung der Homöopathie z.B. durch eine politische Entscheidung, die Glaubuli aus dem Sonderstatus der „besonderen Therapierichtung“ in der Medikamentenforschung in Deutschland herauszunehmen – um einen Nachweis zu erwirken. Oder eben nicht.

Gibt’s da nicht auch was von der Homöopathie? Netzwerk geht online.

Mutter: „Und kann man da auch was Homöopathisches geben?“
Ich: „Ganz ehrlich? Das ist nicht meine Medizin. Ich glaube nicht dran.“
Mutter: „Aha. Und wie wirkt das überhaupt?“
Ich: „Die Homöopathen sagen, wenn etwas krank macht, dann kann es in hoher Verdünnung gesund machen.“
Mutter: „Also mit den Globuli?“
Ich: „Ja, man nimmt einen Ausgangsstoff und verdünnt diesen. Gängig ist zum Beispiel einen Tropfen auf eine Badewanne. Oder auch einen Tropfen pro Nordsee oder gleich das Volumen des Universums. Laut den Homöopathen wird dadurch der Wirkstoff verstärkt.“
Mutter: „Wieso verstärkt?“
Ich: „Weil eine Form von Energie auf die Moleküle der Verdünnung übergehen, ein Gedächtnis bleibe erhalten. Sagen die Homöopathen.“
Mutter: „Und was nimmt man da für Wirkstoffe?“
Ich: „Bestimmte Heilpflanzen…“
Mutter: „…ah, natürlich also…“
Ich: „Aber auch Giftstoffe oder auch Sachen wie… Gebärmutterzellen oder Hundemilch. Steht so im Internet. Das kann man kaufen.“
Mutter: „Aber die werden ja verdünnt.“
Ich: „Bis unter die Nachweisgrenze. Chemikalisch.“
Mutter: „Sind in den Verdünnungsmitteln…“
Ich: „Das sind meist alkoholische Lösungen.“
Mutter: „…ja, sind da nicht auch andere verunreinigende Sachen drin?“
Ich: „Ja, aber die spielen wohl keine Rolle, laut den Homöopathen werden diese Stoffe bei der Verdünnung nicht verstärkt, sondern nur die, die verstärkt werden sollen.“
Mutter: „Aha. Das finde ich etwas unverständlich. Und warum wirken dann bei vielen die Globuli, wenn da eigentlich gar nichts drin ist?“
Ich: „Naja, laut den Homöopathen ist da schon etwas drin. Ich denke, dass da vor allem der Placeboeffekt wirkt.“
Mutter: „Ich bekomme etwas von einem Mediziner und erwarte eine Besserung, weil ich ja ein Medikament nehme.“
Ich: „Ja, abgesehen davon, dass Sie kein Medikament einnehmen, sondern nur Zucker, und der Mediziner in den meisten Fällen ein Heilpraktiker ist.“
Mutter: „Oder ein Apotheker. Oder meine Nachbarin. Die hat mir auch schon Sachen empfohlen.“
Ich: „Und, hat’s gewirkt?“
Mutter: „Beim letzten Sturz habe ich Manuel Arnica gegeben. Aber ob das jetzt gewirkt hat oder das Kühlpäckchen oder das Schokoeis, was ich ihm spendiert habe… keine Ahnung. Nach dem Eis war jedenfalls alles gut. Bei den Globuli alleine hat er noch ganz schön geweint*.“

Zugegeben: Der Dialog setzt sich aus mehreren Gesprächen zusammen, die ich in letzter Zeit mit Eltern (ja, auch Vätern) geführt habe. Homöopathie ausprobieren, das machen sicher viele. Auch wir haben der Ersten Glaubuli zum Zahnen gegeben, weil das alle in der Krabbelgruppe so machten, und man möchte ja nichts unversucht lassen. Aber dennoch hinterfragen immer mehr Leute die Homöopathie sehr kritisch. Und kommen davon wieder ab. Ein Zeitenwandel ist zu spüren.
Vielleicht kapieren es jetzt auch noch die Krankenkassen, dass sie diese Glaubensmedizin nicht weiter finanzieren sollten.

Gestern ist das (Informations-)Netzwerk Homöopathie online gegangen, und das gleich mit zwei Seiten:
Die offizielle Homepage des Netzwerks – mit Vorstellung und FAQ rund um die Verdünnungsmedizin, außerdem Schilderung von Positiv- und Negativbeispielen der Behandlung mit Globuli.
Homöopedia – Ein Lexikon der Homöopathie, sukzessive werden hier Informationsartikel zu Einsatzgebieten der Homöopathie, einzelnen Wirkstoffen, aber auch physikalisches Grundwissen und Studien zur Homöopathie präsentiert.

*Erstverschlimmerung…

Kontra Pseudomedizin: Homöopathiekritiker tagten in Freiburg

Am letzten Wochenende tagte eine tolle Gesellschaft in Freiburg: Ärzte, Professoren und Wissenschaftler, aber auch Interessierte und die geladene Presse versammelte sich, um einen Anfang zu setzen in Sachen „Homöopathie-Kritik“, offiziell „Erstes Strategietreffen der Homöopathiekritiker„.

Wer war angereist? Beispielsweise (und auch federführend) Kollegin Dr. Natalie Grams („Homöopathie – neu gedacht„) und der Ingenieur Dr. Norbert Aust (Blog „Beweisaufnahme in Sachen Homöopathie„), dazu der Medizinjournalist Dr. Christian Weymayr („Die Homöopathie-Lüge„), der Verbraucherschützer Guido Bockamp, Professor Rudolf Happle („Marburger Erklärung zur Homöopathie„) oder der Vorsitzende des GWUP-Wissenschaftsrates Prof. Wolfgang Hell. Sie und die anderen verbindet das Interesse an der Aufklärung der Bevölkerung, die Kritik an den Glaubuli und das Heranbringen des „Umdenkens“, zurück zur Vernunft, weg von der Pseudomedizin, hin zur Medizin.

Die Ergebnisse der Strategieplanung können sich sehen lassen:

Gründung eines Netzwerkes Homöopathie (der Titel sei vorläufig – … das denke ich mir)

– Aufbau einer Informationsplattform für Patienten mit Informationen gegen die (üblichen) Argumentationen der Homöopathen, Aufzeigen der inneren Widersprüche der Homöoapthie und Sammlung belegbarer negativer Fallbeispiele

– Initiative, die homöopathischen Medikamente zukünftig mit ihren deutschen Namen zu bezeichnen anstatt mit lateinischen Begriffen

– Erstellung einer Referentenliste, in denen Fachleute genannt werden, die für Vorträge, als Ansprechpartner für Interviews oder Diskussionsteilnehmer zur Verfügung stehen.
– Einwirken auf Änderung der Sprachregelung: Statt des Begriffs ‚Alternativmedizin‘ Verwendung der Bezeichnung ‚Pseudomedizin‘, ‚Schulmedizin‘ wird in Zukunft ‚Medizin‘ heißen

Weitere Forderungen aus dem Netzwerk:

– Abschaffung der Apothekenpflicht für Homöopathische Mittel

– Entzug des Titels „Besondere Therapierichtung“ (und der damit verbundenen Befreiung von Wirksamkeitsnachweisen)

– Keine akademischen Weihen (durch universitäre Fort- und Weiterbildungen)

– Stärkung der „Sprechenden Medizin“

Bedenklich bleiben außerdem die Finanzierung der Pseudomedizin durch Krankenkassen, die Förderung durch pluralistisch denkende Gesundheitspolitiker und die Darstellung der Homöopathie in Medien als „natürlich“, Anekdoten werden höher bewertet als gründliche Recherche.

Wohlgesteckte, wichtige Ziele. Alles Gute. Ich bin gerne dabei. Lasst wieder Vernunft einkehren. Tschakka!

Interview mit Norbert Aust
Deutsche Apotheker-Zeitung
GWUP dazu
… und sogar die F.A.Z.

Süßes für den Homöopathie-Freund

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Ich präsentiere: Mein coolstes Weihnachtsgeschenk.

In meinem Freundeskreis ist es bekannt, wie ich zu Globuli und sonstigen Heilpraktikanten-Therapien eingestellt bin.

Umso mehr freute es mich, dass ich dieses Jahr eine wunderschön liebevoll gebastelte Erste-Hilfe-Box geschenkt bekam. Ich möchte sie Dir, meinem Leser, nicht vorenthalten:

Man beachte die künstlerische Anlehnung an die klassischen Taschenapotheken, die gerne an die Eltern verkauft werden. Man beachte das gelehrtensichere Latinum, die praktischen Zusatz-Gadgets wie Beatmungsmaske (extra klein) und mobiler OP-Leuchte.

Ach, ich habe so tolle Freunde. Danke, I.

 

Kinder und die Homöopathie (Ein Gastbeitrag)

„Kinder kennen doch keinen Placebo-Effekt“

…deshalb ist das doch wohl der Beweis, dass Homöopathie funktioniert! Kinder können doch nicht denken: Ach so, ich bekomm jetzt Globuli, und deshalb soll es mir jetzt besser gehen. Kinder glauben doch noch nicht an die Homöopathie!
So oder ähnlich wird gerne gesprochen, wenn es darum geht, ob Homöopathie denn nun bei Kindern wirksam ist oder nicht.

Doch was bedeutet der Placbeo-Effekt eigentlich genau?

Ursprünglich bedeutet Placebo wörtlich so etwas wie „Ich werde gefallen“, etwas salopper übersetzt „Ich werde dir helfen“. Zum einen ist damit das Placebo gemeint, also das Scheinmedikament, das keinen Wirkstoff enthält, aber dennoch eine Reaktion im Patienten auslösen kann, da er meint Hilfe zu bekommen. Die Wirkung wird also nicht etwa durch einen pharmakologischen Inhaltsstoff möglich, sondern durch die Bedeutung, die der Tablette (dem Globulum) zugeschrieben wird. Dennoch kann diese Reaktion durchaus messbar und objektiv nachvollziehbar ausfallen.

Zum andern ist damit aber auch der Akt der Zuwendung gemeint. Jede Mutter vollbringt Placebo-Therapie, wenn sie ihrem Kind liebevoll auf ein „Aua“ pustet, ein Trostpflaster aufklebt oder wenn sie es in den Armen wiegt. Tatsächlich „wirkt“ eine solche Handlung nicht, praktisch weiß jeder, dass das Kind nach ein paar Minuten des Tröstens wieder munter davonspringt oder beruhigt einschläft (gut, nicht immer 😉 ). Es hat also geholfen.
Die Homöopathie ist nun besonders geschickt darin, diese beiden Mechanismen zu benutzen. Sie verabreicht einerseits wirkstofflose Tablettchen und sie verbindet dies oft mit einem Ritual an Zuwendung, Empathie und mit der Kraft guter Erfahrungen. Die Globuli tragen somit die Bedeutung „ich lasse Dir Hilfe zuteil werden, liebes Kind“ und zwar ohne, dass dies unbedingt in Worte gefasst wird. Die Mutter strahlt aus, dass sie helfen kann, dass sie etwas tun kann, dass sie sich von den Globuli Hilfe verspricht, das Kind bekommt etwas, das ihm helfen soll, es nimmt wahr, dass es mit seinem Problem nicht allein gelassen wird. Das tut gut. Beiden. Die Mutter (der Vater) beruhigt sich, und auch das tut beiden gut. Und das müssen keine krassen Verhaltensänderungen sein, Kinder und Babys spüren intuitiv kleinste Veränderungen. Sie sind so abhängig von uns, dass sie mit feinsten Antennen ausgestattet sind.

Natürlich helfen auch andere Rituale (warmer Tee, Vorlesen, etc.), doch die ausdrücklich medizinische Ausrichtung der Homöopathie verstärkt den „Ich kann und werde dir helfen“ Effekt sehr positiv. Man tut nicht irgendwas, sondern etwas, das (vermeintlich) medizinisch Sinn macht.

Auch das anschließende Warten auf die Genesung ist nun nicht mehr ein bloßes Ausharren, sondern ein „Lass uns schauen, wie die Globuli wirken“. Es besteht Hoffnung, dass sich etwas zum Positiven verändert – und siehe da, es verändert sich tatsächlich. Gefühlt auch schneller, also ohne die Möglichkeit, etwas Gutes getan zu haben. „Wirken“ die ersten Globuli nicht, so schlagen wir noch einmal in unseren Repertorien nach, geben andere Globuli und das Abwarten fällt wiederum leichter. Schließlich aber heilt die Krankheit von alleine aus, vergehen die Beschwerden von selbst und wir sind überzeugt, die Globuli haben ein kleines Wunder vollbracht – und geben sie deshalb beim nächsten Mal mit neuer Überzeugung. Die Male, bei denen die Globuli nicht geholfen haben, vergessen wir rasch oder entschuldigen sie mit „da haben wir eben das richtige Mittel nicht rechtzeitig gefunden“.

Ein praktisches und hilfreiches System. Aber wir unterliegen da einem heimtückischen Bestätigungsfehler.

Problematisch wird es dann, wenn wir so sehr von der Homöopathie überzeugt sind, dass wir nicht mehr die obigen Erklärungen für die Wirkung verantwortlich machen, sondern eine Information oder Energie in den Globuli. Natürlich könnte man sagen, dass die Globuli tatsächlich eine Information beinhalten: die Information „Ich werde dir helfen“. Aber das ist ja nicht das, was die Homöopathen meinen. Die meinen eine nicht nachvollziehbare oder erklärbare Information, die sich weder bislang finden ließ noch in Zukunft gefunden werden kann. Problematisch wird es auch dann, wenn sich durch solche vermeintlich positiven Erfahrungen der Glaube an die Globuli etabliert und man denkt, auch schwer Erkrankungen könnten so „natürlich“ behandelt werden. Nein, schwere Erkrankungen können schwere Folgen haben und diese lassen sich durch die genannten Effekte zwar vielleicht leichter ertragen, aber geheilt werden sie dadurch nicht. Und das, finde ich, dürfen wir unseren Kindern nicht zumuten.

Ich bin auch kein Fan davon, jedem Kind bei einem kleinen Schnupfen sofort ein Antibiotikum zu verschreiben und ich gebe auch zu, dass mir das Abwarten bei banalen viralen Infekten bis zur Besserung mit der Möglichkeit von homöopathischer „Therapie“ leichter fiel bei meinen Kindern, aber es ist dennoch ein Glück, dass wir für schwere Fälle die normale Medizin und wirkliche Medikament haben. Für die leichteren Fälle dürfen es dann auch mal die „Zauberkügelchen“ sein – wenn wir uns darüber im Klaren sind, dass wir damit eigentlich nur ein erweitertes „Heile, heile Segen“ singen.

Zum Weiterlesen:
Placebo = Einbildung?
Was ist ein Placebo?
Kinderdok

(c) Natalie Grams


Ein Gastbeitrag von (… ja, und damit auch Werbung für) Frau Dr. med. Natalie Grams, einer Kollegin aus Heidelberg, die jahrelang Homöopathie in der Praxis praktizierte und nun den Glaubuli abschwor.
Über ihre Beweggründe und Überzeugung hat sie ein sehr lesenswertes Buch geschrieben.


Natalie Grams, Homöopathie neu gedacht: Was Patienten wirklich hilft, 225 Seiten, 2015, Springer Spektrum, ISBN 978-3-662-45336-0
[Affiliate Link zu Amazon]

Bärli Pupsi Globli

Liebe Firma He.el,
ich weiss nicht, was das nun wieder soll, aber Deine neue Reihe „Kinderarznei“ ist ja nun werbetechnisch ganz unterste Schublade. Wir sprechen noch nicht einmal vom Inhalt der Schachteln (deren medizinische Wertigkeit gegen Null tendiert, aber das wurde schon an anderer Stelle ausreichend beschrieben), sondern von Aufmachung und Wortwahl.20140209-183332.jpg

„Kinderarznei“. Ok, das klingt zuerst einmal nach Wilhelm Busch oder nach einem Mittelchen, was der gute Onkel Doktor in Lindgrenschen Büchern verabreicht. Ist eine solch putzige Sprache jetzt ein geschickter Schachzug, oder triffst Du da auf die Bestimmungen der Pharmaindustrie, irgendwelche unbedeutenden Substanzen nicht als Medikamente bezeichnen zu dürfen?

Und dann die Einzelmittel: „Flatulini“, „Cutacalmi“, „Lunafini“ und „Bronchobini„.20140209-183410.jpg
Ja, Himmel, geht’s noch? Da wären Pupsi, Skinni, Schlummerli und Schnauferli wesentlich einleuchtender gewesen, ne‘ wahr? Dieses Einmischen von Pseudolatein ist nun wirklich einer Weltfirma von Rang nicht würdig. Das könnt Ihr doch besser! Außerdem: Wo bleibt denn da der schöne Firmenname, den Du sonst so geschickt einbaust? Früher gab’s doch so Sachen wie „Angin-He.el“ oder „Traum.eel“. Viel einleuchtender, much more sophisticated, das Zeug klang allerliebst nach „heal“, wenn’s auch sonst nicht half.

Und dann dieses Bärli. Ein roter Fuß, ein grüner Fuß, ein Stethoskop, fertig ist der Gesundmachbär. Was ich bloß nicht verstehe: Warum trägt der Bär einen Koffer aus der Schweiz mit sich herum und trägt eine Eismann-Mütze? Oder ist das die Assoziation Bambini -> Italien -> Eis? Erklärungen bitte.

Aus dem Kleingedruckten zitiere ich noch schnell, darf ich? Ja? Danke.
„Zur Anwendung bei Kindern unter 6 Jahren liegen keine ausreichend dok. Erfahrungen vor. Es soll deshalb bei Kindern unter 6 Jahren nur nach Rücksprache mit einem Arzt angewendet werden.“ Das liest sich recht optimistisch, dafür, dass der Erklärbär behauptet, die „Kinderarznei“ sei zugelassen ab 0 bzw. 6 Monaten.

Hiermit erfolge also die Rücksprache mit dem kinderdok:
Finger weg von dem Zeug, spart Euch das Geld und die Möglichkeit einer Aspiration von unnützen und unwirksamen „Streukügelchen“! (Ist eigentlich der Begriff Glaubuli durch die DHU geschützt worden oder ist er inzwischen sooo negativ besetzt?)

[Nein, ich habe weißgott keine Sponsorenverträge mit He.el]

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