Funny Shorty Globuli

Kugeln

.

Mutter: „Sie hat da so einen Erguß hinter dem Trommelfell, deshalb hört sie dann so schlecht, sagt der HNO-Arzt. Wir sollen nochmal in drei Monaten wiederkommen.“
Ich: „Ja, oft gibt sich das von alleine.“
Mutter: „Nein, nein, nicht von alleine, Medikamente haben wir trotzdem bekommen.“
Ich: „Ja, was denn?“ Abschwellende Nasentropfen, Valsalva-Ballon?
Mutter: „So ganz ganz kleine Tabletten.“
Ich: „Aha.“
Mutter: „Ja, die kann man kaum sehen, die rollen auch weg.“
Ich: „Aha.“
Mutter: „Die soll sie unter die Zunge legen, jeden Tag.“ – Die Dreijährige… „Das ist ganz schön schwierig. Dass sie die nicht einfach runterschluckt.“

Zitat HNO-Kollege im Brief über die Behandlung:
„Zunächst konservative Therapie der Tubenbelüftung. Kontrolle in 3 Monaten.“

(c) Bild bei pixabay/Antranias (unter CC0 Lizenz)

41 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. Steffi
    Okt 10, 2018 @ 17:27:02

    Erguss hinter dem Trommelfell, der nicht behandelt werden soll? Und die Kleine hört schlecht? Super! Hatte ich in dem Alter auch, ich lernte darauf hin viel zu spät sprechen und war die ersten Jahre die Lachnummer in der Schule, weil ich halt noch sprechen lernen musste. Ich hoffe, dass das dieser Kleinen erspart bleibt…

    Antwort

  2. Eiet
    Okt 10, 2018 @ 18:40:55

    Sinnloser Artikel. Homöopathie wird immer wieder verunglimpft.

    Antwort

  3. Hans Justus
    Okt 10, 2018 @ 19:19:27

    @Eiet
    nein, die Homöopathie wird nicht verunglimpft,
    sie ist es, die verunglimpft

    Antwort

    • Deli
      Okt 11, 2018 @ 10:44:00

      @Eiet: VVerunglimpfen bedeutet, dass man Dinge behauptet, die nicht stimmen.
      Sowas kann ich hier definitiv nicht erkennen.
      Das Wort dass Sie vielleicht suchen ist „kritisiert“.

      Antwort

  4. Lebenhoch3
    Okt 11, 2018 @ 06:26:01

    … und jetzt? Welche Version stimmt hier nicht?
    Wenn die Mutter so unerfahren von Glaubuli spricht, also nicht gleich siegessicher Name und Dosierung aufzählt, würde ich ihrer Version fast mehr Glaube schenken als dem Arztbrief.
    Ein HNO, der unter “konservativer Therapie“ kleine Zuckerkügelchen versteht?

    Einer Mutter mit so wenig Erfahrung in Homöopathie hätte er sogar ein corticoidhaltiges Nasenspray geben können, was vielleicht über den Winter noch etwas stabilisiert…

    Antwort

  5. Eva-Alexandra Kunert
    Okt 11, 2018 @ 10:48:25

    Ein schönes Foto. Dekorativ, die Kugeln.

    Antwort

  6. poorchemist
    Okt 11, 2018 @ 12:47:26

    Glaubuli sind nix fürs Ohr, sondern für die Füße!
    Beziehungsweise für die Mitte dazwischen!

    Antwort

  7. Anna
    Okt 11, 2018 @ 13:56:10

    Welche Globulis waren das denn? Ich habe auch Tubenbelüftungsprobleme, trotz Op
    Würde mich freuen, wenn ich eine Antwort erhalten würde
    Danke

    Antwort

    • Utta
      Okt 11, 2018 @ 15:50:17

      Na die aus 100% Zucker halt, wie alle 😉

      Antwort

    • Heilpraktikant
      Okt 11, 2018 @ 18:44:31

      Hallo Anna
      Es waren Nixdirn Globuli, im Ausland auch als Saccharinum bekannt.

      Antwort

      • Anna
        Okt 12, 2018 @ 11:28:26

        Vielen lieben Dank
        Haben die geholfen?

        Antwort

        • poorchemist
          Okt 12, 2018 @ 11:36:46

          Die haben dem Globuli-Hersteller geholfen, ein paar Euro zu verdienen. Nun ja, auch die Pharmaindustrie muss von irgendwas leben. 😉

        • Anna
          Okt 12, 2018 @ 19:15:23

          Ich habe schon extrem hilfreiche Erfahrungen mit Globulis gemacht. Ich denke, die haben genau, wie die Schulmedizin ihre Daseinsberechtigung

        • kinderdok
          Okt 12, 2018 @ 22:00:38

          Nichts anderes sind Globuli: Erfahrungen. Wenn ich die hilfreiche Erfahrung mache, dass ich bei einer Erkältung mit einem warmen Bier am Abend besser schlafe, grenze ich mich damit auch von der Medizin ab. Dass die Kasse das übernimmt, erwarte ich aber nicht.

        • Heilpraktikant
          Okt 12, 2018 @ 13:40:38

          Selber gebraucht hebe ich die zum Glück noch nicht. Als Heilpraktikant, kenne ich mich aber mit Homöopathie sehr gut aus.
          Ich würde dir empfehlen, direkt deine Ärztin oder deinem Arzt zu fragen, da diese dich, deine Krankheit(en) und die bisherige Behandlung(en) besser kennen als ich und dir so hoffentlich gut helfen können.

  8. poorchemist
    Okt 13, 2018 @ 10:21:07

    Bei solchen Themen fällt mir immer wieder das Erlebnis eines Freundes ein. Sein Arzt hatte ihm ein Homöopathikum verordnet. Die Sprechstundenhilfe hatte den exotischen Namen des Präparats mit einem groben Schreibfehler aufs Rezept getippt. Der Freund löste das Rezept ein und kriegte in der Apotheke umgehend ein Fläschlein, dessen Etikett den selben groben Fehler aufwies. Das lässt tief blicken… :p

    Antwort

    • Lebenhoch3
      Okt 13, 2018 @ 11:23:51

      Hier ganz aktuell erlebt: HP in Ausbildung erzählt von befreundetem “Patient“, der eine allergische Reaktion auf eine verordnete Salbe zeigt. Könnte aber auch das böse Antibiotikum sein, dass vor Wochen mal verordnet wurde. Aha.

      Vorschlag meinerseits: probier’s mit Antihistamin.

      Eine Woche später…

      So, jetzt würde der Ausschlag eeendlich etwas besser werden, es mussten fünf unterschiedliche Globuli ausprobiert werden, aber jetzt! hat sie das richtige gefunden!

      Mh? Wie war das Antihistamin?

      Nein, so was wollte sie (nach Rücksprache mit dem… Meister) nicht geben, nicht, dass der Ausschlag (das Böse) von außen in den Körper geht und innen verheerende Krankheiten anrichtet. Sie sei ja so froh, dass das Problem nach außen gezeigt wurde und nicht sozusagen verinnerlicht wurde.

      Mh. Die Salbe lasst ihr jetzt aber weg?

      Ja, es gab eine Salbe ohne Wirkstoff xyz, die scheint gut vertragen zu werden.
      Jetzt muss nur noch das Antibiotikum wieder ausgeleitet werden.

      kopfschüttel

      Antwort

  9. Hufflepuff
    Okt 13, 2018 @ 16:14:52

    Mir fällt da der naturheilkundlich arbeitende Arzt ein, der sich in unserer Apotheke ab und zu 1 kg Globuli Sacchari bestellt. Das sind unbehandelte Globuli von Caelo, die es sehr günstig gibt.
    Die füllt seine MfA dann in kleine Phiolen ab und schreibt lateinische Namen drauf. Das scheint ein ganz einkömmliches Zusatzgeschäft zu sein.

    Antwort

    • poorchemist
      Okt 13, 2018 @ 16:20:31

      Praktisch, gute Spanne – und so ein Etikettchen a la „Excrementum tauri C xxxxx“ ist schnell gemacht…

      Antwort

    • Ulrike
      Okt 14, 2018 @ 10:43:12

      Wenn der Arzt seinen Patienten Zuckerkugeln gibt, von denen er selbst weiß, dass sie keinen Wirkstoff enthalten, er aber durch die Beschriftung etwas anderes vorgaukelt, so ist das ganz einfach Betrug und sollte angezeigt werden.

      Andere Frage: Warum führt eure Apotheke sowas überhaupt?

      Antwort

      • DocMoc
        Okt 15, 2018 @ 07:24:25

        Ähm… welche Globuli enthalten den Wirkstoff???????

        Antwort

      • Hufflepuff
        Okt 15, 2018 @ 11:49:04

        Wir führen die nicht, bestellen sie aber natürlich auf Nachfrage. Bei einem Arzt hat man als Apotheke Kontrahierungszwang und muss die Ware abgeben.
        Abgesehen davon: Was spricht dagegen, dass man als Apotheke 1 kg Zucker in Pharmaqualität an einen Endverbraucher abgibt? Das Zeug bekommt man auch im Internet durch diverse Versender (da es sich nicht um ein Arzneimittel handelt, muss man das auch nicht über eine Apotheke bestellen).

        Man könnte jetzt noch erwähnen, dass der Arzt keine Selbstdispensation ausüben darf und sagen: Sowas ist der Grund für dieses Verbot.

        Und wie DocMoc schon schreibt: Welche Globuli enthalten Wirkstoff? Chemisch unterscheiden sich die Placeboglobuli nicht von richtigen Globuli. Man kann den Betrug also nicht nachweisen. –> Sicheres Geschäft 🙂

        Antwort

  10. rayne
    Okt 13, 2018 @ 20:53:35

    Och… mein Tierarzt hat ganz gerne für Kleintiere mit <1kg – falls er pflanzliche Lösungen zur Einnahme als sinnvoll erachtete – mit D1 oder D2 Homöopathie gearbeitet. Aber das sind schließlich auch nur 1:10 bis 1:100 Verdünnungen, die bei diesen Gewichtsklassen durchaus sinnvoll sind…

    Antwort

    • poorchemist
      Okt 13, 2018 @ 20:58:55

      Pflanzlich? Was darf es denn sein? Aconitum napellus? Delphinium staphisagria?
      Neue Kleintiere gibt’s im Zoogeschäft!

      Antwort

      • rayne
        Okt 13, 2018 @ 21:15:35

        Auch wenn sich das einige vielleicht nicht vorstellen können, gibt es doch viele Tierhalter, die für die Gesundheit ihrer Kleintiere einen vielfachen Betrag dessen ausgeben, was diese in der Anschaffung gekostet haben. Und falls das Beschwerdebild mit Phytotherapie gelindert werden kann oder die Heilung unterstützt werden kann, können Verdünnungen 1:10 oder 1:100 durchaus im sinnvollen Rahmen liegen. Aber ich gebe zu, das ist dann ganz sicher „off-Label-Use“ das Homöopathikums, da hier auch nicht versucht wird gleiches mit gleichem zu heilen, sondern nach klassischen Regeln der Phytotherapie behandelt wird. Bei den von dir genannten Pflanzen ist der Dosierungsrahmen für eine phytotherapeutische Behandlung sicherlich viel zu ungenau.

        Antwort

        • rayne
          Okt 13, 2018 @ 21:25:19

          Falls du ein Beispiel möchtest: Matricaria chamomilla als Extrakt der Blüte ist bei 1mg pro Tag und Maus deutlich hilfreich bei Durchfallerkrankungen. Capasso et al, 2007

        • poorchemist
          Okt 13, 2018 @ 21:28:02

          Phytotherapie: oft äußerst wirkungsvoll.
          Dumm irgendwie, dass für viele Laien „rein pflanzlich“ immer noch synonym ist mit „absolut harmlos“. Dass es von „pflanzlich“ bis „tödlich“ oft kein langer Weg ist, wissen sie nicht. Daher meine Erwähnung zweier in der Homöopathie benutzter tödlichen Pflanzen. Es geht aber noch tödlicher: Ricinus communis; Abrus precatorius.

        • rayne
          Okt 13, 2018 @ 21:34:56

          Jup… die Evolution der Pflanzen hat die ganzen Wirkstoffe ja nicht aus Nächstenliebe entwickelt, sondern meistens ums ich vor irgendwas zu schützen. Z.B. Fraßfeinden.

        • poorchemist
          Okt 13, 2018 @ 21:46:12

          Jep. die freundlicheren Pflanzen gehen nicht über Leichen, sondern beißen zurück und geben ihren Fressfeinden die Chance, was zu lernen. Schön für Leute, die gern scharf essen!

  11. poorchemist
    Okt 13, 2018 @ 21:36:44

    Zur Behandlung von Durchfall bei Mäusen kann ich nichts beitragen. Wenn es mich erwischt, nehme ich abwechselnd Hefekapseln und Bismutsubsalicylat. Das hilft innerhalb eines Tages. Wenn ich allerdings das Haus verlassen muss, nehme ich Loperamid, damit ich für ein paar Stunden Ruhe habe.

    Antwort

  12. Matze
    Okt 14, 2018 @ 12:16:17

    Antwort

  13. Opapapa
    Okt 18, 2018 @ 20:06:21

    US-Verbraucherschutz: Warnhinweis bei homöopathischen Präparaten ist Pflicht

    https://www.augsburger-allgemeine.de/wissenschaft/US-Verbraucherschutz-Warnhinweis-bei-homoeopathischen-Praeparaten-ist-Pflicht-id39784222.html

    Sollte hier auch Pflicht werden,in roten Großbuchstaben versteht sich

    Antwort

  14. errollbundelfeuerstein
    Okt 19, 2018 @ 16:52:04

    Diese Globuli haben zumindest der Mutter geholfen: nämlich gegen das Gefühl, „nichts“ tun zu können. Ist doch auch was Nettes? Ohnmächtig ausgeliefert fühlen sich Eltern noch oft genug

    Antwort

    • Lotti
      Okt 21, 2018 @ 14:01:34

      Man muss nicht immer etwas tun und auch nicht alles was geht. Man muss auch aushalten und abwarten können, das ist die Kunst. Das Kind zu füttern ob nun mit Nahrung oder Medikamenten nur damit die Mutter sich wohlfühlt kann nicht der Weg sein.

      Antwort

  15. errollbundelfeuerstein
    Okt 19, 2018 @ 16:52:50

    Frage an den Kinderdoc in dem Zusammenhang: Verschreiben Sie niemals Placebos? Und warum eigentlich nicht?

    Antwort

  16. Marius
    Okt 21, 2018 @ 12:25:14

    Mich würde die Meinung des kinderdoks zum Film „Elternschule“ interessieren.

    Antwort

  17. Marius
    Okt 21, 2018 @ 21:22:06

    Schade. Ich habe seinen Beitrag auch gelesen; nur scheint er ebenso wie viele andere den Film gar nicht in voller Länge gesehen zu haben (was zugegebenermaßen schwierig ist, da er nur in wenigen Kinos läuft). Rein auf Grundlage eines Trailers zu urteilen finde ich suboptimal. Mein persönlicher Eindruck ist, dass dort Extremfälle gezeigt werden, denen man nicht anders (ambulant kinderärztlich oder -psychologisch) helfen konnte. Ehemalige Patienten berichten, dass es ihnen nach dem Aufenthalt besser erging als vorher. Der Film scheint jedenfalls einen Nerv getroffen zu haben, angesichts der teils massiven Reaktionen darauf.

    Antwort

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