Meine eigene Zahnimplantat-Geschichte

Kurze Überleitung: Heute ist Starwars-Tag, also der 4. Mai, weil, das kommt von „May the 4th“ wie in „may the force be with you“. Das nur am Rande. Bei Krieg der Sterne kommen ein paar Androiden vor, bei denen echt viel Metall verbaut wurde. Und damit komme ich zum Thema: Bei mir wurde erstmals Metall verbaut, nämlich ein so genanntes Zahnimplantat.

Kurz gesagt, ist ein Zahnimplantat eine Metallhülse, die in den Kieferknochen eingelassen wird, dahinein kommt ein Stift, auf dem dann eine künstliche Krone aufmodelliert wird. Zahntechniker lachen sich jetzt bestimmt kaputt über diese Umschreibung. Aus verschiedenen Gründen kam in meinem Fall kein anderer Zahnersatz in Frage, also nur ein Implantat. Ich ging zum Kieferchirurg, der sich darauf spezialisiert hatte, ließ mich beraten und das ganze Prozedere nahm seinen Lauf.

Was am Anfang recht unkompliziert und nach Routine klang, zog letztendlich einige Zahnarztvorstellungen nach sich. Das war mir gar nicht so bewußt: Wieviele Vorstellungen in der Praxis ein einzelnes Zahnimplantat bedeutet. Falls sich also irgendjemand da draußen dafür interessiert – hier die Zusammenfassung meiner Termine (zu technischen Fragen, zu Pros und Contras der Zahnimplantate bitte ich, das Netz zu bemühen).

Meine Termine:

  1. Termin beim Zahnarzt, der die Indikation stellt, mein Zahn sei nicht mehr zu retten, ein Zahnimplantat solle her. In gleicher Sitzung wurde der betroffene Zahn nochmals provisorisch aufgebaut, damit es hübscher aussieht.
  2. Einen Monat später: Termin beim Mund-Kiefer-Gesichts-Chirurg (MKG) zur Vorbesprechung, Beratung, was ein Implantat ist, welche Möglichkeiten es gibt, wie der Ablauf ist. Heute auch eine Orthopantomographie.
  3. Zwei Monate später: Termin beim MKG zur OP-Aufklärung und zum Anästhesiegespräch
  4. Termin beim Zahnarzt, Abdruck für ein so genanntes Provisorium (Ersatzzahn, der als Käppchen aufgesetzt wird, zwischen 1. OP, bei der der Ursprungszahn gezogen wird und dem endgültigen Zahnersatz)
  5. Termin beim Hausarzt für eine präoperative Untersuchung (bin ja auch nicht mehr der Jüngste). Ich spare mir einen Termin, weil eine meiner fMFA mir zuvor Blut abnimmt, und ich die Ergebnisse mitbringe.
  6. Der eigentliche OP-Termin beim MKG – Entfernen des kaputten Zahnes, Einsetzen der Implantathülse (künstliche Zahnwurzel)
  7. Eine Woche später: Fädenziehen beim MKG, nochmals OPG, ob das Implantat richtig sitzt. (danach Abwarten, das Implantat muss eine Osseointegration durchlaufen, also schlicht einknöchern)
  8. Termin beim Zahnarzt, Abdruck für eine Implantatschiene
  9. Ca. 4 Monate später: Termin beim MKG, Besprechung des weiteren Vorgehens, OP-Aufklärung, weil dann
  10. OP-Termin mit erneutem Öffnen des Zahnfleisches zur Freilegung der Implantathülse, Aufsetzen einer Metallkappe.
  11. Eine Woche später: Fädenziehen beim MKG.
  12. Termin beim Zahnarzt, endgültiger Abdruck mit Implantatschiene
  13. Termin beim Zahntechniker, damit die Farbe des Zahnes passt
  14. Termin beim Zahnarzt, um das nun angefertigte Zahnmodell mit dem Stift in die Hülse einzupassen.

Anzumerken sei, dass dieser Ablauf zum Glück für mich ohne Komplikationen ablief. Bei Schwierigkeiten (fehlende Knochensubstanz im Kiefer, eventuell Gewebeverpflanzung, Implantat knöchert nicht ein, ist zu locker, whatever) hätte es noch Zusatztermine gegeben.

Ich habe mich vorher informiert, wie sich das für einen mündigen Patienten in den Zeiten des Internets bedeutet, aber dass dabei soviele Einzeltermine zu planen waren, das hätte ich nicht gedacht. Das war entsprechend schlecht zu planen während meiner eigenen Praxistätigkeit, Abendtermine, der freie Nachmittag, naja. In der Summe vergeht übrigens ein halbes Jahr zwischen Indikationsstellung und fertigem neuen Zahn. Es gibt wohl auch schnellere Verfahren, die mich aber nicht überzeugt haben.

(c) Bild bei Max Pixel (CC0 Public Domain Lizenz)

Die Auslosung! Blogger schenken Lesefreude

Vielen Dank an alle, die so freudig kommentiert haben, als ich letzte Woche zum Welttag des Buches zum fröhlichen Mitspielen aufgerufen habe. Ich habe die Lostrommel angeworfen und sie hat mir vier Zahlen ausgespuckt, die ich dann den entsprechenden Leser*innen zugeordnet habe.

… and the winners are (ich habe Euch auch schon per Email informiert):

Die Kindheit ist unantastbar von Herbert Renz-Polster geht an WhatsUpMum

Mein Kind ist genau richtig, wie es ist von Heidemarie Brosche geht an Mirio805

Alles halb so schlimm von Stephan Nolte gewinnt C B

und

Ab ins Netz?! von Katja Reim bekommt Julie


Ich hoffe, die Gewinner*Innen freuen sich, seid nicht enttäuscht, wenn es nicht genau das Buch ist, das Ihr Euch gewünscht habt. Bei allen und allen anderen bedanke ich mich nochmal für den tollen Input, es sind für mich ein paar nette Buchtipps herausgesprungen. 😀

Vielleicht werfe ich mal wieder ein bisschen Lesestoff unters Volk, das lohnt sich ja immer.

Stay tuned, und… lest mal wieder!

Lesepotpourri Januar, Februar, März

Books HD

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In steter Tradition hier meine Lektüren der letzten drei Monate, wen’s interessiert. Und was ich darüber denke:

Mariana Leky – Was man von hier aus sehen kann

Ein wunderschönes Buch für ein Glückliches Frühlingswochenende. Es geht um die alte Selma, in deren Träumen immer dann ein Okapi auftaucht, wenn ein Mensch stirbt. Dieses Omen durchzieht das gesamte Buch, auch wenn es darum eigentlich gar nicht geht, sondern um Luise und ihren Vater, Luise und ihren besten Freund der Kindheit, Luise und dem buddhistischen Mönch. Der Optiker spielt eine grosse Rolle und eine kleine eine Buchhandlung. Die scheinbare Harmlosigkeit der Geschichte ist es, die im Abgang ein so entspannt glückliches Gefühl hinterlässt, wie es nur ein Frühlingswochenende kann. Gelesen kurz nach Jahreswechsel. (5/5)

Maya Angelou – Ich weiß, warum der gefangene Vogel singt (Übersetzt von Harry Oberländer)

Diese Geschichte soll Generationen von Jugendlichen (vor allem der Schwarzen Menschen in den USA) und Oprah Winfrey entscheidet geprägt haben, sie war Schullektüre in den Staaten und ist dennoch „nur“ ein Teil des autobiographischen Werkes von Maya Angelou. Die Story plätschert anfangs so dahin, beinahe zurückhaltend und unaufgeregt, eine Darstellung des Lebens des letzten Jahrhunderts im Westen und Mittelwesten der USA, aus der Sicht der jungen Maya, die von den Eltern weggeschickt, bei der Großmutter groß wird. Aber es geschehen schreckliche Dinge um sie herum, schließlich auch mit ihr, und alles ändert sich. Und doch gar nichts. Am Ende fehlt etwas, vielleicht eine Moral, ein Schlußstrich, aber ganz sicher gibt es den nicht. Ich las das Buch als Teil der Twitter-Lese-Gruppe @54reads, tut mir leid, nach dem ersten Monat bin ich raus, ich kann nicht nur ein Buch lesen, sondern muss weitermachen. (4/5)

Hermann Hesse – Siddartha

Wiedergelesen, natürlich. Hesse war Teil meines Lebens als Teenager, ich habe alles verschlungen von ihm, was ich in die Finger bekam, und wenn uns die Schule ein Buch verordnete, klatschte ich in die Hände. Hesse ist auch eine verdächtige Person, so lehrt es uns die Geschichte, aber seine Bücher sind in ihrer konstante Weisheit und literarischen Stärke und Originalität unübertroffen. „Siddartha“ ist der Prototyp der späten Romane, aus der Sicht eines Langlesers Ü50 inzwischen voller Redundanz und etwas ermüdend, aber ich spürte nochmal den Rausch des Jugendlichen, den ich beim Lesen früher empfunden habe. Alles besser machen zu wollen, den Sinn allen Lebens zu finden, bis er Dich selbst findet. (5/5)

Jennifer Egan – Manhattan Beach (Übersetzt von Henning Ahrens)

Nicht ganz so mitreissend wie „Der grössere Teil der Welt“, auch nicht ganz so virtuos, eher als Fingerübung kommt dieser Roman daher: Ein wenig Feminismus, ein wenig Krimi, ein wenig Familiengeschichte, ein wenig Historie. „Manhattan Beach“ erzählt die Geschichte der ersten Militärtaucherin der USA, Anna Kerrigan, angesiedelt in den Docks von Brooklyn, immer die Skyline von New York im Blick. Ihr Vater arbeitet mit einem der Gangsterbosse zusammen, verschwindet auf mysteriöse Weise, und sein Auftauchen markiert einen spannenden Nebenstrang der Geschichte. Ich habe den Roman zügig durchgelesen, das Geschriebe ist beeindruckend süffig, aber am Ende zerfasert die Story in zuviele Anliegen, so dass ich am Ende nicht wusste, was von ihr übrig blieb. (3/5)

Ian McGuire – Nordwasser (Übersetzt von Joachim Körber)

In „Manhattan Beach“ kommt ein Schiffsbruch vor, in Nordwasser auch, eine interessante Parallele. Sonst haben die Bücher nichts miteinander zu tun. „Nordwasser“ spielt in den Wirren des Walfangs, ganz im Gedenken an Hermann Melville, trotzdem geht es hier nicht um den Wal, der Feind ist das Böse im Harpunier Drax, ein Psychopath, der mordet, weil er es kann. Sein Antagonist ist Patrick Sumner, der Schiffsarzt (!), er hat auch keine saubere Lebensgeschichte zu bieten, aber überlebt in geläuterter Moral. Eine Männergeschichte, mit Mord, Schweiss, Angst, Kälte, Eis, Fett, Fell und derber Sprache. Zwischendrin poetische Metaphern und grausame Spannung. Nicht umsonst seinerzeit nominiert für den Man Booker Prize. (5/5)

Robert Seethaler – Das Feld (Hörbuch gelesen von ihm selbst)

Er wird groß gehandelt, der Seethaler, er schreibt auch tolle Bücher, keine Frage. „Das Feld“ erschien mir wie ein zusammengestricktes Sammelsurium kleiner Geschichten, wie sie vermutlich jeder Autor in seiner Kladde zuhause fabuliert, mühsam zusammengehalten durch den Friedhof, eben das Feld, auf dem die Personen, die hier vorkommen, beerdigt liegen. Natürlich braucht es auch hier einiges an Planung, damit die Verbindungen nicht zu lapidar daherkommen, in der Summe sicher ein Kunstgriff, der auch nicht jedem gelingt. Sicher hatte Seethaler einen guten Lektor. (3/5)

Wolfgang Herrndorf – Bilder deiner großen Liebe (Performance Lesung durch Sandra Hüller)

Herrndorf ist unantastbar. Ein deutscher Schriftsteller. Jedes seiner Bücher ein Wurf. Auch das letzte, unvollendete, „Bilder einer großen Liebe“, wäre genial, wenn er es vollendet hätte. Leider ist Herrndorf vorher gestorben. Das ist bekannt. Das Buch sei eine Art Fortsetzung von „Tschick“ und hat irgendwie auch gar nichts damit zu tun. Da es sich in der Formulierung naturgemäß eher um Fragmente handelt, gelingt es Sandra Hüller in ihrer Live-Performance, die Schwächen des Textes mit ihrer Bühnenpräsenz und brutaler Musik zu überspielen. Die Stärken zelebriert sie sowieso. Kann man hören, muss man aber dranbleiben. (3/5)

Heidemarie Brosche – Mein Kind ist genau richtig, wie es ist

Mein Sachbuch des Monats, also, das einzige, was ich diesen Monat geschafft habe. Das Thema ist ja ganz in meinem Interesse und ganz im Impetus vieler Kinderärzte, auch der populären, wie Renz-Polster oder dem niedergelassen Kollegen Hauch, der ja unlängst ein ähnliches Buch veröffentlichte. Lasst die Kinder, wie sie sind. Sie sind nicht „zu sehr “ so und so oder „zu wenig“ wie auch immer. Zu still. Zu laut. Zu provokant. Zu ungeschickt. Sie sollen Therapien bekommen, sie werden verglichen, die Schwächen werden überhöht und die Stärken nicht gefördert. Brosche geht genau gegen diese Denke vor, jedes Kind ist genau richtig. Während sie im ersten Teil des Buches die Hintergründe beleuchtet, warum unser Zeitgeist genau so ist, wie er ist, ob das alles auch so stimmt, sucht sie im zweiten Teil konkret nach Lösungen: Was ist, wenn die vermeintlichen Schwächen sogar Stärken sind, das wilde Kind in Wahrheit risikofreudig und experimentell, das ruhige Kind abwartend und besonnen. Sie erlaubt nicht alles, ist auch kritisch, auch die Helikoptereltern bekommen ihr Fett weg. Letztendlich ein Plädoyer für mehr Besonnenheit und Normalität in der Individualität. Allen ans Herz gelegt, die mit Kindern schaffen. (5/5)

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(c) Bild bei Flickr/Abhi Sharma (unter Attribution 2.0 Generic (CC BY 2.0) – Lizenz)

Willkommen im #Twankenhaus

Es begann mit einem Hashtag auf Twitter – die Vorstellung, in einem Krankenhaus zu arbeiten, in dem es faire Arbeitszeiten gibt, faire Chefs, Zeit für den Patienten und Gleichberechtigung zwischen Geschlechtern und den verschiedenen Arbeitsgruppen.

Der Hashtag wurde aufgegriffen und immer wieder bemüht, wenn es eine neue Story aus dem Medizinbetrieb zu berichten galt. HeilmittelerbringerInnen schlossen sich an, KrankenpflegerInnen, noch mehr ÄrztInnen. Der Austausch wurde intensiver, schließlich gab es das erste Treffen im RL in Hamburg. Man sagt, es war fröhlich ausgelassen (ich konnte leider nicht dabeisein), aber vor allem war es konstruktiv:

Die Gründung des virtuellen #Twankenhaus wurde beschlossen. Der erste konsequente Schritt war ein eigener Twitteraccount, dem binnen drei Tagen über 3000 Personen folgten, inzwischen sind es 4700.

So organisierten sich via Slack im letzten Monat knapp fünfzig Twitterer und diskutierten in Channels wie Gesundheitsbildung, Vereinbarkeit, Arbeitsbedingungen und zu allgemeinen Zielen und der Öffentlichkeitsarbeit. Über alle Beweggründe und Ideen des Twankenhauses hier zu berichten, würde die wegweisende Zusammenfassung von Schwesterfraudoktor schmälern – es lohnt die Lektüre dort.

Eine Vereinsbildung steht unmittelbar bevor.

Derzeit läuft die erste Themenwoche auf Twitter: #Vereinbarkeit und #Twankenhaus4change sind die leitenden Hashtags, wir diskutieren mit allen Interessierten über das gute Zusammenspiel von Familie und Arbeit, Freizeit und Arbeit, die viel zitierte Work-Life-Balance. Mit Selfies und dem passenden Schild möchte das #Twankenhaus zeigen, dass die Solidarität in der Vereinbarkeit durch alle Berufsgruppen geht.

Seid eingeladen, daran teilzunehmen – als MitspielerInnen im Gesundheitssystem oder als PatientInnen oder sonst wie Interessierte.

#Vereinbarkeit auf Twitter

#Twankenhaus4change auf Twitter

@Twankenhaus

Und wer sich nicht neben Pinterest, Instagram, WhatsApp und Trello mit noch einer Social-Media-Plattform namens Twitter beschäftigten will, sei hiermit eingeladen, der Website des Twankenhauses zu folgen: www.twankenhaus.de

(c) Logo beim Twankenhaus

Tumor

Es war ein dringender Anruf am Morgen bei uns in der Praxis. Neben den vielen Grippen, Durchfällen und Scharlachen tatsächlich mal etwas anderes. Der Junge, vierzehn Jahre alt, wird vorgestellt mit “Tumor am Bauch”. Ich lese das im Terminkalender und bekomme einen Kloß im Hals.

Mutter: “Der hat seit kurzem eine Schwellung am Bauch, das möchten wir anschauen lassen.”

Junge: “Du, nicht ich.”

Ich: “Hast Du denn Beschwerden? Bauchweh? Durchfall? Verstopfung?”

Junge: “Nö, alles gut.”

Ich bitte ihn auf die Liege und untersuche den Bauch. Taste hier, taste dort, streiche, klopfe, höre, drücke tief, frage nach Beschwerden, teste die Abwehrspannung, Loslass-Schmerz, Klopfschmerz. Alles negativ.

Ich: “Und wo ist jetzt genau die Schwellung?”

Mutter: “Na, da, und da. Das ist schon auffällig.”

Junge: “Ach, Mama…”

Und ich schaue nochmal, taste nochmal, lasse den Jugendlichen kurz seine Beine gestreckt hochheben.

Mama: “Sehen Sie, sehen Sie?”

Ich: “Das… und dies… und das… ist ein so genanntes… Six-Pack.”

Junge: “Siehste Mama, habe ich gleich gesagt.”

Ich: “Machst Du grad viele Situps? Fussballer? B-Jugend? Verschärftes Training?”

Er strahlt. “Klar!”

(c) Bild bei DOD (zur freien Nutzung gekennzeichnet)

Jahresrückblick 2018 II – Top read

Nach meinen eigenen Lektüren des vergangenen Jahres kommen heute die meist angeklickten (und damit hoffentlich auch meist gelesenen) Blogposts von „kids and me“ 2018. Viel Spaß beim Revuepassierenlassen oder Neuentdecken:

1) Wie ist das mit der Meningokokken-B-Impfung?

Mein Blogpost zur neuen Meningokokken-B-Impfung. Ich habe versucht zu erklären, warum es noch keine echte STIKO-Empfehlung gibt. (9839 Klicks, 23 Kommentare*)

2) Brief an einen Schwurbelkollegen

Ich hatte mich sehr über einen alternativ orientierten Kollegen aufgeregt und habe ihm diesen imaginären Brief geschrieben. Abgeschickt hatte ich ihn nicht. (9527 Klicks, 80 Kommentare)

3) Die Zähne und die Küsschen

Ein Blogpost über eine echte Familie aus meiner Praxis, verfremdet zwar, aber die Eindrücke und Gefühle sind echt geblieben. Ich denke nicht, dass sie das lesen (8525 Klicks, 20 Kommentare)

4) Funny Shorty Globuli

Der Klassiker: Ein Rant über Homöopathie. Ein Leser hat mal geschrieben, dies sei ein Garant für Klickzahlen. Zurecht, wie ich meine, und gerne immer wieder. (8180 Klicks, 60 Kommentare)

5) Die Vorsorgeuntersuchungen – U7

Aus meiner Reihe der Vorsorgeuntersuchungen hat diese am meisten Anklang gefunden in diesem Jahr – und. wie ich schreibe, auch bei uns Kinderärzte stets „sehr“ beliebt. (8074 Klicks, 64 Kommentare)

6) Kopfstreicheln.

Vielleicht mein Lieblingspost in diesem Jahr – über Osteopathie. Umstritten wie nur die Homöopathie, was sich auch in den Kommentaren niederschlägt. (7624 Klicks, 77 Kommentare)

7) Sprich beim Impfen mit Deinem Kind

Ein Blogpost aus der Reihe „Bildungsblog“ – was wir Kinderärzte gerne den Eltern sagen würden. In diesem Fall: Was man (nicht) vor einer Impfung sagt. (7360 Klicks, 48 Kommentare)

8) Ein normaler Notfalldienst

Ein Thema, das zahlreich durch die Medien und sozialen Netzwerke ging: Wie wir als Patienten mit den Notdiensten umgehen. Wie diese missbraucht werden. Keine Blogmeisterleistung, nur eine Aufzählung. (6920 Klicks, 79 Kommentare)

9) Filterblase: Wenn Eltern anders entscheiden.

Einer der längsten Texte des vergangenen Jahres, aus meiner bescheidenen Sicht auch einer der besten. Es geht darum, wie das Internet und die Filterblase, die uns umgibt, unsere Entscheidungen beeinflusst. Danke für die Blumen in den Kommentaren. (6648, 62 Kommentare)

10) Wochenendkarriere

Eltern machen sich Sorgen, wenn ihre Kinder krank sind, keine Frage. Ein Blogpost darüber, wie das jedoch bei schlechter ärztlicher Steuerung in die Hose gehen kann. (6576 Klicks, 91 Kommentare)

Natürlich ist eine solche Statistik etwas unfair, da sie die kumulierten Klickzahlen berechnet, deshalb sind Blogpost von Anfang des Jahres weiter oben im Ranking zu finden.

Nicht unerwähnt bleiben sollte jedoch dieser Blogpost, der im Jahr 2018 die meisten Zugriffe (stolze 16 022 Klicks) hatte – obwohl aus dem Jahr 2015. Vermutlich wegen des Clickbait-Schlüsselbegriffes im Titel:

0) Wenn´s Pimmelchen mal rot wird*

Mein Highlight des letzten Jahres wurde jedoch gleich im Januar „abgearbeitet“ – das Treffen mit meinen Blogkollegen von DocCheck und die Verleihung des Goldenen Bloggers als „Blogger des Jahres mit Engagement“ in Berlin. Alles am gleichen Wochenende. Hier der passende Link dazu.

Liebe Leser*innen,

dies waren 58 Beiträge in diesem Jahr (incl. 30 371 Wörter), Danke für Euer Vertrauen und Euer Interesse an meinem Blog, Danke für 1 239 548 Zugriffen auf meine Seiten bei 355 385 einzelnen Besuchern. Danke vor allem für Eure 1 667 Kommentare im letzten Jahr. Feedback belebt die Blogosphäre.

Stay tuned, Euer kinderdok.

*alle Zugriffszahlen etc. Stand 29.12.2018/20.57 Uhr

(c) der Fotos hinter den entsprechenden Links (alle CC0 Lizenz)

Funny Shorty Globuli

Kugeln

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Mutter: „Sie hat da so einen Erguß hinter dem Trommelfell, deshalb hört sie dann so schlecht, sagt der HNO-Arzt. Wir sollen nochmal in drei Monaten wiederkommen.“
Ich: „Ja, oft gibt sich das von alleine.“
Mutter: „Nein, nein, nicht von alleine, Medikamente haben wir trotzdem bekommen.“
Ich: „Ja, was denn?“ Abschwellende Nasentropfen, Valsalva-Ballon?
Mutter: „So ganz ganz kleine Tabletten.“
Ich: „Aha.“
Mutter: „Ja, die kann man kaum sehen, die rollen auch weg.“
Ich: „Aha.“
Mutter: „Die soll sie unter die Zunge legen, jeden Tag.“ – Die Dreijährige… „Das ist ganz schön schwierig. Dass sie die nicht einfach runterschluckt.“

Zitat HNO-Kollege im Brief über die Behandlung:
„Zunächst konservative Therapie der Tubenbelüftung. Kontrolle in 3 Monaten.“

(c) Bild bei pixabay/Antranias (unter CC0 Lizenz)

#wirliebenblogs

wieliebenblogs_logo

Eine kleine feine nette Aktion, um die Blogosphäre mal wieder neu zu entdecken und alte graue Perlen in neuem frisch gelesenen Glanz erstrahlen zu lassen.

Hier meine alltime-favorites – ich weiß, es gibt noch tausende mehr, aber hier kommen regelmäßig hin zum Lesen.

Frau Nessy – mein „Klassiker“, vielfältig, nett, freundlich, eine Menschenfreundin, immer wieder überraschende neue Seiten.

Pharmama – da lerne ich stets was Neues hinzu, Pharmama ist produktiv und wissend, zum Festlesen.

Taxi – Durch die Straßen von Berlin, auch ein Klassiker unter den Berufsblogs, wer Sash noch nicht kennt, hat was verpennt.

Skizzenblog – ich habe ja ein faible fürs Zeichnen, wahrscheinlich weil ich es selbst nur amateurhaft kann – Claus ist der zeichnende Blogger – Zogger?

Buddenbohm – auch so ein Dauerbrenner. Jetzt hat er auch noch die eigenen Kinder angefixt, in die grossen Blogfusstapfen des Papas zu klettern.

ReadOnMyDear – meine Entdeckung dieses Jahres – Mademoiselle bei den Goldenen Bloggern kennen und schätzengelernt, jetzt mit Nachwuchs. Ein Blog, sprachlich zum Verlieben, inhaltlich zum Weltenverändern.

Tipps als Senf weiter unten? Bitte? Danke.

Heuschnupfenberatung in der Apotheke, Selbstversuch

„Hallo, ich hätte gerne Azelastin als Kombipackung, zum Beispiel Aller.go.dil als Kombi.“
„Moment, muss ich erst schauen, ob wir das da haben.“ Tippeditipp. „Ja, wollen Sie das als Augentropfen oder Nasentropfen?“
„Gerne als Kombipräparat, bitte. Einzeln ist es bestimmt teurer.“
„Ich schaue nochmal.“ Tippeditipp. „Nein, leider nicht da.“
„Haben Sie denn ein anderes Kombipräparat mit Azelastin?“
„Ich schaue einmal, Moment…“ Tippeditipp. „Ja, ich weiß jetzt nicht…“
„Da hinten im Regal, das ist doch Li.vo.cab als Kombi.“
„Ja, das ist richtig. Möchten Sie das?“ Sie holt es schnell, bevor ich antworten kann.
„Eigentlich nicht, das ist ja Levocabastin, das wirkt bei mir nicht so gut.“
„Tja, dann vielleicht das einfache Chromoglicin?“
„Danke, ganz sicher nicht. Und da hinten, neben dem Li.vo.cab? Da steht doch noch Vi.vi.drin akut.“
„Ja? Möchten Sie das?“
„Ist das nicht Azelastin? Und das gibt es auch als Kombi, oder?“
„Ich schau mal…“ Tippeditipp. „Ja, das haben wir da.“
„Und was ist da der Wirkstoff?“
„Ich weiß jetzt nicht, Moment…“ Tippeditipp. „Der Wirkstoff…, der Wirkstoff… Ahja, hier: Az-e-las-tin.“
„Na, das ist doch prima. Das nehme ich.“
„Also das Vi.vi.drin akut als Kombi?“
„Genau. Azelastin als Kombinationspräparat.“
„Prima. Schön, dass ich Ihnen helfen konnte.“
„Ja, fand ich auch. Und ich Ihnen.“

Eine Packung Taschentücher gab es auch. Nein, die Apotheken-Umschau habe ich liegen gelassen. Da steht zuviel Schwurbel drin.

(c) Bild Public Domain/Wikipedia