Sabberbröckelbrezel

Es folgt ein Rant zum Daueressen bei Kindern. Läufst Du durch die Innenstadt, siehst Du ständig Kinder im Buggy oder an der Hand der Eltern mit Reiskeks, Brezel oder Flasche in der anderen. Vollgesabbert, angesifft, Essensreste um den Mund. Die Tüte Eis wäre da bei den aktuellen Temperaturen die vertretbare Ausnahme. Aber das Nonstop-Gefuttere siehst Du ja auch im Winter. Es gehört wohl zum Zeitgeist – auch für uns Erwachsene gibt es an jeder Ecke etwas zu Essen. Wir nehmen uns keine Zeit mehr zum Hinsetzen oder Zuhauseessen, nein, es muss die schnelle Butterbemme sein, der Schokoriegel oder die Schinkenhörnchen … Sabberbröckelbrezel weiterlesen

Überfüttern von Säuglingen führt zu Fettleibigkeit bei Erwachsenen

Ein neues Buch weist unmissverständlich daraufhin, dass das Überfüttern von Säuglingen während der ersten Monaten nach Geburt bereits den Stoffwechsel so negativ verändern kann, dass dies in späteren (erwachsenen) Jahren kaum noch zu korrigieren ist. Mulchand Patel, Biochemie-Prof an der Universität von Buffalo and Jens Høiriis Nielsen von der Universität Kopenhagen versammeln ihrem Buch die aktuellsten Erkenntnisse zum so genannten Priming, dem Einfluss der Ernährung der Mutter während der Schwangerschaft und der Ernährung des Säuglings auf das genetische Potential des Stoffwechsels, der Entwicklung von Übergewicht, des Metabolischen Syndroms und Diabetes beim Erwachsenen. Dabei sind sie recht klar in ihren Erkenntnissen … Überfüttern von Säuglingen führt zu Fettleibigkeit bei Erwachsenen weiterlesen

Der isst nicht schön

Heikles Essverhalten sollte sich bis zum Schuleintritt normalisieren „“ Viele Kleinkinder und Kinder im Vorschulalter sind heikle Esser. Doch wenn Kinder im Schulalter noch sehr wählerisch sind und nur wenige bestimmte Nahrungsmittel essen, kann sich dahinter eine vermeidende oder restriktive Essstörung (Avoidant/Restrictive Food Intake Disorder bzw. ARFID) verbergen. „Kinder mit ARFID wollen nicht schlucken, weil sie befürchten zu ersticken, zu erbrechen oder ihnen die Beschaffenheit einer Nahrung widerstrebt. Andere beklagen sich über Bauchschmerzen und mangelnden Hunger. Meist verbirgt sich Angst dahinter. Betroffene Kinder leiden längerfristig unter Untergewicht, Wachstumsproblemen und unter Mangelernährung“, beschreibt Dr. med. Dipl.-Psych. Harald Tegtmeyer-Metzdorf, Sprecher des Ausschusses … Der isst nicht schön weiterlesen

Saftladen

Vater: „Und dann, übrigens: Sie isst ja gar nichts.“ Nachdem ich mir die nicht vorhandene Bindehautentzündung und den nicht vorhandenen Ausschlag angeschaut habe. Ich: „Und was isst sie?“ Vater: „Na, nichts.“ Ich: „Gar nichts?“ Vater: „Gar nichts. … also fast.“ Ich: „Und was?“ Vater: „Mal ´n Keks.“ Ich: „Aber trinken tut sie?“ Vater: „Ja und wie.“ Ich: „Und was? Zum Beispiel heute morgen?“ Vater: „Milch. Mit Kaba.“ Ich: „Und mittags?“ Vater: „Auch wieder Milch. Ohne Kaba.“ Ich – ahnend: „Aus der Flasche?“ Vater: „Ja.“ Ich – ängstlich: „Wieviele Flaschen?“ Vater: „Keine Ahnung. So zwei Liter werden´s schon sein.“ Ich: „Wie … Saftladen weiterlesen

Das hat sich Alete verdient!

Wie jedes Jahr, es gibt den Goldenen Windbeutel der Jungs von foodwatch zu vergeben. Ich bitte alle Leser, hier mit abzustimmen. Mein Favorit in diesem Jahr ist diese Alete-Abend-Zucker-Mahlzeit. Seid sicher: Regelmäßig beim Abfragen der Ernährungsgewohnheiten von Einjährigen bei der U6 „beichten“ Eltern, dass ihre Stöpsel einen „Gute-Nacht-Brei“ o.ä. futtern. Werbung wirkt, Alete/Nestle wird geglaubt, es ist nun einmal so. Es braucht schon eine gehörige Anstrengung von Hebammen, Ernährungsberatern und Kinderärzten, dass den Eltern die Augen geöffnet wird für diese fette Desinformation und das Überangebot in den allgegenwärtigen Drogeriemärkten. Kinder brauchen ab einem Jahr keine Babymahlzeiten mehr, keine Nachtbreie, keine … Das hat sich Alete verdient! weiterlesen

Neue Statements zur Beifütterkost

Neue Trends in der Babykost? Ernährungskommission der DGKJ aktualisiert ihre Empfehlungen für das Säuglingsalter „Zahlreiche aktuelle Studien und Publikationen hat die Ernährungskommission der Deutschen Fachgesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) ausgewertet und in ihre Empfehlungen für die Ernährung gesunder Säuglinge einbezogen. Dabei wurden auch neue Trends in der Babykost kritisch betrachtet. z. B. Baby-led Weaning – Selbstfütterung des Babys Selbstfütterung statt Babybrei – das ist das Ziel des sog. „Baby-led Weaning“ (weaning=Abstillen). Hier nimmt sich das Baby seine Beikost selbst, indem es die angebotene Nahrung selbständig zum Mund führt und sich daran versucht. Nun wird auch bei konventionellerem Zugang ein … Neue Statements zur Beifütterkost weiterlesen

Bis(s) zum Abendbrot

Ich untersuche das Kind zur U3, alles prima, alles proper, ich lerne die Eltern kennen, ich sage was zum weiteren Ablauf in der Praxis, über Stillen, Beifüttern, Schlafen usw. „Gibts denn sonst noch Fragen?“ Vater: „Ja, wir hätten gerne noch die Blutgruppe unseres Sohnes.“ Das fragen Eltern interessanterweise häufiger. Irgendwie muß es da ein Urwissen im Elterndasein geben, dass die Blutgruppe des Nachwuchs von eminenter Wichtigkeit ist. Ich: „Die wird heutzutage nicht mehr regelmäßig bestimmt.“ Ich kenne die Blutgruppe meiner Kinder auch nicht. Wenn die Blutgruppe nicht gerade zur Bestimmung der Vaterschaft interessiert, braucht man sie eigentlich nur noch bei … Bis(s) zum Abendbrot weiterlesen

Goldener Windbeutel

Ich darf gerne auf folgenden Link verweisen: Goldener Windbeutel 2013 Hier werden alljährlich Produkte prämiert, die sich in unvergleichlicher Art der Zielgruppe „Kinder“ widmen. Auch „kids and me“ hatte vor zwei Jahren mal berichtet. Damals war´s die beliebte Milchschnitte, die den Preis bekam. Hier gehts gar nicht mal um Süßigkeiten an sich – da hat sich herumgesprochen, dass diese in grossen Mengen nicht gesund sind – sondern um die Botschaft, das jeweilige Produkt sei wirklich gesund. Die Extraportion Veräppelung. Es sind die üblichen Verdächtigen: Capri-Sonne, Dr Oetker und Co., meine hauseigene Zielgruppe lässt sich gerne von den Werbeversprechungen ansprechen – … Goldener Windbeutel weiterlesen

was da so rumliegt

früher in der klinik war es üblich, dass alles, was im stationszimmer auf dem tisch liegt, von allen gegessen werden darf. wer das nicht will, soll doch sein zeugs namensbeschriftet im kühlschrank oder hängeschränkchen versorgen. wer also morgens seinen gedeckten apfelkuchen im rundtupper geschwind abstellte, um noch die toilette aufzusuchen übergabe zu machen schon mal das frühchen zu retten um sich nur umzuziehen, durfte sich nicht wundern, wenn zwei drei stücke mir nichts dir nichts verschwanden. sogar der chefarzt kannte diese verzehrregel. nun bin ich selber chef. und sehe, was da so im personalraum auf dem tische liegt. wenn´s mal … was da so rumliegt weiterlesen