Babysprache hilft Babys beim Sprechen

„Eltern nehmen in fast allen Sprachen der Welt, ohne darüber nachzudenken, gegenüber ihrem kleinen Kind einen Sprechstil an, der die Aufmerksamkeit des Babys auf sich zieht: einfache Wörter, schlichte Grammatik, eine meist erhobene, insgesamt aber variantenreiche Stimmlage, eine übertriebene Aussprache, langsame Sprechweise, viele Wiederholungen und eine ausgeprägte mimische Begleitung des Gesprochenen. „Diese Art zu reden wirkt auf das Umfeld oft unsinnig, aber gerade das Gegenteil ist der Fall. Durch diese Art der Kommunikation der Eltern mit ihrem kleinen Kind fördern sie seine Sprachentwicklung und ermutigen es, auf die Äußerungen der Eltern zu reagieren und damit selbst zu üben“, erklärt Dr. … Babysprache hilft Babys beim Sprechen weiterlesen

Sprachbegabung dank Mehrsprachigkeit

Spracherwerb: Mehrsprachig aufwachsende Kinder brauchen länger, denn sie lernen mehr   „Kinder hören in einer Sprache weniger Worte und Sätze als Kinder, die alles in einer Sprache wahrnehmen. Infolgedessen entwickeln zweisprachige Kinder jede Sprache langsamer, weil ihr Lernen auf zwei Sprachen verteilt ist. Eltern sollten sich deshalb keine Sorgen machen“, erklärt Dr. Ulrich Fegeler, Kinder- und Jugendarzt sowie Mitglied des Expertengremiums des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Dies belegt eine aktuelle Studie der Florida Atlantic University, die in „Child Development Perspectives“ veröffentlicht wurde. Wichtig ist es allerdings, dass Eltern auf die Qualität der jeweiligen Sprache achten, die die Kinder … Sprachbegabung dank Mehrsprachigkeit weiterlesen

Tolle Twin-Tests zur Sprachentwicklung

Eines der spannendsten, weil umstrittensten, weil variabelsten Themen in der Entwicklung von Kindern ist die der Sprache. Viele Berufene erteilen den Eltern Ratschläge, wann welche Sprache noch ok ist, wie sich Sprache entwickelt und wann man doch bitte „sofort zum Logopäden“ gehen sollte, damit dieser schaut, „ob auch alles noch gut ist“. Ich möchte zwei einfache Fragebögen vorstellen, die im Internet zu finden sind, wissenschaftlich fundiert, und eine sehr gute Orientierung bieten, um die Sprachentwicklung des Zwei- oder Dreijährigen normal verläuft. Denn um diese Altersgruppe geht es: Ab Zwei werden die ersten Wörter deutlich und sinnbezogen gesprochen, die ersten Wörter … Tolle Twin-Tests zur Sprachentwicklung weiterlesen

Zeig mir mal, was ist denn das? II

Um Euch nicht weiter auf die Folter zu spannen, hier das Originalblatt des Sprachfragebogens. Klar war die Version vor zwei Wochen ein Fake, aus der Erinnerung ausgefüllt mit den lustigsten oder häufigsten Benennungen, die mir die Kinder hier geliefert haben. Ich fands allerdings schön, wie das hier manche Leser interpretiert haben: „Ich nehme einfach mal an, das ist um die Kinder zum Sprechen zu animieren? Du sagst das Falsche, und sie fühlen sich genötigt, dich zu verbessern.“ (sakasiru) – „Also meine Vermutung wäre, dass die falschen Begriffe oben drüber der mögliche Hinweis sein soll, falls das Kind nicht von allein … Zeig mir mal, was ist denn das? II weiterlesen

Zeig mir mal, was ist denn das?

Zur Orientierung der Sprachentwicklung (z.B. mit drei (U7plus) oder vier Jahren (U8)) benutzen viele Kinderarztpraxen einen Bilderbogen, der die wichtigsten Konsonanten der deutschen Sprache erfragt, um mögliche Sprachbildungsstörungen zu erkennen. Er wurde eine zeitlang über eine Pharmafirma vertrieben und eignet sich für einen kurzen Überblick. Wen´s interessiert, ich habe ihn hier eingescannt: . Eine kleine Bitte habe ich aber: Nicht anfangen und die Wörter zuhause üben. Das soll schließlich eine Überraschung sein für die Kinder. Nicht, dass demnächst alle Eltern kommen und sagen: „Oh super, das haben wir schon beim Kinderdoc gesehen!“ … Zeig mir mal, was ist denn das? weiterlesen

Bloß nichts verpassen

Ich soll bei dem Neunjährigen (3.Klasse) einen Sprachtest machen. Ich: „Um was gehts denn genau?“ Mutter: „Ja, die Sprache ist manchmal nicht so. Also deutlich und so. Buchstaben.“ Ich: „Ok. Na denn. Dann schaue ich mal, wie schlimm das ist.“ Ich checke mit dem Jungen die ganze Palette meines Sprachtestprogramms durch (Einzelbuchstaben, Pluralbildung, Möhring, ZLT – die kleine Screeningeinheit des Kinderarztes) – wir sind so zwanzig, fünfundzwanzig Minuten beschäftigt. Alles ok. Glasklare Sprache, liest schon recht flüssig. Bingo. Ich: „Sie haben es ja grade gehört, alles ist in Ordnung, prima. Ich kann nichts Schlimmes finden.“ Mutter: „Ja, gut.“ Sie strahlt. … Bloß nichts verpassen weiterlesen

nicht lustig

„hab ich schon extra satellitenschüssel kauft, weißt, damit kind iranisch fernseh kann.“ „ohja?“ „und spricht immer noch nicht.“ „er wird auch erst nächsten monat zwei.“ „zwei – zwei stunden darf gucken. soll ich mehr?“ „nein, besser nicht. besser gar nicht. sprechen sie doch mit ihm, oder ihre frau. sprechen lernt man beim sprechen.“ „frau schaut nur deutsch fernsehen. soll ja lernen. bin ich nicht so mann.“ „ihre frau lernt sicher auch besser deutsch, wenn sie sich mit deutschen unterhält. oder einen kurs macht.“ „mmh. fernsehen also nicht gut. machen wir de-vau-de, ok? hab ich noch sponsche-bobbe auf deutsch. für kleine. … nicht lustig weiterlesen

aber pronto

also, liebe frau dingens, auch wenn sie hier in der anmeldung stehen, mit angewinkelten armen und erhobener nase und rotem kopf und lautstark verkünden, dass sie jetzt und sofort den dokter sprechen wollen, damit dieser ihnen für ihre tochter „sooofort eine überweisung zum logopäden“ mitgibt – sollten sie doch der realität ins auge sehen, dass sich auch ein logopäde bei ihrer tochter die zähne ausbeissen wird, um deren dyslalisches /SCH/ zu therapieren – denn die ist nämlich erst zwoeinhalb. ganz abgesehen davon, dass ich rein technisch keine überweisung zu einem logopäden schreiben kann – der oder die ist nämlich kein … aber pronto weiterlesen