Wochenendkarriere

Eltern machen sich Sorgen, wenn ihre Kinder krank sind. Niemand versteht das besser, als ein Kinderarztvater. Das Folgende erlebte dieses Kind am Wochenende: Sunja-Marie (2,5 Jahre) hat am Samstag Nachmittag zweimal erbrochen. Die Eltern fuhren mit ihr daraufhin in die nahegelegene Kinderklinik, trafen dort - schließlich war es schon 23:23 Uhr - auf den diensthabenden … Wochenendkarriere weiterlesen

Quickblogging von heute

Was hatten alle diese Kinder gemeinsam? - Dreijähriger mit eitrig laufender Mittelohrentzündung - Fünfjährige mit Ohrenschmerzen (Trommelfell nur rot, Kind aber unter Tränen) - Viereinhalbjähriger mit Bindehautentzündung - Vierzehn Monate mit 39,2 Grad Fieber (und Erkältung) - 12jährige mit Sonnenbrand, also Verbrennung I. Grades am ganzen Rücken ... Na? Eine/n Mutter/Vater, die/der nach der Anamnese, … Quickblogging von heute weiterlesen

One more thing

Der junge Mann leidet. Die Augen jucken, die Nase läuft, rot sind die Hautstellen unter beidem (medizinisch: periorbital und nasolabial). Der Heuschnupfen hat zugeschlagen, dieses Jahr die dritte Saison in Folge, damit erfüllt er alle Kriterien der chronischen Erkrankung. Die letzten zwei Jahre habe sie sich wohl so durchgerettet, jetzt soll der Arzt Abhilfe schaffen. … One more thing weiterlesen

Der Fünf-Minuten-Grippeappell

Wir ertrinken in Patienten, in besorgten Eltern, in Husten, Schnupfen, Fieber, "so krank war er noch nie", "wird denn das gar nicht besser" und "wir machen uns Sorgen". Das Personal ist am Limit, selbst dezimiert wegen eigener Rotzenasen oder eigener -kinder, die Kindergärten machen Kleingruppenunterricht oder schließen komplett, weil die Erzieherinnen fehlen. Die Schulen verlangen … Der Fünf-Minuten-Grippeappell weiterlesen

Spielen um halb zwei

Mutter: "Herr Dokter, ich habe ein Problem mit meinem Sohn, der hat eine Schlafstörung." Der junge Mann ist dreieinhalb Jahre alt. Mutter: "Wissen Sie, der geht nach dem Fernsehen um 21 Uhr ins Bett. Da trinkt er noch seine Flasche, dann steht er um elfe wieder auf und kommt zu mir rüber und weckt mich, … Spielen um halb zwei weiterlesen

Servicewüste Kinderarztpraxis

  Vater: "Ja, hallo, meine Frau ist krank, und kann nicht auf meinen Sohn aufpassen, deshalb muß ich zuhause bleiben und brauche eine Krankschreibung." fMFA: "Was hat denn Ihr Sohn?" Vater: "Nichts, der ist gesund, aber meine Frau ist krank." fMFA: "Oh, Sie haben die Kinderarztpraxis Dr. kinderdok gewählt." Vater: "Ja, das weiß ich, ich … Servicewüste Kinderarztpraxis weiterlesen

Die Katze geht zum Arzt, nicht zum Heilpraktikant

Unsere Katze hat immer wieder diese kleinen schwarzen Punkte unter dem Kinn, sieht aus wie Mohnkrümel oder schwarze Schuppen. Es scheint, zu jucken, denn gerne schabt sie mit dem Kinn auf der Couch herum. Nach einiger Zeit wird es besonders wüst: Die Haare gehen an der Stelle aus, vor zwei Monaten war ein Mundwinkel richtig … Die Katze geht zum Arzt, nicht zum Heilpraktikant weiterlesen

Eltern sind uneins – BGH entscheidet pro Impfungen

(Ein Blogpost ohne das Bild einer überdimensionierte Impfspritze) Vor einem knappen Jahr musste ich hier bloggen, dass bei getrennt lebenden Eltern die Einverständnis beider Eltern vonnöten sei, um ein Kind impfen zu lassen. Dies hatte auch Auswirkungen auf die Praxis in der Praxis: Wir Ärzte können nicht stillschweigend davon ausgehen, dass das nicht anwesende Elternteil … Eltern sind uneins – BGH entscheidet pro Impfungen weiterlesen

Chantalismus

Teil der Vorurteile: Seltsame Vornamen sind den sozialen Notschichten zueigen. Die Kevins, Justins und Marvins, die Chantals, Bonnys und Tschakkelines dieser Gesellschaft werden es später schwer haben, der Name sei Programm. So geht die Meinung. Bei den Promis sieht es da bekanntermaßen anders aus - da werden nicht Neoanglismen bemüht oder die Vokale mit "y" … Chantalismus weiterlesen

Besser Patschhand als Handyklatsch

Das Kind ist krank, ich frage die üblichen Einstiegs-Anamnesefragen, währenddessen klingelt das Handy der Mutter. Die Aufmerksamkeit reißt ab, sie kramt in der Wickeltasche nach dem melodiösen Objekt. "Alles klar soweit?", frage ich, nachdem sie mühsam Hinwisch-Herwisch das Gerät zum Stillhalten motiviert hat. "Jaja", sagt sie, "alles klar." Ohne den Blick vom Display zu nehmen. … Besser Patschhand als Handyklatsch weiterlesen