wilde jagd durch die vornamen

ok, das habe ich mir lange verkniffen – aber nun muss es mal wieder sein – :

leute, schenkt euren kindern nette vornamen, nett ernsthaft *nett* gemeint. man könnte auch sagen fair oder schlicht vernünftig. wisst ihr denn gar nicht, was ihr euren kindern damit antut? hier werden doch keine haustiere benannt. eure armen kinder müssen sich jedes mal im kindergarten, in der schule und bei jedem freund erklären, wie sie denn nun genau heißen, und vor allem, wie man ihren namen schreibt. bitte, tut ihnen das nicht an. also bitte nicht:

logan/noorah/fynna/jay-babe/lance/mic/miley-su/elyas/calla/tea/kaylee/yuma/jac/maiky etc.
(ausgewählte zusammenstellung der letzten vier monate, ich habe die namen auf einem zettel in der hosentasche notiert, wann immer mir einer auffiel – ohne druckfehler)

185 Gedanken zu “wilde jagd durch die vornamen

  1. oha… wenn das mal nicht Aussicht auf eine rekordverdächtige Kommentar-Anzahl gibt… 🙂
    Ich persönlich find ja Sindbad-Gripsholm oder Krischan-Guiness sehr verlockend, hab meine Tochter aber Fiona genannt. Zwar auch ein Mode-Name, aber ich hoffe doch nicht so schlimm wie Jaqueline?

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    1. Rainer-Ewald ist auch nicht der Hit. Vor allem nicht wenn die Nachbarin aus vollen Lungen ihren Schwiegersohn ruft das es der ganze Ort hören kann

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  2. Obwohl wir zuhause Englisch sprechen, finde ich diese ganzen sinnbefreiten englischen Möchtegernnamen extrem furchtbar.
    Das hört sich alles so trashig nach Strippern und Zuhältern an. Geht gar nicht!
    Und ganz ehrlich Herrn Dr. Jay-Babe Müller kann ich einfach nicht ernstnehmen.

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  3. Tja… ich bin schon lange dafür, dass man, sobald man 18 ist, einmal die Möglichkeit bekommt, kostenlos den Fehler der Eltern beheben zu dürfen und so den Namen ins Reine zu bringen, bevor er auf der Doktorarbeit steht…
    Ja, das gibt vielleicht kleine innerfamiliäre Konflikte, aber immernoch besser als wenn man das ganze Leben als völlig hirnlos und dumm gilt, nur weil die Eltern zu dämlich waren, um einen echten Namen auszusuchen…

    (Ja, ich wäre noch viel mehr dafür, wenn man nur Namen vergeben dürfte, die auf einer vom Standesamt ausgegebenen Liste vermerkt und vorher geprüft sind… aber natürlich, da sprechen die Grundrechte der Eltern gegen und die Kinderrechte will ja in Deutschland anscheinend eh niemand ins Grundgesetz mit aufnehmen…)

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    1. Naja, eigentlich wäre ich ja auch dafür, wenn man sein Kind nicht irgendwie nennen darf aber so eine Liste ist dann ja schon wieder kritisch, da steht dann sicher nicht immer der Name der Oma aus wer-weiß-wo, nach der die eingewanderten Eltern gerne ihr Kind benennen würden drauf und ein bisschen mehr Abwechslung als so gut preußisch vorgeschrieben werden kann ist ja dann doch ganz gut.
      Aber manche Namen sind wirklich… also ich weiß nicht ob das ein Fall von der Opa aus oben erwähnten Land heißt so war oder ein Versuch einen tollen englischen zu finden, aber ich habe mal einen Jungen getroffen der hieß Boi. Auch so geschrieben^^.

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      1. Boi (auch Boy oder Boyke) ist ein friesischer Vorname und zumindest in Norddeutschland nicht ungewöhnlich.
        Wenn das entsprechende Kind allerdings südlich des Weißwurstäquators seinen Namen angibt, kann ich mir vorstellen, dass seltsame Blicke folgen. Genauso wie bei einem Xaver in Hamburg…

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        1. Ok das beruhigt mich jetzt doch, aber kommt der Name denn vom englischen boy oder hat er noch eine sinnvolle Bedeutung?

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  4. Jetzt mal ernsthaft:
    Glaubt ihr wirklich das in unserer Gesellschaft Kinder mit diesen Namen einen Doktortitel machen können?
    Lance und Logan können ja im englischsprachigen Raum durchaus akzeptiert werden. Wobei das bei Jay-Babe und Tea eher schlecht aussieht.

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  5. Logan – da hat jemand zuviel X-Man geschaut?
    Lance – okee, da gibt es doch den einigermassen bekannten Lance Armstrong, der hat den Namen vielleicht bekannt genug gemacht, dass man etwa weiss, wie schreiben.
    Aber der Rest? Hmmmmmm…..
    Gibt es nicht noch die Möglichkeit einen mittleren Namen zu haben, den man später problemlos statt dem ersten Namen nehmen kann, falls der zu … ausgefallen ist?

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    1. Das Problem daran ist nur: Eltern, die ihrem Kind so einen Namen als ersten Vornamen geben, werden beim zweiten Vornamen nicht ganz plötzlich vernünftig.

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      1. Mir persönlich bekannter Fall: Mutter zeitlebens empört, von ihren Eltern Mercy genannt worden zu sein, möchte es bei ihrer ersten Tochter viel besser machen. Immerhin ist Maxine Philine Salomé nun in einer Klasse mit Thalissa und Melissa-Jessica. Da die drei die einzigen deutsch-deutschen Mädels in der Klasse sind, ist es für die nächsten Jahre zumindest kein Problem.

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    2. Und ich dachte, Logan wäre ein Auto (Marke Dacia)…
      Familie Renaud hat ihr erstes Töchterchen Mégane genannt.
      Das zweite Cléopatre, Rufname Cléo.
      Aber der Sohnemann, der durfte nicht Twingo heißen…

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  6. Wenn die Namen dann wenigstens so ausgesprochen werden, wie sie geschrieben sind (also englische Aussprache).
    Aber wenn man hier in der Schweiz gewöhnt ist, „Aimee“ als französischen Namen auszusprechen, und das Mädchen dann strafend erklärt „Äimi“ zu heissen, muss ich mir schon mal auf die Zunge beissen

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    1. Das mit der Aussprache ist so eine Sache. Dein eigener Name hat seit der Antike seine Aussprache deutlich geändert und heißt neugriechisch nun Irini, obwohl er sich weiterhin genau gleich schreibt. Englisch (was alles andere als das Maß aller Dinge ist!) macht daraus Eirien, Französisch Irähn.
      An meinem Vornamen gibts eigentlich nichts zu deuten, aber die Franzosen, unter denen ich seit einigen Jahren lebe, schaffen es einfach nicht, das m am Ende zu schreiben, und machen regelmäßig ein n daraus. Und einen Nasal, der mir die Fußnägel ringelt.
      Das Kind, das Äimi gerufen werden soll, hätten sie dann wohl besser Amy geschrieben.

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    2. Aber „Amy“ gibt es ja im englisch-sprachigen Raum. Vielleicht wird der Name ja englisch geschrieben, dann macht „Ämi“ wieder Sinn.

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      1. Nö, die Schreibweise war wirklich französisch.
        Ich mag meinen eigenen Namen übrigens sehr, weil er international bekannt ist und abgesehen vom möglichen französischen Akzent kaum je falsch geschrieben wird – ich höre auch auf fast jede Aussprache, da ich als I-re-ne getauft bin, in der Schweiz mit französischer Aussprache aufgewachsen bin und eine englische Schwägerin habe *g*.

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  7. Ich finde es immer grauenhaft, wenn unglaublich ausgefallene Vornamen, gerne aus dem angsächsischen Raum dann mit Nachnamen eher östlichen Ursprungs kombiniert werden.

    Ich sehe Miley-Sue Koslowski geradezu vor mir. Oder Tea Dombrovski.

    Schüttel…..

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  8. Ich muss sagen, dass mir Logan eigentlich ganz gut gefällt.
    Viel schlimmer finde ich Leute, die ihre Kinder heutzutage noch Hubert, Herrmann oder Heinz nennen.

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  9. Jetzt mal eine Lanze für diese Namen: Auch mit völlig „normalen“ Vor- und Nachnamen muss man ständig buchstabieren. Auch mit ausländischen Namen muss man ständig buchstabieren. Ist das wirklich so tragisch, dass man deswegen immer wieder ein Fass aufmachen muss?
    Und was tut man den Kindern denn damit an? Den Kindern im Kindergarten ist es doch völlig schnuppe ob das Kind gegenüber nun Hannah heißt oder Fynna, die haben keine Namenshitlisten der letzten 20 Jahre parat um darüber zu urteilen ob das jetzt ein guter, solider Name ist oder eine Abnormität. Die einzigen, die Augen verdrehen sind vielleicht die Eltern von Hannah und Lukas, während deren Kinder dereinst vielleicht gerade solche Namen wählen werden, die nicht 5 andere in der Klasse hatten.

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  10. elyas ist eine geläufige deutsche schreibweise für den arabischen elias, wenn ich mich nicht irre. finde ich für einen arabischen jungen schön gewählt.
    und tea („deutsch“ gesprochen) als variante zu thea finde ich auch durchaus annehmbar.
    der rest ist tatsächlich recht außergewöhnlich (zumindest zu deutschen nachnamen) und größtenteils nicht wirklich meins. aber ich glaube wie sakasiru, dass ein außergewöhnlicher name nicht immer so störend sein muss, wie man oft denkt. und buchstabieren muss tatsächlich auch fast jeder. und ja, ich kenne auch marvins, kevins und jamees die promovieren.

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      1. im arabischen wird elias aber glaube ich meist nicht dreisilbig bzw. mit i gesprochen. die geläufigste transliteration scheint mir ilyas zu sein. elyas ist mir auch durchaus schon über den weg gelaufen.
        für ein deutschsprachiges kind finde ich elyas auch albern, aber was spricht bei einem arabischen dagegen? es gibt weitaus weniger deutsch-kompatible arabische jungennanmen.

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        1. Elyas die gängige deutsche Transliteration?
          Das sehen aber weder Luthre, Elberfelder, Gute Nachricht, Hoffnung für alle, Einheitsübersetzung, Schlachter, … so – ja, das sind alles unterschiedliche Bibelübertragungen – siehe auch Lukas 4,25 oder 1. Könige 17 (das teilweise in der Schreibweise Elia) http://www.bibleserver.com/start

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      2. Aber Marcus/Markus, Stefanie/Stephanie, Mike/Maik sind nicht erklärungsbedürftig? Und was ist mit GUTEN Nachnamen? „Meier, Schmit, etc.“?

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    1. Ganz genau – Elyas ist der verzweifelte Versuch, einen recht normalen Namen durch Ypsilonisierung wenigstens etwas außergewöhnlich zu machen, damit das Kind auch ja sein Leben lang sagen muss „Elyas mit Y“. Wie auch Fynn.

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  11. thea hiess meine mutter mit vornamen. weil: ihre mutter wollte eine dorothea, aber der familienname war zu lang.

    als ich in der volksschule war, kam die werbung für thea-margarine auf. ich war das margarine-kind,, die „kleine margarine“, der „gesunde kleine brotaufstrich“ , usw.. danke vielmals.

    gerade heute – wo das mit den nachnamen ja nicht mehr so ist wie früher – da sollten vor- und nachnamen zusammenpassen, wenn schon sonst nix. und das kind sollte einen guten grund dafür nennen können, warum es diesen und keinen anderen vornamen bekommen hat. und, für alle fälle, vielleicht sollte das kind auch noch zur wahl einen gängigen vornamen als zweiten bekommen, damit einmal nix sein kann.

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  12. Da kann ich ein Lied davon singen.
    Meine Eltern hatten die „geniale“ Idee mich Lyèce zu nennen.
    Berufsbedingt bin ich „Namensschildträger“ (Krankenpfleger) und wirklich _niemand_ mit dem ich es das erste mal zu tun habe schafft es mich unfallfrei auszusprechen. Meistens kommt so etwas ähnliches wie „Litschi“ dabei heraus.

    Mittlerweile habe ich mich damit allerdings abgefunden und finde es eigentlich ganz witzig wenn mein Gegenüber krampfhaft versucht meinen Namen nicht aussprechen zu müssen (mein Nachname ist ähnlich „unaussprechlich“ in unseren Gefielden).

    Aber immerhin bin ich damit nicht alleine: Ein Kollege von mir heißt „Sepp“ (nein nicht Josef, sondern tätsächlich Sepp). Den spricht zwar jeder richtig aus, aber ist halt mit mitte 20 auch nicht so der Bringer.

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  13. Meine aktuellen Favoriten aus dem weiteren Umfeld sind Finley, Raven (weiblich) und Soraya.

    Unser armes Kind hat einen ganz nomalen, nicht übermäßig seltenen, aber leicht aus der Mode geratenen Vornamen erhalten, der zum Nachnamen passt. Wir sind nicht der Meinung, dass wir die Individualität oder, sagen wir es doch, wie es ist, Besonderheit unseres Kindes durch seinen Vornamen unterstreichen müssen. Die manchmal damit verbundene und im Moment generell sehr verbreiteteTendenz die bildungsbürgerliche Herkunft des Kindes durch einen heute völlig unüblichen, dafür mit 1000jähriger Geschichte versehenen Großeltern-Namen (häufig von ausgesuchter Scheußlichkeit wie der bereits genannte Herrmann) zu dokumentieren (und damit schon von Geburt an ein Distinktionsmerkmal zum niederen Volk zu setzen) finde ich im Übrigen ebenso daneben.
    Aber davon, Eltern eine Liste vor die Nase zu setzen, halte ich auch nichts. Manchmal sind unter den elterlichen Neuerfindungen ja wirklich nette Ergebnisse dabei 😉

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  14. Kinder können (und sind es auch oft) grausam sein. Zudem denke ich mir: ‚das Kind möchte mal seinen Namen schreiben können.‘ Ist bei den vom Kinderdoc genannten nicht so einfach. Meine Kids haben 08/15 Namen bekommen. Die Vornamen passen zum Familiennamen.

    Quirin, Laurent und Vinzenz find ich in der heutigen Zeit auch nicht so prickelnd.

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  15. Meine Güte… wir leben doch alle mit dem einen oder anderen Makel, tragen alle auf die eine oder andere Weise Schaden durch unsere Eltern davon, bzw. schädigen unsere Kinder und überhaupt: ist doch alles Geschmackssache…obwohl…maiky is schon hart…

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  16. Mein Neffe, wird in zwei Monaten 19, hat einen Namen verpasst gekriegt, den ich heute immer noch ab und an falsch schreibe. Ich denke jedesmal angestrengt nach und „plumms“: wieder in die Fettfalle gefallen. Die Töchter zweier meiner Sportkameraden haben so ausgefallene Namen, dass mir immer nur der der Älteren einfällt. Manchmal denke ich, Namensgebung ist eine Art Sportart geworden. Gewinner ist der, der DEN Namen wählt, von dem nun wirklich noch NIEMAND etwas gehört hat.
    Ich habe einen für meine Zeit ebenfalls ausgesprochen seltenen Namen, jedenfalls in Ost-Deutschland. Um Schreibfehler zu vermeiden, haben meine Eltern ihn „eingedeutscht“. Was dann immer dazu führte, dass Leute, die ihn tatsächlich richtig verstanden haben, auch prompt richtig, in meinem Falls also falsch geschrieben haben. Aber die meisten haben sowieso Gerda, Gerti oder Gretchen aus mir gemacht. Und als ich mal mit 17/18 auf einer Party einen netten jungen Mann kennengelernt habe, hat der mich nach einer halben Stunde angeregter Unterhaltung gefragt, wie ich eigentlich wirklich hieße und wie ich zu diesem komischen Spitznamen gekommen wäre………..
    Trotzdem, ich mag meinen Namen.

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  17. Meinen ersten Vornamen hat mein damals acht Jahre alter Bruder aussuchen dürfen. Mit der Begründung, dass ich ihn dann schnell schreiben lernen könnte. Im Nachhinein bin ich ihm sehr dankbar.

    Ich muss zugeben, dass ich generell amerikanische Namen (oder solche, die es werden wollen), hier zu Lande eher unglücklich für Kinder finde. Sicher gibt es da auch Ausnahmen, mir ist aber noch keine untergekommen.
    Der Sohn einer guten Freundin heißt zum Beispiel Jeremy Jason. Tja… ist halt alles Geschmackssache.

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  18. Oh je auf diese Liste würde der Name meines Sohnes wohl auch kommen.
    Ja auch ich finde manche Namenswahl gruselig. Ja es gibt da echt Unterschiede der Namensvergebung. Hartz4 vergibt anders als nen Akademiker.

    Auch wir müssen immer wieder buchstabieren und erklären. Ja das war uns vorher klar. Aber ehrlich. Selbst Doreen wird gern falsch geschrieben. Oder simpelste Nachnamen verunglimpft.

    Unser Sohn liebt seinen Namen, er passt einfach zu diesem Jungen. Wir konnten uns auch auf NIX anderes einigen. Sonst hätte ich den 10000000. Lukas oder Felix.

    Unser Sohn hat auch einen Zweitnamen. Damit er später wählen kann. Tja und Tada.. Erst- Zweit- und Nachname passen so gar nicht zueinander. Aber selbst Nachnamen können sich ändern, sogar beim männlichen Geschlecht.

    Da kann aus einer Silke Müller auch mal später eine Silke Pietrowitsch werden oder aus einem Manuel Schmidt ein Manuel Appicella.

    Und nein wir mußten den Namen unseres Sohnes nicht extra beantragen oder what ever. Das Standesamt hatte so gar keine Probleme bei unserer Namenswahl.

    Klar das ich den Namen nicht verrate?? Da würde ja glei jeder wissen WER wir sind *lach*

    So ein Hugo, Hardy oder Rasmus hat es auch nicht einfacher als ein Lucien, Logan oder Bennett……

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  19. Mehr Verständnis für werdende Eltern bitte. 🙂
    Die meisten stehen unter Zugzwang, weil eben beide ihren Teil beisteuern möchten und sich ja irgendwann mal geeinigt werden sollte.
    Zudem die jeweilige Generation zusätzlich noch gegen Namensgleichheit ankämpfen muss. Wir hatten damals in der Schule 3 Mädels in der Klasse die alle drei den selben Vor- und Nachnamen hatten, was regelmäßig zu Verwirrungen führte bis sich endlich brauchbare Spitznamen etablierten. Die drei waren weder Verwandt noch verschwägert und kamen zufällig aus drei verschiedenen Gegenden, wobei eine von außerhalb kam. Dann ist es noch zusätzlich sinnvoll, das der Vorname auch irgendwo zu dem Nachnamen passt.
    Das lässt dann nicht mehr viel Spielraum um nicht im Einheitsbrei unter zu gehen.
    „MAYERMÜLLERSCHULZ????“

    „Hä?“ „Was?“ „Hier!“

    Insofern, wundern, schmunzeln und hoffen das die nächste Generation es wieder anders macht. 🙂

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  20. Tja diese Namensdiskussionen führen meine Kolleginnen und ich (Säuglingsstation ;-)) !) täglich.
    Wobei in Großstädten ( und in einer solchen arbeite ich) auch noch die Komponente hinzukommt, dass man anhand des Vornamens den sozialen Status und meist auch den Stadtteil, in dem besagtes Kind wohnen muß, erkennen kann.
    Meine stillen Favoriten sind Cindy-Sandy, Jackelien (ja, auch so geschrieben), Damian und Dustin.
    Es gibt bei uns ein rotes Büchlein mit Nameskreationen, das eine Kollegin akribisch führt. Da steht schon ne Menge drin.

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    1. Wow, das sind ja die schärfsten Namenskreationen die ich je gehört habe! Jackelien haut mich echt um. Obwohl, endlich mal konsequent. 😉
      Und Cindy-Sandy ist äh…einfach…äh…grandios.
      Du sitzt echt an der Quelle. 🙂

      Ich habe auch einen sehr seltenen (deutschen) Vornamen, den ich seit über 40 Jahren buchstabieren und erklären muss. Da, wo die heilige Namensträgerin begraben liegt, kennt ihn natürlich jeder. Aber 200 km weiter muss ich wieder buchstabieren.
      Ich mag meinen ungewöhnlichen Namen sehr. Und meine Eltern haben mir in weiser Voraussicht einen Zweitnamen gegeben, falls mir mein erster nicht gefällt.
      Der Name ist aber auch weder lächerlich noch scheint er selbstgebastelt.

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  21. Also, mein Favorit ist immer noch Paul-David. Und ja, deutsch ausgesprochen.
    Elke Emma Erna ist auch nicht prickelnd. Ja, sowas gibts auch!

    Diese Namen aus Kinderdoks Liste sind nicht der Bringer, mein Bobele hat einen Namen der hierzulande selten ist, dafür aber in aller Welt bekannt ist. Egal wo er mal hinkommt, mit beiden seiner Vornamen wird er nirgends ein Problem haben.

    Und das der Vorname zum Nachnamen passen „muss“ ist auch nicht gerade wichtig, denn wie schon einige sagten: Auch beim männlichen Teil der Bevölkerung kann sich der Nachname durch Heirat ändern.

    Achja, und was das mit dem sozialen Status zu tun hat… Lotte Marie ist ja nun auch nicht der Bringer.
    Wenn ich die Wahl hätte zwischen Kaylee und den dem oben genannten Lotte Marie… Ja, es würde Kaylee werden. (Kayleigh wäre einfach zu schwer zu schreiben)

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      1. Hier muss ich mich mo von weiter oben anschließen: Kaylee gehört zu Firefly und eine Assoziation mit Kaylee aus Firefly ist nie was schlechte ;).
        Zur Aussprache kann man im Grunde auch sagen, dass Jason wahrscheinlich sinnvoller ist als irgendein urdeutscher Name, den dann keiner aus anderen Ländern kennt oder aussprechen kann, die Wahrscheinlichkeit irgendwann mal zumindest einen Austausch (meist mit englisch sprachigen Ländern) zu machen ist ja heute durchaus nicht gering.

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        1. Naja, ich finde Firefly (und Kaylee) ja auch sehr nett, aber warum sollte ich mein deshalb Kind nach einem Charakter daraus benennen? (Oder würdest Du einen Sohn dann konsequenterweise auch Jayne nennen?)

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        2. Muss ich natürlich nicht, aber was spräche dagegen? Ist ein freies Land und wenn ich will, kann ich meine Kinder auch Luke und Leia, oder Harry und Ronald oder sonst was nennen, solange die Namen – in meinen Ohren – schön sind. Grundschulfreunde meines Bruders hießen auch Max und Moritz und hatte da keinen sichtlichen Leidensdruck….

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      2. „Sprich das mal deutsch aus“ Warum? Muss ich das? Weil wir in Deutschland sind hat man jeden Namen auch so auszusprechen?
        Nö. Ich nenne mein Kind wie ich will und nicht wie jemand anders meint das man es besser aussprechen kann.

        Und ob Kaylee einen Bruder namens Kyle hat stört auch nur Leute die eben auf Biegen und Brechen alles „deutsch“ aussprechen müssen, am besten noch in diversen Dialekten. Und ich soll dann auf diese Menschen Rücksicht nehmen?
        Josephine Marlene Christina ist doch ein wunderbarer deutscher Name, das Kind hasst ihre Namen trotzdem und zu recht!
        John William Michael dagegen ist mit seinen Namen recht zufrieden, auch hier in Deutschland.

        Und zu denen hier denen die tausendste Lisa lieber ist: Sitzt ihr mal mit 2, 3, 4 anderen Lisas in einer Klasse! Das ist furchtbar! Da wird man durchnummeriert und das bleibt hängen, bis zum Abi wenn man Pech hat. Und mit 18 dann noch vom Lehrer zu hören: „Lisa 2, kommen sie mal an die Tafel“, ohja, dann dankt man seinen Eltern auf Knien für den wunderbaren Namen! *ironie off*

        Kinderdok hat in einem recht: Diese ypsifizierung ist dämlich. Und aus Nora dann eine Noohra zu machen, nur weil es dann „besonders“ ist ist ebenso dämlich.
        Aber so sind die Leute nunmal und ohne solche Wesen hätten wir weniger zu lästern.

        Ach, und nochmal der soziale Status, bzw Wohnviertel: Nur weil der Justin aus dem Problembezirk kommt kann aus ihm ein ganz toller Mann werden!
        Der Malte aus dem Villenviertel dagegen vertickt auf dem Schulhof Drogen und beklaut die Eltern seiner Kumpels.
        Wie war das nochmal mit dem „kein Buch nach seinem Einband“ beurteilen? Vorurteile sind doch was böses, oder hab ich da eine Entwicklung verpasst?

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        1. Und ich würde mich – bzw. mein Kind -immernoch lieber durchnummerieren lassen als dafür zu sorgen, dass es gleich bei der Schulanmeldung in eine Schublade gesteckt wird; „Angelique-Celine, aha….“. Denn: Vorurteile sind zwar böse, bestehen aber im Bezug auf Namen nun mal und wer sein Kind heute Kevin, Dustin, Chestity oder Cheyenne nennt, nimmt freiwillig in Kauf, dass es in eben diese Schublade gesteckt wird. Dann lieber durchnummeriert werden.

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        2. Danke.

          Immer wenn ich sowas höre wie „wir sind schließlich in Deutschland“, rollen sich mir die Zehennägel auf.
          Sich an sowas festzuhalten geht genau in die falsche Richtung, die (schöne) Realität geht in Richtung multikulturelle Länder mit einem Sprachen-mix. Wen interessieren da noch „ländertypische“ Namen?

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        3. Ich hatte in meiner Schulklasse vier Sebastians, aber die wurden nie durchnummeriert. Manchmal wurde der Nachname dazugesagt, aber eher selten. Die vier waren so grundverschieden, da gab es nie Verwechslungen. Und da sie auch nicht beieinander saßen, klappte das mit dem Aufrufen auch mit Blickkontakt und Vorname problemlos.

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  22. @ Lyèce
    Wie um Himmels Willen spricht man das aus? Ich bin grad völlig überfordert.

    Ich reg mich über solche Namen möglichst gar nicht mehr auf. Nützt eh nichts.
    Ich hab nen stinknormalen Namen lateinischen Ursprungs (mein Freund zum Glück auch), den zwar jeder kennt und den die meisten mit y schreiben, weils häufiger vorkommt. Naja.

    Meine Kinder werden demzufolge auch mehr oder weniger stinknormale Vornamen kriegen. Der Grat zwischen vernünftig und trotzdem nicht langweilig ist nun mal sehr schmal.

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      1. @Krupuk

        Ja genau so spricht man es aus, wobei das „ä“ sehr „weich“ gesprochen wird, also fast schon wie ein „a“.

        Zu der seltenheit meines Namens: Stimmt ist selten, aber laut Google gibt es zumindestens noch einen zweiten Vertreter dieses Namens im deutschsprachigen Raum, auch wenn dieser auf das ` verzichtet.

        ps: Ich bin „ungooglebar“, eben weil ich aufgrund der seltenheit meines Namens im Internet normalerweise nicht darunter auftrete. Also quasi eine Premiere beim Kinderdoc. 😉

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  23. Hach ja, genau mein Thema und genau meine Meinung! Und lieber die millionste Lisa, Emma oder Hanna oder den millionsten Paul oder Lukas als Jason Jeremy oder Amy Hope Ruth Adelgunde…

    Meine diesbezüglichen „Favoriten“:

    Keanu und sein Bruder Neo-Brian
    TJ, gesprochen Tiii-Tschäi, Abkürzung für Trishia Jo(e)

    und

    Sean-Steffen.

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  24. Meine Schwester hat für die deutschen auch einen eher ungewöhnlichen Namen. Sie heißt Phyllis Madelaine. Den muss sie natürlich auch immer buchstabieren. Aber wir nennen sie nur beim ersten Namen.
    Meinen Namen muss ich aber auch oft buchstabieren, weil gerne mal mehr L drankommen oder Isabelle..

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  25. Ich musste mich schon sehr amüsieren 🙂

    „Wir“ fünf Kinder meiner Eltern (zwischen zwei und 24 Jahren alt) haben alle mittelmeerraumheimische Namen, drei Lateiner, eine Griechin und eine Hebräerin. Man glaubt es kaum, aber jeder kennt die Namen, jeder kann sie aussprechen und nur mein Name kam mehrmals in der Schule vor. Allerdings müssen wir, mit Slawischem Nachnamen, immer buchstabieren. Ich bin aber froh, dass wir keine slawischen Vornamen haben, sonst wäre das nicht so einfach.

    Ich denke auch, dass es am buchstabieren nicht liegen sollte … eine Sophia muss auch immer sagen, ob sie mit „ph“ oder nordisch mit „f“ geschrieben wird. Zoé ist ein schöner, griechischer Name und ziemlich schnell buchstabiert. Wichtig ist doch „nur“, dass er ernstzunehmend ist. „Keanu-Neo“ kann ich nicht ernst nehmen, beim besten Willen. Eine Felizitas oder einen Levi schon eher. Sind aber auch beides seltene Namen, und man wird sich sicher häufiger der „z-c“ oder „i-y“ Frage stellen müssen.

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  26. Also ich muß sagen, daß ich immer wieder den Kopf schüttel, wenn ich Geburtsanzeigen sehe. Viele Namen dürfte man gar nicht drucken. Da bleibt ja einem schon das Brötchen im Mund stecken. Alles der heutige Knaller war John Finn Schmidt-Hagen. Also dazu fällt mir nichts mehr ein. Und eines muß ich auch noch loswerden und ich möchte jetzt niemanden zu nahe treten, aber die Eltern, die den Kindern am meisten englische Namen geben, kommen eher aus 3. klassigen Verhältnissen. Also wenn ich einen Kevin sehe, weiß ich schon, aus welchen Milieu der entsprungen ist und bis jetzt lag ich immer 100%ig richtig!!

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    1. Hui, DA bin ich aber neugierig, mein Kevin ist gerade draußen im Garten. Und NEIN, er verkauft keine Drogen und raucht auch noch nicht. Zugegeben Akademiker sind wir beide nicht, aber welche Schublade hast Du denn noch für uns?

      Und übrigens kenn ich persönlich KEINEN anderen Kevin, das mag in anderen Gegenden anders sein, aber hier ist der Name eher ungewöhnlich im Gegensatz zu Max(imilian), Leon, Tim, Johanna, Sara(h), Emma, Lena…. Mein Gott, als ob es nix wichtigeres Namen gibt… Auch hier gilt doch einfach nur, über Geschmack lässt sich streiten, oder?

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      1. Das Problem ist, dass gewisse Namen, u.a. auch Kevin, bei der Mehrheit der Bevölkerung gewisse Assoziationen, also Vorurteile, wecken.
        Kevin, Jacqueline, Chantall, etc. sind alles von Haus aus eigentlich schon schöne Namen. Dennoch steckt man da sein Kind in eine Schublade, welches dem Kind ein Leben lang schaden wird.

        Zum Verständnis:
        Das absolute Extrembeispiel bei der Namensnennung ist der Name „Adolf“. Das war VOR 1930 ein durchaus geläufiger Vorname, genau wie damals Xaver oder Josef. Nach 1945 war der Name auf einmal aus verständlichen Gründen komplett weg.
        Aber wenn heute jemand sein Kind so nennen würde, würdest Du ebenfalls gewisse Vorurteile haben, oder?

        Und zur Klarstellung, damit wir uns nicht streiten: Adolf ist nochmal eine ganz andere Kategorie als Kevin. Aber er stellt das Problem ganz gut dar.

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  27. Ich wohne im Schwäbischen. In meiner Nachbarschaft wohnt ein Dustin. Manchmal kommen seine Freunde zu Besuch: „Frau Müller, isch dr Duscht-ihn do?“ „DUSCHT-IHN!!!“
    Obwohl auch in unser rückständiges Dorf schon verschiedenste Fremdsprachen vorgedrungen sind – die älteren Einheimischen haben mit der „korrekten“ Aussprache halt immer noch ihre Schwierigkeiten. Da kommt ein „Robertle“ immer noch besser als ein „Jay-Babe“ (den ich mir grad vorstelle, wie er im Jahre 2085 mitm Rollator versucht über die Straße zu kommen).

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      1. Ja, „Aschdridds“ gibt es hier keine.
        Ist schon weit über vierzig Jahre her, aber bei manchem aberwitzigen Kindsvornamen erinnere ich mich an den hilflosen Gesichtsausdruck meiner Oma, als einer meiner kleinen Cousins den Namen „Torsten“ bekam. „Ich weiß gar net, wie man das sagt.“ Fortan rettete sie sich in „dr Kloine“.

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    1. Mich würde ja mal interessieren, ob diese Art der Namensgebung, also auf Englische, Französische oder sonstwas noch für Namen zu geben, ein rein Deutsches Phänomen ist. Ich habe in Slawischen Ländern nie einen Dieter oder eine Heidrun getroffen, auch in den Baltischen Ländern nicht. Finnland? Nein. Italien? Nein. Hm, wo treib ich mich noch rum? Schottland! Auch da nur Namen, die Schottisch oder Englisch zu sein scheinen, aber da leg ich meine Hand nicht ins Feuer, weil überall versteht man ja die Schotten nicht 😉

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      1. Die Italiener stehen auch total auf fremdländische Namen … am besten mit Buchstaben, die’s im italienischen Alphabet gar nicht gibt, wie W oder J. Die Finnen durften ganz lang nur finnische Namen geben, das hat sich glaube ich erst kürzlich geändert. Und bei den Amis stehen ja allerlei Phantasienamen ganz hoch im Kurs.

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        1. In Amerika werden die Kinder ja auch gerne nach Berufen genannt, so wie Tanner = Gerber. Wundert mich nicht das er seinen 2 Namen Lee bevorzugt.
          Oder eben auch Mary Christmas, irgendwo hier in den Kommentaren ist ein Link dazu. (Das genannte Mary Christmas, sowie Candy Stohr etc. keine Probleme mit ihrem Namen haben und nie hatten kann ich nicht so ganz glauben…)

          „Deutsche“ Namen gibts weltweit, nur ob man sie erkennt ist eher fraglich. Jedenfalls bin ich schon auf eine „Mike“ aus Johannisburg getroffen, die sich zwar Meike schreibt, aber naja. ^^
          Ebenso eine Jona aus Baltimore, die eigentlich Johanna heißt, was aber nichtmal ihre Eltern aussprechen können. Klarer Fall von: Namen mal gehört, gelesen, toll gefunden und Kind so genannt. (Formen wie Jo-Anne und ähnliches lehnt sie vehement ab, auch wenn sie ihren Namen kaum aussprechen kann liebt sie ihn)

          Heute traf ich in der S-Bahn einen Markus Karsten Augustus. Ich glaube das wird ein zukünftiger Amokläufer, jedenfalls wenn seine Mutter weiterhin alle 3 Namen quer durch die Bahn brüllt.
          Söhnchen traf im Freibad eine Malissa Estelle, mit Mama Friederike.

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  28. Schöner Artikel, sehr amüsant. „Lennox“ ist mein aktueller „Lieblingsname“.

    Menschenskinna, warum gibt es eigentlich kein festgelegtes Namesregister?!

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    1. Weil, ob ein Name gut oder schlecht klingt oder ist, Geschmacksache ist und (wurde mir jedenfalls immer so erklärt): Über Geschmäcker gibt’s kein Gemecker!
      Wäre ja auch zu schön wenn jetzt noch vorgeschrieben würde seinen Kindern gut preußische aber auch nicht zu preußische (Hermann…) Namen zu geben. Da hat man dann im Zweifel so viel Auswahl, dass man die Kinder gleich à la Primus, Secundus etc. durchnummerieren kann….

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      1. Na, so war das nicht gemeint. Der Deutlichkeit halber hätte ich wohl einen Zwinkersmiley hinzufügen sollen 😉

        Natürlich darf jeder sein Kind nennen, wie es ihm oder ihr gefällt. Das ist auch gut so. Ich finde jedoch, dass man aber, bei alles Liebe, auch an die Zukunft des Kindes denken sollte.

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  29. Ich dachte, meine Kontaktlinse muss verrutscht sein als ich im Babybett der Säuglingsstation den Namen „Cindy Celine Neumann“ (Nachname leicht abgewandelt) gelesen habe. Cindy Celine.
    Wer muss da nicht an eine überschminkte, pummelige Blondine im pinken Trainingsanzug mit Plastikkrönchen denken? Nicht unbedingt die erste Assoziation die ich mit dem Namen meines Kindes bei anderen wecken möchte – oder etwa doch?

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  30. Es gibt wirklich scheußliche Vornamenskonstruktionen. Aber viele Namen werden auch erst durch die Gesellschaft scheußlich. Englische Namen sind nicht per se die falsche Wahl für das Kind, viele englische Namen sind sogar sehr schön. Es hängt bei jedem Namen davon ab, was man damit assoziiert oder ob man jemand mit gleichen Namen kennt. Ich kenne einen vernünftigen Kevin (Student) und einen vernünftigen Marvin (auch Student). Mein Freund hat einen Namen, den man für englisch halten könnte – aber in der niederländischen Variante klingt er nur gleich.

    Meine Schwester heißt „Ann-Kathrin“, ich bin froh, dass sich meine Eltern dafür entschieden haben, sonst wäre sie die vierte Lisa in ihrer Klasse und die sechste in ihrer Jahrgangsstufe gewesen. Dann doch lieber einen etwas „individuelleren“ Namen. Das muss nicht so eine Scheußlichkeit sein wie Cindy-Celine, aber Selina z.B finde ich schön. Bruce ist auch ein schöner Name (dann würd ich wohl auf den Doppelnamen verzichten). Lotta finde ich z.B. furchtbar, Karl übrigens auch. Und Hartmut und Co. sind auch nicht schön. Mein Vater trägt den Zweitnamen „Goswin“, alter, deutscher Namen. Dennoch auch damals nicht das wahre.

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  31. Hmm, ich mag meinen Vornamen, allerdings muss ich relativ oft auf die richtige Aussprache bestehen. ich heiße Janina, nicht Schanina oder Dschanina! Denn meine Name ist ein polnischer Vorname, auch wenn er in Polen als altmodisch gilt 😀
    Meine Eltern haben mir auch einen zweiten und dritten Vornamen verpasst, allerdings nicht, damit ich mir nachher aussuchen kann, welchen ich nehmen möchte, ich bin ganz altmodisch nach meinen Omas benannt worden, genau wie meine Mutter und mein Vater eben nach seinen Opas. Das stört mich aber weniger und dankbarer Weise (wie auch immer sie das gemacht haben) sind mein zweiter und dritter Vorname auf keiner Schulliste je aufgetaucht, so dass mich auch keiner damit geärgert hat.
    Und da mein Nachname ein eingedeutschter polnischer Nachname ist, muss ich eh immer buchstabieren. Er enthält nämlich ein „ie“ was aber auf Deutsch kurz oder im polnischen eben i-e ausgesprochen wird. Und das verwirrt zumindest meine Dozenten bei der Anwesenheitskontrolle gerne, so dass sie bei meinem Namen immer eine Pause machen oder ihn total verunstalten x)

    Wo ich aber vom Glauben abgefallen bin, war als ich mal auf der Seite einer Säuglinsstation geladet bin und gesehen habe, dass doch tatsächlich jemand seine Tocher Cheyenne Blue nach dem Film Keinohrhasen benannt hat…

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  32. Ich darf meinen Namen auch mit 28Jahren noch immer überall buchstabieren weil es den einfach nicht so oft gibt. Ganz ehrlich bin ich darüber aber auch froh, keinen Modenamen abbekommen zu haben und später die halbe Klasse so heißt.
    Meine Tochter hat einen Namen den ich selbst auch nicht so oft höre aber es ist doch ein normaler Vorname den man auch nicht groß Buchstabieren muss und der 2.te Name passt auch.

    Aber es gibt soooooo viele schreckliche Namen, oder auch Schreibweisen das könnt ich alles gar nicht aufzählen.

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    1. Ich muss meinen Nachnamen auch ständig buchstabieren, obwohl der eigentlich nicht so schwer sein sollte. Eigentlich…
      Rekord war bisher die Schreibweise „Brois“ auf einer Pizzalieferung (dass der überhaupt die Klingel gefunden hat?) Na, wer kommt drauf? Hint: 1 Buchstabe ist richtig!!!
      Deswegen mach ich mir auch weiter keinen Kopf drum, dass meine Söhne zeitlebens ihre Vornamen buchstabieren müssen (zwar seltene Schreibweisen, aber es gibt sie, nix erfundenes!). Dafür können sie erzählen, nach wem sie benannt wurden und haben keine „öh, ja, das war 2007 ganz oben in der Hitliste und der erste Namen, der meiner Mutter ins Auge fiel“-Namen…

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        1. @Pan: Richtisch!!!
          @Wolfram: B-W. Meinst du, ich sprech es falsch aus? Mag aber niemanden anspucken dabei… Da bleib ich lieber beim Buchstabieren 😉

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  33. Naja, aber von komischen schwedischen, deutschen oder amerikanischen Namen abgesehen, drückt sich mir – ganz genau wie bei den offiziellen Listen der beliebtesten Vornamen – ganz arg der Verdacht auf, das sehr viel zensiert wurde.
    Denn wenn ich mich so auf der Straße umsehe, muss nach Cindy und Lennox definitiv Ali und Aishe in der Top Ten auftauchen…

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  34. Ganz schlimm fand ich das mit dem KInd, das man letztens tot gefunden hat. Wer sein Kind Mary-Jane nennt gehört gesteinigt. Da kann man’s ja auch gleich Marihuana nennen.

    Und was da passiert ist ist ganz ganz furchtbar.

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    1. Ääääh, ja genau. Sein Kind nach zwei heiligen zu benennen gehört mit dem Tode bestraft. Und die Eltern meinen damit sicher immer eine Droge. Dass sie den Namen einfach schön fanden, das Kind nach der geliebten Oma benennen wollten oder auch nach Peter Parkers Freundin ist nicht möglich und spielt auch keine Rolle, das „weibliche Karlchen“ findet den Namen ja nicht schön. Jetzt frage doch bitte noch mal wer, warum eine Liste mit erlaubten Namen eine ganz doofe Idee ist….

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        1. Ja und nur das Deutsche ist gut! Ein Deutscher muss einen deutschen Namen haben! Nur Kinder mit deutschem Namen sind gute Deutsche!
          Wollt ihr auch alle den absoluten Deutschen!?
          Dann braucht er auch einen deutschen Namen! Weil er nur dann ein guter Deutscher ist!

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        2. Johanna – wie die meisten „deutschen“ Namen – ist übrigens keineswegs deutsch sondern kommt ursprünglich aus dem Hebräischen für „Gott ist gnädig“. Also your mileage may vary aber ich halte es für ziemlich schwachsinnig darauf zu bestehen, dass ein deutsches Kind auch ja die eingedeutschte Version eines hebräischen Namens verpasst kriegt…. außer natürlich es ist der Plan alle irgendwo anders herkommenden Namen an die deutsche Sprache anzuschließen…

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        3. „mary-jane mueller“ klingt trotzdem scheisse. das hat nichts mit deutsch oder nicht deutsch zu tun, sondern mit passt oder passt nicht.

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        4. Das ist – wie häufiger bereits gesagt – Geschmacksache. Ich finde Mary – Jane Müller hat durchaus eine nette Melodie. Mary und Müller ist ja auch eine Alliteration und wenn es jetzt Mary – Jane Miller aus den USA wäre würde niemand was sagen, vom Wortklang ist der Unterschied marginal. Sie müssen Ihre Kinder ja nicht so nennen, aber urteilen Sie auch nicht so scharf über andere, am Ende urteilen die noch zurück.

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        5. Lange keinen solchen Quatsch mehr gehört, entweder du bist Jahrgang 1930 oder du bist einer dieser tyischen, konservativen, engstirnigen Deutschen, für die sich unsereins im Ausland schämt.

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      1. Das ist mir durchaus bewusst. Den allermeisten Menschen allerdings nicht. Ich habe das auch gestern ergoogeln müssen und verbringe sonst genug Zeit im Internet um solche Sachen mitzukriegen. Und auch mit diesem Wissen wird meine erste Assoziation beim Klang des Namens Mary-Jane eher Spiderman sein als Gras. Wenn das bei Ihnen anders ist sollten Sie sich vielleicht Gedanken machen (Honi soit qui mal y pense.) und nicht anderen Vorschreiben, wie sie ihre Kinder zu nennen haben, damit Sie dabei an nichts böses denken.
        Insgesamt haben Kinder, die in Kreisen aufwachsen, wo dieser Begriff Gang und Gäbe ist und man denken könnte, dass ihre Eltern ihn deshalb gewählt haben, wohl auch ganz andere Probleme.

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      2. Echt? Wusste ich nicht (könnte daran liegen, dass ich noch nie Gras geraucht hab…)

        Ich kenne „Mary-Janes“ nur als Bezeichnung für eine bestimmte Sorte Schuhe (Vorne zu, in der Mitte offen, mit Blockabsatz).

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  35. Leute, Leute… ich habe meinen Kindern auch eher ungewöhnliche Namen gegeben – ich kann ja auch nix dafür, wenn die Auswahl an schönen deutschen Namen fast gegen 0 tendiert.
    Gab es diese Diskussionen auch vor 30 Jahren, als die Sabrinas (englisch), Nicoles (französisch) und Tanjas (russisch) in Mode kamen?

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  36. Ich habe auch schon von einem Frohwalt gelesen. Was haltet ihr davon? Eins muss ich sagen, ich kann mir sowohl einen 3-jährigen Knirps als auch einen 80-jährigen mit dem Namen vorstellen. Trotzdem wäre er nix für mich oder meine Kinder.

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  37. Wir hatten drei Kriterien bei der Namenswahl:

    1. kein religiöser Bezug, da wir beide Atheisten sind
    2. eindeutige Schreibweise
    3. optional: auch in anderen Sprachen halbwegs aussprechbar.
    (und wenn wir ein Mädchen bekommen hätten: 4. kein feminisierter Männername, also nicht Roberta oder Johanna).

    1. und 2. schränken die Auswahl doch deutlich ein. Beim ersten Kind hat’s noch geklappt, aber der Name des zweiten Kindes erfüllt nur noch das 3. Kriterium 🙂 . Als Zweit- und Drittnamen haben beide die Vornamen ihrer Großväter, das ist in meiner Familie so üblich und ich finde diese Tradition schön. Ich verstehe nicht so ganz, was daran furchtbar sein soll, wenn im Kindergarten / Schule / woauchimmer der gleiche Name mehrmals auftaucht. Mein Mann und ich haben auch Allerweltsnamen und fühlen uns trotzdem als Individuen, nicht als „Massenware“.

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  38. oh ja, schönes Thema. Umso schöner, dass man manchmal nicht weiß, ob Hund oder Kind gerufen werden.. („Mila“ wäre so ein Fall).
    In der Liste der fiesen Doppelnamen fehlt noch „Jason-Rolf“ und in der der seltsamen Schreibweisen „Maikel“, „Iwon“ (Übersetzung: Yvonne, schwäbisch ausgesprochen mit gedehntem o) und „Cassedy“

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    1. Ach, wunderschön. Der Maikel ist mir auch als Meikel bekannt. Ich dacht ja zunächst „Ach Gottchen, da kann das Kind im zarten Alter von 11 immer noch nicht seinen Namen schreiben!“…dem war aber nicht so.
      Obwohl ich, wenn ich ehrlich bin, nach einigen Monaten sogar denke: Wenn mir jemand sagen würden, das käme aus dem Niederländischen…dann akzeptiere ich den Namen. Wenn sich da aber auf die Englischen Wurzeln berufen wird, dann schüttelts mich nach wie vor!

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      1. Da ich einen Maik kenne, der seinen Namen aus dem Niederländischen hat, finde ich es gar nicht abwägig, das Meikel/Maikel auch aus dem Niederländischen stammt.
        Und wie ist das erst mit Meike/Maike? 😉 Ich musste meinen dreibuchstabigen, einfachen, weltbekannten Vornamen einer meiner Lehrer übrigens mehrfach buchstabieren, weil er drauf bestand, ihn mit „w“ anstelle mit „v“ zu schreiben.

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        1. Maik ist niederländisch, Maikel hab ich hier noch nie gehört oder gelesen. Aber hier ist das mit der Namensvergabe nochmal ne ganz andere, interessante Geschichte.

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  39. Übrigens GIBT es in Deutschland Beschränkungen bei der Namensvergabe. Die allerdings eben nur besagt, dass man seinem Kind einen Namen geben muss, es aber beispielsweise nicht gegenständlich benennen darf. Wo der Name herkommt, ist in dem Fall egal, aber Sachen wie Apple, Vanilla, Pfefferminza oder Arian Nation (*hust* das wäre in Deutschland sowieso nicht erlaubt, in den USA gibt’s aber ein kleines Mädel, das so heisst) sind nicht erlaubt.

    Ich find meinen Namen super. Ich war viele Jahre die einzige mit dem Namen, die ich kannte, erst Mitte der 90er gab es ein kurzes „Revival“, hatte ich das Gefühl. Man kann ihn nicht falsch aussprechen, er ist zwar ungewöhnlich, aber bekannt, und es war wichtig, dass er in der südamerikanischen Heimat meiner Mutter auch halbwegs normal ist. Als Zweitnamen habe ich einen klassischen (wenn auch wenig verbreiteten) Namen bekommen, auch hier mit der Begründung, dass mir ja Marina irgendwann mal nicht mehr gefallen würde oder ich lieber was Konservativeres hätte oder was auch immer.

    Bei den Schanniens, Schackliens, Schäisons rollen sich mir immer die Fußnägel hoch. Letztens hab ich irgendwas ganz außergewöhnliches gehört, ich komm einfach nicht mehr drauf. Ich musste mich sehr zurückhalten, nicht laut zu lachen, es war ein französischer Jungenname, deutsch ausgesprochen, als schön sauber Buchstabe für Buchstabe.

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    1. Üffes?
      In Frankreich ist eine Marina übrigens ein Bootshafen am Kanal – und wenn man den Namen englisch ausspricht, wird Mareina draus. Ich habe leider noch kaum einen Namen gefunden, der wirklich nicht zu verbiegen war. Außer keltisch…

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        1. Genau das, im englischen wird der auch mit einem „normalen“ i ausgesprochen.
          Und auch in Ländern, in denen Marina einen Yachthafen o.ä. bezeichnet, ist er doch als Name in der einen oder anderen Form fast immer bekannt. Franzosen und Italiener fanden meinen Namen bisher immer total normal.

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        2. Genau das. Marina wird auch im Englischen mit „normalem“ i ausgesprochen.
          Und grade die Länder, in denen Marina auch eine Bezeichnung für einen Yachthafen sind, haben den in der Form oder als Marine durchaus im normalen Namensgebrauch. Da hat mich noch nie jemand komisch angeschaut, das wurde immer als total Normal hingenommen.

          (Komisch, dass die HP immer meinen ersten Beitrag verschluckt, und ich ihn nochmal schreiben muss.)

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    2. Marina ist wirklich schön; vor allem weil mir da ein hübsches „Volkslied“ aus der Heimat meines Vaters einfällt … *sing* „Marina, Marina, Marina, ti voglio più presto sposar …“
      Da ich Hannah Arendt sehr bewundere, hatte ich immer den Plan, eine eitwaige Tochter nach ihr zu benennen. Irgendwie hat sich dann aber der Name „Hannah“ in den 10 Jahren, die ich gebraucht habe, um das Kind zu kriegen, zum beliebtesten Vornamen entwickelt. Naja. Wir sind dann trotzdem dabei geblieben.

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  40. Ich bilde Hunde aus. Bei jeder neuen Welpengruppe, vergleiche ich grob, was gerade auf der Säuglingsstation so benannt wird. Die Trefferquote ist wirklich faszinierend. Ich bin jetzt schon dankbar, wenn die Aimee/Amy, Lennox, Jason, Frieda, Hilde oder Hermann Welle wieder abnimmt…..

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  41. Auch mit einem scheinbar „normalen“ Namen kann man gestraft sein.
    Ich fande meinen Namen Kerstin noch nie schön und durfte meine ganze Schul- und Studienzeit jedem erklären, dass ich nicht Kirsten, Kristin oder Kersten heiße. Danach hat das Verwechseln interessanter Weise nachgelassen. Statt dessen bekomme ich, seitdem ich in Rostock wohne, immer ein nettes „Wieso heißt du Kerstin? Das ist doch ein Ost-Name und du bist aus dem Westen.“ zuhören.
    Und während meiner zwei Jahre im Ami-Land bin ich als Kööörstin durch die Gegend gelaufen. Aahhrg!

    Ich habe zumindest beschlossen, dass meine Kinder zwei Namen bekommen, damit sie, wenn ihnen ein Name nicht passt ausweichen können.

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  42. Ich weiss nicht.. einerseits fluche ich regelmaessig auf meine Eltern, weil sowohl mein erster Name (Markus) als auch mein zweiter (Florian) in der Firma schon allein in unserem Buero (~30 Mann) mehrere Kollisionen haben..
    andererseits bin ich ganz froh, dass sie mir weder in traditioneller Familienprogression einen Bartholomaeus oder Xaver angehaengt, noch in moderner Fremdsprecherei einen Kevin oder sowas verpasst haben.

    Ich bin ja sehr fuer Meinungs/Entscheidungs/whateverfreiheit.. aber ich finde, dass das Einwohneramt einen Namen fuer einen Neugeborenen nur akzeptieren sollte, wenn beide Eltern ihn fehlerfrei aussprechen koennen. Vor sowas wie dem Ueffes oder Schantalle muessen die Kinder einfach geschuetzt werden.

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    1. Es gibt mittlerweile so viele Jackelines, dass man eigentlich schon sagen kann, dass es da eine Wandlung des Namens gab und Jaqueline und Jackeline in etwa so zueinander stehen wie Marie und Maria. Ich finde weder die eine noch die andere Version allzu melodisch und wohlklingend aber mei, soll jeder für sich entscheiden. Dabei und bei „den Kevins“ etc. ist ja auch eher die soziale Konnotation das Problem, der Name selber ist wie jeder Name – Geschmacksache.
      Und wenn man nur „richtig“ ausgesprochene Namen zulässt, muss man shon überlegen, was denn nun wieder „richtig“ ist, ich habe mir z.B. sagen lassen, dass Deutsche den Namen Nadja einfach immer falsch aussprechen. Eben mit einem deutschne j. Der Name ist russisch da ist das wohl ein „weiches j“ (ich habe es versucht es ist wirklich schwer/ ungewohnt das richtig zu sprechen). Also: Nadja darf nicht mehr sein! Für mehr deutschen Einheitsbrei!

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      1. hallo,

        noch schreiben sich jaCques und jaCqueline mit zeh vor dem kuh. wahrscheinlich nicht mehr lang, in den abspannen der fernsehserien und in eingeblendeten unterzeilen im fernsehen hat sich schon die schreibweise ohne zeh eingebuergert….

        beste gruesse

        h.

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  43. Hach, schön hier so viele Namensvorschläge zu bekommen. Junior Nr. 2 ist unterwegs und wir könnnen uns auf keinen Namen einigen. Unser 1. heisst Philipp. Muss zwar auch immer buchstabiert werden, aber wir wollten zumindest von der Aussprache einen halbwegs internationalen Namen. Ich finde einige Jungennamen schön die auf „s“ enden, aber damit so gar nicht zum Nachnamen passen. Aber fündig bin ich hier auch noch nicht geworden 😉

    Mein absolutes No-Go ist ein Mädchen mit dem Namen Prudence Electra Melody plus sehr deutsch klingendem Nachnamen.

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  44. Wer denkt denn, dass Noorah und Nora zwei verschiedene Namen sind? Oder merkt nicht, dass man seinen Sohn zwar Maiky rufen, aber trotzdem Michael schreiben kann? Was ja den Vorteil hätte, dass der Junge seinen Namen auch noch im biblischen Alter von 3+ verwenden könnte…
    Kind ist man wenige Jahre, Erwachsener meistens mehrere Jahrzehnte. Wenn man nicht genau weiß, dass der Nachwuchs den fünften Geburtstag nicht mehr erleben wird, sollte man diesen Aspekt vielleicht bei der Namenswahl miteinbeziehen.

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  45. Ich geb dir im Prinzip ja Recht. Aber bitte was hast du gegen Logan? Das ist ein absolut gängiger englischer Vorname *verwundertbin*

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    1. Gegen den Namen an sich ist überhaupt nix einzuwenden. Bei kleinen Engländern, Amerikanern oder sonstwie dem englischsprachigen Raum entstammenden Menschen finde ich Logan, genau wie Kevin, Justin, Sean und ähnliches auch völlig ok.

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      1. Und warum dürfen deutsche Eltern ihr Kind nicht genauso frei benennen wie angelsächsische? Was verpflichtet mich dazu später meine nKindern deutsche Namen zu geben? So wie ich aussehe, werden die so oder so nicht blond und blauäugig. Aber am besten wir verbieten einfach alles aus diesen pösen anderen Ländern, das verdirbt nur unsere guten deutschen Kinder.
        Ehrlich: Wieso? Unsere Welt ist so groß und so bunt, wieso wollen so viele sich geistig auf einen so kleinen Teil davon beschränken, anstatt sich einfach ein bisschen hier und dort raus zu suchen? Wieso soll ein deutsches Kind einen deutschen Namen haben? Darf ein deutsches Kind auch nur deutschen Sauerbraten essen und deutsche „Tintenwelt“ lesen, oder sind auch Paella und Harry Potter ok?

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        1. Nur mein persönlicher Geschmack, ich mag es einfach, wenn man einem Namen ein wenig anhören kann, aus welcher Ecke der Welt jemand stammt. Bin auch immer wieder so naiv, nachzufragen, wenn mir derartige Kevinismusnamen unterkommen, z.B. neulich bei der Arbeitskollegin meines Liebsten, die ihren kleinen Sean dabei hatte, ob es da irgendwelche verwandschaftlichen Bindungen in den angelsächsischen Sprachraum gäbe. Obwohl ich mir bei der Dame eigentlich schon hätte denken können, das dem nicht so ist. (Ja, Klischee. Vom allerfeinsten.)
          Ich finde selbst auch so einige englischsprachige oder französischsprachige oder auch skandinavische Namen ganz wunderschön, würde meine Kinder aber niemals so nennen, es sei denn (Ausname, ja, auch die gibts), es würde uns bis dahin mit unserem kompletten Lebensmittelpunkt in den entsprechenden Sprachraum verschlagen.
          Harry Potter mag ich sehr. Liegt auch gerade mal wieder auf meinem Nachttisch. Und außer der Story mag ich auch, das man dem Namen Harry wie auch dem seines Freundes Ron (Ronald) direkt anhört, das es sich um Engländer handelt. 🙂

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        2. Genau! Am besten wir verpflichten jeden dazu die Flagge seines Heimatlandes auf jedes Kleidungsstück zu nähen! Dann sieht man wenigstens direkt mit was man’s zu tun hat, braucht man das Pack nicht mal ansprechen und fragen…. Ja nee is super…..
          Wenn man persönlich den Klang z.B. von englischen Namen nicht mag, ok, braucht man ja auch niemanden so zu nennen, aber anderen vorschreiben zu wollen was sie machen sollen ist schon ziemlich dreist, besonders wenn man es dann noch an der Nationalität fest macht.
          Ich weiß auch gar nicht wo für es so wichtig sein soll, immer zu wissen wo jemand her kommt? Wenn es kulturell oder im täglichen Umgang eine Rolle spielt merkt man das eh, wenn nicht dann kriegt man’s nebenbei mit, wenn man sich mit demjenigen unterhält und wenn es weder wichtig für die Kommunikation etc. ist noch so im Gespräch auftaucht, dann ist es auch vollkommen egal.

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        3. Achgottchen! Wir interpretieren aber auch überall nur genau das rein, was uns ins Weltbild passt und sonst gar nix, gell?

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        4. Was für einen Vorteil hat es denn für Sie immer gleich zu wissen, wo jemand herkommt? Und woher nehmen Sie sich das Recht über Menschen zu urteilen, denen das egal ist und die einfach einen Namen wählen den sie selber schön finden?

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        5. Ich persönlich finde fremdsprachige Namen immer genau dann affig, wenn
          a) die Eltern beide urdeutsch und nie aus ihrem Kaff rausgekommen sind und
          b) es von dem Namen auch eine deutsche Form gibt.
          Dann ist es nämlich kein Name, sondern eine merkwürdig neurotische Form der Selbstverwirklichung-by-proxy, die das Kind dann ausbaden muss.

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        6. Das heißt also, wenn es nach dir ginge müßte aus einem William dann gefälligst ein Wilhelm werden, aus der beliebten Jaqueline eine Jakobine?
          Warum nennst du dich dann bitte „tibia“ und nicht Schienbein? Inkonsequent schon bei dir selber.

          Wie gut das es, zumindest bei mir hier, nicht nach dir geht. Sonst wäre mein Sohn nämlich sehr unglücklich mit seinem Namen, der eine englische Variante von einem sehr alten deutschen Vornamen ist. So aber ist er zufrieden mit der englischen Variante.

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  46. wir hatten ein ähnliches problem:
    1. kurzer name
    2. leicht zu schreiben und auszusprechen
    3. möglichst mit m
    4. passend zum (sehr norddeutschen) nachnamen
    5. auch als erwachsener nicht ganz peinlich.
    haben uns dann für einen einsilbigen vornamen aus dem nordischen raum, der mit m beginnt und zumindest im norden nicht ganz ungewöhnlich ist, entschieden – und prompt wird da ein -i (als „verniedlichung“) drangehängt, er wird anders geschrieben, und und und
    naja, er hat auch noch 3 weitere vornamen – einen ganz normalen deutschen vornamen (falls ihm sein 1. name irgendwann nicht mehr gefällt) und die vornamen der beiden urgroßväter. wir werden aber auch darauf achten, dass nur der 1. wirklich immer genannt wird – hänseleien sind heutzutage IMMER möglich…
    ich würde ja auch was zu den mir und meinen beiden schwestern verpassten namen sagen, aber DAS würde zu einfach zu uns führen. 😉

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    1. Was genau verstehst Du nicht an der Aussage „ich persönlich finde es affig“? Ja, sorry, ist nun mal so, dass ich bei einem William Maurice Hinterhueber aus Breitenstein das Grinsen unterdrücken muss.

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  47. Aber selbst mit einem „normalen“ Namen kann man Pech haben. Wir haben unseren Sohn Axel genannt. Kurze Zeit später gab es eine Werbung für Frischmilch mit einem Rind in Hosen mit dem Namen Axel (ist schon lange her). Ab da hieß mein Sohn im Kindergarten und in der Grundschule nur noch Frischmilch. Gott sei Dank verschwand dann die Werbung.

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    1. Oh ja, „Trink ein Glas Frischmilch jeden Tag“ – den Slogan werde ich nie vergessen… Als ich Kind war hatten wir ein Glas mit der Kuh und dem Slogan. Allerdings haben meine Geschwister und ich keine Milch trinken können…

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  48. MIr kommt diese Diskussion genauso vor, wie die ü60-generation, die sich immer über die zunehmende anglisierung unserer sprache beschwert. sprache ist immer einem wandel unterzogen, früher warens französische nun sind es englische begriffe, die unsere sprache unterwandern. auch die namen unterliegen natürlihc einem wandel.mir persönlich ist es völlig egal, wie andere leute ihre kinder nennen, ob sie mir gefallen oder nicht ist völlig unerheblich. den kindern ist es meist genauso egal und wenn sie jemand ärgen wollen, dann finden sie einen grund, unabhängig vom nachnamen.

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  49. Okay, manche Namen tun echt „weh“, aber manchmal hilft auch ein „gutbürgerlicher“ Name nichts……….. meine Eltern haben mir als 3. Vornamen „Hertha“ verpasst………. was meint ihr, was ich in den 80ern in der Schule einen Spießrutenlauf durchmachen durfte, als meine Klassenkameraden das zufällig mal rausfanden?! Hertha-Fleischwursch, Hertha-BSC (oder wie der Verein heißt)…. nee nee, auch bei „normalen Namen“ kann man verdammt falsch liegen, weil man nie im Vorfeld weiß, wie sich die Namens-Mode entwickelt *seufz*

    P.S.: Meine Anfrage beim Amt hatte leider ergeben, dass ich Hertha nicht aus meiner Urkunde löschen lassen konnte

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  50. ich hätte aus meiner beruflichen praxis noch einen sven-wolfgang zu bieten..und das aus der alterskategorie U10 😉 wird hier auch gerne zu Zwännie gemacht…

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  51. höhöhö, solche themen liebe ich ja. ich studiere hier immer die geburtsanzeigen und da kann man manchmal echt nur den kopf schüttel.
    meine favoriten sind dabei meikel meier (ob das kind an halloween mal besuch kriegen wird?), pippi-lotta (ja, der name stand tatsächlich bei den geburtsanzeigen der hiesigen klinik) und jugien. bei letzterem bin ich immer von einem schreibfehler ausgegangen und dachte, das kind heißt wenigstens julien, aber nein, jugien stimmt, ich bin dem kind in echt begegnet und es spricht sich judschiiiien *andenkopfschlag*

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        1. Ja, der Hugh ist Dank Hugh Heffner und Mr Grant ja eindeutig auszusprechen. Aber der Jean? Der verkäme wahrscheinlich eher zu einem „Schoa“, jedenfalls war das in meiner Schulzeit so. Nicht ganz eindeutig.

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        2. Gerade „Hugh“ kann doch kaum jemand richtig aussprechen … hört sich doch bei den meisten genau an wie „you“. Oder Graham … auch so ein unaussprechlicher Name.

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        3. Wow, innerhalb einer Silbe von englisch zu französisch wechseln hinterlässt bei mir einen Knoten im Gaumen… Jeans sollten doch auch eingefleischten deutschen Traditionalisten so vertraut sein, dass sie das fehlerfrei aussprechen, und der Hugh gibt doch auch einen Hinweis auf den erwünschten fremdländischen Zungenschlag. Jedenfalls würd ich den Namen als Hugh-Jean am ehesten sofort richtig aussprechen, Eugene etwas unsicher, und bei Jugien läg ich völlig daneben. In welcher Sprache wird denn das J wie im deutschen gesprochen, aber das g wie dsch? Italienisch? Wie gehen die mit einem „ie“ um?

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  52. Was ich (ist mir grad zu dem Thema noch eingefallen) im Übrigen auch total albern finde, ist dieser Trend oder auch diese unter jungen Eltern weitverbreitete Ansicht, die Namen der Geschwister müssten unbedingt ganz toll zusammenpassen. Sei es in der Kevinismusfraktion oder in der gutbürgerliche-Jahrhundertwende-Namen-Gruppe.
    Ich meine, wer außer den Kessler-Zwillingen, Hanni und Nanni und den Jakob-Sisters wird denn sein Leben lang in einem Atemzug mit seinen Geschwistern genannt?

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    1. Nun, die Frage müßte heißen: „Wer nennt beide Namen sein Leben lang in einem Atemzug?“ Die Eltern und Namensgeber doch wohl. Also nennen sie Ihre Kinder/Zwillinge Bill und Bob… 😉 Total nachvollziehbar!

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    2. Na, wenn man seine Kinder Marvin, Manfred und Malte nennt wissen doch alle anderen gar nicht, in welche Schublade sie die Familie packen sollen 😉

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  53. Seit wir in Berlin wohnen, muss ich immer wieder erwähnen, dass man den Namen meines Sohnes deutsch ausspricht, zum Beispiel beim Arzt. Wir sind in Deutschland, das Kind ist deutsch, wieso sollte der Name englisch sein? Nur, weil es ihn im englischen auch gibt? In meiner sudwestdeutschen Heimat dagegen wurde nicht einmal der englische Name ausgesprochen…

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  54. Ein Name, bei dem ich auch immer wieder grinsen Könnte: Leon-Joelle!

    Es ist ein Junge, und er wird wirklich so geschrieben, es steht am Fach im Kindergarten und die Eltern haben ihn so in das „Freundebuch“ geschrieben.

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  55. Ich steuer auch noch was bei: Ich kenne eine mittlerweile erwachsene Person namens „Blasius“. Die Eltern sind streng religiös und hatten das sicher gut gemeint.
    Für so einen Namen wirst Du allerdings in der Grundschule geschlagen.

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      1. Die Kicherkinder finde ich da nicht mal so schlimm. Aber Du hast in jeder Klasse, und auf jedem Schulhof ein paar Schlägertypen. Und da hat man einfach mit „Blasius“ von Haus aus verloren.

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        1. jo. genauso ein persönliches statement wie das meine hier oder die aller kommentare. logisch ist die namensgebung eine kulturelle und logisch denken amerikaner immer, sie seien freidenkender als wir korrekten deutschen. aber mir kann kein mensch erzählen, dass auch auf amerikanischen schulhöfen nicht gemobbt oder gehänselt wird, nicht zuletzt wegen zweifelhafter vornamen.

          man kann dem schon vorbeugen.

          rolls royce hat damals auch den markennamen „silver mist“ nicht in deutschland eingeführt – aus verständlichen gründen.

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        2. Oder Mitsubishi: Der Pajero heisst in spanischsprechenden Ländern auch Montero, da pajero dort ein vulgäres Schimpfwort ist.

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  56. Hm, mein Mann hatte mal einen Kollegen namens „Logan“.
    Ich mein der war aus Sri Lanka (oder der Gegend).
    Meine Meinung : wenn die Eltern oder 1 Elternteil aus einem Land kommt, warum dann nicht ein Vornamen aus demselben?
    Wir haben hier im Dorf auch eine Familie die ihren beiden Töchtern höchst südländische Namen gegeben haben und den Nachnamen „Friedel“ tragen müssen.
    Find ich auch schrecklich.

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  57. Gestern hab ich die Namen Quislane und Pepe Peters in den Geburtsanzeigen gefunden. Gerade bei letzterem denkt doch später jeder, derjenige hätte ein Sprachproblem.

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  58. Gabs doch mal den Fall – wo ich in einem Kommentar den Namen Phyllis gelesen hatte – dass Eltern ihrer Tochter einen Doppelnamen geben wollten, 1. Name der skandinavische Name Siv, und mit Bindestrich den 2. Vornamen: Phyllis. Siv-Phyllis. Wurde abgelehnt. Obs jetzt wahr ist oder nur eine Gerücht, weiß ich nicht genau, meine Freundin hatte es mir vor ein paar Jahren mal erzählt. Und dann habe ich tatsächlich jemanden kennen gelernt, die Phyllis hieß und die Geschichte ging mir nicht mehr aus dem Kopf 😉

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  59. Also mein Sohn heißt ja immernoch Malte *g* Allerdings wohnen wir auch im Norden Deutschlands. Das es ein Kevinistischer Name ist, ist mir erst im Internet begegnet.
    Achja der kleine Bruder trägt ebenfalls einen eher norddeutschen Namen.
    Wir, die Eltern, haben beide studiert, beziehen kein Hartz IV und leben in einer guten Wohngegend.
    Allerdings laufen hier viele kleine Pelle, Lasse, Jonas, Merle, Ne(e)le usw herum. Damit fallen meine Kinder nicht aus dem Muster.
    Was anderes wäre es würden wir mit Nils und Björn in Bayern leben. Das wäre wie der Alois in Hamburg einfach etwas grotesk. Obwohl es sich bei den Namen um eher normale und auch schon ältere handelt.

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    1. Seit wann ist Malte kevinistisch? Malte ist, genauso wie Sören und Torben leicht öko/antiautoritär-angehaucht, aber durchaus gängig und ein ganz normaler Name in Norddeutschland. Bitte bei den korrekten Schubladen bleiben, gell ;-)?

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  60. Mein Favorit ist übrigens „Dönges“ (gibt es auch als „Dünges“) und stammt wohl aus dem Rheinischen. AUA!

    Meine Tochter heißt einfach nach ihrer Ururoma. Ganz einfach weil uns beim Blättern in den zahllosen Namensbüchern einfach nichts gefiel und uns die Auswahl auch überforderte – und oft auch erschreckte (SO kann man heißen. Ne, oder?). Den Zweitnamen haben wir genau so gewählt: Ahnentafel angeguckt, schön gefunden, gut. Seit ich 14 war, wollte ich meine eventuelle zukünftige Tochter eigentlich Lili Sophie nennen – dann wurde Sophie plötzlich Mode(zweit)name und es tauchte eine gewisse Lillifee auf. Dumm gelaufen. Ein Junge hätte nach einem Uropa übrigens Emil geheißen. Da gibt’s nichts zu erklären und zu deuteln. Abkürzen kann man den auch nicht. Den Mädchennamen kann man zwar verniedlichen, aber das klingt in der gängigen Form nicht so gemein.

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    1. Genauso (Ahnenbücher) haben wir es auch gemacht, um eine Vorauswahl zu treffen. Unsere Tochter bekam dann einen zweiten Namen, der sich auf ihren Geburtsort bezieht (aber nix Exotisches, sondern schlicht und ohne Nachfrage schreibbar).
      Bei Sohnemann kamen wir in der Endauswahl auf einen wenig gängigen alten deutschen Namen, weil unser Nachname regional sehr häufig ist (im Geburtsort meines Mannes reichen Name, Vorname und Geburtsjahr nicht sicher zur Identifikation aus). Als zweiten Vornamen wählten wir einen kurzen, der einfach auszusprechen ist. Paul.
      Bemerkenswerterweise wurden wir von vielen älteren Verwandten besorgt angesprochen, wie wir unserem Kind denn einen sooo altmodischen Namen zumuten konnten.
      Das war zu Beginn der Paul-Modewelle und wenn ich Paule rufe, kommt ein ganzer Schwung frecher Jungs angerannt..
      Manchmal steckt man halt nicht drin.

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  61. also, mal davon abgesehn was ich von solchen namen halte…. ich werde ständig, ständig, wirklich ständig gefragt: elisabeth? schreibt man das mit th? JA GOTT VERDAMMT NOCHMAL ICH HAB NOCH NIE DIE VERSION MIT TT ODER OHNE H GESEHEN. *gnarf* also auch nachfragen bei absolut normalen namen……

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    1. Doch, doch, gibt es ohne „h“. In Skandinavien die gängige Schreibweise, und in Jostein Gaarders Weihnachtsbuch verewigt … gefragt wird man ständig. Werde als „Maria“ auch immer wieder nach „Marie“ oder „Maria“ gefragt. Trotzdem mag ich den Namen; gerade wegen meines undeutschen Nachnamens. Kann man überall auf der Welt aussprechen und keiner weiß anhand vom Namen, wo ich herkomme. Auch schön.

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  62. Mein Favorit war im letzten Jahr Rihanna-Aaliyah (mit Bindestrich) und der kleine 6-jährige, der mich auf die Frage, ob man seinen Namen Nathan eben deutsch Nathan oder mit der englischen Version ausspricht, völlig entrüstet anstarrte und brüllte: „Nehein! Das heißt Neissen!“

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  63. Mein persönlicher Kevinismus-Favorit ist ein Beweis für die unschlagbare Dummheit der Mama.
    Ich rief den Patienten auf: „Mickel Blabla bitte ins grüne Zimmer!“
    Wie ich dachte, hatte ich den Namen korrekt ausgesprochen. „Mik-kel“. Die Mutter aber ging wie eine Furie auf mich los. „Das heißt Mai-kell!“

    ???

    Ich war meiner Sache so sicher und bin es immer noch. Dieser Name ist kein englischer/us-amerikanischer. Nach meinen Informationen stammt er aus dem skandinavischen Sprachraum und wird Mik-kel ausgesprochen. Ein Native Speaker aus Great Britain hat es mir inzwischen nochmals bestätigt.

    Mama Blabla hingegend erklärte im Vorbeirauschen schnaubend, dass ich so was von hinter dem Mond sei, da ich ja noch nicht mal Michael Jackson kennen würde…

    Inzwischen ist Mama Blabla ambitionierte Ärztehopperin (wenn sie überhaupt zu diesen unwissenden Banausen hingeht?). Ich bin froh, dass sie nicht mehr kommt, aber um Klein-Mik-kel tut’s mir ehrlich leid. Er wird das Klischee eines von Kevinismus betroffenen Kindes voll erfüllen, denn Mama wird ihm keine Chance geben.

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  64. Ob ich meinen eigenen Kindern namenstechnisch eine echte Chance gegeben habe, weiß ich (noch) nicht, weil wir uns für alte deutsche Namen entschieden haben. Immerhin habe ich ihnen den Bindestrich erspart. Namensrechtlich macht dieses kleine Strichlein nämlich aus zwei Namen EINEN.

    Aus Klaus und Peter wird so ein KlausPeter, der nicht getrennt werden kann. Meine Kinder können wenigstens aus zwei Namen das kleinere Übel wählen.
    Bisher sind sie aber mit beiden zufrieden, was sicherlich auch an unserem Vorbild liegt.

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