Und wieder ein Witz weniger

Mit was konnte man jeden Studenten an den Rand der Verzweiflung bringen?
Welche sinnlose Aufgabe amüsierte eine ganze Kinderklinik, weil der Arme von Station zu Station geschickt wurde?
Welcher verzweifelte Ausruf des Oberarztes ist in aller Zukunft nicht mehr möglich?

„Hol´ mir mal das Venensuchgerät!“

Was haben wir gelacht.
Nun aber, bitterernst, die Medizintechnik hat es geschafft – hier ist es:

Venensuchgerät

Wer es kaufen möchte – just for fun, oder weil die Hände so sehr zittern, dass Du keine Vene mehr findest oder einfach, weil Du kein Kinderarzt bist: Take a look. Die Großversion kostet nochmal 200 Ocken mehr.

35 Einträge zu „Und wieder ein Witz weniger

    • 2.LJ: Kleinirgendeine lernt seit 1 Woche Viggo’s legen und ist laut Kollegen „ein Naturtalent“. Irgendeine wird losgeschickt, bei einem stark adipösen Pat. einen Zugang zu legen. Voller Motivation versuchte ich mein Glück. 3 Mal kein Treffer, die Enttäuschung ist groß.
      Krankenpfleger versuchte es 2 Mal, kein Erfolg. Assistenzarzt, 3 Mal, kein Erfolg. Oberarzt 3 Mal, kein Erfolg. Anästhesiepfleger, 4 Mal, kein Erfolg. Chefarzt Anästhesie, nach 4 Versuchen endlich einen blauen Zugang in einer Bauchvene.
      Ein bisschen erleichtert, dass nicht nur ich die Vene nicht getroffen hatte, war ich dann doch.
      Ich noch keinen Zugang so gut verpflastert, wie diesen!

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  • Ich dachte auch erst mal WTF… dann habe ich überlegt, ob ich das bisher nützlich gefunden hätte… ich glaub nicht… Ich hatte bisher einmal die „Peinlichkeit“ bei der Anästhesie anrufen zu müssen (zu leider nicht mehr ganz humaner Uhrzeit), bei eher dringendem Wunsch nach i.v.-Zugang (und nach 30min Klopfen und Tasten hat der Anästhesist beschlossen, dass die Patientin einen ZVK bekommt)… ich habe irgendwie meine Zweifel daran, dass dieses Gerät eine brauchbare Vene aufgespürt hätte… aber die Patientin wäre definitiv die 1A Testpatientin, ob das Ding was taugt

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    • Ach ja… da fällt mir noch ein, dass die Patientin am Ende sage und schreibe 1x gestochen wurde (ZVK); denn der Venenstatus war so katastrophal, dass (in der Reihenfolge) die Ambulanzschwester, der alteingesessene Ambulanzpfleger, ich (junge Assistenzärztin – was soll ich da finden, wenns der alteingesessene Pfleger nicht schafft) und der Anästhesist (schon länger dabei) nach längerem Venenbeschwören unverrichteter Punktion abgezogen sind…

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  • 450 € für ein paar im Halbkreis angeordnete LEDs ???
    Seiten-Transillumination…. lol
    Das Ding kostet doch keine 1,50 € in der Herstellung.

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  • Hachja… Und wenn es nur der Beruhigung der Patienten dient :D.
    Ich treibe Ärzte und Arzthelfer regelmäßig in den Wahnsinn, wenn mir mal Blut abgenommen wird. Meine verstecken sich gerne und rollen dann weg. So wurde es mir zumindest gesagt. Nicht nur von einer Person. Deswegen meide ich mittlerweile leider das Blutspenden, denn hinterher habe ich zu 99% einen riesen Bluterguss im Ellenbogen, weil entweder durchstochen wurde oder gesucht werden musste.
    So sehr unsere Familie das Blutspenden unterstützt, für mich ist es purer Stress. Leider.

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        • Die meisten machen den Fehler, dass sie sich nicht genug Zeit lassen. Da wird das Stauband drumgeworfen und sofort gestochen, statt sich das erstmal in Ruhe anzugucken. Dann erinnert man sich dran, dass man da was straffen muss und zieht in irgend eine Richtung. Und wenn zusgestochen wird wird irgendwie das Ding da rein gehämmert.
          In den letzten Jahren durfte ich einige Personen fürs Punktieren schulen bzw. konnte Kollegen dabei beobachten. Was manche da abliefern, da kommt einem das Kotzen. Und das betrifft Pflegekräfte und Ärzte.

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        • Mir wurde von einer Ärztin gesagt, die das letztendlich recht gut machte, eben weil sie sich Zeit ließ (auch wenn mich das dann immer nervöser macht), dass es echt nicht einfach wäre bei mir, da die tief lägen und schlecht zu treffen wären.
          Ich beneide meine Brüder. Die pumpen drei mal und selbst ich hab das Gefühl, dass ich da treffen würde. 😀
          Mein schlimmstes Erlebnis war mit 13 Jahren. Einlieferung ins Krankenhaus, wegen anhaltendem Schwindelgefühl, Unwohlsein. Großes Blutbild angeordnet, aber bis die Ärztin endlich traf, pulte (!auaaa!!) sie mir in beiden Armbeugen und auf beiden Händen rum, bis sie links endlich traf. Eine Stunde und eine Menge unterdrückter Tränen später! Seitdem gruselt es mich echt davor ^^

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        • Die Orthopädin, die mich damals auf der septischen Station eingearbeitet hat, sagte auch, daß sie den Pateinten einfach sagen, daß sie „Rollvenen“ hätten, wenn sie nicht getroffen hätten. Ich hatte den Eindruck, das ist so ein ärgerlicherweise künstlich erzeugter Mythos. Mit richtiger Punktionstechnik rollt da in der Tat fast nie etwas, und ich konnte bislang alle „Rollvenenpatienten“ überraschen… ich hatte bislang auch immer Glück mit der Methode stauen – fühlen – dann entscheiden, wo gestochen wird, und wenn es an der hinteren(unteren) Seite des Unterarms ist. Zu viele verlassen sich aufs rein Sichtbare, und da steckt oft leider nichts dahinter.
          „Reingefallen“ bin ich selbst einige Male bei fiesen, wie sich dann herausstellte, thrombosierten Venen.

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        • *Patienten.
          Und sie hat uns Praktikanten wörtlich gesagt, „Wenn Ihr nicht trefft (da BE-Anfänger), sagt einfach, oh, Sie haben aber schlimme Rollvenen!“ Fand ich nicht gut und habe ich auch nicht gemacht.

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  • Das Gerät hätte ich gebrauchen können als ich noch Thrombozyten-Spender war,gelegentlich sah mein Arm aus als ob ich als zittriger Junkie die Nadel nicht mehr richtig setzen konnte und dann erst die schöne Farbe die sich am nächsten Tag zeigte….

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  • hmmm… wir hatten auf der Frühchenintensiv und Kardiointeniv eine starke Mini-LED Lampe, zur Not wurde auch mal bei katastrophalen Venenstatus ein Otoskop zur Hilfe genommen. Das hat bis zum 2-3 Lebensjahr auch immer ganz gut funktioniert.
    Das Ding oben finde ich auch viel zu teuer, funktionieren wird es aber.

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  • Als meine Maus wegen Neugeborenenikterus das gefühlte 500. Mal Blut abgenommen bekam, war ich der Ärztin in der Klinik echt dankbar dafür…. Wahrscheinlich wäre es sonst wieder richtig schwierig gewesen und hätte mit viel Gebrüll ewig gedauert.

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  • Jetzt muß ich mal ganz dumm fragen, warum man in schwierigen Fällen einen Anästhesisten holt. Bei mir ist es jedes Mal ein Drama bei der Blutabnahme. Bevor Hilfe geholt wird, meinen die meisten erst mal mehrmals zustechen zu müssen…. Ich bin im übrigen weder fett (53 kg) noch drogenabhängig.

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    • Muss kein Anästhesist sein, An-Pflege geht genauso. Die Anästhesie ist mit die Abteilung mit der meisten Übung im Punktieren auch unter schwierigen Bedingungen oder an unüblichen Stellen. Wenns sonst keiner schafft, schaffen wirs eventuell noch.

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  • Danke für die prompte Antwort, die mich aber nicht so ganz zufriedenstellt. Wenn es der Anästhesist lernen kann, mußte das doch auch bei anderen klappen. Ich vermute mal, daß in einer gut gehenden Hausarztpraxis morgens öfter gepiekst wird als im OP.
    Kürzlich war ich in einem großen Krankenhaus mit eigenem Labor. Zwei mittelalterliche Damen malträtierten mich über eine halbe Stunde, bis sie ssich endlich (wie fast immer bei mir) für die auf dem Handrücken gut sichtbaren Venen entschieden. Wie meine Arme danach aussahen, kann man sich wohl vorstellen. Ich frage mich, warum sich nach meiner Erfahrung fast alle darvor drücken, das Blut dort zu entnehmen.

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    • Klar kann es jeder lernen. Es ist Übungssache. Allerdings hast du falsche Vorstellungen von der Menge der Punktionen im OP, den Stellen, an denen wir punktieren und dem Zustand der Gefäße mit denen wir arbeiten müssen.

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      • Außerdem ist es in den meisten Kliniken so, dass auch die Intensiv von der Anästhesie betreut wird (und man glaubt es oder nicht, nicht jeder Intensivpatient hat maximale Verkabelung), d.h. die stechen auch den ganzen Tag Leute, die grade auf Grund von akuter Erkrankung keine gute Venenfüllung mehr zustande bekommen – auch ein Grund für schwierige Punktionen

        PS Liebe Susanne, ja es gibt auch die Leute, die schlank sind, keine venenverändernde Erkrankungen haben, nicht drogenabhängig sind und trotzdem schlechte Venen haben (und es gibt natürlich die Ärzte, die auf Teufel komm raus im Ellbogen stechen wollen… mir ist es egal, wo ich steche, hauptsache nach Möglichkeit nur einmal)

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        • Das kommt noch dazu. In meinem Haus wird das auch so gehandhabt, dass die anderen Abteilungen bei Problemen bei uns anrufen und ein Arzt oder eine Pflegekraft dann vorbei geht und guckt.

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        • Außerdem ist es doch ganz natürlich, dass die Anästhesie die letzte Anlaufstelle ist, denn wenn man ums Verrecken keinen Zugang mehr reinbekommt, sind das die besten Leute für „zu unmöglichen Uhrzeiten einen ZVK reinfriemeln“…

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        • Alternativ an unmöglichen stellen. Ich habe mal auf normalstation einen Patienten mit einer Kanüle versorgen müssen, der hat die letztlich im Zeigefinger gehabt. Lief super über Tage hinweg. Was anderes war nicht auffindbar.

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    • Lernen kann es jeder, aber auch große Hausarztpraxen stechen nicht oft.
      Bei uns waren es so um die 20 – 30 geplante pro Tag (und nochmal genauso viele spontane), aber Anästhesisten sollten diese Zahl locker schlagen. Und ja, wir waren eine große Hausarztpraxis.
      Aber bei diesen Mengen ist im Alltag vielleicht zwei bis drei mal jemand dabei, der nicht ideale Venen hat. Und nicht ideale Venen heißt hier nicht „schlechte“. Man trifft mehr Patienten die Azubigeeignet sind als solche, wo man selbst lange suchen muss (ohne Nadel im Fleisch wohl gemerkt). Dadurch gibt es kaum einen Übungseffekt.

      Und wenn man jemanden mit schwierigen Verhältnissen hat, heißt das auch nicht viel. Bei mir hat man z.B. die Wahl zwischen einer sehr dünnen und gut zu tastenden Vene, auf der ich Blutabgaben verweigere und eine sehr dicke aber kaum bis gar nicht zu tastende Vene (je nach Blutdruck, Wetter, Stimmung und so). Da ich weiß wo sie ist, sage ich den Stechern auch, wo sie piksen müssen. Hat bisher noch jeder getroffen (inklusive der Azubi die zum ersten Mal überhaupt zustechen durfte). Damit gelte ich eigentlich auch als schlechter Blutspender – obwohl die Vene echt traumhaft ist. (Die dünne Vene dagegen… gibt immer einen Mordsfleck danach und bis die mal ein kleines EDTA-Röhrchen voll hat – wenn sie überhaupt was hergibt, hat die rechte dicke 5 Serumröhrchen geschafft)
      Und so ähnlich sind die meisten Leute: Meist kann man an einem Ort echt gut abnehmen – man muss ihn nur finden.

      Patienten, an denen man wirklich verzweifelt, hat man vielleicht einmal pro Woche, eher noch seltener. Und die sind dann schnell bekannt und da weiß man dann aus Erfahrung, wo man bei ihnen speziell stechen muss (so nach dem Motto: dreimal im Kreis drehen lassen, selber abrakadabra rufen, von links antäuschen und dann rechts in die linke Vene vom Daumen rein… oder so). Man hat ja nicht allzu viele wechselnde Patienten. 😉

      Anästhesisten haben dagegen jeden Tag neue Gesichter, neue Venen und die Patienten sind nicht immer in der besten Lage (was den Gesundheitszustand an sich angeht… das hat man in der Praxisroutine einfach deutlich seltener).

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  • Es wundert mich jetzt etwas, dass das Ding so neu sein soll. Als unser Sohn vor drei Jahren als Extremfrühchen auf der Neo-ITS lag und dort DRINGEND gestochen werden musste (er hatte hinterher an allen vier Extremitäen Zugänge liegen), suchte der Kinderkardiologe auch mit einer Rotlichtlampe nach Venen (und fand auch welche, die er dann sehr zielgerichtet und erfolgreich stach). Insofern war ich davon ausgegangen, dass das – zumindest auf den einschlägigen Spezialstationen – ein gängiges Werkzeug/ Hilfsmittel wäre.

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  • Ist diese technik nicht schon lange bekannt & gemeistert? Ich mein bei jedem Plasmaspenden halt ich meien Hand auf einen Handvenenscanner zur Identitätserkennung, und meines Erachtens gibts die teile auch in jedem schlechten Agentenfilm aus den 80gern 😀

    man, wenn ich die Kommentare hier so sehe bin ich froh dass meine Venen jeder Blinde mit Krückstock finden könnte ^^

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