
Für mich befinden wir uns immer noch „zwischen den Jahren“, auch wenn Neujahr nun schon vier Tage hinter uns liegt. Ich habe gerade frei, mein erster Arbeitstag 2024 kommt erst nach dem Wochenende, bedeutet: Erst dann beginnt für mich das Jahr so richtig neu.
Es ist etwas still geworden hier, das ist leider alljährlich der Infektwelle in der Praxis geschuldet, viel zu schreiben gibt es daher naturgemäß auf dem Blog nicht, außer ich erzähle Euch von den 40-50 Arbeitsstunden pro Woche, dem Jammern über die vielen kranken Kinder (trotz noch ausbleibender Influenza-Welle) oder der geplanten Komplettumstellung zur Digitalisierung in der Praxis dank E-Rezept und E-AU. Dies soll ja nun ab 1.1. funktionieren. Sagen wir so: Bei uns klappts noch nicht mit 100 Prozent. Wir freuen uns alle schon auf die ersten Arbeitstage. Glücklicherweise hat der Gesetzgeber ja eine kleine Lücke gelassen, falls „die Hard- oder Software spinnt“, ich denke mal, das wird sowieso so sein, und wenn nicht, dann spinnt sie eben, damit die Patient*innen nicht stundenlang an der Theke stehen müssen, um auf das Laden des Rezeptes auf Chipkarte oder dem QR-Code zu warten.
Was wird das neue Jahr noch so bringen? Geplant ist, dass ich mit meinen Praxiskolleginnen wieder den DGKJ-Kongress besuche, letztes Jahr in Hamburg, dieses Jahr in Mannheim. Das ist zwar von daheim nicht so weit weg und auch erst im September, aber wir werden sehen. Traditionen soll man schließlich pflegen. Oder wir skippen und steigen erst 2025 in Leipzig wieder ein.
Fixe Termine sind auf jeden Fall die des Twankenhauses, für das ich seit letztem Jahr als Social-Media-Administrator tätig bin. Nächste Woche schon ist ein erstes „Meet & Greet“ in Berlin, und für den Mai haben wir uns bei der Re:publica beworben. Vielleicht gelingt es uns, dort einen Talk zu platzieren. Arbeitstitel: „Das Twankenhaus lädt ein, das Gesundheitswesen neu zu denken“. Ambitioniert, ich weiß. Es soll eine Diskussionsrunde werden.
Meine weiteren Aktivitäten haben sich bisher nicht geändert: Twitter ist am Sterben, da bin ich zumindest aktiv raus und zu BlueSky gewechselt, für die tagtäglichen Gedanken, die zu kurz sind, um hier gebloggt zu werden. Die Kolumne im Berliner Tagesspiegel erscheint mittlerweile alle zwei Wochen am Samstag, online leider weiterhin nur hinter einer Bezahlschranke (zumindest gibt es einen kostenlosen Probemonat). Achja, was mich noch beschäftigen wird: Wenn alles nach Plan läuft, gibt es 2025 ein zweites Buch, das erste ist nun schon mehr als zehn Jahre alt.
Es ist 2024, im Juni wird dieses Blog volljährig. In der Kinder- und Jugendarztpraxis müssen dann die Patient*innen leider die Betreuung verlassen und zu den Allgemeinärzt*innen wechseln (ein Umstand, den wir Kinder- und Jugendärzt*innen noch nie verstanden haben, schließlich behandeln offiziell die Erwachsenenmediziner*innen bereits ab Säuglingsalter, das verbietet ihnen leider auch niemand). Ich denke aber, auch nach Erreichen des Erwachsenenalters wird dieses Blog fortbestehen, oder wie seht Ihr das?
Bleibt mir gewogen, liebe Leser*innen, demnächst wieder fachlicher Content.
Ich wünsche Euch allen ein schönes, neues, gesundes und erfolgreiches Neues Jahr 2024.
Euer kinderdok
(c) Bild bei pixabay/athree23

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Ich wünsche auch noch nachträglich ein gutes neues Jahr und viel Erfolg (und Durchhaltevermögen).
Das Blog und meine Tochter sind fast gleich alt! Vieles konnten wir am lebenden Objekt umsetzen 😉
Bitte auf jeden Fall das volljährige Blog weiterführen. Immerhin sind ja jetzt die Kinderkrankheiten überstanden, jetzt wird’s ja erst richtig toll.