
School Nurses vermitteln Gesundheitskompetenz und unterstützen Schüler mit chronischen Erkrankungen. Das Konzept soll jetzt auch in Deutschland eingesetzt werden – und könnte die Versorgung effektiv entlasten.
„Es gibt keinen Ruhm in der Prävention“ – mit diesem Ausspruch brachte der britische Epidemiologe Geoffrey Rose ein zentrales Dilemma in der Medizin auf den Punkt: das Präventionsparadoxon. In der Corona-Pandemie rückte das Sprichwort durch Prof. Christian Drosten erneut in den Fokus. Während alle nach Impfstoffen und Therapien schrien, blieb die stille Arbeit der Vorbeugung oft unbeachtet. Und im Alltag? Da wird Prävention gern ignoriert – sei es bei der Ernährung, dem Verzicht auf die nächste Zigarette oder beim Mammographie-Screening. Dabei ist sie der beste Schutz, den wir haben.
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Mich beschäftigt vor allem, dass Prävention fast zwangsläufig undankbar ist. Wenn sie funktioniert, passiert nichts – und für nichts bekommt man bekanntlich selten Applaus.
Eine School Nurse verhindert vielleicht, dass Beschwerden eskalieren, vermittelt Gesundheitswissen oder sorgt dafür, dass ein chronisch krankes Kind besser durch den Schulalltag kommt. Am Ende gibt es keinen dramatischen Erfolg, sondern nur einen erstaunlich unspektakulären Dienstag.
Das ist für Politik natürlich schwierig. Ein neues Krankenhaus kann man eröffnen, eine zusätzliche Notaufnahme fotografieren. Den nicht notwendigen Arztbesuch bekommt man dagegen kaum aufs Pressefoto.
Vielleicht ist das der strukturelle Nachteil guter Prävention:
Je erfolgreicher sie arbeitet, desto überzeugender sieht es hinterher so aus, als hätte man sie gar nicht gebraucht. 🦌