Impfsymposium

Ich habe es getan. So. Ich habe mich schmieren lassen, durchfüttern, indoktrinieren. Ich habe meinen Verstand an der Garderobe bzw. im Hotel abgegeben und bin nun zum Büttel der Pharmaindustrie verkommen: Ich war auf dem Impfsymposium eines Impfstoffherstellers. Zur Vorbereitung hatte ich mir nochmals die Einladung der Anthroposophen zum „Impftag“ (wie sie die ihrige impfkritische Veranstaltung nenne) des letzten Jahres angesehen, und da hingen auch genug Sponsoren drin, also: was soll´s? In allen Fachbereichen, ob Autohersteller oder Pharma-, ob Tierfutterproduzenten oder Brillengläserschleifer – überall wird gesponsert und Essen bezahlt. Ärzte müssen unabhängig sein, sind wir auch. Die Bundeszentrale für gesundheitliche … Impfsymposium weiterlesen

#Kongress Tweet Splitter

Wiedergekehrt aus dem Ländle nach daheim – mit vielen neuen Eindrücken und netten Gesprächen, besten Dank an das tolle Team in Stuttgart, sowohl der SGKJ als auch des BVKJ. Es war eine nette Tagung. Ich reise grad ins Ländle, zur http://t.co/S7ZzMwVVGK morgen und übermorgen – mal sehen, ob ich die Schwoaba verstehe. — Kinderdok 🍭💉👨‍⚕️ (@kinderdok) April 24, 2014 @kinderdok Wir hätten da einen kleinen Schwabentest im Angebot – zur Selbstdiagnose 🙂 http://t.co/68FAHqyz5H — Florian Karsten (@messfehler) April 24, 2014 #Kongress merke: Roter Hintergrund bei PowerPoint ist Schrott. Schwarze Schrift noch schrottiger. Außer vielleicht für Eintracht-Fans — Kinderdok 🍭💉👨‍⚕️ (@kinderdok) … #Kongress Tweet Splitter weiterlesen

kinderdok in Berlin IV

Heute ein Zitat aus einer Vorlesung, das Leitmotiv des Kongresses sind ja Familien mit Migrationshintergrund, also beschäftigen wir uns mit Mehrsprachigkeit: Hannah: „Mami, heute habe ich ein Bild in der Kita gemalt.“ Mutter: „And did they say ‚Well done, good Hannah!‘ ?“ Hannah: „Nein, ‚liebe Hannah‘, cause it’s German!“ (c) Rosemary Tracy Was noch? – doch, es gibt Mikrofone im Publikum, auch am dritten Tag, da muss die Frau Kollegin nicht von ganz hinten rechts nach vorne rufen – ein Laserpointer soll Punkte setzen, und taugt nicht für Lichtspiele auf PowerPoint Folien. Da beschleicht mich eine Vertigo. – hallo: es … kinderdok in Berlin IV weiterlesen

kinderdok in Berlin III

Jetzt hat der Kongress begonnen, und ganz brav habe ich mich in die Auftaktsymposien gesetzt, über probiotisches Babyfutter und Neue Impfungen für die Kleinen. Wieder schwingt hier Werbung mit, die Dozenten präsentieren zwar Unabhängigkeit, aber wer Produktnamen in seinen Vortrag mischt, der kann sich dieselbe in die Haare schmieren. Ich gebe zu: Genau in diesem Moment schaltete ich ab und wand mich meinem eBook und diesem Eintrag via WordPress zu. Was hängen blieb: Es gibt einen neuen Sechsfachimpfstoff, was das Monopol des bisherigen Anbieters aufweicht. Und: der Dozent (Martin Rose aus Frankfurt) erwähnt nochmals die Infektiosität des Hepatitis B Virus. … kinderdok in Berlin III weiterlesen

kinderdok in Berlin II

Bilanzen des ersten Tages in der Hauptstadt: – Die Elbe ist tatsächlich ordentlich überfüllt, die Nachrichten haben recht (guter Einblick beim Einschwenken gen Brandenburg) – Tim Mälzer wirkt in real feister als im Fernsehen (Defilee bei der Bertelsmann Party – ich war nicht geladen) – Berliner gehen immer noch bei Rot über die Strasse, Fahrradfahrer sind immer noch geduldig – Der Sonnenkaffee an der Spree schmeckt besser als der im Regen jüngst in Dresden – Den Berliner Dom hatte ich nicht so beeindruckend in Erinnerung, vielleicht war ich vor einigen Jahren abgelenkt vom Palast der Republik, wo ist der eigentlich? … kinderdok in Berlin II weiterlesen

kinderdok in Berlin I

Kollegin muss schon schon wieder alleine ran, denn der Chef fliegt morgen früh morgens nach Ber(/a)lin, auf den Kinder- und Jugendärztetag, neue Eindrücke sammeln, Fortbildungspunkte mitbringen und Kugelschreiber. Gebucht habe ich das Präventionsseminar gegen den Burnout und irgendwas mit Jugendlichen, dazu kommen die Hauptvorträge und am Freitagabend die festliche Feier. Ich wieder nur in Jeans. Die fMFA springen schon seit paar Tagen im Karée, schließlich arbeiten wir noch die Defizite der Pfingstferien auf, nun wieder zwei Tage ohne den Chef, wie soll man nur die ganzen Termine unterbringen? Und die bösen Sommerferien drohen auch schon in nicht weiter Ferne. Kann … kinderdok in Berlin I weiterlesen

Die Kinder- und Jugendärzte tagen II

Ohje, leider war ich etwas schlampig, was die Berichte aus dem schönen Bad Orb angingen, aber viel habe ich von dem hübschen Städtchen auch nicht gesehen. Heute mittag bekam ich die Gelegenheit, die City zu erkunden, und immerhin: Im Vergleich zu den Jahren zuvor hatten tatsächlich ein paar Geschäfte über die Mittagszeit geöffnet. Trotzdem ist der schöne Spielzeugladen Pleite (habe ich hier überhaupt schon mal ein Kind gesehen?) und ein Souvenirladen (pro Strasse) hat zusätzlich geöffnet. Dafür gibt es die Original Ergerländer demnächst zu sehen, genauso wie das nette Theaterstück „Bunga Bunga“ oder den alljährlichen Gradierwerk-Flohmarkt. Ich freue mich schon. … Die Kinder- und Jugendärzte tagen II weiterlesen

nachlese

am schwierigsten nach einer praxisauszeit ist das wiedereinsteigen in den tagestrott. jeder kennt das: nach dem urlaub, nach krankheit, bei mir heute nach der fortbildung. weimar war im speziellen eine ganz andere welt als das beschauliche städtchen, in dem ich hier so arbeite. aus dem literarischen nationaldenkmal zurück in die provinz. vom dichterfürsten zurück in die berühmtheit des örtlichen tennisklubs, der wohl mal in der bundesliga mitgespielt hat und seither immer herhalten muß, wenn es um wichtige dinge aus dem städtchen geht. goethe vs. boris becker verschnitt. der damalige topspieler sitzt immer noch im stadtrat. aber ich bringe diesmal auch … nachlese weiterlesen

bericht aus orb III

wirre wortschöpfungs-sprach-euphemismus-verfachdiffizilierungen „labeln“ (sprich: läibelnd) – „katastrophisierend“ – „transmissionsriemen im umgang“ – „schulabsentismus“ – „introzept“ wer hier sprach, war ein psychologe – hatten wir es anders erwartet? wieso müssen bei solchen vorträgen eigentlich immer irgendwelche fremdwortschöpfungen benutzt werden, als hätten wir davon nicht schon genug? manchmal meint man, die vorträge sollen dadurch interessanter werden. in diesem falle schade, denn der vortrag selbst – über die somatoformen störungen im kindesalter – war an sich interessant, und wurde für mich (vielleicht weil mein auskultierorgan ab einem bestimmten temporären punkt über diese vocabulogenese ständig salierte) erst dann so schwierig, rein linguistisch zu sequieren. … bericht aus orb III weiterlesen

bericht aus orb II

na also, das hat doch gar nicht wehgetan! anreise bei sonne, seminar bei sonne (sonne draußen, seminar drinnen), nette kollegen wiedergesehen, alles so ganz prima. das vermittelte wissen erscheint aktuell und gut praxistauglich umsetzbar, mein blättle mit „what-to-do-nachdem-ich-wieder-zurück-bin“ füllt sich langsam. bad orb athmosphäre. der ort hat sich geputzt, das alte gradierwerk erstrahlt in neuem glanze, und gleich daneben zeigt sich ein neues architektonisches unikum, dass die berühmte schwangere auster beinahe kümmerlich erscheinen lässt, hat das bad orbsche ding doch ein paar schwingungen mehr, auch wenn diese deutlich kleiner ist. hier ist das neue wellnessy-hallenbad des ortes beheimatet, es soll … bericht aus orb II weiterlesen