verhandlungen

ok, da haben wir diese viereinhalbjährige, die einen enormen offenen überbiss hat.

ich: „hat sie denn noch einen schnuller?“
mutter: „wie haben sie das jetzt gesehen … äh, ja?“
ich: „den müssen sie dringend loswerden.“
mutter: „ja, ich wollte auch noch wegen des lispelns fragen.“
ich: „naja, ein isoliertes lispeln ist nicht so schlimm und gibt sich meist mit dem zahnwechsel. das kommt nicht zuletzt vom schnuller. mit so einem weit offenen biss kann sie gar nicht anders als lispeln.“
mutter: „aber sie braucht ihn halt noch.“
ich: „du, maika-jola-susa – wie wär´s, ihr sammelt alle schnullis zuhause ein und dann bringst du sie alle mal bei mir vorbei? ich schenk dir auch was dafür.“
maika-jola-susa: „… jooo, mal sehen.“
ich: „könnt ihr zuhause nochmal besprechen, ok?“
mutter: „du, maika-jola-susa, wie wär´s, wenn du keinen dudu mehr hast, dann bekommst du die beiden meerschweinchen.“ – zu mir: „wissense, die wünscht sie sich nämlich so sehr.“
ich: „man kann´s auch übertreiben … okay, wenn das ihr deal ist…“
mutter: „na, maika-jola-susa, meerschweinchen, was, schatz?“
maika-jola-susa: „ok, mama, wir machen´s so: wenn ich keine dudus mehr hab´, dann krieg ich einen schäferhund.“
mutter: „äh… vielleicht bringst du sie doch lieber dem dokter?“

29 Antworten auf „verhandlungen“

  1. Was den Daumen betrifft: Tagsüber drauf aufpassen und nachts an die Daumenhand (es schmeckt nämlich nur der Daumen der „richtigen“ Seite)einen Handschuh, den man am Handgelenk mit einem Band (nicht zu sehr) festwickelt.

  2. Ich hab meinen Schnulli dem Osterhasen geschenkt. Abends auf den Tisch gelegt – und morgens hat er mir zum Austausch ganz viele bunte Eier gebracht. Ich fand den Deal damals sehr fair ;-).

  3. ich bin für den kalten entzug 😉

    nachmittags meinte unsere zahnärtzin man würde sehen das junior einen schnulli benutzt. wäre noch nicht schlimm aber jetzt wäre es wichtig den abzugewöhnen.
    zu hause haben wir noch tschöö gesagt – mülltonne auf und junior ist schnullerfrei.

    nennt mich rabenmutter aber lieber 2-3 harte nächste als so ein theater 😉

  4. @ Blogolade: Wieso willst Du dein Tochterkind mitverschicken? Nur Schnuller reicht doch auch 😉

    Zum Thema: was ist denn nun besser: Schnuller oder Daumen??? Meine Kids haben die ersten 3-4 Monate den Schnuller genommen, ab dann nur noch Daumen. Aber der lässt sich leider nicht so einfach wieder abgewöhnen 🙁 Meine 4jährige nuckelt auch noch zum Einschlafen am Daumen, man sieht’s leider auch schon an den Zähnen. Was tun?? Abschneiden und in den Müll schmeissen geht ja schlecht 😛

  5. Mein Sohn hat es mit 10 Monaten vorgezogen seinem Schnuffeltier ins Gesicht zu beissen anstatt den Schnuller zu nuckeln, somit hatte ich da kein Abgewöhnproblem.
    Meine Tochter, jetzt 14 Monate mag ihren Schnuller schon sehr gerne, v.a. nachts. Bin gespannt, wie das bei ihr abläuft.

    Finde übrigens nicht, dass Honigkuchen besserwisserisch rüber kommt. Es stimmt schon, wenn man „dahinter steht“ und also entspannt (!) den Kindern was erklärt, kommt das an. Ist nicht immer leicht.
    Faktor X= das Kind schlägt auch gern mal dazwischen, dann muss man eben umdenken und neue Wege finden.
    Ist doch das ganze Leben so 😉

    auch mal besserwiss,
    Muckeltiger

  6. Gacker, ich schlag die Kleine dann gleich schon mal für das diplomatische Corps vor.

    Ach und, die Damen und Herren Besserwisser „Himmel, seit doch nicht solche Weicheier“ – wie schön, daß Ihr die Weishet alle so schön mit Löffeln gefr….futtert habt. Was hättet ihr denn gemacht, die wenn die Kurzen idealuntypischerweise das Substitut Daumen genommen hätten? Das Ding abgehackt?

    Und nein, meine Kinder haben sehr zu meinem Leidwesen nie einen Schnuller genommen – sie haben meine Brust bevorzugt. Das war auch kein Spaß und ließ sich auch nicht mit zwei Tage brüllen mal kurz abhandlen. Leider.

  7. wir (also genau genommen meine tochter) hatten GAR KEINEN! nie angeboten, nie gesucht.

    schnuller anderer kinder wurden BEI UNS im müll versenkt, weg waren sie. und aus.

    kurzes gesudere, dann war ruhe. maximal die frage: willst du kind xyz fragen, ob es mit dir in der mülltonne sucht?

    ein einziger härtefall (eltern, nicht kind) wollten dem verschwundenen schnuller nachspüren, die hab ich dann auf die deponie gekarrt, mit dem kind, zum suchen. die frage stellte sich nie mehr.

  8. Mein Vater war furchtbar nett, als er mir das Daumenlutschen abzugewöhnen wollte. Der hat mir einfach alle scharfen Gewürze, die es so in unserer Küche gab, auf den Daumen gestreut, klein Polly hats auch mit sich machen lassen, dann den Daumen in den Mund gesteckt.
    Ähm ja, danach wars das dann auch mit dem Daumenlutschen… Danke Papa…

  9. Ich kann dieses übertrieben gequatsche um „wie ich am Besten meinem Kind den Schnuller abgewöhne“ nicht mehr hören! Meine Güte! Die Kinder sind meistens nicht solche Weicheier, wie die dazu gehörigen Erwachsenen! Also: wenn man ihn abschaffen möchte (ZUM WOHLE DES KINDES), dann es dem Kind sagen UND handeln UND immer daran denken, dass die Kinder die innere Haltung der Erwachsenen spüren. Also: wenn ich hinter meinem Handeln stehe, dann klappt es auch!

    1. Ja beim Schnuller wäre ich auch so rigeros gewesen, aber unsere Große (3 jahre) hat nie einen Schnuller oder die Flasche genommen, aber stattdessen zwei Finger (Zeige- und Mittelfinger) der rechten Hand. Am Tage wenn wir es sehen und was sagen, dann nimmt sie sie in der Regel auch sofort raus, aber nachts können wir das nicht überwachen. Für jeden sinnvollen Tipp, wie wir ihr das abgewöhnen können wären wir sehr dankbar – haben schon unheimlich viel versucht.

  10. Wir haben unserer Tochter den Schnuller einigermassen problemlos abgewöhnt und nach ein paar Tagen war das auch nur noch ein kleines Problem. Allerdings hat sie dann angefangen den Daumen zu nehmen 🙁
    Aus diesem Grund hat sie den Schnuller wieder bekommen, wenigstens das kleinere Übel.
    Allerdings hat sich nun der erste Milchzahn verabschiedet und da ist ganz klar, dass jetzt die Schnullerzeit vorbei ist! Hoffentlich kommt nun nicht wieder der Daumen zum einsatz, weil den verbieten und das kontrolieren ist schwierig.

  11. Kinder sind köstlich 😀 Bei mir war es damals ähnlich schwer, meine Eltern haben irgendwann die Schnullis an die Wäscheleine gehangen, wo ich nicht dran kam. aber meine oma nebenan hatten noch welche, dann bin ich zu ihr gegangen 😉 es gibt bilder von mir aus dem kindergarten, wo ich noch nen schnulli habe. bleibende schäden hatte ich dadurch nicht, gott sei dank.

  12. Wir haben den Schnuller tagsüber einfach weggelassen, als Mini so ca. 7 oder 8 Monate alt war. Hat er nicht vermisst. Bloß hatte (und hat) er ein Talent dafür, Schnuller aufzuspüren, die nachts unters Bett oder unter den Schrank gekullert sind …
    Zum Schlafen nehmen wir nach wie vor einen. Aber ich grübel schon darüber, wie wir den nun auch langsam loswerden. Der Trick ist wahrscheinlich, ihn in einer Zeit abzugewöhnen, in der die Kleinen noch nicht aktiv danach verlangen. Aber noch kann ich ’ne große Klappe haben. Mal sehen, ob ich die beim zweiten Kind dann auch noch habe … 😉

    1. der Trick ist den Schnuller einfach nicht mehr zu geben und sich das Gebrüll 2 Tage lang anhören zu können ohne schwach zu werden.

  13. Herrlich!
    Ich habe vor, die Schnuller mit Tochterkind zusammen einzupacken und einem Baby zu schicken, das sie wirklich braucht. Vielleicht gibts dann auch noch ein kleines Gegengeschenk, mal sehen.
    Ich bin gespannt wie das klappt. Zum Spielen braucht sie eh keinen, nur zum Schlafen und wenn sie traurig/müde ist gelegentlich.
    Ich warte nur noch darauf, dass sie auch versteht was wir da machen. Also im Herbst, wenn sie 2 ist, will ichs probieren.

  14. genial… bei uns gibt es einen schnullerbaum im tierpark, da werden schnuller mit abschiedsbrief dran gehängt auch ne tolle sache und weil da schon so viele hängen fällt s einigen kindern auch leichter, weil was andere können können wir doch auch

  15. bei der 3jährigen nachbarstochter gings fast schneller.
    sie bei uns aufm spielplatz mit nucki im schnabel.
    ich frag sie ob sie denn das ding noch brauch,
    sie is ja schon sooooooo gross…
    komm,wir werfens in die mülltonne.
    sie rennt los,rüber zu papa,halb heulend.
    „papa,in-cognito will mein nucki in die mülltonne werfen!!!!!“
    ich komm mir schon doof vor,versuche mich vor nachbarspapa zu rechtfertigen:“ähm…ich wollt ja nur….nöö,nich mülltonne…äääähm….“
    er lacht nur…
    15 minuten später war sie wieder bei uns aufm spielplatz.
    ohne nucki.ich frag obse den nu versteckt hat vor mir.
    „nöö“sagtse,“hab ich in den müll geworfen,bin ja schon gross“
    so schnell kanns gehen…
    obwohl ich von nachbarspapa gehört hab,das sie danach noch öfters versucht war das ding wieder zu bergen…
    aber was nu einmal im mülleimer liegt geht nimmer in den schnabel…

    1. So ähnlich hat meine Mama Klein-Benedictas Schnuller auch abgestellt. „Guck mal, deine kleine Schwester braucht gar keinen!“ – und schwupps, hatte ich den Schnuller vom Balkon geworfen. Ende mit Schnuller *gg*

  16. Keine Dudu´s ? Oh wie ich sowas hasse – natürlich kann man mit einem Kind anders reden als mit einem Erwachsenen – kindlicher eben. Aber diese krampfhafte für alles mögliche „knuddelige“ Begriffe zu finden, wirklich schrecklich.

    Hier ist es z.b. üblich das die Kinder wenn sie mal auf die Toilette müssen: klein = wissi / groß = stink machen

    Zum Glück gibts auch noch normale Eltern, deren Kind muss mal aufs Klo 🙂

    Und wegen dem Schnuller: Mal gugn ob dein Geschenk mit nem Schäferhund mithalten kann 😛

    1. DuDu ist ein Begriff den die meisten Kinder aussprechen können und bei mir die Abkürzung von Dudlik (slowakisch für Nuckel). Wer weiß wo sie das herhat ^^
      Aber irgendwann hat man dann für Gegenstände dann halt einen Namen sich antriniert und das is schwer wieder loszuwerden.
      Meine Mittlere hat auch noch einen Hundiii meist Schmuddelhundiii genannt. Ich kann schon garnicht mehr anders als Hundiii zu dem Schnuffeltuch sagen ^^

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