die letzte woche

startet heute – und dann gehts endlich in den urlaub – alle freuen sich drauf, wir ärzte, die helferinnen, die eltern auf ihre weise (eher der ironischen). die klassischen bemerkungen der kommenden tage:

„was, schon wieder urlaub. sie waren doch grade erst.“ (stimmt, weihnachten.)
„ich brauch aber noch driiingend einen gesprächstermin, den können sie doch noch bestimmt reinschieben.“ (oberste regel: je urlaub, desto dringender).
„wir fliegen morgen nach pipapo – bitte wir brauchen noch diese liste an medis.“(klar, schreibe ich ihnen, aber nur auf „grün“.)
„doch, die beinschmerzen gehen schon seit drei wochen, aber weil wir doch morgen in urlaub…“ (… kann ich das leben ihres kindes heute auch nicht mehr retten.)
„was sollen wir denn dann drei wochen ohne sie machen?“ (das hört man natürlich gerne.)

also denn. kinderdok meldet sich ab. und vielleicht finde ich eine hübsche apotheke für die pharmama. die kommt dann von hier.

25 Antworten auf „die letzte woche“

  1. Was man beim Arzt selber zahlen muss, entscheidet ja weder der Arzt noch die Helferinnen, allein die Krankenkassen sagen was bezahlt wird. Trotzdem muss immer das Praxispersonal herhalten, wenn die Eltern bzw. der Patient seinen Unmut loswerden will – niemand ruft bei seiner Krankenkasse an und beschwert sich. Und wenn man 10x am Tag für etwas angemeckert wird, für das man eigentlich nichts kann, reagiert man beim 10. Mal nunmal genervt. Das mag dem 10. Patienten dann „von oben herab“ vorkommen, aber in der Situation würde er wohl genauso reagieren. Arbeit mit Menschen erfordert viel Geduld und die Bürokratie ist dabei keine Hilfe – für beide Seiten.

  2. Tut mir leid, wenn ich das hier so schreibe, ich hab diesen Blog mal ein wenig quergelesen. Einige Postings hier empfinde ich schon etwas als „von oben herab“, muss ich sagen.

    Mit so einer Einstellung gegenüber den Eltern, die da in die Praxis kommen, ist es kein Wunder, dass einige Eltern mit ihren Fragen über Kindergesundheit doch lieber zu Freunden gehen oder sich im Internet belesen. Muss ein tollen Gefühl sein, wenn Eltern unbedingt etwas brauchen und du dann dastehen und sagen kannst: „Ätsch, dafür musst du’s dann aber selbst zahlen!“

    Wie gesagt, das ist eine subjektive Empfindung. Ich würde mein Kind nicht gerne zu dir in die Sprechstunde bringen, wenn ich wüsste, dass du dich dann hier derart über die Eltern auslässt.

    So, und jetzt können mich alle steinigen.

    Und wenn man nicht gerade Arzt ist, dann dreht sich im Leben – auch bei der Urlaubsplanung – eben nicht alles um Medikamente und Arztbesuche. Da kann es dann schon vorkommen, dass man kurz vor Schluss noch zum Arzt rennt. So wie man abends kurz vor 8 noch schnell Brot holen geht weil man tagsüber mit anderem beschäftigt war.

  3. Das ist sooooo typisch, ALLE Patienten sagen IMMER „Schon wieder Urlaub?!“ – und wenn du noch nie im Urlaub warst, seit sie bei dir sind!!! Der Hausarzt, bei dem ich im Blockpraktikum war, ging die Woche drauf in den Urlaub und zog noch dazu mit der Praxis um. Wirklich JEDER, dem er dies mitteilte, ließ so einen Spruch los. Er hat dann gefragt, wann er denn das letzte Mal im Urlaub war… die meisten hatten keinen Ahnung! 😉

    In diesem Sinne: erhol dich gut! LG

  4. Fassungslos, in welche unnötigen Medizin-Abhängigkeiten sich – zumindest laut Deiner Zitate, – ICH kenne solche Leute nicht – Leute begeben, wünsche ich Dir einen schönen Ur- Laub 😉

    1. also manchmal frag ich mich echt ob du vor dem schreiben nachdenkst
      das ist ein kinderarzt und ich finde es unverantwortlich als mama, zb. ohne fieberzäpfchen oder flurtabletten, eine reise anzutreten
      je nachdem welchen entwicklungsstand das kind gerade hat und wie das kind allgemein drauf ist muss man halt vorbereitet sein
      auch wir nehmen das ein oder andere mit, einfach weil ich wenn ich irgendwo hin komme, nicht erst ne apotheke suchen will
      wenn man weiß das man ein antihistamin brauch oder das das kind unter umständen ne reisetablette brauch, oder wenn man weiß das man nicht jedes schmerzmittel oder pflaster verträgt, dann nimmt man das natürlich mit, und wenn man weiß das man bei standortwechsel gern mal unter durchfall leidet, am ersten tag, dann hat man noch ein paar tabletten mehr mit und ist super froh, wenn man es nicht brauch
      wenn es um mich geht bin ich nicht ganz so pingelig, aber wenn es um meine familie geht, bin ich gern auf alles vorbereitet

      1. Ich finde eher ‚unverantwortlich‘ mit Kindern so umzugehen wie Du! Ich hab 4 Kinder. Von den ersten beiden kenne ich dieses unwürdige Medikamenten- und Impftheater auch noch. Die beiden jüngeren wuchsen bereits in meiner ‚paradise your life‘- Phase auf, wurden nicht 1x geimpft, waren noch nie krank und bekamen dementsprechend noch nie auch nur ein Medikament.
        Kinder werden nie krank! Sie werden immer nur krank gemacht!

        1. Ich wünsch dir von Herzen dass deine Kinder nie krank werden, und vor allem deinen Kindern wünsche ich es. Aber es gibt Krankheiten, da kann man mit Rohkost allein nix ausrichten. Und so naturverbunden, dass ich es einfach sterben lassen würde (wie das die ach so vorbildhaften Tierchen in solchen Fällen tun) bin ich dann auch wieder nicht…

          1. a) Bei ‚paradise your life‘ geht es um mehr als bloß Rohkost
            b) FeldforscherInnen wie Jane Goodall haben in Summe schon hunderte Jahre lang Primaten begleitet und beobachtet und nie dieses Kindersterben beobachtet von dem Du da fantasierst
            c) Und bei diesem thread- Thema holten sich die Eltern ja keine Urlaubs- Medikamente gegen’s Sterben ab. Ich glaub‘ Du siehst zuviel fern 😉

        2. ich sag nur Dr. House

          einfach unverantwortlich nicht impfen zu lassen
          mein exmann war auch so ein spinner, nur das der gegen das impfen war, weil er mich damit ärgern konnte, ansonsten war es ihm wurscht, welchen schaden er mit diesem verhalten anrichtet war ihm egal

          1. Ich sag nur Der Unglaubliche Hulk

            Muss gerade schmunzeln über die Vorstellung, was Du und Dein Exmann von Dr. House zu hören kriegen würdet…
            😀

        3. Klar auf ner dreiwöchigen Radtour durch Schweden (übrigens ganz in der Nähe von Göteborg *wink*) und zwei kleine Kindern haben wir natürlich einen halben Medizinschrank mitgenommen…denn es gibt dort ja auch keine einzige Apotheke. Im Ernst: wir hatten mangels Platz und weil wir nicht so viel mitschleppen wollten, nur Pflaster dabei…alles andere haben wir in der Apotheke vor Ort besorgt und Ärzte gibt es meistens auch und überhaupt muss man es ja auch echt nicht übertreiben.

      2. Es geht ja nicht um’s Verschreiben an sich, sondern dass manchen Leuten das alles erst in allerletzter Minute einfällt. Urlaub mit Kindern bucht man ja nicht von heute auf morgen, also sollte auch genügend Zeit sein, sich rechtzeitig um die Reiseapotheke zu kümmern.

  5. Wünsche Dir und den Deinen eine schöne Zeit und viele Saltkrokan-Momente 🙂 Wir waren gerade letztes Jahr mit der Stena auf Blitzbesuch in Göteborg und das muss wiederholt werden. Da hab ich auch gelernt dass ein „Glasögon-Huset“ ein Optikerfachgeschäft ist. Erst beim 3. Laden hab ich mal richtig hingeguckt, bis dahin hab ich mich gefragt, warum die Schweden wohl so einen großen Bedarf an Glasaugen haben …

  6. Ich finde es unfair..Wo ich gerade angefangen habe med. Blogs zu lesen, gehen einfach alle Blogger in Urlaub….

    Nee, Scherz…Viel Spaß im Urlaub von einem Neu-Leser…Skandinavien finde ich auch super…Norwegen fehlt mir noch auf der Liste, aber Finnland und Schweden fand ich (außer der Stechmücken) recht nette Länder..

  7. Nein, nein! Ärzte dürfen nicht wirklich in den Urlaub! Das geht doch nicht!

    Aber von mir: geniess ihn in vollen Zügen!
    Und auf das Foto bin ich gespannt 🙂

  8. Na dann: Auf in den wohlverdienten Urlaub! Ich wünsch dir und deiner Familie gute Erholung! Und danach zu 99,5% nette Patienten, über die restlichen 0,5 musst du ja wieder bloggen 😉

    LG Sandra

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