Sportler beim Impfen

Jacqueline kommt zur Impfung, knapp 7 Jahre, Mama ist dabei.
Ich: „So, heute ist die Tetanus-Auffrischung dran, nach fünf Jahren, wichtig bei Verletzungen aller Art.“
Mutter: „Ja, machen Sie mal.“
Ich: „Ok, rechts oder links.“
Jacqueline: „Ich weiß nicht…“
Ich: „Na, schreibst Du mit rechts oder links?“
Jacqueline: „Mit Rechts.“
Ich: „Also dann impfen wir lieber links, rechts brauchst Du…“
Mutter: „Geht gar nicht.“
Ich: „Wieso?“
Mutter: „Links könnense nicht impfen.“
Ich: „Naja, ich dachte, wenn sie rechts schreibt, und der Arm morgen …“
Mutter: „Nee, links geht gar nicht…“
Auf meinen wohl sehr fragenden Blick: „… ist ihr Golfarm.“

32 Gedanken zu “Sportler beim Impfen

    1. Der Golfarm scheint wohl ein Pendant zum Tennisarm zu sein, also der Arm, mit dem der Schläger geführt wird.
      Da hätte der gute Kinderdoc beinahe die Karriere der angehenden Tigerine Woods zerstört

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    2. Lustig!

      Mens sana in corpore sano – demnach ist Sport wirklich manchmal wichtiger als Schule. Ob es aber dafür Golf sein muss? Ist Golf denn nicht eher ein Geschicklichkeitsspiel und eher in die „Schach-Sport“-Liga einzusortieren? – (Ui, das gibt bestimmt Entrüstungsstürme der Golfer 😉 )

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      1. Spiel, Spaß oder eventuelle spätere Olympia-Teilnahme hin oder her. Und von der Sportart Golf mal ganz abgesehen. Es geht hier schließlich nicht um eine Amputation, sondern um eine kleine Schwellung für ein paar Tage. Und die Kleine ist knapp 7. Und nicht bereits eine Leistungssportlerin zwei Tage vor einem entscheidenden Wettkampf. Da ist das Sport-Argument der Mutter schon ein ganz kleines bisschen albern… .

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  1. … na ja mein Freund spielt auch schon weit Kindertagen Golf… er mit Schläger (?), ich mit Romme-Karten 😀 😀
    Aber lieber Kinderdoc, was mich jetzt brennend interessiert… in welchen Arm haben Sie denn jetzt geimpft? Haben Sie die Golfkarriere der kleinen zerstört oder die Laufbahn als Akademikerin?

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      1. Hah, da wird die Grundschulkollegin sich am nächsten Tag mit der flachen Hand an die Stirn geklatscht haben :mrgreen:
        Aber vermutlich wurde das Kind da sowieso krankgemeldet.

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  2. hmpf. Ich wurde damals nie gefragt, welchen Arm. Aber ich glaube meine Ärzte waren immer froh, wenn die Spritzen mal drin waren – in Angst reinsteigern konnte ich mich schon immer gut (und das lag nicht an der falschen Vorbereitung. Ich hab schon vor Angst gegröllt, wenn Onkel oder Tankte Dok mit dem Stethoskop ankam – das hat erst mit 14 aufgehört, als die soziale Angst größer wurde als die Angst vorm… ährm… nein, das führe ich hier nicht aus xD).

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    1. Wenn ich das richtig im Kopf habe, impft man nicht mehr in den „Allerwertesten“, um keinen Nerv zu verletzen, der da lang läuft. Ich habe da früher aber auch noch Spritzen hin bekommen. Das war als Kind bei mir auch besser so, weil ich die Spritzen dann nicht sehen konnte. 😉

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    2. Impfen in den Allerwertesten ist sowas von 70er, würde man sagen. Offiziell ausgedrückt: Eine Impfung in den Gluteus entspricht heute beinahe einem Kunstfehler (zuviele Nebenwirkungen, zu schlechte Antikörperbildung usw.)

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      1. Hui. Hab die meisten Impfungen als Kind in den Popo bekommen. Bin Baujahr ’92.
        Meine letzte Tetanus-Impfung im Jahre 2014 bekam ich auch einmal rechts und einmal links nach v. Hochstetter. Keine Ahnung warum rechts und links, lag evtl in derein wenig außergewöhnlichen Situation, die vorlag.

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  3. Ich wurde als Kind nie gefragt, in welche Seite ich geimpft werden wollte. Und beide Seiten waren meine Fahrrad-Pobacken! 😀 Und die Polio-Schluckimpfung gabs auf nem Stück Würfelzucker in den Mund. Als Ausrede, die nächste Woche in der Schule nicht mehr antworten zu können, hats auch nicht getaugt…

    Ja, ich weiß – sowas von 70ger. Und bei mir inner Provinz auch noch Anfang bis Mitte der 80ger…

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    1. Tröste dich. In unserem Kaff scheint das in den 90ern auch noch nicht angekommen gewesen zu sein.
      Polio bekam ich aber schon als Spritze. Die haben wir als „Sammelimpfung“ im Kindergarten bekommen. Quasi Impfung am Fließband 😉

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      1. *kicher* In den 90gern hatten wir dann schon den Westen Deutschlands übernommen, und die (neuen?) Erkenntnisse waren da auch schon bis zu uns durchgedrungen. Da gings Impfen dann in den Arm.

        Ein Set zum Fließband-Impfen hatten wir in unseren „Truppenverbandplatz“-LKW beim „Verein-Oliv“. Das war zwar nicht mehr ganz regelkonform zu diesem Zeitpunkt (100 Kanülen in einem Revolver-Magazin zum Wechseln; die Impfdosen in einer „großen“ Spritze; Impfen ohne „Ziehen“ wegen der Kontrolle auf ein punktierten Gefäßes)… Aber in Grün liefen schon immer die Sonderlinge durch die Landschaft; und wegen Platzpatronenmangel riefen wir im Wald „Peng!“… War auch in den 90gern… 😀

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