Wenn´s stinkt

Herr Dokter, ja, wann isses denn nun Durchfall, eigentlich? Wessen Säugling mit Muttermilch großgezogen wurde, weiß, was ein Kleckerstuhlgang ist – dann für gewöhnlich gelb-körnig (die Lehrbücher nennens immer senfig) und normal riechend (Lehrbuch: „aromatisch“). Die mit der Flasche Gezogenen kennen schon eher die festere Variante, vielleicht auch die grün-labbrig-stinkige (bei „HA“-Milchen). Naja. Gehen wir nicht zu sehr in die Tiefen der Stuhlvisite. Aber es möge illustrieren, wie schwer es Eltern fällt, ein normales Säuglings-Kack von einem pathologischen zu unterscheiden. Wen wunderts auch, dass sich Mütter mit Vorlieben über die Ausscheidungen ihrer Kiddies austauschen. bei so schönen Farbpaletten. Aber wann … Wenn´s stinkt weiterlesen

Petition zum Patientenorientierten Datenschutz

Das Twankenhaus hat in der letzten Woche seine Themenwoche zur Digitalisierung im Gesundheitssystem auf Twitter gebracht und die vielen Aspekte aus Sicht der Patienten, der Praxen und der Krankenhäuser beleuchtet. Natürlich gibt es Themen, die uns alle unmittelbarer betreffen, die wurden ja bei früheren Themenwochen bearbeitet und werden bei zukünftigen berücksichtigt. Die Digitalisierung ist jedoch in der nächsten Zeit im Umbruch und wird uns alle noch sehr beschäftigen. Letztendlich muss sie zur Verbesserung und nicht zu noch mehr Bürokratie beitragen, das ist das Ziel. Blogbeiträge könnt Ihr gerne noch auf der Homepage nachlesen, bei Twitter über den Hashtag #GesundeDigitalisierung finden … Petition zum Patientenorientierten Datenschutz weiterlesen

Kein Kind muss schlafen lernen (Eine seltsame BVKJ-Pressemitteilung)

„Herr Doktor, wir sind völlig verzweifelt, die kleine Marie will immer noch nicht alleine in ihrem Bett schlafen.“„Aber sie ist doch auch erst vier Monate alt.“„Aber in der Krabbelgruppe schlafen alle schon alleine. Und auch durch.“ „Herr Doktor, was sollen wir nur tun. Der Josip kommt jede Nacht dreimal. Dann weint er ganz viel. Und am Ende lege ich mich zu ihm, dann kann er ruhig schlafen.“„Schlafen Sie denn dann alle besser?“„Ja, auf jeden Fall. Dann schlafen wir alle durch.“ „Herr Doktor, seitdem das Baby auf der Welt ist, möchte Emmaluise wieder zu uns ins Bett. Das geht doch nicht.“„Warum … Kein Kind muss schlafen lernen (Eine seltsame BVKJ-Pressemitteilung) weiterlesen

Am kurzen Bändchen

Letztens hatte ich einen „geheimen Termin“, so nennen wir etwas kryptisch die Termine, wenn Eltern nicht sagen wollen, um was es geht (übrigens schwierig für die fMFA, weil die ja abschätzen muss, ob sie einen kurzen, mittleren oder langen Termin vergeben muss). Jedenfalls war es ein junger Mann von 16 Jahren, der sich vorstellte, weil er „Schmerzen da unten“ habe. Genauer beim Masturbieren und, ja auch, beim Geschlechtsverkehr. Mit sechzehn muss er schon ziemlich lange gewartet haben, bis er nun zum Arzt kommt, aber vielleicht wurde es mit der ersten Freundin nun wirklich unangenehm. Ich habe ihn jedenfalls beglückwünscht, dass … Am kurzen Bändchen weiterlesen

Die Vorsorgeuntersuchungen – U8

Nun verlassen wir mit den Vorsorgen den Kleinkind-Bereich und stürzen uns auf die schulvorbereitenden Untersuchungen – mit vier und fünf. Jetzt geht es schon um die so genannten Alltags-Skills, um Selbständigkeit, um Beschäftigung in Ruhe und Ausdauer, um soziale Kompetenz. Unwichtiger sind die körperliche Untersuchung, Herzfehler, die bisher nicht aufgefallen sind, sind selten. Rein technisch untersuchen wir dennoch Seh- und Hörleistung, das machen die fMFA.  Die Augen verändern sich noch bis zum Schulalter, Hörminderungen können jetzt – wenn sie nicht angeboren sind – zumindest sekundär durch Ohrenentzündungen oder vergößerte Polypen entstehen. Auch den Blutdruck messen wir. Größe, Gewicht, die üblichen … Die Vorsorgeuntersuchungen – U8 weiterlesen

Zecken und viel Panik

Hurra, die Sonne scheint, und wieder kriechen auf allen Apotheken-Schaufenstern die Zecken in Großformat oder elektronenmikroskopisch verstärkt. Manche Arztpraxen hängen die Werbeplakate der Impfstoffhersteller raus, schön mit knallrot eingefärbten Risikogebieten (inzwischen haben wir die Mainlinie von Süden her überschritten), so dass man denken möchte, die Invasion kommt aus dem Osten und dem Süden. Wir haben in der Praxis auch schon etliche der Viecher entfernt, vor allem aus Ängstlichkeit der Eltern, weniger aus Unvermögen – es wird ja nicht einmal versucht. Dabei kannst Du gar nicht viel falsch machen: Benutze eine Zeckenzange. Oder Schlinge. Oder Pinzette. Oder die Fingernägel. Ist doch … Zecken und viel Panik weiterlesen

Die Vorsorgeuntersuchungen – U7a

Was machen wir bei Kindern mit drei Jahren? – Körpermaße mit Blutdruck – Sehtest – Diverse Fragebögen an die Eltern – Sprachtest zum Wortschatz – Diverse Steck- und Klötzchenbauspiele – Körperliche Untersuchung Das ist schon ein ganz ordentliches Programm in diesem Alter, aber der Tatsache geschuldet, dass bei der U7a in aller Regel die Kinder erstmals so richtig mitmachen. Wenn sie mitmachen. Denn mit drei Jahren verharren manche noch gerne im Trotz- und Trollalter, bewegen sich erst zögerlich aus ihrer Kleinkindrolle hinein ins Kindergartenalter. Kindergartenkind bedeutet, erste Aufgaben zu übernehmen und selbständig etwas zu tun, also z.B. sich an- oder … Die Vorsorgeuntersuchungen – U7a weiterlesen

kinderdok kocht

Ich schnipple das Suppengrün nur grob, die Zwiebel wird halbiert und kurz mit der angeschnittenen Seite nach unten im Topf angebräunt. Dann zwei Liter Wasser dazu, hei, das zischt. Den Hahn hinein, das grobe Gemüse dazu, wenig Salz, ein wenig Pfeffer – so. Einmal aufkochen. Das darf knappe zwei Stunden köcheln. Temperatur dabei weit runter nehmen. Schnitt. Kurzer Test, das Fleisch fällt sanft. Also: Hahn raus, Grünzeug raus, Brühe durchsieben in einen zweiten Topf. Die Fettaugen vorsichtig abschöpfen – genug Kraft ist da sowieso drin, brauchts nicht auch noch igitt. Der Hahn wird mit scharfem Messer und Gabel zerteilt, die … kinderdok kocht weiterlesen

@BVKJ: Info und Schulung der Betreuer von Kindern mit Krampfanfällen wichtig

„Leidet ein Kind unter Epilepsie, sollte das Personal des Kindergartens und später Lehrer über Notfallmaßnahmen informiert sein. „Die wenigsten wissen, dass sie bei einem Anfall dem Kind nichts Hartes in den Mund stecken oder es fixieren dürfen. Idealerweise erhält das betreuende Personal eine Schulung, wie es sich im Notfall verhalten sollte. Dazu gehört, dass sie bei einem länger als fünf Minuten dauernden Anfall z.B. Benzodiazepin verabreichen sollten, um einen lebensgefährlichen Status epilepticus zu verhindern. Dies muss aber mit den Eltern bei Aufnahme eines Kindes mit der Diagnose Epilepsie abgesprochen und schriftlich festgelegt werden“, rät Prof. Dr. Hans-Jürgen Nentwich, Kinder- und … @BVKJ: Info und Schulung der Betreuer von Kindern mit Krampfanfällen wichtig weiterlesen

Die Vorsorgeuntersuchungen – U7

Die U7 oder „Die unbeliebteste Vorsorgeuntersuchungen aller“ oder „Heute gehts schnell“ oder „Seufz“. Marc-Anton schreit bereits die gesamte Praxis zusammen, im Zimmer zum Vermessen redet die „Tante“ (die fMFA) und die Mutter mit Engelszungen auf den Kerle ein, damit er sich wenigstens für ein Sechzehntel einer Sekunde vor den Körpermessstab stelle. Das Wiegen auf der Waage gelingt auf dem Arm der Mutter, die dafür aber das eigene Körpergewicht preisgeben muß (Gesamtgewicht minus Muttergewicht… schon klar, oder?). „Viel Spaß“, grinst meine fMFA, „ich war schon die doofe Tante, jetzt gehört er ganz Ihnen, Chef.“ – „Heute gehts schnell“, denke ich hingegen … Die Vorsorgeuntersuchungen – U7 weiterlesen