quartalsende II

nun liegt sie da, zu boden gerungen, gemeuchelt, gestreckt. ich bin der sieger. die diskette gefüllt, der briefumschlag beschriftet, ab dafür gen kassenärztliche vereinigung, ab ins ungewisse, was die zukunft bringen mag. wieder drei monate ruhe von … der abrechnung.

ging dieses mal zügiger als ich dachte. das problem sind immer die software-updates des praxisprogrammes – dieses quartal besonders lästig, da un-be-dingt vor der abrechnung einzuspielen, aber erst geschwind anfang dieser woche per post eingetrudelt.

ergo war der tagesplan heute:
13.00 – 15.00 uhr ! update, alle pc-stationen auf vordermann bringen, 35x ärgern über die software-bugs – ein durchweichtes oberhemd.
15.00 – 15.10 uhr ! gkv-abrechnung – diskette fertig (grüsse an alle *alten* hasen – ich weiß, früher hats einen halben tag gedauert).
15.10 – 15.20 uhr pkv-abrechnung –
15.20 – 16.20 uhr ausdruck der pkv-rechnungen. einschließlich diversem papierauffüllen, einmalig tonertauschen und dreimalig den laserdruckern luft zuwedeln. zweites durchweichtes oberhemd.
jetzt ende.
heute abend noch papier falten und briefumschläge füllen. briefmarken päppen, morgen post. nein, ich brauche keine privatärztliche abrechnungsstelle. für das geld gehe ich lieber ins kino:

7 Antworten auf „quartalsende II“

  1. Diskette? Die gibt’s noch? Wieso läuft das nicht über Datenleitungen und entsprechend gesicherte Zugänge (VPN o.ä.)? Wenn man die Außenwelt computertechnisch aus dem Praxisnetzwerk aussperren will, dann reicht doch ein nicht vernetzter Rechner (Netbook, olle Möhre o.ä.) das nur die Daten überträgt und per USB-Stick mit Daten be/entladen wird. Oder hat die Kassenärztliche das Internet-Zeitalter so komplett verschlafen, dass die nur Disketten können?

  2. warum diskette ? können die doch eh nie lesen, CD ? oder KV Safenet ?

    manchmal frage ich mich mit was für einer software du arbeitest, wer zur hölle schiebt kurz vor Q ende noch patch nach ?
    kbv prüfmodul wird es ja nicht sein 🙂

  3. Respekt! Ich gehe da immer nochmal selbst jeden Schein durch. Vor allem wegen Plausibilitätskontrolle von Diagnosen und Medikamenten. Denn das Regress-Schwert hängt immer lockerer. Ich brauch also immer so 6-8 Stunden. Mach ich meist frühmorgens oder nachts.

  4. Diskette, genau. Machen sie bei uns in der Klinik auch. Konnte es kaum glauben. Die Abrechnungsfee hat diesen einen PC, den sie einmal im Quartal anschmeisst, weil der noch ein Diskettenlaufwerk hat.

  5. Ein Glück, dass das meine Chefin immer selbst gemacht hat.
    Viel Erfolg bei den nächsten Abrechnungen. Wir sind noch davon verschont, denn die Niederlassung lässt noch auf sich warten.

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