erkenntnis

letztens. am abend, sprechzeit beendet, vater schummelt sich noch durch die tür. trifft auf die (aufräumende) mfa.
vater: „ich brauche einen hustensaft.“
medizinische fachangestellte: „tut mir leid, aber das kann ich ihnen nicht so einfach rausschreiben, da muss kinderdok erst ihr kind untersuchen.“
vater: „das gibts doch nicht, da war ich jetzt schon bei drei ärzten, und alle wollen mir nicht einfach so mal einen saft aufschreiben.“

aha.
erkenntnis? „hustensäfte sind unwirksam?“ oder „erst die diagnose, dann das rezept“ oder „alle doktors sind doof?“ auf jeden fall: rennen wir erstmal zu drei anderen ärzten, bevor wir zu unserem eigenen hausarzt marschieren. und dann haben wir trotzdem den patienten nicht dabei.

12 Antworten auf „erkenntnis“

  1. Pingback: Baby / Kinder Blog
  2. Lieber Kinderdoc – ich wünsche Dir für das neue Jahr nur das Beste und viele neue Geschichten aus der Praxis über die Du so lachen kannst wie wir.
    Danke für den Blog!
    Pharmama

  3. Warum geht man dann nicht einfach in die Apotheke? Wenn ich für meinen Sohn unbedingt einen Hustensaft haben will, hole ich ihn mir für x€ in der Apotheke – wenn ich aber (wie es bei MIR normal ist) wissen will, was genau mit ihm ist und ob ich Hustensaft (hoffentlich) gar nicht brauche, dann schnappe ich mir meinen Sohnemann und flitze mit ihm zum Arzt. Notfalls auch gegen Ende der Sprechstunde, wenn ich es für soooo schlimm halte.
    Aber einfach ein Rezept für ein Kind?!

  4. Typisch Vollkasko-Mitnahem-Gesellschaft:
    ich weiß Diagnose und Therapie selbst – der Arzt ist bloß der doofe, der das Rezept aufschreiben soll, damit es die Kasse zahlt. Selbstverständlich kostenlos.

    1. Da das Zeug meist rezeptfrei zu haben ist, hätte es das nicht gebraucht… ginge es um den Alkohol, hätte der Vater das sicher gewusst.

      1. entweder gings dem um die Kosten (Kinder-Hustentropfen sind frei!) oder der wollte was mit Codein für sich und hat’s mal beim Kinderarzt versucht weil er bei zwei andern Ärzten abgeblitzt ist.

    2. Ich musste auch grad dran denken, wie mir mal in einer Kneipe jemand was über Hustenstiller und Alkohol als Kombi erzählt hat…

      Aber ist vielleicht doof, wenn ich mich jetzt durchs Blog lese und alle alten Sachen kommentiere…

  5. Die Praxis des Kinder Docs scheint ein wenig frustrierend zu sein wenn man dem blog so folgt. Waere ganz interessant auch mal hier und da eine inspirierende Geschichte zu hoeren – falls es die denn gibt.

    Frohes Neues Jahr!!

  6. Was denn kinderdoc: kannst Du keine Ferndiagnose?
    (nein, das meine ich natürlich nicht ernst).
    Und ich frag mich bei so Sachen immer, warum sie nicht erst in die Apotheke gehen: geht doch schneller und wenn es nur Erkältungshusten und nichts anderes ist, haben auch wir ein paar Mittelchen dagegen. Oder denken die das ist billiger so? Hmmm.
    Einziges Problem: Unter 2 Jährige, die schaut sich auch besser der Kinderarzt an.

  7. Watt ne Pappnase!

    Es gibt doch auch rezeptfreie Hustensäfte, sind das nicht sogar die meisten?
    Und wo ist das Problem, das Kind mit zum Arzt zu nehmen? Dann hätte es schon beim ersten Arzt geklappt.

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