blutabnahmen

das blutabnehmen bei kinder ist eine künstlerische tätigkeit. bei erwachsenen kann das ja fast jeder solange der patient nicht adipös oder chemotherapiert ist 😉 . kinder wehren sich – verständlich. sie pfeifen oft auf gutes zureden – nachvollziehbar. und die bemühungen von gummibärchen vorneweg und hintennach, betäubenden hautsalben und ablenkungen verpuffen oft genauso schnell, wie der dokter die nadel setzt.

blutabgenommen wird in den seltensten fällen in der ellenbeuge. da zapft man am handrücken (sehr beliebt), am handgelenk (v.basilica – ganz grosses kino), auch mal oberhalb des handgelenkes (v. cephalica – die anästhesistenvene), in verzweifelung auch am fuss oder an den kopfvenen (letzteres doch eher bei säuglingen – nicht bei jugendlichen …).

ein wichtiger faktor ist selbstredend die hilfe bei blutabnehmen. eine superkompetente arzthelferin, die weiss, in welchen momenten sie das kind wie halten muss, die dabei noch beruhigend spricht und gleichzeitig auf die geschnauztenraunten anweisungen des dokters achtet, ist eine  multitaskingwunderperson perle. bei säuglingen muss das halten des armes oft gleichzeitig eine staufunktion der venen erfüllen – auch das will gelernt sein. ein zuviel lässt den blutfluss stocken (zu wenig arterieller nachfluss), ein zuwenig ebenso (zu wenig venöse stauung – und das risiko des „wegziehens“).

oft tropft des blut. nein, es wird nicht immer schön säuberlich in röhrchen gezapft per butterfly, bajonett-system oder sonstige segnungen der medizintechnik. kinderärzte sind mitunter metzger vampire handwerker: der kanülenkonus wird abgeknickt und die nadel solo zum blutabnehmen geschoben – das will geübt sein. jahrelanges krankenhaustraining in allen altersklassen. und stehts eine enorme sauerei auf dem praxisboden oder dem wickeltisch. immer immer mit handschuhen.

achja klar: eltern gibt es auch. danke denen, die ruhig und liebevoll mit ihrem kind reden, egal ob neugeborenes oder schulkind. toll die, welche ablenken, welche singen, welche zuhause schon vorbereiten auf die gemeine prozedur. und die wirklich trösten können, ohne zu bejammern oder zu bedauern. gerne auch die, welche selbst eine träne zerdrücken. und authentisch bleiben. und entgegen aller vorurteile: noch ist keiner umgekippt. auch kein vater.

blutabnahmen. es gibt schöneres in der kinderheilkunde. ich gestehe. bei jedem kind, das morgens dazu ansteht, habe ich noch immer nach jahren der übung ein grimmen im bauch. ich mache es nicht gern. ich vertraue zwar meinen fähigkeiten, und kinderärzten gelingt es oft blut zu finden, wo man weit und breit nichts sehen kann – die anatomie ist doch bei allen mehr oder weniger gleich. aber zu tief sitzen die erfahrungen der krankenhauszeit, in der man oftmals kleinlaut den kollegen die kollegin zu hilfe holen musste, um die prozedur zu übernehmen. man war erst erfahren und gross, nachdem man einmal selbst hinzugezogen wurde.

„schau mal, kirschsaft!“ – „der dokter ist heute ein vampir!“ – „um gottes willen, soviel blut?“ (in fact 3ml) – „ich denke, wenn ich mein kind (3 monate) auf dem arm halte, gehts besser.“ – und wie immer: „das tut nicht weh.“

und wer mal üben will

46 Gedanken zu “blutabnahmen

  1. Oh weh, was hab ich da mit meinem Kleinen mitgelitten! Am Allerschlimmsten war die Ärztin auf Intensiv… die hat ewig am Arm rumgestochert und da sie da nichts fand ging sie an den Kopf! Und das nach 3 Wochen intensiv (Nerven eh am Boden). Am Kopf hat sie auch mindestens 3, 4 mal gestochen, bis sie endlich ihre paar Tropfen Blut hatte! Zum Glück war das meine Lieblingsärztin, es gab welche, denen wär ich ins Gesicht gesprungen! Das ist für Eltern einfach ganz schwer zum zuschauen und ertragen….

    Gefällt mir

  2. Als mein Kleiner auf der Neo lag war es ech super schlimm fuer mich, diese Nadel im Kopf zu sehen (OK, das war fuer Infusionen, aber immerhin eine Nadel im KOPF!) *aechz*. Einmal war ich auch beim Blutabnehmen dabei und das ging ratzfatz.

    5 Monate spaeter musste nochmal ein Zugang gelegt werden – anderes Krankenhaus, Arzt mit super zittrigen Haenden, der die Nadel NICHT ruhig halten konnte, ich ganz entspannt, Baby bruellend von der Schwester festgehalten. Nach dem 7. Anlauf (in beiden Handruecken und beiden Fuessen) bat ich dann um einen anderen Arzt und erntete entgeisterte Blicke. Neue Aerztin kam (Anaesthesitin) – schwupps, der Zugang war gelegt. Kind ruhig, Arzt grummelig, Schwester genervt, Mama gluecklich ;).

    Und zuletzt mit 2 1/2 hat er beim Blutabnehmen (Armbeuge) nicht mal mit der Wimper gezuckt *stolz auf meinen zwerg bin*.

    Ich bin auch bei mir kein Fan vom Blutabnehmen – und das trotz mehrfachen Blutspendens – aber bei den Kleinen tut es mir immer extra weh – aber ich gehoere eher zu den bespassenden Eltern, keine Sorge :-P.

    Gefällt mir

  3. Wir hatten es zum Glück erst zweimal. Unsere Kleine 2 Jahre war super tapfer, aber völlig entsetzt am weinen als es wirklich wie angekündigt weh tat und besonders gemein war der eigene Papa hat sie angezapft. Ging leider nicht anders, da er Notdienst hatte und sie lieber Papa als einen fremden Arzt wollte und im Notfall eben auch keine Zeit für Pflaster und lange Überlegungen ist.

    Beim zweiten (geplanten) Mal hatte der Papa „Zaubersalbe“ besorgt und mehr als gerne unserem Kinderarzt das Feld überlassen und da tat es zum Glück nicht mehr weh. Sie hat ganz still gehalten und nicht geweint. Ich war so stolz. Wir haben auch versucht sie abzulenken, aber sie wollte gerne zu schauen und es war ja dann auch ok.

    Gefällt mir

  4. Hm also ich finde in der Ellenbogenbeuge tut Blut abnehmen doch am wenigsten weh oder? Also am Handgelenk finde ich da bei weitem unangenehmer, ebenso auf dem Handrücken :-/

    Ich darf mir oft von meiner Mum anhören das ich immer ganz brav beim Arzt war und nie Probleme gemacht habe bei Spritzen 😉 Yeah!

    Gefällt mir

  5. oh wie kann ich das nachvollziehen…
    Ich darf ja bei mir in der Praxis nur ran, wenn meine „Perle“ mehr als zwei Mal nix gefunden hat. Dann ist es auch nicht immer leicht. Gestern musste auch ich 2x pieksen (sie war gut ernährt, die Dame).
    Noch schlimmer ist es bei meinem Sohn. Der ist zwar schon Teenager, aber er stellt sich immer noch …

    Gefällt mir

  6. hm… bis zu dem tag, als der kleine mit gehirnerschütterung ins krankenhaus musste war blut abnehmen kein thema, genau wie zahnarzt, alles immer prima.
    an dem tag aber war alles anders, die stocherte da rum (später erfuhren wir sie ist neu gewesen und aufgeregt… mist), erst rechts, dann links, beide armbeugen blau dann kam die andere ärztin legte den zugang und alles paletti, allerdings hat der kleine noch heute damit zu tun
    inzwischen geht es einigermaßen, er schaut mich dabei an und krampft nun nicht mehr ganz so doll und wenn es mal gut geklappt hat dann nur noch von der person, find ich gut seine meihnung zählt und um so entspanter ist er, dafür geh ich halt auch nochmal zu einem zweiten termin, aber er lässt sich entspannt blut abnehmen

    Gefällt mir

  7. meine kinder mußten beide sehr sehr oft blut lassen.
    durch die neugeborenen intensiv bin ich vielleicht ruhiger geworden wenn meine kinder blut lassen müssen, da es ein alltägliches bild ist. und doch finde ich es immer wieder schlimm – nur nicht zu ändern…..

    als wir im herbst ins kkh eingewiesen wurde mit dem verdacht auf eine schwere erkrankung stand natürlich auch eine blutentnahme an und der arzt wollte mich und meinen mann rausschicken

    ich hab mich strikt geweigert: für mich war es immer wichtig das ich dabei bin und mein kind nicht ausgeliefert zurück lasse bei „fremden “ menschen.
    für mich wäre es das schlimmste gewesen mein kind im stich zu
    lassen !

    meinen mann schicke ich allerdings immer raus…denn er legt sich hin :o) schon live und in farbe erlebt * hihi*

    Gefällt mir

  8. Außwe den obligatorischen und unspektakulären Impfungen haben wir erst eine Erfahrung mit Nadeln. Da musste Blutabgenommen und ein Zigang für den tropf gelegt werden dank Norovirus.
    Die Ärztin und die Schwester haben uns Eltern freundlich vor die Tür gesetzt und nach wirklich ganz kurzer Zeit durften wir dann zum Trösten wieder rein. Nach ein paar Minuten war alles vergessen und Gott sei Dank hat die Lütte den Zugang in Ruhe gelassen.

    Nun erzähle ich immer wenn bei mir abgenommen wurde, dass das nur ganz kurz weh tat und dass es nur ein ganz kleines Loch gibt. In der Hoffnung, dass ihr die Porzedur dadurch normaler erscheint, wenn das mal bei ihr gemacht werden muss.

    Gefällt mir

  9. Ohja *seufz*. Ich gehöre zur Kategorie 1… diejenigen, die nach dem zweiten Mal kleinlaut zum Kollegen schleichen müssen, der dann den Zugang scheinbar mühelos in die Venchen hinein befördert. Nicht immer und auch immer weniger, aber dennoch ab und an.

    Ich möchte an dieser Stelle auch einmal die Lanze für die Neuanfänger in der Kinderheilkunde brechen. Ich kann sehr gut nachvollziehen, wenn man für sein Kind am liebsten den erfahrensten aller Blutabnehmer will, der einmal piekst und fertig. Leider, leider ist Blutabnehmen keins von den Dingen, die einem in die Wiege gelegt werden und man kann es. Blutabnehmen bedeutet Übung, Übung, Übung. Und auch wenn man am liebsten möchte, dass an jedem anderen geübt wird, nur nicht an dem eigenen Kind – das funktioniert einfach nicht.

    Vielleicht beruhigt es euch ja zu erfahren, dass ich mit jedem Kind mitleide, egal, ob Treffer oder nicht und dass es mir genauso leid tut wie euch, wenn ich es nicht auf Anhieb schaffe 🙂 . Habt ein bißchen Nachsicht… auch beim pieksen ist noch kein Meister vom Himmel gefallen 🙂 .

    Gefällt mir

    1. Ich hatte ja geschrieben, dass ich um einem neuen Arzt gebeten hatte.
      Der Arzt WAR erfahren – langjaehriger Kinderarzt dort im Kinderkrankenhaus – arbeitet auf der Neo! Und da er nicht mal die Haende ruhig halten konnte … Ne, das ging nicht.

      Sonst habe ich kein Problem mit „frischen“ Aerzten, die das lernen muessen :). Aber von ihm hatte ich mehr „erwartet“ ;).

      LG,

      Gefällt mir

    2. Ganz Deiner Meinung – danke, dass Du es so offen anspricht. Wenn jeder nur den Vollprofi an sich ranlassen würde, gebe es in spätestens 40 Jahren keinen mehr der noch Blutabnehmen und Zugänge legen kann. Wir haben ALLE angefangen…

      Gefällt mir

  10. Das ist wohl der Nachteil an diesen Plastik-Trainern, die meisten geben keinen Mucks von sich und zappeln nicht.

    Da war ich als Zivi schon immer fasziniert von, von diesen absolut ruhigen und routinierten Oberärzten, die mit der linken Hand am Ärmchen stauen, grad noch die Kanüle abbrechen und mit rechts zielsicher mitten im „nichts“ pieksen…und dann auch noch Blut zu Tage fördern. Respekt.

    Gefällt mir

  11. Wieso sollen die Eltern nicht ihre Kinder halten?

    Unsere KiÄ hat gar nicht drum gebeten, dass die Helferin meine Tochter nimmt. Sie hat sie reingerufen zur Verstärkung, ich hab das Kind gehalten/fixiert und den Arm gleich mit gestaut nach Anweisung. Das Kind war vorbereitet auf den Piekser, zuckte nur kurz beim einstechen und sah dann fasziniert zu, wie das Blut in die Röhrchen tropfte. Die Helferin war fast arbeitslos, durfte dann aber die neuen Röhrchen anreichen und die vollen abnehmen. Die Ärztin war begeistert, hatte doch vorher schon nach Ohropax gefragt. 😉
    Es hat vermutlich aber schon weh getan, denn der Handrücken war danach tagelang großflächig quitscheblau geworden. Aber das war nicht schlimm, das Kind konnte danach voller Stolz ein Pflaster mit Bakterien drauf im Kindergarten präsentieren 😉

    Gefällt mir

    1. Ich kann nur für unsere Klinik reden… es mag also sein, dass der Kinderdoc da eine andere Meinung hat.
      Einmal geht´s um das Fachliche… wie ja oben schon geschrieben ist mal eben halten und stauen nicht halten und stauen 🙂 . Ich würde nie, nie, nie eine erfahrene Schwester gegen eine Mama eintauschen – denn das würde im Großteil aller Fälle bedeuten, dass die ganze Prozedur in die Hose geht (das Gegenteil bestätigt die Ausnahme 🙂 ).
      Auf der anderen Seite möchten wir einfach nicht, dass die Mama hält, weil die Erfahrung des Blutabnehmens für die allermeisten Kinder eine Erfahrung ist, die weder schön noch irgendwie positiv ist. Wir bei uns möchten nicht unbedingt, dass das Kind damit die Mama als Verantwortliche in Verbindung bringt. Die Mama soll trösten, nicht mit Gewalt festhalten müssen 🙂

      Gefällt mir

      1. Bei unserer Kinderärztin wird auch immer auf dem elterlichen Arm geimpft, außer man möchte das nicht als Elternteil.

        Ich war recht glücklich damit, dass ich das Kind halten konnte. Bei Fremden auf dem Schoß hätte es wesentlich mehr Theater gegeben, da wäre sie nicht so einfach sitzen geblieben. Vor lauter Faszination über die Nadel hat sie auch kaum mitbekommen, dass ich sie so fest gehalten habe. War ja auch fast nicht nötig, außer halt wegen dem Stauen des Arms.

        (als Mama kommt man viel zu oft in den zweifelhaften Genuss, sein Kind mit Gewalt festhalten zu müssen 😦 zumindest wenn das Kind gelegentlich auf die Idee kommt, auf die Straße zu rennen o.ä.)

        Gefällt mir

  12. Wir haben auf der Kinerstation ja meist geplante Blutentnahmen, da gibt es dann immer vorher das Zauberpflaster (schau mal, deine Haut schläft jetzt) und danach die Schatzkiste.
    Die Schwestern halten das Kind fest und die Mamas trösten (wie Sternenmond geschrieben hat). Oder sie gehen solange raus, bei uns kippen die Mütter wie die Väter leider regelmäßig aus den Latschen. (Meist diejenigen die zuvor fest beteuert haben, sie können Blut sehen, das macht ihnen nichts aus. Ist beim eigenen Kind eben doch etwas anderes).

    Nach drei Mal stechen wird Pause gemacht (wenn es möglich ist) oder ein anderer Arzt geholt.

    Und wenn man mir Blut abnimmt, dann nur im Liegen. Ich kippe schon um bevor der Arzt das erste Rührchen angereicht bekommt.
    🙂

    Gefällt mir

  13. „bei erwachsenen kann das ja fast jeder“ – da muss ich doch aufs heftigste widersprechen. OK, ich falle in deine ausgeschlossene Kategorie der Adipösen, aber was ich in meinem kurzen Leben schon an Metzgern erlebt habe bei Infusionen oder Abnahmen das geht auf keine Kuhhaut mehr.
    Bisher hats immer in der linken Ellenbeuge am besten funktioniert, aber fast kein Arzt laesst sich von dem dummen Patienten einen Tip geben. Nein, da muss erst das Handgelenk vorne und hinten zerloechert werden, dann bringt man den rechten Arm auf Junkie-Zustand, nur um dann widerwillig nach zehn Anlaeufen doch mal die Stelle zu nehmen die der Patient vorgeschlagen hat. Kannjanichtsein dass ein Laie weiss wo man zu stechen hat. Gehtjamalgarnicht.

    Gefällt mir

    1. Jaaa, die Erfahrung hab ich auch gemacht.
      Was ich gelernt habe, ist niemals, aber wirklich NIEMALS sagen, dass es bei einem schwierig ist, Blut abzuzapfen. Dann kommt dieser Na-das-wollen-wir-doch-mal-sehen-Blick gepaart mit noch intensiveren rumstechen.
      (Ein Arzt hat tatsächlich mal die Stelle mit nem Kugelschreiber markiert. Da wäre ich am liebsten davon gelaufen.)

      Mehr zum Thema…
      meiner Tochter musste Blut abgenommen werden, als sie gerade mal 3 Wochen alt war. Ich war eh schon fix und alle, weil sie überhaupt im Krankenhaus war (sie hatte eine Urachusfistel). Mamasein war noch ganz neu, ich mich schuldig gefühlt ohne Ende (unsinnigerweise) und dann wird ihr noch am KOPF blut abgenommen. Neee, da bin ich dann mal tränenüberströmt ausm Zimmer gelaufen und mein Mann durfte bei ihr bleiben.
      Da mach ich mir irgendwie immer noch vorwürfe, weil ich lieber geheult hab, als zu trösten (obwohl ihr das wohl so rein gar nichts ausgemacht hat) Dafür tröste ich heute umso mehr 😉

      Gefällt mir

    2. Siehste, da bin ich schlauer. Ich steche meistens da, wo der Patient will- schließlich kennen die sich selbst schon ein Weilchen länger und haben doch oft recht, außerdem ist der dann selbst mit schuld, wenns nicht funktioniert… Ist ja irgendwie auch ein sportlicher Ehrgeiz egal welche gewünschte Vene zu treffen und daher frag ich jeden:
      „Na, wo darf ich? Links, rechts oder in der Mitte?“ 😉

      Gefällt mir

  14. Ich musste bisher noch nie bei einem Kind stechen. Wenn ich Erwachsene auf der Trage habe und sehe, da sind etwas schwierige Verhältnisse frage ich (wenn möglich) wo es denn meist am besten klappt. Wieso soll ich mich und dden/ie Patient(in)en ärgern wenn ich mir mit einer gezielten Frage eine gute Stelle gezeigt bekomme?

    Gefällt mir

  15. Oh ja, am Blutabnehmen erkennt man den Kinderarzt! Da sind die Unterschiede wirklich gewaltig. Unser Großer muß alle 3 Monate zur Blutbild-Kontrolle. Die jetzige KiÄ macht das ganz großartig (10 Jahre KH-Erfahrung), sie hat eine ungewöhnliche Haltetechnik, bei der Papa / Mama seitlich auf der Liege liegt und das Kind vor sich liegend festhält. Klar muss jeder mal üben und anfangen, ich stelle mich beim Blutspenden immer gern als Übungsobjekt zur Verfügung (ist bei mir aber auch wirklich einfach), aber es geht dabei sehr um die Ausstrahlung des Arztes. Wenn der Arzt schon so ein „Ogottogott, ich weiß nicht, ob ich das schaffe, das wird sicher ganz schlimm“ verströmt, ist die Sache eigentlich schon gelaufen. Und ärgerlich werde ich, wenn die Abläufe nicht klar geregelt sind, z.B. die Arzthelferin nicht weiss, welches Röhrchen sie wann anreichen soll und es sich dadurch unnötig in die Länge zieht.
    Ich würde mein Kind immer selbst festhalten wollen, um sofort trösten zu können. Ok, bei der Lumbalpunktion habe ich darauf verzichtet, da mussten erfahrene Leute festhalten. War aber faszinierend anzusehen. Und besser einmal am Kopf stechen als fünfmal an den Händen probieren!

    Gefällt mir

    1. Ganz toll sind Hämatologen, die der Mutter eines 3-Monate-Babys, die schon bei ca. 20 Blutabnahmen ebendesselben zugegen war, nicht glauben, dass die Venen auf dem Handrücken eigenwillig sind, und schweißgebadet nach sieben vergeblichen Versuchen (und arg lädierten Babyhandrücken) besagte Mutter, die „Ich habe es ihnen ja gesagt“ raunt, anschreien, dass man sich den Kommentar sparen möge.

      Ansonsten taten mir die jungen Ärzte im KH immer sehr leid. Unsere 60-jährige KiÄ konnte mich dagegen tief beeindrucken, als sie nur einmal zustach (wo ich wirklich keine Vene vermutet hätte), das Blut sofort floss, nix daneben ging und kein Hämatom entstand.

      Gefällt mir

  16. Mmmh, keine Ahnung – bin ich so eine Ausnahme? Also ich möchte in so einer Situation meinem Kind beistehen und ich möchte es am liebsten selbst festhalten, da ich ja weiß, dass das Kind ganz fest gehalten werden muß, damit es nicht wackelt. Also das traue ich vor allem mir selbst zu, und nicht irgendwelchen anderen Leuten – im Krankenhaus habe ich schon genug unerfahrenes Personal erlebt, dass recht unsicher war – auch unsicher, vor der Mama ein Kind so festzuhalten! Mir bricht eher das Herz, wenn ich mein Kind da in fremde Hände geben muß. Warum muß man da beunruhigt sein, zittern etc? Bin ich da herzlos, wenn ich alles tun möchte, damit meinem (Neugeborenen) Kind das so kurz und schmerzlos wie möglich gemacht wird? – Und unser Kinderarzt macht das so beiläufig, dass auch das Kind nicht aufgeregt wird. Bei meinem Dreijährigen sagte er: „Du, das tut jetzt aber ein bischen weh. Da mußt Du dann aber laut AU sagen. Ich sags Dir, wann Du AU sagen mußt. So jetzt AU! – ja mei, Du hast ja garnichts gesagt??“ Und schon wars vorbei.

    Gefällt mir

      1. Ich halte meinen Sohn auch selbst fest. Aber seit seiner ersten Blutabnahme aus dem Kopf, als er 2 Wochen alt war, kann mich auch nur noch wenig erschüttern.

        Gefällt mir

      2. Richtig fies war das Blutabnehmen aus der Ferse beim Kleinzwerg. Das hat – ambulante Geburt – die Hebamme gemacht. Unter leisem Schimpfen auf die Krankenhausärzte, die die Mutter da in der Regel nicht dabei sein lassen („machen wir schnell, spürt das Kind kaum, wir bringen’s gleich wieder“) – und dann wundert sich Muttern nachher, dass das Kind so zusammenzuckt beim Sockenanziehen…
        Und ehrlich, ich war froh, das Zwergli dabei stillen zu können. Dem hat die ausgiebige Piekserei (unglaublich, wie schwer es sein kann, die paar Blutstropfen rauszubekommen) nämlich nicht gefallen, aber mit der Futterei war er ganz gut abzulenken.

        Gefällt mir

  17. Gefallen hat mir das auch nie, aber was sein muss muss sein! Ich hab da nie ein großes Aufhebens drum gemacht unser Kinderarzt auch nicht. Mit dem Erfolg, dass der Große sich seit seinem 5. lebensjahr problemlos picksen lässt und der Kleine mit zwackigen 6 Jahren der ÄRztin in der Uniklinik androhte es gäbe Ärger wenn die Braunüle nachher nicht richtig liege und es weh tun oder brennen würde *g*, ich lag fast vor Lachen fast unter der Liege…

    Gefällt mir

  18. ich gestehe – ich seh es wie du: wat mutt, daß mutt. und eltern (bitte alle einmal weghören) können tatsächlich die pest sein. ich hatte schon mütter mit ihren (fast halbwüchsigen) töchtern in der ambulanz sitzen, die ich nach 2 minuten vor die tür schicken mußte, damit die tochter wenigstens EINMAL zu wort kam…

    aber – das verständnis reicht (leider ;)) nur bis zu einem ganz gewissen punkt: MEINEM kind. da werd ich genau zu der sorte hysterischer, inkompatibler, schwer ausstehbarer katastrophenmutter, die ich sonst am allerliebsten von hinten sehe…

    man möge mir verzeihen. und all den anderen auch… 🙂

    Gefällt mir

  19. Mal eine wahrscheinlich ganz dumme Frage:
    Egal wo am Körper ich mal wieder versehentlich Kontakt zu fiesen spitzen Gegenstände wie Messern, Glasscherben, eifrigen Fingernägeln, Straßen usw. habe, blutet es sofort. Wieso ist es dann so schwierig Blut abzunehmen? Warum braucht man da unbedingt das Blut aus einer Vene? Ist es irgendwie anders beschaffen, wenn es aus einem Nicht-Venen-Loch tropft?

    Gefällt mir

    1. 1. Willst Du die Kinder mit einer Glasscherbe schneiden, oder was hast Du vor?

      2. Ja, es muss eine Vene sein, weil Du sonst die benötigte Menge nicht bekommst.

      3. Braucht man nicht so viel gibts ja schon nur den Picks in die Fingerkuppe (wobei ich nicht weiß was mehr weh tut…)

      Gefällt mir

      1. 1. wie verhaltensoriginell – schnitte bluten stärker als stiche – sinn: soll nach dem stich ja auch wieder aufhören zu bluten
        2. bei einer gewebsverletzung oberflächlich wird mehr gerinnungssubstanz freigesetzt, da würde es nicht lange genug fliessen. mit einer liegenden nadel dauert es länger.
        3. wer sticht denn in die fingerkuppe? schämt euch. macht man schon lange nicht mehr – wenn, dann seitlich unterhalb der tastrezeptoren – ist dann auch für musiker kein problem.

        Gefällt mir

      2. Nen Stich in die Fingerkuppe hab ich letztens erst bei einem Diabetiker beobachtet. Ob dem das jemand gesagt hat, dass das nicht mehr lege artis ist?
        (Ist aber auf jeden Fall ne interessante Info.)

        Gefällt mir

  20. …schön auch die mutter zu ihrem dreijährigen, nachdem wir dem kind dann „unsägliche massen“ an blut entnommen hatten:“ normalerweise gehören solche menschen wegen misshandlung angezeigt. aber heute darfst du die tante da mal ganz doll treten, weil sie dich gepieeekt hat !!!“

    auch gern genommen bei „blut aus dem finger“, dass mutti dir ihre 20 cm kunstnägel versehentlich 🙂 in die hand rammt. zur strafe….seufz

    Gefällt mir

  21. Ach ja, das Blutabnehmen. Mir macht das nichts aus, es gibt eigentlich auch keine blauen Flecke, bis auf das eine Mal als mir eine Medizinstudentin ein Hämotom von etwa 8cm Durchmessern verpasste. In der Armbeuge. Au.
    Zugucken mag ich aber auch nicht, das wird mal noch spaßig, wenn ich mal Kinder hab.

    Meine Mutter ist da schlimmer dran. Sie hat sehr schlechte Venen und weist die Ärzte immer gleich darauf hin, dass sie das Blut lieber sofort vom Handrücken nehmen sollen. Bisher hat nur einer auf sie gehört.

    Gefällt mir

  22. von mir wollten sie erst im Alter von 18/19 Jahren mal Blut haben (sonst weiß ich nichts mehr..) und das war freiwillig für Typisierung. Beim Blutspenden „muss“ ich zuschauen, ich mag es einfach nicht, wenn ich nicht weiß was wann wo gemacht wird.

    Gefällt mir

  23. Ach ja. Ich muss zugeben, ich habe, als der Kleine (6Mte) damals mit Lungenentzündung ins Krankenhaus musste, beim Blutabnehmen geheult wie ein Schlosshund. Die Assistenzärztin gehörte zur Kategorie: „zittrig,, nervös, wenns nicht klappt, hole ich die Anästhesisten“. Hat sie dann auch. Die haben es an beiden Handrücken, am Fuss und dann doch am Handrücken versucht. Hinterher waren alle schweissgebadet. Ich halte mein Kind auch lieber selber (stauen etc. machen die Profis), ich will sie nicht allein lassen. Hat mich wohl geprägt, dass meine Mutter (kann kein Blut sehen) mich mit zweieinhalb beim Nähen einer Kopfplatzwunde allein mit den Ärzten gelassen hat. Später dann nochmal, mit 12 beim Entfernen eines Muttermals….ich kann zwar beim Blutabnehmen nicht hinschauen (vermutlich könnte ich schon, aber ich muss ja kein Umkippen riskieren), aber festhalten? Das muss sein. (bei unserem Kinderarzt und auch im Krankenhaus wird für Entzündugszeichen immer Blut aus dem Finger genommen.)

    Gefällt mir

Gib Deinen Senf dazu. (Wenn Du kommentierst, stimmst Du der Datenschutzerklärung dieses Blogs zu)

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.