prinzessin II

ich: „haben sie denn mal fieber gemessen?“
mutti: „ach nein, wissense, das mag sie nicht. und ich dachte, wenn ich schon zu ihnen komme, können sie das machen.“
… fiebermessen, untersuchen usw. usf.
ich: „naja, wenn das fieber höher geht, können sie mal ein fieberzäpfchen geben.“
mutti: „ach wissense, das mag sie nicht. gibts das nicht auch als saft?“
ich: „sicher. kostet ja auch mehr. und dann noch zweimal täglich die nasentropfen.“
mutti: „mmh. wissense, das mag sie auch nicht so. gibts das nicht auch als spray?“
ich: „klar, kostet auch mehr., schreibe ich ihnen auf.“
… anziehen, einleiten der verabschiedung …
ich: „tschüss, maddy-susa-lotta.“
prinzessin: „…“ demonstratives wegschauen.
ich: „na prima, das mag sie auch nicht, stimmt´s?“
mutti: „achja. die ist immer so schüchtern beim sprechen.“
mutti: „naja. muss sie ja auch nicht.“

48 Antworten auf „prinzessin II“

  1. Hier ist wohl eher die Mutter die Prinzessin und der Kinderdok der Leibeigene – Haus- und Hofarzt fuers Fiebermessen ;-).

  2. Stimmt, und sprechen muss man auch nicht. Wozu auch? Mit Quengeln und Zeigen kommt man ja auch ’ne Zeitlang durchs Leben…

  3. Also ganz ehrlich, bevor ich meinem Kind antue, dass jemand anderes ihr Fieber misst, messe ich doch lieber selbst! Natürlich gefällt es auch meinem Kindchen nicht, aber nun ja, das leben ist kein rosaroter Ponyhof… oder so ähnlich. 😉

  4. Nee, echt? Feige Mutter… klar mögen Kinder oft mal kein Fiebermessen; aber dann mach‘ ich das doch gerade selbst und lass nicht den Arzt ran.
    Nasentropfen – bei einem meiner Kinder war die Situation zeitweise tatsächlich so, dass mein Mann und ich zu zweit keinen Tropfen in die Nase bekommen haben (dafür viel in den Mund) – aber Nasenspray kostet auch nicht die Welt, wenn man’s selbst bezahlt.
    Allerdings: „kostet auch mehr“ darf mir meine Kinderärztin gerne sagen. Dann weiß ich doch, woran ich bin.

  5. ha haaaaa und ich kenne mindestens 5 Mütter inkl. Töchter, die genau so sind. Und ich dachte schon, ich übertreibe. hihi, wiedermal köstlich amüsiert!

  6. Mein Gott, Mütter gibt es *kopfschüttel*
    Wenn mein Kind etwas nicht mag, dann lass ich das schon gar keinen anderen erledigen. Und wenn das Kind irgendeine Medikamentenform nicht mag, gibt es immer noch Trick 17 um sie zu überzeugen, denn die Medikamente gibt es ja (hoffentlich) nicht für immer.
    Aber naja, das ist halt auch eine Form von Verantwortungslosigkeit…

  7. Es gibt viele Prinzesschen da draussen glaube ich, aber ich glaube es gibt sogar noch mehr prinzen, nur wagen die dann irgendwann den befreiungsschlag- das ist so mein Eindruck.

    hach, da hab ich dann mal das söhnchen zum nasentropfen rumgekriegt hat er prompt nasenbluten bekommen darauf.
    ein halbes jahr später nochmals der versuch: wieder nasenbluten, aber da hilft auch spray nicht….
    ist so ein dünnhäutiges, rothaariges kerlchen. Auch pflaster sollte man besser lassen, denn beim abziehen hängt meist ein stückchen haut mit dran.

  8. Und wieder schon am frühen hefige Zuckungen der Lachmuskeln. Solche Mütter mit eben diesen Anhang gibt es ja tatsächlich, leider viel zu wenige die darüber so amüsant schreiben.

    Nasentropfen sind bei so kleinen Wichten ja meistens etwas problematisch, und welches Kind mag schon gern Zäpfchen? Aber wenn Mutti immer alles unangenehme fern hält, was soll da bei ´raus kommen?

  9. Ich versehe Zäpfchen immer mit einer hauchdünnen Schicht Vaseline, bevor ich sie reinschiebe. Bevor das Kind noch mucksen kann, ist es auch schon vorbei. Desgleichen beim Fieberthermometer. Trocken und ohne „Gleitcreme“ sind die nämlich wirklich fies – das weiß ich noch aus meiner eigenen Kindheit. Meinen Eltern war das allerdings so ziemlich egal. Da mußte man halt durch – Ende der Debatte.

    Aber auf die Idee, das den Arzt machen zu lassen, bin ich bisher noch nicht gekommen. Je weniger meine Kinder Ärzte mit Unangenehmem assoziieren, desto lieber ist mir das doch.

    Oder hatte die Mutter evtl. einfach Angst, das Kind versehentlich zu verletzen, wenn es sich wehren sollte? Kann ja sein, daß sie einfach dachte, Sie bekämen das rein technisch betrachtet besser hin.

    1. Das mit der Vaseline hat unser Kinderdoc ausdrücklich verboten. Wie steht denn der hiesige dazu?

      Wir behelfen uns seitdem damit, das Zäpfchen (eingepackt) in der Hand anzuwärmen. Dann hat es schon mal Körpertemperatur und ist an der Oberfläche auch flutschiger.

      1. Mein Tipp: Zäpfchen ganz kurz unter warmes Wasser, dann flutscht es einfach so rein. Nachteilig ist das nur bei Zäpfchen die brennen (Ibuprofen ist da so ein Kandidat), da verstärkt das „flutschig“ machen dann auch das Brennen beim Einführen.

    2. Die meisten Ärzte messen doch mit einem Ohrthermometer. Das ist etwas angenehmer, denke ich.
      Muss ja auch nicht der Arzt machen, sondern evtl. eine Arzthelferin. (Ist natürlich kein Grund für die Eltern, das Messen ganz dem Arzt zu überlassen.)
      Würde mich auch interessieren ob hauchdünn Vaseline aufs Zäpchen verwerflich ist.
      Beim geschmierten Fieberthermometer allerdings habe ich schon Temperaturverfälschungen beobachtet.

      1. Mit einem Ohrthermometer kann man ja wohl auch selbst messen. Machen wir auch. Ich weiß, dass es ein besseres Schätzeisen ist, aber soo genau muss ich die Temperatur in der Regel nicht wissen und wenn doch, liegt hier immer noch ein normales digitales Thermometer herum.

        Zäpfchen hauche ich an und reibe sie ein wenig, dann flutscht’s. Machen sich bei unkooperativen Kindern immer noch besser als Saft ;-).

  10. Bei unserem klappt das „los,wir warten bis es piept“-Fiebermessmethode ganz prima. Mit der Vaseline mach ich auch so, bei Zäpfchen und beim Thermometer.

  11. Ich finde mich da fast in dieser Beschreibung wieder 😉 Fieber messe ich äusserst selten, mögen meine Kinder nicht und ich finde es meist nicht so wichtig. Entweder haben sie Fieber und fühlen sich mies, dann muss was gemacht werden. Oder sie haben Fieber sind aber höchstens schlapp, dann brauchen sie auch nur Ruhe, das hängt nicht unbedingt von der Temperatur ab.
    Allerdings hätte ich lieber die Zäpfchen genommen als den Sirup. Ich bringe in mein eines Kind keine Medikamente. Ich kann es zwar auf dem Bett sitzend mit meinen Beinen und einem Arm fixieren und gleichzeitig den Mund aufhebeln und mit der freien Hand soviel des Medikaments wie möglich eingeben. Aber nach dieser Prozedur kotzt sie das wieder aus. Natürlich versuche ich es vorher mit gut zureden und argumentieren und dann befehlen, hat nur einen Weinkrampf zur Folge auch wenn sie bei allem andern nicht so drauf ist.
    Also, ich möchte lieber Zäpfchen, meine Prinzessin mag keinen Sirup. Und die Nasentropfen können sie sich gleich sparen, da lohnt sich für mich der Kampf einfach nicht.
    Und sie sagt auch nicht auf wiedersehen wenn sie jemanden nicht kennt, ich könnte sie zwar dazu zwingen (ihre Arme mit Gewalt bewegen oder andere Vorschläge?), aber damit würde der Arztbesuch wohl endgültig zum Horror, ich mein ich war auch so und hab mich wirklich nicht getraut. Und das wissen, dass ich eigentlich sollte machte es nur noch schreklicher.
    Und das andere Kind schluckt sogar widerlichen Hustensaft, sagt freundlich auf wiedersehen, plaudert auch mit unbekannten Personen,… Mit gleicher Erziehung.

    1. Na Nasentropfen sind schon wichtig, wenn das Kind sie braucht, sonst kommt ganz schnell mal eine Ohrenentzündung mit dazu. Was noch schlimmer ist mit den Schmerzen.
      Und mit dem Fiebermessen finde ich auch wichtig, man kann das sonst gar nicht so einschätzen, mit Hand auf die Stirn 🙂 Und besser, ich machs, als dann im Krankenhaus, rede ich mir immer gut zu.
      sg

    2. > „Mit gleicher Erziehung.“

      Vielleicht ist genau das der „Fehler“. Ist nicht vorwurfsvoll gemeint, nur als Anregung. Ich habe erst ein Kind und lasse dem ziemlich viele Freiheiten, was aber m.E. auch nur deswegen vertretbar ist, weil meine Kleine einfach von sich aus ein relativ(! s.u.) liebes, folgsames und bis an die Grenze der Pedanterie ordentliches Wesen ist.

      Fast habe ich Angst, ein Zweites zu kriegen, weil das eigentlich nur „schlimmer“ werden kann. Und bei einem Derwisch, der alles anpackt, rumwirft und dran hochklettert würde ich dann sicherlich auch eine wesentlich andere Erziehung anwenden, einfach weil es nötig ist.

      Das Problem mit der Medikamentengabe haben wir allerdings auch und da war auch mal Zwang nötig. Der hatte aber wenigstens den Vorteil, dass sich heute schon bei der Erwähnung des Wortes „zwingen“ ein Kindermund aufsperrt, als gäbe es Schokolade mit Schokoladensauce und Smarties oben drauf.

      Zum Grüßen würde ich sie nicht zwingen. Da Du nach Vorschlägen fragtest und meine Kleine da auch manchmal bockt: Einfach vorleben wie es „richtig“ ist und um die Weigerung des Kindes kein größeres Bohei als ein „Na, das üben wir aber nochmal“ machen. Themen aufzublasen, macht das Grenzen-Testen m.E. nur interessanter. Und ich glaube an das Motto: „Erziehung ist total überflüssig, Kinder machen sowieso alles nach.“ 😉

      1. Oh ja, die „gleiche Erziehung“ ;-).

        Wir haben uns auch immer sonstwas auf unsere tolle Erziehungsleistung eingebildet, unser Großer ist nämlich außergewöhnlich brav, höflich, freundlich, sozialkompetent, ohne eine Trotzphase.

        Und dann kam das zweite Kind. Laut, lebhaft, wild, anstrengend, fordernd, stur.

        Und man muss beide komplett anders erziehen. Während bei einem nur der Kasernenton hilft, bricht der andere dadurch in Tränen aus. Wo der eine flexibel ist, muss man dem anderen Grenzen setzen.

        Und wir mussten uns kleinlaut eingestehen, dass unser Großer wohl schon gut erzogen auf die Welt kam und sein Verhalten nicht unser Verdienst ist. :mrgreen:

      2. Tja, das medikamentenphobe Kind ist das ältere, ruhigere und vernünftigere. Das Kind welches man nur mit freundlichen Hinweisen und kurzen Erklärungen lenken kann.
        Aber bei Medikamenten tickt sie aus, selbst wenn es Honigmilch oder sonst so was ist.

    3. Ah, die Mär von der gleichen Erziehung. Die kann es gar nicht geben. Meine Tochter war knapp vier Jahre lang ein Einzelkind – mein Sohn war immer schon Geschwisterkind. Und da die beiden miteinandern interagieren, kann eine „gleiche“ Erziehung gar nicht stattfinden. Beispielsweise haben wir das „nachts im eigenen Bett schlafen“ bei Kind Nummer Zwei ganz anders handhaben müssen als bei Kind Nummer Eins. Beide haben gleich reagiert – schreien – nur war bei der ersten kein zweites Kind da, das aufgeweckt werden könnte. Und solche Situationen entstehen dauernd. Da ist nix mit „gleicher Erziehung“ – wie sinnvoll die wäre, steht eh auf einem anderen Blatt Papier.

    4. Meine Eltern haben das Problem dass meine kleine Schwester ihre Medizin nicht nehmen wollte anders gelöst.
      Zu diesem Zeitpunkt waren wir Kinder alle am selben erkrankt und haben auch im Prinzip die selben Medikamente bekommen (nur unterschiedliche Dosierungen und halt Tropfen für die älteren und Saft für die jüngeren) und meine Schwester hat sich mit Händen und Füßen gewehrt.
      Am dritten Krankheitstag haben meine Eltern einmal entnervt aufgegeben meiner Schwester den Antibiotikasaft zu verabreichen und haben ihn halt einem anderen von uns die ihre Ration ihres Medikaments noch nicht hatte angeboten (und hätten halt dann zur passenden Dosis aufgestockt)…… man glaubt nicht wie schnell der Mund meiner kleinen Schwester offen war….
      Die hat den Trick wohl verstanden aber ab dann war es ein Ritual.
      -Kind 1 verweigert Medikament
      -Medikament wird Kind 2 angeboten
      -Medikament wird von erstem Kind 1 genommen

  12. “Erziehung ist total überflüssig, Kinder machen sowieso alles nach.” 😉

    *lach* ganz genau….aber es fehlt noch:
    Erziehung ist total überflüssig, Kinder machen erstmal alles anders und später erst alles nach *g*

    1. Ist es nicht eher umgekehrt? Die Kleinen wollen doch alles tun, was ihre Eltern auch tun. Auf abweichendes, unerwünschtes Verhalten erpicht sind sie doch dann eher später in der Pubertät.

      1. Ich seh es halt aus einem anderen Blickwinkel; meine Kids, von mir immer liebevoll „Gören“ genannt sind heute groß und mehr oder weniger erzogen.
        Erziehung hat und bedeutet für mich sie auf ein Leben als Erwachsenen vorzubereiten und nicht, es in der „Erziehungsphase“ einfacher zu haben bezüglich Pampers, allein im Bett schlafen, regelmäßig und nur gesund zu essen, Händchen zu geben, höflich zu sein.
        All das sind sie heute, sie schlafen im eigenen Bett, ernähren sich gesund, sind höflich wo es angebracht ist.
        Ich hab es ihnen einfach vorgelebt und angeboten, aber selbst entscheiden lassen, es auch anzunehmen.
        Sie haben selbst essen dürfen ab dem Moment, wo sie allein im Stühlchen sitzen konnten, mit vollständigem Kinderbesteck, sie durften ohne Windel laufen ab dem Moment, wo sie keine mehr haben wollten, auch wenn es oft genug in die Hose/Teppich/Sofa/Bett ging. Ich habe Töpfchen abgelehnt und immer einen Sitzverkleinerer auf der Toilette gehabt und ein Fußbänkchen davor. Wenn sie soweit waren, sind sie drauf gegangen, es gab keine geschlossenen Klotüren bei uns.
        Die Spanne lag bei 6 Kindern von 18 Monaten bis 3,5 Jahre bis zum kompletten Sauberwerden, ohne Zwang und ohne auf ständiges auf den Klo/Topf tragen.
        In meinem Auto waren jahrzehntelang Reserveklamotten für unterwegs, und jahrzehntelang ist nicht untertrieben.
        Sie durften Essen ablehnen, weil sie es nicht mochten ( ich ess nämlich auch nicht alles und es gibt Dinge, die probiere ich auch nicht erst, weil ich mich ekle, und das gesteh ich ihnen auch zu )
        Aus meinem absoluten Nudelfreak von damals ist heute eine gesundheitsbewusste Frau geworden, die sich und ihre Tochter sehr gut ernährt und ich hatte mir Gedanken über ihre einseitige Ernährung gemacht,a ls sie kleiner war.
        Ich habe 20 Jahre meines Lebens nicht allein mit meinem Mann im Ehebett geschlafen und als der Tag da war, konnte ich nicht entspannt schlafen, es hat was gefehlt.
        Man kann ihnen Hinweise geben, Wege aufzeigen, aber finden und gehen müssen sie ihn allein. Und das werden sie, der eine früher, der andere später.
        Der Begriff Erziehung ist für mich ein Relikt aus längst vergangener Zeit und ich bin froh, dass ich mit 19 Mutter wurde und vieles anderes gesehen habe, vielleicht auch lockerer. Ich bin „erzogen“ worden mit Knicks und Anstand und Küsschen geben und immer alles aufessen müssen und grade gehen und nicht scheiße sagen dürfen, zur Not wurde mit dem Stock oder Ohrfeigen nachgeholfen oder so netten Sachen wie Stubenarrest, Fernsehverbot, Taschengeldentzug…Nöö danke….brauchte ich selbst nicht und meine Kinder auch nicht.
        2 meiner Kinder wohnen heute als Erwachsene mit mir in einem Haus und ich bin diejenige, die jammert; ich zieh aus, das ist mir zu eng, ist wie früher, keine Privatspähre usw.usw….Dann betteln sie, bleib hier, ich koch auch für dich wenn du von der Arbeit kommst, meine Treppe wird mitgeputzt, mein Gartenanteil mit übernommen bei der Arbeit, mein Auto mal gereinigt. Und sie dürfen mir leise sagen: ich hasse mein Kind, Kinder sind scheiße und ich nicke wissend mit dem Kopf und sage: ich weiß mein Kind, das sind sie und dann drehen sie sich zu ihrem Kind um und lieben dieses trotzige Etwas trotzdem weiter, auch wenn sie grad einen hysterischen Anfall hat, rumbrüllt, ihr gesundes Essen nicht mag und lieber Nudeln ohne alles essen will 😉

      2. Wow, da hat aber jemand die Gelassenheit gepachtet – und ist verdientermaßen mit Erfolg belohnt worden. Gestatte mir aber, dass ich das für mich trotzdem ablehne, einfach weil: Ich bin dafür nicht gemacht!

        Ich bin Choleriker, wo andere einen Geduldsfaden haben, sitzt bei mir eine ganz kurze Lunte. Ok, meinem Kind zuliebe habe ich gelernt, innerlich bis 3 zu zählen und die Grenze zu ihren Gunsten zu verschieben. Auch tue ich ihr (natürlich) niemals Gewalt an, aber es wird schon mal laut. Auch mit größter Mühe werde ich wahrscheinlich nie Deinen Langmut erreichen.

        Und ich bin „Sicherheitsfanatiker“. Zwar stellt sich das Thema im Moment noch nicht und die Praxis wirft eh oft alles über den Haufen, aber meine Theorie sieht bisher so aus, das die Windel erst wegkommt, wenn sie – wegen rechtzeitiger Ansagen – hinreichend lange leer geblieben ist.

        Was das Essen angeht, ok da sehe ich auch an mir, dass aus einem schlechten Esser ein besserer (wenn auch immer noch nicht guter, weil übergewichtiger) werden kann, und zwar ganz „von selbst“. Ich hätte aber dennoch Bedenken, meiner Tochter da freie Hand zu lassen, wenn sie sich dann ausschließlich von Nudeln und Schokolade ernährte. Weil sie nämlich, auch wenn sie später gesund essen sollte, derzeit in meiner Verantwortung steht, sich im Wachstum befindet und diese Ernährung nun mal defizitär wäre.

        Und Dein Kind und ich ergeben auch zusammen noch keinen empirischen Beweis. 😉

        Außerdem bin ich überzeugt davon, dass meine heutige Unfähigkeit, bei Zucker und Fett maßzuhalten, auch darin begründet liegt, dass mir nie ein Maß beigebracht wurde.

  13. Ja, ich bin gelassen und war es so gut wie immer…wenn ich es mal nicht war, hat mir die Atemtechnik aus dem Kreissaal dazu verholfen und dem jeweiligen Stresskind das Überleben gesichert 😉
    Glaub mir, bis 3 zu zählen hat oft genug nicht gereicht….
    Natürlich hab ich meine Kinder nicht frei entscheiden lassen, wieviel Süßes sie essen.
    Es war rationiert und nicht ständig vorrätig, auch für mich nicht.
    Obst und Gemüse war immer da, fertig zubereitet als Snack auf dem Tisch, Sprudelwasser, Tee und Säfte auch. Ich hab Farbexperimente mit Blumenkohl und ähnlichem Zeugs gemacht und nein, sie mochten auch keinen pinkfarbenen Blumenkohl, sofern er gekocht war; roh sah das schon anders aus….Meine Kartoffelsuppe war berühmt bis in andere Stadtteile von Köln…ihr Geheimniss wurde erst zufällig vor ca. 10 Jahren entdeckt, einfach weil ein Kind zu früh aus der Schule nach Hause kam und schneller in den Topf schaute, als ich Halt rufen konnte….Sie wunderten sich zwar über die grüne Farbe, die sie von anderen Kartoffelsuppen nicht kannten, gaben sich aber mit meiner Erklärung zufrieden, dass diese von den frischen Kräutern käme. Von passiertem Blumenkohl, Möhren, Brokkoli, Lauch, Erbsen hab ich nie was gesagt, ich war ja nicht blöd.
    Wenn sie klein sind, ist alles auch kein Problem….sind sie größer, siehts anders aus….z.B. im Kindergarten oder Schule, wo gern mal getauscht mit anderen Kindern wird.
    GottseiDank wird es in beiden Kindergärten meiner Enkelkinder so gehandhabt, dass es ein gemeinsames Frühstück gibt, welches von den Erzieherin gemanagt wird, die Eltern bezahlen einen monatlichen Obulus; das gab es leider nicht, als meine Kids im Kindergarten waren.
    Meine Kinder sagen heute: nee Mutter, wir möchten jeder nur 1 Kind, wir würden das nie so hinkriegen wie du , die Geduld haben wir einfach nicht.
    Und ich geb zu, am meisten hab ich meine „Gören“ geliebt, wenn sie abends im Bett waren und schliefen. Ich liebte den Abend und die Ruhe im Haus und ich hab einen Teufel getan, ihnen die Uhr beizubringen.

    Den Satz:
    Gestatte mir aber, dass ich das für mich trotzdem ablehne, einfach weil: Ich bin dafür nicht gemacht!
    den find ich etwas daneben; ich war auch nicht dazu gemacht, 6fache Mutter zu werden, mein Lebensweg für mich sah anders aus, ich habs lernen und mich damit arrangieren müssen. Freu dich einfach an ihr, ein Teppich ist nur ein Teppich, der ohne Probleme ausgetauscht werden kann bei kleineren Unglücken….die heutigen DVD-Rekorder vertragen aber auch nix, das war früher echt einfacher, die zerkrümelten Kekse aus dem Schacht des Videorekorders zu bekommen….Topfpflanzen durften schon früher nicht gegessen werden und gehörten einfach nicht auf den Fußboden, Türsicherungen wurden immer schon von Kinderhänden mit Leichtigkeit geöffnet, also kam gefährliches Zeugs ganz nach oben, ich hatte einfach keinen Nerv auf ständiges Aufpassen. Jahrzehntelang waren meine Türklinken nach oben montiert, Fenster im Obergeschoss konnten nur mit Schlüssel geöffnet werden…Diese Dinge wollte ich nicht stundenlang ausdiskutieren mit den Kids, ich hab ihnen einfach in der Hinsicht nicht vertraut.
    Und als kleiner Tipp: Lippenstiftbilder auf Rauhfasertapeten ist was für die Ewigkeit bzw. bis zum nächsten Tapezieren….gilt auch für Edding….atme einfach tief durch; sprech das Eltern-Mantra, dann male einen Rahmen drum und schreib das Datum drunter…..oder tapezier neu *g*
    Und noch ein Tipp, ruf einmal Deine Mutter an und frag sie, wie Du als Kind warst, Du wirst vielleicht erstaunliches hören….

    1. Kölle, wie schön. Das Internet ist ja doch ein Dorf. 😉

      Um da nicht missverstanden zu werden: Meine Tochter hat mir schon einiges an Geduld beigebracht, da staune ich über mich selbst, und es ist natürlich bei weitem nicht so, dass ich sie jeden Tag anschreie. Ich glaube aber, dass es Situationen gibt, in denen es anderen, die von „Natur“ aus ruhigere Typen sind als ich, leichter fällt, auch dann noch ruhig zu bleiben bzw. es mir eben einfach gar nicht möglich ist. Das kann man auch nicht zwangsläufig lernen. Dass ich immer um Geduld und Ruhe bemüht bin, darfst Du voraussetzen.

      Ach ja: Meine Mutter bezeichnet mich in der Rückschau stets und ständig als kreuzbraves – leider oft zu braves – Kind. Genau so, wie meine Tochter heute ist.

  14. @nervtoeterin: du hast soo recht. Ich hab vier, die unterschiedlicher nicht sein könnten und geb schon lang nichts mehr auf die Meinung von Eltern mit ein oder zwei Kindern, die natürlich nur so toll erzogen sind, weil die Eltern das so toll können. Da kann ich nur lachen, haha, kriegt mal noch mehr, dann werdet ihr demütigt!
    Das ich aber meinem Kind ein Zäpfchen reinzwingen soll, gegen seinen Willen, nur weil es billiger ist, aber hallo, da hört es ja wohl auf. Es gibt genügend unangenehmes Unabänderliches im Leben eines Kindes – Nasentropfen und Zäpfchen gehören jedenfalls nicht dazu. Der Kinderarzt, der mich dazu zwingen will, den würde ich auch nicht grüßen. Bitte, Danke!!

    1. zäpfchen wirken aber besser und schneller als der Saft. Darum zwinge ich mein Kind dazu. Ausserdem gehts nicht so auf den Magen.
      Achja ihm ist auch egal ob Tropfen oder Spray, alles was in die Nase kommt soll da nicht rein, meint zumindest das Kind

    2. Kinder müssen auch lernen, dass nicht alle Medikamente angenehm sind. Wenn sie das von klein auf lernen, machen sie auch wenn sie älter sind bei der Medikamentenverabreichung weniger Ärger. Also nicht lange diskutieren, sondern Zäpfchen verabreichen, wenn’s sinnvoll ist.

    3. „Ich hab vier, die unterschiedlicher nicht sein könnten und geb schon lang nichts mehr auf die Meinung von Eltern mit ein oder zwei Kindern, die natürlich nur so toll erzogen sind, weil die Eltern das so toll können. Da kann ich nur lachen, haha, kriegt mal noch mehr, dann werdet ihr demütigt!“

      Wenn ich mir Deine Arroganz gegenüber Eltern mit weniger Kindern als Du angucke, kommen mir erhebliche Zweifel daran, dass 3+x Kinder grundsätzlich Demut verursachen. Die würde für mich eher darin bestehen, bei jedermann zu akzeptieren, wie viele von null bis x Kindern er haben will und mich mit ihm zu freuen, wenn er mit seinem gewählten Status gut klar kommt.

      Der Unterschied zwischen Eltern mit zwei Kindern, die sich für Oberchecker der Erziehung halten und Dir beträgt exakt zwei Kinder …

  15. Wir haben Glück unsere Kinder „lieben“ Zäpfchen, Fiebermessen und Nasentropfen. Aber ich denke auch man muss überlegen was wichtiger ist. Ich gebe ja Medikamente nur wenn es wirklich notwendig und wichtig ist und dann würde ich auch nicht mit dem Kind diskutieren. Unsere Kinder wissen wenn wir ein Medikament verabreichen ist es notwendig und dann wird es genommen. Allerdings habe ich auch noch nie besonderes Aufheben darum gemachte. Fieber wird eben gemessen und ein Zäpfchen verabreicht. Liebevoll aber bestimmt.

    Ich sage dem Kind klar und bestimmt, dass die Behandlung sein muss, damit es wieder gesund wird. Wenn ein Kind nicht will / Angst hat würde ich ruhig erklären, dass Medizin nicht immer gut schmeckt oder angenehm ist, aber den Nutzen oder Grund nennen warum der Arzt / wir Eltern jetzt so entschieden haben. Und zwar so, dass unsere Kinder das Gefühl bekommen es ist gut und die Erwachsenen wissen was sie tun. Eigene Angst/Unsicherheit würde ich so gut es geht verbergen.

    Alternativ wenn es geht würde ich eben dem Kind die „Wahl“ lassen auf das Zäpfchen/ Tropfen zu verzichten und das Fieber / laufende Nase auszuhalten. Aber das geht natürlich nur wenn es nicht zu hoch ist und man das Kind tagsüber gut im Blick hat. Und in so einem Fall würde ich wahrscheinlich grundsätzlich noch keine Medis geben. Aber so merkt das Kind, das ihm die Medis wirklich helfen und ist vielleicht eher bereit die Verabreichung in Kauf zu nehmen um an den Nutzen zu kommen.

    Aber wie gesagt Ich habe gut reden, wir haben da sehr unkomplizierte Kinder. Ich muss eher erklären, dass man Medis wirklich nur nehmen darf wenn man krank ist und das Fieberthermomether kein Spielzeug ist.

    1. Wo es gerade um Tropfen geht… falls hier jemand einen Tipp hätte, wie man Augentropfen in ein Kind bekommt, das bei Anblick der Tropfen nicht nur tobt, zetert; um sich schlägt und wüste Beschimpfungen von sich gibt, sondern auch einen ergiebigen Tränenstrom produziert… wäre ich dankbar.

      1. Im Schlaf vielleicht? Bestechung mit Fernsehen währenddessen oder Gummibärchen danach? Mindestens 1 Helfer? Auf jeden Fall schneller sein als der Schall (ohne, dass das Auge flöten geht) :mrgreen:!

      2. Im Schlaf würde ich auch mal versuchen.

        Sofern ansonsten alle Versuche mit gutem Zureden, strengem Zureden und „Korruption“ erfolglos ausgeschöpft sind, kann ein Erwachsener dem Kind vorsichtig aber fest in Rückenlage die Oberarme neben den Kopf legen und so alle diese drei Körperteile recht gut fixieren. Evtl. wird noch jemand für die Beine benötigt.

        Dann noch etwaige zugekniffene Augen zu öffnen erfordert Kraft und große Vorsicht zugleich, ist also recht schwierig. Ich würde versuchen mit dem Daumen das Oberlid zu öffnen.

        Bei der ganzen Prozedur würde ich vom Tonfall her stets liebevoll aber bestimmt bleiben und die Aktion deutlich ankündigen. Je nach Verlauf würde ich auch diesen Versuch notfalls schnell abbrechen. Ich bin kein Mediziner, vermute aber mal, dass keine Augentropfen der Welt so wichtig sind, dass man dafür ein Trauma beim Kind in Kauf nehmen kann.

      3. Hm, im Schlaf klappt nicht. Schade, mit dem Großen konnte und kann man im Schlaf alles machen (Haare/Fingernägelschneiden, Nasentropfen…), mit dem Kleinen nix. Kneift die Augen zusammen, wischt, brüllt, macht die Augen erst auf, nachdem sicher alles weggeweint ist… und ist dann so richtig knallwach. Seufz.

        Augen öffnen mit Gewalt – geht das? Ich kann doch schlecht an den Wimpern ziehen… 🙁

        Da erübrigt sich dann auch der Gang zu Kinder- oder Augenarzt, um evtl die Zinksulfat-Augentropfen doch durch AB zu ersetzen. Da hoffen wir doch mal auf die Wirkung der Zeit und schmeißen den Arbeitsplan für nächste Woche um. Großer Seufzer.

  16. uiuiui… profilneurosen kann man hier super loswerden.

    ich habe nur ein kind und wahscheinlich bleibt das so.. das arme kind mit so einer schlechten mutter!! vielleicht bekomme ich doch noch 3 oder noch mehr um besser zu werden!

  17. Es ist nicht der Job von Kindern, alles gut zu finden, was mit ihnen passiert.
    Es ist schon gar nicht der Job von Eltern (und Ärzten, etc.), nur Dinge zu tun, die Kinder goutieren.

    Watt mutt, datt mutt.

  18. Ich bin gesegnet mit Vieren und komme Gott sei Dank nicht oft in die Situation, dass Medikamente verabreicht werden muessen.

    Aber wenn ein Zaepfchen her muss, dann muss das her und dann muss mein Kind das lernen!
    Mein Drittes Kind hatte als Kleinkind furchtbar viele Atemwegsinfekte – staendig schnodderte es aus allen Poren.
    Da waeren Nasentropfen eh sinnlos gewesen, wir haben inhaliert bis zum Abwinken!
    Fand er auch nicht prickelnd, hat geschrieen – tat mir in der Seele weh, aber durch das Gebruell hat er wenigstens schoen tief eingeatmet! 😉
    Heutzutage findet er inhalieren uebrigens wesentlich angenehmer, als einmal Nasentropfen nehmen zu muessen!

    Was die Abschiede angeht:
    Ich persoenlich vertrete die Ansicht, dass meine Kinder „guten Tag“ und „Auf wiedersehen“ sagen sollten (oder „hallo“ und „tschoe“!).
    Aber ich bestehe nicht auf’s Haendeschuetteln.

  19. Naja, Kinder müssen ja auch nicht alle mögen, tun wir Erwachsenen ja auch nicht. Ich denke aber die Eltern müssen die Kinder da einfach etwas in die richtige Richtung lenken. Manche Dinge mag man halt nicht, muss aber eben da auch mal durch…

    Gruß
    Tobi

  20. Ich hab nur 2 Kinder, da darf ich wohl nichts schreiben, was, jibna?
    Und beide nehmen Medis ohne Probleme. Weil ich da kein Gedöns um mache.
    Die Große ist 11 Jahre , der Kleine 10 Monate alt. Beide sind meine Augensterne, die ich über alles liebe und sicher auch betüddel. Meinetwegen sind sie auch Prinzesschen und Prinz. Aber wer eben nicht damit gesegnet ist, schnell schwanger zu werden und Kinder wie am Schnürchen zu bekommen, geht vielleicht auch anders mit diesen Geschenken um.
    Aber, wie schon gesagt: wat mutt, dat mutt.

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