nachfragen ist wichtig

morgens früh in der praxis.
ich: „na, was hat er denn?“
papa: „sie, der spuckt schon seit gestern abend.“
ich: „also ständig?“
papa: „nein nein, einmal gestern abend. heut morgen war ihm ein bissel schlecht.“
ich: „und was hat er gegessen?“
papa: „so ganz normal.“
ich: „ja, was denn zum beispiel – heute morgen?“
papa: „pizza.“
ich: „aha. ok. und getrunken?“
papa: „so wie immer.“
ich: „was denn zum beispiel heute morgen zur pizza?“
papa: „fanta.“
und so weiter und so fort. ich frage mich manchmal, wieso die leute überhaupt dann in die praxis kommen. nebenbei war der dreijährige superfit und gut drauf und ich hätte ihm vermutlich heut morgen auch die pizza gegönnt 🙂 – wenn er nicht gerade am abend vorher gespuckt hätte. ich denke auch nicht, dass die leute nicht wissen, dass pizza und fanta bei erbrechen nicht gerade die optimale ernährung ist, denn die antworten kamen schon entsprechend zögerlich und schuldbewußt. einzige erklärung:
papa: „er hats halt gewollt heute morgen.“

16 Antworten auf „nachfragen ist wichtig“

  1. Also meine Mum hat zu mir immer gesagt: Worauf du Appetit hast bleibt drin, stimmt auch! Das erste was nach einer heftigen Magen-Darm-Infektion drin blieb, war ein feiner Orangensaft. Nicht zu vergessen die Sahnetorte, die meine Mum nach einer Fischvergiftung gegessen hat und die im Gegensatz zu Zwieback, dünnem Tee und Co. drin blieb.
    Also das würd ich, auch wenn ich nicht zum medizinischen Fachpersonal gehör, also okay empfinden. Wenn der Körper lang nix hatte… Irgendwann muss ja mal was rein…

  2. er WOLLTE es aber? ach sooooooooooooo, na dann, klar…. *kopf -> tischkante*

    hab mich übrigens sehr über deinen kommentar gefreut – und wollte nur mitteilen: es gibt jetzt wieder berichte aus dem wahren (gynäkologen)leben. denn ICH bin AUCH zurück aus dem urlaub… 😉

  3. Zum Thema Pizza frag ich mich aber, ob das wirklich „nur“ Brot mit Belag ist – vor allem bei den Fertigpiozzas fällt mir jedesmal die Fettschicht obendrauf aus, die aus Käse,Salami etc austritt.
    Das würde mein Körper mir schwer übelnehmen morgens^^

  4. Also, wenn mein Kind gespuckt hat bin ich auch immer froh, wenn er auf *irgendwas* Appetit hat, das dürfte dann nach ner durchkotzten Nacht meinethalben auch ne Pizza zum Frühstück sein. Meistens kriegt er aber die „üblichen“ Salzbrezeln.
    Aber Cola oder Fanta hat er mit seinen 3 Jahren noch nie gekriegt, da kann er gar keine Lust drauf haben 😉

  5. Ich habe mal in einem Sommerlager für Kinder von 9 bis 16 gekocht. Das waren so an die 60 Kinder und 15 Leiter.
    Da ging es dann mal vier oder fünf Kindern schlecht, haben sich auch übergeben. Ich dann schon voll in Sorge ob ich bei der Hygiene einen Fehler gemacht habe oder sonstwie etwas falsch.

    Die Leiterin des Lagers hat mir dann erklärt, dass sich Kinder statistisch ein bis zweimal pro Jahr aus irgendwelchen Gründen übergeben / ihnen unwohl ist, die nichts mit „Krankheit“ zu tun haben (Heimweh, Aufregung, ….) . Ist man also mit 60 Kinder eine Woche im Lager, ist das ganz normal (solange es den andern gut geht, war das Essen tip top… 😉

  6. Also, Pizza zum Frühstück, das haben wir ab und zu schon mal, nämlich genau dann, wie oben schon jemand sagte, wenn vom Abend etwas übrig geblieben ist. Ist allerdings dann auch nie Fertigpizza (die mir sowieso nie schmeckt weil nicht das drauf ist was ich mag, und wenn dann nicht in der richtigen Menge :-p) , sondern selbst gemachte- ist auch mehr Spass für die Kinder, vor allem beim selber belegen. Und im Endeffekt ist es ja nur Brot mit Gemüse, Wurst und Käse. Jetzt kann man sich zwar noch darüber streiten ob Weißmehlbrot unbedingt gesund ist, aber gut 😉

    Naja, aber tatsächlich, wenn eines der Kinder abends mal gebrochen hat, dann gibt es für dieses Kind am nächsten Morgen KEINE Pizza. Sondern nur staubiges Essen: Salzstangen, Knäckebrot, Zwieback. Und eventuell einen Apfel, zumindest mal vorsichtig ein bis zwei Schnitze.
    Und Fanta… gibt es höchstens einmal alle 3 Monate, und dann sicher nicht nach einem Erbrechen am Abend…

    Aber ich kann das Nachvollziehen, dass man das mal macht, weil der kleine doch darauf Appetit hatte- mein Mann macht das immer ganz genau so… Da gibts halt schon Mal fettige Bratkartoffeln, weil das Kind die doch sonst so gerne isst… Und Muttern schlägt die Hände über dem Kopf zusammen 😉
    Einfach mal nicht nachgedacht 😉

    Was ich nur nicht verstehen kann ist, warum man dann denkt, man muss zum Arzt gehen wenn alles doch soweit wieder in Ordnung scheint…. Ist doch auch für einen selber lästig, mir zumindest wäre es das!

    1. „Was ich nur nicht verstehen kann ist, warum man dann denkt, man muss zum Arzt gehen wenn alles doch soweit wieder in Ordnung scheint…. Ist doch auch für einen selber lästig, mir zumindest wäre es das!“

      Stimmt, das hatte ich auch noch nicht bedacht. Ich gehe zwar auch eher schnell zum Arzt, aber für einmal Brechen? Nö. Weder selbst, noch mit Kind, solange man sich nicht schon bei dem einen Mal vor lauter Kotzen auf links gedreht hat.

      Wenn das Erbrechen einen Krankheitswert hat, dann dürfte es i.d.R. nicht bei dem einen Mal bleiben bzw. es müsste noch andere Symptome geben. Sehe ich das richtig?

  7. Hm, die Fanta macht mir pädagogisch eigentlich mehr Sorgen als die Pizza. Die Mafiatorte könnte nämlich einfach von abends noch über gewesen sein. Und im Gegensatz zu Pommes ist sie auch nicht NUR „böse“. Ist zwar ein ungewöhnliches Frühstück, aber m.E. unbedenklich, sofern es sich um eine Ausnahme handelt und ansonsten ausgewogen gegessen wird.

    Ob man es gerade nach dem Kotzen geben sollte, nunja. Hängt das nicht auch damit zusammen, warum erbrochen wurde? Das Bobbele hier hat nur einmal gespuckt.

    Unsere Kleine hat sich mal einmalig erbrochen, weil sie auf dem Trampolin war, danach Sprudelwasser zu gierig getrunken hatte, dann aufstoßen musste und es kam halt Land mit. Warum sollte man nach einem derart technisch induzierten Erbrechen ohne Krankheitswert nicht essen was man will?

    Komisch finde ich schon eher, dass der Vater Fanta als Getränk ansieht. Das ist für mich eine Süßigkeit wie ein Duplo: Macht satt, hat zuviel Zucker und löscht den Durst nicht.

    Und die Aussage „spuckt SEIT gestern Abend“ bei einem einmaligen Rückwärtsessen ebendann finde ich auch etwas unpräzise.

  8. kalte Pizza und warme Cola ist das beste gegen Müdigkeit…

    Aber zum Thema: Es ist ja immer so, dass alle wissen wie die kleinen zu erziehen sind, nur die Eltern nicht… 😉

    Aber sorry: Pizza einem Dreijährigen zum Frühstück? Nachdem er den Abend vorher erbrochen hat? Dann noch Zuckerwasser mit KOHLENSÄURE dazu?
    Wir haben als Kinder, wenn wir Durchfall hatten, so Salzstangen und Cola bekommen. Wobei die Cola vorher so lange umgerührt wurde, bis keine Bläschen mehr da waren!

    Einfach mal Hirn einschalten… tut am Anfang etwas weh, geht aber mit der Zeit…

  9. Na ja, Pizza zum Frühstück gab es hier auch schon mal (allerdings hat mein Mann das angezettelt *örghs*), aber dann auch noch mit der Mischung Fanta???! Igitt!

  10. Vielleicht ist Pizza und Fanta sonst Standard und Mutti wollte am Abend vorher mal die gesunde Ernährung probieren und es gab Brokkoli oder so. Da hat er dann halt gespuckt. (Diesen Kommentar bitte nicht ganz ernst nehmen.)

  11. wenn es mir schlecht geht, habe ich auch auf die absurdesten sachen appetit. und ist doch schön, wenn man appetit hat. pizza und fanta zum frühstück, bitte sehr. aber bitte nicht jeden tag.

  12. lol- ich hätte wahrscheinlich eher NACH der pizza mit fanta zum frühstück wieder das badezimmer aufgesucht…
    war’s denn ein propperes kerlchen oder das fastfood-frühstück eher die ausnahme?

    liebe grüße und kompliment, das lesen hier macht wirklich spaß!

  13. Also ich bin ja eigentlich nicht sehr konservativ, aber warum um Himmels Willen ein dreijähriges Kind Pizza und Softdrinks morgens(!) bekommen muss, will mir nicht in den Kopf.

    Schöner Blog übrigens, habe einen Leidensgenossen in der Familie 😉

    Herzliche Grüße
    Isa

    1. Warum bekommt er überhaupt Fanta??? Mit 3??? Mein Sohn ist 7 und darf Fanta nur zu besonderen Anlässen trinken.
      Und ich halte mich auch nicht für besonders konservativ.

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