bettnässen fortgeschritten

enuresis, die — griech. , das einnässen. erkrankung, bei der der patient unwillentlich tags oder nachts den harn nicht halten kann.

die mutter stellt sich mit ihren beiden jungs vor, ich kenne sie schon ganz lange, aber heute erzählt sie mir erstmals von diesem problem: die beiden, gerade mal zwei jahre auseinander, würden noch nachts in die betten machen, genauer in die windeln, denn so weitsichtig ist die mama, dass sie den zweien windeln anzieht, um sich den stress des bettenwechseln zu ersparen. sie waren noch nie trocken, also sprechen wir in diesem fall von einer primären enuresis. die mutter hat sich bisher nicht besonders an dem problem gestört, denn der vater hat auch bis in die schulzeit hinein eingenässt. sie stört sich auch nicht daran, dass der eine bruder bereits acht und der andere schon zehn ist.

mutter: „wissen sie, herr dokter, was mich am meisten ärgert? inzwischen sind die zwei ja schon etwas älter, und oft halten die windeln dann nachts nicht mehr die gesamte menge. aber am ärgerlichsten finde ich, dass sie regelmäßig nachts rufen, und wenn ich dann in der tür stehe, werfen sie mir schon die vollen windeln entgegen.“

68 Einträge zu „bettnässen fortgeschritten

  • Mir fehlen da ein bisschen die Worte… Ich weiß nicht, ob ich die Mutter bemitleiden soll oder die Kinder – oder ob ich über alle drei einfach nur den Kopf schütteln soll…

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  • Ich lese ja nun schon seit mehr als einem Jahrzehnt im Internet rum, von daher gehöre ich nicht zu den Überraschten. Seit zwei Jahren kaufe ich auch selber Windeln, kenne darum die Regale im Supermarkt und sehe die Windeln „bis 11 Jahre“ neben denen stehen, die ich für meine kleine dann erwerbe – der Absatz muss also entsprechend sein, um das Angebot zu rechtfertigen.
    Würde mich also auch interessieren was du der Mutter geraten hast – in so einem Fall ist also der Verweis an Psychotherapie noch nicht indiziert, nehme ich an?

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    • Ja, für solche Windeln gibt es eine Nachfrage. Zum Beispiel von Familien, deren Kinder erst spät – oder auch gar nicht – „trocken“ werden können, weil sie ducrh Behinderungen körperlich und/oder geistig nicht dazu in der Lage sind. Dass die betroffenen Eltern für ihren täglichen Bedarf nicht immer Spezialgeschäfte aufsuchen müssen, finde ich persönlich positiv.

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  • Hmm, na los Kinder doc, was wr deine Antwort, Empfehlung.
    Unsere Kids waren eigentlich schon mit 2,5 komplett trocken.
    Mit 4,5 gings beim Großen nachts plötzlich wieder los. Anfangs haben wir auch gesagt „Windeln gints keine mehr“. aber irgendwann haben wir das aufgegeben und sie wieder angezogen. Es ist nicht nur die nächtliche Bettbeziehaktion, es ist auch die Heidenarbeit wöchentlich 7 Bettwäschen zu waschen.
    Ein psychologisches Problem war nicht festzustellen, ich habe nach einer Googelei mit dem Gedanken gespielt eine Klingelhose zu bestellen. Als meine Frau das beim Kinderdoctermin erwähnet meinet der „… die kann der Papa selbst anziehen..“
    Letztendlich war die Sache dann mit 5,5 erledigt. Ob die diversen Belohnungssysteme geholfen habe weiß ich nicht, weil wir das mehrfach erfolglos versucht hatten.
    Wer nicht in der Situation ist, dass das Kind wieder oder sehr spät noch einnässt, kann sich nicht wirklich vorstellen, was da zu hause abläuft und warum. wir wissen doch zu wenig, um die Mama zu verurteilen.
    wofür denn eigentlich?
    Deswegen würde mich tatsächlich interessieren, was du der frau geraten hast, und evtl. wie es ausgegangen ist.

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  • Das die Kinder Bettnässer sind, ist das eine. Aber dass sie ihre Mutter nachts rufen und dann die Windel nach ihr schmeißen, find ich hart!
    Ich kann mich erinnern, dass ich auch ab und an nachts ins Bett gemacht habe. Meistens hab ich geträumt, dass ich auf Klo sitze. Und mir war das immer fürchterlich unangenehm und irgendwann bin ich dann bei diesen Träumen vor Schreck aufgewacht und hab es dann noch aufs Klo geschafft. Und ich weiß noch, dass ich zum Teil erst mal panisch das Laken abgetastet habe um sicher zu gehen, dass es noch trocken ist.
    Aber das, was die Jungs da veranstalten hört sich ein bisschen nach „Mama springt schon wenn wir rufen“ an, nicht schön…

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    • Meine beiden älteren Söhne (11 und 8) sind inkontinent und nicht nur nachts in Windeln. Sie merken es allerdings gar nicht, werden auch nicht wach. Was die Mutter hier schildert, klingt schon nach ein bisschen Willkür und Machtprobe. Vielleicht mal doch einfach rufen lassen. Mein Achtjähriger kann sich – außer nach dem Einkoten – ganz toll selbst die nassen Windeln abmachen, wäscht sich ein wenig und legt die neue Windel an – ALLEINE! 😉
      Stell dich doch mal taub, lass sie in den Windeln oder auch ohne und spring nicht gleich, wenn sie rufen! Diesen Machtkampf kannst du nur „gewinnen“, wenn du höchst emotionslos rangehst. 🙂

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  • Es kann auch einfach ein körperlicher Defekt sein. Entsprechend sollte man das doch behandeln (Minirin, usw.) und nicht einfach nichts tun…

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  • Es gibt ja mehrere Ansatzpunkte was die Ursache sein kann das kann man abklären. Was aber gar nicht geht ist das die Bengel die vollen Windeln werfen, ich kenn das aus dem Altenheim, da hat es aber andere Ursachen.
    Ihn erster Linie würde ich bei der Mama ansetzen und mit ihr ins Gespräch gehen um ihr zu helfen, denn als *normale* (ich finde den Ausdruck doof, hab aber keinen besseren parat) würden sie das max. zwei mal machen dann wäre es vorbei. Man würde reagieren, Konsequenzen ziehen und eben nicht mehr zur Hilfe eilen. Das sie trotzdem immer wieder rein geht, zeigt das da im Gefüge was verschoben ist und tatsächlich die Mutter erst einmal Hilfe braucht.
    Würde mich sehr interessieren was der Kinderdoc dazu sagt und rät

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  • zunächst einmal muss man sich fragen, warum die mama so lange wartet. ok, beim vater hats wohl auch länger gedauert, bis er trocken war als kind, aber ein nächtliches einnässen sollte doch ab schulalter stören und einen schon früher zum arzt schicken. vielleicht hat die mutter das als nicht so problematisch gefunden oder sie ist den weg des geringsten widerstandes gegangen oder sie hat sich geschämt oder ihr gefiel das so, noch zwei wickelkinder am abend zu versorgen.

    dann braucht es in jedem kindesalter auch den leidensdruck des patienten, der scheint bei fliegenden windeln nun nicht sonderlich hoch zu sein.

    also kann die beratung nur sein: wenn ihre kinder so wach sind, dass sie windeln werfen, dann sind sie auch wach genug, in der nacht alleine aufs klo zu gehen. das wäre mal der erste schritt. wenn die windel um diese uhrzeit voll ist, kommt meistens nichts hinterher, dann ist die zweite nachthälfte schon mal erledigt.

    die kinder müssen merken, dass ihr verhalten der mutter stinkt – also werden sie aufs klo geschickt. ob die zwei das einnässen wirklich nicht merken, oder zu bequem sind – kann man nur langfristig rausbekommen – also
    a) belohnung: wer morgens eine trockene windel wirft abliefert, bekommt eine belohnung
    b) konditionierung: klingelhose und ohrenstöpsel für die mutter.

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    • Hm… Kinderdoc… ich muss zugeben, dass mich deine Reaktion ein wenig verwundert. Ich hätte zumindest erwartet, dass du abklärst, ob körperliche Ursachen vorliegen (organisch, hormonell usw.). Vielleicht hast du das ja auch getan und nur nicht geschrieben, dann bin ich nicht mehr verwundert. Denn wenn ich recht informiert bin, muss man doch erst mal schauen, ob die Herrschaften nicht einhalten KÖNNEN oder nicht einhalten WOLLEN. Wobei ich nach wie vor der Meinung bin, dass ein gesundes Kind einhalten WILL. Insofern wundere ich mich, dass erst Belohnung und Konditionierung erfolgen soll, um dadurch langfristig rauszubekommen, ob die Jungs zu bequem sind, bevor man nach körperlichen Ursachen schaut.
      Liegt keine organische Ursache vor, muss es natürlich mit Belohnung und Konditionierung weitergehen, klar.
      So, dass die Jungs die Windeln werfen ist natürlich nicht akzeptabel, ABER ist die Schlussfolgerung: „Sie sind wach genug zum Werfen, also können sie auch aufs Klo..“ wirklich richtig? MIr ist ein Kind bekannt (nicht mein eigenes…), das sich fürchterlich schämt, nachts noch Windeln zu brauchen, durchaus auch aufwacht, wenn die Windel voll ist (nicht davor!!!!) und dann jede Nacht ein Drama veranstaltet, weil es wieder nicht geschafft hat, die Windel trocken zu halten. Das Kind wirft die Windel zwar nicht, aber weint und ist untröstlich. Ich finde, man muss zumindest mal darüber nachdenken, ob das Werfen der Windel reine Unverschämtheit oder schlecht verarbeiteter Frust über die Situation ist.

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      • ich geh jetzt einfach mal davon aus, dass der Kinderdoc das nicht so knapp abhandelt wie er hier schreibt. Und auch die organischen Ursachen ausschließt bzw abklärt. Das hier ist ja ein Blog und kein Krankenblatt, wo jeder Schritt vermerkt wird.
        Und auch wenn da Frust ist, kann man ja ein anderes Ziel für seine Wut suchen als die Mutter, oder?

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        • Nein, das hier ist sicher kein Krankenblatt und insofern rechnete ich auch nicht mit einer detaillierten Beschreibung organischer und sonstiger Ursachen samt Darstellung der Ergebnisse. Mit einem knappen Hinweis, dass dies zunächst abgeklärt werden muss bwz. abgeklärt worden ist, schon alleine deshalb weil hier auch u.U. betroffene Eltern anderer Kinder mitlesen, hätte ich nach meinem bisherigen Erfahrung hier schon gerechnet.
          Zudem habe ich durchaus darauf hingewiesen, dass es sich um schlecht verarbeiteten Frust handelt, sofern es Frust ist und ebenfalls, dass das Werfen der Windel nicht akzeptabel ist, (welche Ursachen es auch immer haben mag): Dennoch ist bei Kindern durchaus auch mal das Hinterfragen von inakzeptablem Verhalten sinnvoll, was noch lange nicht heißt, dass dies toleriert werden sollte.

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    • Mein unmedizinischer, unpädagogischer Rat wäre in dem Alter: ich kaufe keine Windeln mehr, ihr könnt selbst aufs Klo gehen und wenns Bett nass ist, bezieht ihr es selbst neu. 🙂

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        • sagen wir so: Wüsste ich, dass nix körperliches dahinter steckt, würde ich es so machen, wie oben beschrieben. Ob das pädagogisch wertvoll ist, kann ich als Nichtpädagogin nicht beurteilen, ich bin nur eine Mutter (die immerhin ein Kind schon komplett trocken hat) :mrgreen:

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        • Als Mutter Nichtpädagigin? Bei der mit Windeln beworfenen Mutter würde ich dem zustimmen. Im allgemeinen versteht man unter Pädagogik nicht nur die Theorie, sondern auch die Praxis der Erziehungswissenschaft.

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  • Ich hab mit meinem Großen auch schon einiges durch, und ich bemühe mich um Geduld wenn mal wieder ne Phase kommt wo das Bett nass wird. Aber das wichtigste ist, dass er es selber hinkriegen will. Ich frage mich, wie es so weit kommen kann, dass ein 8jähriger seine Mutter mit der vollen Windel bewirft. In dem Alter und bei der Einstellung hätt ich längst gesagt, er kann sich selber wickeln und soll mich schlafen lassen.

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  • Kopf—>Tischkante die Dritte.

    Das erinnert mich stark an den 12 Jährigen Übernachtungsfreund vom großen Sohn. Die Mutter bekniete mich, dass ihr Sohn bitte eine Windel tragen müsse, schliesslich verlange sie von mir nicht, das ich um Mitternacht das Kind zum Klogang wecke, wie sie es jede Nacht tue, aber sonst pinkele er ins Bett.

    Ihr glaubt doch wohl nicht das ich dem *liebmein* Bengel die Windel angezogen habe??!!
    Nix da, der Knabe schlief ohne WIndel und ohne nächtliches Wecken meinerseits und das Bett war trocken.
    Diese Story gehört leider zur selben Mutter, die das Kind nicht auf Sommerfeste, wegen großer Salmonellenvergiftungsgefahr beim Nudelsalat, nicht auf Klassenfahrten wegen zu hoher Verletzungsgefahr, Asthmaerstickungsanfälle und Bettnässen, lässt,
    quarzt aber im Gegenzug das Kind seit Schwangerschaft ungebrochen voll, und wenn ich sage voll, dann meine ich das auch so, ihr erkennt die Farbe der Tapeten und Möbel vor Nikotingilb nicht, wundert sich über schweres Asthma bei ihrem Sohn, und gibt ihm regelmäßig!!! Rectodelt-Zäpfchen wenn Bubi mal etwas kurzatmig vom Sport kommt. Mir tut/tat der Knirps sosososososo leid.

    Verkehrte Welt!!!!
    „Leider “ bekomme ich keine weiteren Unglaublichkeiten mehr mit, weil ich ihr so den Marsch geblasen habe, dass sie nun nix mehr mit mir redet 🙂

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    • @ Jola: Was und wem nützt Deine Heldentat (= sofern Kommentare ab sofort als solche bezeichnet werden)? Was willst Du mit Deinem Kommentar bewirken? Was willst Du ändern? Welche Impulse setzt Du damit? Woher weißt Du, was dem Kind hilft?

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  • mhhh, die sueffisanten bemerkungen mancher finde ich etwas seltsam, klar, alle kinder sind frueh nachts trocken. und die, die es nicht sind, ueber die wird eben nicht geredet. organische ursachen ausgeschlossen, gibt es eben auch andere. als ob die kinder nachts absichtlich ins bett pinkeln. und je mehr man es zum problem macht, desto groesser wird das problem.

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      • hier wird schon leider bunt gemischt, einerseits das einnaessen, das unwillkuerliche und andererseits das voellig inakzeptable werfen mit den windeln.

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  • Ich glaube bei der Mutter ist der Leidensdruck noch nicht gross genug geworden, dass die Erkenntnis kam: „Ich muss jetzt aktiv etwas ändern“.
    Was auch immer die Ursache des nächtlichen Einnässens ist … das mit dem Windelwerfen zeugt für mich nicht gerade von Respekt der Mutter gegenüber – das ist auch kein „nach Hilfe schreien“. Ich hoffe, die Mutter bekommt das in den Griff.

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    • aktiv aendern: das windel werfen auf jeden fall. aber das unwillkuerliche einnaessen, was soll da aktiv geaendert werden? klingelhose? und wenn organisch alles ok ist? komisch, ich hoere nur von klingelhosen versuchen, die alle ueber kurz oder lang im wahrsten sinne des wortes in die hose gegangen sind.

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  • Wow.

    Neulich habe ich bei Dr. Josephine den schönen Satz

    „Unglaublich, wieviele Menschen ohne Sünde, dafür aber mit großem Steinvorrat sind!“

    gelesen und er kam mir unwillkürlich in den Sinn, als ich diese ganzen Antworten gelesen habe.

    Aus „Windeln werfen“ wird „Windeln nach ihr schmeißen“, willkommen auf allerfeinstem BILDniveau!

    Es wird kein Alter genannt, aber ich habe hier mindestens einmal jemanden die Psychokeule schwenken sehen.
    Bravo!

    Da ist nun einmal eine Mutter, die ihren Kindern nicht so eine Unverschämtheit wie Töpfchentraining aufzwingt und eher entspannt zu sein scheint und schon verurteilt die Meute das als Fehler.

    Ich frage mich, wieviel Kompetenz und wieviel Detailwissen über die Familie vorhanden sein muss, um derart dreist ungefragt kompetente Diagnosen („Irgendwas ist da doch schief gelaufen“) und Therapieempfehlungen („Minirin“ -wow, klingt gut!) abzugeben. Das ist ja schlimmer als beim katholischen Damenkränzchen!

    Und jede andere Mutter, die ähnliche Probleme hat und auf diesen Artikel aufmerksam wird, kriegt erstmal pauschal von der anonymen Internetmeute prophylaktisch den Marsch geblasen, weil sie ja offenbar Erziehungsdefekte produziert.

    Fantastisch. Ihr habt bestimmt alles immer ganz richtig gemacht.

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    • „Es wird kein Alter genannt,…“: „…dass der eine bruder bereits acht und der andere schon zehn ist.“
      Wie mein Mathelehrer immer zu sagen pflegte: Wer lesen kann ist klar im Vorteil.
      Bei zehnjährigen, die noch ins Bett machen, ist es denke ich nicht weit her geholt, dass da was „schief gelaufen“ ist.
      Außerdem denke ich, dass in dem Alter „Töpfchentraining“ nicht der richtige Ausdruck ist, mal ganz abgesehen davon, dass die Tatsache, dass die beiden nur nachts Windeln brauchen ja dafür spricht, dass sie das mit dem Töpfchen doch schon gelernt haben. Die meisten anderen Kommentare haben auch nciht den Eltern die Schuld fürs Bettnässen gegeben, sondern eher für das Windelnwerfen. Ob es nun „werfen“ oder „schmeißen“ ist ist eigentlich auch egal, mit zeh nsollte man das auch ohne jede Form des Windelfliegens und eigentlich auch ohne Hilfe hinkriegen.
      Aber es fühlt sich immer unglaublich toll an Steine fürs Steinewerfen zu werfen, ne? Wenn man andere für’s urteilen verurteilt fühlt man sich gleich viel weltoffener (geht zumindest mir grad so 😉 ).

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  • Es wird sehr wohl das Alter genannt (acht und zehn) und ebenso wird erwähnt, dass die Mutter selbst es unschön findet, wie ihr die Windeln entgegengeworfen werden.

    Selbstverständlich hat man an irgendeinem Punkt was falschgemacht, wenn die 10jährigen einen herbeipfeifen, statt aufs Klo zu gehen – und die Windel durch die Gegend werfen, statt einen Eimer zu benutzen. Wenn da nicht an der Erziehung dringend mal was nachgebessert werden muss, wann denn dann? Zumal ja beide Brüder sich dieses herablassende Verhalten angewöhnt haben, es also nicht um einen einzelnen Querschläger geht.

    Ich könnte mir vorstellen, dass es in so einem extremen Fall sogar ganz hilfreich sein kann, wenn das mal ganz klar ausgesprochen wird, statt so zu tun, als wäre alles so halbwegs unter Feuchtigkeitskontrolle.

    Ob es Töpfchen für 10jährige gibt, weiß ich übrigens nicht :-)) ich nehme an, ein handelsübliches Klo wäre rundum praktischer. Auch nachts.

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  • Im Freundeskreis meiner Kinder gibt es einige, die mit 7 Nachts noch Windeln tragen und ich finde das nicht weiter schlimm, das eine Kind so, das andere eben so. Beim Lesen (ich habe nicht alle Kommentare gelesen) stellt sich mir nur die Frage, ob die Mutter etwas getan hat, um das Problem in den Griff zu kriegen. Es klingt nicht so und das wäre schrecklich, denn was machen die Kinder wenn sie mal auf Klassenfahrt gehen oder bei einem Freund übernachten? Das muss furchtbar für die Kinder sein…

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  • Also meine Kinderärztin hat uns (Sohn mit 5 nachts nicht trocken) gesagt, dass es Kinder gibt, die bis zur Pubertät nachts einnässen, weil ein bestimmtes Hormon fehlt. Druck sei fehl am Platze, wenn das Kind will, könnte mans mit der Klingelhose versuchen.

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  • Meine Erfahrung mit zwei „relativ“ (beide mit ca. 5 1/2 – 6 Jahren) spät nachts trocken gewordenen Kindern: es bringt nichts, darauf zu warten, dass die Windel oder Panty trocken bleibt, denn das bloße Anhaben der Windel zeigt irgendwie unterbewußt an, dass sie „laufenlassen“ können. Die Windeln führen also in die Irre. Der Große mochte irgendwann selbst keine mehr und hat angeboten, notfalls sein Bett selbst zu machen. Panty weggelassen, zwei oder drei Pannen – trocken. Bei der Kleinen haben wir, sobald das Wetter gut genug war zum Bettzeug draußen trocknen, angekündigt, dass das das letzte Paket Pantys war…. Hat geklappt.

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  • Bei all dem Hin und Her wundert mich nur eins: In dem Alter können die doch nachts selber ne neue Windel anziehen und die alte in den Müll werfen? Also, wenn sie doch eh wach sind um nach der Mutter zu rufen? DAS ist das einzige was mich stört, wieso weshalb warum die noch ne Windel brauchen ist doch pillepalle in dem Moment.

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    • danke für diesen instinktiven einwurf – nur hier ist der schlüssel zum glück.

      kinder nässen nachts mitunter noch ein – unbewußt – auch bis in die schulzeit hinein. wer aber davon wach wird, kann selbst handeln. und wenn die zwei jungs das selbst machen müssen, wird sich der körper dauerhaft soweit konditionieren, dass die jungs auch schon vorher wach werden und aufs klo gehen, bevor die windel voll ist.

      windeln haben den sinn, der mutter die arbeit zu erleichtern, sie verführen eigentlich nicht dazu, extra reinzumachen.

      moment haben die jungs aber ein benefit aus der windelwurfaktion – und dieses benefit darf man auf sie umlegen – sollen sie selbst ihre windeln entsorgen.

      so haben wir es auch gemacht und – oh wunder – zwei wochen später waren beide trocken.

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  • Heilige Scheiße, da macht es sich jemand ja sehr einfach. Aber klar, die Kinder im hohen Alter noch zu windeln ist ja auch deutlich unstressiger als sie zur Harnkontrolle zu erziehen.

    Aus solchen Kindern werden dann diese ganzen komischen Leute, die mir auf der Arbeit und in der Uni immer wieder über den Weg laufen.

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    • hey robin, dann erklaer doch mal wie du ein kind mitten in der nacht zur harnkontrolle „erziehen“ willst. aber bitte mit erfolgsgarantie, denn von durchwachten naechten hat keiner was.

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      • Henriette, ich habe keine Ahnung, muss ich aber auch noch nicht, weil ich noch keine Kinder hab! Wenn es soweit ist, werde ich mich damit beschäftigen. Sicher jedenfalls: Sofern kein körperliches Gebrechen vorliegt, werden MEINE Kinder mit Sicherheit nicht mit 10 Jahren noch ins Bett pinkeln, ansonsten wäre das ein Grund, sich heftige Sorgen zu machen.

        Normal ist das nämlich jedenfalls nicht, oder willst du das bestreiten? Andere, nein, die meisten Eltern (ich schätze gut 90%) kriegen es doch auch hin, ihre Kinder windelfrei zu bekommen. Also muss es wohl einige gut funktionierende Methoden geben, für die man vermutlich nicht mal mitten in der Nacht aufstehen muss, weil man bereits vorher auf sie zurückgreift und das Kind das Gelernte in der Nacht nur anwendet – sprich, es wird wach und kann aufs Klo gehen, statt einfach laufen zu lassen. Ich denke, die gängiste Methode ist die der negativen Konditionierung („Nur Babys lassen laufen! Du bist bäh, wenn du das auch tust!“), aber vielleicht gibts auch nettere Methoden. Werde

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        • robin, prima, das waren wirklich sachdienliche hinweise, die ich mit sicherheit zu der zeit als ich noch kein kind hatte, nicht mit so einer ueberheblichkeit gegeben haette. sollten irgendwann kinder kommen, wuensche ich alles gute und dass diese immer zu den 90 prozent gehoeren moegen. schade, haette so gerne gute tipps bekommen….und noch mal zur erklaerung: unwillkuerlich bedeutet, dass man es nicht bewusst steuern kann…..

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        • Manchmal ist Überheblichkeit sehr angebracht und wenn sich das wirklich so zugetragen hat, wie Kinderdok schildert, dann hat die Mutter nen gewaltigen Schatten. Soll man sich da zurück halten und aus falscher Toleranz sagen: „Okay, Sie können Ihre Kinder erziehen wie sie wollen, ich enthalte mich da eines Urteils“?

          Noch mit 10 Jahren einnässen ist schlichtweg nicht normal, das weiß wohl jeder, nur die Mutter nicht, deren einziges Problem zu sein scheint, dass ihre Kinder mit den Windeln werfen. Diese Kinder haben durch falsche Erziehung schon einen Knacks wegbekommen, das zeigt der geschilderte Fall für mich eindeutig. Wenn du das schönreden willst, weil dir meine Überheblichkeit auf den Sack geht, dann würde ich mir mal Gedanken machen. Ich persönlich werte das Wohl der Kinder etwas höher als das Recht der Mutter/Eltern, ihre Kinder so zu verkorksen, wie sie Bock drauf haben.

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        • Die gut funktionierende Methode heißt „abwarten, bis die Kinder reif genug sind, es zu können, und sie darin bestärken rechtzeitig aufs Klo zu gehen“. Dagegen stehen körperliche Unreife, körperliche Gebrechen wie du sie nennst, aber auch psychische, z.B. Autismus. Falsche Erziehung hat mit dem Einnässen selbst eher wenig zu tun, weil die meisten Kinder es selber können wollen, und es gibt wohl kaum Eltern, die die Kinder davon abhalten aufs Klo zu gehen. Die einzige falsche Erziehung sehe ich hier darin, dass die Kinder ihre Windeln nicht selbst wechseln müssen.
          Ich hoffe, du wirst eines Tages, wenn du selbst Kinder hast über deinen Beitrag hier stolpern und verstehen, dass Theorie und Praxis bei der Kindererziehung zwei völlig verschiedene Dinge sind.

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        • Ach komm schon, findest du diese Mutter hier etwa gut bzw. liest du hier raus, dass sie tatsächlich alles in ihrer Macht stehende getan hat, um ihre Kinder zu bestärken? Ich jedenfalls nicht. Wenn hier ein Autismus oder gar eine geistige Behinderung vorliegt, würde das die Sachlage selbstverständlich ändern, aber dann hätte Kinderdok mit Sicherheit nicht einen solchen Beitrag geschrieben.

          Natürlich kann man den Begriff „normal“ dehnen. Es soll ja auch Mädchen geben, die völlig gesund sind, aber trotzdem schon mit 8 Jahren ihre Tage kriegen, andere sind genauso gesund und kriegen sie erst mit 17. In beiden Fällen würde ich als Mutter mit meinem Kind zum Arzt gehen, um sicher zu gehen. Es mag noch im Variationsspielraum liegen, aber „normaler“ ist dennoch die erste Periode zwischen 11 und 14.

          Ich bin nicht für diese absolute Hypertoleranz (die Kinder lernen alles, wenn sie bereit dafür sind und die Eltern wissen es schon am Besten), der du und deine Vorrednerin wohl anhängen. Wo soll man da ne Grenze ziehen?

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        • Es geht nicht um Hypertoleranz. Es geht darum einzusehen, dass als Eltern(teil) nicht alles in deiner Macht steht. Sätze wie „MEINE Kinder werden dies und das nie tun“ sind einfach unangebracht. Warum unterstellst du einer Mutter, die du aus ein paar Zeilen Erzählung kennst, dass sie kein Problem mit dem Einnässen sieht und noch nicht alles mögliche versucht hat? Zum Kinderdoc zu gehen war vielleicht der letzte und sehr späte Schritt, was an Scham oder Unsicherheit oder auch an Angs vor Vorverurteilungen wie den deinen liegen könnte, aber es war mit Sicherheit nicht das einzige, was sie je in der Problematik unternommen hat. Ich bin selber Mutter, und ich habe auch schon tausendmal den Rat gegeben „geh lieber mal zum Arzt, um das abzuklären“, und selbst ertappe ich mich oft genug dabei, wie ich selbst diesen Schritt vermeide. Es ist nun einmal ein Unterschied, ob du rein theoretisch aus der Distanz über eine Situation urteilst oder ob du selbst drinsteckst, von daher lass uns bitte diese Diskussion verschieben, bis du selber Kinder hast, und dann erledigt sie sich vermutlich ganz schnell von selbst.

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        • „Warum unterstellst du einer Mutter, die du aus ein paar Zeilen Erzählung kennst, dass sie kein Problem mit dem Einnässen sieht und noch nicht alles mögliche versucht hat?“
          Oje, soll ich mal lachen? Kinderdok schreibt das doch selbst:
          „die mutter hat sich bisher nicht besonders an dem problem gestört, denn der vater hat auch bis in die schulzeit hinein eingenässt. sie stört sich auch nicht daran, dass der eine bruder bereits acht und der andere schon zehn ist.“
          Natürlich kann ER das ja auch ganz falsch dargestellt haben. Doch ich kommentiere seine Erzählung und nicht das, was VIELLEICHT gewesen sein könnte, was sich die Mutter dabei VIELLEICHT gedacht hat etc. pp. Das lässt sich nicht rausfinden, daher interessiert es mich nicht. Das hier ist ja auch nur ein Blogkommentar und keine Gerichtsverhandlung.

          MICH würde sowas (das Einnässen mit 10 und 8 Jahren) stören, da ich es nicht für normal halte, und daraus ziehe ich für MICH die ach so überhebliche Ansage, dass ich mit MEINEN Kindern mit Sicherheit nie ein solches Gespräch, in dem ich eine so umfassende Gleichgültigkeit gegenüber dem Wohl meiner Kinder demonstriere, in einer Kinderarztpraxis führen werde.

          Ich finde die süffisante Art, mir mitzuteilen, dass sich meine Meinung schon deiner und henriettes angleichen wird, sobald ich nur Kinder habe, übrigens nicht minder überheblich – und das nur, um eine Frau zu verteidigen, deren Erziehungsmethoden im besten Falle fragwürdig sind, wie Kinderdoks Beitrag zeigt. Ich weiß nicht, ob da nicht ein gewisser Automatismus dahinter steckt a la „Greift die Tussi eine Mutter an, greift sie ALLE Mütter an und damit uns“. In dem Fall würde ich empfehlen, lieber genau hinzusehen, wessen Verhalten man da rechtfertigen will.

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  • Also die Mutter wird eben doch „regelmäßig nachts“ gerufen!

    Die Sachlage isoliert zu begutachten nützt keinem. Hier ist alles miteinander vebunden.

    Der Vater ist nicht-existent, bis auf eine Erklärung, die den Sachverhalt entschuldigen soll. Aber nicht hilfreich ist.

    Die Mutter stört es lediglich, daß sie nachts gerufen wird und dann mit den Windeln beworfen: Ihr „Zeitvertrag“ (= mit der Zeit wird sich das von alleine erledigen) ist nicht aufgegangen.

    Die Kinder sind proppenvoll: ja, mit den Windeln. Und mit angestauter, geballter Aggression.

    Mag sein, daß med. Therapien, Klingelhosen und Medikamente Ver-ÄNDERUNG beWIRKEN. Nach meinen ganz praktischen Erfahrungen sind die Probleme damit nicht gelöst, sondern VERLAGERT: und somit können daraus diese „ganz komischen Leute“ werden, von denen Robin Urban schreibt. Das hat nun gar nichts mit „psych. Keule schwingen“ zu tun, wie hier mal flott über die Probleme hinweggegangen wird in einem Kommentar.

    Zum einen benötigen die Kinder in erster Linie eine psych. Stabilisierung (sprich Therapie, die sie aus ihrer wirklich besch….. Lage herausholt). Die Eltern werden für sich keine Not-Wendigkeit sehen. Zum anderen hoffe ich ganz egoistisch für mich und meine Familie, daß ich niemals zufällig einem erwachsenen oder halberwachsenen Menschen über den Weg laufe, der eines Tages nicht mehr mit Windeln wirft (weil er nie lernen konnte, mit seinen Aggressionen umzugehen), sondern mit anderen Dingen.

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    • und nochmal: es steht ausser frage, dass die kinder in dem alter weder ihre mutter zu wecken haben, wenn die windel voll ist noch mit diesen zu schmeissen haben. dass da was nicht stimmt, steht sicher ausser frage.
      aber zu behaupten, dass die eigenen kinder mit sicherheit mit 10 jahren nachts nicht mehr einnaessen werden (und nur, ausschliesslich darum geht es mir) halte ich fuer sehr ueberheblich. nochmal zur erklaerung: unwillkuerliches/unwillentliches naechtliches einnaessen geschieht eben nicht absichtlich. es laesst sich insofern auch nicht unbedingt erzieherisch „erzwingen“. wenn mir jemand sagt, dass es einen weg gibt, der funktioniert und zwar ohne eine noch groessere qual als das einnaessen zu sein, bitte her damit. aber allen eltern, deren kinder nicht normgemaess nachts trocken sind, gravierende erziehungsfehler zu unterstellen, halte ich schlicht und ergreifend fuer ueberheblich. wie gesagt, ich wuensche das die sich eventuell eines tages einstellenden kinder sich immer schoen brav normgerecht entwickeln.

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        • Ich kann natürlich nicht in die Zukunft sehen, doch werde ich mit Sicherheit schon vorher tätig werden, statt Windeln mit 10 bzw. 8 Jahren noch für ok zu halten (und mich nur drüber zu beschweren, dass meine Kinder die mir an den Kopf werfen). Das ist nämlich NICHT ok. Wenn mein Kind kein Blasenproblem hat und auch geistig normal entwickelt, dann wäre ein Einnässen mit 10 Jahren ein Grund – und hier ziitiere ich mich selbst – „mir heftige Sorgen zu machen“.

          Ich sage nicht, dass das meinem Kind nie passieren wird, ich sage nur, dass es nicht normal ist und ein Grund, Ursachenforschung zu betreiben. Nächtliches Einnässen von Kindern und Jugendlichen, die eigentlich schon Harnkontrolle gelernt haben sollten, ist z.B. ein Symptom für sexuellen Missbrauch. Soll man über solche Signale hinweg gehen, weil man der Meinung ist, dass das Kind das schon lernen wird, wenn es bereit dafür ist?

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        • puhhh, hier wird soviel vermischt, das macht keine freude mehr zu diskutieren. ja, es ist sicher ausser der norm, wenn kinder noch mit 8 jahren nachts einnaessen, allerdings gibt es davon deutlich mehr als man glauben mag, ist nun mal ein tabu thema. und leider, auch wenn man es gerne aendern wuerde, sind die einflussmoeglichkeiten darauf (wir erinnern uns: unwillkuerlich) relativ gering und koennen je nach massnahme den leidensdruck deutlich verstaerken und nicht verringern. aber bei naechtlichem einnaessen gleich auf missbrauch zu schliessen…. wie dem auch sei, in dieser diskussion kommt nichs konstruktives mehr und ich wuensche ein weiteres mal normkinder, die normmaessig die erwartungen der eltern entsprechen.

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        • Der Vergleich mit sexuellem Missbrauch ist natürlich nur ein Extrembeispiel – ich glaube nicht, dass das hier gegeben ist. Dennoch, und das siehst du ja immerhin jetzt selbst ein: Normal ist es nicht. Heißt für mich: Es gilt, etwas zu unternehmen, nur macht die Mutter keine Anstalten dazu.
          Daher: Fail für die Mutter (um es mal ganz modern auszudrücken). Nicht mehr und nicht weniger wollte ich sagen.

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        • man kann allerdings nicht gegen alles, was nicht der norm entspricht etwas unternehmen. zum glueck uebrigens. was waere die welt sonst ein langweiliger ort.

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  • Wie bei nahezu allen pädagogischen Fragen, ist es auch hier in den Kommentaren bemerkenswert zu beobachten, wie sich die Menschen streiten. Dabei ist das Grundproblem doch von Kinderdok und (nach seinem Rat) der Mutter gelöst worden. Und das ist doch wohl die Hauptsache, damit aus den beiden Kleinen hoffentlich normale und tüchtige Mitglieder der Gesellschaft werden.
    Danke dir, Kinderdok!

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  • Ich noch mal

    Trocken hin oder her, aber sich mit den vollgeschifften Windeln beWERFEN zu lassen…nä, da hört mein Verständnis für alle Bettpinkler auf.
    DAS hat nix mit trocken sein oder nicht sein zu tun, sondern eher das die Mutter kräftig eine an der Waffel hat und sich das gefallen lässt. Da fehlt es eher an Erziehung und damit meine ich nicht nur die Sauberkeitserziehung!!!

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  • <>
    Also das finde ich eigentlich am erschreckendsten!!! Bei mir würden Tausend Alarmglocken angehen und ich könnte das niemals ignorieren. Nachher im Kommentar hast du noch gesagt, dass sie sich womöglich geschämt hat vorher davon zu sprechen, aber mal ganz im Ernst: Das würde sie dann nicht so leicht dahinsagen! Ich glaube, dass die Mutter hier einfach nur den minimalen Aufwand betreiben will und wollte. Und das finde ich schockierend! Ihre Kinder wären vermutlich längst trocken, wenn sie nicht von Anfang an diese Strategie verfolgt hätte! Es heißt nicht umsonst Sauberkeitserziehung! Das kostet bei allen Eltern viele Nerven, Geduld und Kraft! Und wie Schnuckiputzi schon sagt: wenn die Kinder es ihr so danken, dass sie ihren Dreck wegmacht, dann ist die gesamte Erziehung im wahrsten Sinne des Wortes gründlich in die Hose gegangen!

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