Drama – Quicky

Das Kind muß sofort untersucht werden, sagte die Mutter am Telefon, die fMFA nahm die Sorgen ernst, sie erhielt binnen einer Stunde einen Akuttermin. Kam durch die Tür, direkt ins Zimmer und setzte den Fünfjährigen auf die Untersuchungsliege.
Ich: „Hat er denn Fieber?“
Mutter: „Ohja, und wie, das ist richtig hochgeschossen vorhin. Heute morgen war noch nichts, und plötzlich…“
Ich: „Wieviel denn?“
Mutter: „Beinahe achtundreißig!“
Ich: „Wirklich…“
Mutter: „Ja, Siebenunddreißigfünf!“

43 Einträge zu „Drama – Quicky

  • oh weh. Nur „Fieber“ und sonst gar nichts?
    Ich schätze mal: Erstes Kind und noch sehr unerfahren? Ansonsten gilt nämlich schon, dass man auf das Gefühl der Eltern vertrauen kann, wenn „etwas nicht stimmt“. Aber ich vertraue mal darauf, dass Du sie über Fieber jetzt aufgeklärt hast …

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    • @Pharmama: Wenn das Kind mit seinen 5 Jahren jetzt das erste Mal Fieber hatte, ist den Eltern aber in den letzten Jahren einiges erspart geblieben…

      @Kinderdoc: Hat das Kind die erhöhte Temperatur überlebt? Folgeschäden? Man liest ja so einiges… 😉

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  • Doc, mich würde deine Antwort darauf interessieren?! Ein fünfjähriger der anscheinend noch nie die 39 Grad-Marke gerissen hat, scheint ja doch ungewöhnlich.

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  • Vielleicht hättest Du die Mutter fragen sollen, ob das Kind VOR dem Fiebermessen a) gebadet oder b) getobt hat, davon bekommen unsere Kinder nämlich auch von einer Minute auf die andere Hochtemperatur…

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  • Misst die gute ständig die Temperatur vom Kind? Wie bekommt man sonst mit, dass es ein wenig mehr als sonst ist? Bei meinen Kindern hab ich immer erst gemessen, wenn ich mir sicher war, dass es den Arzt interessiert, wie hoch die Temperatur war.

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  • naja, mathematisch gesehen hat sie ja recht. aufgerundet waren das 38 grad.

    aber mal ehrlich: ich hab mal aus interesse regelmäßig meine temperatur gemessen, einfach nur so. und normalerweise liegt meine temperatur auch nur knapp über 36 grad. und bei 37,5 fühle ich mich auf jeden fall fiebrig. nicht, dass ich damit zum arzt gehen würde, aber das wäre bei mir auf jeden fall nicht normal.

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    • Geht mir ähnlich. Ich bekommen nie hohes Fieber, wenns mir richtig elend geht habe ich leicht erhöhte Temperatur. Nein, ich renne dann nicht zum Arzt. Aber ich kann auch ohne Thermometer ganz gut einschätzen, wann ich Bettruhe brauche.

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    • Fieber wird von jedem Menschen anders wahrgenommen. Mein einer Sohn steht auf dem Standpunkt (wie ich als Kind übrigens auch): Hey, ein Infekt, dem heize ich mal so richtig ein. Ich versuche es vorher mit Fiebersaft/-zäpfchen abzufangen, aber 40 Grad Celsius sind da gerne mal drin. Der tobt aber mit 38 noch durch die Wohnung, wenn die Spielverderber-Eltern ihn nicht davon abhalten. Dem anderen merkt man leicht erhöhte Temperatur schon an, mit 38 hängt er schlapp auf der Couch oder im Bett rum, fühlt sich elend.
      Am ersten Tag mit Fieber zum Kinderarzt zu gehen, fiele mir nicht ein, mit zwei Kleinkindern bin ich da ohnehin oft genug zu Besuch. 😉

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  • Manche Eltern haben einfach zu viel Zeit. Ich arbeite in einer Apotheke und habe jeden Tag gefühlt 100 Rezepte mit Nasenspray, Hustensaft und Fiebersaft und die Kinder quietschfidel am rumtoben.

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    • Hmja. Unsere Große kann unter Fieber auch herumtoben, teilweise sogar quietschfidel. In die Abendstunden hinein schlug das dann aber öfters in große Mattigkeit oder Nichtschlafenkönnen wegen des Fiebers um. Da war wir dann für Ibuprofen sehr dankbar.

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  • Auch wenn die Frau hier etwas beratungsresistent zu sein scheint: Auch meine Kinder mussten einmal richtig krank werden bis ich in der Lage war, wirklich einzuschätzen, ob sie nur ein bißchen kränkeln (und ich mir den Arztbesuch sparen kann) oder ob sie wirklich krank sind (und wir zum Arzt fahren sollten). Bis dahin war ich auch mit Sachen beim Arzt bei denen ich mich heute noch frage, weshalb ich deswegen dahin gegangen bin… Vielleicht hatte die Dame bisher einfach viel Glück und es hat ihren Sohn noch nicht „richtig“ erwischt?

    Obwohl… mein Herr Gemahle liegt mir auch heute noch ständig in den Ohren mit: „Das Kind hat 38,1, wir müssen zum Arzt“ (und nein, kein Neugeborenes) oder man wird mitten in der Nacht geweckt weil das Kind eine Bindehautentzündung hat und Mann es für nötig erachtet deshalb mitten in der Nacht ins Krankenhaus zu fahren… und wäre ich nicht da, würde er es auch glatt machen ;-). Vielleicht ist sie genauso hypochondrisch veranlagt?

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  • Waaaaarum müssen Eltern immer schreiben, wie es bei IHNEN und Ihren Blagen war, anstatt sich einfach malen der Köstlichkeit der Anekdote zu erfreuen!? Auch wenn ihr denkt, dass ihr dadurch wichtiger seid: Niiiiemand möchte das lesen.

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    • Äh, doch, ICH möchte das Lesen! Also nix mit „niemand“. Und ich vermute stark, dass außer denen, die hier auf die Kommentare antworten (sie also auch gelesen haben) auch noch eine „schweigende“ Menge X existiert. Ich lese übrigens auch die Kommentare zu den Einträgen, zu denen ich selbst nichts schreibe. Es gibt doch auch die Möglichkeit, einfach nur die Blogeinträge selbst zu Lesen, ohne die Kommentare. Wo genau ist also eigentlich Ihr Problem?
      Manche Kommentare sind langweilig, das mag wohl so sein, andere sind witzig, provokativ, was auch immer, man findet sich wieder (oder auch nicht), lacht dann über sich (oder ist auch mal erschreckt). Ich sehe nicht, was daran verkehrt sein soll. Manchmal hilft es durchaus bei der Selbstreflektion im Alltag, wenn man mal ganz normale Bemerkungen ganz normaler Eltern mitbekommt.

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    • DANKE! Denke ich mir immer wenn ich hier hin.
      WENN interessierst? Aber die Leute lieben es sich über ihre Kinder zu unterhalten. Warum auch immer. Deshalb les ich mir die Antworten seltenst durch.

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      • Viel lesenswerter ist natürlich dein Kommentar! Mann, ist der interessant.

        Hier stören mich solche Kinder-Anekdötchen überhaupt nicht; allerdings nerven sie mich massiv auf Elternabenden. Ist aber ja auch eine komplett andere Diskurs-Situation.

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      • Kommentare über Kinder in einem Blog von einem Kinderarzt. Unfassbar! Unverschämt!

        (Provokant gefragt, wo dürfen wir uns denn bitte drüber unterhalten, wenn nicht auf so einer Webseite? Im stillen, möglichst schallgedämpften Kämmerlein und abgeschlossenen Elternforen?)

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        • Schon mal in irgendein soziales Netzwerk geguckt? Auf jeder möglichen Plattform meinen vor allem Mütter ihre Defizite durch Gespräche über ihre ach so toll geratenen Kinderchen aufzuwiegeln. Es nervt. Und nein, man ist nicht automatisch Kinderhasser, wenn man sich über nervige Mütter aufregt.

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        • Da geb‘ ich dir ja recht (besonders den letzten Satz…), aber speziell HIER ist nun mal ein Kinderarztblog, da muss man a) mit sowas rechnen und b) sind Ausdrucksweise und Niveau der Anekdötchen doch meist recht gut bzw. hoch. Nee, echt. Wenn dich die Kommentare HIER stören, dann lies drüber weg. Oder bleib‘ gleich weg. Ich les‘ ja auch kein Veganerblog und reg‘ mich dann öffentlich über Tipps zum besten Dörrautomaten in den Kommentaren auf.

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  • Warum liest du (MoralundAnstand) dann die Kommentare, wenn sie dich eh nicht interessieren ;-)? Und mal ehrlich: sich über andere lustig machen ist immer leicht, aber manchmal hilft so ein Kommentar auch die richtige Perspektive einzunehmen. Klar ist es für Kinderdok und andere unverständlich wenn eine Mutter wegen so etwas kommt – weil sie täglich schlimmeres erleben und sehen. Aber dabei wird die Mutter als total hysterisch und Lachnummer dargestellt – ich finde es gar nicht so schlecht, wenn andere Eltern hier von ihren Erfahrungen erzählen und zugeben, dass sie auch mal unerfahren genug gewesen sind, um solche Aktionen zu bringen. Nicht jeder hat täglich mit kranken Kindern zu tun und wenn es das eigene ist, dann ist es nochmal was anderes.

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      • Mag sein, aber manchmal lohnt es sich ihnen zuzuhören. Ich finde, dass solche Kommentare den Blog aufwerten (weil die Kommentare manchmal auch sehr lustig sind), du nicht. Wäre ja auch schlimm, wenn jeder die gleiche Ansicht hätte, dann wären Leben und Blog sehr langweilig ;-). Aber sich „MoralundAnstand“ nennen und dann so etwas schreiben… sorry, find ich persönlich irgendwie daneben. So, ich betone noch einmal: ich persönlich. Mag ja sein, dass es der Rest der Welt anders sieht – und das ist auch völlig in Ordnung. Ich behaupte nämlich nicht, dass meine Meinung die einzig richtige wäre, ich finde nur, man sollte auch mal die Perspektive erweitern und nicht immer sich als den Mittelpunkt der Welt ansehen, der die einzig richtige Meinung hat.

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        • Danke für deinen ausufernden Kommentar, Maike und bitte eine Runde ernst gemeintes Mitleid an dein Kind, solltest du eins haben.

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  • Also bei uuuuns ist das ja immer so..

    😉

    Jenseits aller Polemik habe ich mit solchen Eltern inzwischen Mitleid, denn so nervig sie für euch Kinderärzte und uns etwas entspanntere Eltern sind „(wie, du bist nicht mit ihr beim Arzt gewesen?! also ich wär ja GLEICH in die Notaufnahme“ etc. bla ) das ist ja für sie richtig erlebter Stress mit allem Drum und Dran. Da wird jedes Hüsterchen, jede Familienreise, jeder Abschied zum Riesending mit wahnsinnig Gewese, Aufwand und Tränen und die schönen, ruhigen Momente verstreichen ungesehen. Vor allem spiegeln Kinder so etwas gnadenlos wieder. Dann hat man in ein paar Jahren wirklich eins das ständig krank ist oder von jedem kleinsten bisschen, was vom Tagesalltag abweicht, nervös wird.

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  • Hallo,
    sei mir nicht böse, ich bin die absolute Ausnahme, aber wenn ich bei 37,5 bin, is die Kacke am Dampfen- höher komm ich nicht. meine Normaltemperatur ist bei 35,8, das letzte Mal 37,5 hatte ich bei ner fetten Nierenbeckenentzündung. Wenn meine Hausärztin mir bei 37.2 und Blut im Urin geglaubt (und Antibiotika verschrieben) hätte, dass das extrem abnormal ist für mich, wär mir die Nierenbeckenentzündung wohlerspart geblieben. Ist immer wieder nett, wenn man Ärzten erklären darf, dass das für einen wirklich Fieber ist, und die zu arrogant sind, um auch nur in Erwägung zu ziehen, dass das stimmen könnte… Wie gesagt, ich bin da eine Ausnahme, bei 99 von 100 Kindern ist das sicherlich normal bis minimal erhöht, aber nicht alles läuft nach Lehrbuch.

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