erwartungen

u5, kind sechs monate, quietschfidel, alles prima, imho ein normales kind. so denkt aber nicht die mutter.

mutter: „der kann aber noch nicht sitzen.“
ich: „muss er nicht, kommt erst mit sieben bis acht monaten.“
mutter: „aber krabbeln tut er auch noch nicht.“
ich: „ähnliche zeit. dauert noch.“
mutter: „laufen? – ich habe da mal so eine gehhilfe…“
ich: „äh – nein. bitte nicht. gelaufen wird erst bis zum achtzehnten monat. und mit gehhilfe vielleicht auch gar nicht.“
mutter: „aber in der pekip…?“
ich: „vergleiche zählen nicht. ihr kind ist ganz normal entwickelt. wirklich. er dreht sich, er greift, er brabbelt. alles prima.“
mutter: „aber, der torben-hinnerk in der pekip kann schon saltos durch den brennenden reifen krabbeln.“
ich: „alles prima. sie werden sehen, auch ihr bobbele wird das noch hinbekommen. aber jetzt wäre das viel zu früh.“
mutter: „mama sagen kann er auch noch nicht.“
seufz.

ich sag nur: remo largo, hier und da.

24 Antworten auf „erwartungen“

  1. Also meine Kleine (4 Mo.) spricht bereits fliessend 4 Fremdsprachen (Brabbeln, Glucksen, Weinen, Schreien)! Nur das mit dem Deutsch klappt noch nicht so Recht!

  2. Es kann auch sehr nerven, wenn das Baby zu früh etwas lernt: Meiner konnte sich mit 2 1/2 Monaten auf den Bauch rollen, und tat das den lieben langen Tag. Nur über eine Seite, und fatalerweise nicht wieder zurück. Das hatte für mich zwei nervtötende Effekte: Mein Speikind gab auf dem Bauch Milchschwälle von sich und brüllte sofort wie am Spieß, weil es sich nicht selbst wieder zurückdrehen konnte, auf dem Bauch liegen aber hasste. Ich habe Monate damit verbracht, mein schreiendes Kind wieder auf den Rücken zu rollen und seine Milchlachen wegzuwischen. Sehr erstrebenswert, wirklich …
    Und er begann mit ca. 8 Wochen durchzuschlafen. Ebenfalls nicht so toll, weil der Kerl Untergewicht hatte und ich ihn zum Trinken wecken musste, was ihm natürlich gar nicht gefiel …

  3. da kenne ich aus Erfahrung das Gegenprogramm, meine Tochter wollte nicht krabbeln hat sie auch nie getan, also nicht tauglich für die Bundeswehr, dafür wollte sie mit ein paar Monaten immer stehen, zog sich hoch und stand, also Karriere als Bundestagsabgeordnete, 1A Haltung am Stehpult. Kommentar von Pekiptante, Du musst Dein Kind (r)unterdrücken, stehen ist nicht gut für die Wirbelsäule….

      1. so sagte sie, mein frisches Mutterherz schrie auf, ich schnappte die Maus und Pekip wurde somit zu einer Episode…

  4. Das sind die Damen, die einfach zuviel Zeit haben.
    Sie haben später auch Zeit, ihr Kinder in Tennis-Flöten-Ballet-Fußball-Yoga zu fahren und dann jammern, das Leben mit Kindern sei so anstrengend. Aber der Kampf der Mütter geht weiter, bessere Balletmaus, besserer Fussballer usw.
    Heute hat kaum einer mehr die Chance, einfach nur groß zu werden, was auszuprobieren, es wieder sein zu lassen, ohne dass das elterliche Auge über allem wacht.
    Kein Wunder, dass späteren Generationen nichts gegen einen Überwachsungsstaat haben. Sie kennen ihn schon !

  5. Schöner, besser, schneller, höher, weiter…wir leben im Land der Superlative (vielleicht nicht mehr lange) und das beginnt bereits bei den Kleinsten. Wettbewerb.
    Leider sind Mütter kleiner Kinder in ihrem Handlungsradius sehr eingeschränkt, das hat auch Auswirkungen auf die Themen. Als meine Kinder sehr klein waren fiel das Zeitunglesen aus, das Nachrichten gucken ebenfalls, Bücher waren reiner Luxus, Sport und Kontakte mit Menschen die noch anderes als Babys im Kopf hatten ebenfalls. Es ist dann nicht leicht neben der Mutter auch noch die Frau zu leben. Ich habe Verständnis.
    Mein Tipp: Abwarten und sowie sich die Möglichkeit bietet wieder durchstarten.

  6. Haben die das alles aus diesem „Oh je, ich wachse“? Bei dem läufts mir im Kapitel „Was ihr Kind schon können sollte“ immer eiskalt den Rücken runter. Komplett unrealistisch.
    Der Largo ist schon ok.

  7. Na, wenn es das erste ist und Kinder aus der Krabbelgruppe kennt, die schon die Sachen können, finde ich es normal, nachfragen zu können. Denn wer, wenn nicht der Arzt, wird mir sagen können, das alles normal ist?

    Meine Tochter lief mit 6 Monaten bevor sie krabbeln konnte. Sie lernte sich hinzusetzen und aufzurichten und lief dann an der Wand/Mobiliar lang. Ich hab mir Sorgen gemacht, denn a) wollte sie überall laufen, was auf meinen Rücken ging und b) fand ich, daß sie doch erstmal krabbeln können müßte. Das hat sie nur erlernt, um wieder schnell an den Punkt zu kommen, wo sie sich hochziehen konnte. Mit 9 Monaten lief sie ausschließlich.

    Und wenn man das dann sieht, dann kann man sich schon wundern, wenn man das für den Normalfall hält.

  8. Mist mein Kind (fast 2 Monate)kann das alles nicht, weder sich drehen noch Abitur schreiben, ich glaub ich muss mit ihm zum Arzt

  9. Ist das jetzt eine Empfehlung dieser Bücher oder eher das Gegenteil?

    (Ist so schwierig vernünftige Baby-Lektüre zu finden bei der einem nicht das Gruseln überkommt…)

    1. Babyjahre von Largo ist einfach ein geniales Buch! Ich hab, obgleich bereits stillend und mit starkem Schlafdefizit ausgestattet, die altersentsprechenden Stellen in wenigen Tagen ausgelesen!

  10. Manche Mütter meinen, Kinder sind ein Wettbewerb (unter Müttern).

    Da wird geprahlt, wie schwer die Geburt war und wie groß das Kind war, dann wie gut es durchschläft (alles Lügen, da bin ich sicher) und wie toll es zuhause mit 3 Monaten schon Schnitzel mit Pommes isst während es alleine im Hochstuhl sitzt und da womöglich noch alleine reingeklettert ist. Oder so.

    Gerade in der Pekip sollte doch klargestellt werden, dass ein Kind mit 6 Monaten noch nicht krabbeln muss. Eine Freundin von mir hat mal Anschiss bekommen in der Pekip weil sie ein frühes Verhalten (ich glaube es war die Fechterstellung) durch irgendwelche Streichel-und Massagetechniken unterstützte. Es hieß sie würde ihr Kind überfordern.

  11. Ja, der hat auch von mir eine grosse Last genommen. Das mit dem Vergleichen ist eh‘ blöd. Die einen reden schneller, die andern krabbeln schneller, wieder andere lassen das grad ganz aus und gehen zum laufen über. Junior ist mit 2 1/2 was die Grobmotorik angeht sehr gut (der springt schon von Stuhlhöhe und höher runter, klettert auf kleine Bäume etc) dafür redet er noch sehr wenig. Ist er darum schlechter als ein Kind das schon in ganzen Sätzen spricht aber nicht so „beweglich“ ist? Ich denke nicht. Einfach anders.
    Spielplätze sind mir in dem Sinn ein Gräuel: „Schau mal, mein kleiner Hosenmatz kann schon … und deiner?“

  12. Ahh, Dackelleistungsschau. Was anderes fällt mir dazu echt nicht ein. Und Kinder sind sowieso massiv verschieden, das fällt mir beim Vergleich zwischen erstem und zweiten Kind auf.

  13. oh ja! mein lieblingsthema!
    die schrecklichste aller fragen für mich war immer : „wie viele zähne hat er denn schon?“ – moment, muss ich mal zählen…
    ich wusste sowas nie, die kinder konnten essen, ergo mussten sie ausreichend zähne haben.
    dieser vergleichszwang einiger mütter war und ist mir unerträglich. jedes neue können wird bis ins detail ausdiskutiert und analysiert.
    und da kommt dann oben erwähntes bei raus. gruselig…

  14. unser kleener(11wochen) kann das auch alles noch nit.
    sollte ich mir nu auch sorgen machen…..?
    gibts vllt. vertraulicherweisse ne kontaktmöglichkeit zu mami,zwecks elternkreis(„hilfe,bobbele(2jahre)ist durchs abi gefallen“) oder ähnliches gründen?
    krkr

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