namedropping

… haben wir früher gesagt, wenn man in einer prüfung im studium einen ganz tollen eigennamen irgendeines ganz tollen seltenen syndroms genannt hat – macht unglaublich eindruck bei den prüfern.

also in anbetracht des kommenden sonntags – namedropping in sachen gesundheitsministerium:
ulla schmidt – eher nicht. erfolgsaussichten rein rechnerisch nicht so gut. der rest unterm strich kommt einem spanisch vor – wenig chancen.
andrea nahles – diiie frau in der spd, angeblich. aber auch eher nicht. siehe rechnerisch.
karl lauterbach – eher hoffentlich nicht. siehe auch rechnerisch. die horrorvorstellung der ärzteschaft, dann lieber weiter frau schmidt.

so, das war die spd. weiter mitte rechts:
daniel bahr – die geheimwaffe der fdp, stets auf schmusekurs mit den ärzten. aber auch jung, vielleicht eher was für die nächste ministeraustauschrunde.

weiter zur cdu:
ursula von der leyen – soll ihr interesse am gm kundgetan haben – immerhin ist sie auch ärztin.
annette widmann-mauz – deeer geheimtipp bei den christdemokraten – hochkompetent, aber auch mit dem nötigen biss, den man als gm braucht –

bei plasberg haben sich widmann-mauz und bahr schon die ämter aufgeteilt – je nach dem, wer möchte, gesundheitsminister/in bzw. staatssekräter/in. aber dann gibts da auch noch die bayrische schwesternpartei, die hatte auch schon mal einen seehofer in dem job. oder die schwarze-gelbe geschichte wirds gar nicht, sondern doch wieder die grosse koalition. dann graut uns am ende doch lauterbach?
bei den grünen und der linken fällt mir kein name ein – zu wenig echtes blickerkennungsprofil.

in jedem fall ist der posten des gesundheitsministerium derer kein leichter und keinem mag man ihn persönlich gönnen oder zumuten, stets im zwist mit ärzten, pharmaunternehmen, krankenkassen, patienten und dem eigenen finanzminister, dazu doch eigentlich auch dem eigenen gewissen verpflichtet und oft selbst auch mal patient gewesen. wie soll man da unabhängig agieren?

14 Gedanken zu “namedropping

  1. So sehr mir Frau Schmidt auf den Senkel geht (Termingarantie: eine Woche. HAHAHAHA) (und das sage ich als Patient! :)), mir graut es ja etwas vor CDU+FDP…
    Ich bekomme immer einen leichten Brechreiz wenn ich lese, dass die FDP den Bürger selber bestimmen lassen will, was er möchte. Das ist doch ein Ding der Unmöglichkeit. Man schaue sich nur mal Zahnzusatzversicherungen an: Alle „irgendwie“ anders, die sind da besser, die dort – es kann doch kaum einer beurteilen, was er wirklich braucht. Und das möchte man noch weiter ausweiten? Ich sehe schon wie wir uns USA-ähnlichen Verhältnissen nähern, wo es hunderte unterschiedliche Tarife gibt, und man am Arsch ist, wenn man krank wird und den falschen hat (erst vor kurzem gelesen: 300$ co-pay („Zuzahlung“) für Medikamente / Monat. Hurra!).

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  2. Lauterbach ist Kandidat für meinen Wahlkreis, da kommt einem echt die Galle hoch. der Rest war mir zu rechts, oder esoterisches Geschwurbel, habe mich für das geringste Übel entschieden (Großartig auch dass man nicht mehr meine Interessen vertritt, sondern es nur noch darum geht wenigstens irgendeine Schnittstelle zu finden).

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  3. Hmm CDU-Wähler? 😉
    Interessant, interessant wer da alles im Angebot ist. Ich habe mir darüber noch gar keine Gedanken gemacht. Mich interessiert im Moment viel mehr wie ich meine Kinder als freiwillig gesetzlich Versicherter bei meiner Kinderärztin die sich „privatisiert“ weiter behandeln lassen kann.

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    1. neee, ganz sicher nicht. und nur weil manche personalien in manchen parteien manchmal ganz ok sind, wähle ich die partei noch lange nicht.

      blöd mit ihrer kinderärztin. aber: wenn sie keine private zusatzversicherung abschließen, wird/darf! die kollegin sie nicht mehr behandeln.

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  4. Wenn schon erwähnt wird, dass Zensursula immerhin auch Ärztin ist, sollte man Fernseh- Karlchen das gleiche zugestehen. Ich bin dann mal so frei:

    Karl „Sieht-Mich-Auch-Jeder?“ Lauterbach, der Mann, dessen Kopfinhalt, Diktion uns Aussehen sehr an Ottmar Zittlau* erinnert, ist immerhin auch Arzt; und nicht nur das, er ist sogar im Aufsichtsrat der Röhnkliniken. Und er setzt sich ganz doll für die Kranken ein – vor ein paar Jahren wollte er, dass in Aachen ein großes Brustkrebszentrum eingerichtet wird. Alles zum Wohle der Patienten natürlich, die Tatsache, dass seine Ehefrau die Chefin des Tumorzentrums in Aachen ist, hatte bestimmt nichts damit zu tun.

    *) der hier: http://www.youtube.com/watch?v=JIjONmOGHII&feature=related

    Grüße!

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    1. äh, moment.
      wenn man arzt ist, bloss weil man ein medizinstudium gemacht hat. ja, ok, dann ist sogar kl ein arzt. meines wissens hat der herr aber nie eine viggo gelegt, geschweige denn einem patient erklärt, dass er an krebs stirbt.
      die sache mit dem aufsichtsrat ist echt der hammer und bekannt und sollte ihn (zum glück) als gm disqualifizieren.

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      1. Tja nun, Arzt ist, wer sich Arzt straffrei nennen darf. Wikipedia schreibt: „Lauterbach wuchs in Niederzier auf, studierte Humanmedizin in Aachen, Düsseldorf und San Antonio (Texas). Seine Promotion erfolgte an der Kernforschungsanlage Jülich, heute Forschungszentrum Jülich.“
        Daher gehe ich davon aus, dass der Herr L. vollapprobierter Arzt und Dr. med. ist. Seinen ersten Patientenkontakt dürfte er wohl im Klopfkurs gehabt haben, seinen Letzten im AiP.

        Ich bin mir dessen bewusst, dass es himmelweite Untreschiede zwischen „Arzt sein“ und „Arzt sein“ gibt. Ich hatte mich lediglich auf die formelle, juristisch korrekte Bezeichnung des Arztes bezogen.
        Weitergehende Kommentare bzgl. des Herrn L. verkneife ich mir.

        Grüße!

        P.S.: Und jetzt bitte nicht Herrn Heckl zitieren …

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  5. Ohja, Frau vdL. als GM! Mein Traum! [/ironie]. Obwohl: Mal sehen, ob sie dann immer noch tönt, Kinderwunschbehandlung ist vom Gesundheitsministerium mit zu finanzieren und hätte nix mit Familienpolitik zu tun. Oder ob dann doch plötzlich lieber das Familienresort bezahlen soll…
    Naja, die helfen so oder so nicht (obwohl das vom Bundesrat mehrfach beschlossen wurde, die MdBs+Minister setzen’s bloß nicht um (O-Ton: „Wir haben jetzt andere Probleme.“))
    Wie’s uns KiWu-Paaren (2 Millionen Paare = 4 Millionen Wähler) dabei geht, ist ja scheinbar eh uninteressant 😦 (und für die meisten Mitleser hier wohl auch, die haben ja meistens schon ihr Kind *schnief* ).
    Ich hör also besser auf zu Jammern und bekunde hiermit meine Freude darüber, dass egal was wir wählen sowieso alles beim Alten bleibt – ist ja auch irgendwie gemütlich…

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