beruhigende worte

ich: „heute impfen wir und in einem monat kommt dann schon die vorerst letzte impfung.“
mutter: „ja, das sagen sie heute, und dann fällt ihnen doch wieder eine impfung ein.“
ich: „nein nein. nach stiko-empfehlung haben wir insgesamt sieben impftermine in den ersten zwei lebensjahren und dann ist fünf jahre pause.“
mutter: „genau. und wenn ihr nicht impft, dann nehmt ihr blut ab.“
ich: „ohje. so schlimm sind wir doch gar nicht.“
wir machen uns an die impfung.
ich: „so, marlene-luise-eugenie, jetzt tut´s ein bisschen weh, ist aber nicht so schlimm und gleich vorbei.“
mutter: „von wegen.“
ich: „achtung, 1-2-3, schon vorbei.“
mutter: „nichts vorbei, jetzt tuts danach erst richtig weh, wart´s mal ab.“
ich: „so, geschafft. und in einem monat geht´s dann weiter.“
mutter: „siehste, marlene-luise-eugenie, der böse doktor ist noch nicht fertig.“
marlen-luise-eugenie war während der ganzen prozedur recht tapfer, hat nur kurz geweint beim impfen. vermutlich ausreichend abgehärtet bei ihrer herben mutter. ich find´s wichtig, dass kinder auf die impfungen vorbereitet werden, das ist job der eltern, und ohne das weigere ich mich auch schon mal, kinder zu impfen. in diesem fall hat´s die mutter aber doch etwas übertrieben. 🙂

27 Antworten auf „beruhigende worte“

  1. Naja, man kann bzw. muss dem Kind aber schon mitteilen, dass eine Impfung piekst. Ich hasse es, wenn irgendwelche Eltern meinen:“ Das tut gar nicht weh!“
    Ich:“ Also, es piekst schon ein wenig und das darf XY auch ruhig wissen!“

  2. Erstaunlich, daß das Kind anhand dieser mütterlichen „Aufmunterung“ noch so tapfer war.
    Ich bin auch für Ehrlichkeit, aber was ich sympathisch fand, war daß die Anästhesisten manchmal mit dem „Narkosebienchen“ kommen, daß einen kleinen Pieks geben wird. Den Vergleich finde ich ganz gut, da Bienen ja auch stechen.

    Panikmache ist jedenfalls falsch. Ich muß selbst irgendetwas komisches erlebt haben, denn meine Spritzenphobie konnte ich erst mit ca. 24 so überwinden, daß ich den impfenden Arzt nicht mehr tausendmal gewarnt habe, er möge doch bitte extra-extra-extra-sanft impfen. Bei meinem Kleinkind lasse ich mir nichts anmerken und bleibe cool, natürlich wird am Ende ganz lieb getröstet.

    Ich finde es übrigens besser, wenn die Praxisassistentin das Kind hält. Als Elternteil möchte ich nicht den schwarzen Peter des Festhaltens haben. Wir sind in diesem Fall fürs Wiedergutmachen da. 😉

  3. Ich weiß nicht ob meine Mutter es mir früher gesagt hat. Auf jeden Fall aber nicht so.
    @ Ursel: dir muss ich leider wiedersprechen. Ich hab die letzten sehr deutlich gemerkt, hat nämlich unheimlich gebrannt. Abgesehn von den Nächten danach. Das ist aber wohl eh bei jedem unterschiedlich.

  4. Das versteh ich jetzt echt nicht. Klar, ich hab meinen Kindern auch gesagt, dass das bissle piekst (aber nicht arg) und dass das halt sein muss usw.
    Aber den Kindern Angst machen vor der Impfreaktion ….

    Üüüüübrigens: spürt man den Pieks denn heutzutage überhaupt noch? Bin letztes Jahr gegen Tetanus geimpft worden und hab praktisch nix gespürt. Echt, wenn ich nicht hingeswchaut hätte würde ich wahrscheinlich immer noch da sitzen und auf die Spritze warten 😀 Die Kanüle war echt superdünn.

    1. Einspruch!

      Ich war letztes Jahr nach mehreren Ewigkeiten das erste mal ohne Aua eigenverantwortlich ohne Mami bei meinem Arzt und habe meinen Impfschutz überprüfen lassen. Dabei hat er auch etwas gefunden, das mir fehlt und eine Spritze stand an.
      Zum einen dachte ich naiv: Jetzt bin ich erwachsen und bekomme die Spritze bestimmt in den Arm –> Das Erste Denkste! Hätte ich das vorher gewusst… ich hätte etwas anderes angezogen 😉
      Zum anderen habe ich mir schon beim Einstich meine Mami und die Ablenkung und die Leckerlies danach hergewünscht. Es tat saumäßig weh! Und das obwohl viele bei uns in der Gegend sagen, dass gerade dieser Arzt geschickt im Spritzen ist und Blutabnehmen usw. überdurchschnittlich oft ohne fiese blauen Stellen abläuft…
      Der Schmerz hielt mehrere Stunden an und die Stelle war noch mehrere Tage später ganz eindeutig zu spüren… 🙁

      Naja, ich habe jetzt auf jeden Fall erstmal die Nase voll davon und freue mich, dass ich keine Ambitionen habe, ins Ausland zu wollen und dafür noch andere fiese Stiche brauche…

        1. Naja…aber es gibt ja auch einen absoluten Unterschied zwischen Impfung in den Muskel am Hintertil oder in den Arm. Ich empfinden Blutabnehmen und sonstige Medikamente in den Arm als absolut hinfällig, die nehme ich nicht mal wahr. Letzten Sonntag habe ich aber aufgrund einer Schilddrüsen Behandlung eine Spritze in den Allerwertesten bekommen 1. war das Zeug schön kalt und 2. tat es echt fies weh und brannte schick … aber ich finde diese beiden Arten der Gabe kann man nicht vergleichen, oder sehe ich da was falsch Kinderdoc?

          1. @pinkp — also ganz ehrlich: mir ist keine spritze mehr bekannt, die man in den allwertesten geben *muss* – hier geht es ja um eine intramuskuläre injektion, und das kann genauso auch am arm machen. die so genannte glutealinjektion wird nicht mehr gelehrt und sollte auch nicht mehr angewendet werden.

      1. Meine arme Schwester wurde vor ein paar Jahren auch in den Allerwertesten geimpft – und zwar von der Praxisassistentin unseres damaligen, schon morgens verschwitzt riechenden, älteren Hausarztes (den hatte sie nur zwei Quartale lang, und nur weil er direkt an der Ecke war). Wir glauben beide, , daß er nur mal wieder einen knackigen Hintern sehen wollte und wahrscheinlich durch die offene Tür zugesehen hat!

        Meiner Schwester, damals ca. 20, hat er dazu übrigens gesagt, daß man die Tetanus/Diphterie/Polio-Kombiimpfung „nur noch in den Gesäßmuskel bekommen“ dürfte. Vielleicht fand er sie auch zu dürre, oder vielleicht war die Praxisassistentin neu und sollte einen „unverfehlbaren“ Muskel zum Impfen ausprobieren – ich weiß es nicht. Ich glaube immer noch, daß er nur spannern wollte. 😛

  5. Hahaha! Unglaublich, wie pesimistisch manche Mütter sein können. Als ob die Ärzte alle böse Ungeheuer werden. Dass die Impfung ihren Kindern etwas Gutes tut, das verstehen sie nicht. Sehr seltsam! Ich musste beim Namen des Kindes auch lauthals lachen. 😉 Wirklich spitze!
    Schöne Grüße, Martina

    1. Also – so pauschal würde ich das nicht stehen lassen: „dass die Imfpungen ihren Kindern was gutes tun“. Da kann man wirklich anderer Meinung sein. Mein Sohn ist nicht geimpft. Gegen ganz und gar nichts. In enger Abstimmung mit unserem Arzt. Und unser allerschlimmstes Horroerlebnis war die mit Diplomen über-dekorierte Kinderzahnärztin, die ungefragt und ungebeten meinem Sohn einen „blauen Traum“ zu trinken geben wollte, „damit dir das Bohren nicht weh tut, weißt duhuu?“ Mein Sohn: „Will ich nicht. Mach halt.“ Sie: „ok.“ Und nach zwei Sekunden:“Tut’s weh? Soll ich aufhören?“ Mein Sohn: „Alles ok, mach weiter.“ Sie, nach weiteren zwei Minuten: „Bist du sicher, dass du nicht doch einen Traum willst?“ „Er: „Mama, komm, wir gehen.“ Also es ist ja möglich, dass die Zahnärztin schlicht nervös war, weil sie zwar viele Diplome, aber keine persönliche Kindererfahrung hatte. Möglich auch, dass sie für jeden blauen Traum blaue Scheine kassierte. Es gibt, das will ich damit schreiben, „blöde“ Leute auf allen Seiten……

      http://www.mariebastide.wordpress.com

      1. Unsere Kinderärztin (noch ein von der alten Schule aber mit Homöopathischer Ausbildung) hat mir gleich beim 2. Besuch gesagt: „Wenn nicht so viele Menschen impffaul wären, dann bräuchte man die Babys nicht so früh impfen.“
        Dies war die beste Aufklärung bzgl. impfen. Es besteht ein gewisser Schutz wenn möglichst viele geimpft sind. Je weniger geimpft sind, desto weniger sind die nicht geimpften geschützt. Gegen Bakterienerkrankungen kann man Antibiotika geben, aber bei schlimmen Virusinfektionen ist das der einzige Schutz.
        Wenn meine Kinder geimpft werden, dann halte ich sie immer auf meinem Schoß sitzend fest. Da habe ich sie fest im Griff (sie können nicht wegzucken) und sie fühlen sich geborgen. Eines meiner Kinder konnte ich immer stillend ablenken – ein „Leckerli“ nach dem Piks läßt doch alles wieder vergessen.
        Übrigens ist hinfallen schmerzhafter als ein kleiner Piks. Wenn eine Mutter bereits Panik vorm Impfen hat, wie sieht das dann beim Klettern auf dem Spielplatz oder beim Radfahren lernen aus? Arme marlene-luise-eugenie, hoffentlich brauchst du mal keine Ergo-Therapie vor lauter „in Watte packen“.

  6. Also dazu kann ich jetzt auch mal was schreiben!

    Unsere Kinderärztin erzählte etwas von „Jetzt kommt der kleine Schmetterling und piekst Dich“, als sie mit einem Butterflydingens Blutabnehmen musste.

    Ich hab meiner Tochter dann währenddessen erklärt, dass das kein Schmetterling ist, sondern nur so aussieht wie einer. Nicht, dass mein Kind dann im Garten vor jedem Schmetterling in Deckung geht!

    Mittlerweile hat die Ärztin verstanden, dass ich nicht für Verbildlichung solcher Art bin. Kinder können die Wahrheit besser verkraften, als so ein geschwurbeltes Zeugs, das sie nur verwirrt.

    Und ja, Spritzen tun weh, sind aber nötig, sonst würde ich das meinen Kindern ja nicht antun. Und das wissen sie, auch wenn sie weinen.

  7. Mein Gott, was ist das für eine Mutter? Will sie ihrem Kind Angst machen? Das Impfen muss nun mal sein. Da sagt man halt, es piekst kurz und fertig ist. Dann bekommt das Kind die ganze Sache weniger mit, als wenn man vorher noch einen Vortrag über Schmerzen hält…

  8. Allllsssooo,
    als meine Älteste krank war und oft im Krankenhaus lag, wurde uns von Ärzten und Pflegepersonal regelrecht verboten, das Kind anzulügen – wir sollte bloß nicht übertreiben.
    Eine Spritze tut nun mal weh – wenn auch nur kurz.
    (Fast) alle Kinder haben durch dieses Nichtanlügen schnell Vertrauen zum Personal gewonnen.
    Ist aber in der Kinderonkologie wohl auch eine andere Situation.

    Gruß
    HaWeThie

  9. Der boese Doktor sticht dich jetzt und das tut danach noch lange ganz doll weh..
    na suuuuper. Recht viel besser kann man ein Kind ja nicht auf eine Impfung vorbereiten. Und danach wird in diversen Muetterforen herumgejammert dass der kleine ja sooolche Angst vor dem Kinderarzt haette..

  10. Unser „alter“ Kinderarzt und mein Sohn waren immer einer Meinung: Wehtun? Ne.
    Und ich als Spritzenphobikerin habe immer gesagt es tut weh, ist aber gleich vorbei und habe ihn schon als Säugling immer abgelenkt, sodass er wirklich nichts, aber auch nichts gespürt hat! (Buntes Kuscheltier, je älter er wurde desto bunter wurden dann die Lollies)
    Erst beim Pflaster draufmachen merkte er das es schon vorbei ist.

    Angelogen hab ich ihn nie. Aber sein Schmerzempfinden ist eh jenseits von allem, ihm macht es nichts aus, nur wenn Hektik ist, dann weint er.
    Und das ich alle Jahre wieder an den Tropf muss oder Spritzen kriege und er natürlich als Kleinkind schon immer dabei war ist der Arzt für ihn sowas von Routine! Besonders auf das „Zuckerchen“ hinterher in der Apotheke oder Zuhause besteht er mit seinen fast 10 Jahren immer noch. 🙂

    Angst vorm Arzt gibts also bei uns nicht. Was aber auch nicht unproblematisch ist: „Mama… Mir tut der Bauch sooooooooooo weh!“
    Ich: „Ach Schatz, ist es schlimm? Ich mache dir Tee und wenns schlimmer wird müssen wir zum Arzt.“
    Kind: „Es ist schon schlimmer. Gehen wir gleich?“ – Und das nur weil er seinen Arzt toll fand, die Praxis toll fand, das Spielzeug später von den Helferinnen fast noch toller fand… Aber Tee und Zwieback halfen dann doch. :))

    (Wie es hier in der neuen Stadt wird, mal sehen. Die Ärztin mag er nicht so, ihre Helferinnen um so mehr.)

  11. Unsere Kinderärztin betäubt die Impfstelle mit einer Salbe. Ein Kind muß heutzutage nicht beim Arzt alles zusammenschreiben wegen ein oder zwei Spritzen. Finde ich sehr vernünftig. Und die Erklärungen begreift ein Kind erst ab einem bestimmten Alter.

  12. Also ich sag meiner Kleinen (19 Monate) auch nur ehr beiläufig, dass wir jetzt zum Onkel Doktor gehen und es mal wieder eine Impfung gibt. Das hat sie aber auch noch nie interessier. Da sie von der ganzen Prozedur aber auch noch nie wirklich was mitbekommen hat (Traubenzucker wirkt echt wunder), macht sie auch kein Theater und findet das Ganze eigentlich sogar ziemlich ok *grins*.
    Die oben beschriebene Mutter braucht sich also nicht wundern, wenn die kleine Marlene irgendwann beim Anblick eines Arztes panisch wird…

  13. Ich bin zwar auch eine von den eher resoluteren Müttern und schmeiß meinem Sohn Sätze wie „Komm, jetzt ist aber gut. Hör mal auf mit dem Weinen. So schlimm ist das nicht.“ an den Kopf, aber so krass bin ich dann doch nicht. Ich frage mich nur, wie ich meinem nun 20 Monate alten Sohn erklären soll, dass er geimpft wird. Wenn ich ihm sage „Wir fahren heut zum Kinderarzt und du wirst geimpft“ interessiert ihn das reichlich wenig. Wenn ich das ganze dann noch ausschmücke mit „Da wirst du kurz gepiekst und das tut dann was weh“ interessiert ihn das immer noch nicht mehr und er wird trotzdem wie bei jeder Impfung wieder die ganze Praxis zusammenschreien. Aber sobald unsere nette Kinderärztin ihm den obligatorischen Butterkeks in die Hand drückt, ist die Welt wieder in Ordnung 😉

    1. Wie wäre es mit einem netten Buch zum Thema?
      Mein kleiner Cousin stands in dem Alter voll auf Bücher gucken und hörte interessiert zu… Hätte ich bei einem so kleinen Wurm gar nicht erwartet…

  14. Irgendwie frustriert die Frau? Und uninformiert? Ich weiß ja nicht, ich hab schließlich kein Kind, aber zumindest bei meinem Pferd weiß ich, wann es gegen was geimpft wird, gut das ist nicht ganz so kompliziert, aber ich denke, wenn ich ein Kind hätte, würde ich mich auch über den Impfplan informieren…
    Ich weiß, dass ich das Impfen auch nicht super fand, aber hinterher gabs ja vom Kinderarzt immer was Tolles 😉
    Und ich kann mir vorstellen, dass das Kind so irgendwann Angst vorm Kinderarzt kriegt…

  15. *schluck*
    Gestern habe ich noch gelesen, dass Lügen wichtig ist fürs Zusammenleben, weil die ungeschönte Wahrheit doch sehr rau ist…
    Wenn ich das so lese: JA, so ne kleine Lüge am richtigen Ort ist wirklich nicht zu verachten…

    Ich meine, die Mutter hat ja RECHT in dem, was sie sagt- aber muss man das im Impfalter (da sind die Kinder ja wirklich noch ziemlich klein) schon so genau wissen?
    Meine Kinder bekommen nur die Vorteile des Impfens erklärt, und dass es piekst- das Aua hinterher merken sie schon von ganz alleine …

    Ich als Erwachsene mag allerdings immer ganz genau wissen, was auf mich zukommt- bei einem Eingriff im Sommer haben mir alle gesagt dass es GAR-NICHT schlimm ist, und KEI-NE Probleme nachher verursacht… Naja, was solls, durch das ganze habe ich gelernt, dass man sogar Tramal in der Schwangerschaft nehmen darf…

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