ich auch, ich auch, frau von der leyen

frau von der arbeit regt momentan eine diskussion an, dass arbeitgeber nicht ständig – auch in urlaub oder gar krankheit – per smartphone und/oder email erreichbar sein sollen. finde ich einen netten ansatz. da habe ich auch eine anekdote beizutragen:

ich: „hallo? hier kinderdok, hallo?“ sehr schlechte verbindung.
mutter: „ja, sie müssen dann mal kommen.“
ich: „hallo? wer spricht denn da?“
mutter: „hier ist meyerdingens, meine jenny-nina hat da so einen ausschlag. müssense mal kommen, angucken. jetzt.“
ich: „entschuldigung, aber haben sie unseren anrufbeantworter abgehört? ich bin im urlaub…“
mutter: „müssense mal ausnahme machen. sind ja nur pickelchen. nur mal gucken.“
ich: „ich habe übrigens auch eine vertretung, die kollegen doktor …“
mutter: „jaja. ich hab aber jetzt hier da auf ihrem handy angerufen, die nummer hab ich mir letztens aufgeschrieben, für´n notfall. kommense jetzt?“
ich: „auch wenn ich wollte, frau meyerdings. es wird schwierig.“

in der tat. ich stand gerade mit bepacktem auto, genervten kinder und kopfschüttelnder ehefrau exakt hier.

37 Gedanken zu “ich auch, ich auch, frau von der leyen

  1. ALSO, … da hättest ruhig doch nochmal hingehen können!!! Unglaublich, wie respekt los sowas auch ist *kopfschüttel* manche haben ein Taktgefühl wie ein Selbstmördattentäter, oder?!

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  2. Also ehrlich..das waren doch nur Pickelchen..da hättste aber ruhig mal eben gucken können..solch hochkomplexe Symptome hätte die Vertretung doch gar nicht behandeln können..und überhaupt, was erdreistest du dich eigentlich in den Urlaub fahren zu wollen?!

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  3. Bin zwar kein Doc, aber kenne ich: sollte zwei Minuten vor meiner Trauung noch mal schnell ein Briefing lesen und absegnen… ähh. Und nein, ich hatte mein Diensthandy nicht an. Man kam persönlich zum Standesamt gerannt. Ohne. Worte.

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    1. die 650 kilometer waren dann argument genug, ich habe ihr meine vertretungskollegen angeboten – dann war es plötzlich nicht mehr so schlimm. „deswegen gehe ich doch nicht zur vertretung…“

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  4. „in der tat. ich stand gerade mit bepacktem auto, genervten kinder und kopfschüttelnder ehefrau exakt hier.“

    Du nimmst Dir also sogar Arbeit mit in den Urlaub ? 😉

    „wenn es nur Pickelchen sind, warum rufen Sie mich dann auf dem Handy an ?“
    (So als böse Alternative)

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  5. Meinen Chef hat mal ein Patient am 2. Weihnachtsfeiertag, 16 Uhr, angerufen. Er bräuchte irgendwann in den nächsten Wochen mal wieder einen Termin, wär aber nicht so dringend. Ruft aber am 2. Weihnachtsfeiertag beim Doc zuhause an. Der Chef hat dann gefragt, was zum Teufel das soll. Antwort: Na, unter der Woche in der Praxis wäre so oft besetzt, das wäre nervig.

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  6. Ich auch: Oh! Gestern entbunden? Alles gut gegangen? Herzlichen Glückwunsch! Schaffen Sie das mit dem Kostenvoranschlag bis morgen? Elternzeit? Also es eilt jetzt schon! Bis Montag vielleicht?

    Nein, aus dem Job ist nix geworden!

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  7. Jetzt muss ich doch mal fragen: und wenn Du im trauten Heim gewesen wärest, hättest Du einen Hausbesuch gemacht?! Gibt es das noch, Hausbesuche vom Kinderarzt??!!
    Mal ganz ehrlich, ich hatte auch mal eine Ärztin, die ab und an Hausbesuche gemacht hat. Vor langen Zeiten und diversen Gesundheitsreformen. Ist echt nett (für Mutter+Kind+die sinkende Ansteckungsgefahr in der Arztpraxis), wenn man, wie ich ab und an, als Kind mit 40 Fieber im Bett liegt. Aber ich kann mir kaum vorstellen, dass es so etwas heute noch gibt (pro Anfahrt 0,01 Cent Anfahrtskostenpauschale von der KK oder so… also pro Quartal natürlich!). Ich kenne nur: „Kind krank = ab zum Arzt/Vertretungsarzt in die Praxis, Kind richtig heftig/akut gefährlich krank = ab in die nächste Klinik mit Kindernotfallstation (gefühlte 200, tatsächliche 25 km weit weg).
    Was denken die Menschen, machen Ärzte (gerne auch Handwerker usw.) in ihrem Urlaub. Sich langweilen und dringend auf einen Anruf warten? *kopfschüttel*

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  8. Von dort wo Sie mit Familie standen, kann man (bei einer solchen Anfrage der besorgten Mutter) grundsätzlich nur in eine Richtung:
    Weiter in Urlaub!
    🙂

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  9. PS: bin übrigens auch mal von meinem Chef Sonntagmorgens um 8 auf dem Privathandy angerufen worden, mit der Frage, ob der Kollege aus den USA mich nachts erreicht hätte, der habe eine dringende Frage an mich gehabt. Äh nein, hat er nicht. Und ich war auch ziemlich deutlich zum Thema „vielen Dank für diesen Anruf“ Kam dann bei mir nicht wieder vor (bei Kollegen schon).

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  10. hmmm …. was haben wir eigentlich früher gemacht , als handys noch unbekannt waren ??? ……. also mein tipp: im urlaub, nach feierabend oder bei sonstigem dienstfrei HANDY AUS!
    schont die nerven !;)

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    1. Nein, ich habe auch keine Handynummer irgendeines Arztes!
      Wozu auch? Wenn es dringend ist, gehe ich zum Notdienst und wenn es noch Zeit hat, hat es noch Zeit bis *mein* Arzt wieder da ist. Egal ob Wochenende, Feiertag oder auch Urlaub. Dafür gibt es doch Vertretungen und Notdienste, oder habe ich da was falsch verstanden?

      Nur weil jemand Arzt geworden ist, hat er doch nicht das Recht auf Urlaub oder Freizeit verwirkt!

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    2. Ich hab auch keine! Mein KiA ist wirklich topp, aber sowas habe ich noch nicht erlebt. Scheint daran zu liegen, dass wir genug Ärzte haben hier 😉 die Vertretung machen… finds trotzdem topp, ich hätte das nämlich auch gerne und müsste nicht im Notfall in die Uni Klinik…

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  11. Geht nicht nur mit Handys. Ich kriegte, lange vor der Zeit der Mobiltelefone, auch mal einen Anruf, auf dem Festnetz. Von einem mir völlig unbekannten Vertreter. Der hatte lange nach Dienstschluss im Büro einer Kollegin angerufen, war irgendwann bei der Zentrale gelandet und die haben ihm meine Privatnummer gegeben, weil ich als erste auf der Liste der im Institut Beschäftigten stand. Ich bin später total ausgeflippt, von wegen Datenschutz und so.

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  12. Ach was war der Nachfolger meines Vaters froh, dass die vom Telefonbuch versemmelt haben die richtige Privattelefonnummer unter die Nummer der Praxis zu setzten. Da stand nach seiner Übernahme der Praxis nämlich weiterhin unsere… Und ich hätte dann die Öhmchen am Telefon (bevorzugt am Wochenende), die gar nicht glauben konnten, dass im Telefonbuch die falsche Nummer steht. Erst war ich noch nett und hab ihnen nicht verraten wo sie die Privatnummer finden können (der Nachfolger wohnt nämlich zwei Käffer weiter und in einem anderen Kreis) aber nach dem fünften: „Aber meine Schulter/Knie/Hüfte/Rücken tut so weh…“ hab ichs dann doch getan, aus Rache! ICH durfte mir nämlich immer die ganze Krankengeschichte anhören, weil ich ein gut erzogenes Kind bin, hab ich sie nicht abgewürgt.

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  13. ehrlich gesagt verstehe ich das problem nicht. du hast die rufumleitung angehabt, also ist es doch auch klar (bzw zumindest nicht unwahrscheinlich), dass jemand anruft. klarer fall von selber schuld ;). die frau war natürlich etwas uneinsichtig, aber dass sie sich in deinem urlaub gestört hat, war nun nicht ihre schuld.

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    1. Äh, doch … auf dem anrufbeantworter in der praxis war ganz klar urlaub ausgesprochen, mit den entsprechenden vertretenden kollegen, hat sie aber ignoriert und die handy nummer gewählt, die sie sich irgendwannmal aufgeschrieben hat, als ich mal selber dienst hatte.

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  14. Ups, habe gerade beim Schmökern der alten Einträge festgestellt, dass es noch eine Impfgegnerin gleichen Namens gibt… sollte ich wohl doch hier den Namen ändern, damit es nicht zu Verwechslungen kommt… 🙂 (sorry, off topic)

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  15. Upps, hat der Kinderdoc keinen Spamfilter geschaltet, oder hat sich Lucasokoi zufällig durchgeschmuggelt wie die fast besorgte Mutter?
    Ansonsten, Danke für den lustigen Beitrag, über den man nicht so richtig lachen kann, wenn man auf seinem Gebiet solche Anrufe ebenfalls kennengelernt hat. Wobei das Erlebnis von Wortschätzchen auch beeindruckend ist, die besten Witze macht das Leben …

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  16. Aber Kinder-Doc, ist doch alles eine Frage der Technik. Mit dem iPad schnell eine Videokonferenz arrangiert und die Pickelchen diagnostiziert.
    Sei doch mal bitte nicht soo unflexibel 😉 (Bin schon weg, nicht hauen!)

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  17. Mein Vorgesetzter hat mich einmal, als ich mit einer schweren Magen-Darm-Grippe krank geschrieben im Bett lag, auf dem Handy angerufen und gemeint, ich solle doch bedenken, dass wir nur ein kleines Team sind, und dass jedesmal, wenn einer von uns krank ist, jemand einspringen muss… Ich war so entsetzt, dass es mir die Sprache verschlagen hatte… Eine Kollegin reagierte auf einen solchen Anruf geistesgegenwärtiger, unter Aufbietung aller verbliebenen Kräfte brüllte sie ins Telefon: „Ich verbitte mir in Zukunft solche Anrufe Ihrerseits!!!“…

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    1. In meiner alten Firma hatte 3 Monaten vorher der Vorgesetzte eines Vorgesetzten gewechselt. Darauf wurde mein Kollege, der „freiberuflich“ in der Firma tätig war, aus seinem gerade begonnen Urlaub zurückgepfiffen, um eine Powerpointpräsentation zu erstellen. Der Kollege hat seinen Flug auf eigene Kosten abgesagt, kam vorbei und hat die Präsentation erstellt. So etwas macht man, wenn man vertraglich ohne Angabe von Gründen gekündigt werden kann.

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  18. Jaaa, im letzten Urlaub sollte mein Mann auch mal „schnell“ auf die Baustelle kommen, der Herr Bauleiter hats erst kapiert als mein Mann fragte ob er ihm die Anfahrt von Italien komplett bezahlt…

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  19. Och – gibts auch in anderen Berufen – bin in VÖLLIG anderer Branche – Telefon – Geschäftspartner dran. 1 Jahr nichts von ihm gehört. Cheffe in Urlaub – Ausland…. Tja – also jetzt bräuche er mal die Kosten. (von der Sache, die über 4 Jahre lang lief). Äh – also – ja – Cheffe in Urlaub – in 2 Wochen dann gerne…. ne – ich soll Cheffe man anrufen, daß er das zusammenstellt. OK – der Umfang der Akte nimmt ungefähr 15-20 Regalmeter ein. Ich hab ihm dann erklärt, daß Cheffe das alles nicht im Kofferraum in den Urlaub mitnimmt und er warten muß.
    Das war vor etwa genau 1 Jahr. Komischerweise hat sich der Kollege seitdem nicht mehr in der Sache gerührt…. wahrscheinlich fällt es ihm ein, wenn Cheffe in den Sommerferien ist.

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  20. Bitte oben im Artikel ändern von „Arbeitgeber“ (falsch) zu „Arbeitnehmer“ ! (Richtig, und nur so wird es logisch). Danke

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  21. Das ist entschieden der Grund, weshalb ich meine Handynummer überhaupt nicht preisgebe. Und hätte ich ein Diensthandy, würde ich eben mit zwei Telefonknochen in der Tasche rumlaufen, aber bestimmt nicht vom einen aufs andre umleiten – zumal das ja noch lecker Kosten verursacht.

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