Untermieter

Mutter: „Wir haben die Läuse ja nun auch schon das zweite Mal, da muss ich das doch wohl nicht schon wieder im Kindi melden!“
Ich: „Äh, doch?“
Mutter: „Abba von da hatses ja auch, die Maus.“
Ich verkneife mir den Kalauer mit dem Reim.
Ich: „Trotzdem, zur Mitteilung sind Sie verpflichtet. Und zur Behandlung.“
Mutter: „Mach ich ja. Hat mir meine Schwägerin den Tipp gegeben. Soll ich mal machen: Spongium D6.“
Ich: „Globuli?“
Mutter: „Ja, oder gibts das schon als Shampoo?“
Ich: „… glaube nicht.“
Mutter: „Eben. Deshalb Spongia. Hat letztens ja auch geholfen.“
Ich: „Aber, haben Sie nicht grad erzählt, Sie hatten jetzt das zweite Mal Läuse?“
Mutter: „Jaja, aber für eine Woche waren sie ganz weg, aber wissen Sie, wenn im Kindi ständig Neue mit Läusen aufkreuzen… oder vielleicht wars einfach nur das falsche Mittel? Und wenn ich mal zum Heilpraktiker?“

Ja, sicher. Siehe Lebenszyklus der gemeinen Haarlaus. Und beachte die Wirksamkeit nicht offiziell zur Behandlung der Pediculosis capitis zugelassenen Mittel. Ad 1) ca. 8 Tage bis zum Schlüpfen aus den Eiern und ad 2) null.

Vielleicht, wenn man mit den Kugeln auf die Läuse …?

83 Gedanken zu “Untermieter

  1. Und dabei reicht die Anwendung eines Laeusekams und ein bissel Pflegekur alle 2 Tage doch voellig aus. Da braucht’s weder Gift noch Glaubuli. Und warum man wegen Laeusen zum Arzt muss versteh ich nun auch nicht.

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        1. Noe. Mechanische Entfernung ist in meiner Erfahrung voellig ausreichend. (zwei Befaelle mit 14 Monaten Abstand, lange dichte Locken, das Schild hing auch nie lange an der KiTa-Tuer.). Gegen die meisten Gifte haben sich mittlerweile eh Resistenzen gebildet. Und zum Arzt schlepp ich mein Kind nur wenn es krank ist, der wuerd mich bei Kopflauesen auch gepflegt aus der Praxis lachen.

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        2. Also… irgendwie ist mir das schleierhaft.
          Ich selbst kann mich nicht mehr daran erinnern, wie das damals war mit den Läusen, aber ich glaube, dass der Juckreiz schon mehr als unangenehm ist. Und jeder weiß, wo das hinführt, wenn man sich zu sehr kratzt und dann womöglich Stellen aufkratzt, die sich entzünden usw.
          Dazu kommen die Krankheiten, die Läuse übertragen können.

          Außerdem: Mag sein, dass mechanische Mittel da auf Dauer helfen (da hab ich keine Ahnung von), dass Problem ist aber vielmehr, dass es zu lange dauert. Waren Sie schon einmal in einem Tierheim? In einem Katzenhaus z.B.? Die allermeisten Tiere da haben mit Hautpilzen zu kämpfen, weil sich eine Ansteckung nicht vermeiden lässt. Hat die eine Katze die Salbe bekommen, haben sich die Pilze schon längst auf der anderen verbreitet. Und wenn die nächste Katze kommt, kommt der nächste Pilz. Im Gegensatz zu Tierheimen können Eltern jedoch zügig und günstig was gegen die Läuse tun, in dem sie die Kinder mit dem richtigen Shampoo behandeln und damit zügig für ein Verschwinden der Läuse im Kindergarten sorgen.
          Das heißt, dass dann erstmal gar kein Kind mehr Läuse hat, was eine weitere Ausbreitung erst einmal verhindert. Wenn dann ein Kind wieder Läuse hat, beginnt die gleiche Prozedur zwar von vorne, aber man schließt den Kindergarten als „ursächliche“ Quelle aus, weil der erstmal Läuse frei war.

          Wie im Katzenhaus. Nur, dass den Tierheimen das Geld und die nötigen Ressourcen fehlen, um alle Katzen vor dem Pilz zu schützen.

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    1. Also bei Läusen hört für mich der Spaß auf!

      … nach einer seinerzeit 2,5 Monate andauernden Plage im KiGa meiner Kinder habe ich mir doch so ein klitzekleines Bisschen (und das entgegen meiner sonstigen Überzeugung) wieder mehr vorgeschriebene Kontrolle gewünscht!

      Es kann ja jeder die Läuse seines Kindes behandeln, wie es ihm gerade einfällt… aber dann doch auch bitteschön ZU HAUSE und ohne alle anderen mit hineinzuziehen!

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    2. Na klar und dann erstmal ein halbes Jahr dran rumdoktern, bis auch alle Läuse inklusive der Nissen, die nicht mal eben so einfach mit dem Kamm zu entfernen sind, verschwinden.
      Und Pflegekur, damit die Läuse auch hübsch aussehen, was? 😉 Was anderes wird das nämlich nicht bringen…

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      1. Ich erinnere mich, dass es da einen sehr feinzinkigen Kamm für gibt/gab. Die Notfallwaschgiftpampe kam seltener zum Einsatz. Gut, meine Mutter hatte auch noch Geduld und Zeit und kein zu pflegendes Eifon 🙂

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  2. Es hilft auch, wenn man in die Sauna geht! Dann krabbeln die Läuse wegen der Hitze aus den Haaren raus… wie mir eine Lehrerin versicherte!!! *schudder*

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  3. Gegen Läuse hilft ein Rasierer, total ohne Chemie, mit einer gute Schere kann man die Haare Kürzen und dann mit einem Rasierer Einheitshöhe schaffen. Teuere Heilpraktiker mit Globuli werden total überbewertet.

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    1. Das ist aber eher eine Lösung für Jungs… ich hatte als Kind ein Buch, was 1945 spielt und habe lange gebibbbert, dass ich hoffentlich nie Läuse bekomme, weil die Mädels im Buch die Haare geschnitten bekommen mussten… und meine schönen langen Haare wollte ich doch behalten…

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  4. Ich glaube, Anonym meint die Verwendung einer silikonhaltigen Pflegekur. Dimethicone hat sich in mehreren Studien als wirksam erwiesen* (es verklebt die Atemwege der Tiere) und es ist das gebräuchlichste Silikon in handelsüblichen Conditionern. Wegen der zunehmenden Resistenzen gegen die herkömmlichen Insektizide ist eine ganz normale Pflegespülung mit Dimethicone eine durchaus wirksame Alternative, vor allem wenn man Laeusebefall vorbeugen will.

    Ob es bei starkem Befall sinnvoller ist, die ganz harten Geschütze aufzufahren, darüber kann man sicher diskutieren. Aber ganz falsch ist Anonyms Aussage nicht.

    *z.B. http://www.bmj.com/cgi/content/full/330/7505/1423
    http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1468-3083.2007.02258.x/full

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        1. Also die Benutzung des Läusekamms tut auf jeden Fall weniger weh, wenn man silikonhaltigen Conditioner benutzt. Ich erinnere mich nur an Goldgeist und gefühlte tausend Stunden Haarekämmen. >.< Blöd, wenn man lange Haare hat, und damals war noch nichts mit silikonhaltigen Spülungen. Einen Versuch – ergänzend zur Standardbehandlung – wäre es wert!

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        2. Viele Shampoos und auch Conditioner haben heute kein Silikon mehr als Bestandteil, weil das Zeug den Haaren auf Dauer schadet. Einfach mal mit einem Friseur sprechen.

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        3. @ nania
          Und der Friseur verkauft einem dann ne überteuerte Haarkur für 25€…
          Man kann auch einfach in der Drogerie gucken, auf welchen Spülungen und Kuren hinten Inhaltsstoffe stehen, die auf -cone, -conol oder -siloxane enden. Ist ja noch längst nicht jedes Produkt silikonfrei, nicht mal ein Drittel der Sachen die man in der Drogerie bekommt…

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    1. Mein einziges persönliches Lauserlebnis hatte ich zu Kindergartenzeiten meiner Schwester, und da hatte ich Haare bis zum Allerwertesten – Silikonhaltige Spülungen kann ich nur heiß empfehlen, NACH dem Laus-tot-Mittel und VOR dem Nissenkamm, spart das Heulen beim Haarerupfen.
      So, mich juckts jetz am Kopf.

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  5. Das erinnert mich an einen Sketch, von dem mein Papa erzählt hat und bei dem ich leider nicht weiß, wer der Autor ist:
    „Ich habe ein Mittel gegen Mücken erfunden. Du nimmst die Mücke, hälst sie vorsichtig zwischen beiden Fingern an den Flügeln und injezierst das Mittel in den Hinterleib der Mücke. Zwei Stunden später ist sie tot!“
    (sehr frei nacherzählt, weil mein Papa einfach zu viele Sachen erzählt, um sie sich alle zu merken :D)

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    1. Herricht & Preil “ Mückentötolin“ 😉 die beiden Herren waren eh super. „Sie müssen Ihren Garten sprengen!“ „Ich soll meinen Garten sprengen?!“ „Na zum Beispiel die Äpfel“ „Ach drum sagt man Granatäpfel“ *kicher*

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  6. Schon juckt’s mich am Kopf *kratz*.

    Tja, der Heilpraktiker hat bestimmt ein wirksames Mittelchen parat, da sollte die Mutter echt mal hingehen. Per Pendel kann dann noch die Lauskonzentration per Quadratzentimeter Kopfhaut bestimmt und ein passendes Serum für 14,90€/100ml angemischt werden. Ach ja, nicht zu vergessen die obligatorische Laktoseintoleranz, die bei jedem meiner Bekannten, die sich in die Fänge eines Heilpraktikers begeben hatten, festgestellt wurde :roll:.

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  7. Anonym, Du meinst sicherlich diese Methode:
    „Ein ähnliches Prinzip verfolgt die vor allem in Großbritannien propagierte Methode des so genannten Bug Busting (Bug = Laus, Buster = Meister): Angeboten werden Sets mit verschiedenen Kämmen (z.B. BUG BUSTER KIT). Mindestens zwei Wochen lang werden alle vier Tage eine handelsübliche Haarspülung aufgetragen und die Haare anschließend sorgfältig ausgekämmt (pro Anwendung mindestens 30 Minuten).12 In einer randomisierten offenen Vergleichsstudie sind damit sieben Tage nach der letzten Behandlung 12 (38%) von 32 Kindern frei von lebenden Läusen im Vergleich zu 33 (79%) von 42 Kindern, die zweimal im Abstand von sieben Tagen 0,5%iges Malathion (in Deutschland nicht mehr im Handel) anwenden.13 In einer weiteren, methodisch schlechteren Untersuchung liegt die Erfolgsrate bei 57%.“ (http://www.arznei-telegramm.de/html/2006_09/0609079_01.html)
    Sorgfältigstes Kämmen ist sicherlich sehr wichtig, aber ich kenne genug Kinder, bei denen man ohne Goldgeist und Co keine Chance gegen die Viecher hatte.
    @kinderdoc: Ich weiß nicht, ob ich hier den Link angeben darf – bei Missfallen bitte löschen!

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  8. Wir hatten bislang 2 mal Lauesebefall (mit einem Jahr abstand). Dicke, lange Locken beim Kind. Laeuse und Nissen wurden mechanisch entfernt (und das ueber eine Woche alle 2 Tage wiederholt), und der Spuk war sofort vorbei. Das Schild an der KiTa Tuer hing auch nicht besonders lang. Aber ich bin auch nicht in Deutschland.

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  9. Ich muss ja zugeben das ich in vielen Fällen gern ERGÄNZEND zu Globulis greife. Wobei ich bei einigen eine Wirkung feststellen konnte nach meiner Warnehmung, Bei anderen eher an eine Placebowirkung fürs Kind glaube.
    ABER: Völlig egal ob man dran glaubt (Stichwort: Glauboli), ist es IMMER nur eine ergänzende Behandung und jeder Heilpraktiker der ein wenig Verstand hat sagt das auch ausdrücklich!
    Bei Läusen zu Globulis zu greifen als Ersatz für eine normale Behandlung ist absolut lachhaft.
    Ich streu die demnächst dann auch mal auf den offenen Knochenbruch und schaue zu wie er sich von alleine wieder richtet!

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    1. Witzig: Ergänzend ist im absoluten Widerspruch zu Hahnemann. Wirklich empfehlenswert: die Homöopathie-Lüge, siehe Link auf der rechten Seite. Ergänzend bedeutet immer soviel Nebeneffekte, dass die Glaubuliwirkung noch unwahrscheinlicher wird

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    2. Überdies weißt du ja auch sicher, dass Glaubuli in Kombination mit Antibiotika nicht wirken. Und auch nicht, wenn man sie von Metalllöffeln einnimmt. Oder in der Nähe elektrischer Geräte aufbewahrt. Oder sich 15 Minuten vor oder nach der Einnahme die Zähne putzt. Oder Kaugummi kaut. Oder die Beschwörungsformel nicht richtig aufsagt *lach*.

      Will sagen: Ergänzend wirken die Dinger wahrscheinlich noch weniger als gar nicht.

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  10. dank dieser „alternativen“ ansichten hatte die schulklasse vom sohn letztes jahr den ganzen winter über die läuse… bis die tante vom gesundheitsamt den öko-müttern mal ordentlich „die haare gewaschen“ hat…

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  11. Ich glaube ja schon, dass mit den Zuckerperlen so manches Wehweh weggezaubert werden kann – schließlich hilft auf das böse Auweh pusten ja auch. Wie jetzt aber der Heilpraktiker zu tierischen Untermietern passt will sich mir nicht erschließen. Da geben wir Unsummen für unser modernes Versorgungssystem aus und dann werden Läuse von nem Schamanen betanzt …..
    Herr wirf Hirn!

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  12. Globuli? Spongium D6? – Das ist nicht der Ernst, das Globuli von Heilpraktikern bei Läusen empfohlen werden?
    Ich bin ja relativ tolerant, wenn jmd. an Globuli glaubt. Das hilft dann wenigstens durch die Kraft der Suggestion. Aber bei Läusen? Wie erklären die das, dass das helfen soll?

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    1. Um Gleiches mit Gleichem zu heilen, müsste man bei Läusen ja konsequenterweise noch mehr Läuse auf den Kopf setzen, vielleicht eine Art Superläuse, die die anderen vernichten. Oder möglicherweise hilft auch der Kontakt mit anderem Ungeziefer, Flöhen oder Bettwanzen. Ein Heilpraktiker deines Vertrauens hilft dir sicher mit ein paar hübschen Exemplaren (zum Vorteilspreis von 19,99€ pro Stück).

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      1. Müssen die nicht erst ertränkt und geschüttelt werden? Ooooh, ich verstehe: Läusegeister! Ertrunkene, gruselige Läusegeister! Da packen dann die lebenden die Koffer. Ist sicher wirksamer als Spongebob D6.

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  13. Und ich in der Schuli muss das dann wieder dem Gesundiamt melden. Dann könnense das mit der Pflegekultur mit denen besprechen. ABER: Es gibt auch Kinderdocis, die mögen das gar nicht, wenn man mit Läusen zu ihnen kommt….

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  14. Das interessiert mich schon lange: in unserem Kindergarten ist auch Lauseplage. Die Köpfe der Kinder werden beim Heimgehen von den Erzieherinnen untersucht. Werden sie fündig, bekommen die Eltern eine Info. Allerdings kommen einige dieser Kinder am nächsten Tag schon wieder – sehr zur „Freude“ der anderen Eltern.

    Wie lange sollte man mit Läusen zuhause bleiben? Wird man mit einem „Läusekind“ vom Arzt überhaupt krankgeschrieben und wenn ja, wie lange?

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      1. In unserer Schule: Bescheinigung des Arztes, dass das Kind läusefrei ist. Sonst wird das Kind nicht wieder zum Unterricht zugelassen. Erhöht die Meldefreudigkeit der Eltern ungemein…

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        1. Schön. Aber imho nicht mit dem InfSchG vereinbar. Und nicht mit der zeitlichen Kapazität einer normalen Arztpraxis. Steigt wieder die Zahl der gefakten Bescheinigungen

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  15. Die Eltern sind nur zur Mitteilung des Kopflausbefalls an die Gemeinschaftseinrichtung, nicht zur Behandlung verpflichtet. Sie dürfen allerdings das Kind dann nicht mehr in die Gemeinschaftseinrichtung schicken, wegen Befall mit Kopfläusen. Die Betreuer in der Einrichtung müssen ein Kind nicht mal sofort nach Hause schicken, sollten sie Kopflausbefall entdecken. Die Feststellung von Kopfläusen und die Behandlung des Kopflausbefalls kann durch die Eltern oder sonstige Personen erfolgen. Gleiches gilt für die Feststellung, dass das Kind wieder frei von Kopfläusen ist. Dazu bedarf es weder der Konsultation eines Arztes noch eines Attests, wenn es sich um einen ERSTbefall handelt. In solchen Fällen darf die Gemeinschaftseinrichtung kein Attest verlangen. Bei wiederholtem Befall ist ein ärztliches Attest erforderlich , bevor das Kind die Gemeinschaftseinrichtung wieder besuchen darf. Wenn kinderdok der Familie Globulus den letzten Satz erklärt hat (was er hoffentlich getan hat), dürfte der Wunsch, Läuse mit Kugeln zu bekämpfen, deutlich nachlassen. Schließlich braucht man ja ein Attest, denn so will es das Infektionsschutzgesetz.

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  16. Wir müssen uns halt voll auf den Placebo-Effekt verlassen, der auch bei Tieren nachzuweisen ist, Gedankenknick belehrte mich darüber…
    😉
    Läuse sind doch Tiere, oder?

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    1. Hehehe! Sollen die Läuse gesund werden oder sterben? Einen Nocebo-Effekt konnte ich aber bisher studienbewiesen bei Tieren noch nicht ausmachen. Also – mich gerne zitieren – aber dabei die Zitate nicht schütteln!

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      1. Laut Wikipedia konnte auch ein Nocebo-Effekt bei Tieren nachgewiesen werden.
        Quellenangabe siehe dort.
        Insofern habe ich Sie nicht falsch zitiert, sondern nur Ihre Angaben erweitert.

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        1. @Gedankenknick: Allerdings gebe ich Ihnen recht, daß die Placebowirkung sich aus Sicht der Laus als Nocebowirkung darstellt und auch so hätte genannt werden müssen… Es ist nicht erwünscht, daß es der Laus durch die Globuligabe besser geht…

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        2. Naja. In wie weit man ein Zitat verfälscht, in dem man die Angaben im Zitat erweitert, überlasse ich den Rechtsexperten, ich bin nun mal kein selbiger. Ich vermute aber, wenn der Kellner mein Zitat „1x Tagessuppe 7 bitte“ erweitert um z.B. „Und ein Filet Mignon und eine Flasche Château Margaux“ würde ich halbwegs ungehalten reagieren… 😉

          Ich unterstelle jedoch aus reiner Vorsicht, dass Läuse halbwegs Placebo/Nocebo-resistent sind, da fragliche Studien meines Wissens nach bisher nur mit Wirbeltieren durchgeführt wurden, und ich ein Übertrag der Ergebnisse auf eine andere Tierklasse für durchaus fragwürdig halte. Ich selber würde einen Milbenbefall meinerseits auch nicht mit dem Aufstellen von Ameisensäureverdampfern in meiner Wohnung zu behandeln versuchen, obwohl man damit bei Bienen durchaus respektable Ergebnisse erziehlt…

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        3. Inwieweit ich Sie überhaupt zitiere, wenn ich sage, Sie hätten mich über den Placeboeffekt bei Tieren belehrt, weiß ich nicht.
          Aber da Sie, ebenso wie ich, ein 😉 angefügt haben, belassen wir es lieber dabei, da wir uns ja wohl in der Sache einig sind: Globuli nein.

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    2. Meines Wissens nach funktioniert das in der Regel deshalb, weil der Halter sich mit größerer Aufmerksamkeit um das kranke Tier kümmert und ihm damit Ruhe signalisiert.

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  17. Ich hatte sie ein einziges Mal als Kind, Mama hat ein gescheites Mittel in der Apotheke besorgt und weg waren sie. Nie wieder Stress.
    Warum man da erst groß experimentieren und alles unnötig in die Länge ziehen muss, versteh ich nicht. Würde einem von dem Mittel die Kopfhaut abfallen, dann klar, aber so? Pfft.

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    1. Weil die Bösen Pharmaunternehmen nur das Geld wollen und nicht auf die Gesundheit seiner Konsumenten achtet. Nur Globuli vom örtlichen Schamane kann da helfen.

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      1. Genau und die „guten“ Heilpraktiker arbeiten ja bekanntlich alle für einen Gotteslohn…?! Aber DIE dürfen ja Geld kassieren, müssen ja auch von was leben, im Gegensatz zu den pöhsen Ärzten, die können ja angeblich von den Gehältern leben, die sie von den noch pöhseren Pharmaunternehmen als Bestechungsgelder erhalten.
        Oder so ähnlich war das doch?!

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  18. Herr, schmeiß Hirn vom Himmel und nimm den Bedürftigen den Regenschirm weg.

    Läuse zu haben ist nun wirklich nix wofür man sich schämen muss. Fast jedes Kind hat die lästigen Viecher schon einmal aus dem Kiga oder der Schule angeschleppt.
    Wofür man sich aber schämen sollte, ist der Gedanke sie würden mit Globuli wieder weggehen?
    Der Befall von Läusen ist Meldepflichtig! Ab zum Arzt und ein gutes Mittel verschreiben lassen.
    Ich kann bei solchen Aussagen von anderen Müttern nur den Kopf schütteln….

    Liebe Grüße von Frau Hummel

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  19. Unfassbar. Als mein Sohn noch im KiGa war hatte seine Gruppe ein geschlagenes 3/4 Jahr Läuse. Jacken, Schals, Mützen waren an der Garderobe in Plastiktüten eingepackt. Im Zimmer der Gruppe selbst gab es nicht mal mehr Kuscheltiere. Erst, als die Kindergartenleitung zusammen mit dem Elternbeirat beschlossen hat, dass nur noch ein Attest des Gesundheitsamtes zählt, hat das aufgehört. Den Gerüchten nach hat ein Kinderarzt im Stadtteil nach zwei Wochen grünes Licht gegeben. So nach dem Motto: nach 2 Wochen sind die Läuse weg.

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  20. Da hilft nur eins.

    Weg mit der Binnenanerkennung.
    Sobald die Homöopathika zur Zulassung die gleichen Spielregeln befolgen müssen wie „schulmedizinische“ Mittel, ist der Spuk binnen Monatsfrist vorbei.
    (Die Wirkungsnachweise, die sie dafür erbringen müssten, KÖNNEN sie nämlich nicht erbringen. Geht nicht. Nada. Njet.)

    Wird nur leider nicht passieren, die Homöopathie hat eine ekelerregend einflussreiche Lobby in Deutschland.

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    1. es wird halt unanständig viel Geld damit verdient. Und die „Jünger“ sind sämtlich beratungsresistent. Selbst meine Holde hat sich so Dinger aufschwatzen lassen. Auch sie gibt „begleitend“ 😉 … Aber ich diskutiere nicht, sie hat mich drum gebeten, still zu sein……35 Euro für 6 Döschen mit Zuckerperlen. Wenn der schulmedizinische Teil deswegen nicht wegfällt schadet es ja zum Glück auch nicht ……

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  21. Glaubuli für Läuse *kopfschuettel*…
    Bei meinen Brüdern wurden die Haare mit dem Nissenkamm durchkämmt bzw. durchgeforstet und außerdem wurden die Haare mit Shampoo, in das Neemöl gemischt war, gewaschen. Prophylaktisch bei der ganzen Familie und bei Läusemeldung im KiGa, sodass wir seltenst damit zu kämpfen hatten bzw. sie auch sehr schnell wieder los waren und nur die beiden KiGa-Kinder betroffen waren, aber nicht die großen Geschwister. Wäre bei meinen langen Haaren auch eine Katastrophe beim Durchsehen geworden – man kratzt sich dann ja auch ohne Läuse…
    Durch das Neemöl wird die Haaroberfläche glatter, sodass sie sich nicht mehr daran festkrallen können. Und außerdem ist es schonender für die Haare und kann auch ohne Probleme prophylaktisch bei Läuse-Alarm eingesetzt werden.

    Auf die chemische Keule versuche ich erst Recht zu verzichten, nachdem ich mal in England Läusemittel kaufen musste (Neemöl war dort unbekannt) und dann lauter entzündete Haarwurzeln als Ergebnis hatte…

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  22. Aaaalso,

    die Sache mit der Pflegespülung hat schon ihren Sinn…

    Weder Goldgeist noch InfectoPedicul töten die Nissen ab. Und auch sonst keines der Mittel, die mit den Wirkstoffen Pyrethrum oder Permethrin arbeiten. Die klassische Behandlung sieht also vor: Goldgeist / InfectoPedicul drauf -> Läuse sterben ab. Aus abgelegten Nissen schlüpfen spätestens nach 10 Tagen neue Läuse. Nach acht bis zehn Tagen MUSS deshalb eine Folgebehandlung durchgeführt werden.

    So. Sagen wir, am Tag 1 nach der ersten Behandlung schlüpft eine neue Laus. Die krabbelt munter bis zur Nachbehandlung herum. Okay, sie kann noch keine Eier legen – erst nach wiederum 10 Tagen.

    Wende ich aber am nächsten oder übernächsten Tag die Pflegespülung mit einem guten (!) Läusekamm an, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass ich die neu geschlüpften Läuse schon mal erwische. Dies alle 2 bis 3 Tage wiederholt, hat keine Laus die Chance, bis zur Ablagereife zu kommen.

    Mal kurz zu unserem Läuse-Hintergrund: vor zehn Jahren hatte meine Kinder genau 1x Läuse. Wir haben mit Goldgeist gearbeitet, Nachbehandlung mit InfectoPedicul – alles super, nie wieder ein Problem.

    Vor einigen Wochen dann – man denkt, die pubertären Kinder seien aus dem Alter raus -: zwei der drei hiesigen Kinderköpfe belaust.

    Aufgrund der guten Uralterfahrungen: Anwendung von Goldgeist. Aber drei Stunden nach der Anwendung, bei einer Kämmprobe, fanden sich auf jedem der zwei Köpfe noch MEHRERE quicklebendige Läuse. Dabei hatte ich das Zeug üppigst aufgetragen. Und eines der Kinder hat raspelkurze Haare.

    Ich habe dann noch dieses Mosquito-Shampoo verwendet (soll die Viecher quasi ersticken), aber mein Vertrauen in die Wirkungsweise jeglicher Mittel war erschüttert. Nur das Auskämmen, bei dem man wirklich SIEHT: „Aha, eine Laus“ oder eben „Dreiviertel Stunde gekämmt – nix gefunden“, hat mich noch überzeugt.

    Bei Auskämmaktion 1 und 2 im Abstand von 2 Tagen fanden sich noch Viecher. Kleine, frisch geschlüpft (nein, wie süüüß /ronie off), bei den nächsten fünf Aktionen nicht mehr. Die Sache war beendet.

    Drum denke ich heute: wenn Personen mit Überempfindlichkeiten oder Schwangere gleich mit einem guten Kamm und der Spülung arbeiten, das Ganze gewissenhaft und am Anfang täglich durchführen – warum soll das nicht funktionieren?

    Ich weiß nicht, ob ich bei einem erneuten Befall Goldgeist noch mal probieren würde. Wie gesagt, bei uns blieben beim letzten Versuch mehrere Tiere unbeeindruckt. Ich kann einen Anwendungsfehler nicht 100%ig ausschließen, aber eigentlich arbeite ich sehr gründlich…

    Globuli sind natürlich ein Witz. Nicht nur bei Läusen.
    Unfassbar, wie sehr der Homöopathie-Krampf in der „Mitte der Gesellschaft“ angekommen ist.

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    1. Ach ja, die einzig wirklich guten Kämme (und ich habe in meiner Panik und meinem Ekel gleich vier verschiedene gekauft) waren der Nisska von irgendeinem deutschen Hersteller und die Dinger, die in dem Bug Buster Kit enthalten waren.

      Letzteres wird von der Pediculosis-Gesellschaft empfohlen, deren Seiten wiederum ich empfehlen kann. Ebenso die schweizer Seite kopflaus.ch. (Und das, obwohl ich allen „Krankheits-Gesellschaften“ sehr skeptisch gegenüber stehe, nachdem ich neulich einen haarsträubenden Bericht über die Borrelliose-Gesellschaft gesehen habe. Der hier natürlich nichts zur Sache tut.)

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    2. Stimmt nicht, die chemischen Keulen töten auch die Läuse in den Nissen. Fakt.
      Trotzdem könnte man eine nicht erwischen, deshalb Nachbehandlung nach acht Tagen.
      Funktioniert ( auch bei Kinderdoks Kindern )

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      1. *Seufzer* Na schön, Kinderdok, Sie haben recht. Ich habe nachgelesen – selbst bei Goldgeist steht, dass es auch gegen Nissen wirkt. Und da das Robert-Koch-Institut schreibt: „Resistenzen von Kopfläusen gegenüber Pyrethroiden wurden in Deutschland bisher nur vereinzelt vermutet (…)“, muss ich außerdem davon ausgehen, dass die Tiere aufgrund eines Anwendungsfehlers meinerseits und nicht wegen einer bestehenden Resistenz überlebt haben…

        *Flüster on:* Aber das RKI empfiehlt die kombinierte Anwendung von a) einer „topischen Behandlung mit pedikuloziden Substanzen“ mit b) nassem Auskämmen. Hier sehr schön beschrieben: http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Kopflausbefall.html?nn=2381874

        Dort heißt es sogar: „Eine optimale Behandlung besteht nach heutiger Auffassung in der Kombination chemischer, mechanischer und physikalischer Wirkprinzipien.“ Dann habe ich das trotz vermutetem Fehler bei der Goldgeist-Anwendung nicht nur letztlich gut hinbekommen, sondern bin nach RKI-Empfehlung doch wohl die absolute Checker-Mutter, oder? GG als chemische, Auskämmen als mechanische und Mosquito als physikalische Komponente der Behandlung.

        Ich geh mir mal einen Orden suchen…

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  23. Hm… da würde ich mir wünschen, dass das Gesundheitsamt kommt und kollektiv mit den Kindern/Schülern der Gruppe/Klasse im Waschraum Haare waschen geht. Dann sind ja theoretisch alle gleichzeitig befreit von den Biestern und die Einrichtung doktort nicht monatelang daran rum… aber nein, das beschneidet ja die Recht der Eltern und das ist schlimmer als allen Kindern zu helfen…

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  24. In unserer Grundschule ist das Problem jetzt seit „Jahren“ nicht in den Griff zu bekommen. Mittlerweile gab es mehrfach Besuch vom Gesundheitsamt inkl. kompletter Kontrolle aller ANWESENDEN Kinder (und Lehrer).
    Trotzdem alle 8 Wochen spätestens wieder ein netter Brief von der Schule, dass wieder ein Kopflausbefall vorliegt und man sein/e Kind/er kontrollieren solle.

    Glücklicherweise waren wir bisher nur zweimal „im Angriff der Läuse“ und zwar zur Kindergartenzeit noch.

    Da half auch nur Goldgeist. Und fleißiges Auskämmen. Glücklicherweise Söhne mit relativ kurzen Haaren.
    Bei mir selbst (leider auch „befallen“) war es mühsam, da meine Haare mal eben bis Mitte Rücken gehen…

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  25. Man gebe mir Holz zum 3 x Klopfen … wir haben seit 8 Jahren im Kiga und im Hort mit monatlichen Unterbrechungen fast durchgängig Läuse-Schilder und meine Tochter (lange, glatte Haare) hat noch nie welche mitgebracht. Mein Mitleid sei jedem Leidtragenden gewiss, aber sollten diese Viecher uns doch noch heimsuchen, weiß ich wo ich nachgucke, wie ich damit umzugehen habe.

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