Prost und Schwangerschaft?

Dass man in der Schwangerschwaft nicht rauche und keine Medikamente zu sich nehme, hat sich wohl mittlerweile herumgesprochen. Was leider noch nicht in allen Köpfen angekommen ist: Auch Alkohol birgt ein hohes Risiko für kindliche Mißbildungen, vor allem aber für diffuse Entwicklungsstörungen in der Kindheit mit sich. Dabei kann eine einzelne „Dosis“ Alkohol bereits auslösendes Moment sein.Vintage Ad: Should You Drink if You're Pregnant?

Interessant in den Studien: Rauchen vor allem Mütter aus sozial schlechter gestellten Schichten, bedeutet der ProSecco auch bei den besser gebildeten Frauen ein Kavaliersdelikt. 2007 haben laut KIGGS Studie immerhin 17% der Frauen gelegentlich Alkohol in der Schwangerschaft getrunken (bei 50% in einer Befragung von 2002).

Ein toller Artikel dazu fand sich unlängst in der Zeit: Vollrausch im Mutterleib, eine Anspielung auf die Dosis Alkohol, die der Embryo abbekommt, wenn es für die Mama nur ein Viertele ist.

(c) Foto bei vintage ads

67 Einträge zu „Prost und Schwangerschaft?

  • Ich bekam meine 3 eher jung, trank da noch keinen Alkohol, bzw. hatte mich nicht daran gewöhnt. Darum war es kein Verzicht für mich, sondern einfach normal.
    Auch beim stillen und an der Taufe der Kinder trank ich nichts.
    Aber wenn man schon jahrelang regelmässig trinkt, ist es sicher schwieriger, auch wenn es sicher vernünftig ist.
    Meine 3 sind auch alles helle Köpfchen, da hat die Alkoholfreie Schwangerschaft sicher auch geholfen.

    Ich sehe aber heute in der Gesellschaft, dass bei Feiern zwingend Alkohol dazugehört, auch bei jungen Erwachsenen, das führt wohl eher zu Verzichtsproblemen…

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  • Puh, harter Stoff in der Ferienzeit!
    Ich fand es spannend und sehr erschreckend, wie oft ich in beiden Schwangerschaften Alkohol angeboten bekommen habe. Und wehe, ich habe abgelehnt mit dem Hinweis auf meinen Zustand! Dann hat sich immer mindestens eine Frau gefunden, die mir einen Vortrag gehalten hat, nach dem Motto, sie habe in der Schwangerschaft auch mal ein Gläschen getrunken und ihrem Kind habe es doch auch nicht geschadet, oder?! Ich hatte das Gefühl, allein die Tatsache, dass ich einfach auf der sicheren/nüchternen Seite bleiben wollte, wurde als Kritik am Umgang mit der eigenen Schwangerschaft verstanden.
    Interessanterweise hat mir nie jemand eine Zigarette angeboten.

    Ich habe in beiden Schwangerschaften und Stillzeiten auf Alkohol verzichtet. Ohne dass ich jetzt das Gefühl hatte, damit irgendeine Heldentat zu begehen. Es hat mir, ehrlich gesagt, nichts gefehlt. Keine Ahnung, warum das vielen Frauen so schwer fällt. Und damit meine ich nicht, tatsächlich abhängige Frauen. Sondern diejenigen, die nur zu manchen Gelegenheiten trinken, aber darauf auch in der Schwangerschaft nicht verzichten wollen/können.

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  • Ich arbeite an einer Tankstelle. Es erschreckt mich immer wieder, wieviele Schwangere Zigaretten bei mir kaufen. Und wieviele Eltern mit Kindern jeden Alters.

    Meines Erachtens ein viel schlimmeres Übel.

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  • Problem dabei ist doch, dass die Dosis nicht bekannt ist (und man aus nachvollziehbaren Gründen keine Studie macht um sie zu bestimmen). Wenn man sich den Artikel aus der Zeit und die Kommentare dazu mal durchliest, ergibt sich, dass der Journalist sehr unscharf geschrieben hat. Zum ersten hat man physiologisch Ethanol immer als Stoffwechselprodukt im Körper. Dazu steckt noch in vielen Nahrungsmitteln eine gute Portion Ethanol, z.B. in reifen Bananen oder Fruchtsäften. Diese Mengen sind aber offensichtlich nicht kritisch. Ab wo es aber kritisch wird, kann keiner richtig sagen.
    Ärztlicherseits ist klar, dass man eine Null Promille Regelung fährt, dann ist man auf der sicheren Seite. Aber wie so häufig im Leben ist es leider nicht so einfach.
    Wir haben bei unserer Schwangerschaft und auch jetzt noch beim Stillen auch auf alkoholische Getränke verzichtet, das sollte gut möglich sein. Aber wir haben uns auch gewundert, wie es möglich sein soll, gar keinen Ethanol zu sich zu nehmen.

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  • Mal eine bescheidene Frage: wie ist das während der Stillzeit ? In meiner Verwandtschaft ist nämlich herrschende Meinung: Alkohol während der Schwangerschaft ist tabu aber während der Stillzeit darfs gerne ab und zu ein Piccolo sein. Das fördere die Milchbildung und schade dem Baby nicht. Aber als kinderlose Frau hat man diesbezüglich eh keine Meinung zu haben 😦
    (klar, andere Nahrungsmittel gehen in die Muttermilch, Kohlgenuss der Mutter bringt Baby zum pupsen aber Sekt soll okay sein ?)

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  • Die Amerikaner werden schon wissen, warum in ihrem Land in jeder (!) Bar, Restaurant usw. ein Hinweisschild hängt mit der Warnung vor den Folgeschäden des Alkoholkonsums in der Schwangerschaft.

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      • Natürlich. Man meint es sei selbstverständlich in der Schwangerschaft nicht zu trinken, aber dem ist scheinbar nicht so. Die Amis wollen keine alkoholgeschädigten Kinder UND falls welche geboren werden, wollen sie nicht für die Blödheit der Mütter bezahlen. Ist auch ganz verständlich.

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  • Also dazu hätte ich dann jetzt mal gerne eine Studie oder zumindest einen Fachartikel. Insbesondere zu den Auswirkungen einer einzelnen Alkoholdosis. Die Studien, die ich kenne, unterscheiden nach Trimester und machen fürs erste Trimester ganz andere Aussagen als für die Spätschwangerschaft.
    Der Zeit-Artikel ist die Beschreibung der Schädigungen von Kindern, deren Mütter in der Schwangerschaft getrunken haben. Es wird aber an keiner Stelle auch nur eine Vermutung geäußert, wie oft und wie viel es war, außer an einer Stelle, dass die Schwangere „stark“ getrunken hätte. Und dann gibt es die Behauptung, dass der Fetus „volltrunken“ sei, wenn die Mutter nicht mal einen Schwips habe. Er fügt sich also nahtlos in ein bekanntes Muster:

    „A typical article about foetal alcohol spectrum disorder (FASD) will start like this: a case study will be presented, in which a child with the full range of symptoms is described. These include mental impairment, very low birthweight and subsequent growth restriction, and a distinctive phenotype (a small and misshapen head, widely spaced eyes, thin lips and a flat philtrum).
    […]
    The piece, if it’s in a quality newspaper, will then rather sheepishly deliver the information that the original case study was the child of a serious alcoholic, drinking upwards of a bottle of vodka a day. In a tabloid, this will be passed over.“

    Der ganze Artikel ist lesenswert: http://www.theguardian.com/society/2007/may/29/health.medicineandhealth
    Natürlich ebenfalls tendenziös, halt in die andere Richtung.

    Hier ein paar Studien, die ich kenne:
    http://jech.bmj.com/content/44/4/297.abstract

    http://jech.bmj.com/content/early/2010/09/13/jech.2009.103002.abstract

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  • Daran sieht man die gesellschaftliche Konvention, dass der Alkoholkonsum als „normal“ angesehen wird- eher die, die keinen Alkohol trinken fallen auf öffentlichen Veranstaltungen aus dem Rahmen.
    Es ist dabei sehr schockierend, dass Mütter in der Schwangerschaft tatsächlich immer noch zum Glas greifen.

    Man fragt sich, was in den Eltern vorgeht, wenn sie sich zu einem solchen Verhalten entscheiden…
    Sehr traurig!

    Beste Grüße,
    das HEBA-Germany Team

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    • … ich glaube es geht weniger in den Müttern vor als man denkt. Sie sind es so gewöhnt nicht „Nein“ zu sagen, auch mit anzustoßen und können sich einfach nicht vorstellen es für viele Monate zu lassen.

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      • Aber genau das ist doch schon erschreckend. Dass der Alkoholkonsum so normal ist, dass nüchtern bleiben, selbst bei einem so besonderen Anlass wie einer Schwangerschaft, die totale Ausnahme wird.
        Nein, ich bin auch nicht mein Leben lang abstinent gewesen und werde nach dem Stillen bestimmt auch irgendwann mal wieder Alkohol zu mir nehmen. Aber es ist und bleibt ein Genussmittel, dass potentiell giftig ist. In kleinen, unregelmäßigen Dosen weitgehend unproblematisch (für Erwachsene), aber trotzdem noch lange nicht gesund! Und völlig unabhängig von Schwangerschaften fände ich es wichtig, wenn sich mehr Menschen klar machen würden, was sie da zu sich nehmen.

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  • Hier ist die Aussage des Bundesinstituts für Risikobewertung dazu: http://www.bfr.bund.de/cm/350/alkohol-in-der-stillzeit-eine-risikobewertung-unter-beruecksichtigung-der-stillfoerderung.pdf

    Laut diesem Text ist die Alkoholkonzentration in der Muttermilch etwa so hoch wie im Blut der Mutter. Nach dem Stillen ist die Alkoholkonzentration im Blut des Babys etwa 100x niedriger, als wenn es sich noch im Bauch befände.

    Es wird trotzdem vom Alkohol abgeraten, weil er die Milchproduktion verringern kann und die Folgen für den Säugling nicht untersucht sind.

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  • Der Zeit Artikel ist für mich schlecht geschrieben. Erst wird die These aufgestellt, dass schon vereinzelt Alkohol das Kind schädigen kann, aber dann kommen nur Beispiele, wo das Kind praktisch neun Monate lang Alkohol ausgesetzt wurde. Dass das schädlich ist bezweifelt niemand. Mich hätte mehr interessiert, welche konkreten Schäden „das eine Gläschen Prosecco“ haben kann.
    Wenn man Müttern, die eben doch ein Gläschen trinken, dieses ausreden will, dann hilft es nicht, die Folgeschäden von schwerem Alkoholismus in der Schwangerschaft zu beschreiben, sondern muss auch die Schädlichkeit von eben diesem einen Gläschen beweisen, und nach dem Artikel habe ich den Eindruck, dass man eben dies gar nicht kann.
    Ich war in Schwangerschaft und Stillzeit komplett abstinent, einfach um sicher zu gehen, keine alkoholischen Getränke, keine Milchschnitte, kein Medikament mit Alkohol. Aber wenn man weiß, dass sogar in Apfelsaft geringe Mengen Alkohol sind, dann fragt man sich doch, ob man nicht irgendwo überreagiert.

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  • sakasiru bringt es auf den punkt. ein schluck wein zum anstossen (50 ml) ist eine riesenkatastrophe und es werden körperliche langzeitfolgen heraufbeschworen, aber mit zwei gläsern apfelsaft, zwei bananen und einer scheibe brot hat man ungefähr dieselbe menge alkohol (5 gramm) mal eben zum frühstück gegessen.

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    • Es ist völlig ungeklärt, was der „Schluck Wein zum Anstossen“ mit dem Kind anrichten kann. Klinische Studien dazu sind nicht möglich, da dazu eine Mutter vorsätzlich Alkohol in der Schwangerschaft trinken müsste und man beurteilen müsste, ob das Neugeborene einen Schaden erlitten hat oder nicht. Derartige Studien sind daher unethisch.
      Vielleicht schaden 50 mL Wein in der Schwangerschaft einem Kind nicht – man weiß es nicht! Falls das Kind aber später mal eine Behinderung aufweist, fragt sich die Mutter aber ein Leben lang, ob es nicht vielleicht doch an den gelegentlichen „Schlückchen Alkohol“ lag.

      Die Frage, die sich mir stellt, wenn die Folgen von geringem Alkoholgenuss in der Schwangerschaft ungeklärt sind: Warum trinkt eine Frau überhaupt Alkohol in der Schwangerschaft? Kann man da nicht mal neun Monate auf nichtalkoholische Getränke ausweichen?

      Im Grunde ist es beim Autofahren ähnlich: Natürlich darf man gesetzlich ein Radler oder ein Bier trinken und ist noch unterhalb der 0,5 Promille. Kann man aber nicht auf antialkoholische Getränke ausweichen, wenn man schon weiß, dass man sich danach noch ans Steuer setzt?

      Man kann mit Wasser oder O-Saft auch anstoßen. Wir leben in einer Zeit, in der das einem niemand übel nimmt.

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      • Nein, klar ist das die sicherste Lösung. Was mich nur stört ist dass der Artikel aus „das weiß man nicht“ einen Riesenaufmacher „es ist schädlich!!!“ macht, dies aber nicht im geringsten belegen kann.

        Da es ja offenbar Frauen gibt, die offen zugeben in der Schwangerschaft gelegentlich zu trinken könnte man diese doch zu Studien heranziehen, oder nicht? Ich meine jetzt nicht, dass man die Rotweingläser vor sie hinstellt, aber man könnte sie ja die Schwangerschaft lang Tagebuch führen lassen wie viel (und ob am Ende überhaupt) sie getrunken hat und daraufhin ihr Kind genauer untersuchen. Sie würde keinen Alkohol trinken den sie nicht sowieso getrunken hätte, man hätte nur eine Dokumentation.

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        • Fehlbildungen bei Kindern können auf so viele Ursachen zurückgeführt werden und treten derart häufig auf (ca. 2% aller Neugeborenen haben eine Fehlbildung), dass eine derartige Studie letztlich nicht auswertbar ist, um eine definitive Kausalität nachweisen zu können.

          Ich glaube auch nicht, dass ein solches Tagebuch wirklich ehrlich von der werdenden Mutter ausgefüllt werden würde.
          Ich kann mir zumindest nicht vorstellen, dass die dann ankreuzt: „Hab heute ne Flasche Schnaps getrunken und ne Schachtel Zigaretten geraucht.“ Selbst, falls das zutreffend sein sollte.

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        • Naja, immerhin haben ja offenbar irgendwelche Frauen in Gynäkologenpraxen freimütig zugegeben zu trinken. Aber du hast wahrscheinlich recht, so auf dem Papier ist es nochmal was anderes. Vielleicht würde es ja die ein oder andere sogar davon abhalten was zu trinken wenn sie es aufschreiben muss – zumindest klappt das bei meiner Diät prima 😉

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  • Ich hätte dazu auch eine Frage.
    (Ich bin nicht schwanger und war es auch noch nie)

    Wenn es ungeplant passiert und man in den ersten Wochen/Monaten gar nicht merkt, dass man schwanger ist, und dann eben schön Feiern geht und einen über den Durst trinkt. Hat man dann schon mit Schäden zu rechnen oder erst ab einer bestimmten Entwicklungsstufe des Kindes?

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    • Schädigungen im ersten Drittel der Schwangerschaft sind oft so schwerwiegend, dass das Kind gleich abgeht. Manchmal bekommt die Frau gar nicht mit, dass sie schwanger war.
      Falls das Kind – wider Erwarten – überleben sollte, dürfte es schwerst behindert sein.

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      • Auch wenn ich grundsätzlich deiner Meinung bin: Es kann schon auch ein gesundes Kind rauskommen, wenn man im ersten Drittel unwissend mal was trinkt. Sonst müsste ich als Tropikind wohl schwergeschädigt sein, und mein zweiter Sohn dank des falsch-negativen Schwangerschaftstests auch.

        Sobald ich es wusste, war ich dann aber voll-abstinent. Das ist absolut selbstverständlich, denke ich, und ich würde jede Schwangere in meinem Umfeld ansprechen, die etwas trinkt.

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        • Ich muss ergänzen, dass das weder im Fall meiner Mutter noch in meinem Fall ein Vollrausch war, nicht dass das jetzt als verharmlosend rüberkommt.

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        • @cara: Ich will Deine Aussage nicht bestreiten. Es kann durchaus möglich sein, dass trotz des Konsums von Alkohol in der Schwangerschaft ein gesundes Kind herauskommt.

          Den Satz, dass das Kind bei einer Schädigung im ersten Drittel der Schwangerschaft entweder gleich abgeht oder schwer behindert sein dürfte, habe ich eher als Daumenregel gemeint.

          Am Beginn der Schwangerschaft ist das Kind eher ein Zellhaufen, der noch nicht differenziert ist (also noch keine Organe oder Gliedmaßen ausgebildet hat). Wenn dort eine Schädigung auftritt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Zellhaufen nicht mehr in der Lage ist, sich weiter zu differenzieren. Die Schädigung kann also nicht mehr kompensiert werden. Die Frucht stirbt dann ab.
          Im späteren Verlauf der Schwangerschaft sind gewisse Dinge schon ausgebildet. Es ist dann wahrscheinlicher, dass nur gewisse Organe geschädigt werden und nicht mehr der gesamte Organismus. Daher ist die Überlebenswahrscheinlichkeit bei einer Schädigung in der fortgeschritttenen Schwangerschaft höher.

          Man kann das nicht pauschal sagen, was genau passiert. Es ist immer eine Sache der Wahrscheinlichkeit. Das gilt nicht nur für Alkohol, sondern auch für Medikamente, Chemikalien und andere schädliche Einflüsse.

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    • Der vollständigkeit halber: In den ersten Tagen nach der Empfängnis ist die befruchtete Eizelle noch nicht an den mütterlichen Blutkreislauf angeschlossen. Sollte man also z.B. zwischen Weihnachten und Silvesterfeier ein Kind gezeugt haben (und das logischerweise erst Mitte Januar feststellen), ist das unbedenklich. So meine Frauenärztin.

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  • „Mein Frauenarzt hat gesagt ich soll so weiter machen wie bisher und mich höchstens etwas einschränken, weil es ja noch schädlicher wäre wenn ich jetzt plötzlich aufhöre zu rauchen / mal etwas zu trinken“.
    Gott habe ich das schon oft gehört. Ich glaube nicht wirklich daran dass Ärzte das wirklich sagen, oder etwa doch?

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      • Vielleicht weil es alles nur Menschen sind die arbeiten? Bei offensichtlichem Schnupfen wird bestimmt niemand AB geben, ABER bei schwerkrankem Kind wenn zumindest der Verdacht besteht, dass zum Schnupfen ein bakterieller Infekt dazukommt, vor dem Wochenende, wenn die Eltern ein AB einfordern… da kann das schonmal passieren.

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  • Ich habe in der Schwangerschaft und Stillzeit auch nicht getrunken (musste aber Blutdruckmedikamente nehmen) & es ist weiß Gott nicht so leicht. Ich bin dann schon gar nicht mehr gern zu Feiern gegangen, da es nüchtern nicht erträglich war, wenn gegen Ende des Abends alle betrunken waren. Weihnachtsmarkt, Silvester, Geburtstage… In der Stillzeit war es nicht mehr so schlimm, da man dann genug mit dem Kind beschäftigt war. Und ich bitte immer jeden Mann, der meint, so wild ist das doch nicht, mal 2 Jahre auf Alkohol zu verzichten! Unsere ganze Geselligkeit ist doch darauf ausgerichtet.

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    • Na da bin ich anderer Meinung. Was ist das für ein Freundeskreis, in dem Nicht-Trinken nicht akzeptiert wird? Bei meinen Freunden und Bekannten ist das kein Thema. Wer trinkt, der trinkt, und wer nicht trinkt, der trinkt nicht. Und ich bin nicht schwanger, stille nicht und trinke dennoch sehr häufig nichts. Und das ist überhaupt kein Thema.

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    • Ich habe in meinen Schwangerschaften etliche Anlässe, von Jungesellinnenabschieden über eine ungarische Hochzeit bis zu meiner eigenen Examensfeier, überstanden ohne was zu trinken. Eine Menge anderer Leute war betrunken, aber das hat mich nie gestört, ich fands selbst auch ohne was zu trinken lustig. Und die meisten sind doch froh, wenns jemanden gibt der sie am Ende heimfährt 😉

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  • Es gibt durchaus einige Studien zum Alkoholkonsum in der Schwangerschaft und seinen Folgen. Meines Wissens konnte eine Schädlichkeit von gelegentlichem Alkoholkonsum (1-2 Einheiten/Woche) nie nachgewiesen werden.

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    • Ich muss jetzt mal präzise nachfragen, was bei den Studien herauskam, die Du beschreibst:
      1.) War das Ergebnis, dass eine Schädlichkeit von gelegentlichem Alkoholkonsum in der Schwangerschaft nicht nachgewiesen wurde?
      2.) War das Ergebnis, dass gelegentlicher Alkoholkonsum in der Schwangerschaft unschädlich ist?

      Meilenweiter Unterschied. Aus 1. ergibt sich nicht zwangsläufig 2.

      Das ist etwa so als wenn man schreibt „Die Unwirksamkeit von Homöopathie konnte in dieser Studie nicht nachgewiesen werden“ und jemand folgert daraus „Homöopathie ist wirksam“.

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  • Ich habe das schon so gemeint, wie ich das geschrieben habe. 😉 Die Unschädlichkeit von irgendwas letztgültig zu beweisen, dürfte generell schwierig sein.

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    • Wollte nur sicher gehen, dass das Ergebnis auch so verstanden wird. Ich sehe das auch so, dass sich die Schädlichkeit von geringen Mengen an Alkohol in der Schwangerschaft nicht nachweisen lässt. Genausowenig kann man die Unschädlichkeit von geringen Mengen an Alkohol in der Schwangerschaft nachweisen.
      Man darf nur nicht den Fehler begehen, aus der Nichtbeweisbarkeit einer Hypothese jetzt überhaupt irgendeine Schlussfolgerung zu ziehen. Das wäre ein klassischer Fehlschluss.

      Die Auswirkungen von höherem Konsum an Alkohol in der Schwangerschaft sind bekannt. Man kann nicht mal einen Schwellenwert festlegen, welche Menge an Alkohol für ein Kind noch unschädlich ist.
      Die logische Konsequenz sollte es sein, Alkohol komplett zu meiden.

      Andere fruchtschädigende Noxen wie Medikamente, Strahlung, Infektionen oder Nährstoffmangel kann man nicht immer vermeiden. Alkohol ist eine Noxe während einer Schwangerschaft, die durch korrektes Verhalten der Mutter komplett vermieden werden kann.

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  • Absolut! Hier kam nur mehrfach die Aussage, dass es keine Studen gäbe, und das stimmt nicht. Tatsächlich ist das Thema überraschend gut erforscht.

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  • Und auch hier wieder Ärzte die ihren Patientinnen sagen: Ein Gläschen Rotwein ab und an ist in Ordnung!
    Das was Ärzte manchmal sagen entspricht leider zu häufig dem was sie irgendwann mal gehört, gelernt oder gelesen haben. Die Weiterbildungsfaulheit vieler Ärzte ist da manchmal fatal 😦

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    • Also was Sie da für Ärzte kennen 😉 Die scheinen wohl ihren Abschluss im Lotto gewonnen zu haben? Einfach mal richtig informieren, dann schreiben! Einen Facharzt der seine eigene Praxis führt und sich jahrelang nicht fortgebildet hat werden Sie in Deutschland nicht finden. Das regeln schon bestimmte Verpflichtungen.

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      • und einfach mal die Arroganz stecken lassen 😉
        In der Tat ist es mir mehr als einmal untergekommen in den letzten 10 Jahren das Frauenärzte und Hausärzte es voll OK finden wenn man Abends mal ein Glas Rotwein in der Schwangerschaft trinkt. Selbst dabei gewesen, selbst gehört und sogar selbst empfohlen bekommen woraufhin von mir ein Wechsel des Gynäkologen erfolgte!

        Und nur weil Ärzte eine Weiterbildungs/Fortbildungspflicht haben, heißt das noch lange nicht das sie es akzeptieren und auch umsetzen!

        Und ja ich kenne so einige Ärzte, mit chronischen Erkrankungen trifft man durchaus auf viele. Und es gibt eine Menge gute versierte, diese aber zu finden ist teilweise je nach Krankheit nicht unbedingt einfach.

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        • So einen kenn ich auch.
          Seines Zeichens Prof. Dr. Dr. und bis vor einigen Jahren Leiter der Gynäkologie und Geburtshilfe des örtlichen Klinikums der Maximalversorgung.
          Publiziert hat der Gute auch reichlich.
          Ich fand die Aussagen die er bezüglich Alkohol in der Schwangerschaft getroffen hat, sagen wir mal, spannend.

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        • Jeder hat einen Kopf zum Denken. Wenn Ihnen der Gynäkologe nicht passt ist ein Wechsel folgerichtig und damit hat sich der Ärger ja auch erledigt. Und nochmal zum mitschreiben: Ärzte müssen ihre Weiterbildungen regelmässig bei den Landesärztekammern nachweisen, können Sie das nicht drohen Strafen. Alles klar?

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        • Du kannst nicht einerseits sagen „jeder weiß, dass Alkohol in der Schwangerschaft schädlich ist“ und dann denjenigen, denen ihr eigener Arzt sagt, sie können ruhig mal was trinken „jeder hat einen Kopf zum Denken“. Irgendwoher müssen Menschen ihr Wissen beziehen, und wenn man seinem eigenen Arzt vertraut ist das ja erstmal nichts schlechtes. Wie oft klagt der Kinderdoc über Leute, die mit einer festgefahrenen Meinung in die Praxis kommen, die sie sich aus dem Internet oder vom Hörensagen zusammengesucht haben. Wie oft lässt er sie am Ende zum nächsten Arzt ziehen, weil er sie nicht überzeugen kann.

          Es ist tragisch, wenn ein Arzt seinen Patienten etwas falsches rät. Aber du kannst nicht die Patienten dafür verantwortlich machen, dass sie ihm als Fachmann vertrauen.

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        • @a: Ich komme nicht ganz umhin, sakasiru beizupflichten. Ich möchte Dir nachfolgend einen Widerspruch in Deiner Argumentation aufzeigen.

          Vor ein paar Tagen hast Du zur Vitamin-A-Diskussion folgendes geschrieben:
          Ich zitiere:
          „Oh ja, es kann einen Mediziner sehr wohl stören, wenn seine Empfehlungen täglich infrage gestellt und angezweifelt werden, wenn alles 1000x hinterfragt wird statt einfach mal einem fundierten und gut gemeinten Rat zu folgen. Denn Mediziner sind auch nur Menschen und möchten in Ihrem Beruf geachtet werden genauso wie der Fleischer, die Hebamme oder der Elektriker.“

          Weiter: „Die Empfehlung kommt immerhin nicht von Irgendjemand, sondern von einem Mediziner, der nach seinem Studium mehrere Jahre Berufserfahrung hinter sich hat. Und da wäre es natürlich schön, wenn man ihm auch mal vertrauen könnte genauso wie der Hebamme, der Großmutter, der Nachbarin von nebenan usw. und NICHT alles anzweifelt und infrage stellt.“

          Nochmals weiter: „Er ist als Mediziner der Meinung, dass er nach vielen Jahren Ausbildung etwas besser kann als die Allgemeinheit. Genauso wie der Bäcker, die Hebamme und der Elektriker. Oder helfen Sie mal eben der Nachbarin bei der Geburt, schliessen zu Hause die Elektrik selber an…Aber dafür gibt es ja Fachleute, soso…“

          Mehr oder weniger hast Du vor ein paar Tagen sinngemäß gesagt, dass man den Ansichten eines Mediziners folgen solle und nicht alles hinterfragen solle, da der Mediziner der Experte auf seinem Gebiet ist.

          Jetzt schreibst Du im Widerspruch zu Deiner Aussage von letzter Woche, dass „jeder […] seinen Kopf zum Denken“ hat.

          Ich muss jetzt aus Interesse doch mal nachfragen: Soll man jetzt – Deiner Ansicht nach – auf den Arzt hören oder ist es doch wichtig, sich auch als Patient mal eine eigene Meinung zu bilden (egal, ob jetzt Vitamin K-Substitution oder Alkohol in der Schwangerschaft)?

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        • Man soll vor allem ruhig sein, wenn man keine Ahnung hat. Wenn es wirklich einen Arzt geben sollte der das Trinken während der Schwangerschaft empfielt (ich kenne keinen), dann würde ich auch wechseln. Und ja: es ist sehr förderlich, wenn man dem Arzt- den man sich selbst ausgesucht hat-vertrauen kann und nicht ständig und immer wieder neu seine Aussagen und Behandlungen infrage stellt.

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        • @a: Du schreibst, dass Deiner Meinung als Arzt nach der Patient „vor allem ruhig sein [soll], wenn [er] keine Ahnung hat“.

          Ich, als Apotheker, bin der Ansicht, dass Patienten, die den Sinn ihrer Medikation nicht verstehen, ihre von Dir verschriebene Medikation nicht einnehmen werden. Man bezeichnet dies als fehlende Compliance. Einen guten Arzt zeichnet es aus, dass er argumentativ durch sachliche Argumente einen Patienten vom Sinn seines Handelns überzeugen kann. Das von Dir sinngemäß stets vorgebrachte Argument „ich habe studiert und damit basta“ sagt wenig über die Qualifikation des Arztes aus.

          Du wirst beispielsweise eine impfkritische Mutter mit diesem Argument nicht davon überzeugen können, ihr Kind impfen zu lassen. Wenn Du sachlich argumentierst, und als Argumente die Impfempfehlungen der STIKO aufführst, das Schlagwort Herdenschutz bringst, ihr erklärst, dass Impfen eben keinen Autismus verursacht und ihr erläuterst, dass Kinder auch an den ach so harmlosen Kinderkrankheiten versterben können oder lebenslange Behinderungen davon tragen können, gelingt Dir das eher.

          Da es Ärzte gibt, die abseits von jeder evidenzbasierten Medizin alternative Therapierrichtungen empfehlen und sich auch in anderen Dingen nicht an die entsprechenden Leitlinien halten, gehe ich davon aus, dass es durchaus auch Ärzte gibt, die der Ansicht sind, dass eine schwangere Frau geringe Mengen an Alkohol trinken könne. Es gibt in jedem Beruf inkompetente Personen. Hier ist die Ärzteschaft nicht außen vor.

          Es geht übrigens gar nicht darum, “ ständig und immer wieder neu [die ] Aussagen und Behandlungen [des Arztes] infrage“ zu stellen. Es geht darum, dass ein Patient den Sinn und den Nutzen seiner Behandlung verstehen sollte. Nur dann kann er sich so verhalten, dass er schnellstmöglichst gesundet.

          Noch was: Falls der Satz „Man soll vor allem ruhig sein, wenn man keine Ahnung hat.“ mir persönlich gegolten hat und Du mir nach vier Jahren Studium der Pharmazie sagen wolltest, dass ich keine Ahnung von der Materie hätte, enthalte ich mich der weiteren Diskussion, da ich dann auf diesem Niveau nicht diskutiere. In diesem Fall entfernst Du Dich von der Sachebene.

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        • @McCloud: Nein der Satz war nicht persönlich gemeint. Aber ich muss dich enttäuschen: im wahren Leben, im wahren Alltag geht es doch gar nicht um gute Erklärungen und sachliche Argumente sondern es geht genau darum, dass die Eltern/Patienten vieles infrage stellen, manches einfordern und vorher schon alles besser wissen. Das macht heutzutage einen großen Teil der Arbeit aus. Vielleicht wirst du das dann nach dem Studium auch mitbekommen.

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        • Mal abgesehen davon, dass ich schon seit Ewigkeiten nicht mehr studiere und jahrelange Berufserfahrung als Apotheker in der Pharmaindustrie habe (über die Unterstellung, dass ich ein unerfahrener Student wäre, sehe ich jetzt mal hinweg).

          Du, es ist völlig normal, dass man seine Arbeit im Berufsleben vor anderen Leuten rechtfertigen muss. Bei mir sind das Vorgesetzte und Kunden, bei Dir sind es Deine Patienten (also als Selbständiger: Deine Kunden!).

          Als Arzt hast Du doch wahrscheinlich doch auch promoviert. Du solltest doch spätestens während Deiner Dissertation und Deinem Rigorosum/Deiner Disputatio gelernt haben, dass man Thesen begründen muss.

          Ich selbst würde es nie schaffen, meinen Vorgesetzten ein Projekt, in dem wirklich viel Geld steckt, zu begründen, indem ich mich hinstelle: Ich hab studiert, Sie müssen mir das glauben.
          Klar kostet das Zeit. es macht einen großen Teil der Arbeit aus und „nervt“ manchmal. Aber das ist notwendig.

          Du musst Deinen Patienten sicher nicht Nature, Science, Cochrance und Co. zitieren. Aber Du musst als Arzt doch fachlich in der Lage sein, einer Mutter in einfachen Worten beispielsweise die Sinnhaftigkeit einer Impfung, den Grundgedanken des Nichttrinkens von Alkohol in der Schwangerschaft oder den Sinn einer Gabe von Vitamin K zu vermitteln. Wenn Sie sich nicht daran hält, kannst Du da auch nichts machen. Aber bringe ihr doch bitte nie das von Dir hier stets sinngemäß vorgebrachte Argument: „Ich habe studiert und damit basta!“

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        • Na hier geht aber vieles durcheinander! Ich würde sagen, am Thema vorbei 😉 Natürlich bin ich fachlich in der Lage kurze Erklärungen abzugeben und das tue ich auch, aber ich bin auch kein willenloser Dienstleister! Ich entscheide WEM ich WAS WANN erkläre.
          Und genauso soll doch jeder handeln- wie er oder sie es für richtig hält.

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        • Dir ist aber schon bewusst, das nicht alle Menschen das Wissen über solche Dinge haben. Und das es auch viele Menschen dort draußen gibt die glauben und auch darauf angewiesen sind was Ärzte ihnen sagen? Ich bin meinem Falle habe das Wissen und gewisse Informationen um mich darüber zu behaupten. Das gilt aber doch nicht für jeden. Das anzunehmen ist anmassend und führt auch ad absurdum wozu Ärzte da sind.

          Du beharrst so schön darauf das die Ärzte es müssen und auch nachweisen müssen: Dennoch überprüft doch am Ende keiner ob sie ihren Patienten das am Ende auch angedeihen lassen. Der Mut dazu einen Arzt zu wechseln oder auf Probleme hinzuweisen wenn man es weiß muss auch erstmal gegeben sein. Die Ärztekammer schaut sich doch nicht jeden praktizierenden Arzt in seiner täglichen Arbeit an 😉
          Auch Ärzte sind nicht unfehlbar, aber sie haben einen gewissen Status und Menschen sind auf sie angewiesen. Diesen Menschen dann zu unterstellen sie könnten ja selber darüber entscheiden ob und wie ist einfach falsch. Nehmen wir die vielen alten Menschen in unserer Gesellschaft, für die ist ein Arztbesuch wöchentlich oft die einzige menschliche Interaktion auch ist das noch eine Genereation in der der Artzberuf sehr hoch angesehen wird.
          Oder nehmen wir Regionen in der die Ärzteabedeckung exrem gering ist und Menschen gar keine Wahl haben zu welchem Arzt sie gehen!

          Wie ich schon in einem anderen Beitrag schriebe: Es gibt Ärzte die bilden sich nur auf der Pflichtebene weiter und die Anwendungsbereitschaft ist teilweise unklar. Aber es gibt auch genug Ärzte die sind sogar bereit sich über das Pflichtprogramm weiterzubilden.

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    • Warum? Es gibt viele Ärzte die bilden sich über das soll hinaus weiter, weil sie immer am Zahn der Zeit sein möchten und sich für ihre Patienten gerne weiterbilden.
      Dann gibt es aber auch Einige die machen nur das was für sie verpflichtend ist, die Anwendungsbereitschaft stelle ich teilweise ebenso in Frage. Es sind Menschen wie jeder andere auch und einige mögen es sich weiterzubilden und andere eben nicht. Im Falle von Ärzten emfinde ich es aber als problematischer, denn sie beanspruchen für sich häufig auch eine Wissenshoheit auf ihrem Gebiet und Menschen sind auf sie angewiesen.

      Eine Generelle Weiterbildungsfaulheit habe ich gar nicht unterstellt und möchte ich auch gar nicht, dafür kenne ich auch genug Ärzte die unglaublich nah an aktuellen Erkenntnissen agieren.

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  • Als Pflegemutter zweier nachweislich alkoholgeschädigter Kinder´(ein Vollrausch im ersten Trimester, danach clean, beim zweiten Kind durchgehender Alkoholkonsum), kann ich allen zweifelnden Schwangeren und Schwachsinn verzapfender Ärzte mal einen Tag mit meinen nicht so schwer geschädigten Mäusen empfehlen, gerne dürfen sie auch mal bei meinen Freunden mit schwerer geschädigten Kindern vorbei schauen. Danach bleiben keine Zweifel mehr. Es ist sehr schwer, täglich mit ansehen zu müssen, wie unsere Kinder unter der Dummheit und Unwissenheit der leiblichen Mütter leiden müssen. Mehr dazu auch hier: http://www.fasd-deutschland.de/ Und wer denkt, das sei nur in unteren sozialen Schichten Usus, der liegt falsch, wie oft habe ich schon Diskussionen mit Mitmüttern geführt, die schwanger durchaus einem Gläschen nicht abgeneigt waren und felsenfest überzeugt sind, dass ihnen und ihren Kindern sowas nie passieren würde.

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  • Geben wir doch mal Butter bei die Fische. Kurze Recherche bei PubMed und Google Scholar erbrachten für 1991 (also eigentlich eine uralte Quelle) noch die Erkenntnis, dass niedriger Konsum nicht schädlich wäre:
    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/1932877
    es konnte aber keine klare Korrelation zwischen den Effekten und der konsumierten Menge gefunden werden
    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/1758980
    Bei beiden Papern habe ich aber nur den Abstract lesen können, ggf. ist ja jemand hier, der auf den Volltext zugriff hat. Gerade beim zweiten bin ich mir mit meiner Interpretation nicht ganz sicher.

    Besser finde ich einen Artikel von 2005, hier kommt man auch auf den Volltext
    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC549096/
    In diesem Artikel wird eine komplette Abstinenz empfohlen. Basis für diese Empfehlung ist die Untersuchung von Sood et al. von 2001
    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11483844
    in der auch bei einem täglichen Konsum von bis zu 9 ml (entspricht 150 ml Bier mit 6%) eine Korrelation zu bestimmten Symptomen von FAS gefunden werden konnte.

    Allerdings wird die Analyse dadurch erschwert, dass die Symptome von FAS nicht vollständig fest sind. Bei den älteren Studien wurden primär körperliche Merkmale als Indikatoren zu Rate gezogen, bei den neueren Studien werden auch psychologische Indikatoren verwendet.

    Abschließend ein Zitat aus der Quelle von 2005, das zeigt das noch einige Unklarheiten herrschen:
    Evidence is currently emerging, but is as yet inconclusive, about the exact dose of alcohol that is safe in pregnancy. The likelihood is that individual differences in alcohol metabolism may protect most women when drinking small quantities. Currently we cannot predict who is and is not at risk.

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  • Auch ich erschrecke immer wieder darüber, wie viele schwangere Frauen ich rauchen und trinken sehe. Das diese nicht wissen, was sie ihrem Kind damit antun, ist unmöglich…denn ich würde behaupten, dass sich jede schwangere Frau mit diesem neuen Phänomen auseinandersetzt und sich darüber informiert…und das Medikamente, Alkohol und Zigaretten dem Kind schaden, ist eine der ersten Info, die Schwangeren mitgeteilt wird… Echt schade, dass es trotzdem viele Frauen gibt, die es nicht ernst nehmen…

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  • Vielleicht spielt auch die eigene Alkoholtoleranz der Frau eine Rolle bei ihrer Entscheidung? Bei mir ist es so, dass ich nach einem Glas Wein ziemlich angeheitert und nach zweien fast sturzbetrunken bin bzw. schlafend wegsacke. Ich vertrage einfach nichts. Um so besser kann ich mir vorstellen, wie auch geringste Mengen an zusätzlichem Alkohol sich auf ein gerade mal ein paar Hundert Gramm schweres Kind in der Entwicklung auswirken. Resultat: Völlige Abstinenz in beiden Schwangerschaften und auch dazwischen. Insgesamt also ca. 3 Jahre lang.

    Wer aber relativ viel verträgt, ohne großartig was davon zu spüren, kriegt vielleicht auch diese Transferleistung nicht so gut hin und denkt sich „Ach, so schlimm kann’s dann ja für’s Kind auch nicht sein“? Soweit meine These. Von Gruppendruck etc. mal abgesehen.

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  • Ich bin ehrlich gesagt etwas erstaunt. Es gibt keine einzige Frau in meinem Bekanntenkreis, die nicht weiß, dass man während der Schwangerschaft keinen Alkohol trinken (und nicht rauchen) sollte, und darunter sind auch welche, die nicht die hellsten sind.

    Ich finde es viel schlimmer, dass über die negativen Auswirkungen des Ramadan-Haltens (Zunahme von geistiger und Lernbehinderung) während der Schwangerschaft kaum etwas bekannt ist.

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