Grippe flaut ab, die Masern nicht

Dank der Sonnenstrahlen der letzten Tage und den Faschingsferien in manchen Bundesländern flaut die Grippewelle in vielen Regionen ab – da freut sich das Praxispersonal. Der Chef ist nicht mehr so genervt, die Eltern entspannt und gesünder, die Rotze fließt nicht mehr und das Immunsystem kann sich wieder den Klassikern (Scharlach, Warzen, Durchfall) widmen.

Leider gilt das nicht für die Masern. Das letzte Update aus Berlin zählt mittlerweile über 700 Erkrankte, ein Drittel musste stationär behandelt werden. Leider sind wohl auch 70 Säuglinge erkrankt, was bekanntlich das Risiko für die Ausbildung einer Spätfolge der Masern, SSPE, erhöht.

Berlin, vor allem deren Gesundheitssenator Czaja, überlegt weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Masernwelle und Vermeidung einer zukünftigen Problematik: Verpflichtende Impfungen vor Kindergarteneintritt, Impfungen für Personal in Kitas (echt spannend, wie kann ein involvierter Arbeitsmediziner einer ungeimpften Erzieherin eine Unbedenklichkeit attestieren?), aber auch eine Impfung von Eltern, wenn diese sowieso beim Kinderarzt sind (in anderen Bundesländer ist dies problemlos möglich und wird auch von den KVen bezahlt, in Berlin wohl nicht).

In anderen Bundesländern meldet das RKI weitere Masernfälle, allerdings dürften sich diese momentan noch im „normalen“ Rahmen bewegen, einzelne Morbilli werden immer mal gemeldet. In Stuttgart und Karlsruhe kam es jetzt zu Impfaktionen in Asylbewerberheimen, da dort der Impfschutz aufgrund der Krisenlage in den Heimatländern unzureichend durchgesetzt wurde.

Empfehlung zur Impfung gegen Masern in Kürze:
– Alle Kinder ab 12. Lebensmonat sollten die erste Masernimpfung (in Kombination mit Mumps, Röteln und Windpocken) erhalten, mit 15. Lebensmonat die zweite.
– Kinder, die bereits mit einem Jahr oder früher in eine Kita kommen, sollten auch früher geimpft werden, die Impfung ist bereits ab vollendetem 9.Lebensmonat möglich. Auch in Masernregionen kann die Impfung früher erfolgen, auch wenn kein Kita-Besuch ansteht.
– Erwachsene, die nach 1970 geboren sind und keine oder nur eine Masernimpfung hatten, sollten sich einmalig impfen lassen.

Kinderdoks Wunsch:
– Die „üblichen“ Impfungen gegen Kinderkrankheiten sollten Voraussetzung sein für Kontaktpersonen von Kindern (ErzieherInnen, LehrerInnen, Tagesmütter usw.)
– Mehr Bewußtsein der Tageseinrichtungen um den Impfstatus der betreuten Kinder – welche Kita-Leitung kann schon bei einem Masernfall in ihrem Haus sofort die entsprechenden Eltern informieren??

92 Einträge zu „Grippe flaut ab, die Masern nicht

  • Wir hatten jetzt einen Masernfall in der Kita des Großen. Daraufhin wurde die Kita einen Tag lang geschlossen, um den Impfstatus der Mitarbeiter abzuklären. Warum wird sowas nicht direkt bei der Einstellung abgefragt und bei fehlendem Schutz eine Nachimpfung gefordert?
    Einen Tag später durften nur noch Personen den Kindergarten betreten, die einen entsprechenden Impfschutz nachweisen konnten, entweder durch Impfpass oder Titernachweis vom Gesundheitsamt. Alle anderen Personen haben für 2 Wochen Hausverbot erhalten.
    Schade, dass es überhaupt erst dazu kommen musste, aber ich finde die getroffenen Maßnahmen in Ordnung. Seit dem ersten Masernfall in der Region bin ich eh nicht mehr mit meinem Baby in den Kindergarten gegangen, zu groß war mir das Risiko einer Ansteckung – zu recht, wie sich im Nachhinein zeigte.

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  • Ich wurde auch nur einmal geimpft, bin nach 1970 geboren.
    Und dann „schnell mal impfen lassen“ sah hier so aus ( 4 Telefonate waren nötig bei meinem HA ) :
    „Ja, warum wurden Sie denn nur einmal geimpft? “ ( Kuddelmuddel bei meiner Adoption )
    „Ja, der Chef erkundigt sich jetzt erst mal, ob das von der Kasse gezahlt wird“
    „Ja, es wird gezahlt und man sollte das auch impfen“
    „Bestellen wir jetzt. Rufen Sie nächste Woche nochmal an, das kann ein paar Tage dauern“ ( versteh‘ ich ja…….)
    „Ja, nee, wenn sie einen leichten Schnupfen haben, da sollte man erst abwarten“

    *Heul*, ich möchte doch bloss einen Pieks haben !

    Und das Beste, vor Jahren hatte ich den Impfpass mit, denn bei unserem Kinderarzt kann man sich mitimpfen lassen, wenn die Kleinen zum Impfen müssen. Da dachte ich mir, machen wir doch gleich mal einen „Rundumschlag“.
    Auf meine Bitte hin, doch mal zu schauen, ob bei mir etwas fehlt ( hab noch dazu im Job viel Kontakt mit Kindern & alten Menschen, habe selbst eine Erkrankung, mit der ich echt „geliefert“ wäre, würde ich mir die Masern einfangen ), hat es Keiner geschafft, zu sehen, das diese Impfung fehlt ( ich gebe zu, ich fand es bequem, den Arzt drauf gucken zu lassen, jetzt mach ich sowas nur noch selbst ! )
    Es liegt nicht immer daran, das man nicht möchte oder sich dessen nicht bewusst ist 😦

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      • Dankeschön ! Das erklärt zumindest, warum es bei mir bislang nicht gemacht wurde !
        Aber dann ist es doch auch nicht verwunderlich, das es viele Menschen gibt, die jetzt verunsichert sind- und es anscheinend auch viele Ärzte nicht wissen.

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    • ist bei meinem gatten und den brüdern auch so, zu der zeit wurde nur einmal geimpft, das soll nun nachgeholt werden und für genau die ist die impfe wohl auch kostenlos

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      • Genau, Jeder, der nur einmal ( oder eben gar nicht ) geimpft wurde, bekommt die Impfung auch von der Kasse gezahlt 🙂
        Mein Mann hatte die Masern ( Jahrgang 77 ), ich eben nicht 😦

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        • Aussage der *T*K für mich (vor 1970, aber Beruf! und keine Impfung im Impfpass): Das übernimmt die Kasse.

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        • TK zählt nicht. Genauso Deutsche BKK und BIG und noch die eine oder andere Kleckerkasse:
          Die haben nämlich das Rundumsorglos-Programm was Impfungen angeht. Sprich im Prinzip bezahlen sie ALLE Impfungen.

          AOK ist dagegen das schwarze Schaf. Die bezahlt nur das, was sie auch bezahlen muss. Alles andere darf der Arzt dann als IGEL abrechnen.

          Sieht man dann immer schön, wenn die Pat. als Reiseimpfberatung und anschließender Impfung zu uns kommen. 🙂

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        • Stimmt. Meningokokken B zaheln sie (noch?) nicht. Wobei sie sich bei Reiseimpfungen nicht allzu genau äußern. Beim Artikel Meningokokken-Impfung bei Auslandsreisen verweisen sie auf Reiseimpfung, bei Reiseimpf. auf Meningokokken-Impfung.
          Hrmpf.

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  • Sina, ich denke da geht man davon aus, daß >90% die Masern durchgemacht haben werden. Wer sich impfen lassen will oder auf Nummer sicher gehen will (da er/seine Eltern sich nicht erinnern, ob Masern durchgemacht wurden) muß den Titer bestimmen und sich dann impfen-, oder sich gleich impfen lassen. Beides soweit ich weiß auf eigene Kosten, Impfstoff – Mono wohl nicht verfügbar laut Hausarzt – als MMR Kombi für knapp 35, Titer für knapp 15 Euronen.

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    • so habe ich das auch gehört, vor 1970 Geborene müssen den Impfstoff selber bezahlen.

      Gut, Masern hatte ich, bei Röteln und Mumps ist unbekannt, ob ich immun bin oder nicht. Da hab ich auch weniger Angst wie vor Masern.

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      • Ich kann dir versichern, dass beide Erkrankungen total scheiße sind. Mumps hat mir mit ca 3 oder 4 Jahren meinen ersten KH-Aufenthalt eingebracht, war nicht wirklich schön. An die Röteln erinnere ich mich nicht, aber der titer wurde bei den Schwangerschaften bestimmt und war mehr als ausreichend. Da ich aber in Sachen Krankheit nie halbe Sachen gemacht habe 😜, waren die bestimmt auch nicht ohne. Allerdings guck dir mal an, was Röteln während der Schwangerschaft mit dem Baby machen 😡
        Von daher lass es mit machen. Bist du schon immun, macht das nix, wenn nicht, wirst du es 😉

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        • hallo Elawen,

          aus dem Nachwuchs Alter bin ich mit 48 locker raus. ich hatte keinen Kinderwunsch im Leben, deshalb hat mich mein Immunstatus bez. Röteln nicht interessiert.

          Es ist ja nun so, dass ich ,1966 geboren, diese MMR Impfung selber zahlen muss. Musste/Muss die Twinrix Grundimmunisierung ja auch selber zahlen, das ist mir das aber wert, da mein pers. Risiko, mir Hepatitis A und B einzuhandeln, mnicht auszuschliessen ist, und diese Krankheiten möchte ich wirklich nicht geschenkt haben

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  • Die Empfehlung zur zweiten Impfung gibt es erst seit August 2010. Wäre unser Kind damals in die Krippe gegangen, die Erzieherin mit einer Impfung in der Kindheit wäre als lebenslang immun eingestuft gewesen. Das das nicht so ist wir wissen jetzt für den Moment- sicher ist das leider nicht, das sagt selber das RKI. Diese Empfehlungen ändern sich immer mal wieder und sind auch von Land zu Land unterschiedlich (6-Fach Impfung wird in Österreich nur dreimal gegeben, teilweise die zweite mmr erst später usw) Wenn man dann bei Einstellung schaut müsste man das auch jedes Jahr je nach Änderung der Empfehlung tun. Und außerdem, eigentlich müsste man Erzieherinnen vor allem in der Krippe eigentlich testen denn wenn sie zu den Impfversagern zählen kann das schlimme Folgen haben.

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    • Bei mir das Gleiche, habe mein soziales Jahr 1997 in einer Kindertagesstätte gemacht 🙂
      Gerade wenn man in sozialen Einrichtungen arbeitet, ich dachte immer, ich wäre „auf der sicheren Seite“.

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      • Wollte ich mich gerade auch wundern…ich wurde in der schule, ca. 2001 ( nicht DE) damals gegen Masser erneut geimpft…präventionskampagne. Dafür kennt man bei uns die Massen kaum mehr.

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  • Und sehet, ich sage Euch: Der Tag ist nicht fern, an dem der Lieferengpass bei MMR-Impfungen sich wieder zu einer deutschlandweiten Nichtlieferfähigkeit ausweiten wird. Weil JETZT festgestellt wird, dass sich ALLE jetzt, also sofort, ALSO UNVERZÜGLICH impfen lassen müss(t)en! So wie die Impfstoff-Lieferengpässe in den letzen Jahren bei FSME (wie damals, wo ein Ministerium im Radio verkündet hat, dass die Kasse die Impfung bezahlt, wenn man nur lügt, dass man in ein Risikogebiet reisen wolle), Tollwut (weil ja so wenig gebraucht wird), TDPK (wie damals, wo die STIKO erstaunt festgestellt hat, dass ja niemand mehr gegen K geimpft ist), beim 5fach-Impfstoff, beim 6fach-Impfstoff usw. usw. Und sehet, die Industrie wird NICHT ihre Produkstionskapazität ins unendliche steigern, bloß weil gerade AKUT erhöhte Nachfrage von der deutschen Bevölkerung vorgetäuscht wird. Und sehet, die Kranken Kassen werden noch wegiger für Impfstoffe bezahlen wollen als derzeit schon, und werden Rabattverträge aushandeln, die zur Nichtlieferbarkeit von ganzen Produktionen führen werden, so dass ganze Bevölkerungsteile und ganze Landstriche ungeimpft bleiben werden (so wie schon geschehen vor 2 Jahren bei der Grippe)…

    Äh, mir ist grad so komisch, schwindelig, alles ist unklar… Und ich fühle mich zu unbestimmt traurig… Hab ich grad was dummes von mir gegeben?

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      • Man muss nicht sehr hellsichtig sein, um die Folgen einer total verfehlten Gesundheits-Spar-Politik (bei der man an der Gesundheit spart) und einer (Be)Zahlungsmoral einiger AOKen von z.B. Grippe-Impfstoffen unter 7€/St. vorhersagen zu können. Dazu muss man nicht mal Astro-TV einschalten.

        So traurig es klingt, mich wundern die verschiedenen Masern-Ausbrüche der letzten Jahre immer weniger. Solange die Impf-Müden und die Impf-Skeptiker dem Spar-Wahn unseres Kassen-Systems Münzen in den Geldbeutel spülen, wird die Kasse (entgegen allen Präventionsbemühungen) kaum dagegen argumentieren. Traurig traurig. Armes Deutschland. Und statt richtig Kohle in Aufklärungskampangen zu stecken, fliegt das Geld zwar auch zu den privaten TV-Sendern, aber halt für Eigenwerbung. Leider auch wahr.

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    • Zu wahr…
      Wie war das mit dem Lieferengpass von Repevax und Boostrix Polio? (bei uns in der Praxis DIE Impfung schlecht hin… wir impfen in einer Woche gut und gerne 20 Impfungen (Pi*Daumen-x/Mondphase.. man kennt es ja) weg… und dann standen wir vier Wochen ohne alles da. Und da ballten sich natürlich immer die Leute, wo man keine Spur einer Polio-Impf. im Impfausweis findet. *knarf*

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      • was ist denn Repevax? ich hab vor 8 Jahren Revaxis gegen Polio, Diphtherie und Tetanus bekoimmen, also noch 2 Jahre hin bis zur nächsten Auffrischung

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        • Hmmm, aber vielleicht bei Freunden? Oder berufliche Kontakte? Der Möglichkeiten gibt es viele. 😉 man kann nichts ausschließen, von daher würde ich auf Nummer sicher gehen 😉

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        • wenn ich starken Husten habe, laufe ich nicht unbedingt durch die Gegend. und anderen anhusten geht gar nicht, ich war letztens in einem Wartezimmer, wo jemand ständig herum hustete, ohne Hand vor den Mund zu halten ich finde das ziemlich eklig, die Bazillen so zu verteilen.

          Keuchhusten empfinde ich auch nicht so heftig. Lästig ja, aber gefährlich?

          ich hab ja noch 2 Jahre Zeit bis zur nächsten Auffrischung.

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        • Meinst du Keuchhusten oder den häufiger auftretenden, massiven Reizhusten? Letzteres ist nervig, ersteres hält über Wochen und ist unangenehm – für Säuglinge kann er sogar tödlich sein. Allein wegen des letzten Punktes empfinde ich eine Impfung dagegen als wichtig. Siehe Masern – selbst wenn man es selbst nicht bekommt – als Überträger kann man dienen. Und dann sterben wieder die Kleinsten, die aus diversen Gründen nicht geimpft werden konnten.

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      • Ach ja, die TDPP [Tetanus/Diphtherie/Pertussis/Polio] – von mir oben auch TDKP mit K für Keuchhusten genannt – braucht ja eh kein Mensch mehr… weil „Polio ist ja ausgerottet in D!“ *seufz* Ich rede mir seit Jahren den Mund fusselig, dass zumindest „potentiell gefährdetes Personal im Gesundheitswesen“ sich regelmäßig nachimpfen lassen. Die Betriebsärztin eines mir bekannten Krankenhauses hält diese meine Aussage und damit die Polio-Auffrischimpfung (belegt mit den passenden Stiko-Bulletin-Info) allerdings selbst für Personal der Kinderstation für unsinnig.

        Neben dem nächsten größeren Masernausbruch warte ich tatsächlich auf den nächsten dicken Polio-Ausbruch in Deutschland. Und zwar unter Erwachsenen. Und zwar eingeschleppt durch nicht ausreichend geimpfte Deutsche, die von Auslands-Urlaub aus z.B. Indien zurück kommen. Und dann mit allen bekannten, richtig schweren „Neben- und Nachwirkungen“, die so bekannt sind. Die Pflegekasse wirds freuen, und den MDK auch. Na was solls, ich cassandrae ja mal wieder nur rum…

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  • Eine Einrichtung kann schon alle Eltern informieren, wenn sie möchte. Vor Weihnachten (am letzten Schultag vor den Ferien) wurde ein Masernfall in der Grundschule meines Kindes bekannt. Alle Kinder bekamen einen entsprechenden Zettel für die Eltern mit und die Klassenlehrer mussten die Eltern anrufen, deren Kinder an dem Tag krank waren. Traf auf mein Kind zu, das sich mit einem heftigen Magen-Darm-Infekt rumschlug, also hatte ich die Klassenlehrerin am Telefon mit der Bitte, den Impfstatus meines Kindes überprüfen zu lassen. Kind ist aber durchgeimpft, zum Glück, und ich habe mir die MMR-Impfung letzte Woche geben lassen, sicher ist sicher, bisher hatte ich nämlich nur eine Masernimpfung. Da hab ich dann auch gelernt, dass man nicht „überimpfen“ kann, denn Mumps und Röteln hatte ich als Kind SICHER.

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  • Ja, seit 1991 gibt es die Empfehlung der zweiten Impfung für Kinder die damals glaube ich zwei waren. Nicht für Erwachsene, das wurde erst 2010 empfohlen. Das heißt alle die vor 1991 dagegen geimpft worden sind haben – im Regelfall- nur eine bekommen und sind so ins Erwachsenenalter gekommen. Deshalb haben wir jetzt recht viele Erkrankungen in dieser Altersgruppe (Laut RKI glaube ich bis um die vierzig Jahre). Oder gibt es dafür einen anderen Grund?
    Ich kann mich noch an die Rötelnimpfung in der Schule erinnern, da war von einer zweiten Masernimpfung nicht die Rede. Es gab damals auch glaube ich noch einen Einzelimpfstoff. Ich habe Röteln als Kind, daher weiß ich das nicht.
    Ich wollte hier nicht für oder gegen die Impfung reden das ist ein anderes Thema, nur heißt es immer, man wäre danach ein Leben lang immun und das kann ein Trugschluß sein.

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    • Die Impfung gegen Röteln bekam ich auch als Einzelimpfstoff.
      Anscheinend ist es ja so, das dieses Nicht- oder Halbwissen ( und das nicht nur bei den Patienten, mein Arzt wusste ja auch nicht, wie er nun soll ) viel dazu beträgt, das viele Menschen eben nicht ausreichend geimpft sind ( davon mal abgesehen, ob eine Lebenslange Immunität erreicht wird, ich glaube, so genau sagen kann man das gar nicht )
      Mensch, da denke ich mir, das lässt sich doch verhindern !
      Mir geht es da auch gar nicht um mich kleines Sandkörnchen, sondern eben auch, wie Sie es schreiben, da sind ja ganze Generationen betroffen ( mich würde auch interessieren, ob es da andere Gründe gibt )
      Man hört immer sehr viel über die Impfgegner aber ich finde schon wichtig zu wissen, woher die Lücken wirklich kommen.
      Ich habe auch noch nichts ( offizielles ) darüber gelesen, warum ab 1970.

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  • Lieber Kinderdoc!

    Wie schaut es denn aus wenn das ältere Geschwisterkind eine Einrichtung besucht
    ( durchgeimpft, wir Eltern auch ) und somit das jüngere unweigerlich auch in einen reichen Bazillen Kontakt kommt.
    Kann dann auch eher gegen Masern geimpft werden?
    Meine Mutter und mein Mann hatten schwere Masern verläufe, ich habe da echt schiss vor.

    LG aus dem Speckgürtel Hannovers
    Kathi

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  • Dann ist Junior wohl in den Genuss der letzten noch rumkreuchenden Grippeviren gekommen. Immerhin besser als Masern. MMR-Impfung hätte ich gern schon vorzeitig geben lassen (9 Monate), aber nun muss er erst mal die Grippe auskurieren.

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  • Laut meinem Impfpass wurde ich (Jahrgang 1981) 2x gegen Masern geimpft. Einmal 1982, im Alter von 14 Monaten und einmal 1988. So steht es zumindest in meinem Impfpass. Kann das überhaupt sein, wenn es doch hier heißt, eine zweite Impfung wurde erst ab Anfang der 1990er empfohlen? Nicht, dass bei der Übertragung meines Impfpasses (vom DDR-Impfpass zum heute üblichen internationalen) irgendetwas schief gelaufen ist…

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  • Ich wundere mich gerade, wieso Erzieherinnen in Kitas nicht wissen, ob sie immun sind. Nach einigem Nachdenken bin ich jetzt zu dem Schluss gekommen, dass sie wahrscheinlich schon sehr lange in den Einrichtungen tätig sind. Hier in NRW muss jede Erzieherin bei einer Neueinstellung den Titer bestimmen lassen (Impfpasseintrag reicht nicht) gegen jede Kinderkrankheit,die man impfen kann (und Hep A plus Hep B), sowie Parovirus und Zytomegalie. Aber da gab es in der Vergangenheit einen Stichtag und die Erzieherinnen mit den „alten“ Verträgen müssen es nicht bestimmen lassen. Aber jede Erzieherin, die neu eingestellt wird, muss diese Nachweise erbringen.

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    • Das mit den Neueinstellungen ist in RLP auch so, ich gehe mal davon aus, dass es bei Neueinstellungen bundesweit so gehandhabt wird. Ich hätte übrigens nichts gegen eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen. Bei uns sind alle in den letzten 5 Jahren dazu gekommen daher kennen wir alle unseren Impfstatus und sind sicher. Und mein Mann hatte als Kind die Masern nach einmaliger Impfung. Mit Krankenhausaufenthalt und da zu der Zeit Masernfälle wohl recht selten waren diente er dem Professor als Anschauungsobjekt für seine Medizinstudenten. Zumindest erzählt das meine Schwiegermutter so.

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  • Ich habe eine Frage. Warum sollen nach 1970 Geborene, die nur einmal geimpft wurden, sich nochmal impfen lassen? Hat der damalige Impfstoff keinen ausreichenden Impfschutz aufgebaut? Ab welchem Jahrgang ist man wieder ausreichend geschützt? Ich z.B. bin 1979 geimpft worden.
    Ich finde dazu im Netz nichts und würde mich über eine Antwort sehr freuen! Danke!

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  • Bettina, auf der Seite des Robert Koch Institutes findest Du auf der Masern Seite das epidemiologische Bulletin. Sinngemäß stand da letzten Monat noch etwas darüber, daß die zweite Impfung bei Nicht-Impfversagern weniger als Booster zu verstehen ist (also denen nützt es eher weniger), sondern daß die zweite Impfung die Impfversager der ersten mit guter Quote abdeckt. Man möge mich korrigieren, falls ich das falsch verstanden habe.

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  • Hier die Hauptseite: http://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/M/Masern/Masern.html O.g. Info hatte ich glaube ich nicht aus dem allerneuesten Bulletin, sondern aus dem davor. Ist viel Text, aber dafür findert man auch viele Info auf einem Haufen. Es wird – laut Studienstatistik – davon ausgegangen, daß in DE frühere Jahrgänge (also bis 1970) weitestgehend zu >90% Masern durchgemacht und daher die Immunität erworben haben… wie groß der Sprung von 1969 zu 1970 respektive 1971 etc. ist, weiß ich gerade aber auch nicht.

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  • O Mannomann, ich bin übermüdet. Falls es beim ersten Kommentar nicht herauskam, der Grund für die empfohlene Zweitimpfung ist meines Wissens nicht wie von Dir nachgefragt die mangelnde Wirksamkeit der damals verwendeten Impfstoff-Chargen per se, sondern die natürliche Impfversagerquote (= unzureichender Titeranstieg trotz einmaliger Impfung) im Gesamt-Impfkollektiv, die durch ein Verabreichen einer zweiten Dosis signifikant weiter verringert wird: nach der ersten Impfung sind schon sehr viele immun, aber nach der zweiten Impfung sind es genügend, um die erfolgreiche Durchimpfungsquote zu erreichen, die langfristig notwendig ist, um Masern auszurotten. (Waren glaube ich 95%, 100% geht ja nie wg. denjenigen, die nicht geimpft werden können und dann vom Herdenschutz profitieren können.)

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  • Was ist denn mit den genau (also nicht *nach*) 1970 geborenen, die weder Masern hatten noch geimpft wurden? (Ich bekam die Masern-Impfung wegen Epilepsie damals nicht, sie wurde auch nie nachgeholt.) Sollte ich die nachholen?

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  • Gestern war ich (Mutter und Lehrerin) mit dem Ältesten beim Kinderarzt, der fragte mich nach 5 Minuten gleich, welcher Geburtsjahrgang ich sei, ob ich wisse, wie mein Masernschutz aussehe und ich vermute, er hätte mich im Zweifel gleich mal geimpft. 🙂 Fand ich richtig gut!
    Ich weiß aber ganz genau, dass ich damals die erste Masernimpfung bekommen habe und vor wenigen Jahren freiwillig, als in der benachbarten Waldorfschule Masern ausgebrochen waren (und Geschwisterkinder unsere Kita besuchten), Masern schnell noch ein zweites Mal habe impfen lassen.

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  • Und dann kommen solche Idioten daher:
    „Da wir wissen, dass es das Masern-Virus nicht gibt und bei Kenntnis der Biologie und der Medizin auch nicht geben kann und wir die wirklichen Ursachen von Masern ganz genau kennen“ (es wird aber nicht weiter erwähnt, was denn die „wirkliche Ursache“ sei).
    http://www.gesundheitlicheaufklaerung.de/masern-virus-100-000-euro-belohnung

    Und die Erde ist eine Scheibe, um die sich die Sonne dreht…

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  • Meine drei Kinder sind, selbstverständlich, alle gegen Masern geimpft. Ich hatte als Kind silbern Masern und es war nicht lustig. Vor der Impfung, des Jüngsten, habe ich der Arzthelferin gesagt, ich möchte nicht, dass mein Sohn gegen Rota Viren geimpft wird. Gegen meinen ausdrücklichen Willen, schriftlich, wurde er geimpft. Da es hier zu wenig Kinderärzte, Großstadt, gibt, kann ich noch nicht mal zu einem kompetenteren Arzt wechseln.

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    • Was hat das genau mit Kompetenz zu tun? Allenfalls mit „Versehen“, „Organisationsverpeilung“ oder? Was hat der Arzt zur Rotaimpfung gesagt, als er sie per Schluckimpfung an Dein Kind gab, Du ihm in die Hand fielst, damit zumindest nicht alles im Kind verschwindet (bei mir dauert die Schluckimpfung etwas, die Kind strecken die Zunge, schlucken erst nur einen Teil usw.) —

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  • Ernsthaft?
    Zitat:
    „Alle Kinder ab 12. Lebensmonat sollten die erste Masernimpfung (in Kombination mit Mumps, Röteln und Windpocken) erhalten“

    Mag ja sein, dass das „nur“ eine Empfehlung ist. Die Sinnhaftigkeit der Masernimpfung mag ich ja auch noch einsehen – aber Windpocken??? Wozu bitte sollte ich mein Kind gegen Windpocken impfen lassen? Hat keines meiner vier Kinder erhalten. Wie habe ich neulich so schön irgendwo gelesen, die Windpocken-Impfung sei, sinngemäß, nur dazu da, Kinderärzten und Eltern ein laues Leben zu ermöglichen.

    Im Übrigen erschließt sich mir auch die Sinnhaftigkeit einer Röteln-Impfung (Gefahr in der Schwangerschaft) bei Jungs (können die schwanger werden!?) und einer Mumps-Impfung bei Mädchen nicht wirklich. Meine Tochter hat daher nur Röteln und Masern, die Jungs Mumps und Masern bekommen.
    Ich muss nun wirklich nicht mehr als unbedingt nötig von dem Zeugs in meine Kinder spritzen lassen.

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    • Ungeimpfte Jungs können aber Röteln an die Mädels übertragen, bei denen die Impfung versagt hat oder die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden konnten.
      Und der Windpocken-Wildvirus verbleibt auf immer und ewig im Körper. Bei Neuaktivierung bekommt derjenige aber nicht etwa die Windpocken, nee, Gürtelrose gibts dann. Auch nicht nett. (Zu meiner Zeit gab es die Impfe gegen WP leider noch nicht, also hab ich beides eingesackt. Die Gürtelrose gabs gut 20 Jahre später.)
      Mumps hatte ich als (Mädchen)Kind auch, ist ne Scheißsache… Müssen meine Kinder nicht mitmachen.
      Und von was für „Zeugs“ sprichst du? Ich geb meinen Kids lieber die abgeschwächten Erreger bzw. nur die paar Bestandteile, die die Immunreaktion auslösen, als die Wildviren. Wenn du Angst vor „Zusatzstoffen“ hast, darfst du auch keine Äpfel oder ähnliches essen. Eigentlich gar nichts. Hat alles mehr Formaldehyd/Aluminium/whatever als so eine poplige Spritze.

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    • Petra, klar kann man Windpocken auch so durchmachen. Ob man die Quälerei mit dem Jucken und nicht Kratzen-dürfen (erklär das mal einem Dreijährigen) sein muß, wenn man es vermeiden kann, sei dahingestellt… auch einen extrem schmerzhaften Herpes Zoster, den es nach durchgemachter Varizelleninfektion geben kann, muß man nicht unbedingt haben. Eine Notdienst-Tante (KV) hat mir auch mal Globuli gegen einen tief eingestoßenen Splitter unter dem Fingernagel empfohlen, „das würde dann problemlos herauseitern“ (O-Ton, an den ich mich noch erinnere, obwohl ich kurz vor dem Umfallen vor Schmerz und max. 13 war). Zum Glück sind meine Eltern mit mir zum Unfalllchirurgen um die Ecke weitergezogen, der mit Hilfe von drei Betäubungsspritzen das Ganze dann zersägt/bereinigt hat. Nur weil es geht, muß man nicht alles ertragen. Für sich selbst kann das natürlich jeder entscheiden, aber für andere, insbesondere „Schutzbefohlene“ (Schutz vor Übel, nicht Schutz vor Prophylaxe/Schutzimpfungen)… da fängt es na, problematisch zu werden.

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      • Das ist genau das Problem mit Homöopathie, das es von nicht ausreichend informierten Personen zu oft empfohlen wird in Situationen, wo es eben nicht hilft/helfen kann. Deswegen aber gleich die ganze Methode in Frage stellen zu wollen, ist aber nicht richtig.

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        • Ich glaube durchaus an die Wirkung der Pflanzen, aber nicht, wenn die Verdünnung so ist, daß in einem Glas Meerwasser der Theorie nach mehr Wirksubstanz (und zwar nach reiner Verdünnung sicherlich höchstpotentes Pipi, Walsperma, Dosenbier…) enthalten sein müßte und man eigentlich nur für den nicht einmal gesunden Zucker zahlt. Ignoranz ist, wenn man das Nebeneinander nicht akzeptieren kann, sich nur einseitig informiert und dann z.B. Impfgegnerkram nachplappert, ohne sich in die Hintergründe selbst einzulesen. Gewisse Äußerungen zu Impfungen zeigen leider umgekehrt genausowenig Verständnis der Materie und wie z.B. Herdenschutz und Immunität funktionieren. Man geht manchmal eben auch tot aus einem Infekt hervor, nicht gestärkt. Diese Entscheidung für andere zu treffen („unnötige Impfung“- aber unnötig für wen?) ist egoistisch und beruht zu oft auf mangelndem Verständnis der körpereigenen Abwehr, bzw. auf einer abstrusen Paranoia, daß Impfungen der Abwehr irgendwie schaden und Entwicklungsschritte verhindern. Kinder machen ständig Entwicklungssprünge, mit oder ohne Krankheiten. Das liegt in Ihrem Naturell.

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        • Unnötig – für mich selbst und meine Kinder. Ich bin sicher kein zutiefst egoistischer Mensch, aber in dem Fall von Impfungen schaue ich zuerst, ob ich der Meinung bin, dass diese Impfung für mich und meine Kinder wichtig ist, denn die kriegen das Zeug schließlich gespritzt. Und wenn ich der Meinung bin, dass ich keine Windpocken-, keine Grippe- und meine Jungs keine Röteln-Impfung brauche, dann lasse ich sie nicht impfen. Wenn ihr das egoistisch oder auch einseitig informiert nennen wollt, nur zu. Letztlich muss (und darf hoffentlich auch in Zukunft noch) das jeder für sich entscheiden.
          Wohlgemerkt, wie ich am Anfang schrieb: Gegen Masern sind wir alle geimpft und es gibt Impfungen, die halte ich für sehr sinnvoll. Aber eben nicht alle – und diese Haltung würde ich als „informierter“ bezeichnen als diejenigen Leute, die ungefragt und ohne eigenes Nachdenken ihre Kinder vom Kinderarzt nach dessen Gusto durchimpfen lassen.

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        • Bitte nicht immer davon ausgehen, dass „informierter“ automatisch kritisch oder ablehnend bedeutet. In meiner Praxis sind die Eltern sehr genau informiert und impfen dennoch das, was ich empfehle.

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        • Nicht automatisch, das war vllt. missverständlich ausgedrückt. Dennoch gibt es diese Eltern, die einfach mal machen, was die Mehrheit macht und der Kinderarzt empfiehlt, ohne vllt genau zu wissen, worum es geht.
          Und dann würde mich ja mal interessieren: Gibt es in Ihrer Praxis gar keine Eltern, die nicht strikt nach Impfplan bzw. Ihren Empfehlungen impfen? Und wie gehen Sie damit um? (Ist ne ernstgemeinte Frage.)

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    • @Petra klar ernsthaft.
      Herdenschutz. Aber klar, denkt nur weiter nur an Eure eigenen Kinder.
      Jungs können Röteln übertragen, Mädchen Mumps. Und beide Windpocken.

      Immunsupprimierte, onkologische Patienten werden es Euch danken.

      Ganz abgesehen davon, dass ich meine Kinder keiner Krankheit aussetzen wollte, die ich sicher impfen kann. Warum sollte ich das tun? Wo liegt der Benefit?

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      • Benefit, naja, aber muss ich immer aus allem einen Benefit ziehen können? Mir reicht es aus, dass es zumindest in 90 % keinen Schaden/Nachteil gibt. Und gerade bei Kindern ist es oft so, dass sie aus Krankheiten, wie z.B. auch Windpocken, oft gestärkt hervorgehen, dass sie z.T. riesige Entwicklungssprünge machen.
        Der Benefit ist im Übrigen für mich, dass ich mein Immunsystem keiner Impfung ausgesetzt habe, die nicht unbedingt nötig ist. Klar sind Windpocken unangenehm, aber das ist ein Magen-Darm-Infekt auch, gibt’s da demnächst auch ne Impfung gegen? Man darf und kann doch auch einfach mal krank sein, das ist kein Weltuntergang. Ich packe meine Kinder auch ansonsten nicht in Watte, die haben quasi dauerhaft ne laufende Nase, die rennen draußen rum, futtern auch mal Erde oder Sand und sind im Grunde quietschgesund. Das werde ich durch eine in meinen Augen unnötige Impfung ganz sicher nicht gefährden.

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        • Wo konnt eigentlich immer das mit den „Entwicklungssprüngen“ her? Meine Kinder haben auch Entwicklungssprünge gemacht, ganz ohne Masern und Windpocken. Glaubst du ernsthaft, Menschen bleiben ewig auf einer Entwicklungsstufe stehen, nur weil sie nicht mal schwer krank waren?
          Den einzigen fehlenden Entwicklungssprung, den ich regelmäßig beobachte, ist dass Impfgegner offenbar Schwierigkeiten haben, die präkonventionelle Ebene auf Kohlbergs Entwicklungsskala zu überschreiten. Da geht es irgendwie sehr oft um „ich“ und „meine Kinder“ und nie um das Allgemeinwohl…

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        • Vielleicht scheinen diese Sprünge aufzufallen, weil sich die Betreffenden in deer Krankheitsphase intensiv um die Kinder kümmern und diese genauer beobachten? So wie Erkrankungen auch oft (erst) am Wochenende auffallen (wie fast jeder Rettungsstellenmitarbeiter bestätigen kann), weil die Eltern zu Hause sind und 24h gucken… auch wenn das Kind schon seit Mitte der Woche in der Kita etwas „off“ war, dies nur in den Nuancen niemandem aufgefallen ist. Eine Art Bias?

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        • Das eine schließt doch das andere nicht aus. Natürlich bleiben Kinder nicht auf dem Entwicklungsstand eines Säuglings stehen, wenn sie nie krank werden. Hab ich ja auch nicht behauptet.
          Und ja, ich stelle das Wohl meiner Kinder über das Allgemeinwohl, wenn es darum geht, ob ich bestimmte Impfungen geben lasse oder nicht. Egoistisch? Meinetwegen. Dann bin ich das in diesem Fall aber gerne.

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        • Du hast als Argument gegen Impfungen eben jede Entwicklungssprünge angeführt. Wenn die Kinder die auch ohne die Krankheiten machen, was ist dann dein Grund, dass sie trotzdem diese Krankheiten durchmachen müssen?

          Und welches Wohl deiner Kinder steht denn gegen den Herdenschutz deiner Gesellschaft? Eine Schwellung und ein bisschen Fieber zu vermeiden ist im Zweifelsfall wichtiger, als dass deine schwangere Nachbarin ein gesundes Kind zu Welt bringt? Das würde ich jetzt an deiner Stelle nicht so stolz verkünden.

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        • Denkst du, ich glaube, dass Kinder nur dank Krankheiten Entwicklungen machen? Hihi…
          Sorry. Warum sie diese Krankheiten durchmachen müssen? Nun, wie ich schrieb: Masern müssen sie nicht durchmachen. Aber Windpocken schon. Haben sie auch alle. Und es hat ihnen nicht geschadet. Dass es unangenehm ist, will ich nicht bestreiten, habe ich auch am eigenen Leib erfahren. Aber es schadet nicht. Nur, weil es möglich ist, mein Kind davor zu „beschützen“, muss ich das ja nicht toll finden und machen, oder? Wie gesagt, dann hätte ich lieber ne Impfung gegen Magen-Darm.

          Das Wohl meiner Kinder? Es geht nicht um eine Schwellung und ein bisschen Fieber, das haben die Kinder sowieso andauernd, weil sie sich dauernd blaue Flecken holen und alles an Infekten aus dem KiGa mitbringen. Aber z.B., dass ihr Immunsystem so wenig wie möglich (künstlich) angegriffen wird, das bezeichne ich als das Wohl meiner Kinder. Denn das tut eine Impfung – auch, wenn ihr darüber lachen mögt. Und da meine Kinder meine Nachbarin nicht abknutschen oder ihr sonstwie körperlich nahekommen, halte ich die Gefahr einer Ansteckung da für eher gering.

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        • „Denkst du, ich glaube, dass Kinder nur dank Krankheiten Entwicklungen machen? Hihi…“ Ja, hihi. Was meintest du denn sonst mit „Und gerade bei Kindern ist es oft so, dass sie aus Krankheiten, wie z.B. auch Windpocken, oft gestärkt hervorgehen, dass sie z.T. riesige Entwicklungssprünge machen.“? Würdest du das bitte erklären? Ich verstehe nämlich immer noch nicht, warum deine Kinder unbedingt Windpocken durchmachen mussten. Dass es ihnen nicht geschadet hat, finde ich kein besonders tolles Argument. Sie nicht durchzumachen schadet auch nicht, und man erspart ihnen ’ne miese Woche mit fiesem Jucken. Ist das nicht irgendwie besser?

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        • ich lasse mich für mich impfen, nicht für andere, und ich sehe auch nicht jede Impfung für mich als notwendig an. Muss doch jeder selber wissen

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        • Jeder hat das Recht, sich seine Meinung zu bilden. Aber eines würde mich interessieren… bleibst Du fest bei Deiner Meinung, wenn Du Dir mit etwas Empathie einfach den hypothetischen Fall vorstellst, daß es Dich oder Deine Kinder selbst auf der anderen Seite betrifft? Also z.B. wenn Du oder jemand, an dem Dir etwas liegt, aus Krankheitsgründen überhaupt nicht geimpft werden könnte. Verlange ich da zu viel Vorstellungsvermögen?

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        • Entwicklungssprünge nach Kinderkrankheiten…
          Dass diese Märchen nicht totzukriegen sind. Subjektive Wahrnehmung, weil das Kind während der Infektion keinen Fortschritt macht.

          Wir müssten überall Einsteins rumlaufen haben, wenn alle nach der Grippewelle, dem Dünnpfiff und diverse Bindehautentzündungen tolle Entwicklungssprünge machten

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        • „Benefit, naja, aber muss ich immer aus allem (vermiedener/durchgemachter Kinderkrankeit, erfolgreiche/nicht erfolgte Impfung) einen Benefit ziehen können? Mir reicht es aus, dass es zumindest in 90 % keinen Schaden/Nachteil gibt (nach impfung/nach durchgemachter Erkrankung).“ Ironischerweise könnte dieser Satz auch von einem reinen Impfbefürworter kommen.

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  • Mal ne neugierige Frage- ich lese hier immer von einer oder zwei Impfungen gegen Masern… nun hab ich meinen Impfpass in der Hand und frage mich, wie kam ich (m, ’74, Hessen) denn da zu drei Impfungen im Abstand von ca. 5 Wochen? Und zwar die komplette Reihe, also TDPPM. War das mal gängige Empfehlung oder bin ich da Einzelfall?

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      • Die erste Impfung erfolgte im Alter von etwas über 3 Monaten. Gegen Masern wurde gleichzeitig und anscheinend solo geimpft, MMR ist wohl damals noch nicht der heute bekannte Kombinationsimpfstoff verbreitet gewesen. Sonst wäre mir sicher der Mumps erspart geblieben…

        War allerdings nicht meine Frage, mir ging es lediglich um die *drei* Impfgänge.
        Nach diesen wurde stets nur noch TD geimpft.

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