Über Nebenwirkungen des Tragens eines Mund-Nasen-Schutzes bei Kindern

(c) kinderdok – Co-Ki-Studien

Die Co-Ki-Studien laufen nun seit Mitte des vergangenen Jahres und bestehen aus einem Komplex aus Studien rund um „Corona bei Kindern“, so dass Akronym. Fallzahlen werden erfasst, Einzelfälle ausgewertet, Schulen befragt. Ein Teil des Komplexes beschäftigt sich mit den Mund-Nase-Bedeckungen (im weiteren „Maske“), erste Ergebnisse liegen nun vor. (1)

In der „Monatsschrift Kinderheilkunde“, Ausgabe Band 169, Heft 4, vom April diesen Jahres, veröffentlichte die Arbeitsgruppe um Silke Schwarz und David Martin von der Uni Witten/Herdecke Daten des deutschlandweiten Registers zum Tragen von Masken im Kindesalter. Hierbei wurden seit Oktober letzten Jahres über eine Online-Befragung Daten erhoben, an denen sich Eltern, Arztpraxen, LehrerInnen und andere beteiligen konnten. Über 20 Tausend Einträge sind ausgewertet, dies sind die Zahlen alleine der ersten Woche des Launches der Befragungswebsite (20.10.-26.10.2020). Der vorliegende Artikel wertet die Einträge der größten Gruppe (87,7%) aus, die der Eltern.

Ausgewählte Ergebnisse:

  • 81,1% der Kinder der Umfrageteilnehmer trugen die Masken in der Schule außerhalb des Unterrichts, 48,6% auch während des Unterrichts, 68,5% tragen Masken z.B. in Geschäften, 39% auf dem Schulweg, immerhin 4,6% der Kinder tragen nie eine Maske
  • 6,7% hatten eine Maskenbefreiung
  • 26% der Eltern geben an, dass ihre Kinder keine „Beeinträchtigung“ durch das Tragen einer Maske hatten
  • „Nebenwirkungen“ des Maskentragens sind Kopfschmerzen (53,3%), Konzentrationsschwierigkeiten (49,5%), Unwohlsein (42,1%), Beeinträchtigung beim Lernen (38%) und Benommenheit oder Müdigkeit (36,5%), aber auch Herzrasen (5,6%), Ohnmachtsanfälle (2,2%) oder Erbrechen (1,9%)
  • „Weiteres Verhalten“ wurde beobachtet mit „Häufiger gereizt“ (60,4%), „Weniger fröhlich“ (49,3%) und „möchte nicht mehr zur Schule“ (44%)
  • Die Möglichkeit zur Freitexteingabe wurde gefüllt mit Irritationen der Haut, Nasenbluten, Blutigen Lippen usw., aber auch „Ängste, selbst mit Maske zu ersticken sowie vor dem Tod von Angehörigen durch Corona“
  • Weitere Fragen zielten auf die Beurteilung der Maßnahmen: 11,7% fanden, die Maßnahmen sollten strenger sein, 41,7% waren für mildere Maßnahmen. „Weitere 31,6% äußerten eine andere Meinung als die in der Auswahl angegebene Einstellungsoption. In der Regel beschrieben diese Teilnehmer die Maßnahmen der Politik als unangemessen, nichtnachvollziehbar und undifferenziert.“

Die AutorInnen des Artikels werten ihre Ergebnisse als „ernsthaftig“, da immerhin 23% der Teilnehmer einer Nachverfolgung mittels E-Mail zustimmten, außerdem die gleichmäßige Verteilung der Einträge auf die Bundesländer die Bevölkerungsdichte wiederspiegelte. Sie räumen ein, dass 38,5% der Teilnehmenden einen Hochschulabschluss hatten, ein Hinweis, „dass das Register als Online-Variante und durch die Komplexität nicht allen Personengruppen gleich zugänglich war.“ Außerdem sei es nicht auszuschließen, dass „ein verzerrtes Berichten auch im Hinblick auf die präferenzielle Dokumentation besonders schwer betroffener Kinder“ nicht auszuschließen sei. Anders ausgedrückt: Wer schlechte Erfahrungen macht, motzt mehr.

Sie erkennen auch, dass die Werbung für das Register via Social Media in Foren landete, die grundsätzlich die Corona-Schutz-Maßnahmen der Regierung ablehnen. Außerdem gibt es naturgemäß keine Kontrollgruppe. Andererseits berichten TeilnehmerInnen, dass ihre Kinder eben keine Beschwerden hatten, was für eine breite Streuung der TeilnehmerInnen spreche, auch bei Befürwortern der Masken.

Versuch der Objektivierung

Den StudieninitiatorInnen gebührt für die Aufnahme ihrer Mammutaufgabe der Co-Ki-Studien ausreichend Respekt. Immerhin versuchen sie, einen Weg zu finden, die Kritik am Maskentragen bei Kindern zu objektivieren. Das vorliegende Register kann bis dato nur eine Sammlung an Symptomen sein, mehr nicht, aber auch nicht weniger. „Naturgemäß kann ein offen zugängliches Register niemals alle Eingaben ärztlich gegenvalidieren.“

Dies illustrieren sie sehr transparent und altruistisch in der Diskussion und der Schlussfolgerung des vorliegenden Artikels. Es erfolgt keine plakative Negativbewertung des Maskentragens, explizit: „Sehr wichtig ist uns, dass unsere Ergebnisse nicht dazu führen, dass Eltern grundsätzlich eine negative Meinung zum Maskentragen bei Kindern entwickeln“, vielmehr appellieren sie an eine positive Grundhaltung der Eltern zu den Masken, um „Nocebo-Effekte zu vermeiden“.

Framing von Negativantworten

Dennoch möchte ich hier Wasser in den süffigen Wein gießen. Das Framing, das Tragen von Masken in kritischem Licht zu sehen, schimmert an vielen Stellen der Studie durch. Wer die Fragebögen selbst einmal online durchgearbeitet hat, dem fällt auf, dass die Negativaussagen überwiegen (sie sind vorgegeben), dass die Auswahl mit den Nebenwirkungen sichtbar (und anklickbar) bleibt, obwohl zuvor „keine Beeinträchtigung“ ausgewählt wurde. Ob diese Fragebögen später nicht gewertet wurden, ist nicht bekannt, im Artikel wird das nicht erwähnt. Wie die AutorInnen selbst bemerken, gibt es keine Kontrolle über die Seriösität der Angaben, auch wiederholtes Ausfüllen der Fragebögen oder mit „imaginären Kindern“ wird nicht (z. B. wenigstens durch Cookies) unterbunden.

Anthroposophische Färbung

Die Werbung für die Co-Ki-Studien erfolgte vielfach über Kinder- und JugendärztInnen, das ist naheliegend. Als ich das erste Mal davon erfuhr (über das hochfrequentierte Kinderarzt-Intranet „Pädinform„), bewarben vor allem kritisch eingestellte KollegInnen die Befragung. Dass die Universität Witten-Herdecke den Anthroposophen nahesteht, ist allgemein bekannt, die werbenden KollegInnen waren es auch. Die AutorInnen des vorliegenden Artikels Silke Schwarz und David Martin sind selbst im „Arbeitskreis anthroposophischer Schul- und Kindergartenärzte“, der an anderer Stelle postuliert: „Entsprechend halten wir das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes bei Kindern bis zum Alter von 10 Jahren generell nicht für sinnvoll. Wo dies dennoch Vorschrift ist, lohnt es sich, diese mit Blick auf die dafür fehlende medizinische Evidenz für das Kindesalter im Dialog mit den zuständigen Kultusministerien infrage zu stellen.“ (2) Silke Schwarz gehört auch zu den UnterzeichnerInnen eines offenen Briefes im August 2020 an die NRW-Gesundheitsministerin gegen die Maskenpflicht, in dem es heißt: „Gesunde Kinder könnten mit dem Durchleben dieser Erkrankung relevant zum Schutz ihrer Mitmenschen beitragen (…).“

Und – Schwarz et al bemerken es selbst in ihrer Diskussion -, der Link zum Register kursierte sehr schnell in regierungskritischen Internet-Foren, das „Anthroposophie.blog“ recherchierte bereits im November 2020 dazu (3). Wer also Kritik an Masken oder überhaupt an den Maßnahmen der Bundesregierung „wissenschaftlich“ unterfüttern wollte, musste nur mehrfach die Befragungsseite mit mehreren Kinder nutzen, so können auch Zahlen entstehen. Da wirkt das Statement der beiden HauptautorInnen Schwarz und Martin auf der offiziellen Website zur Co-Ki-Studie beinahe verzweifelt rechtfertigend: „Wir erforschen die aktuelle Situation neutral und werden die Ergebnisse peer reviewed veröffentlichen. Wir sind keine Maskengegner und gehören keiner politischen Richtung an.“

Persönliche Erfahrungen

Zuletzt eine persönliche Anmerkung, ganz im Sinne der anekdotischen Relevanz: Ich leite eine kinder- und jugendärztliche Praxis mit ungefähr 2000 Patienten pro Quartal. Kinder und Jugendliche besuchen unsere Sprechstunde, teils mit Masken, teils ohne (wenn sie unter 6 Jahre alt sind). Auch kleinere Kinder tragen die MNS mitunter wie selbstverständlich, die Eltern fordern sie dazu auf und bestärken sie positiv. Wir hatten in den zwei vergangenen Quartalen genau drei Anfragen wegen eines ärztlichen Attestes. Dreimal handelte es sich um entwicklungsverzögerte, alternativ begabte Kinder, die das Tragen der Masken im Unterricht oder ihrer Betreuungsgruppe nicht toleriert hätten. Bei Vorsorgeuntersuchungen U10 und U11, den Schulkindern, fragen wir aktuell immer nach den Einschränkungen durch die Coronamaßnahmen, Homeschooling und das Masketragen. Es werden mitunter „Nebenwirkungen“ wie die oben genannten berichtet, aber niemand zweifelt die Notwendigkeit des Maskentragens an. Dass in der *momentanen Situation* die Kinder und Jugendlichen „häufiger gereizt“ oder „weniger fröhlich“ sind, liegt auf der Hand. Wem geht es nicht so?

So kann man viele der unspezifischen Beobachtungen auch auf die allgemeine Lage zurückführen, und sie sind nicht alleine dem Tragen eines MNS geschuldet. Ach ja, wann gibt es eigentlich eine entsprechende Befragung zum Tragen einer Zahnspange, dem Anschnallgurt im Auto oder – noch polemischer – dem Fahrradhelm?


(1) Monatsschr Kinderheilkd 2021, 169:353-365 S. Schwarz, E. Jenetzky, H. Krafft, T. Maurer, D. Martin: Coronakinderstudien „Co-Ki“: erste Ergebnisse eines deutschlandweiten Registers zur Mund-Nasen-Bedeckung (Maske) bei Kindern). Open Access via Creative Commons 4.0

(2) Wie können wir Gesundheit fördern? Zum Umgang mit der Corona-Pandemie in Schulen und Kindergärten – http://www.gaed.de/fileadmin/gaad/PDF/Informationen/Mbl-Gesundheit-foerdern.pdf

(3) Maskengegner erforschen Masken-Gefahren – https://anthroposophie.blog/2020/11/23/maskengegner-erforschen-masken-gefahren/


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22 Gedanken zu “Über Nebenwirkungen des Tragens eines Mund-Nasen-Schutzes bei Kindern

  1. Meine ebenfalls anektdotische Beobachung als Schulweghelferin: Quietschvergnügte Grundschüler, die mit Maske im Wartebereich vor der Schule fangen spielen, während wir gemeinsam auf den Schulbus warten.

    Musste noch keines reanimieren wegen Sauerstoffmangel.

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    1. Meine ebenfalls eingeschränkte Sicht auf die Welt als Erzieher der an einer Schule mit rund 2000 Kindern arbeitet:
      Ja so sehe ich das auch. Die Kinder ertragen den Unsinn. Was da an Leiden rein interpretiert wird kommt tatsächlich eher von den Erwachsenen.
      Das mit dem Fangen spielen ist ein schönes Beispiel warum es auch so ein Unsinn ist. Bis mindestens zur 4. Klasse, also Grundschule, spielen sie fangen und haben jede Menge Körperkontakt. Ist unmöglich zu verbieten (und zum Glück gibt es auch viele Erwachsene die das nicht verbieten wollen).
      Es ist ein lächerliches Theater mit den Masken.

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      1. Äh, Masken machen gerade da Sinn, wo der Abstand nicht so gut eingehalten werden kann, entweder, weil es zu voll ist oder es eben Kinder sind, die da nun nicht immer so drauf achten. Also bspw. bei Grundschülern beim fangen spielen, was sicherlich mit entsprechendem Geschrei einher gehen wird, also auch mit einer entsprechenden Aerosolverteilung als Folge. Wenn man eh schon Abstand halten kann und nicht mehr fangen spielt, braucht es eher keine Masken mehr….

        Insofern ist dein „Es ist ein lächerliches Theater mit den Masken.“ die falsche Schlussfolgerung auf „Bis mindestens zur 4. Klasse, also Grundschule, spielen sie fangen und haben jede Menge Körperkontakt. Ist unmöglich zu verbieten (…)“, denn gerade in solchen Momenten machen Masken eben Sinn (wo das mit dem Abstand halten und wenig Körperkontakt halt, aus welchen Gründen auch immer, nicht (so gut oder gar nicht) funktioniert).

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        1. Wenn ich mit jemandem kuschel und engen Körperkontakt habe, halte ich die Wirkung einer gleichzeitig getragenen Webstoff- oder Papiermaske für ziemlich befremdlich. Aber okay….. alles ziemlich weird in dieser Maßnahmenzeit. Man macht es ja mit. Obwohl einem der Irrsinn bewusst ist. Man ist halt leider kein Held.

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        2. Sie sollen ja auch nicht zu Hause bei Ihrem Partner oder Ihren eigenen Kindern Maske tragen. Ist es wirklich so unglaublich schwer zu verstehen? Manchmal hat man den Eindruck, die Leute stellen sich mit Absicht doofer als sie sind.

          Es geht doch ganz einfach nur darum, es dem Virus so schwer wie möglich zu machen, von Person A zu Person B zu gelangen. Auch wenn man keine 100% Garantie hat, hilft es doch trotzdem, wenn so wenig Gefahr eine Ansteckung besteht wie irgendwie machbar. Die Kinder stören sich an den Masken nicht, es ist nicht gefährlich, es ist nicht grausam, es ist maximal lästig. Aber es ist ein wichtiger Baustein dort, wo viele Menschen zusammen kommen.

          Man muss kein Held sein, um das zu verstehen.

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  2. Hmm…da wird eine Erhebung über das Maskentragen durchgeführt und die Ergebnisse eher abgetan, weil es in der einen Kinderarztpraxis und bei der einen Schulweghelferin nur quietschfidele Kinder mit Maske gibt… Ja, da treffen halt die Anschauungen wieder aufeinander und die eine Seite kann die Ansicht der anderen Seite nicht so recht teilen.

    Klar, wird die Befragung gerade in „Masken-kritischen“ Kreisen geteilt worden sein, getreu dem Motto Hauptsache „Stunkmachen“ und „Dagegensein“. Man weiß es aber auch nicht wirklich sicher, oder? Ich erlebe im Alltag genug Wortführer beider Seiten, die nicht müde werden, sich wortgewaltig und aktiv immer und immer wieder zu Wort zu melden. Anzunehmen, es hätten überwiegend Maskenmuffel mitgemacht als andersrum, ist mir ein wenig zu einfach.

    Und ja, ob die Unkonzentriertheit wirklich immer am Tragen einer Maske liegt, oder weil man vielleicht im Elternhaus „schlechte Stimmung“ (und Schlimmeres) erlebt, weil die Eltern coronabedingt arbeitslos oder in Kurzarbeit sind oder es gerade sowieso nicht rundläuft, wenn man in eher „abgehängteren“ Familien noch mehr aufeinander sitzt als es den Kindern guttäte? Vielleicht ist es auch einfach auch mal ein guter Sündenbock, wenn man sowieso nicht gerade der aufmerksamste Schüler ist? Wird alles zusammenkommen. Abtun würde ich die Ergebnisse der Erhebung deswegen aber nicht!

    Und wie es auch schon mal an anderer Stelle hier im Blog gesagt worden ist: Wenn Eltern in der aktuellen Situation zum Kinderarzt gehen, wird es seitens der Eltern vermutlich eher vermieden werden, sich über die aktuelle Situation zu beklagen, als lieber die Heile Welt vorzugeben, damit man die Kinder nicht noch mehr runterzieht als sie es phasenweise eh schon sind. Da sind vielleicht Probleme durchs lange Tragen einer Maske vermutlich eher noch die geringeren Dinge des Alltags.

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    1. Es geht einzig und alleine darum, dass die Autoren der Studie nicht neutral gewesen sind, die Durchführung nicht neutral gewesen ist und somit die Ergebnisse das Papier nicht wert sind, auf dem sie gedruckt sind.

      Ich kann nicht auf der einen Seite offen gegen das Tragen von Masken agieren und dann eine Studie zu den negativen Auswirkungen der Maskenpflicht durchführen! Das dürfte niemals akzeptiert werden.

      Das ist ja so, als ob die Tabakindustrie eine Studie zu den negativen Aspekten des Rauchens durchführt und dabei ausschließlich betont, wie entspannend die Zigarette zum Kaffee sein kann.

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      1. Also, dass die Autoren offen nicht neutral gewesen sein sollen, vermag ich aktuell nicht zu entdecken. Es wird ihnen aufgrund Mitgliedschaften und ihrem Werdegang unterstellt, sie seien wohl eher nicht neutral beim untersuchten Thema. Da wäre ich jetzt mal eher vorsichtig bei der Einschätzung, solange ich da nicht Belastbares habe.

        Wo ich Ihnen rechtgebe ist, dass die Studie nicht neutral ist, weil sie kein repräsentativer Querschnitt ist. Welche Gruppe jetzt darin die Oberhand gewonnen hat, interpretiert jeder für sich anders.

        Für mich zeigt es aber das Dilemma, was ich seit fast einem Jahr sehe: Es gibt wenig Gescheites an wissenschaftlichen Grundlagen. Jeder macht einfach irgendwas, von dem man sich einen Nutzen erhofft. Kann man medizinisch gut finden, kann man juristisch auch teilweise anders befinden und die ersten Gerichte schwenken langsam auch um, da sie die laissez faire-Haltung ala „lieber einfach mal alles zumachen, alles verschärfen, alles verbieten – es wird schon was nützen“ langsam auch hier und da (zu recht) kassieren.

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        1. Zitat:

          „Die AutorInnen des vorliegenden Artikels Silke Schwarz und David Martin sind selbst im „Arbeitskreis anthroposophischer Schul- und Kindergartenärzte“, der an anderer Stelle postuliert: „Entsprechend halten wir das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes bei Kindern bis zum Alter von 10 Jahren generell nicht für sinnvoll. Wo dies dennoch Vorschrift ist, lohnt es sich, diese mit Blick auf die dafür fehlende medizinische Evidenz für das Kindesalter im Dialog mit den zuständigen Kultusministerien infrage zu stellen.“ (2) Silke Schwarz gehört auch zu den UnterzeichnerInnen eines offenen Briefes im August 2020 an die NRW-Gesundheitsministerin gegen die Maskenpflicht, in dem es heißt: „Gesunde Kinder könnten mit dem Durchleben dieser Erkrankung relevant zum Schutz ihrer Mitmenschen beitragen (…).“

          Ich finde das ziemlich öffentlich.

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  3. „Weitere Fragen zielten auf die Beurteilung der Maßnahmen: 11,7% fanden, die Maßnahmen sollten strenger sein, 41,7% waren für mildere Maßnahmen.“

    Schon daran erkennt man ziemlich deutlich, in welchen Teilen diese Umfrage geteilt und ausgefüllt wurde.
    Da braucht man sich nur mal zum Vergleich die REPRÄSENTATIVE Umfrage „ARD Deutschlandtrend anschauen – hier die von April 2021 – https://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-844651.html – wonach 24% der Maßnahmen als angemessen empfanden, 24% gingen sie zu weit – und die überwiegende Mehrheit von 48% gingen die Maßnahmen der Regierung zur Eindämmung der Corona-Pandemie nicht weit genug.
    Ein komplett umgekehrtes Bild…. Tja, warum wohl bloß. Wer bei Zuckerkügelchengebern und bei afd-Wählern so eine Frage stellt bzw. nicht verhindert, dass vornehmlich solche Personen einen Fragebogen ausfüllen, nun, darf sich halt nicht wundern, wenn dann auch entsprechende Antworten bei heraus kommen, die mit der Meinung der großen Mehrheit der Bevölkerung und dem, was sie denkt, nicht wirklich viel Gemeinsamkeiten aufweisen.

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    1. Kann man natürlich so sehen, man könnte natürlich auch andersrum sagen: Es ist doch klar, dass sich Eltern, die negative Auswirkungen des Maskentragens bei ihren Kindern beobachten, sich eher mildere anstatt schärfere Maßnahmen wünschen. Das hat jetzt erstmal mit der Verallgemeinerung, dass alle, die die Maßnahmen lieber milder oder eher gar nicht hätten, AfD-Wähler oder Hokuspok…äh…Homöopathie-Liebhaber sein müssen, nichts zu tun! Aber DAS ist auch so eine Seite der Pandemie, die ich nicht lieben gelernt habe: Die „Wer nicht uneingeschränkt für noch mehr Maßnahmen ist, ist zwangsläufig Nazi/Aluhutträger/etc.“-Haltung. Es ist schade, dass man seit 2020 die Welt nur noch in Schwarz und Weiß einteilen mag und sich das Differenzieren und das empathische Einfühlen in andere lieber gleich komplett spart; müssen ja schließlich alle dumm sein, die eine andere Meinung als ich haben – lohnt daher gar nicht, ne?

      Auch hier warne ich gerne: Gab’s alles so schon mal. Ging deutlich schlechter als die aktuelle Situation aus. Hat auch nichts mit Übertreiben und Schwarzmalen zu tun.

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      1. Du vergleichst jetzt nicht ernsthaft das Maskentragen, das schwarz-weiss-Sehen und das sterben wegen einer Pandemie und ähnliche Dinge mit der Shoa?! Dein letzter Absatz geht mal gar nicht klar!
        Schon wegen des letzten Absatzes gehe ich auch gar nicht mehr detaillierter auf deine Aussagen ein…

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  4. …..oder Brille oder Rollstuhl……Oder sind wir da schon wieder beim Thema Kinder Mit Erkrankungen oder Behinderungen, die fast selbstverständlich alles mitmachen, aber ein Thema von dem sich diecMenschen trotz Inklusion abwenden?

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  5. Ich bin aus diesem Thema (noch) weitgehend raus, da meine Kids noch in der Kita sind. Im Freundeskreis fällt aber auf, dass eigentlich ausschließlich die Kinder Probleme haben, die zu Hause auch entsprechend von den Eltern aufgeheizt werden. Ich finde die Vorstellung, dass mein Kind dann ab September mit Maske in die Schule muss, auch nicht toll, aber ändern kann ich es auch nicht und daher würde ich auch versuchen, dass Kind auch einigermaßen positiv an das Ding hinzuzuführen.

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    1. Das Anstacheln der Kinder habe ich selbst schon erlebt. Beim Warten auf den Schnelltest kam mir eine Mutti mit ihren Kindern entgegen nach Erhalt des Ergebnisses, mit dem Kommentar zu ihren Kindern: „Das alles machen die nur um euch zu foltern.“

      Was soll sowas Bitteschön. Ich kann ja verstehen, dass die ganze Situation sehr belastend ist. Aber muss man es den Kindern dann noch schwerer machen indem man seinen Frust an Ihnen auslässt?! Das geht für mich eher in Richtung psychische Gewalt.

      Die Kinder sind leider die am wenigsten beachtete Gruppe in dieser Gesellschaft und häufig auch in den Familien selbst. Sie MÜSSEN immer alles mittragen. Keiner bezieht sie in Entscheidungen ein oder versucht ihre Interessen mit in den großen Entscheidungstopf zu werfen. (Ok, ich geb zu, das war generalisiert, aber das Gesamtbild wirkt leider so)

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  6. Mein Kleiner (4) wollte irgendwann mal Maske tragen obwohl ich das gar nicht angedacht habe. Er hat halt gesehen das alle Erwachsenen und auch viele Kinder Masken tragen (inzwischen ja auch auf dem Spielplatz) und sich gewundert warum er denn keine hat. Da habe ich ihm halt welche gekauft.

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  7. Nebenwirkungen?
    Hier ganz klar: Ganzen Winter über gesund geblieben.
    Von Covid 19 mal angesehen, die üblichen 20 Fälle von Schnief und Hust blieben und erspart.

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  8. Mal ganz unabhängig von der Studie:
    Ich begleite und unterrichte meine Klasse jetzt ein Jahr
    unter Pandemiebedingungen. In der Zeit sind aus Erstklässlern Zweitklässler geworden.
    Zwei lange Lockdowns mit vollständiger Schulschließung
    haben wir gemeinsam gemeistert.
    Die einheitliche Meinung der Kinder:
    Lieber Maske in der Schule, als ständig Zuhause.
    Die Kids toben auch mit Maske, dabei scheint sie wenig zu stören.
    Und natürlich gibt es Momente, in denen ein Kind mal ohne Maske durchatmen möchte. Lässt sich nach Absprache umsetzen und hilft meist sofort. Und wenn die Bänder hinter den Ohren schmerzen, gibt es eine andere Maske, die hoffentlich nicht kneift und tröstende Worte.
    Ich persönlich finde es beeindruckend, wie gut die Kinder das Tragen der Maske im Alltag leben.
    Vielleicht sollte man mal ein großes Lob an alle Kinder
    aussprechen, wie toll sie all das mitmachen!!!!
    Zumindest für meine Klasse und die meiner Kinder gilt das. Und ganz sicher für viele, viele kleine Leute mehr da draußen!
    Lob hilft Ihnen sicher mehr, als die oben benannte Studie
    Zumal in meinen Augen die Kontaktbeschränkungen privat und in Schule viel gravierender auf Kinder wirken.
    Das ist aber ein anderer Themenbereich der Pandemie.

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    1. Ich finde vor allem bezeichnend, wie selbstverständlich Kinder die Maske in der Schule tragen (hier in Bayern bereits seit November) während es den erwachsenen Arbeitnehmern noch immer offenbar nicht zumutbar ist, genau das gleiche zu machen sofern man mit mehreren Kollegen im gleichen Raum ist.

      Würde man nur die hälfte der Maßnahmen, die bei Schulen und Kindertagesstätten ergriffen wurden, auch in Betrieben so durchführen, könnte man die Pandemie deutlich besser eindämmen.

      Warum kann man pauschal ganze Klassen für 14 Tage in Quarantäne schicken (seit der britischen Mutante auch noch die Familie direkt dazu), aber im Betrieb vertraut man darauf, dass schon alle Kontaktpersonen genannt werden? Warum ist es möglich, Kinder verpflichtend vor der Schule zu testen (was ich sehr gut finde) bei Arbeitnehmern ist es aber freiwillig?

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      1. Warum ist es möglich, Kinder verpflichtend vor der Schule zu testen (was ich sehr gut finde) bei Arbeitnehmern ist es aber freiwillig?<<

        Weil trotz allem Gedöns manche Bereiche der Wirtschaft halt doch wichtig sind (bzw sich für wichtig halten) und nicht riskiert werden darf, dass auf einmal einige Mitarbeiter zwei Wochen lang „wegfallen“ ?
        Bei Kindern ist es ja „nur“ die Schule (Achtung Sarkasmus)

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