umfrage

da bei uns im januar im rahmen des qualitätsmanagement die alljährliche also realistisch alle drei jahre erfolgende patientenbefragung stattfindet, juckt es mich in den blogfingern, hier nachzufragen, was einen guten kinder- und jugendarzt ausmacht. was sind absolute no-goes, was absolute have-toes – für die abneiger des denglischen: geht-gar-nicht und unbedingt-sein. bitte in den überlegungen auch neben dem doc auch die helferinnen berücksichtigen, die praxis, die termine, die wartezeiten, usw. oder spielt das keine rolle?

vorschlag: man nenne die drei wichtigsten geht-gar-nicht und die drei wichtigsten muss-unbedingt-sein. vielen dank, ich bin gespannt.

 

91 Antworten auf „umfrage“

  1. Huhu

    Must Haves:

    Verständnis:
    Beispiel: Mutter hat 2 Kids eins liegt im KKH eins hats mit dem Magen. Ab zum Doc vorm KKH. Sofort dran gekommen!! Genehmigung fürs KKH erhalten und Medikamente. *super*
    Reaktion:
    Blutverschmierte verstörte Mutter kommt mit heulendem Kleinkind aufm Arm rein. Helferin schnappt das Kind bringt Mutter Stuhl und Wasser und fragt was los ist. Die Ärztin kam dann zu uns *hust* und das auch sofort. Zunge fast durchbeißen ist nicht schön….
    Kompromisbereitschaft: Ärztin mag kein Hustenstiller, Muttern will ruhige Nächte man sucht nach einer Medizin die beiden passt. Passt auch auf andere Beispiele.

    No Go´s:
    Verständnis: Erstlingsmutter mit rollenden Augen begrüßen, so a la was will die schon wieder hier….
    Wartezeiten: von 2-3 Stunden für einen Säugling wegen einer Impfung als Dankeschön gibts dann noch gratis Magen Darm Seuche….
    Das wird schon nochhhh… die müssen mit 2 Jahre noch nicht Mama sagen nööööö das passt schon *grmpf*

    Leider hört meine liebe Kinderärztin ab dem neuen Jahr auf. Meine Tochter meint gerade das noch ordentlich zu nutzen.. Ich werde diese liebe, schrullige aber absolut kompetente Frau vermissen….

    Gruß Sumsi

  2. Habe keine Kinder und kann das nicht beurteilen. Dafür habe ich aber eine Anmerkung: Wenn schon Denglisch, dann richtig 😉

    Bei „no-goes“ und „have-toes“ stellt sich die Frage, was das e in beiden Wörtern soll. Das erste soll offensichtlich die Mehrzahl von „no-go“ sein, das zweite die Mehrzahl von „have to“. Bei „go“ kommt das e zwar in der dritten Person Singular zum -s hinzu, weswegen die Schreibweise vertraut aussieht; bei einem Plural-s dürfte sie nichtsdestotrotz falsch sein. Bei „to“ ist das e dagegen vollkommen fehl am Platz und ändert zudem die Bedeutung: „toe“ ist die Zehe.

    Weil es mir grade so auffiel… 😛

  3. Also mein Kinderarzt damals konnte nicht spritzen (er hat mir mal eine FSME verpasst obwohl ich eine MMR Impfung bekommen sollte , weil mein Vorpatient die bekommen hatte, die MMR wurde dann meine erste Impfung in den Arm und ich wäre fast an die Decke gegangen)
    Er hat keine Termine ausgegeben ( Behandlung nach Krankheitsnotwendigkeit und sonst wer zu erst da ist kommt auch zu erst drann, Camping im Wartezimmer)
    Das Wartezimmer war klein , relativ dunkel und immer voll

    Er war trotzdem der beliebteste Kinderarzt der Stadt und vor mir schon der Kinderarzt meiner Mutter (Jahrgang 1951) . Man konnte ihn mitten in der Nacht anrufen und er kam . Das 50er Feeling im Wartezimmer hat er durch Einsatz wett gemacht . Er hat durchaus sich in Sachen eingemischt die ihn so eigentlich nichts angingen (wie der Rat an meine Mutter uns Kinder zu nehmen und meinen Stiefvater zu verlassen , da manche Männer nur mit dem Körper lieben könnten)
    Für mich persönlich am Besten war wohl das Vanilleeis Rezept als ich Windpocken hatte . Jeden Tag Eis bis ich wieder gesund war

  4. HAVE TO:
    auch kurzfristige Termine ohne lange Wartezeit
    Freitag nachmittag Sprechstunde
    die Fähigkeit, zuzuhören

    NO GO:
    alle Krankheiten in einem Wartezimmer vereint
    Baby schonmal ausziehen lassen, bevor Arzt in den Raum kommt, und dann kommt ewig keiner
    unklare Aussagen und vergessen, wichtige Dinge anzusprechen (z.B. Dauer Kindergartenabstinenz, Ansteckungsgefahr, genaue Medikamentengabe bei Mitteln, bei denen im Beipackzettel steht „nach Absprache mit dem Arzt Menge xy geben“…)

  5. Viele must-haves und no.-goes sind schon genannt, das meiste hab ich GsD bei unsren KiDocs (ist ne Gemeinschaftspraxis) so angetroffen.

    Was mir persönlich noch am Herzen liegt:
    Kinder (egal oder Säugling oder älter) , die nur zu eine U-Untersuchung kommen oder Impfung, sollten nicht mit ansteckenden Kindern mit zum Beispiel MDV in ein Wartezimmer gesteckt werden. Nicht selten nimmt ein gesundes Kind einen Virus aus der Praxis mit nach Hause.

  6. Was gar nicht geht ist, wenn der Kinderarzt Homöopathika anbietet. Placebos kann ich mir auch selbst kaufen, dafür brauch ich keinen Arzt.

  7. Ich schließe mich vollumfänglich Melody an. Vor allem, was die Wartezeiten in der Praxis und das Pressen in Entwicklungsschemata angeht.

    Anfangs hatte ich einen Kinderarzt, dem ich meine Kinder nach zwei fragwürdigen Untersuchungen dann grundsätzlich immer erst ganz am Ende des für die U in Frage kommenden Zeitraums „vorgeführt“ habe, damit sie auch ja alles konnten, was sie können mußten. Sonst hagelte es nämlich gleich Diagnosen wie „entwicklungsverzögert“ etc. – für Dinge, die die Kinder zwei Monate später dann konnten.

    Und selbst dann mußte ich immer bangen, ob die Lütten bei der U auch auf der Stelle das Verlangte vollbringen würden, denn wenn nicht, wurde ihnen das gerne ebenfalls schnell als Unfähigkeit ausgelegt. Wenn man dann als Mutter einwarf. „Zu Hause kann sie/er das aber locker“, glaubte der gute Mann einem das ja natürlich nicht. Und mal 5 Minuten warten, bis das Kind etwas auftaut, war selbstredend nicht drin. Das Krabbeln meines Sohnes hatte ich tatsächlich extra mal zu Hause mit dem Fotoapparat als Video aufgenommen und in die Praxis mitgenommen, weil mir schon klar war, daß das „live“ nix werden würde und ich vermutlich sonst mit meinem Kind zur Krankengymnastik hätte latschen dürfen. Wegen nix.

    Inzwischen habe ich eine Kinderärztin, die Kinder wohl generell wesentlich besser einschätzen kann und z.B. auch eine anfängliche Schüchternheit nicht gleich als Unfähigkeit einstuft. Und die auch meinen Aussagen als Mutter Glauben schenkt.

  8. Da hier alles schon mehr als doppelt und dreifach genannt worden ist – lesen die Kommentatoren denn nicht das, was vorher schon steht?? – nur noch ein Punkt:
    Grenzen des eigenen Faches kennen und ggf. an einen Facharzt überweisen… Mir als dreifacher Mutter ist es ein Rätsel, warum viele Kinderärzte HNO-Probleme banalisieren und nicht adäquat aufklären, was „nur ein Erguss hinter’m Trommelfell“ denn bedeutet. Beim ersten Kind war mir nämlich noch nicht bewusst, was für vielfältige Konsequenzen damit verbunden sind, wenn ein Kind über Wochen mit einem beeinträchtigten Hörvermögen herumläuft… Unser damaliger Kinderarzt hat uns immer wieder beruhigt und betont, was für ein Glück wir haben, dass es (noch) keine Otitis ist, sondern eben „nur“ ein Paukenerguss… Inzwischen gehe ich mit HNO-Infekten gleich zum Facharzt und fühle mich dort wesentlich besser aufgehoben als beim Kinderarzt…

  9. soll haben:

    gutes Terminmanagement, dazu gehört im Idealfall neben freundlichen Praxishelfern auch ein Anruf, wenn sich Termine verschieben, und die Möglichkeit langfristige Termine per Mail abzusprechen

    Erklärungen für Kinder und Eltern, vielleicht auch kurze schriftliche Infos zu gängige Krankheiten (aufgeregte Eltern sind vergesslich)

    starke Nerven und fachliche Kompetenz

    darf nicht sein:

    überschätzen der eigenen Kompetenz, im Zweifelsfall Kinder an einen Spezialisten überweisen oder eine zweite Meinung einholen

    unfreundliches Team, überforderte, unsichere Eltern sind bestimmt anstrengend, dass Team sollte jedoch solange es irgendwie geht gelassen und freundlich reagieren

    Fliessbandabfertigungen, es darf ruhig schnell gehen, aber jeder Einzelne soll sich nicht austauschbar fühlen

  10. Haben einen super Kinderarzt, alle „must haves“ hier sind für mich also eigentlich „ganz normal“ und kenn es nicht anders.

    Was ich mir wünschen würde:
    Wenn sich die Kinderärzte 10 Minuten Zeit nehmen, und -vor allem den Müttern, die ja meistens der naivere Elternpart sind- mal erklären wie Homöopathie und anderer Hokuspokus funktioniert. Die sind nach meinen Erfahrungen alle schon angeimpft mit den wildesten Zaubereien, und wurden darüber noch nie aus der wissenschaftlichen Sichtweise unterrichtet.
    Ich befürchte zwar das viele das auch nicht hören wollen, aber zumindest diejenigen, die offen für Informationen sind, kann man so vielleicht noch etwas weiter bringen.

    1. Hallo!

      Also da muss ich als Frau, Mutter und Wissenschaftlerin mal eine Lanze für meine Geschlechtsgenossinnen brechen! Ich weiss nicht, ob es empirische Daten über die Geschlechtszugehörigkeit von Menschen gibt, die an alternative Heilmethoden „glauben“ … (Falls doch, wäre ich an näheren Angaben zu einer solchen Studie sehr interessiert!) Frauen als „naiveren Elternpart“ zu bezeichnen, finde ich (trotz der Einschränkung „meistens“) äusserst fragwürdig.

  11. In ermangelung eigener Kinder (bisher) ist mein letzter Kinderarztbesuch schon ein paar Jahre her. Aber aus Kinderperspektive kann ich nur sagen unsere Kinderärztin war toll.
    Ich hatte nie das Gefühl zu lange warten zu müssen, es gab kindgerechte Wartezimmer (bunt, Bücher und etwas Holzspielzeug, kindergroße Sitzgelegenheiten und Maltische), alle waren immer nett (und wahrscheinlich auch unglaublich geduldig), die Räume waren nicht zu kalt (ich war nämlich eine kleine Frostbeule) und ich wurde miteinbezogen. Hinterher gab es für gewöhnlich einen roten Kirschlutscher am grünen Stil.
    Und ich weiss zufällig noch, dass sie auch Empfehlungen für gut mit Kindern arbeitende Logopäden und Krankengymnasten gegeben hat.

  12. Achje, lieber Kinderdok, schon soviele Antworten! Und auch ich reihe mich ein.

    No Go:
    – Wie bei den meisten, Unfreundlichkeit von Arzt und Helferinnen.

    – Arroganz. Finde ich ganz schlimm. Besonders wenn sie nur dazu da ist Unfähigkeit zu überdecken. (Wie kreativeunikate schrieb: „Das lassen sie mal meine Sorge sein.“ – Ne, is nicht! Wenn ich so eine Antwort auf eine Frage bezüglich Nebenwirkungen bekomme werd ich sauer.)

    – Chaotisches Praxismanagement mit ewigen Wartezeiten.
    Ja, ich weiß das es schwer ist. Aber mit Termin fast 2 Stunden warten zu müssen ist einfach zu lange! (Andererseits lag es daran das die meisten im Ort eben lieber zu ihm gingen als zu den anderen Ärzten, weil der Arzt echt gut war)

    Have to:
    – 2 Wartezimmer, wenn möglich mehr. Ja ich weiß, bei den Mieten kaum zu bezahlen, aber um soviel besser für Kinder UND Eltern! Denn ein Säugling mit Erkältung der sich im vollen Wartezimmer gleich noch nen Durchfall Virus einfängt ist sehr schnell ein Fall für den Notdienst!

    – Teamarbeit mit den Eltern! Ich kenne mein Kind am besten und ja, ich gehöre zu denen die nichts beschönigen. (Ich bin es so leid das tausend Theorien aufgestellt werden von jemand der mein Kind 3mal gesehen hat…)

    – Aufklären, Erklären! Ich möchte wissen was mein Kind hat und was ich tun kann. Nicht nur bei einer Erkältung, auch was die Entwicklung angeht. (Mein Bobele sprach nicht bis er 2 war. Die Omas in heller Panik, aber Kinderarzt und ich waren uns einig: Der hat einfach keinen Bock! Ich war so erleichtert das er mir zugestimmt hat, nachdem er eine kleine Hörprüfung gemacht hat, bzw mich hat machen lassen.)

  13. das Wichtigste:
    1. das Kind zuerst begrüßen
    2. (sofern möglich) das Kind zuerst fragen
    3. ehrlich sein, nicht verniedlichen (das tut nicht weh…)

    geht gar nicht:
    1. im Beisein des Kindes in der dritten Person über es reden
    2. etwas (am Kind, mit dem Kind) machen, ohne vorherige Ankündigung
    3. „das lassen Sie mal meine Sorge sein“

  14. + (haben wir, nachdem der Kinderdoc von der Kinderklinik die Praxis eines Kollegen übernommen hat):

    – ruhige Ausstrahlung und entsprechender Umgang mit den Kindern / Eltern
    – keine Hektik im Wartezimmerbereich/Anmeldung/Telefon
    – das Gefühl, verstanden / beruhigt zu werden

    Indiskretion in der Praxis (hatten wir bei einem anderen Arzt. Telefongespräch wurde auf „laut“ gestellt während Kind und ich im Sprechzimmer waren)

    Warteschleife am Telefon (war bei obigen Arzt so)

    Das Gefühl der Massenabfertigung

    Bin total zufrieden mit unserem Kinderarzt und seinen Damen. Habe auch eine kleine „Anerkennung“ in die Kaffeekasse getan. Jetzt auf Weihnachten etwas höher, sonst im Laufe des Jahres ab und an mal was kleineres.

  15. No go’s
    1. eine herablassende Art Eltern und ihren Problemen gegenüber (auch wenn sie manchmal nerven)
    2. lange Wartezeiten
    3. „Abfertigung“ der Kinder

    Must-haves
    1. freundlichkeit
    2. verständnis
    3. erreichbarkeit

    Toll finde ich Kleinigkeiten wie zB Salzstangen statt Lollis/Gummibären und eine schöne kleine Auswahl an Spielsachen statt einen Haufen Müll, in dem die Kids am Rad drehen… aber SchnickSchnack wie gesagt

  16. Ich hatte vorgestern meinen ersten Besuch – als Papa – beim Kinderarzt. Als erstes fiel mir positiv auf, dass direkt neben dem Praxiseingang ein Parkplatz war und der Zugang komplett barrierefrei (zwei Pluspunkte). Die Assistentin hat nicht ein bisschen darüber gegrummelt, dass ich erst zwei Stunden vorher angerufen hatte und jetzt mit den Worten „Ich habe seit 15 Minuten einen Termin“ meine Verspätung überspielen wollte. Vor dem Anlegen unserer Patientenakte hat sie andere Eltern in den Warteraum geschickt (Datenschutz, Extrapunkt). Wir konnten abseits der wirklich kranken Kinder warten (Pluspunkt) und sind schnell drangekommen. Der KA hat sich höflich bei uns vorgestellt (Pluspunkt) und sich Zeit für den neuen Patienten genommen. Ist ein Arzt nicht kompetent, wenn er nicht alles weiß? Ich finde nicht. Als der KA irgendwann sagte, er sei sich nicht sicher, was das da auf dem Ultraschall wäre und wir das beim HNO oder in der Uni-Klinik überprüfen lassen sollten, fühlte ich mich zwar nicht besser, wusste aber: Der Mann erzählt mir im Zweifelsfall keinen sch***. Ich werte dies als Plus.
    Etwas merkwürdig fand ich aber die Poster an der Wand. Dort wurden an Schwarzweißfotos von Babys die klassischen Untersuchungen der Reflexe demonstriert. Copyright 1976. Die restliche Ausstattung machte auch keinen taufrischen Eindruck. Wenn man sich über die Qualität der KA-Praxis nicht ganz sicher ist, dann gerät man hier vielleicht ins Grübeln.

    1. das sind die vojta-lagereaktionen. sind nun mal erstpubliziert (und bestdokumentiert) von vojta in den sechzigern. da ist 1976 doch schon aktuell. und die „lagen“ sind so klassisch, die werden nicht besser, nur weil 2010 drunter steht und die fotos in farbe 🙂
      aber ich verstehe schon, was du meinst.

        1. Mag sein, dass die nur Deko sind. Ich find das Poster (und noch zwei andere) sehr interessant. Sie wirkten auf mich nur halt etwas veraltet, was die Gestaltung betrifft. Und hey, das war der einzige Kritikpunkt bei einem ansonsten tollen KA. Aber das Auge isst ja bekanntlich mit.

  17. Meine KiÄ ist fantastisch… sie redet deutsch und Klartext und wenn ihr was nicht in den Kram passt auch noch deutlicher… einige können damit nicht.. ich kann damit sehr gut.
    Sie schickt Kinder weiter, wenn sie nicht mehr weiterweiss.. und hier kommt mein noch zu ergänzender Punkt.. sie gibt Empfehlungen. Klar ich weiß, sie sollte und dürfte das wohl nicht, aber in ner Stadt eine passende ergotherapeutin zu finden oder ne gute Logopädin, die sich speziell auf Kleinkinder/Frühchen eingestellt haben, ist nicht leicht… es sei denn man telefoniert das Telefonbuch rauf und runter
    oder es gibt hier mehrere Kinderkardiologen.. einfach nur der Hinweis, dass der eine auch Neonatologe ist und ihr Vertretungsarzt, war viel wert…

  18. Was war mir wichtig bei meinem Kinderarzt, gute Frage…
    Mir als 6fache Mutter waren vielleicht andere Dinge wichtiger als für Mütter von einem Kind.
    Parkplätze vor der Tür, absolut wichtig, da ich never mit Bus und Bahn zu einem Arztbesuch fahren wollte.
    Ausreichend Wartezimmer, getrennt nach Alter der Kids.
    Die Ansage, dass ich noch eine Runde auf den Spielplatz könne, weils länger dauert.
    Fotos der eigenen Kinder des Docs 😉 , damit sind wir sowas wie Verbündete, was die Marotten der Kids betrifft und er kennt den Umgang mit Kids nicht nur aus Büchern.
    Sauberkeit oder Hygiene spielt bei mir nicht sooo eine große Rolle; wenn es was zu nähen gab oder offene Wunden bestanden, bin ich in die Klinik gefahren. Wenn ich ehrlich bin, habe ich bei Notfällen eher den Weg in die Klinik gewählt, als zum Kinderarzt zu fahren. Eigentlich bin ich auch wegen Ohrenschmerzen oder Erkältungen auf die andere Straßenseite gedüst, weil dort der Dorfdoc seine Praxis hatte; ein Allgemeiner.
    Vorsorgeuntersuchungen, gar keine Frage, immer der Kinderdoc, alles andere Krankenhaus oder Allgemeiner.
    Und total wichtig, ungesund hin oder her: Lutscher oder Gummibärchen.

    Mein damaliger Kinderarzt war 4-facher Vater und einfach klasse im Umgang mit meinen Kids. Spritzen? Klar, sind immer Mist. Ich musste mich hinstellen, das jeweilige Kind hat sich dann an meinen Hals gehängt und er jagde das Ding rein; absolut relaxt das Ganze.
    Arzthelferinnen sind für mich jetzt zwingend nicht sooooo wichtig, was den Umgang mit meinen Kids betrifft; sie tun ihren Job, haben Chaos ohne Ende, müssen nicht zwingend auf die Kinder eingehen, es sei denn sie arbeiten Hand in Hand mit dem Doc. Sie dürfen wenig Zeit haben, ich erwarte aber, dass immer jemand an der Rezeption sitzt und Anrufe entgegen nimmt.

  19. Was ich an unserer Kinderärztin gut finde: Es gibt eine Telefonsprechstunde (30 min.), man wird nach vorheriger FRagestellung zurückgerufen und kann nicht ganz so akute/wichtige Dinge (bei uns gings z.B. um Warzen) mit der Ärztin besprechen, auch evtl. eine mögliche Weiterbehandlung/Überweisung etc.
    Somit muß ich nicht jedes Mal mit Kind in der Praxis antraben oder mit der Ärztin zwischen Tür und Angel sprechen (mag ich gar nicht).

    Gruß Caro

  20. 1. unabdingbar:
    a. Feingefühl
    b. wissen, das Kinder nicht immer so wollen wie sie könnten (mein Sohn kann nämlich durchaus auf einem Bein hüpfen. Weiter als ich. Nach einer Nacht in der er nur 4 Std. schlief und den Rest der momentan allnächtlichen Albträume wegen wach war mag er das wohl aber einfach nicht tun 😉 )
    c. jedes Kind für sich nehmen (ist es wirklich so tragisch das mein Sohn, obwohl ich viel mit den Kindern (und alleine) male nicht gerne malt und sich darum gar nicht erst Mühe gibt Vierecke und Kreise zu malen (nach oben beschriebener Nacht), dafür alle Ziffern schreibt, sich das Rechnen mit Zahlen bis 10 und das Zählen bis 30 selber beigebracht hat? Ja, ich werde ihn weiter ermuntern mit uns zu malen. Aber mehr? Der Arzt hat sich allerdings nicht dafür interessiert was mein Sohn kann, sondern was er nicht kann. Und ich muss in einem Jahr zu einer Zwischenuntersuchung antraben…)

    2. geht für mich gar nicht:
    a.mich wegen meines Alters nicht ernst nehmen (ja, ich war erst 22 als ich mein erstes Kind bekam und somit ungefähr so alt wie die Kinder des ersten Arztes) oder ständig belehren zu wollen. Ich lerne gerne dazu. Aber der Ton macht die Musik.
    b. Arzthelferinnen die einfach nicht verstehen das ich im Winter Termine zu gewissen Zeiten nicht wahrnehmen will. Ich kann nicht Autofahren und der Bus fährt nur einmal in der Std. Ich will mit den gesunden Kindern nicht noch länger als nötig warten. Ich komme aber gerne auch ganz früh oder halt später wenn ein entsprechender Termin frei ist 😉
    c.den Kindern nicht erklären was passiert.

    Den besten Kinderarzt hatte ich am alten Wohnort. Die ganze Infrastruktur war dort einfach nur toll. 4 Ärzte in einer Gemeinschaftspraxis, einer hatte immer Notfalldienst. Samstags war morgen jemand in der Villa. Als mein Grosser 3 Monate alt war und den RS-Virus erwischte war das alles unschlagbar.

    Ach ja, das mit den blauen Flecken kenne ich auch.

    Und zu 1.c.: für mich wäre es interessanter gewesen über die Möglichkeiten zu sprechen wie ich meinen Sohn unterstützen kann. Mit „sie müssen jeden Tag mit ihm hinsitzen und ihn Formen zeichnen lassen. Und sie müssen ihm zeigen wie man den Stift richtig hält“ und der Anwort „aber er muss DAS jetzt können, der Rest interessiert mich noch nicht“ auf meinen Hinweis er soll ihn doch mal kurz eine Ziffer schreiben lassen hat der Arzt bei mir verloren. Ich fühle mich nicht ernst genommen und abgekanzelt. Aber das war wohl wieder der Zeitplan. Weil mir mal zuhören, auch meine Sorge weil mein Herr Sohn vieles nicht versucht weil er das Gefül hat er könne das sowieso nicht und erst viel Ermutigung (und kein Druck 😉 ) braucht, ernst zu nehmen und mich da vielleicht zu beraten hätte wieder einiges an Zeit in Anspruch genommen.

    Nein, ich bin nicht zufrieden mit unserem Kinderartz. Aber ohne Auto sind alle anderen im Notfall zu weit weg…

    So, Roman fertig 😉

  21. Must-have
    -spezielle Termine für Vorsorgeuntersuchungen für Säuglinge und Kleinkinder, damit sie nicht in Kontakt mit kranken Kindern kommen (bei einer Kinderärztin hatte ich nach jeder U ein krankes Kind)
    -freundliche Sprechstundenhilfe und zügige Abfertigung, meinetwegen wie am Fließband, ich habe keine Zeit stundenlang im Warte- oder Untersuchungszimmer mit einem kranken Kind zu bringen
    -großzügige oder mehrere Wartezimmer, ich stehe nicht auf Gruppenkuscheln

    No-go
    -Wickeltisch im Wartezimmer – ich will nicht mein Kind in der Öffentlichkeit wickeln
    -kranke Kinder neben gesunden, bei Spezialterminen für Vorsorgeuntersuchungen für Säuglinge kann das rotzende Schulkind auch später vorbeikommen
    -trotz Termin 2 Stunden warten

  22. Einen Kinderarzt, der nicht versucht, Englisch zu sprechen, wenn dabei Dünnpfiff wie „have-toes“ rauskommt: Habe-Zehen. Aua.

  23. Hallo,

    ich hatte mal eine dramatische Situation mit Sohn groß und sass nach Anruf in der Praxis heulend vor unserem Kinderarzt.

    Er kochte mir erstmal eigenhändig einen Espresso, tätschelte meine Schulter und ist das Problem angegangen.

    Er ist in Gold nicht aufzuwiegen. Wenn ich warten kann, warte ich gern, wenn es nicht möglich ist, schleusen sie einen schnell durch. Das weiß ich zu schätzen.

  24. Must have:
    – getrennte Säuglings- und Kinderwartezimmer
    – Mit dem Patienten und nicht nur den Eltern kommunizieren und das in der jeweils geeigneten Art
    – die eigene Kompetenz abschätzen können (das gilt sowohl für den Arzt als auch die Helferinnen (natürlich auch für die Eltern, aber die haben ja kein QM))

    no go:
    – unangemessene Wartezeiten (für ne Impfung will ich nicht 1Std warten)
    – Unfreundlichkeit oder knapp angebunden
    – Diagnose in den Raum werfen und direkt danach das Zimmer verlassen (so erlebt beim Vertretungsarzt)

  25. Ihre Idee mit der Umfrage könnte nach hinten losgehen, wer soll denn all die Antworten auswerten? Da wird wohl einiges an Kaffee nötig sein. 🙂

    Meine Dos and Donts

    DO:
    1) fachliche Kompetenz zeigen: Klar sind nicht alle Eltern Akademiker und manch einer mag das alles gar nicht so genau wissen, aber ich persönlich finde es wichtig zu sehen, welche Symptome der Arzt sieht und welchen Schluss er daraus zieht. Wenn Behandlungsalternativen bestehen möchte ich darüber aufgeklärt werden und wissen, warum der Arzt sich wofür entscheidet.
    Das alles kann mA nach in 2-3Sätzen gesagt werden und schafft (bei mir) großes Vertrauen.
    2) getrennte Wartezimmer für kranke und gesunde Kinder
    3) entspannte und freundliche Arzthelferinnen, die den Terminplan im Griff haben: Werde ich freundlich begrüßt oder wird mir sogar mitgeteilt, wie lange ich ungefähr warten muss (zB um noch schnell etwas zu erledigen), dann nehme ich gerne auch längere Wartezeiten in Kauf.

    DONT:
    1) Das Kind ist zwar der Gegenstand der Behandlung, wird aber sonst weder angesehen noch angesprochen. (kommt leider vor, verwirrt mich immer)
    2) Kuscheltiere uÄ im Wartezimmer: Da trenn‘ doch mal einer das Kleinkind von dem Teddy, den ein anderes Kind gerade sooo schön angeschnoddert hat *brrr* -> fällt wohl allgemeiner gefasst unter mangelnde Hygiene
    3) fehlendes Feingefühl: Mir passiert ist der Fall, dass ich mit Kleinkind beim Arzt war und dort erstmal vorwurfsvoll gefragt wurde, wo denn die blauen Flecken im Gesicht herkommen. Ich kam mir sofort als gewattätig abgestempelt vor und bin mir auch sicher, dass das nicht die geeignete Möglichkeit ist, Eltern von Kindesmisshandlungen abzubringen oder zu einem Geständnis zu bringen.
    [Als off topic: Das wäre übrigens ein sehr interessantes Thema für einen Eintrag. Wie gehen sie mit grün-blau gepunkteten Kindern um. Kann man da als Fachmann sicher unterscheiden, wer einfach noch nicht laufen kann oder kamikazemäßig unterwegs ist und wer wirklich Hilfe braucht?]

  26. Da fällt mir noch eine Geschichte zu einer No-Go-Kinderärztin ein:

    Mein Sohn (2) hatte sich den Ellenbogen ausgekugelt, hat furchtbare Schmerzen gehabt und geschrien. Ich habe sofort bei der Kinderärztin angerufen, die 2 Gehminuten von uns entfernt ihre Praxis hat (die normale KiÄ ist ein ganzes Stück entfernt) und „durfte“ schnell vorbeikommen. Ich wollte es meinem Kind nicht zumuten mit dem Auto 20 Minuten fahren zu müssen. Die Ersatz-KiÄ hat ihm in ca. 5 Sekunden den Ellenbogen wieder eingerenkt – und mir dann eine 10-Minütige Standpauke gehalten, dass es ja überhaupt nicht geht einfach so vorbeizukommen, da ich ja eine andere Kinderärztin habe und Ärztehopping (Ärztehopping! Entschuldigung, ich hatte einen Notfall??? EINMAL? Und ich werde sicherlich nicht mehr zu ihr kommen…) total scheiße sei. Das nächste mal lass ich meinen Sohn dann wohl lieber leiden und brüllen…

  27. Hallo,
    ich bin seit 8 Jahres mit den Kindern bei unserem Kinderarzt und habe durch ein paar Exkurse zu anderen KIÄ festgestellt, daß ich einiges ertrage wenn ich mich fachlich gut aufgehoben fühle.
    Das absolut wichtigste für mich: Kompetenz!
    Unser KiA. ist menschlich etwas daneben, sowohl gegenüber den Eltern als auch den Kindern. Aber es ist fachlich einfach top und sehr sehr sehr engagiert. Sein Terminmanagement ist genial (ich glaube ich habe noch noch nie länger als 5-10 min. gewartet! Kind bedauert das immer, da er so schöne Sachen im Wartezimmer hat und sie nie genug Zeit zum Spielen hat!) Seine soziale/menschl. Inkompetenz ärgert mich immer wieder, aber der Rest überzeugt einfach mehr.

  28. * auf die Kinder eingehen. Die Kinder sind die Patienten, also darf man auch mit ihnen sprechen und sie fragen (wenn sie alt genug sind). Bei uns werden immer zuerst die Kinder begrüsst und dann erst die Eltern. Unser Großer soll dann erzählen, warum er da ist und wenn er fertig ist, werde ich gefragt, ob dem noch was hinzuzufügen ist ;o)

    *1 separaten Warteraum für fiese Sachen (MD-Infekte, etc.)

    *kompetente, nette Helferinnen

    *den Mumm haben, Eltern auch mal ohne Rezept nach Hause zu schicken (unser alter KiA hat grundsätzlich irgendwas ausgestellt, auch wenn es nicht notwendig war)

    *Geduld!!!

    *KiÄ, die sich ab und an mal fortbilden, wären auch schön :o)

  29. Huhu! Bevor ich zur Polizei bin, war ich als zahnmed. Fachassistenz tätig.

    Must-have:
    Spiel-Ecke, für die Behandlung evtl so eine Art Video-Brille, einen Wickelplatz, Terminplanung mit ausreichend Zeit versehen, so dass keine Hektik bei dem Team entsteht und sich auf die Kinder überträgt, eine Belohnung für’s tapfer sein danach, auf die Kinder eingehen, evtl., wenn möglich, einen getrennten WZ.Bereich, und ein lieber Arzt! 🙂

    No-Go:
    Unfreundlichkeit, Unsauberkeit, Hektik, vollgequetschter Terminplan, lange Wartezeiten!

    LG

    Kuhsel

  30. die meisten sachen hier würd ich unterschreiben, auch wenn ich es OK finde, als Mutti auch mal mit festzuhalten, grad bei Kleinkindern.
    Zum Glück nicht bei unserer tollen Kinderärztin, aber in der Rettungsstelle ein No-No-Go erlebt:
    Arzt hat das Kind nicht mal eine Sekunde lang angesehen, sondern nur mit mir bzw. seinem Röntgenbild gesprochen. Ich weiß dass der Mann im Stress war, aber es kostet nur eine Sekunde, dem Kind wenigstens in die Augen zu sehen (wenn man es schon nicht ansprechen mag), und diese Sekunde sollte auch auf der Rettungsstelle vorhanden sein.
    Daraus abgeleitetes Must-have:
    – dem Kind in die Augen sehen
    – hat man noch eine Sek. mehr Zeit: Hand geben
    – hat man noch mehr Zeit: mit dem Kind sprechen – Vertrauen!

    und ich finde das Wartezeitenmanagement unserer Ki.ärztin klasse, wirklich kranke Kinder werden vorgezogen, es gibt ein Extra-Zi. für Leute mit ansteckenden Krankheiten und sonst bekommt man die Info, wann man wiederkommen soll.
    Die Arzthelferinnen können sich Namen merken und sind empathisch, z.B. wenn das Kind weint. Danke!
    Und danke auch für den Blog, auch wenn man zuweilen erst mal ins Hochdeutsche übersetzen muss 🙂
    Al.

  31. Mit den Eltern reden. Nicht alles besser wissen sondern kommunizieren.
    Der Arzt hat die Fachausbildung, die Eltern kennen ihr Kind. Letzteres bitte nicht ignorieren.
    In Betracht ziehen, dass manche Kinder *Vorführeffekt* in der Praxis plötzlich ganz anders sind als die Eltern es wochenlang Tag und Nacht erleben.

    Erklären warum was wie gegeben wird/werden soll und nicht unkommentiert verschreiben.

  32. Must:
    Den Eltern zuhören und nicht einfach machen ( Kinderarzt impfte Kind weil er meint, das es so sein sollte, ohne die Eltern überhaupt zu fragen)

    Sprechstundenhilfen, die freundlich UND kompetent und nicht dauergenervt sind!

    Wartezimmer mit ausreichend Platz für grössere Kinder ohne Säuglinge und Kleinstkinder

    No-Go:

    Privatpatienten den stundenlang wartenden Kassenpatienten zu bevorzugen ( passiert bei unserem STÄNDIG!)

  33. Must-have: a) Arzt und Helfer „können“ mit Kindern, gehen auf sie ein; b) Diagnosen/Behandlungen werden erläutert, und zwar für den Laien verständlich; c) Spielzeug ist vorhanden, einigermaßen sauber, und kein kompletter Schrott
    No-go: a) Kurz angebundene Ärzte; b) mit Terminologie um sich werfen. Nicht alle Ärzte sind sich bewusst, dass der Nicht-Arzt nicht täglich mit Medizin zu tun hat. Beispiel: Ich weiß wohl, dass Keuchhusten Pertussis heißt, aber der Begriff Keuchhusten ist mir 100mal vertrauter, und das Übersetzen des Fachbegriffs kostet mich Hirnkapazität, die ich in dem Moment gerne für das Gespräch allgemein frei halten würde 🙂 c) weitere No-gos sind mir noch nicht untergekommen.
    Schöner Blog übrigens!

  34. Must have
    1) Kompetenz!
    2) kurzfristige Termine vergeben können, wenn Kind ernsthaft krank
    3) Säuglinge zum Impfen o. U nicht ins Wartezimmer stecken
    Freundlichkeit und Einfühlsamkeit den Patienten und Eltern gegenüber sehe ich mal als Selbstverständlichkeit …

    No-go
    1) Mütter zu behandeln, als hätten sie mit der Schwangerschaft den Verstand an der Garderobe abgegeben
    2) Diagnosen zu erstellen und Überweisungen auszustellen, ohne das Kind und seine Akte vor sich zu haben (mir selbst neulich bei unserer KiÄ passiert; natürlich hat sie mein Kind dabei mit einem anderen verwechselt; gut dass ich mitdenke …)
    3) Arzt regelmäßig so hektisch, dass er bei den letzten Erklärungen die Türklinke schon in der Hand hat
    4) Arzt chronisch chaotisch

  35. Must-haves:

    – Geduld mit Kindern — und eventuell aufgeregten Eltern (sowohl auf Seiten des Arztes / der Ärztin als auch des sonstigen Personals). Das bedeutet auch: Eltern und Kind werden begrüßt und verabschiedet, während der Untersuchung wird mit dem Kind (egal wie klein es noch ist) geredet. Eltern und Kind werden ernst genommen.

    – Extra-Warteraum für (gesunde) Säuglinge.

    – Ehrlichkeit: Eine Spritze *tut* nun mal weh. Medizin schmeckt oft nicht. Manche unangenehmen Dinge müssen sein. Aber auch ein Kind verdient es, dass diese Dinge (kindgerecht) beim Namen genannt werden.

    No-Gos:

    – Das Kind wird wie ein Gegenstand behandelt.

    – Behandlungen einleiten, OHNE dies mit den Eltern abgesprochen zu haben. (Schon erlebt — die Ärztin sah mich nie wieder.)

    – Lange Wartezeiten mit Termin bzw. mit schwer kranken Kindern.

  36. Ich schreib einfach mal je 3 Dinge, die ich an unserer Kinderärztin (bzw. ihrer Praxis) sehr gut oder nicht gut finde:

    – sie erklärt dem Kind alles was sie tut – auch dem Säugling (und mir) und sie lobt (uns beide) bei richtigem Verhalten (das tut auch mir so gut, wenn mir gesagt wird, dass ich was gut und richtig mache)
    – 2 Wartezimmer für Minis und Maxis (nach Grad der Erkrankung [oben angesprochen] würde ja gar keinen Sinn machen, woher soll sie das vorher wissen und: sollen sich besonders geschwächte Kids noch extra viel dazu holen? Quatsch)
    – eine nette, kompetente Schwester die Routinekram übernimmt (Wiegen, Messen blablubb) so dass Frau Doktor mehr Zeit für uns hat
    – gute Interneterreichbarkeit – ich darf ihr (auch wenn wir bald nach Lanzarote ausgewandert sind) jederzeit Fragen mailen

    uncool:
    – Kinderwagen muss ich bei Wind und Wetter draußen lassen, weil es selbst zum Eingangsbereich recht hoch ist, die Praxis dann im 1.OG (enge, steile Treppe)
    – Ich seh immer wie die verrotzten Kinder alle Spielzeuge vollsabbern, nehme für meine Kleine darum lieber was eigenes mit – ich finds eklig, aber wenn manche Eltern das gut finden… SO oft kann man aber von keiner Sprechstundenhilfe gründliche Desinfektion erwarten

    okay, 4 plus 2 minus…

  37. must have:
    Wissen und Kompetenz
    Unendlich Geduld mit Kindern, die jetzt nicht gerade den Mund für jemanden aufsperren wollen … oder Supernervösen Müttern
    Wartezeiten, die nicht überborden (speziell nach Anmeldung) – ein Wartezimmer mit genügend Spielzeug kann das nur bis zu einem gewissen Grad „kompensieren“

    no go:
    Nur mit der Mama/dem Papa reden/erklären
    Überhaupt nichts erklären, sondern nur das Rezept in die Hand drücken
    Ungeeignete Helferinnen: auch die brauchen eine gewisse Kompetenz und Freundlichkeit

  38. must-have:
    1. nimmt sich Zeit, zeigt Menschlichkeit
    2. verhältnismäßig kurze Wartezeiten
    3. „Sonderbehandlung“ von Frühchen (bestimmte Termine in Leerlaufzeiten, direktes Schleusen in Behandlungsraum) < Das war mir als Frühchenmama sehr sehr wichtig

    no-go:
    1. unfreundliche / überhebliche Art von Arzt bzw Arzthelferin
    2. Abfertigung der Patienten… als gäbe es ein bestimtes Pensum in kurzer Zeit zu bewältigen
    3. Herunterspielen von Krankheiten / Behandlungsbedürftigkeit (zB Terapien) oder Schubladendenken incl entsprechendem Aufdrücken von diversen Medikamenten / Behandlungen
    (nicht jedes Kind ist hyperaktiv oder gestört wenn es unkonzentriert ist …. so als Beispiel)

    1. so stellen wir die fragen nicht im rahmen des qm – das lässt sich kaum auswerten — da werden die fragebögen viel konkreter und vielmehr auf unsere praxis zugeschnitten.

  39. +kompetentes und nettes Personal, d.h. Arzt+Schwestern, die sich die Sekunde nehmen, mit liebevollem Umgang einen guten Draht zum Kind aufzubauen (kompetent und unfreundlich geht nicht gut…mag in der Notaufnahme mal okay sein, wenn’s nicht anders geht, aber meist sind sie da ja auch nett.)
    +Zwingt die Eltern nicht, das Kind bei unangenehmen Prozeduren selbst festzuhalten –> Assistentin
    +(gesunde) U-Us.-Babys müssen nicht lange mit kranken Kindern im Wartezimmer sitzen

    – Arrogantes Auftreten, herablassende Art und Weise, auf Fragen zu antworten
    – barsch/grob/ungeduldig dem Kind gegenüber
    – ewige Wartezeiten bei wirklich krankem Kind (z.B. Grippe; habe selbst damals mit 39.8 Grad Fieber eine Stunde im WZ gesessen und es gehaßt), wenn man dran ist, ein hektischer, mental abwesender Arzt.

    Mein Kinderarzt ist zum Glück gut, so daß ich nur aufgezählt habe, was mir dort besonders gefallen hat. Die negativen Punkte würden mich zum sofortigen Wechsel des Arztes bewegen.
    Wir werden nach Umzug nun 30km fahren, aber wir gehen auch nur zu den U-Us und Impfungen, bzw. vielleicht vor Reisen, mal sehen, ob was anfällt. Kleinere Wehwehchen (aktuell Bronchitis) heilen wir alleine aus, bei echten Notfällen ginge es gleich in die nächste Kinderklinik. D.h. wir müssen nicht oft fahren und leisten uns den Luxus des supernetten Kinderarztes, den wir schon kennen. 😉

  40. must have

    kompetenz

    menshclichkeit

    geduld (besonders mit so netten hysterischen müttern wie mir ;o) )

    geht nicht …

    *nicht kinderfreundlich*

    hektik (man muß es ja nicht zeigen)

    unfreundlichkeit

  41. must have:
    1. freundlicher und geduldiger Umgang mit Kindern
    2. Beratung der Eltern auch ohne konkrete Nachfrage
    3. kinderfreunliche Praxisausstattung (nö, leider keine Selbstverständlichkeit)

    no-goes:
    1. rein (ins Zimmer)-rauf (auf den Untersuchungstisch)-runter ( vom Untersuchungstisch) – raus (aus der Praxis, schon gar nicht mit einem kommentarlosen Rezept)
    2. überfüllte, stickige Wartezimmer
    3. Arrogante Assistent(inn)en

  42. Für die Statistik – das meiste wurde schon mehrfach gesagt

    1. Ein Arzt muß auf dem neuesten Stand sein. Und wenn er das schon nicht ist, dann muss er seine Grenzen kennen und mein Kind überweisen.

    2. Einsehen, wenn er/sie/es mal einen Fehler gemacht hat. Oder schlicht Dinge nicht vorhersehen konnte. Ich vertraue immer noch meiner Ärztin, obwohl meine Tochter morgens „nur“ eine MOE hatte und ich dann nachmittags mit ihr nebst Lungenentzündung in der Klinik stand.

    3. Ein gutes Gedächnis haben, das Kind und die Familie kennen. Nur dann kann man wissen, daß mein Kind keinen Bock fährt, sondern schlicht eine Spritzenphobie hat. Zum Beispiel.

    Geht-gar-nicht

    1. Halb-Gott-in-Weiß, der/die/das mich als panische Spätgebärende behandelt. Ich will genau wissen was mein Kind hat, ich will es anständig erklärt bekommen und vernünftige Anweisungen bekommen, wie ich es zu behandeln habe. Und nicht angeschaut werden, als ob es eine Zumutung ist, daß man ein nichtüberhebliches Wort an mich richtet.

    2. Alles und jedes gleich mit Hammermitteln bekämpfen. Ich weiß ein gutes AB und ein nützliches Cortison durchaus zu schätzen – aber bitte nur dann, wenn es wirklich notwendig ist.

    3. Unflexibilität bei den Wartezeiten. Ich habe kein Problem damit, daß ich, wenn unangemeldet, zwei Stunden warten muß. Ich habe aber durchaus ein Problem damit, wenn ich das im Wartezimmer tun muss. Ich will hinkommen, meine Karte abgeben können und eine mehr oder minder verläßliche Zeit haben, wann ich mit meinem Kind wieder zu erscheinen habe, damit wir nicht länger als 15 Minuten warten.

    So offensichtliche Sachen wie Sauberkeit hab ich jetzt einfach mal rausgelassen…

  43. No Go:
    1) Hipp Milch Gratis Probe zur U3
    2) Arztbesuch = Medikamentenverordnung (a la ohne geht gar nicht, Hausmittel was ist das?)
    3) „Ich weis alles (über ihr Kind), Klappe halten ,tu was ICH sage!“

    GoGo:
    1-3) Zeit Zeit Zeit zur Behandlung + Puffreis von der Baggerschaufel!!!

  44. Vorab: Ich finde unseren Kinderarzt spitze. Ich habe erst seit ein paar Monaten Erfahrung mit Kinderärzten und daher sicher weniger Überblick als viele meiner Vorschreiber/-innen, aber ich schreibe mal, was ich an unserem so gut finde 🙂

    1. Er ist kompetent: Er geht nicht nur offensichtlich routiniert mit diagnostischen Verfahren etc. um, sondern kann auch alle meine Fragen so beantworten, dass ich mit dem Gefühl aus der Praxis gehe, gut und umfassend informiert zu sein.

    2. Er strahlt Ruhe und Gelassenheit aus, ist aber gleichzeitig sehr gewissenhaft. Wenn er nur zur Tür hereinkommt, fällt bei mir die Anspannung ab. Ich bin sicher, den Kindern geht es genauso. Und er fragt z.B. immer nochmal nach, wenn beim letzten Mal etwas angesprochen wurde, was noch ein wenig „offen“ ist: Ist dies oder jenes noch einmal vorgekommen? etc.

    3. Er hat Humor, und er lächelt viel. Die gute Grundstimmung merkt man auch dem ganzen Team an.

    Einmal war ich bei der Vertretung. Und daher beziehe ich jetzt – ebenso exemplarisch und nicht überblickshaft – die „dont`s“:

    1. Fachliche Unsicherheit, die im Gespräch offen zutage tritt („Hmmm, es könnte auch… xy sein… ach nein. Dazu müsste ja… nein.“).
    2. Ein Drachen an der Theke.
    3. Eine veraltete, offensichtlich verbrauchte, lieblose Praxiseinrichtung.

  45. Hallo Kinderdoc,

    zu den vielen Punkten, die bereits genannt wurden, möchte ich noch eine gute Zusammenarbeit mit anderen Experten ergänzen. Dh. Briefe, Überweisungen und Berichte sollten bitte-danke rechtzeitig losgeschickt werden und nicht irgendwo im Praxis-Nirwana verschwinden. Und Therapievorschläge von anderen Experten sollten zumindest erwogen und nicht gleich abgebügelt werden (Ja, ich weiß, dass Ihr nur ein bestimmtes Budget habt).

    Deutsch sprechende Praxisfeen hätte ich eigentlich für selbstverständlich gehalten – bis mich mal eine bestellte: „Du komme sehseh Uhr!“ . Schon klar….

    Ein bestimmtes Maß an Diskretion finde ich auch selberverständlich. Wenn jemand telefonisch ein Rezept bestellt muss das nicht das ganze Wartezimmer mitbekommen „Tina, kannst du mal ein Rezept für Frau Müller-Meier fertigmachen, die haben schon wieder Läuse!“

    Und dann erwarte ich natürlich echte Beratungs- und Diskussionskompetenz. Ich bin garantiert niemand, der dreimal monatlich mit abenteuerlichen Diagnosen oder halbausgegorenen Therapievorschlägen aus der Yellow-Press beim Kinderarzt aufschlägt. Ich würde eher behaupten, dass ich unterdurchschnittlich oft dort bin (in den letzten beiden Jahren eigentlich nur zu Impfungen). Aber WENN ich schonmal da bin und noch Fragen habe möchte ich auch gerne ernst genommen und wie eine Erwachsene behandelt werden. Ein (Vertretungs-)Kinderarzt, der mich mit „Mutti“ anprach und duzte, hat mich nie wieder gesehen.

    Gruß
    Claudia

  46. Must-have:
    1.Freundlich gegenüberallen
    2.fachlich kompetent
    3. beruhigent
    bonbonchen: ohrstöpsel gegen Kinderlärm im Wartezimmer

    No-Goes:
    1.unfreundlicher artzt
    2.unkompetent artzt
    3.unkompetente helferinnen, die an dem kind lernen wie man eine wunde näht….

  47. Hm, also mit kleinem Kind kann ich sagen:

    Must-haves:

    Gutes Zeitmanagment (ich und auch mein Kind HASSEN warten, vorallem für was banales wie eine Impfung)
    Verständnis für die Unterschiede bei Kindern (es gibt ängstliche und Rowdies)
    Gerne ein Wartezimmer für Säuglinge (die noch nciht vollständig geimpft sind, aber gleichzeitig ständig zur U müssen)

    No-goes

    Lange Wartezeiten trotz Termin (kann ich ja nix dafür wenn alle ohen Anmeldung kommen)
    Kompetente Helferinnen (Die auch mal eine kleine Frage beantworten können ala „Ist das eine normale Impfreaktion“)
    Grobes Vorgehen nach Schema F (manche Kinder möchten vielleicht nicht gleich gemessen und gewogen werden, dann sollte man vielleicht das Gespräch vorziehen, also am Beispiel einer U)

    1. NoGo 3 ist bloß leider in gewissem Maße Voraussetzung für NoGo 1… Und Länge, Gewicht, Kopfumfang gerade bei den Us ist auch mit Bestandteil der „Bewertung“ der körperlichen Entwicklung, sollte also optimalerweise schon vorliegen, wenn der Arzt reinkommt.

      LG, Iris 🙂

      1. Nee, muss nicht alles nach SChema F gehen. Bei uns hat die Helferin immer erstmal alles hingerichtet, den Computer startklar gemacht usw. Und erst DANN unser Kind angefasst. So hatte es ein paar Augenblicke um anzukommen und sich an die Situation zu gewöhnen. Das macht manchmal schon nen Unterschied (man kennt uns dort). Die ärztin hat auch erstmal alles relevante abgefragt (Essen, verhalten usw) bevor sie sich mit dem Kind befasst hat.
        Vorher wars andersrum und da gabs einen Mordsterror.
        Wir hatten dort übrigens nie Wartezeiten über 15 min. Nichtmal im Akutfall.
        Leider mussten wir wegen einem Wohnortwechsel auch die Praxis wechseln. Die unterschieder sind eklatant.

        1. sorry, falsch verstanden… ich hatte die situation folgendermaßen im kopf: ärztin rein, befragung, helferin rein, ärztin raus (um was anderes zu erledigen), vermessen, helferin raus, ärztin wieder rein, nochmal gespräch.
          da könnt ich mir vorstellen, dass das enorm zeit kostet. denn gespräch gleihczeitig mit vermessen geht gar nicht, wäre für kind und mutter (und personal) zu viel unruhe.
          also: zustimmung von meiner seite! 😉

  48. Wichtige Wünsche:
    – gutes Wartezeitenmanagement (das kann auch bedeuten: „Sie müssen bestimmt 1 Stunde warten, es sind viele Notfälle da – wenn Sie noch mal rausgehen wollen und um x Uhr wieder da sind, ist das in Ordnung.“)
    – die eigenen Grenzen kennen, ggf wissen, an welche Fachleute weiter zu verweisen ist
    – Kindern und Eltern knapp, sachlich, undramatisch und freundlich erklären, was passiert (gilt auch für die Arzthelferinnen, die Messen/Wiegen)

    Geht gar nicht:
    – von Kindern genervt sein
    – lange Wartezeiten mit Mischung kranker und gesunder Kinder im Wartezimmer
    – vor den Kindern Probleme und Befürchtungen ansprechen (unsere Kinderärztin mach das so schön… „Sie bringen den NN jetzt in den Kindergarten? Könnten Sie mich in ca. einer Stunde nochmal kurz anrufen?“ – aber wir hatten auch schon mal: „Ach ja, NN, mit dir werden deine Eltern noch schöne Sorgen haben…“)

    1. da kann ich nur zustimmen. Und gerade das mit den Wartezeiten: bei unserem Kinderarzt rufe ich in akuten Situationen an, kündige ein akut krankes Kind an. Meist kann die Sprechstundenhilfe konkret sagen, wann wir kommen sollen („schaffen Sie es in 10 Minuten? Dann sofort, ansonsten erst um 11.30“).
      Und sollte es doch einmal sein, dass das Kind schon im Auto dabei ist (z.B. nachdem das kotzende Kind im Kiga abgeholt worden ist) darf es auch dort warten, bis es dran ist (und nicht noch die anderen Kinder in den zwei anderen Wartezimmern anstecken).
      Kleines Erlebnis am Rande: Kind hat sich im Kiga den Flügel gebrochen (Mutter stand daneben, shit happens). Arm ruhig gestellt und mit Eisbeuteln versorgt, ins Auto gesetzt, per Handy Kinder-Doc angerufen. Zwei Minuten später dort in die Praxis gestürmt, Kinder-Doc schaut sich Kind im Auto an („oh jemine, nicht bewegen, ich stell dann mal den Überweisungsschein in die Klinik aus“), Weiterfahrt in die 5 Minuten entfernte Klinik, dort Empfang durch Röntgenteam „sie wurden durch Kinderdoc schon angekündigt“ – eine Stunde später lag Kind im OP. Mir als Mutter wurde viel von der Aufregung genommen da ich den Eindruck hatte, da hat jemand einen Plan und Routine – auch in der Hektik.

  49. einen, während der Praxizzeiten, immer besetzten Empfang. Das ist das einzige was mir bei meiner Kinderärztin fehlt. Sonst hat sie alles was hier von vielen gewüscht wird z.B. 2 Wartezimmer nettes und kompetentes Personal, ich glaub die Medizinischen Fachangestellten kennen jedes Kind mit Namen. Die Bereitschaftsdienste sind hervorragend organisiert. Und wenn Sie nicht weiterweiss kennt Sie die richtigen Ärzte und kümmert sich um den Termin dort auch mal schnell persönlich.

  50. Must-have:
    * gutes Zeitmanagement, fixe Termine
    * Ehrlichkeit, Unabhängigkeit, – weder Wohlfühlonkel noch Verkäufer
    * klare Ansagen an die Eltern

    No-go:
    * Zusatzleistungsverkäufer
    * Fachwortgebrabbel
    * Inkompetenz/Unfreundlichkeit beim Helferpersonal

  51. Hallo,
    ich bin jetzt schon 13,5 Jahre Mutter eines schwerbehinderten Kindes. Wir hatten gerade eine Hüftumstellung und waren diesbezüglich im KH. Der dortige Neuroorthopäde hatte das Credo, das er allen Ärzten und Schwestern weitergab: Wenn Ihr nicht weiter wißt, fragt die Eltern, die sind Experten hinsichtlich ihres Kindes.

    Das fand ich mal richtig gut.

    Paßt sicherlich nicht auf alle Eltern, aber Eltern behinderter Kinder, sind schon ein besonderer Schlag, die vieles lernen und erleben durften und mußten. Dem muß man Rechnung tragen und darf sich nicht überheblich über ihre Einschätzung hinwegsetzen.

    Absolutes NO Go: Eigene Fehler den Eltern als deren Versagen zusschreiben…

    Liebe Grüße

  52. Hallo Kinderdoc,

    meine Kinder sind bis auf das kleine Mädchen aus dem Kinderarztalter raus. Aber von beruflicher Seite muss ich sehr oft mit den KA-Praxen telefonieren! :-/

    Völliges no-go:
    Warteschleifen am Telefon mit ewigem Gedudel „Hey Pippi Langstrumpf…“
    nuschelnde med. Fachangestellte
    viel zu schnell sprechende med. Fachangestellte
    schlecht deutsch sprechende med. Fachangestellte

    Liebe Grüsse
    Susi Sorglos

  53. Must have:
    1. Sollte freundlich zu den Kindern sein, aber auch nichts schön reden (Spritze tut nicht weh – und wenn doch hat die Mama dann später das Problem das Kind wieder zum Arzt zu bringen)
    2. Sollte Diagnosen erklären.
    3. Freundliches Personal und kurze Wartezeiten.

    Don’t go:
    1. Unfreundliches Personal und der Arzt ist auch unfreundlich.
    2. Das Gefühl abgefertigt zu werden.
    3. Dreckiger Behandlungsraum und dreckiges Wartezimmer.

  54. must haves:
    – seine Grenzen kennen. Das Kind einer Bekannten hätte fast sein Augenlicht verloren weil der Arzt meinte, das selber behandeln zu können und sie nicht in die Augenklinik überwiesen hat.
    – Fachkompetenz und die nötige Fähigkeit, Dinge verständlich zu erklären. Bonuspunkte, wenn das vor dem eigentlichen Termin geschieht, so dass man auch sein Kind vorbereiten kann, was da kommt.
    – Geduld und freundliches Auftreten dem Kind gegenüber. Es Kind sein lassen (es ist *nicht* ungezogen, wenn es mit dem Spielzeug spielen will das da rumsteht 😉 )

    no-gos:
    – lange Wartezeiten, auch wenn keine Notfälle dazwischenkommen
    – wichtige Dinge erst dann besprechen, wenn das Kind grad geimpft wurde und wie am Spieß brüllt. Das geht auch vorher.
    – Kinder in ein Schema pressen und keine Alternativen zulassen

  55. Will haben (und habe ich):
    1.) Kind und Eltern fühlen sich beim Gespräch gut aufgehoben
    2.) Kind freut sich auf das toll eingerichtete Wartezimmer
    3.) Praxis hat ihre Prozesse im Griff

    Geht gar nicht (hatten wir und sind gewechselt):
    1.) Abgekanzelt/Übergangen werden vom Arzt
    2.) Unhöfliche, indiskrete Sprechstundenhilfen – nicht nur uns gegenüber (Privatpatent), sondern auch allen anderen Patienten gegenüber – ich will nicht alles im Flur miterleben!
    3.) Praxis hat immer zu, wenn man sie akut mal braucht – sei es wegen regulär knapper Sprechzeiten oder wegen Urlaub, Streik, Krankheit… (Klar ist ein Arzt auch nur _ein_ Mensch – daher lobe ich mir Gemeinschaftspraxen.)

  56. Wichtig:
    1. Bei Terminen Wartezeit unter 30 Minuten.
    2. Freundlichkeit und Wertschätzung des gesamten Teams.
    3. Ein Zettel für die Eltern mit den wichtigsten Telefonnummern und Adressen, wenn Sie im Urlaub oder im Wochenende sind (Vertretung, Klinik, Giftnotruf, Medikamentenauskunft (?), etc.)

    Furchtbar:
    1. Fachchinesisch, das auf Nachfrage mit Fachlatein übersetzt wird.
    2. Bei Terminen: Keine Zeit für Fragen (bei Akutsprechstunde OK).
    3. Kalte Hände (’s arme Bobele…).

  57. No Gos
    – Wartezeiten wenn ich einen Termin habe. Das geht auf keinen Fall. Bei keinem Arzt
    – das Gefühl, dass man nur „Ware“ ist, die schnell abgefertigt werden muss (egal ob Arzt oder HelferIn)
    – schlechte Telefonische Erreichbarkeit (das dulde ich nur, wenn der Arzt wirklich wirklich wirklich gut ist)

    Have To:
    – keine Wartezeiten, wobei ich nicht zu den Müttern gehöre die schnell einen Termin haben möchten. Schließlich brauch ich auch Vorlauf.
    – praktische Öffnungszeiten (wobei, was für mich praktisch ist, ist für den Arzt sicher nervig)
    – das Gefühl ernstgenommen zu werden.

    Zu den Wartezimmern mag ich noch was schreiben. „Mein“ Kinderarzt hat 3 Wartezimme (Säugling, Kinder, Jugendliche) in der alten Praxis waren es immer 2 (Säuglinge und der Rest) scheint aber nicht gang und gäbe zu sein, wenn ich das so lese.

  58. Ih ergänze nur noch. Freundlichkeit und netter Umgang mit Kindern setze ich mal voraus.

    (+)
    Rückzugsmöglihkeiten, Trennwand o.Ä. im Wartezimmer
    Ruhe ausstrahlende Helferinnen und Ärzte
    klare Abläufe
    Infoblätter für klassische Krankheiten, Verhaltensregeln, usw. (falls man sich nicht gleich alles merken kann)
    Wasser im Wartebereich zum trinken freut mich, muss aber nicht
    dem Kind erklären, was gemacht wird und der Mama warum
    (-)
    Hektik, Durcheinander

  59. No-Go:
    – zu lange Wartezeiten
    – schmutziges Wartezimmer/Spielzeug
    – sich gegenüber den Eltern verhalten als hätte man selbst die Weisheit mit Löffeln gefressen und alle Nicht-Ärzte seien totale Versager…

    Have-To
    – bei den Arzthelferinnen: freundliches und professionelles Verhalten
    – beim Arzt: Offenheit, Kompetenz und Freundlichkeit
    – tägliche Frei-Termine für „spontan“ kranke Kinder 😉

    Hierbei könnte ich zwei Kinderärztinnen nennen, von denen eine alle have-tos hat und die andere GAR nicht geht…

  60. Nehmt ihr nicht jedes Jahr den gleichen Fragebogen? QM ist kontinuierliche Verbesserung… Und das kann man dann an der Auswertung sehen. Und so kann man zu den vorherigen Jahren vergleichen und verbessern 🙂

    Achja QM = Quäl mich 🙂

  61. no-goes:
    – Kinderärzte die „Teilzeit-Praxen“ betreiben und einen Hausarzt-Vertrag anraten (wer bei den Öffnungszeiten überleben kann verdient eindeutig zuviel Geld)
    – Ärztlicher Bereitschaftsdienst mit Standard-Abfertigung, der eine Lungenentzündung überhört
    – Hausarztvertrag beim Kinderarzt und trotzdem länger als die garantierten max. 30min warten müssen

    must-haves:
    – Wochentags geöffnet, Vor- und Nachmittags. Jeden Wochentag.
    – Terminmanagement & Telefonkompetenz (versteht Euch mal als Dienstleister)
    – Zeit & nett sein – wenigstens zum Kind. Auch beim Bereitschaftsdienst.

    (Aus der prakt. Erfahrung mit mehreren Kinderärzten. Unser jetziger ist auch nicht perfekt, aber kompetent und ein Goldstück.)

  62. Muss sein:
    – nette und aufklärende Gespräche mit Kindern (inkl. Verständnis für Angst, Trost, Anerkennung bei Tapferkeit usw.)
    – den Eindruck erwecken, Zeit für die kleinen Patienten und ihre Eltern haben
    – „Wohlfühlatmosphäre“ in der Praxis (dazu zählen für mich kindgerechte Gestaltung, freundliches Personal, Wartezimmer mit Zimmertemperatur, Kindersicherungen in Steckdosen und ähnliches…)

    Geht gar nicht:
    – Kinder als Patienten nicht ernst nehmen, indem nur mit den Eltern gesprochen wird bzw. Kinder permanent verarscht werden bzw. sich beleidigt fühlen (Vorwürfe bei blauen Flecken oder so)
    – Eltern und Kinder nicht aufklären, was mit den kleinen Patienten passiert (einige Untersuchungen können ja doch fies aussehen, wenn man nicht weiß, was da los ist) bzw. noch schlimmer: keine vernünftigen Antworten auf Fragen geben
    – mehrere Stunden Wartezeit, überfüllte Wartezimmer, keine freien Termine –> schlechtes Praxismanagement

  63. Hm, die meisten genannten must-haves sind Standard für einen ordentlochen Kinderarzt, das hat der sowieso zu bieten, also nenn ich mal Dinge, die über das Übliche hinaus gehen:
    1) Sprechzeiten für Kinder, die eine Ganztagsschule besuchen, ergo nicht um 17 Uhr die Praxis schliessen. Kinder zum impfen und zu U-Untersuchungen aus der Schule zu nehmen ist nicht toll.
    2) Termine anbieten, wo Eltern ohne Kind kommen können ( macht mein Kinderarzt schon). Wichtige Beratungen und Erklärungen sowie Therapien kann man ohne nöliges Kind besser besprechen. Auch sollte der Kinderarzt der erste Ansprechpartner bei „Erziehungsproblemen“ und „Verhaltensauffälligkeiten“ sein und die Eltern in Ruhe beraten können.
    3) Gute Infrastruktur: Parkplätze, keine Stufen, extra Wartezimmer für akut Erkrankte. Spielzeug kann man selber mitnehmen, da finde ich es wichtiger, dass der Arzt in solche Dinge wie die genannten investiert.

    No-Gos:
    1) „Stell dich nicht so an“
    2) Dem Kind ein schlechtes Gewissen einreden oder drohen. Wenn du nicht, dann: Spritze oder was weiss ich.
    3) Das Kind nicht wahrnehmen, nicht ernst nehmen, nur mit den Eltern über den Kopf des Kindes hinweg sprechen und es nebenbei wie einen Gegenstand untersuchen.

    1. sorry, deine no-goes finde ich viel häufiger bei den eltern: nicht über impfungen aufklären, mit dem doc als buhmann drohen und über kinder reden, als seien sie nicht im raum. ganz ehrlich.

      1. Naja, aber wenn du diese Situationen erlebst, bist DU der Arzt im Raum (und ich nehme einfach mal aufgrund deines Blogs an, dass dieses no-go nicht auf dich zutrifft).
        Der Kinderarzt deiner Kinder wird mit dir (als Kollegen) auch anders umspringen.

  64. Muss sein:
    Nettes, freundliches und kompetentes Eingehen auf Kinder UND Eltern.
    für Kinder Zeit nehmen (es gibt Kinder die brauche bei bestimmten Sachen einfach etwas länger!)
    super-nette und freundliche Sprechstundenhilfen (auch an der Patientenannahme)

    No-Go:
    „Unbestellte Patienten werden nur bis 11 Uhr angenommen“ – Wenn das kinder erst ab Mittag krank wird, muss es trozdem untersucht werden!!!
    Kinder sind individuell und sollten nicht in „Normalfälle“ eingeordnet werden
    Ein Spruch wie: Hab Dich nicht so, es ist gar nicht schlimm!

  65. Muss sein:
    Eingehen auf Kinder UND Eltern
    gutes Terminmanagement (z.b. tägl. Akkutsprechstunden getrennt von planbaren Terminen wie U-Untersuchungen)
    kinderfreundliches Wartezimmer

    no-go:
    unfreundliche Sprechstundenhilfen
    gesunde Säuglinge und Akkutfälle im selben Wartezimmer
    Dogmatiker bei Therapie/ Impfungen etc. (sowohl pro als auch contra)

  66. Must have: Expertise/Spezialisierung auf Kinder
    Freundliches Wesen Kindern *und* Eltern gegenüber
    Menschenfreundlichen Empfangsdrachen

    Geht nicht: Grundsätzlich stundenlange Wartenzeiten und Terminchaos
    Abwehrhaltung, wenn Eltern „weiterführende“ Fragen stellen
    Schablonendenken: Jedes Kind muss pünktlich zu Termin Y in Schema X passen, sonst muss irgendwas „gemacht“ werden -> Horror.

    Ein brauchbares Wartezimmer ist immer ein Bonus.

  67. Muss sein:

    Wartende nach Ansteckungsgrad der Krankheit und Dringlichkeit sortieren.

    Ruhig und unaufgeregt mit den Kindern umgehen, Draht haben.

    Diagnose erklären, Hintergrundinfos für die Eltern.

    Darf nicht:

    Ewige Wartenzeiten (selbst erlebt: 2,5 Stunden mit einem Kind mit Fieber über 39 Grad)

    Kein oder wenig Spielzeug im Wartezimmer

    Unfreundliche, gestresste Sprechstundenhilfen

    1. dringlichkeit ist immer in der sicht des betrachters – *wir* machen das schon so, wird aber von den eltern nicht so gesehen – denn für die eltern ist immer das eigene kind das krankeste.
      siehe weitere kommentare *wenn ich einen termin habe, will ich auch nicht ewig warten*

  68. must-have
    1. kompetenz. fachlich und menschlich 🙂
    2. sich die zeit nehmen, die es braucht (auch wenn das bedeutet, dass ich dann mal länger warten muss, weil sich der doc gerade für einen anderen pat diese zeit nimmt!)
    3. keine ideologie/religiosität in bez. auf bestimmte heilmittel/therapien – offen sein für vieles, über vieles bescheid wissen, die leute da abholen wo sie sind

    no-go
    1. unfreundliche helferinnen
    2. kranke kids mit gesunden säuglingen in einem wartezimmer
    3. schnellabfertigung

  69. must-have
    1. nett gegenüber den Kindern (ist nicht Gang und Gebe)
    2. der nette Doc sollte den Eltern auch erklären
    3. kurze Wartezeiten, prioritäten setzen, auch wenn mal jemand ohne Termin kommt
    zu3 – bei unserem Doc letztens – kotzendes Kind, mit Nierenschale ins überfüllte Wartezimmer geschickt (geht gar nicht, ich brauch zu ner dicken Erkältung bei meinem Zwerg nicht auch noch einen Magen-Darm-Virus oben drein)
    no-goes
    1. unfreundlichkeit
    2. ewig lange Wartezeiten
    3. abfertigen der Kinder, samt Eltern

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