wer sonst?

neulich an der anmeldung. mutter und ihr sechsjähriger bobele.
mutter: „also ich hab einen termin. der kleine hat so bauchweh seit heute.“
mfa: „ok, sie dürfen nochmal kurz ins wartezimmer. vielleicht können sie noch urin abgeben? in der toilette sind becher.“
mutter: „gut. aha. urin abgeben. ok. also komm, justin-mavin-ruben, dann gehen wir kurz aufs klo, pipi machen. in den becher.“
justin-mavin-ruben: „wie? wozu? warum pipi? in welchen becher? sollen wir das jetzt so ganz alleine machen? ohne hilfe?“
mit einem gesicht, als könne er seine entrüstung kaum verbergen. ok. wäre doch auch das mindeste, dass ihm dabei jemand zur hand geht. oder? die mfa vielleicht?

12 Antworten auf „wer sonst?“

  1. „Vielleicht können Sie noch Urin abgeben…“ wird auch gern mal missverstanden, wie mir letztens ein Kollege erzählte. Geht mit seiner Brut zum Doc und soll dann auch noch in einen Becher pinkeln? Warum das? Drogentest, der ans Jugensamt weitergeleitet wird?
    Dass das Kind pinkeln soll, hat dann allgemein Erleichterung ausgelöst…
    Frau Müller

  2. Ui, die Ansage hätte bei uns aber zu einigen Missverständnissen gehört. Junior wäre erstarrt stehengeblieben, da er mit „vielleicht“ ganz schlecht kann – und ich hätte tatsächlich auch angenommen, dass die verdeckte Aufforderung an mich ergangen wäre… (hätte aber vermutlich nachgefragt: er oder ich? vielleicht oder doch eher sicher?) – gerade neulich bin ich aber in die Falle getappt, als ich ein „und vielleicht könnten Sie da beiläufig noch einen Termin bei Facharzt XY machen zum Abklären“ NICHT als unbedingte Aufforderung, sondern als unverbindliches Angebot interpretiert und nicht wahrgenommen habe, ich Rabenmutter…

    1. Kann ich verstehen. „Vielleicht“ als Hoeflichkeitsfloskel(?) um nicht als fordernd(?) dazu stehen, funktioniert bei mir auch ganz schlecht 🙂 Entweder es ist notwendig oder sinnvoll aber fakultativ.

  3. Dazu fällt mir spontan Sean Connery als 007 ein, der auf der Untersuchungsliege liegend von der Schwester einen Urinbecher gezeigt kriegt.

    „Von hier aus?“

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