Heuschnupfenberatung in der Apotheke, Selbstversuch

„Hallo, ich hätte gerne Azelastin als Kombipackung, zum Beispiel Aller.go.dil als Kombi.“
„Moment, muss ich erst schauen, ob wir das da haben.“ Tippeditipp. „Ja, wollen Sie das als Augentropfen oder Nasentropfen?“
„Gerne als Kombipräparat, bitte. Einzeln ist es bestimmt teurer.“
„Ich schaue nochmal.“ Tippeditipp. „Nein, leider nicht da.“
„Haben Sie denn ein anderes Kombipräparat mit Azelastin?“
„Ich schaue einmal, Moment…“ Tippeditipp. „Ja, ich weiß jetzt nicht…“
„Da hinten im Regal, das ist doch Li.vo.cab als Kombi.“
„Ja, das ist richtig. Möchten Sie das?“ Sie holt es schnell, bevor ich antworten kann.
„Eigentlich nicht, das ist ja Levocabastin, das wirkt bei mir nicht so gut.“
„Tja, dann vielleicht das einfache Chromoglicin?“
„Danke, ganz sicher nicht. Und da hinten, neben dem Li.vo.cab? Da steht doch noch Vi.vi.drin akut.“
„Ja? Möchten Sie das?“
„Ist das nicht Azelastin? Und das gibt es auch als Kombi, oder?“
„Ich schau mal…“ Tippeditipp. „Ja, das haben wir da.“
„Und was ist da der Wirkstoff?“
„Ich weiß jetzt nicht, Moment…“ Tippeditipp. „Der Wirkstoff…, der Wirkstoff… Ahja, hier: Az-e-las-tin.“
„Na, das ist doch prima. Das nehme ich.“
„Also das Vi.vi.drin akut als Kombi?“
„Genau. Azelastin als Kombinationspräparat.“
„Prima. Schön, dass ich Ihnen helfen konnte.“
„Ja, fand ich auch. Und ich Ihnen.“

Eine Packung Taschentücher gab es auch. Nein, die Apotheken-Umschau habe ich liegen gelassen. Da steht zuviel Schwurbel drin.

(c) Bild Public Domain/Wikipedia

45 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. Manu
    Mai 11, 2018 @ 08:13:34

    Wollte mal Nasic-Nasenspray kaufen, die Apothekerin wollte mir lieber ein homöopathisches Nasenspray andrehen.
    Als ich schwanger war, hat mir eine Apothekerin mein gewünschtes Cetirizin verweigern wollen und mir stattdessen versucht irgendwas homöopathisches aufzuquatschen.

    Antwort

  2. gisela7809
    Mai 11, 2018 @ 08:16:09

    So sollte es in einer Apotheke nicht sein 😕!
    Also erkundigt man sich am Besten wirklich vorher, was man genau braucht und was es als Ersatz gäbe…Oder ruft wie ich in weiser Voraussicht vorher dort an(wie hier in der „dörflichen“ Apotheke, die grundsätzlich NIE das da hat, was ich brauche. Was aber bestimmt auf jeden Fall erhältlich ist: Medis wie Macu.mar etc…).

    Gruß Silke

    Antwort

  3. derfeuervogel
    Mai 11, 2018 @ 08:31:08

    Neulich wollte ich ein bestimmtes Pflege-Präparat haben, das es in anderer Form auch im Drogeriemarkt gibt. Die Dame in der Apotheke wollte es nicht bestellen und hat mich zu R.ssmann geschickt…

    Antwort

  4. Anonymous
    Mai 11, 2018 @ 08:33:09

    Kompetente Kunden sind der Härtetest für jeden Verkäufer 😉

    Antwort

  5. Anonymous
    Mai 11, 2018 @ 09:03:54

    Na wenigstens das medizini hättest du mitnehmen können!

    Antwort

  6. viola
    Mai 11, 2018 @ 09:18:41

    Ich sag ja in erster Linie auch Läden die was verkaufen wollen- bei Konjunktivitis des Kindes sterile Kompressen, teure Hustensäfte stehen vorn, die günstige Variante (gleicher Wirkstoff) hinten. Kompetenz wechselt je nach Mitarbeiter.

    Antwort

    • kinderdok
      Mai 11, 2018 @ 12:30:10

      Die günstige Variante dürfte hier wohl das Nichtkaufen sein.

      Antwort

      • viola
        Mai 11, 2018 @ 18:55:20

        Hier scheiden sich bekanntlich die Geister, wir Ossis geben schon ganz gern noch Schleimlöser, aber dann darf es gern der mit einem bekannten Wirkstoff sein. Und nicht das Mischpräparat mit der bunten Verpackung.

        Antwort

        • kinderdok
          Mai 12, 2018 @ 07:12:00

          Studien geben keinen wirklichen Benefit für das Kindesalter her. Ist also keine Frage des Geisterscheidens, sondern des sinnbefreiten Nutzens. Ein Kind mit Bronchitis wird mit Schleimlösern schier ersaufen.

        • viola
          Mai 12, 2018 @ 09:09:11

          Das stimmt mit den Studien- aber wie gesagt, regional unterschiedlich. Hier wird es schon noch gern gegeben und nicht nur von 1 Praxis- natürlich zusätzlich zu weiteren Maßnahmen und Medikamenten. Bis jetzt haben es alle vertragen.

        • Lebenhoch3
          Mai 12, 2018 @ 11:44:16

          … was heisst “vertragen“. Wohl eher “ertragen“. Das sind dann die Kinder die “Husten bis zum Schleim-Erbrechen“

          Aber ja, das gehört so. Das machen ja viele. Hat schon der Vater als Kind immer so gehabt. Guck an, sogar denselben Hustensaft gibts wie schon beim Papa damals, ja, der löst das Zeugs!

          mmpf

        • viola
          Mai 12, 2018 @ 21:52:50

          Wie gesagt, wir machen es so, wir haben gut Erfahrungen damit. Den Kindern geht es besser, keines würgt, erbricht oder erstickt.

      • Lebenhoch3
        Mai 13, 2018 @ 10:27:43

        Mh… stimmt, es soll ja viele Studien geben, die für gewissen Regionen keine Gültigkeit haben.

        … oder die generelle Non-Compliance ist in diesem Fall ein Segen.

        Antwort

        • viola
          Mai 14, 2018 @ 19:02:01

          Nee, es gibt Lebenserfahrung. Auch zu Omas Hausmitteln gibt es keine Studien- und ach sie helfen doch.

        • Lebenhoch3
          Mai 15, 2018 @ 05:52:23

          Ok… nur noch eins, auch wenn es aussichtslos erscheint…

          Zu Schleimlösern GIBT es aber Studien, mit dem Ergebnis, dass es definitiv NICHTS bringt – wobei auch Hausmittelchen wie Honig, Thymian, Spitzwegerich etc teilweise in Studien recht gut abschneiden.
          Besser als …

          Aber lassen wir’s gut sein. Deine Erfahrung scheint meiner Erfahrung zu widersprechen.

        • hafensonne
          Mai 16, 2018 @ 17:53:05

          Hm, also zumindest im Jugend- und Erwachsenenalter habe ich bei Bronchitis von Schleimlösern sehr profitiert. Husten bis der Schleim kommt fühlte sich definitiv besser an als Husten, Husten, Husten und es kommt nichts.Sehr schmerzhaft.

  7. Lydia
    Mai 11, 2018 @ 09:46:01

    Wow Kinderdok, du bist der Burner!

    Antwort

  8. kinderdok
    Mai 11, 2018 @ 12:28:56

    An alle meine mitlesenden ApothekerInnen und PTAs – Bitte das hier nicht als Apothekenbashing missverstehen. Ich bin schon oft gut beraten worden und Apotheken, vor allem unsere regionalen vor der Tür, machen eine gute Arbeit.
    Wenn Du ein wenig Ahnung von der Materie hast, wirkt der schwache Beratungsinput um so flacher.

    Antwort

    • Caltara
      Mai 14, 2018 @ 07:17:20

      Der Unterschied ist immer, dass diese positiven Beratungserfahrungen niemand öffentlich in einer ähnlichen Form wiedergibt. Von daher ist dieser Post irgendwie schwer nicht als Bashing zu verstehen. Schlechte Nachricht verkaufen sich schlichtweg besser als gute, das ist mir klar.

      Antwort

    • aponettesplauderei
      Mai 15, 2018 @ 05:54:25

      Kommt aber als solches rüber – sorry. Vielleicht war es eine Pharmazie oder PTA Praktikantin im ersten Monat? Klar hat sie sich nicht mit Ruhm bekleckert, aber was hindert denn daran nach jemandem kompetenteren zu fragen? Unsere frisch gebackenen PTAs stehen auch schon mal alleine in HV, aber wir haben Ihnen eingebläut, dass sie nach erfahrenen Kolleginnen klingeln, wenn sie Probleme haben.

      Antwort

      • Hufflepuff
        Mai 15, 2018 @ 06:17:25

        Aponette, ich bin auch Apotheker. Das was Kinderdok da schreibt ist definitiv kein Bashing gegenüber Apotheken.
        Es mag sein, dass es sich um eine Praktikantin handelte. Falls das der Fall sein sollte, sollte diese aber dann nicht alleine beraten, wenn sie noch derart unfähig ist. Da muss eine PTA oder ein Apotheker hinter dieser Person stehen und diese beaufsichtigen.

        Die Person hat Kinderdok gegenüber komplett inkompetent gewirkt. Es ist Aufgabe des Leiters einer Apotheke, seinen Betrieb so zu strukturieren, dass die Außenwirkung auf Kunden positiv ist. Gegebenenfalls muss er auf seine Mitarbeiter diesbezüglich einwirken.

        In meiner Apotheke habe ich gerade auch eine Kollegin da, die vor 20 Jahren im Ausland Pharmazie studiert hat und neben der Sprachbarriere auch noch deutliche fachliche Defizite hat. Hinter dieser Kundin steht bei jeder Beratung eine PTA oder ein Apotheker und greift ggf. ein.

        Es ist nicht Aufgabe des Kunden, nach einer kompetenteren Person zu fragen. Es ist Aufgabe des Leiters einer Apotheke, dafür zu sorgen, dass nur kompetentes Personal im HV steht.

        Antwort

    • Christian
      Mai 21, 2018 @ 18:26:35

      Definitiv ein schlecht-machen. Wie bei den Erziehern, den Kinderarztkollegen, Hebammen, Ergotherapeuten. Leider immer wieder bei dir zu lesen Kinderdok.
      Du hast echt das Gefühl du bust unfehlbar und keiner ist so gut wie du.
      Ich kann es nicht mehr höhren, sorry. 😟

      Antwort

  9. Lucy
    Mai 11, 2018 @ 12:29:01

    Was für eine erstaunlich gute „Beratung“…es fehlt eigentlich nur noch „Das haben wir nicht da, aber ich kann Ihnen hier dieses homöopathische Präparat anbieten“.

    Antwort

  10. Lebenhoch3
    Mai 11, 2018 @ 13:30:43

    Danke!
    Azelastin in V. “akut“!
    Ich hatte neulich die normalen V. – Tropfen mit, da in Einmalbehältern und somit besser in der Familie tauschbar etc.
    Half aber keinen Teil so gut… jetzt weiß ich auch warum 😉 Dachte V. ist V. … und hatte nicht auf den Wirkstoff geachtet.

    Wobei ich mich generell von unseren Apothekern nicht schlecht beraten fühle. Na gut, nach vielen Jahren kennt man seine “Pappenheimer“ und versucht, sich taktisch schlau in der Apotheke zu platzieren, sodass man zum Richtigen kommt .

    Antwort

  11. piro
    Mai 11, 2018 @ 13:34:00

    Ist zum Glück hier in Ö nicht der Standard. Klar, gibt’s schwarze Schafe – aber nicht selten haben Apotheke ein größeres up-to-date Wissen.

    Sachen wie Homo… Kein Plan wie ein studierter Mensch der Materie, egal ob Arzt, Apotheker, Wissenschaftler, ect solch Schwubbel kann. Es ist mir ein fachliches Rätsel!

    Antwort

  12. Opapapa
    Mai 11, 2018 @ 15:51:32

    Die fachlich guten Apotheken schließen leider langsam fast alle und übrig bleiben diese modernen Medizin-Verkaufszentren.
    Erlebe ich in unserer Umgebung auch gerade vermehrt,Apotheke im Stadtteil nebenan, in Familienbesitz seit 1908,immer gute Beratung ,wurde geschlossen,Apotheke in unserem Stadtteil auch schon so alt wurde gerade geschlossen, noch haben wir hier eine in der das Personal nicht nur auf den Euro schaut aber da in den 2 Einkaufzentren auch Apotheken eröffnet haben ist es wohl nur eine Frage der Zeit bis das nicht mehr der Fall ist 😦

    Antwort

  13. Eva
    Mai 11, 2018 @ 19:58:04

    Was in meiner Stammapotheke (weil zu Fuß in 5 Minuten erreichbar) oft der Fall ist: ein verschriebenes Medikament – zuletzt ein Antibiotikum gegen einen Harnwegsinfekt – ist nicht vorrätig, aber das Präparat eines anderen Herstellers mit dem gleichen Wirkstoff. War auch bei der Masernimpfung so. Da fragen sie dann immer: Möchten sie bestellen oder gleich die Alternative mitnehmen?
    Ja woher soll ich das denn wissen? Ist das einfach, weil der Hersteller im Programm meines Arztes an erster Stelle steht? Oder ist der Arzt davon überzeugt, dass genau dieses Mittel besonders wenig Nebenwirkungen hat? Oder ist es einfach egal, weil gleicher Wirkstoff? Von der Kasse her ist es unwichtig. Bisher habe ich immer die Alternative genommen, ist das sinnvoll?

    Antwort

    • MeAndYou
      Mai 11, 2018 @ 21:18:37

      Ich denke mal, das mit dem „an erster Stelle stehen“ ist nicht so verkehrt. Warum gibt es sonst so viel Firmen mit Buchstaben am Anfang des Alphabets „AAA Pharma“, „Aliud“ „1.A.Pharma“, „Axcount“ „Aurobindo“… 😉

      Antwort

    • Caltara
      Mai 14, 2018 @ 07:05:43

      Ich nehme an, dass Sie privatversichert sind, da sich bei Kassenpatienten die Frage meist gar nicht stellt. In der Regel ist der Hersteller völlig egal, Hauptsache der Wirkstoff stimmt (Ausnahmen wären Unverträglichkeit eines Hilfsstoffs, Teilbarkeit etc.). Wenn der Arzt das Präparat extra für Sie ausgesucht hätte, dann hätte er die Möglichkeit gehabt einen Vermerk auf dem Rezept zu setzen, mit dem er markiert, dass der Patient genau das Präparat, das aufgeschrieben wurde, bekommen muss und eben nicht durch ein vergleichbares Präparat ausgetauscht werden soll. Bei Privatrezepten frage ich vor dem Austausch in der Regel auch immer nach, ob dies recht ist, weil es leider zahlreiche Menschen gibt, die nahezu aus der Haut fahren, wenn man ihnen nicht genau das gibt, was der Arzt verordnet hat, eben weil sie in dem Glauben sind, dass der Arzt genau diese Firma aus einem bestimmten Grund ausgesucht hat. Meist liegt es aber wirklich eher daran, was in der Software oben steht oder manche Software druckt automatisch nur bestimmte Hersteller auf das Rezept, da scheinbar gesponsert.

      Antwort

      • bombjack
        Mai 16, 2018 @ 08:23:39

        […]Hauptsache der Wirkstoff stimmt (Ausnahmen wären Unverträglichkeit eines Hilfsstoffs, Teilbarkeit etc.). […]

        Kleiner Einspruch….denn in Deiner Aufzählung fehlt da was:
        „Die Galenik“, denn da unterscheiden sich u.U., wenn es sich um Retard-Formen handelt die Medikamente durchaus….und wenn der Patient da eingestellt ist, dann kann ein Firmenwechsel da durchaus zu Überraschungen führen….

        bombjack
        der mal PTA gelernt hat…aber seit 20 Jahren „Laborratte“ (Molekularbiologie) ist.

        Antwort

        • Caltara
          Mai 16, 2018 @ 17:57:19

          Ja, das stimmt, meine Aufzählung hatte keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Ich war jetzt zunächst von dem gängigsten ausgegangen, was den meisten begegnet, was in der Regel einfache Tabletten oder Filmtabletten sind. Es gibt natürlich genügend Arzneiformen, bei denen aus Austausch kritisch sein kann, was man im Gespräch mit dem Kunden dann auch erwähnen sollte.

  14. Mika
    Mai 12, 2018 @ 06:59:55

    Ich gehe seit einigen Jahren nur noch in eine Apotheke, wenn ich ein Rezept einzulösen habe. Und selbst dann rufe ich vorher an und bestelle die Medis telefonisch vor, sodass ich sie nur noch abholen muss. Gehe ich ohne Vorbestellung hin, gibt es fast immer (auch apothekenunabhängig!) den Versuch des Aufschwatzens von Sachen, die mich nicht interessieren, angefangen bei Wellness-Zeug bis hin zur Erkältungskombi, die kein Mensch braucht. Wenn ich Beratung möchte, frage ich meinen Arzt. In der Apotheke bekomme ich keine relevanten Infos, sondern irrelevante Produkte. „Empfehlungen“ sind sehr regelmäßig aus dem homöopathischen Bereich.

    Alles, was kein Rezept ist und nicht eilt, bestelle ich via Internet (bei einer geprüften Online-Apotheke). Das ist günstiger und kommt ohne nerviges Zutexten aus.

    Ich verstehe, dass Präsenz-Apotheken mit anderen Preisen kalkulieren müssen. Aber die so viel gepriesene persönliche Beratung und die vermeintliche fachliche Kompetenz vor Ort sind mittlerweile lediglich das Bemühen, die teuersten Produkte zu verkaufen, vor allem die, die keinerlei Nutzen haben. Wer tatsächlich einen Rat braucht, fragt besser eben gerade nicht den Apotheker, sondern eher den Arzt.

    Antwort

    • Opapapa
      Mai 12, 2018 @ 07:23:47

      Ärzte sind auch vom schnöden Mammon abhängig , da die Kassen aber vieles nur noch Minimalst Entlohnen sind sie auf Zuverdienste angewiesen und daher schwatzen einige ihren Patienten dann auch gerne irgendwelche IGeL Produkte auf.
      Eine „unabhängige“Beratung ist in einer Arztpraxis also auch Glückssache für den Patienten

      Antwort

      • viola
        Mai 12, 2018 @ 09:15:16

        Nein das ist es eben nicht. Wir beraten über alles: sinnvolle Therapien mit und ohne Zusatzkosten. Wenn die Kassen immer weniger Leistung anbieten und Zuzahlungen fällig werden, dafür kann die Praxis ja nun auch nichts. Mit Verschweigen der Igel Leistung würde man auch Therapieoptionen verschweigen. Und wer uns nicht traut: Zweitmeinung.

        Antwort

        • Delilah
          Mai 14, 2018 @ 10:06:18

          hmm viola, ich kenne aber Ärzte, die mir bei jedem besuch sofort den großen IGEL-Katalog angepriesen haben, wie Sauerbier. Dafür kenne ich Apotheken, die keinerlei Zusatzgedöns anpreisen, außer sie halten es tatsächlich für sinnvoll.

          Was lernen wir daraus? Es gibt solche und solche, in Arztpraxen und Apotheken.

          Ich muss gestehen, als Nur-Notdienst-Apothekerin stehe ich auch gerne mal etwas paddelig vor dem Regal und bin nicht mehr so sicher mit den Produkten, wie die Dame im Text vom Kinderdok. Kommt davon, wenn man nur alle 2 Monate mal in der Apo steht. Aber die Beratungs-Basics habe ich noch drauf…

        • viola
          Mai 14, 2018 @ 19:06:38

          Ich kenne solche Ärzte nicht, ich weiß aber dass auch sinnvolle Behandlungen und Impfungen aus dem Leistungskatalog der Krankenkassen rausgenommen wurden und da finde ich es schon wichtig zu informieren, dass es das gibt und zu welchen Kosten. Denn wer ablehnt oder zusagt kann ich schlecht vorher wissen.

    • Hufflepuff
      Mai 12, 2018 @ 17:14:01

      Ein guter Apotheker oder eine gute PTA wird Dir – sofern er seine Arbeit gut macht – verschiedene Produkte vorstellen und Dir erklären, was der Vorteil dieser Produkte ist. Ob Du das Produkt kaufst oder nicht, ist Deine Entscheidung als mündiger Kunde. Das hat nichts mit „Aufschwatzen“ zu tun.

      Ich verstehe nicht, was Du möchtest: Du möchtest nicht zugetextet werden, möchtest aber andererseits die Beratung durch den Arzt. Was denn nu?

      Antwort

    • aponettesplauderei
      Mai 15, 2018 @ 05:48:01

      Liebe/r Mika, ich empfinde Deine Aussage als äußerst arrogant und verletzend. Ich schwatze niemandem etwas auf – ich gebe sinnvolle Zusatzempfehlungen, da der Arzt heute eben nur noch das Notwendige verordnen darf und oft selber nicht mehr die Zeit hat, diese Tipps zu geben. Wer nicht zugetextet werden will, sagt einfach, ich brauche nichts mehr. Aber wie willst Du als Laie wissen, was es an sinnvollen Zusatzmassnahen gibt? Und oft sind meine Tipps auch etwas wie ein Wickel, den Du gar nicht bei mir kaufen bräuchest, da man ihn mit Bordmitteln machen kann.

      Antwort

  15. kiraka
    Mai 12, 2018 @ 11:22:30

    Wir haben tatsächlich auch eine Stammapotheke, hier gibt es drei Traditionsapos in der Straße (innerhalb von ca. 200m ^^). anfangs waren wir dort, weil sie die nächste zum Kinderarzt ist, danach, weil die Beratung echt gut ist. Sohn hat aufgrund einer Intoleranz eine einschränke bei den möglichen Medikamenten, wir haben da schon zusammen über eine Stunde den Katalog gewälzt und dann ein passendes Mittel gefunden, auch sonst haben sie uns noch nie versucht Homöopathie auf zu schwatzen, sondern eben immer gut beraten.
    Naja, bis auf letztens, da war ein Neuer da und es war direkt morgens nach Öffnung, der hatte es eh nicht da, meinte aber mein Augengel, dass ich auf dem Weg zur Arbeit kaufen wollte, solle ich doch nicht vor der Arbeit nehmen, weil ich ja dann ne verschwommene Sicht habe …

    Antwort

  16. Jonas
    Mai 15, 2018 @ 07:52:58

    Immerhin hat sie nicht versucht, dir drückerkolonnenmäßig etwas Homöopathisches aufzuschwätzen. :p

    Antwort

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