Warum ich nicht off-label impfe

off in Lego

Die Nachfrage ist gering

Es mag schon sein, dass wir in der Praxis einem Wahrnehmungs-Bias unterliegen, aber wir haben in den letzten Monaten vielleicht zehn? aktive Nachfragen nach einer Impfung für 5-11jährige gehabt. Es kamen mehr Fragen nach Einführung des Jugendlichenimpfstoffes, klar, und seitdem die Medien das Thema aufgreifen, fragen auch mehr Eltern kleinerer Kinder nach. Eine erkleckliche Anzahl lässt sich allgemein informieren, erstaunlich viele hören sich das Beratungsgespräch an, sind aber eher skeptisch, was die Impfung für Kinder angeht. Und das, obwohl wir eine überaus und sehr impffreudige Kinder- und Jugendarztpraxis sind. Erzähle ich im Team von den Bedarfsnachfragen in den Sozialen Medien runzeln alle die Stirn – die Realität sieht anders aus. Vielleicht unterliegt auch Twitter einem Wahrnehmungs-Bias.

Der Impfstoff für Kinder war bisher nicht zugelassen

Simply as that. Es gibt faktisch in Deutschland, wegen der EMA sagen wir Europa, keinen zugelassenen Impfstoff für Kinder zwischen 5-11 Jahren. In dieser Woche wurde die Empfehlung der Zulassung seitens der EMA ausgesprochen, die Europäische Kommission muss noch zustimmen. Ein erster Schritt.

Es gibt keinen Kinderimpfstoff

Die Zulassung fürs Kinderimpfen ist keine Erweiterung der Zulassung des Erwachsenenimpfstoffes, d.h. es bleibt weiter off-label, den Erwachsenenimpfstoff in entsprechende Dosen für Kinder aufzuteilen. Mit der Produktion und Auslieferung eines Kinderimpfstoffes rechnen wir erst Ende des Monats Dezember, der goldene Tag sei der 20. Dezember – suprise for christmas!

(Die STIKO hat noch keine Empfehlung abgegeben)

(Naja. Sagen wir mal so: Ich bin enttäuscht! Die STIKO hat sich IMHO in den letzten Monaten nicht gerade mit einer ausgesprochenen Schnelligkeit für Impfempfehlungsentscheidungen hervorgetan. Wenn man den Eindruck hat, das das Robert-Koch-Institut darauf pfeift, wie stark der politische Druck ist, so scheint die STIKO aus Trotz eine andere, bremsende Meinung zu haben. Hier geht sie übrigens Hand in Hand mit den bestimmenden Verbänden der Kinder- und Jugendärzte, dem BVKJ oder der DGKJ, die weiterhin die Diktion predigen, eine COVID19-Infektion sei für Kinder zunächst mal harmlos. Bei den aktuell ansteigenden Zahlen und der Delta-Mutation ist diese Predigt nicht mehr haltbar. Aber müssen wir uns nicht an den ExpertInnen orientieren? Wenn wir das aufgeben, bewegen wir uns sehr nahe an der selbstgestrickten Wahrheit ähnlich der Querdenker. Kein wirkliches Argument gegen die off-label-Impfung.*

Es sind zu wenige Erwachsene geimpft

Das muss ich erklären: Es ist ein absoluter Skandal, dass (zum Zeitpunkt dieses Postings) gerade knapp 70 Prozent der Erwachsenen in Deutschland geimpft sind. Wir haben ungefähr 4,5 Millionen Kinder zwischen 5-11 Jahren in unserer Bevölkerung. Auch wenn wir diese komplett impfen würden (was völlig illusorisch ist, denn Eltern sind noch viel skeptischer was Impfungen angeht, wenn es um ihre Kinder geht, als um die eigene Impfung), ist das eine Erhöhung der Impfquote um gerade mal 5,5% – immer noch weit weg von einem angestrebten Impfziel von >90%. Um die Infektionskurve wieder abzuflachen, braucht es vor allem Bestrebungen, diese Impflücke zu schließen! Vielleicht ein kleiner whataboutism, wenn es um den off-label-use bei Kindern geht, aber hier liegt der Schlüssel: Das Gesundheitssystem wird vor allem durch intensivpflichtige Erwachsene in die Knie gezwungen, nicht durch die Kinder.

Die Finanzierung ist nicht geregelt

Ein nicht zugelassenes Medikament, auch ein Impfstoff, wird nicht von den Kassen, also der Solidargemeinschaft bezahlt. Der richtige Weg wäre: Die Eltern gehen in Vorleistung und holen sich eventuell das Geld von der Krankenkasse zurück. Problem beim Corona-Impfstoff: Er wird vom Staat zur Verfügung gestellt. Da kann sich niemand das Geld für den Impfstoff zurückholen. Juristen sagen, nach Zuteilung des Impfstoffes sei er im Eigentum der Praxis, dann könne diese damit machen, was sie wolle, z.B. sie auch kostenlos an Kinder abgeben. Kann sein. Aber stimmt das auch? Achso: Wir rechnen die Impfung über KV-Impfziffern ab. Der Leistungstext ist hier eindeutig (welcher Impfstoff, ob erste oder zweite oder dritte Impfung), Kinder kommen nicht vor. Außerdem wird ja der Impfstoff geteilt, weil Kinder eine geringere Dosis bekommen. Wie verrechnet man das?

Wir haben uns im Team dagegen entschieden

Ich bin nicht alleine in der Praxis, sondern habe zwei KollegInnen, und wir sind stets bemüht, eine gleiche Medizin in Einstellung, Diagnostik und Behandlung zu betreiben. Alles andere würde Eltern nur verunsichern. Also haben wir ein agreement, was Glaubuli angeht, Hustensäfte, Sälbchen und Tröpfchen, die ohne Wirkung sind, aber auch in allen anderen Dingen. Über die off-label-Impfung haben wir uns genauso intensiv ausgetauscht. Die Teamentscheidung steht.

Impfhelden sehen anders aus

Ich verstehe den Wunsch vieler Eltern, ihre Kinder endlich impfen zu lassen. Ich sehe die Risikokinder, die wir impfen möchten, die Risikoeltern, die durch ihre geimpften Kinder besser geschützt wären, den psychischen Druck durch monate- bis jahrelange Pandemie. Ich bin ein Verfechter der Impfstrategie zur Bekämpfung der Pandemie, es ist die einzige Exitchance, die wir haben. In der Praxis haben wir schon über tausend Menschen gegen COVID19 geimpft.

In den Sozialen Medien werden KollegInnen gen Himmel gehoben, die Eltern die Impfung ihrer Kinder ermöglichen. Sie werden als Impfhelden gefeiert, und sie lassen sich auch gerne feiern. Dies ist legitim. Aber ich bin nicht so ein Typ. Ich bin eher der Angsthase vor Regress, Haftpflicht und Schaden am Kind.

Sobald die Zulassung komplett durch ist, und endlich der Kinderimpfstoff mit geringerer Dosierung auf dem Markt ist, werden wir auch in der Praxis impfen, was das Zeug hält, bzw. so viele Dosen verimpfen, wie uns zugeteilt werden. *Auf die STIKO-Empfehlung werden wir dann nicht warten. Aber das hat auch nichts mit off-label zu tun.

(c) Bild bei pixabay (freie Lizenz)


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33 Antworten auf “Warum ich nicht off-label impfe”

  1. Naja. Man sagt auch, Angst ist kein guter Ratgeber und was heute nein heißt, kann morgen schon anders aussehen. Österreich impft und es soll schon einen Impf Tourismus geben.

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    1. Lieber Kinderdok,
      mich würde sehr interessieren, wie Sie zu der Einschätzung gelangen, dass das Impfen mit Erwachsenen Vials Offlabel bleibt? Ich weiß, dass Herr Maske dies auch so verkündet hat und bspw. auch das StMGP Bayern es entsprechend ausgelegt und damit die Pläne verschiedener Kommunen bereits jetzt Kinder zu impfen durchkreuzt hat. Aber ich kann das nicht nachvollziehen. Ich würde dazu wirklich gerne mal eine entsprechende Quelle sehen.
      Aus meiner Sicht hat die EMA ganz klar und explizit empfohlen, die Zulassung des „normalen“ Comirnaty Impfstoffes, mit angepasster Dosis auf Kinder zu erweitern:
      https://www.ema.europa.eu/en/news/comirnaty-covid-19-vaccine-ema-recommends-approval-children-aged-5-11
      Ich kann an keiner Stelle herauslesen, dass die empfohlene Zulassung sich nur auf die Kinder Vials beziehen würde. Mir ist bewusst, dass viele Ärzt*innen sich wegen des Aufziehens der kleinen Menge sträuben und dass dies bei den Kinder Vials etwas einfacher ist. Dennoch: Offlabel ist es meiner Ansicht nach nicht. Anzumerken ist ja auch, dass sogar die Zulassungsstudien für U12 mit dem normalen Erwachsenen Impfstoff erfolgt sind.

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      1. Wurde denn die Fachinformation schon an <12 Jahre angepasst? Dann ist ja alles safe. Wird aber wahrscheinlich nicht kommen, da BionTech Kindervials produzieren wird. Solange bleibt der Erwachsenenimpfstoff eben doch off label.

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  2. Wir haben unsere 2,5 Jährige durch einen Impfhelden schon schützen lassen und werden das auch mit ihrer Schwester machen, sobald sie 6 Monate alt ist. Ich verstehe die Angst und Unsicherheit auf deiner Seite, aber meine Angst um meine Kinder ist größer, dass garantiere ich. Die Große kam als Frühchen auf die Welt und hat immer wieder mit Atemwegsinfekten zu kämpfen die ungleich heftiger werden als bei Gleichaltrigen, warum wissen wir nicht. Diesem Kind Corona zuzumuten schaffe ich nicht.
    Und ja, ich hebe unseren Impfhelden gen Himmel, denn er hat unser Kind vor einem schweren Verlauf geschützt und uns Eltern diese unglaublich große Angst nehmen können.

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  3. Ich muss sagen, wir haben unseren Kinderarzt auch noch nicht gefragt. Zusätzlich hat es uns just kurz vor der Zulassung durch die EMA erwischt. Unsere Tochter hat sich infiziert, bei meiner Frau und mir gab es einen Impfdurchbruch. Kurz vor dem Booster natürlich. Nur unser Sohn hatte es wohl nicht.

    Nur: wie ist das jetzt mit der Impfung? Kriegen die noch, oder erst erst später? Infos für eine solche Situation gibt es spärlich bis gar nicht.

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  4. Es wäre schön, wenn es endlich einen Totimpfstoff geben würde und wir von diesem anscheinend wenig wirksamen bisher verwendeten Zeug wegkommen. Was bringt es, Kinder, die eh ein geringeres Erkrankungsrisiko haben, mit etwas zu impfen, das seine Wirksamkeit nach ein paar Monaten verliert? Es handelt sich eben NICHT um ein gut erprobtes und praxistaugliches Mittel wie bei der Masern-Impfung (die zudem eine viel bessere Dauerwirkung hat).

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    1. Es wäre schön, wenn wir dafür Zeit haben. Auch Totimpfstoffe werden in aller Regel mindestens 3x geimpft. Mit den mRNA-Impfstoffen sind inzwischen weltweit > 3 Milliarden Menschen geimpft worden.
      Nicht auszudenken, was ohne passiert wäre.

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    2. Woher nehmen sie die Erkenntnis, dass „Totimpfstoffe“ (das sind übrigens die verbreiteten mRNA-Impfstoffe auch, sie enthalten keine replikationsfähigen Pathogene) eine längere WIrksamkeit haben (werden) als die weit verbreiteten und gut durchgetesteten mRNA-Impfstoffe?

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      1. Da Corona genaugenommen eine gefährlichere Grippevariante ist, gehe ich davon aus, dass es wohl mal klassische Impfstoffe geben wird, wie man sie eben auch bei der Grippe verwendet. Bis dahin wird der Durchseuchungseffekt wohl soweit fortgeschritten sein, dass man im Prinzip auch mit einer Impfung pro Jahr für bestimmte Gruppen auskommen sollte. Ich persönlich lehne es ab, mich jedes Jahr zwangs-, pflicht- oder sonstwasmässig mit einem Stoff impfen zu lassen, der eben NICHT gut durchgetestet ist. Sie wollen doch nicht ernsthaft behaupten, dass die aktuellen Impfstoffe in irgendeiner Form guten Impfstoffen wie denen gegen Pocken, Masern oder auch der jährlichen Grippe entsprechen? Das sind Notbehelfe, die nach ein paar Monaten wirkungslos sind, sonst wären die empfohlenen Abstände zum „Boostern“ nicht schon sechs Monaten angelangt. Bei Masern hält das lebenslang, bei Tollwut Jahre, bei Pocken auch. Wir werden nie einen Dauerimpfstoff gegen Corona bekommen, weil er einfach der Grippe zu sehr ähnelt, der Mensch muss sich einfach bis zu einem gewissen Grad daran gewöhnen. Der Staat missbraucht Corona einfach nur, seine Kontrolle zu erweitern. Um eine Krankheitsbekämpfung geht es schon lange nicht mehr.

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        1. Man spürt die mangelnde Kenntnis aller Impfstoffe in Ihren Worten. Pocken mit Masern, Grippe oder Corona zu vergleichen, geschweige denn die passenden Impfungen. Vielleicht sich doch mehr den Experten vertrauen, wenn man selbst keine Ahnung hat?

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        2. Tja, Sie sind der Arzt. Es gibt aber auch Ärzte, die sagen ganz etwas anderes. Und sind die alle dämlich? Haben SIE das Vorrecht auf das absolute Wissen? Ich sehe nur einen Haufen von „Experten“, die in der Gegend rumirrlichtern, einen Virus, der fleissig mutiert – wie das Viren eben so machen (das ist doch richtig, oder?) – und diverse Impfstoffe, die immer weniger helfen. Da wird dann „geboostert“ (nach dem Prinzip 4 x 25 % Wirkung ergibt die volle Wirkung) oder es wird immer davon gesprochen, dass es dadurch ja milde Verläufe gäbe. Gleichzeitig fakt die Politik die Zahlen. Und jetzt kommt man um die Ecke geschossen und will Kleinkindern das Zeug auch noch verpassen, während man in Südafrika schon wieder entspannter wird. Sind SIE der Experte, dem man vertrauen soll? Oder Kekulé? Drosten? Streeck? Oder das Genie Montgomery, der allen Ernstes meint, Corona wäre so schlimm wie Ebola. Schreiben Sie dem doch einen Brief, dass er keine Ahnung hat. Grosse Kenntnis hat der Mann wohl auch nicht. Also hören Sie mir auf mit den Experten. Ich bin froh, dass meine Tochter über das Alter, zum Opfer impfgeiler Kinderärzte (man verdient ja ganz gut daran, gell?) zu werden, mit 18 hinaus ist und ihre Entscheidung selber treffen kann. Wie das übrigens JEDER machen sollte, seine eigene Entscheidung zu treffen, ohne als „Volksschädling“ gebrandmarkt zu werden.

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        3. Na, wie hoch ist denn der Schutz der Grippeimpfung? Wenn es der passende Stamm ist, liegt sie bei ca. 80% – nur mutieren Influenza-Viren und es gibt zig Varianten, generell liegt der Schutz also geringer.

          Ähnliches hat man jetzt bei Covid – gegen die ursprüngliche Variante bietet die Impfung einen guten Schutz, mit jeder Mutante sinkt er ab. Ist halt ungünstig, dass die Mutationen die Ursprungsvariante verdrängt haben.

          Der Vergleich mit Masern hinkt halt an allen Ecken und Enden – wie oft kann ein Mensch denn an Masern erkranken? Genau, unter „normalen“ Umständen genau 1x, danach hat man lebenslange Immunität. Wie oft kann man denn an Covid erkranken? Die Genesenen haben auch nur begrenzten Schutz, es liegt also nicht an der Impfung, sondern der Erkrankung.

          Warum sollte da jetzt „ein Totimpfstoff“ jetzt plötzlich für länger anhaltende Immunität sorgen? Zumal sicher von den selbsternannten Experten die nächste Ausrede kommt, weshalb Novovax jetzt doch nicht gut genug für sie ist etc…

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        4. Tja, und was bringt mrna-Mist? Vierte, fünfte, sechste Imfung alle drei Monate oder was? Da mache ich nicht mit. Ich erwarte von einer Impfung, dass sie einen gewissen Zeitrahmen vorhält und dass sie eine schützende Wirkung hat. Diese Covidimpfung schützen keine Geimpften, sie schützen nicht vor Ansteckung, sie sind ein besseres Placebo. Das Risiko zu sterben für gesunde Personen ist gering, betroffen sind primär über 70jährige u./. stark Übergewichtige. Diese ganze Panikmache nervt. Ich bin einmal mit J & J geimpft und habe an die Zusage geglaubt, es wirkt. Es wirkt einen SCHEISSDRECK. Jetzt kommt der Boosterquark mit den gleichen „Versprechungen“. Ich bin die Lügen einfach leid. Sie können sich gerne alle drei Monate „pieksen“ (wie niedlich) lassen. Ist ja garantiert ungefährlich, Genmais essen ist bestimmt riskanter…..hohoho….

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  5. Moin lieber kinderdoc,

    vielen Dank für die Darlegung Ihrer Sicht!

    Wir haben auch überlegt, unseren gerade zweijährigen Sohn off-Label impfen zu lassen, am liebsten so schnell wie möglich, also wenn USA und Israel anfangen zu impfen. Dann sind die Studien durch und ich glaube, dass deren Vorgehensweise sich schlicht bewährt hat. Aber wie lange das wohl noch dauern wird?! Mindestens den Winter über werden wir wohl noch bangen und hoffen müssen, dass nichts passiert.

    Ich finde es ziemlich zynisch und geradezu unverschämt, wenn die deutschen Entscheider sich hinstellen und sagen: „Und?! Dann werden die Kinder halt vermeidbar krank, who cares? Schließlich überlasten sie die Kliniken nicht!“ obwohl man davon ausgeht, dass sich alsbald alle Ungeimpften mit ziemlicher Sicherheit infizieren werden und damit eine Impfung ein erheblich geringerer Eingriff ist. Von den möglichen schweren Folgen einer realen Erkrankung einmal abgesehen, ist eine mehrwöchige leichte Erkrankung auch für Kinder kein Spaß und sollte ihnen nicht unnötigerweise zugemutet werden.

    Wenn ich Sie richtig versanden habe, sprechen hauptsächlich Haftungssorgen dagegen?

    Bei unserem KiA haben wir es noch nicht angesprochen, wir wollten es bei der U7 machen.

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    1. Ich habe bei unserem Kinderarzt per Mail angefragt. Er hat eine Warteliste angelegt und fängt dann an zu impfen, wenn er den Kinderimpfstoff hat. Wie siehst du persönlich das Risiko bei schon älteren Kindern, die als Kleinkind bei jedem Fieberschub einen Fieberkrampf hatte? Ich kriege bei dem Gedanken an Fieber als Nebenwirkung einer Impfung Schweißausbrüche, obwohl es von selbst im richtigen Alter aufgehört hat. Und keine Angst, ich frage auch bei unserem Kinderarzt nochmal nach.

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    2. Ich habe vier Kinder, und es gab mal eine Zeit, wo ich mit meinen Kindern wegen starken Halsschmerzen und Husten zum Kinderarzt gegangen bin. Manchmal war es nach dem Rachenabstrich bakteriell und habe Antibiotika bekommen. Oder er sagte ganau diesen Wortlaut: „Abstrich ist sauber, es ist NUR ein Virus“
      Welches ich ganz normal mit Ibu und genug trinken auskurieren soll.
      Habt ihr diese Zeit vergessen??? Muss man jetzt Kinder noch vor Viren schützen?
      Die schaffen es locker ohne Impfung. Wir hatten Covid (meine 2 großen Kinder 17 und 20) mein Mann und ich. Wie Erkältung überstanden, aber hochinfektiös. Meine kleinen 4 und 7) habe ich zwei Wochen zuhause gelassen und immer wieder getestet. Die haben es einfach nicht bekommen! Nichts nicht mal ein billigen Schnupfen! Kinderarzt hat gemeint, wegen Kreuzimmunität.

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  6. Unsere Kinderarztpraxis impft erst mit Stiko Empfehlungen. Off Label müsste ja gar nicht mal sein aber wir wollten einen Termin vereinbaren oder wenigstens auf die Warteliste. Gibt’s halt nicht. Und Nu? Wir möchten ab Zulassung und Lieferung impfen und finden keinen Arzt. Und rum fragen bei anderen Eltern darfst du auch nicht. Weil, das ist ja schon fast Kindeswohlgefährdung sein Kind impfen zu lassen. 😢Wir wollen impfen aber wie? Und wo? Gibt’s mobile Impfangebote auch für Kinder? Hausarzt hier impft nur eigene Patienten. Kinderarzt wartet wie gesagt ab was die Stiko sagt. Wir reduzieren Kontakte wo es nur geht. Und blicken voller Hoffnung Richtung Januar.

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  7. Klar ist super sinnvoll gegen eine Krankheit zu impfen die kleine nicht betrifft und sie nur die Risiken tragen zu lassen. Am besten noch regelmäßig boostern, dann ist die Pandemie endlich vorbei. Danke Herr Mediziner.

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    1. Nicht betrifft? Hm. Im Kindergarten meiner Kleinen gab es bislang zig Coronafälle. Inklusive Schließung, Quarantäne, weiterer angesteckter Kinder und deren kompletter Familie. In der Grundschule meines Erstklässlers schießen die wöchentlichen positiven Fälle auch wie Pilze aus dem Boden.

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  8. Der Comirnity-Kinderimpfstoff ist seit letzter Woche zugelassen, wenn mich nicht alles täuscht. Sowohl die Abpackung als auch die Rekonstitution ist etwas anders als beim Erwachsenen-Impfstoff. Zu unterscheiden sind die unterschiedlichen Vials an den unterschiedlich farbig gestalteten Plastedeckeln, welche den Durchstechstopfen des Vials abdecken: lila = 12-199 Jahre; orange = 2-11Jahre.

    Die erste Bestellung (zumindest über Apotheken) wäre bis vorgestern (07.12.2021; 12Uhr) möglich gewesen. Die erste Auslieferung soll (meines Wissens nach) am 13.12.21 erfolgen, aber da sind sich die behördlichen Stellen immer noch nicht ganz einig, es könnte auch der 20.12.21 sein. Diese Information habe ich nicht weiter nachgeforscht, da bei mir keine der umliegenden Kinderarztpraxen geordert hat.

    Über Feiertage und Neujahr soll – so mein bisheriger Informationsstand – keine Auslieferung des Kinderimpfstoffs stattfinden. Die nächste Bestellung wäre dann bis zum 04.01.2022 12:00Uhr möglich, Auslieferung wäre damit der 10.01.2022.

    Allerdings können dieverse Ämter und öffentliche Stellen alle diese Infortmationen im Handstreich und mit einer Vorlaufzeit von bis zu 0 Minuten ändern. Insofern gibt es von mir kein Gewehr – ich habe keine Waffenbesitzkarte.

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    1. Habt ihr mitbekommen, dass die Bundesregierung fälschlicherweise eine allgemeine Stiko Empfehlung für Kinder von 5-11 auf ihrer Webseite geschrieben hat? Stko selbst hat aber nur Empfehlung für Risiko und Vorerkrankte Kinder von 5-11 ausgesprochen, NICHT für alle Kinder. Außerdem wurde nicht (also in Stuttgart bin ich mir sicher) in Impfzentren mit dem Kinderimpfstoff sondern mit Biontech verimpft. In meinem Umkreis sind es einige, welche es bestätigt haben

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      1. Das Verimpfen des „normalen“ Biontech-Erwachsenen-Impfstoffes an Kinder von 5-11 Jahre ist unproblematisch, sofern nur 1/3 der Erwachsenendosis auf die Kinder-Impfspritze aufgezogen wird.

        Da dies allerdings zugegebener Maßen rein technisch etwas „unhandlich“ zu bewerkstelligen ist, hat man eine „dünnere“ Rezeptur für den Kinder-Impfstoff entwickelt, welche sich schlicht einfacher (und damit mit weniger potentiellen Fehlerquellen) be- und verarbeiten läßt.

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  9. Feig und vor allem faul – as usual.
    Hauptsache Geld scheffeln und die Kundschaft durchschleußen; das ganze in einer kalt-distanzierten Art, mit kaum einem Blick über den Brillenrand.
    So wie wir ihn kennen und mögen „unseren“ Kinderdoc.

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  10. Obwohl wir aus vielerlei Gründen monatelang verzweifelt nach einer Impfmöglichkeit für unser U12 Kind gesucht haben, haben wir bei unserer Kinderarztpraxis gar nicht erst nachgefragt. Dort wurde schon bei Jugendlichen streng nach StiKo geimpft, so dass uns klar war, dass wir dort gar nicht erst nachfragen müssen… Rechtlich verstand ich (Juristin) allerdings das Problem bei einem zu unterschreibenden Haftungsausschluss nicht ganz – wer soll denn Regress nehmen, wenn die Haftung ausgeschlossen wurde? Das kann ja evtl. noch irgendwer probieren, ist aber bei entsprechender Dokumentation rechtssicher auszuschliessen.

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