Geschichten aus dem Coronaland

Corona Einverständnis

Inzwischen sind wir bei den Zweitimpfungen für die Jugendlichen angekommen. Wie bei der ersten müssen die Eltern (und dürfen die Minderjährigen) die beiden Fragen auf dem Einverständnisformular ankreuzen und unterschreiben, „ich habe keine weiteren Fragen…“ und „ich willige in die vorgeschlagene Impfung…“ usw.

So auch bei der 14jährigen Meryem.

Ich: „So, dann sortieren wir mal kurz die ganzen Formulare.“
Vater: „Papierkram…“
Meryem: „Papa!“
Ich: „Oh, ich sehe grad, da fehlen noch die Kreuzchen bei der Einwilligung.“ (Wie so oft, kenne ich schon, die Leute lesen gar nicht, was sie da unterschreiben. Ich habe mir angewöhnt, alles sowieso zu wiederholen.)
Vater: „Achja?“
Ich: „Haben Sie denn noch weitere Fragen, sonst kreuze ich hier ‚Keine weiteren Fragen’…?“
Vater: „Fragen? Fragen! Da gibts ja so viele Fragen…“
Meryem: „Papa!!“
Ich: „Ich beantworte Ihnen gerne alles. Was haben Sie denn noch für Fragen zur Corona-Impfung?“
Vater: „Schon gut…“
Ich: „Und wie ist es mit ‚Ich willige in die vorgeschlagene Impfung ein‘?“
Vater: „Muss ich ja…“
Meryem: „Papa!!“
Ich: „Müssen Sie nicht. Wenn Sie die Impfung für Ihre Tochter nicht wollen…“
Vater: „Jaja. Lassen Sie mal…“
Ich: „Nein, ernsthaft: Was haben Sie denn für Bedenken?“
Vater: „Bedenken…, Bedenken…, Quatsch. Aber diesen Scheiß hier…,“ er zupft an seiner FFP2-Maske, „muss ich ja trotzdem hier tragen, obwohl ich geimpft bin, was bringt das denn dann, wenns sonst nichts bringt?“
Meryem: „Papa! Nicht Diskutieren!“
Ich: „Naja, zum einen sind ja nicht alle Leute geimpft, zum anderen ist das ein zusätzlicher Schutz. Die Impfung ist ja nicht dazu da, ein bequemeres Leben zu führen, sondern nicht oder nicht so schwer krank zu werden.“
Vater: „Na toll. Und was soll das dann? Dann ist ja alles wie vorher. Und dann wohl noch Boostern? Und dann vielleicht alle vier Monate oder was? Oder einmal im Jahr. Schwachsinn das alles.“
Meryem: „Papa, menno! Ich will einfach nur geimpft werden!“
Es folgen noch diverse Querdenker-Anti-Impf-Motive wie Nanokörperchen, Bill Gates und Manipulation der Medien, am Ende setzt er aber seine Kreuzchen. Vor sich hin brummelnd verlässt er den Raum, seine Tochter bleibt zurück und zieht noch ihre Jacke an.
Meryem: „Vielen Dank, Herr Doktor. Entschuldigung. Ich will einfach nur gesund bleiben.“


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2 Antworten auf „Geschichten aus dem Coronaland“

  1. Au weia – und sowas hat der arme Kinderdok nun praktisch jeden Tag!
    Ich war gestern schon überfordert, als mir jemand, den ich bisher immer geschätzt habe, erklärte, seine überstandene Infektion sei „ein Klacks“ gewesen und auf die Intensivstation komme man wegen der Impfung.

    1. Chip-> jeder hat doch ein smartphone…da haste deinen ollen Chip doch schon…..🙄 den Spruch habe ich mal rausgelassen, als wieder mal so ein Argument kam……

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