28 Antworten auf „umgangsformen“

  1. Neulich, eine Mutter beim Schuhe kaufen: „Ey, bisse blööööd oder wat?“ zu ihrem Kind (etwa 2), die sich ordnungsgemäß hinten in der Reihe anstellen wollte, während die Mutter sich vor mich drängelte. Ich hatte meine Schuhe schon auf die Theke gestellt, das Mädchen, von der Mutter genötigt, stellte die Schuhe dazu. Die Verkäuferin, die sich nicht ganz sicher war ob wir nun zusammen gehören oder nicht- weil die aufdringliche Mutter sich so dazu gestellt hat- fragte, ob wir zusammen oder getrennt bezahlen. Ich wollte mit dem Kind scherzen und sagte, dass es aber nett von ihr sei, meine SChuhe mit bezahlen zu wollen. Da schrie die Mutter MICH an: „Kannst Deine beschissenen Schuhe selber bezahlen!“ Die Verkäuferin meinte nur: „Ich sehe schon, sie gehören NICHT zusammen…“ und nahm meine zuerst, woraufhin diese Mutter nochmal meinte ihre vor zu schieben- da hatte sie aber keine Chance mehr. Das Kind wurde übrigens auf dem Weg nach draußen noch mehrmals zusammen gesch***en für NICHTS.
    Und da wundert man sich manchmal über die Manieren der Kinder… aber wenn die es nicht anders gelernt haben…

    1. problem sind weniger die schlechten manieren – oft sind die kinder netter als ihre eltern. das problem ist, dass diese kinder ständig mit kritik und beleidigungen und respektlosigkeit aufwachsen, das nagt in erster linie am selbstbewußtsein. viele trauen sich dann einfachste dinge nicht zu, aus angst, wieder zusammengestaucht zu werden.

    2. Eigentlich halte ich ja nichts davon, wenn Verbrecher sich mit ihrer schweren Kindheit rausreden. Aber wenn ein Kind sich ständig so anschreien lassen muss (ich will gar nicht wissen, was *zu Hause* erst los ist), wie soll es da NICHT absolut verkorkst werden?
      Verdammt, sowas macht mich so unsagbar traurig und ich wünsche mir viel mehr Zivilcourage, dass den Eltern vor den Kindern vehement widersprochen wird, damit den Kindern deutlich wird, dass es nicht richtig ist, wenn ihre Eltern sie so beschimpfen 🙁

  2. Ich hätte die Mutter gefragt, wie sie dazu kommt, mich zu duzen und ihr erklärt, dass es schon besser ist, wenn der Arzt beim Impfen guckt, was er tut. 😉

    (@Potentielle Erklärbaren: Jaja, ich hatte schon verstanden.)

    Ich gucke beim Impfen und Blutabnehmen auch nicht hin. Nicht wegen des Schmezes, sondern aus Ekel. Ich würde aber den Teufel tun, meinem Kind ohne weiteres dasselbe zu empfehlen und ihm damit meinen Ekel anzuerziehen. Nur wenn ich sähe, dass es sich beim Hingucken selbst um so verrückter macht, je näher die Nadel kommt, würde ich ihm raten, doch einfach nicht hinzugucken.

  3. Es macht mich traurig und wütend, wenn jemand so mit seinem Kind redet. So ein kleines, unschuldiges Würmchen kann doch gar nicht bescheuert, blöd oder sonstiges sein.

  4. *kopfschüttel*

    Manchmal fragt man sich wirklich. Beim Probebesuch im Kindergarten mit meinem zweieinhalbjährigen Sohn hab ich mich auch gefragt, ob ich die Einzige bin, die ihrem Kind beibringt, „ich möchte“ zu sagen anstelle von „ich will“…

  5. nachdem ich mein erstes „WTF?!“ runtergeschluckt hab:
    Ich hab immer so neugierig zugeschaut und war (wohl vom sprudelnden Blut) so fasziniert, dass sich mein Doc genötigt sah mir zu erklären, wie das funktioniert 🙂

  6. Knder-Doc,

    Eins mit Sternchen für Deinen eigenen Kommentar zu dem Post. Wer keinen Respekt von den Menschen bekommt, die er eigentlich von Geburt an liebt, der wird auch kein respektvoller Mensch!

  7. Wenn ich mir die aktuelle Diskussion auf der Facebookseite von ELTERN übers Thema Schlagen ankucke, wundert mich nix mehr. Stimmt mich traurig, dass Eltern so mit ihren Kindern umgehen. Allerdings gibt es unzählige Eltern, die mit ihren Kindern normal sprechen aber diese dann schreien lassen o.ä. 🙁

  8. Beim Blutspendedienst sagt die Schwester auch immer „Nun schauen Sie doch weg!“ – Ich weiß gar nicht warum? Macht die das nervös?

  9. Ich schau immer hin, ich mag nicht überrascht werden, ob bei Impfung oder Blutabnahme. Das war als Kind schon so. Ich will das sehen.
    Und ich fands immer faszinierend.

    Allerdings habe ich auch von vielen Profi-Blutsaugern die – auffordernde – Frage gehört, ob ich nicht lieber wegschauen möchte. Oder einfach: „Warum schauen Sie denn hin?“ Vielleicht glauben ja manche, man kippe dann um, wenn man tatsächlich sieht, wie die Nadel in die Haut dringt?

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