für die seelenbalance

und dann mal wieder die impfdiskussion – ich zwinge mich, nicht langeweile aufkommen zu lassen im gemüt, aber in der regel bringen mich die diskussionen ausreichend in rage, um nicht demonstrativ zu gähnen. das wäre auch nur zu unfair. alle eltern setzen sich immer das erste mal mit dem impfgedanken auseinander, da muß man sie abholen. ich beschäftige mich schon ewig damit, als arzt muss man schließlich genauso eine position finden. zum leid für die impfkritischen ist die meine aber sehr rigide.

ich: „jetzt ist ihr sohn ja schon knapp drei – wie ist denn das mit den restlichen impfungen? es fehlen noch die letzten drei. nach den empfehlungen hätten wir die ja schon im zweiten lebensjahr beenden können.“
die mutter strahlt mich siegessicher an, keine ahnung, vielleicht erwartet sie eine bestätigung meinerseits für ihre heroische entscheidung: „ja, also da haben wir uns entschieden nicht mehr zu impfen.“
ich: „oh. schade. aber bei ihrem ersten sohn lief doch alles ok ab und der war mit fünfzehn monaten komplett geimpft. inzwischen sechse, kerngesund, keine allergie…, “ ich hake kurz die üblichen bedenken ab…“keine infektanfälligkeit, super entwicklung, alles prima. was bringt sie jetzt auf den gedanken?“
mutter: „wir sind ja jetzt in heilpraktikerbetreuung…,“ wieso? „… und der hat auch gemeint, das ist nicht nötig.“ das imaginäre klappmesser in meiner hosentasche springt auf. „die vielen umweltgifte und so. und außerdem ist das für die psyche auch nicht so gut, sagt der, für die seelenbalance, wissen sie?“ doch, sie hat das wort tatsächlich benutzt.
ich: „nee, weiß ich nicht. was hat denn ihr heilpraktiker ursprünglich gelernt?“ es soll ja auch heilpraktikanten geben, die einen echten medizinischen background haben.
mutter: „… ja, also. der ist halt heilpraktiker.“ achja. genau. was ihn zum experten für infektionskrankheiten und impfungen im speziellen macht.
ich: „sollten sie die empfehlungen zu impfungen nicht den kinderärzte zutrauen, den infektiologen?“
mutter: „aber man muss das doch auch ganzheitlich sehen. die kinder müssen doch auch mal krankheiten durchmachen.“
ich: „war ihnen ihr erstes kind zu gesund?“ autsch. rutsche mir jetzt einfach mal so raus.
mutter: „nein, das nicht. sicher, der hat auch mal erkältungen gehabt. aber vielleicht hätte er sich anders entwickelt, wenn er mal richtig krank gewesen wäre.“ ohje.
ich: „ist es nicht schade, dass wir in den impfdiskussionen jetzt schon so weit sind, dass wir uns wünschten, unsere kinder mögen doch kranker werden, damit sie sich angeblich besser entwickeln?“
mutter: „ich mein ja nur.“
ich: „ich kann sie nur bitten, sich das nochmal zu überlegen. sie haben gute erfahrungen mit ihrem ersten sohn gemacht, ich mache die gleiche mit hunderten von kindern tagtäglich über die jahre hinweg – ich kann sie nur bestärken darin, ihre kinder impfen zu lassen.“
mutter: „ja, aber der heilpraktiker…“
ich: „der wird ihnen auch nicht helfen können, wenn ihr kind die masern bekommt.“
mutter: „naja. vielleicht ja doch. und sie doch auch nicht.“
ich: „richtig. das gebe ich auch zu. der heilpraktiker wahrscheinlich nicht. bei masern gibt es kein gegenmittel. und deswegen sollte man präventiv arbeiten, um sie zu verhindern.“
mutter: „mmmh. naja. ich werd nochmal mit ihm sprechen.“
ich: „mit ihrem mann?“
mutter: „nein, mit dem heilpraktiker.“
manchmal nimmt das sektenhafte züge an. man lässt entscheidungen von anderen treffen, die keine ahnung von der materie haben, aufbauend auf einem geistigen faserigen konstrukt aus weltanschauungen, gerüchten und nachgeplapperten behauptungen. auch impfbefürworter sind oft sehr dogmatisch und streng, aber wenn es um empfehlungen zum schutz von kindern und auch um den schutz der allgemeinheit geht, muss man genau so sein. Bei der Anschnallpflicht ist das nicht anders. aber es soll auch leute geben, die ihre kinder nicht anschnallen, weil das ihre freiheit rauben würde oder sie sich im gurt verheddern könnten, wenn es zu einem unfall kommt.

154 Einträge zu „für die seelenbalance

  • „aber man muss das doch auch ganzheitlich sehen.“

    Daran gibt es nix zu rütteln, Masern sind eben eine ganzheitlich Erkrankung. Sie betreffen den ganzen Körper und das ganze Spektrum. Von „Nix passiert“ bis „R.I.P.“

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  • Dankedankedanke für die herrlichen Impftexte. Ich drucke sie immer aus und drücke sie impfunwilligen Mitmüttern in die Hand. Hilft zwar nix, befriedigt mich aber ungemein, auch wenns böse Blicke gibt und einen Vortrag, dass doch aber der Kinderarzt (!) gesagt hat, wenn Kind geimpft wird, kriegt es garantiert Neurodermitis und Asthma. (Ja, auch solche Kinderdocs gibt es).

    Unten durch bin ich bei dieser Sorte Mütter aber sowieso, weil mein „armes Kind“ nach dem Hinfallen keine Arnikakügelchen bekommt, sondern ein Küsschen und Gepuste aufs „Aua“.

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    • Dito. Ich ärgere mich schon den ganzen Morgen, dass wir die Impfung, die nächste Woche mit der U7 zusammen dran gewesen wäre verschieben müssen weil Söhnchen sich gerade eine spastische Bronchitis eingefangen hat.

      Ich halte es mit DrHouse: „Wissen Sie, was sich noch gut verkauft? Kindersärge…“.

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        • Söhnchen sollte lt. Impfschema unserer KiÄ auch jetzt fertig sein, bei der U7 aber nun ist er nur 5 Tage vor der U7 knapp an einer Lungenentzündung vorbeigeschrammt und laboriert an der spastischen Bronchitis, da wird vermutlich eher nicht geimpft. Das holen wir dann nach, wenn er gesund ist und dann ist er auch fertig für die nächsten 4 Jahre 🙂 Alles in allem haben wir trotz ständig krankem Zweitkind den Zeitplan doch recht gut eingehalten.

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      • Ja klar, Grippe hat ja noch nie jemanden umgebracht, ganz besonders nicht kleine Kinder. Grippe ist nicht Erkältung, Grippe ist eine schwere Krankheit, die man mit einem einfachen Pieks verhindern kann.
        Zur Hygienehypothese: Für das Immunsystem ist es egal ob man eine laufende Nase oder Masern hat. Jedes Kind wird oft genug krank (jeder Durchfall, jede laufende Nase ist ein eigener neuer Erreger) da braucht es die Handvoll Sachen, gegen die man impfen kann überhaupt keinen Unterschied, die machen nur einen winzigen Teil aller Erreger aus, denen man so begegnet.

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  • Hätten Sie doch dem kleinen gleich den Arm gebrochen oder ihn mit Ebola infiziert, damit er sich besonders super entwickelt – manchmal frage ich mich wirklich, ob solche Eltern beim Heilpraktiker auch gleich ihr Hirn mitabgeben zusätzlich zu den hunderten rausgeschmissenen Euros.

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  • Ich finde es faszinierend, wie Du Dir solche Dialoge merken kannst. Wenn ich so etwas wiederzugeben versuche, komme ich immer durcheinander. Aber so eine gewisse emotionale Erregung hilft ja angeblich beim Merken 😉

    Danke jedenfalls. Für die Komik und für die Botschaft.

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    • das bloggen übt. ich habe mir angewöhnt, die dinge in der mittagspause oder am abend sofort niederzuschreiben. zwischenrein tuts auch mal der zettel in der hosentasche. und meist sind die geschichten auch schon mal länger her – von wegen der verfremdung.

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  • Na aber Kinderdok, immer so konservativ bei diesem Thema… Tse ^^

    So eine ordentlicher Infekt mit kompliziertem Verlauf und bestenfalls noch Folgeschäden ist doch viel besser für die Seelenbalance. Das formt den Charakter.

    *achtungironie*

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  • Ich hatte erst letztens die Diskussion bzgl. Masernimpfung mit meinem Mann, wir selbst haben keine Kinder. Ich bin aber komplett geimpft, er hat nur die schwerwiegensten wie z.B. Kinderlähmung. Er hatte als Kind Masern und fand das alles gar nicht soooo schlimm und fragte mich als welche die Winkpocken hatte (in den 80ern gab es noch keine Impfung hierfür, denke aber auch das man die am ehesten weglassen könnt, auch wenn ich gelitten hab ;)) was denn so schlimm daran sei…. dir als Kinderdoc muss ich die Unterschiede vermutlich nicht erzählen und das die Problematiken bei Masern weit aus höher sind.

    Erschreckend finde ich immer, das die Menschen sich gar nicht bewusst machen, das es heute nur alles so easy peasy ist und die Menschen kaum noch mit diesen Krankheiten zu kämpfen haben WEIL eben viele geimpft sind. Aber dann rumheulen wenn der große die Masern aus dem Kindergarten mit einschleppt und der kleine Säugling dann damit kämpfen muss und Spätfolgen zurückbehält.
    Impfen dient ja nicht nur zum Schutz des eigentlichen Impfkandidaten sondern eben auch zum Schutz der Allgemeinheit und der Schwachen….

    Und ich werde es NIE verstehen wie man einem armen Kind solch eine Krankheit aufbürden kann, warum lässt man sein Kind leiden wenn es auch einfacher geht. Warum spielt man Russisch Roulette?… als meine Schwester sich dann weigerte, eben aufgrund solcher Gerüchte, Mütter, Heilpraktiker und Co, meine Nichte selbst die ersten 3 Grundimpfungen zu geben bin ich dezent ausgerastet.

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        • Der Verlauf ist bei Erwachsenen in der Tat meist Schlimmer als bei Kindern. Ein weiterer Grund seine Kinder impfen zu lassen, denn auch wenn der Verlauf bei den Kindern eher harmlos ist, so kann er bei Erwachsenen doch zu schweren Folgen führen.

          …als ich Windpocken hatte war ich 4…meine Erinnerungen sind also eher getrübt. Meine Mom erzählt mir immer nur das meine Schwester auch unbedingt die Punkte haben wollte weil sie dann immer eingecremt wird. Sie hat sie dann wohl auch bekommen ^^ und war stolz wie Bolle mit ihren 3 Jahren.

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    • Rigide Argumentation? Ich finde, die kann gar nicht rigide genug sein. Es ist unverantwortlich, die Impfmüdigkeit, wohlstandsverwöhnter Eltern, auf den Rücken der eigenen oder fremder Kinder auszutragen.
      Unsere lieben Impfverweiger in Europa, haben den wirklich glücklichen Umstand, dass ihre Kinder vermutlich von Krankheiten wie Masern verschont bleiben, der Durchimpfung und somit gewährleistetem Herdenschutz zu verdanken.
      Anderswo auf der welt würden Mütter ihren rechten Arm dafür hergeben, wenn sie ihren Kindern einen solchen Schutz bieten könnten. Ich finde diese ach so „alternative“ Haltung, gewürzt mit teilweise dummdreister Arroganz echt zum ko…en!

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    • war mir klar, dass dieser einwurf kommt. es gab noch einen letzten – gestrichenen – absatz, der genau das aufgriff. nein, ich halte weder die stiko, noch sämtliche berufsverbände der ärzte und infektiologen für sekten. manche impfgegner-vereinigungen aber schon.

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  • Vielleicht sollte man als Voraussetzung zum Führen des Titels Heilpraktiker eben jene dazu verpflichten, wenigstens einige Zeit in ein größeres Klinikum mit Kinderneurologie zu verbringen und sich anzusehen, was man mit Anti-Impf-Parolen so anrichten kann. Vielleicht sieht der eine oder andere dann ja ein, dass „Seelenimbalance“ weitaus weniger schlimm ist, als Tod oder Spätfolgen von Encephalitiden o.ä. Die „gut informierten“ Mütter kann ich leider auch nicht verstehen. Das z.B. Masern eben nicht ausgerottet sind, ist vielleicht nicht jedem bewusst, aber heutzutage, wo jedermann beim kleinsten Zipperlein Dr. Google um Rat fragt und mit 100 ausgedruckten Seiten sowie der Diagnose Krebs zum richtigen Arzt rennt, sollte man doch relativ einfach auf Wikipedia o.ä. stoßen, wo man dann auch so etwas findet: http://de.wikipedia.org/wiki/Masern#Subakute_sklerosierende_Panenzephalitis
    In zugegebenermaßen sehr kleinem Ausmaße gab es somit doch eine gute Seite an der DDR Dikatur – Impfpflicht 😉

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  • ..ich liebe unseren Kinderarzt, der erklärt jeddn Vorgang, jede Untersuchung, jedes Medikament so von grund auf und allumfassend, dass ich jedes Mal damit rechne, dass er gleich noch ne Flipchart aufstellt und es aufmalt
    🙂
    Der turnt auch alle Übungen vor ^^

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  • Darf ich mich aufregen? Wegen solchen Müttern und Heilpraktikern habe ich jedes Mal ein sch… Gefühl wenn ich meinen Säugling mit in den Kiga nehmen muss um meinen „Großen“ abzuholen. Der ist komplett durchgeimpft und mit Junior geht es nächsten Monat mit der U4 auch los – aber leider noch nicht gegen die ganzen „Kinderkrankheiten“ die sich gerne mal im Kiga verstecken.

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      • Is doch genau wie vorher, oder?

        PS: Und nein, ich bin nicht der Anonyme von 14:51 Uhr (okay gut, das ist jetzt natürlich schwer zu beweisen…)

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        • Ja, aber es ist eine relative Anonymität. Wenn ich nächste Woche unter irgendeinem Post riesen Schmarrn schreibe dann weiß das übernächste Woche vielleicht noch wer. Genauso wenn ich mir zwischendurch mal widerspreche etc..
          Da würde mein voller Name in Ermangelung eines Facebook Accounts auch nicht viel mehr Informationen bringen…

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  • Es hetzt niemand für die Pharmaindustrie! Sondern es wird zu recht kritisiert, das wohlstandsverwöhnte Eltern, ihre „alternative“ Phase auf dem Rücken, derer austragen die sich nicht dagegen wehren können. Das sind sowohl die eigenen als auch fremde Kinder.

    Weiterhin, liebe/r Anonymos bleibt mir nur zu sagen: *PLONK*

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  • Ach, wie schön, wieder mal die Impfdiskussion! Also zurücklehnen, Flasche Bier aufmachen, Chips dazu… ist doch bessere Unterhaltung als so ne langweilige Fernsehtalkshow.
    Mein Kristallaurahokuspokustherapeut hat mir übrigens gesagt, ich soll mich nur noch von Heilerde ernähren. Aber das ist wieder ein anderes Thema…

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  • Doch, doch. also ich finde schon, dass man das ja sehr wohl auch ganzheitlich betrachten sollte und auch grade am charakter der heutigen jugend sieht. das ist die generation porno, die gewaltaetig ist und in ihrer gesamtheit hartzIV empfangen wird.
    wohingegen frueher nicht geimpft wurde und die leute entsprechend anstaendiger waren.

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  • Mein Mutter hat mich und meine Schwestern alle impfen lassen. Wir wurden alle groß und uns geht’s super. Wir hatten nie Beschwerden durch impfungen (außer sowas wie: „Naaaiiiin, Spritzen tun weh!“) und ich glaube nicht, dass wir ungeimpft eine noch bessere Entwicklung durchgemacht hätten. Immerhin: 3 Schwestern, 2 davon Abitur und Studium, die dritte sehr gute Ausbildung.

    Aber was hätte tolles aus uns werden können, wenn wir nicht geimpft worden wären???

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    • Wenn ihr nicht geimpft worden wäret, wäret ihr jetzt alle Nobelpreisträgerinnen. Vermutlich in Medizin. Am besten in Alternativer. Für das Finden des Allheilmittels gegen gemeingefährliche Schulmediziner, die mit ihren tödlichen Impfspritzen Amok laufen.
      Also wirklich. Ich hoffe, deine Mutter schämt sich entsprechend.

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  • Tja, da ich erst trotz Impfung Keuchhusten durchmachen „durfte“ (Impfversager gibts immer mal… schon scheiße, wenn die dann die Arschkarte ziehen, weil sich immer weniger impfen lassen), kann ich nur aus erster Erfahrung sagen:

    „Harmlose Kinderkrankheit“ ist ein Oxymoron. Aber was für eines. Minutenlange Hustenanfälle mit nahender Panikattacke, weil die Luft wegbleibt, tierische Schmerzen in der Brust, weil das Rippenfell langsam die Hufe hochreißt sowie die dauernde Müdigkeit, weil Codein zwar komplett durchschlafen lässt, das aber nicht erholsam ist. Wie sehr muss man sein Kind hassen, dem sowas zu wünschen? Ich als Erwachsener weiß, dass bei Hustenanfall nur ruhig bleiben und abwarten hilft, aber ich möchte den sehen, der das ruhig nem röchelnden, nach Luft schnappenden Kind erklärt. Und die Folgen von Masern sind ja auch nicht ohne – und wenn die Nebenwirkung „Tod“ heißt, dann wäre mir bei meinem Kind auch eine Chance von 1:1Mio zu gefährlich. Daher werde ich mich weiter durchimpfen lassen und meine potentiellen Kinder auch.

    Etwas Gutes hatte mein Keuchhusten – im Freundeskreis haben endlich mal alle es geschafft, ihren Impfstatus zu überprüfen.

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  • Also ich finde den Heilpraktiker an sich gar nicht so falsch. Das ist mir lieber als der Arzt, der wegen jedem Mist Antibiotikum verschreibt (klingt eso, ist aber so).
    WICHTIG ist aber, dass der Heilpraktiker seine Grenzen kennt. Unserer kennt die, und das ist auch okay.

    Ich hab mich letztes Jahr gegen Windpocken impfen lassen, weil ich die nie gehabt hab – und meine Gynäkologin meinte, das sei echt nicht witzig, die als Erwachsene zu bekommen, eventuell auch noch während einer Schwangerschaft.

    Aber so ein Kappes – vor allem, weil ja wohl einige Impfungen schon gemacht worden sind? Dann kommts bei dem Kleinen ja wohl auf die letzten drei Impfungen auch nich mehr an, oder?

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    • Wieso kommts auf die letzten drei nicht an? Meinst du, weil mein Sohn schon gegen Keuchhusten, Tetanus und Diphterie geimpft ist haben die Masern und Röteln ein Einsehen und suchen sich wen anders oder wie?
      Übrigens danke für den Beitrag Kinderdoc, hat mich grad erinnert noch dem Impfpass für morgen rauszukramen. Nach dem Pieks ist der Kleine dann endlich durchgeimpft und ich muss kein Bauchweh mehr haben wenn ich ihn mitnehme, den Großen im Kindergarten abzuholen und da hängt dann wieder so ein Schild in der Tür „wir haben 2 Fälle von XY“…

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      • Nein – dann hätte sie ja für die letzten paar Impfungen nicht so einen Tanz aufführen und die auch noch machen lassen können.
        Anscheinend hat der ja schon einige Impfungen, und drei fehlen noch – und ich versteh nicht, warum die Mutter sich jetzt bei den letzten drei so anstellt und auf einmal damit ankommt, das sei schlecht für die „Gesamtgesundheit“ oder was auch immer …

        Sorry, wenn das falsch verstanden wurde.

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  • Meine aufrichtige Bewunderung dafür, dass Sie sich tagtäglich mit diesem Thema auseinandersetzen und dabei den kühlen Kopf bewahren, der manchen Eltern abhanden kommt, wenn’s ums Impfen geht. Ich als ehemalige MFA konnte bei derartigen Diskussionen wenigstens genervt die Augen verdrehen – wenn’s niemand bemerkt hat. 😛

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  • So ein quatsch! Kitzeln regt doch den Kreislauf an, oder!? Es stimmt das während des kitzeln, der oder die geklitzelte weniger redet. Aber danach umso mehr und sei es nur um zu meckern! Bei manchen Kids ist das ja dann schon viel! Viele Kids reden ja nur noch das Nötigste mit den Mitbewohnern (auch Eltern genannt)!

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  • Hach ja… meine Mum hat einen Wälzer im Schrank stehen von einem Anthroprosophischen Arzt geschrieben. Sie hat es aber – im gegensatz zu mir – nie gelesen. Dieser Arzt (?) schreibt doch allen ernstes (!) dass ein Kind jede Krankheit durchmachen müsse, AUCH beispielsweise Scharlach (damals gabs noch kein Antibiotikum dagegen oder wurde nicht so verwendet) und Poliomyelitis (die nur in ganz seltenen Fällen Lähmungen zurücklässt). Die Kinder würden viel ausgereiftere Persönlichkeiten. Führt auch ein Beispiel von Zwillingen an, von denen das eine Kind Masern in leichter und das andere in schwerer Form hatte. Das mit dem schwereren Verlauf sei ruhig und ausgeglichen, das andere hektisch.
    (Und der „klassische“ Walddorf-Anhänger impft tatsächlich nicht.)
    Mir wurde echt übel beim lesen. Klar muß man nicht gegen ALLES impfen aber wie kkann man solch einen hanebüchenen Blödsinn schreiben ?

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  • Wenn ich nun noch in Relation setze, für welch minimale KV-Pauschale Sie geduldig diese Endlos-Diskussionen zum Wohle des Kindes führen, wächst meine Hochachtung ins Unermessliche. Der Heilpraktiker bekommt ein Mehrfaches für seine Fachunkenntnis. Und haftet – ganz im Gegensatz zu Ihnen – keinesfalls für daraus resultierende Schäden. Bewahren Sie ihren Humor! Danke:-)

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    • Nein, der reicht natürlich nicht aus! Gehen Sie doch mal zum Heilpraktiker, vielleicht stellt er noch durch Auspendeln eine Laktoseintoleranz oder ein paar seelische Blockaden aufgrund imaginärer Erdschwingungen fest… Wär‘ doch mal ’ne Abwechslung! *io*

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  • Scharlach geht grad bei uns im Kindergarten rum. Masern gabs auch schon. Zum Glück sind meine Kinder vollkommen durchgeimpft. Bei der 6jährigen steht jetzt nochmal eine Auffrischung an, dafür hab ich schon nen Termin nächste Woche. Und mir reichts schon, wenn die so mal krank sind. Die Impfdiskussion hatte ich mit meiner Schwester bei ihrem Sohn. Ich hab sie schlussendlich dann überzeugen können, auch der Zwerg ist jetzt komplett durchgeimpft ^^ Aus Spaß krank werden? ne Danke..
    Übrigens hab ich Ihren Blog heut nochmal im Studium im Seminar Sozialmedizin erwähnt- da gings heut um Epidemioologie. und auch ums Impfen. Passt also heut prima rein 😉

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  • Also ich gebe zu, dass ich durchaus auch impfkritsch bin und nicht nach Stiko geimpft habe.
    Die wichtigen Impfungen wie MMR, TD-Polio wurden selbstverständlich durchgeführt und ich kann nicht verstehen, wie man riskieren kann, dass das Kind Masern bekommt.
    Ich kann aber ebenfalls nicht verstehen, wie man jede Impfung in ein Säugling donnert, egal ob sie sinnvoll ist oder nicht.
    Heilpraktiker machen teilweise eine sehr gute Arbeit, aber leider noch viel zu wenige.
    Meine Chefin (Schulmedizinerin) hat viele Fortbildungen für Homoöpathie, Neuraltherapie, Akupunktur, manuelle Therapie gemacht und bildet sich immer noch fort.
    Es ist durchaus interessant, dass man nicht bei jeder MOE sofort ein Antibiotika braucht.
    Ich habe bis zu dieser Arbeitsstelle nie an solche Dinge geglaubt und stand ihnen sehr skeptisch gegenüber. Bei einigen denke ich immer noch, dass es mehr Placeboeffekt als echte Wirkung ist. Aber ich bekomme zB Akupunktur gegen meine chronischen Schmerzen und die Akupunktur schaffte, was Tetrazepam und Co nicht schafften, ich habe schmerzfreie Tage. Ich wusste gar nicht mehr, wie sich das anfühlt.
    Leider hat auch sie noch keinen Heilpraktiker gefunden, der in der Lage ist, vernünftig mit einem Schulmedinziner zusammenzuarbeiten….aber ich schweife ab 😉

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      • Man denke an Zeckenimpfungen in Nicht-Risikogebieten oder die ominöse Gebärmutterhalskrebsimpfung oder was das war letztes Jahr (wenn auch nicht bei Kindern 😉 ).
        Nicht jede neue Impfung muss von jedem in Anspruch genommen werden, darüber nachdenken ist ja okay im Falle von z.B. Windpocken.

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        • FSME – Ok, nur bei Bedarf. HPV? Auf jeden Fall, es sind drei Nadelstiche die KREBS verhindern können. Vor ein paar Jahren, als die Impfung neu war, hätte ich Bedenken ja noch verstehen können, aber die bisherigen Ergebnisse sprechen ganz eindeutig für die Impfung.

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        • Du haust mit deinem „KREBS! Ohmeingotterhatkrebsgesagteingrundmehrumunreflektiertallesmitzumachen“ genau in dieselbe Kerbe wie die äußerst unangemessene, suggestive HPV-Werbekampagne damals. Falls ich mich im Eifer des Getippes zu polarisierend ausgerückt habe, nehme ich das für mich persönlich zurück – da lief damals einiges schief mit der Kampagne etc., aber das heißt nicht, dass die Impfung Quatsch ist.

          Allgemeiner:

          Es gibt nicht nur „Aufgeklärte“ (z.B. Fachpersonal), die das Impfen gegen die „Verblendeten“ (wie im Post) verteidigen müssen, und es überrascht mich, gelinde gesagt, dass jemand, der offensichtlich selbst im medizinischen Bereich tätig und versiert ist, offenbar nur in diesen beiden Kategorien denken kann.

          Ein Patient, der Fragen stellt, gerne selbst Herr seiner finalen Entscheidung ist und den Arzt seines Vertrauens jederzeit gerne als Ratgeber und Fachmann zur Seite hat, sollte jedem Arzt lieber sein als jemand, der unreflektiert jeden Ratschlag des Arztes übernimmt.
          Solche braven Schäfchen sind meinetwegen unproblematische, da nicht diskutierende Patienten, eigentlich aber nur das Gegenteil der fanatischen Impfgegner, nur glauben sie der aus eurer (und übrigens auch meiner) Sicht „richtiger liegenden“ Seite.
          Ich kann das gar nicht genug betonen, aber das behält sogar dann seine Gültigkeit, wenn es Dinge betrifft, deren Nutzen „sowieso auf der Hand liegt“, wie Grundimmunisierungen – um dem Arzt Fragen zu stellen und mögliche Einwände zu diskutieren, brauche ich kein Heilpraktikerfan zu sein, sondern lediglich zu wissen, wie ich mein Hirn benutze – auch als Impfbefürworter.

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        • Ich kann leider nicht bei isa kommentieren, k.A. warum, deshalb häng ich das mal hier rein:

          http://www.informationisbeautiful.net/2009/how-safe-is-the-hpv-vaccine/

          Leider nur auf Englisch. Cervical Cancer ist der englische Begriff für Gebärmutterhalskrebs.

          Kurz gefasst, die Wahrscheinlichkeiten der verschiedenen Todesursachen:

          Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs: 145.000:1 oder 0,0000069%

          Gebärmutterhalskrebs: 500:1 oder 0,002%

          Leider beziehen sich die Daten auf die Impfung in den USA, für den hierzulande verwendeten Impfstoff habe ich auf die Schnelle keine Daten und schon gar keine so gute Visualisierung finden können.
          Für mich gibt es aber keinen Grund anzunehmen, dass der hierzulande verwendete Impfstoff um mehrere Größenordnungen schlechter sein soll, schließlich müssen ja auch hier Zulassungsverfahren durchlaufen werden.

          Wer angesichts dieser Zahlen über Sinn oder Unsinn dieser Impfung diskutiert handelt irrational und menschenverachtend.

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        • @Isa: Fachlich hat Gerry eigentlich schon alles gesagt, ich sagte ja auch selber, dass Skepsis am Anfang als der Impfstoff noch ziemlich neu war verständlich war, jetzt nur nicht mehr.
          Andere Frage: Sollte Werbung nicht immer suggestiv sein?

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        • Kann auch nur auf mich selbst kommentieren,klasse.

          Hätte mich eigentlich auf eine Antwort auf den Rest meines Posts gefreut, fachlich habe ich selbst nämlich auch bereits alles gesagt bzw. korrigiert. Wer meint, sich jetzt mit weiteren Fachdiskussionen hervortun zu müssen, kann das gerne tun, mir ging es aber um etwas vollkommen anderes – nicht um HPV. Ist das jetzt selektive Wahrnehmung, oder ging das aus meinem Roman nicht hervor?

          Zur Werbung: Tja, das ist das ewige Dilemma der Pharmaindustrie, Transparenz und Marketing verträgt sich leider nicht so gut, ersteres ist aber essentiell für den afgeklärten PAtienten. Aus Patientensicht daher: Nein, bei Arzneimitteln nicht. 😉

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        • Gegen Zeckenbisse bin ich auch nicht geimpft, weil ich aus keinem Zeckengebiet komme.
          Gegen HPV bin ich jedoch geimpft, weil es mir 100x lieber ist, die drei Spritzen zu bekommen, als mich später zu ärgern, dass ich es nicht habe machen lassen und mir über diesen Virus den Krebs eingefangen zu haben. Die Meinung muss man nicht teilen, aber so ominös finde ich die Impfungen da nicht mehr.

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    • Trifft ziemlich genau meine Meinung… mich nervt beim Impfthema ebenfalls immer das reine schwarz-weiß Denken (wie auch in den Kommentaren ersichtlich wird – was der Doc selbst aber gar nicht so geschrieben hat mE), was mich eben auch bei der Vorabinfo über Impfungen genervt hat.
      Und Heilpraktiker … tja … elendiges Thema … aber es gibt genügend, die nicht automatisch Impfgegner sind. Wobei ich davon einige nur „persönlich“ kenne, nicht aber als Patient.

      Und HPV – genau DAS ist ja das Problem, dass dann alle sagen „Hey, kann ich nicht bekommen den Krebs – toll!“ Wer sich die Impfung richtig ansieht, stellt fest: es wird ein kleiner Bruchteil von Virenstämmen geimpft, die man in viel größerer Variante im Körper hat und die nur ein kleiner Auslöser sind. Regelmäßige Vorsorge bringt bei einem der best-behandelbaren Arten immer noch am Meisten. gibt es auch genügend Gyns die genau aus dem Grund davon abraten 😉

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      • @owl. das mit den hpv stimmt so nicht. es werden sehr wohl die hauptstämme des hpv verimpft, die für den gebärmutterhalskrebs verantwortlich sind.
        gyns, die von dieser impfung abraten? finde ich persönlich den hammer. abraten!

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      • Mir hat mein Frauenarzt dringend dazu geraten, weil ich damals genau an der vorgegebenen Altersgrenze lag, bei dem die Impfung noch sinnvoll ist. So ist mir das damals erklärt worden.

        Aber eben auch, dass man gegen die Haupterreger der Krebssorte kämpft, damit aber nicht grundsätzlich den Krebs ausschließt. Denn dieser ist ja eben nicht allein aufgrund von Viren auslösbar. Ein Frauenarzt der davon abrät, wäre mir aber mehr als suspekt.

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  • ich hab mir erst heute eine Impfung „abgeholt“. Vor einigen Wochen auch schon. Auch Erwachsene sollten ab und zu mal den Hausarzt ins Büchchen schauen lassen, vllt fehlt ja doch noch was. Bis jetzt waren alle ganz ok, klar vllt tut der Arm mal weh oder man ist müder, aber sonst? besser als die Krankheit selber.

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  • oje..
    ich muss zugeben dass ich gegenüber impfungen sehr kritisch war.
    dann erkrankte mein sohn an einer sehr seltenen krankheit (man kann dagegen nicht impfen – ist sogar als impffolge gelistet) die 1,5 jahre brauchte um wieder zu verschwinden. eine ziemlich schlimme zeit.
    die angst um meinen sohn war riesig.
    meine kritische einstellung ist noch da, aber ich impfe ihm gegen alles, denn alles was vermeidbar ist, nimmt ihn mir nicht weg und tut ihm nicht weh.
    danke lieber kinderdoc, dass sie unsichere mütter wie mich, nicht direkt aufgeben:)

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  • Wah, da kenne ich auch so Leute. Die haben ihre Kinder nicht impfen lassen (so von wegen ganzheitlich und Kinder müssen auch mal krank sein usw.), Kinder sind groß und tatsächlich ohne Mumps, Masern und Röteln davongekommen. Eines besagter Kinder wollte als Au Pair ins Ausland und musste sich folglich gegen obige Dinge impfen lassen, hatte aber eine noch nicht ganz auskurierte Kieferentzündung. …und hat Mumps, Masern und Röteln auf ein Mal bekommen. Kommentar dieses Mädchens: „Tja, also ICH lass meine Kinder bestimmt nicht impfen!“
    Super.

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    • aktiv ablehnen ist natürlich schwierig, aber es gibt ja rhetorische kniffe und windungen. und notfallbehandlungen müssen wir aus arztrechtlichen gründen immer machen. aber manchmal kann man sich dann ja auf solche beschränken.

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      • na ja, die Kurzen können ja nichts für den Standpunkt (= Gesichtskreis mit Radius 0), ihrer Eltern, aber wie wär’s mal mit einer Behandlung im „Ganzkörperkondom“ (Epedemie-Vollschutz)?
        .. und hinterher kommt eine Spezialfirma für Desinfektion zum Einsatz
        .. und das alles auf Kosten der KK?

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      • Ich lese hier gelegentlich mit und wünsche mir gerade mal wieder irgendwie Respekt und rhetorisches Geschick, um die Mama „einzufangen“, wenn es denn wirklich wichtig erscheint (gehe nicht konkret auf das Impfthema ein).

        Ich bin sicher auch ein schwieriger Patient, auch wenn es um meine Kinder geht. Aber letztlich geht es doch auch um mich oder uns und da ist es doch gut und recht, wenn man hinterfragt und nicht alles schluckt.. Also auch mal kritisch ist. Warum ist man kritisch? Vielleicht wegen schlechter Erfahrungen? Angst? Es ist doch facettenreich. Ich hab meinen Kopf zum Denken auf, verstehe aber nicht von allem alles, wie alle anderen auch. Aber das heißt nicht, das man alles blind schlucken muß und dann halt einfach macht, weil der andere es für richtig hält.

        Ich würde mir von meinem Gegenüber wünschen, das er mich nicht mit verunsichernden Kommentaren in die Ecke drängt, sondern konstruktiv meine Meinung im ersten Ansatz respektiert und mir seinen Standpunkt erklärt, seine Ansicht, seine Erfahrungen darlegt. Und dann kommen wir zum rhetorischen Geschick: wenn man dann gut argumentiert und es schafft das Gegenüber zu überzeugen ist es doch ein Gewinn! Ich verstehe nicht, wieso es als Brüller hier landen muß und verächtlich darüber abgeurteilt wurde. Die gleiche Meldung hätte auch anders lauten können: „impfkritische Mutter an Land gezogen und überzeugt“ oder was weiß ich. Aber dann wäre es halt nicht so lesenswert und lustig gewesen.

        Ich glaube, Dr. House mag ich nicht mehr sehen. Flapsige Sprüche von ihm mochte ich immer sehr, den mit den Kindersärgen finde ich allerdings nicht sehr witzig. Bei uns stand erst vor gut drei Monaten einer im Wohnzimmer. Aber: ich war nicht schuld.

        Entschuldigt, mir ist grad die Galle beim Schreiben hochgekocht. Ich möchte trotzdem den Fokus auf meinen konstruktiven Gedanken eingangs richten.

        Es grüßt herzlich

        die Löwenmama

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        • @löwenmama –
          nein, das läuft hier nicht als brüller, sondern als beispiel für die irrationalität mancher gedankengänge. ich weiß sehr wohl, dass eltern sich viele gedanken über dieses und jenes machen, aber das entspricht dem winterhoff´schen „katastrophenmodus“, statt sich in manchen entscheidungen auf den rat der experten zu verlassen.
          house: eltern brauchen manchmal auch diese schiene. house ist sicher *kein* empathischer arzt, das wissen wir ärzte auch, aber wir können auch nicht alle eltern umtüteln und behüdeln. je irrationaler die argumente auf der anderen seite werden, umso rationaler sind die meinen – und der tod als nebenwirkung ist völlig rational.
          euer schicksal ist schwer, das kann ich nachvollziehen als ehemals langjährig betreuender arzt auf intensivstation, aber es steht in keinem verhältnis (da viel trauriger, schlimmer, sorgenvoller) zu der diskussion um impfungen, wie sie hier geführt wird – erlaube mir diese kritik.

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  • Früher war ich beim Thema Impfen auch hin und her gerissen. Seit meine Tochter an einer Krebserkrankung leidet bin ich von der impfkritischen Haltung, die ich mal hatte, kuriert. Jetzt bin ich sehr froh über die geimpften Geschwisterkinder, die meine Tochter während der Chemo NICHT noch zusätzlich gefährden – ist eh schon kein Zuckerschlecken! Die ungeimpften Kinder meiner anthroposophischen Freundin hingegen hab ich derzeit so gar nicht gern zu Besuch… Vielleicht sollte man als Arzt den Herdenschutz einer Impfung mehr betonen, insbesondere, falls das eigene Kind mal dringend auf diesen Herdenschutz angewiesen sein sollte!

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  • Meine Petition an den Bundestag, Heilpraktikern die Behandlung von Minderjährigen und Schwangeren zu verbieten, wurde ja leider nicht zur Mitzeichnung zugelassen. Die Argumentation, dann müsse man ja das HPG ändern, ließ mich vermuten, daß so manches Ausschußmitglied selber mit seinen Kindern zu diesen Laien rennt.

    Diesen Eltern geht’s einfach zu gut, sonst würden sie nicht auf dieses Eso-Geschwurbel reinfallen. Von der egozentrischen Sichtweise mal ganz abgesehen. Herdenschutz erklärt man diesen Leuten meist vergeblich. „Nach mir die Sintflut“ oder auch „Jeder für sich und Gott für uns alle“. Bis der eigene Nachwuchs dann die schwangere Freundin oder deren Neugeborenes ansteckt…

    Als EHEC umging dämmerte dem einen oder anderen wohl vage, daß Impfungen nicht unbedingt des Teufels sein müssen. „Ach wenn man doch bloß dagegen impfen könnte!“ War aber wohl nicht von langer Dauer. Warum bloß muß immer erst was passieren, bis der Groschen fällt?

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    • Naja, als EHEC „umging“ habe ich weniger gedacht: „Möge es doch eine Impfung geben“ als: „Möge die Presse weniger Panik machen und die Leute sich öfter die Hände waschen.“ Da gibt es andere und dringendere Krankheiten gegen die ich mir eine Impfung wünschen würde. Namentlich Ebola, Cholera, AIDS usw.

      EHEC steht da ganz, ganz unten.

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      • Es gibt eine Impfung gegen Cholera, nur keine sehr effektive, größeres Problem wäre aber eh eher die Verbreitung eines Impfstoffs in Gebieten die schon kein Trinkwasser haben (Cholera bricht ja auch nicht überall aus).

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  • Zwei Dinge fallen mir zu der Diskussion ein – ich bin drei mal Röteln geimpft worden (einmal mit 14 weil man da alle Mädchen impft, einmal im Wochenbett weil mein Titter nicht ausreichend hoch war, noch einmal im nächsten Wochenbett weil ich immer noch keinen Titter vorweisen konnte der Schulmediziner zufriedenstellt, ich gehe mal davon aus das ich immer noch Röteln kriegen kann) – also eine Impfung ist zwar möglicherweise sicherer als keine, aber Garantie hat man trotzdem nicht – oder lässt irgendwer routinemässige den erwarteten Schutz überprüfen? – und zweitens mich nervt dieses hier Schulmedizin – da Alternativmedizin ohne Ende, weil sich die beiden sehr sinnvoll ergänzen könnten – aber nein da wird gemauert und gekämpft und übereinander hergezogen das es ein graus ist – und wer bleibt über – der Patient der von alldem am wenigsten versteht und halt irgendeinem der beiden einfach vertrauen muss, gruselig irgendwie, ich kann es nicht entscheiden ich hab es nicht studiert, aber ich bin überzeugt dass Schulmedizin stur macht und die Pharmaindustrie einigen Nutzen für uns hat aber genaugenommen auf die Umsatz und nicht auf Gesundheit abzielt.

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    • Ich bin näher an 50 als an 40 und habe vor 2 Jahren meinen MMR-Titer bestimmen lassen und danach auch wirklich geimpft. Meine Mutter konnte mir nicht sicher sagen, welche „Kinderkrankheiten“ ich durchgemacht habe, Impfung gab es in meiner Kindheit noch nicht.
      Ich komme bei meiner Arbeit auch in Kontakt mit Säuglingen und will auf jeden Fall vermeiden, auch nur Überträgerin sein zu können.
      Daher: wer will und interessiert ist kann durchaus auch als Erwachsener seinen Impfschutz überprüfen lassen.

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    • @amaryllis – und du denkst tatsächlich, die naturheil- und homöopathie-firmen wollen kein geld verdienen? träum weiter!
      an impfungen verdienen wir kinderärzte nicht mal fünf euro, incl. aufklärung, beratung, diskussion, überzeugung, untersuchung, impfung, dokumentation usw.
      die unterscheidung schul und sonst was medizin machen vor allem die patienten auf, die das eine verteufeln und das andere hochpreisen – jeder arzt weiß, dass es sehr wohl gute naturheilverfahren gibt, aber auch, das es eine unmenge schrott auf dem markt gibt.

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    • @Amaryllis: 100 Gramm Milchzucker kosten im Einzelhandel ein paar Cent. Aber 10 Gramm Globuli in der Apotheke 7 Euro. Die Gewinnmarge bei Homöopathie, Schüsslersalzen, Bachblüten etc. beträgt ein Tausendfaches(!) derer der Pharmaindustrie.

      Was die Impfungen und den Titer angeht: Hey, es werden auch Leute überfahren, die beim Überqueren der Straße nach links und rechts gucken. Es werden sogar Leute überfahren, die an der Ampel bei Grün rübergehen. Trotzdem wäre es wohl ziemlich bescheuert, jetzt Ampeln und den Links-Rechts-Links-Blick für überflüssig oder gar schädlich zu erklären, oder?

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    • Ach ja, und zum Thema „Die böse Schulmedizin ist ja so stur und lernresistent“ vielleicht noch diesen Link:

      http://www.scienceblogs.de/naklar/2012/01/wissenschaftlich-bewiesene-zauberei.php

      Wenn Glaubuli & Co. wirklich über den Placeboeffekt hinaus wirken würden und in irgendeiner Form von reinem Zucker unterscheidbar wären, würden sie längst auch von sämtlichen pharmazeutischen Firmen von Abbot bis Wilex vertrieben.

      So aber stellt sich die Frage, warum ausgerechnet die angeblich doch so gierige Pharma-Industrie auf diesen Zug mit aufgesprungen ist. Bei den lächerlichen Herstellungskosten, und die dann noch in Relation zu den astronomischen Preisen betrachtet, die die Gläub… äh.. Patienten zu zahlen bereit sind, könnte diese Entscheidung evtl. was mit den schlicht nicht erbringbaren Wirksamkeitsnachweisen zu tun haben.

      Wenn die Pharmaindustrie sich weigert, ein Produkt in ihre Palette zu übernehmen, dann entweder, weil es nicht rentabel ist, oder aber weil sie erkannt hat, daß dieser Kaiser nackt ist.

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    • Ja, man kann seinen Titer testen lassen – wenn man will, hinterherrennen tun einem die Ärzte dafür natürlich nicht – Selbstbestimmung und so.
      Röteln-Titer aber werden z.B. bei Erstuntersuchungen in der Schwangerschaft getestet; alle Medizinstudenten bei uns mussten einen ausreichenden HepB Schutz vorweisen, es wird also tatsächlich gemacht.
      Aber ja Impfungen haben keine 100% Erfolgsquote (nichts ist jemals zu 100% irgendetwas, geschweige denn sicher), aber gerade deswegen ist es wichtig, dass sich jeder impfen lässt.

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  • also ich war damals, als meine Zwillinge klein waren, auch oft verunsichert von sämtlichen Mütterdiskussionen um Sinn und Unsinn und Auswirkungen von Impfungen (und die Mütter.mafia ist nicht ohne…) und bin im Nachhinein meinem Kinderdok sehr dankbar der sehr klar sagte „Entweder du impfst deine Kinder oder ich kann nicht mehr dein Kinderarzt sein aufgrund der vielen Folgen von Kindererkrankungen, die ich schon gesehen habe“ Danach war die Entscheidung nicht mehr schwer…

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  • Also, für meine Mama-Seelenbalance ist Impfen eine Katastrophe. Natürlich muss geimpft werden, keine Frage, aber wenn der Doc in das Kleinchen sticht und sie so bitterlich weint, schiesst mir ganz automatisch das Wasser aus den Augen. Bei der ersten Impfung habe ich die ganze Praxis zusammengeheult. Ich hoffe, ich wachse mit meinen Aufgaben. Nächste Woche sind wir wieder dran – also, nichts wie Taschentücher eingepackt und das Mantra gesprochen: „Impfenistwichtigmpfenistwichtigmpfenistwichtigmpfenistwichtig“…

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    • Ach Gott! Ich hoffe auch für Sie, dass Sie an Ihren Aufgaben wachsen mögen – eine Impfung ist ein Klacks gegen die Platzwunden, Pseudokruppanfälle oder die eingeklemmten Finger, die noch kommen können…

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      • Ich denke, völlig egal, was es ist, wenn das Kind leidet und Schmerzen hat, leidet man als Eltern immer mit. Da hilft es auch nicht zu sagen/denken, dass noch viel Schlimmeres kommen könnte.

        Und schlimmer als der Start ins Leben, den meine Tochter hatte, kann es kaum kommen. Trotzdem: auf einen Termin zu warten, bei dem, dem Kind Schmerzen zugefügt werden (was sein muss, klar), ist einfach unschön und aufreibend.

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        • Sorry, aber das klang einfach so übertrieben. Natürlich leidet man mit, aber „die ganze Praxis zusammenheulen“ und die Ausrüstung mit Tempos…

          Das ist ein relativ überschaubarer Schmerz, der in wenigen Minuten überstanden ist und einem guten Zweck dient. Und wenn man da als Mutter schon von vornherein bibbernd und schluchzend daneben steht, spürt auch das Kind, dass da wohl gerade was ganz Schlimmes passiert.

          Aber natürlich möchte ich Ihnen Ihre Gefühle nicht absprechen. Waren nur meine Gedanken!

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        • In meinem Text schwang schon ein Ticken Ironie mit. Und so kurz ist der Schmerz bei Oberschenkelimpfungen nicht, die Einstichstelle kann eine ganze Weile schmerzen. Berühren durfte ich z. B. gar nicht, es war auch sehr geschwollen. Normal, dennoch nicht angenehm fürs Baby.

          So allein scheine ich mit meiner Reaktion auch nicht zu sein, unser Kinderarzt meinte, dass sehr oft Elternteile anfangen zu weinen, wenn ihr paar Wochen altes Kind, das erste Mal mit dem Thema Schmerz in Berührung kommt. Ich denke, da muss man gemeinsam mit umgehen lernen. Kein Grund nicht zu impfen. Ich kann mir nur schönere Termine vorstellen.

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        • Vielleicht hilft es, wenn du dich nicht vor dem Schmerz für dein Kind ängstigst, sondern darauf freust, dass du gerade mit einem winzigen Pieks viele schlimme Schicksale von deinem Kind abwendest. Ich gehe eigentlich immer gern zu Impfungen, weil das neben den Vorsorgeterminen die Termine in der Praxis sind, wo mein Kind gesund ist und danach geschaut wird dass es sich weiterhin gut entwickeln kann.
          Und bitte, nicht heulen. Wenn Mami stark ist und lächelt, dann tut auch der Pieks nicht weh. Meist ist der schon vorbei, bevor das Bobele überhaupt kapiert, das es grad gepiekst wird, danach schnell mit was anderem ablenken, dann gibts auch keine Tränen.

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        • Ich war vor dem Impfung völlig tiefenentspannt und keineswegs ängstlich. Die Kleine schrie wie am Spieß bei beiden Spritzen in den Oberschenkel. Als sie schrie, weinte ich mit. Und selbst der Kinderarzt meinte, dass diese Spritzen einfach weh tun. Da müssen halt alle durch. Ätzend ist es trotzdem.

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        • Kann ich nur bestätigen! Ich bin Anästhesist und habe die Erfahrung gemacht, dass die Aufregung der begleitenden Eltern der entscheidende Faktor für die Aufregung des Kindes ist. Es gibt selten Kinder, die trotz Beruhigungsmittel entspannt im Aufwachraum ankommen, wenn die Mutter weint, als würde sie das Kind nie wieder sehen. Ist ja auch klar – wie soll das Kind glauben, dass alles o.k. ist, wenn Mama gerade fast zusammenbricht? Ich habe schon Verständnis, dass man mit seinem Kind mitleidet, aber wenn man es selber nicht aushält, wäre es vielleicht einen Versuch wert, ob es z.B. der Partner oder die Oma besser kann (bei uns bin ich auch mit meiner Tochter zur Mandel-OP gegangen, weil ich ruhiger bleibe). Was bei grösseren Kindern (also solchen die sprechen können) auch hilft, ist realistische „Aufklärung“ vorher durch die Eltern. Also kein „das tut gar nicht weh“, sondern vielleicht eher „es gibt einen kurzen Piks“. Bei Impfungen, die in den Muskel gegeben werden, ist tatsächlich die Entspannung für den Schmerz entscheidend. Zum Thema Impfungen ist eigentlich alles gesagt, aber die Diskussionen werden wohl nie enden.
          Daher vielen Dank fürs stetige Erinnern an Kinderdoc.
          Und noch ein Wort an Wortschätzchen: Respekt, dass Du Dein Kind impfen lässt, obwohl es Dir so schwer fällt. Das sind gute Voraussetzungen, dass Du mit den Aufgaben wachsen wirst – viel Glück und auch Spass dabei!

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    • Was mich mal interessieren würde:
      Warum wird um den mechanischen Vorgang des Impfens ein solcher Hype gemacht? Warum wird einem Kind bei der Impfung „Schmerzen“ zugefügt?
      Sowohl durch eigene Erfahrung als auch Erzählungen von meiner Mutter war das bei mir immer sehr entspannt. Abgesehen von Tetanus hab ich auch nie mehr als das Pflaster abziehen gespürt.

      Und auch jetzt als Erwachsener versteh ich nicht, warum selbst Erwachsene noch Angst vor den „Schmerzen“ beim Impfen oder Blutabnehmen haben.
      Aus meiner Sicht ist doch jeder verspannte Muskel DEUTLICH unangenehmer als der Stich einer Nadel.

      An was liegt das? Bin ich einfach soviel anders, als der Rest, oder woher kommt diese Nadelangst?

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    • Bei der ersten Impfung meiner Tochter hab ich geheult.
      Bei der ersten Kita-Platzwunde war ich ziemlich aufgelöst.
      Als meine Tochter innerhalb von einer Woche zwei Mal in eine Schaukel rannte, war ich etwas verwundert.
      Als sie sich am ersten Tag in der Kita, nachdem sie erst wegen Erkältung und dann wegen einem undefinierbaren Ausschlag zwei Wochen Zuhause bleiben musste, den Finger in der Außentür klemmte, war ich noch ruhig genug um mir auf dem Weg ins Krankenhaus einen Kaffee zu holen.

      Mütter wachsen mit ihren Aufgaben!!

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  • Also ich muß sagen, daß ich eher finde, daß Krankheiten mich aus der Seelenbalance bringen….oder Windpocken….die sind zwar nicht sooo gefährlich, aber was hätte ich damals gegeben, wenn es schon so eine Impfungen gegeben hätte…..die Narbe von einer aufgekratzen Windpocke trage ich immer noch mit mir herum….DAS nimmt mir die Seelenbalance….und solche Mütter werden auf Kinder losgelassen…wahnsinn…..ein Fall für die Super Nanny….ach nee, die gibt es ja gar nicht mehr….na dann muß ich halt einspringen.

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  • vielleicht würde es ein paar impfgegner weniger geben, wenn bei den impfenden kinderärzten ordentliches anschauungsmaterial vorhanden wäre:

    die häufigkeit von nebenhodenentzündungen und anschliessender zeugungsunfähigkeit bei nicht gegen mumps geimpften knaben

    die häufigkeit von rötelnschäden bei verschiedenen bevölkerungsgruppen

    ein paar lebensgrosse bilder (in farbe!) von an gürtelrose erkrankten windpockendurchlebthabern, mitsamt beschreibung von krankheitsverlauf und dauer der schmerzattacken, evtl. mit inzidenz der resultierenden suizide

    usw.

    komischerweise haben alle meine viecher nie probleme beim impfen: ich beschäftige die vorne, der tierarzt piekst hinten. hat bei meiner tocher genauso funktioniert, und bei anderen kindern auch – da durfte immer ich impfen gehen mit den kleinen, weil: wenn du mitgehst tut das dem kind nicht weh. sowas. dabei war das immer der selbe arzt. lag also dann wohl doch an der mangelnden hysterie der begleitperson und nicht daran, dass der arzt schlecht piekste.

    schutzbefohlene fühlen die angst der aufsichtspersonen und verkrampfen sich dann. und schon ist da beim impfen viel mehr widerstand, und schon tut das impfen weh. kann man auch im selbstversuch testen.

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    • Du hast recht, Schutzbefohlene spüren die Anspannung ihrer Aufsichtsperson, nur wie soll man das abstellen? Es ist nunmal aufregend als Neueeltern. Ist das Kind 6 Wochen ist einfach oft noch keine große Routne da, anders mit ein paar Monaten. Alle müssen in ihre Rollen hineinwachsen, das bedarf schon etwas Zeit.

      Apropos Zeit, die hatten wir z. B. gar nicht. Wir wurden innerhalb von ein paar Stunden Eltern eines unterversorgten Neugeborenen (unser Kind ist nicht leiblich), kurz danach kam die Impfung. Alles sehr viel.

      Auf der anderen Seite, hatte das Heulen meinerseits auch etwas Gutes. Wie sagte unser Arzt so schön: „Das nennt man Bindung.“

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    • Dein Talent als ablenkender Vater (?) in allen Ehren, aber es wäre schön, wenn du deine anekdotische Evidenz nicht ganz so unkritisch auf die restlichen 6999999 Kinder dieser Welt und ihre Eltern übertragen würdest.

      Ich kann natürlich auch nur von mir und meinem Kind sprechen. Das schrie spätestens beim zweiten Pieks wie am Spieß, obwohl ich selbst mit Spritzen aller Art und auch dem Impfen an sich keine Probleme habe. Und an Ablenkung hat es auch nicht gemangelt.

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      • Bei uns wurden alle zur selben Zeit geimpft, als unser Neugeborenes sein erste Impfung just nach Vollendung des 2. LM erhielt. Erst die Große – es tat weh beim Reindrücken. Sie war halbwegs entspannt, aber die Impfschwester dachte, je schneller sie das Zeug reindrückt, desto besser ist es. War es nicht.

        Ich hab dann nochmal kommentiert, daß gerade das schnelle Reindrücken schmerzhaft ist, da sich das Serum doch erst im Gewebe verteilen muß. Daraufhin impfte sie mich und man merkte es kaum. Danach durfte sie an unser Neues. Wir haben versucht, die Beine so weit es bei einem strampelnden Kind geht, zu entspannen. Das Kind hat kurz gequäkt, aber dann war es auch gleich wieder gut. Es hat sie eher genervt, daß die Beine für diesen Moment behindert wurden.

        Uns tat nach 3 Tagen nichts mehr weh. Dem Neuling wohl auch nicht. Zumindest hat es auch in der Zeit prächtig weitergestrampelt.

        Wurden nicht früher die Kinder für die Impfungen auf den Bauch gelegt, um in die Oberschenkel zu kommen? Diesmal war das anders.

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  • Sehr geehrter Herr Kinderdoc, vielleicht sollten sie solchen Müttern mal ein Pamphlet bereitstellen, in dem aufgeführt wird, was bei Masern so alles passieren kann – angefangen mit einfachen Sachen wie einer Ottitis media, hin zu einer Pneumonie und last but not least die Meningoenzephalitis. Letztere betrifft zwar nur 0,1% aller Betroffenen, aber vielen scheint gar nicht klar zu sein, dass 0,1% ein Kind von 1000 Erkrankten bedeutet (was gar nicht mal so wenig ist). Irgendwie scheint den meisten gar nicht klar zu sein, dass Masern durchaus bleibende Schäden oder gar den Tod verursachen können (gleiches gilt für Mumps, bei Jungen sind ja durchaus 10% nach einer Mumpsorchitis unfruchtbar)…

    Die SSPE sollte man vielleicht auch noch erwähnen – nicht unbedingt um den Müttern Angst zu machen (ihre Kinder scheinen ja schon aus dem Alter raus zu sein bei der eine SSPE in der Regel auftritt), sondern um ihnen klar zu machen, dass sie die Herdenimmunität kompromittieren und nicht nur ihre Kinder willentlich gefährden, sondern auch die Kinder anderer Mütter, die unter Umständen leider noch gar nicht die Möglichkeit hatten, ihre Kinder zu impfen (Kinder unter elf Monaten z.B…).

    Diese ganze Impfgegner-Sche*ße ist einfach nur unverantwortlich, ich frage mich ob einigen dieser „Heilpraktiker“ überhaupt klar ist, welchen Schaden sie verursachen können….

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    • Ich glaube, diese ganzen Komplikationen interessieren „solche Mütter“ nicht. Ist doch alles Panikmache der bösen Pharmaindustrie und außerdem kennen sie einen Bruder des Nachbarn einer entfernten Verwandten, der nach einer Impfung anfing zu stottern. Ich fürchte, wenn man einmal die Fänge eines Heilpraktikers geraten ist, ist es sehr schwer, den gesunden Menschenverstand wieder zu aktivieren.

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  • ..zum Thema Schmerzen:

    es gibt Emla-Pflaster, die die Einstichstelle örtlich betäuben.
    Vor jeder Impfung, jedem (vorhersehbaren) Blutabnehmen/Stich/Schnitt spricht unser Kinderarzt die genaue Stelle durch, so dass ich rechtzeitig das Pflaster aufkleben kann.

    O-Ton Dr. Kläber: „Schmerzen sind nie schön, und die hier können wir locker vermeiden!“

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  • ich bin sehr impfkritisch, aber bei einer derartigen Flut von Super-Über-Müttern hier und dieser Ironie in den Texten, habe ich absolut keine Lust auch nur ein einziges Wort über’s Impfen oder Nichtimpfen loszuwerden.

    Schade, wie einseitig das hier alles abläuft. 😦

    Sie haben sich Ihre Schäfchen um sich gescharrt, Herr Kinderdoc. Das ist keine neutrale Diskussion. Wozu machen Sie diese Art Texte überhaupt?

    Ansonsten lese ich Ihre Texte hin und wieder ganz gerne….

    Liebe Grüsse
    asty

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    • Es ist doch erwiesen, das Impfen hilft und das die Nebenwirkungen entweder sehr selten oder gar nicht auftreten. Mir ist es lieber, jemand impft sein Kind, als das es ungeimpft in den Kindergarten geht. Und auch wenn ich keine Kinder habe und vermutlich auch keine haben möchte, muss ich sagen, dass es eine Schande ist, in einem so hoch entwickelten Land wie Deutschland die Kinder nicht impfen zu lassen.

      Masern, Mumps, Röteln, dass sind alles keine schönen Krankheiten. Und wie dankbar wäre ich gewesen, wäre zu meiner Zeit die Windpockenimpfung schon verpflichtend gewesen, bzw. hätte es sie überhaupt gegeben. So musste ich dadurch, genau wie meine Schwester im Übrigen.

      Hier braucht sich keine Diskussion zu entwickeln, weil den Impfgegner die rationalen Argumente vermutlich schnell ausgehen würden.
      Belege gibt es nämlich nicht.

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    • Wollen Sie etwa auch eine ernsthafte Diskussion darüber, ob die Erde nun rund oder flach ist? Das wäre in etwa genauso nötig wie zu behaupten es gäbe auch nur einen einzigen Grund gegen Impfungen zu sein.
      Sie kämen ja auch nicht auf die Idee in den Raum zu werfen: „Hey, können die Erde = Kugel Befürworter nicht mal etwas mehr auf meine „Die Erde ist aber eien Scheibe“ – Theorie eingehen?!“ (oder doch?).

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  • herr kollege, respekt, ein toller blog…

    und wieder einmal wird mir klar, dass ich niemals zum kinderarzt taugen würde, denn in meinem fachgebiet (uch/ortho) kann ich mich zwar auch über die verlässlich wiederkehrende irrationalität einiger mitmenschen ärgern, kann es aber gelassen ertragen, wenn diese sich vernünftigen argumenten verschliessen und in folge bei verweigerung (trotz ausführlicher aufklärung über folgen der nicht-behandlung) damit die konsequenzen für sich tragen müssen. aber eben nur für sich persönlich. viel schwerer zu ertragen sind solche situationen, wenn die unschuldigen zwerge den unsinn ggf. ausbaden müssen!

    kann wortschätzchen übrigens hinsichtlich ihrer empathie ganz gut verstehen: obwohl ich ganz ruhig und lässig unzählige platzwunden von so manch stürmischen kleinstkind chirurgisch versorgt habe, habe ich innerlich mitgelitten, als meine kleine tochter die erste impfe in den winzigen knubbeligen oberschenkel erhalten hat… 😉

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  • Jaja, die ewig wiederkehrende Impfdiskussion…

    Als ich ein Kind war, gab’s noch keine Impfung gegen Masern; aber ich habe alle Impfungen bekommen, die damals üblich waren.
    Das war für mich immer ganz furchtbar, weil ich die Spritzen doch recht schmerzhaft waren.
    Masern hatte ich auch. Das fand ich ganz vergnüglich, weil ich wochenlang faul im Bett liegen und lesen durfte, während mein Allgemeinbefinden nicht allzu schlecht war.

    Und was sagt uns diese lustige Anekdote?
    Dass ich ein Riesenglück hatte, dass die Maserninfektion bei mir so nett verlief und keine bleibenden Schäden hinterlassen hat. Darauf, dass es beim eigenen, nicht geimpften Kind auch so harmlos wird, kann und darf man sich allerdings nicht verlassen!
    Ich kann nicht begreifen, dass es heutzutage, da so viele wichtige Impfungen verfügbar sind, immer noch Mütter gibt, die fröhlich den Joker setzen und glauben, ihr Kind würde auch alle möglichen Krankheiten mal eben so locker überstehen.
    Mensch, die Informationen sind doch verfügbar.
    Eure Kinderärzte informieren euch gern über den Nutzen von Impfungen und die Risiken des Nicht-Impfens.
    Das Internet quillt geradezu über von Seiten mit Infos zum Thema!

    Von Impfgegnern hört man immer wieder, dass man ja schließlich selbst denken könne und nicht immer alles blind glauben solle, was man vorgesetzt bekommt.
    Und dann setzt ihnen irgend jemand vor, dass Impfen schlecht sei – und sie glauben es blind…

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    • „Von Impfgegnern hört man immer wieder, dass man ja schließlich selbst denken könne und nicht immer alles blind glauben solle, was man vorgesetzt bekommt.
      Und dann setzt ihnen irgend jemand vor, dass Impfen schlecht sei – und sie glauben es blind…“ (mafdet)

      Guter Punkt.
      An dieser Stelle, weil es gerade passt, auch noch ein Kommentar zu Löwenmamas Beitrag. Ich finde deinen Ansatz gut und sehr nachdenkenswert, elternzentriert zu beraten, d.h., erst einmal herauszubekommen, wo denn das Problem der Eltern mit der Impfung wirklich liegt, und dann auf dieser Ebene Überzeugunsarbeit zu leisten – was im Fall verängstigter Eltern auch mal bedeuten kann, auf Schreckensszenarien und Statistiken zu verzichten.
      Aber ich fürchte, das hilft nur bei den Eltern, die entweder „nur“ verunsichert oder „nur“ reflektiert und kritisch sind – und somit Argumenten oder einer Beratung überhaupt zugänglich. Bei denen, auf die mafdets Posting abzielt, wird es nicht helfen, denn da ist bereits zu viel Ideologie im Spiel. Leider machen diese Eltern den überwiegenden Anteil der Impfskeptiker in meinem Umfeld aus.

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  • Ich verstehe Eltern nicht, die ihre Kinder nicht impfen lassen. Ein aufgrund einer nichterfolgten Impfung sterbendes Kind ist einfach scheiße.

    Aber Impfungen sind doch eigentlich Hahnemann und Homöopathie in Reinstform: Man gibt dem Kind ein stark potenziertes (=abgeschwächter, inaktivierter Erreger) Arzneimittel, welches nach der Gabe im menschlichen Körper ganzheitlich (=den ganzen Körper betreffend) Energien freisetzt (= also das Komplementsystem und die ganze Antikörperkaskade in Gang setzt) und das Immunsystem stärkt.
    Homöopathische Nosodentherapie in Reinstform!

    Ist jetzt nicht ganz ernst gemeint. 🙂

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  • Hm. Seelenbalance. Okay.
    Liebe Esoteriker, Rudolf-Steiner-Möger, Heilpraktiker und sonstige Impfgegner, nehmt doch bitte Rücksicht auf die Seelenbalance von Schwangeren, Neugeborenen, Immunschwachen, ärztlichem Personal und Menschen die Herdenschutz toll finden.
    Und geht impfen!

    Kann doch nicht so schwer sein!

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  • @Kinderdoc: nee, nee, die Sache ist leider wirklich nicht so einfach! – Bei HPV-Impfung und bei Varizellen-Impfung ist die Evidenzlage wirklich nicht so eindeutig (siehe z.B. hausärztliche Leitlinien).
    Es ist schade, dass es Impfungen gibt, die wirklich von der entsprechenden Industrie sehr aggressiv vermarktet werden, womit man leider Impfgegenern in die Hände spielt.
    Und bei der Schweinegrippe hatten ja letztendlich auch die Skeptiker – nicht die Impfgegner – Recht…
    Conflict of Interest: Ich bin entschiedener Impfbefürworter und Vertreter Evidenzbasierter / Wissenschaftsbasierter Medizin und lehne jegliche Hokuspokusmedizin (mit Ausnahme der Kristallaurahokuspokustherapie) entschieden ab!

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    • Die Schweinegrippe ist aber ein anderer Fall gewesen. Wenn ich mich recht erinnere, war das – ähnlich wie bei EHEC – so ein riesiger Aufschrei, wegen der Presse. Ich kenne nicht einen Menschen, der Schweinegrippe hatte und nur einen, der sich aus lauter Panik hat impfen lassen.
      Gebärmutterhalskrebs hingegen ist eine Impfung, die nicht nur dann relevant ist wenn die nächste Sau durchs Dorf getreiben wird.
      Es war doch so, dass viele Menschen die Panik, die gemacht wurde, erkannten und sich deshalb nicht impfen ließen. Vor allem, da das ja wohl ein wirklicher Schuss aus der Hüfte war.

      Es mag sein, dass der Impfstoff noch nicht hundertprozentig erforscht ist (auch was mögliche NWs angeht), aber auf der anderen Seite hätte ich den Impfstoff sonst nicht mehr erhalte. Und was würde ich mich ärgern, würde ich daran erkranken und die Impfung nicht haben, weil ich mich damals gegen den Rat des FA dagegen entschieden hätte.

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  • Liebe Frau Kollegin,

    sie trauen sich was, und dafür Kompliment. Ich fliege als Kinderdok ja außerhalb meiner Klinik lieber unter dem Radar. Erwähne ich es im Kindergarten mal beiläufig, kriege ich entweder jedes Pickelchen gezeigt („KÖNNTEN DAS WINDPOCKEN SEIN????? *bibber*“) oder mein Gesprächspartner nimmt 300 Meter Abstand.
    Der ganze alternativmedizinische Quark ist übrigens eine der Dinge, die mich vom Gang in die Praxis abhalten. Mich würde mal interessieren: wie halten Sie es im Alltag? Die konsequentesten Kollegen, die ich bisher erlebt habe, lehnten (außer in Notfällen) Impfverweigerer konsequent ab.

    Und irgendwo sind wir ja auch selber schuld, ich behaupte mal frech, daß in 80-90% der kinderärztlichen Praxen irgendwelcher alternativmedizinischer Schnickschnack angeboten wird, um die Eltern bei Laune zu halten.

    Noch eine weitere Frage aus der Klinik in die Praxis: inwiefern macht sich eigentlich ein Kinderarzt strafbar, wenn er von Impfungen abrät? Ich hatte im letzten Jahr zweimal das zweifelhafte Vergnügen, schwerst kranke Säuglinge mit Hämophilus-Meningitiden aufzunehmen, die bei einem stadtbekannten Impfgegner in „Behandlung“ waren. Dazu kamen noch zahllose aus dem letzten Loch pfeifende Kinder mit RSV, die viel zu lange mit irgendwelchem Bachblüten-Dingsda behandelt wurden und wo der Moment der „Abgabe“ an die Klinik definitiv verpasst wurde. Da fragt man sich gelegentlich, welche Mittel einem eigentlich zur Verfügung stehen, solchen „Kollegen“ das Handwerk zu legen.

    In diesem Sinne: danke für die Einsicht, daß man als schulmedizinischer und sämtlichen Eso-Krimskrams ablehnender Kinderarzt heute nicht alleine dasteht.

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  • Statt Pro oder Contra gibts bei uns einfach nur Fragezeichen:
    Ich habe es schon mal anlässlich der MMR-Impfdiskussion gepostet:
    Kind musste am Tag der vierten Fünffachimpfung (Tetanus/Diphtherie/Keuchhusten/HiB/Polio) + Pneumokokken mit einer mit Nesselsucht am ganzen Körper und Fieber ins Krankenhaus eingeliefert werden. Bei einem späteren Bluttest wurde eine Eiallergie festgestellt. Soweit die Fakten. Die Fragen bleiben. War die Impfung Auslöser der Allergie? Wenn nicht, was dann? Und warum an jenem Tag? Da hilft keine Schwarzweissdiskussion.

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    • Die Impfung kann nicht Auslöser der Allergie gewesen sein. Sie könnte Auslöser der allergischen Reaktion gewesen sein. Eine Immunisierung dauert eine Weile nach Erstkontakt und eine Allergie ist im Grunde nicht anderes als eine überschießende Immunreaktion auf einen eigentlich harmlosen Reiz. Die Fragen sind gelöst.

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  • Das bedeutet, die Allergie wäre schon da gewesen, aber gezeigt hat sie sich durch die Impfung? Warum können Impfungen keine Allergien auslösen, aber allergische Reaktionen?

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    • eine nesselsucht ist nicht immer allergischer genese, dh die nesselsucht und das fieber nach impfung kann man als starke impfreaktion werten (evtl durch die konservierungsmittel?).
      die nachgewiesene ei-allergie ist zufällig mituntersucht worden (macht man nun mal zur Abklärung bei nesselsucht – da werden die häufigsten allergene abgecheckt – ei, getreide, milch usw.) – die 6x impfung hat keine hühnerei-spuren.
      dass dein kind an dem tag zufällig noch einen keks (aus ei gebacken) oder ähnliches gegessen hat? was dann die allergiereaktion ausgelöst hat?

      aber wie gesagt: nesselsucht ist nicht immer allergisch. schon mal ei provoziert? was dann passiert?

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      • Dankesehr für die Rückmeldung. Den Bluttest wegen der Eiallergie haben wir später machen lassen, als unser Kind nach Kontakt mit Meerschweinchen und Katze ebenso reagiert hat und wir wissen wollten, welches Tier es war, da haben wir Ei mituntersuchen lassen und es wurde bestätigt: Er ist auf Ei und Meerschweinchen allergisch. Unser Kinderarzt hat uns geraten auf die MMR-Impfung erstmal zu verzichten. Das restliche Programm machen wir weiter.

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        • kann man so nicht empfehlen. in mmr sind nur noch kaum hühnereiweißallergene enthalten und – noch einmal: reagiert euer kind überhaupt auf hühnerei? also live, meine ich, nicht im blut, da kann man viel testen. wenn nicht – kann man auch impfen.

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        • Ja, er reagiert, je hoher die Verarbeitungsstufe, desto weniger. er hat in der Kinderkrippe mal aus Versehen eine sauce tartar bekommen, da sind die schleimhäte geschwollen, aber manchmal gibt es konservierungsmittel auf hühnereiweissbasis in parmesan, das haben wir nur zufällig später auf der verpackung gelesen, da reagierte er nicht… ich fürchte einfach, dass sich die sache irgendwann so entwickelt, dass wir mit einem anaphylaktischen schock rechnen müssen

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  • wenn ich das lese, muss ich mich beherrschen, nicht in die schreibtischkante zu beißen. dieses sektentum! fragt sich nur, was die mutter dann wirklich macht, sollte das kind die masern bekommen. ist ja schließlich auch nich das harmloseste… zum heilpraktiker gehen und tee mischen lassen? (ich bin übrigens nicht gegen ganzheitlich und homeöpathie, aber das…)

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  • Was zur weltweiten Kampagne gegen Kinderlähmung:

    Leider auch nur auf Englisch. Der Vortrag (Präsentation und Inhalt) ist so gut dass ich den hier trotzdem mal verlinke.
    Als ich den Vortrag gesehen hatte, hätte ich einigen Impfgegnern am liebsten den Hals umgedreht, sind doch solche Idioten verantwortlich dafür, dass es immer noch mehr Krankheiten gibt als nötig!

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  • Mich würde mal interessieren, ob Impfgegner auch eine Krebs-Impfung verweigern würden, wenn es denn eine gäbe… oder ob sie dann auch sagen, dass Leukämie oder Darmkrebs Krankheiten sind, die der Körper durchmachen muss um stärker zu werden.

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    • Ich stelle mir immer die Frage, ob rh-neg Impfgegner auch die Anti-D-Prophylaxe verweigern. Ist ja im Endeffekt nichts anderes als eine Schutzimpfung. Die Schutzimpfung bewirkt die Bildung von Antikörpern, die Anti-D-Impfung soll diese verhindern.

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  • Na nu aber mal nicht immer auf den Heilpraktikern rumhacken. Die haben zum Teil 10 bis 20 Monate Wochenendseminare hinter sich, von der knallharten Heilpraktikerprüfung mal ganz abgesehen. Dagegen kann mit 5 Jahren Facharztausbildung nur schwer gegen anstinken.
    Ich empfehle Impfgegnern ja gerne mal, mit ihren Blagen nach Afghanistan zu fliegen und eine kleine Polio-Party abzuhalten. Nichts ist besser für eine ganzheitliche Charakterentwicklung, als eine mehr oder minder schwere Behinderung.

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  • Ich las neulich, dass man seine MMR Impfung auffrischen soll, wenn man nach 1970 geboren ist. Damit die ‚Herdenimmunität‘ gewahrt bleibt (schönes Wort übrigens). Weshalb wird darüber so wenig berichtet? Sollten darüber nicht die Hausärzte informieren?

    Besonders Leuten, die Nachwuchs planen würde das empfohlen, hieß es irgendwo. (Vielleicht in der Ökotest? Ich muss die Meldung nochmal suchen.) Im WDR sah ich dazu vor kurzem einen Bericht über die kleine Angelina: http://www.youtube.com/watch?v=JyYxxt6DLME

    Wozu haben wir die STIKO, wenn die Empfehlungen nicht an die Bevölkerung weitergegeben werden? (Also zumindest mir hat das noch kein Arzt gesagt.)

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    • frag doch mal deinen hausarzt, warum er die stiko-empfehlungen nicht liest 😉
      mehr, als das an alle ärzte weiterzugeben, was die stiko tut, kann sie auch nicht machen, da sie m.w. keine öffentlichen aufrufe machen darf. das wiederum kann nur das gesundheitsministerium oder interessierte presse.
      guckst du: (empfehlung von 2010!)

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  • Ich weiß, der Blog ist schon uralt, aber ich habe zum Thema Masern-Impfen eine wichtige Frage: Ich (weiblich, Baujahr 1984) wurde in meiner Kindheit exakt 1 Mal gegen Masern geimpft. Jetzt ist meiner Betriebsärztin aufgefallen, dass die 2. MMR-Impfung fehlt. War das „damals“ nur eine einmalige Impfung? Ich kenne nämlich in meinem Freundenkreis irgendwie niemanden, der da 2 x geimpft ist. Ich bin KEIN Impfgegner und werde mich selbstverständlich impfen lassen. Mich wundert’s nur, da ich in meiner Kindheit regelmäßig geimpft wurde und auch immer mein Impfbuch vorzeigte. Tetanus alle 10 Jahre auffrischen, ist klar. Wurde netterweise immer mit Bleistift der nächste Termin eingetragen. Aber Polio/Masern/Mumps/Röteln? Auch Mumps wurde demnach nur 1 x geimpft. Röteln und Polio mehrmals. Die „Impfspritze“ für MMR liegt bereits in meinem Kühlschrank. Impfung folgt. 😉

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